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Deutsche Panzer im 2.Weltkrieg
Panzerkampfwagen I

Der Panzerkampfwagen I (hier auf den Bildern die Ausführung B in Polen 1939) war ein deutscher leichter Panzer der 1930er-Jahre und der Anfangsjahre des Zweiten Weltkrieges. Er war der erste deutsche Panzerkampfwagen nach dem Ersten Weltkrieg, der in Serie produziert wurde. Neben den Hauptausführungen „A" und „B" gab es noch mehrere Weiterentwicklungen und Abarten. Ursprünglich als reiner Übungspanzer konzipiert, wurde der Panzer dennoch im Gefecht eingesetzt. Aufgrund seiner geringen Kampfkraft wurde er jedoch schon in der ersten Kriegshälfte immer schneller ausgemustert und war Ende 1941 als Kampffahrzeug fast restlos verschwunden. Im Jahre 1933 veröffentlichte das Heereswaffenamt eine Ausschreibung für die Entwicklung eines Panzerwagens in der 5-Tonnen-Klasse, der mit zwei Maschinengewehren in einem schwenkbaren Turm ausgerüstet sein sollte und dem Beschuss von Infanterie standzuhalten habe.

Nach eingehender Prüfung wurde vom Heereswaffenamt die Firma Krupp mit der Entwicklung und dem Bau der Fahrgestelle und Getriebe beauftragt; die Firma Daimler-Benz übernahm Aufbau und Turm. Interessanterweise produzierte die eigentlich zum Nachbau eingeschaltete Firma Henschel die ersten drei Prototypen, die im Dezember 1933 ausgeliefert und im Frühjahr 1934 erprobt wurden. Die ersten 15 Modelle wurden mit offenem Rumpf und ohne Turm ausgeliefert, weswegen diese hauptsächlich als Fahrschulfahrzeuge benutzt wurden. Bereits damals wurden einige Fahrzeuge mit einem luftgekühlten Krupp-M601-Dieselmotor ausgerüstet, der bei 2200 U/min 45 PS leistete. Diese Leistung wurde als unzureichend erachtet und die Versuche nicht fortgesetzt. Bemerkenswert daran ist, dass damit praktisch bis 1940 (Tatra-Diesel Typ 111) keine weiteren Entwicklungsversuche gemacht wurden, um luftgekühlte Dieselmotoren für gepanzerte Fahrzeuge zu schaffen. Der interne Projektname (LKA/LKB) wurde im Laufe der Zeit zugunsten der Tarnbezeichnung „Landwirtschaftlicher Schlepper (LaS)" verdrängt. Im Jahre 1938 änderte sich die Bezeichnung aufgrund der nunmehr verwendeten militärischen Gerätebezeichnungen in „Panzerkampfwagen (MG) (SdKfz 101) I Ausf. A". Der Panzer wurde auf dem Nürnberger Reichsparteitag 1935 der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt.



Panzerkampfwagen II

Der Panzerkampfwagen II (auch PzKpfw II oder Panzer II) war ein leichter Panzer der deutschen Wehrmacht, der Mitte der 1930er-Jahre konzipiert wurde. Eigentlich nur als Übergangslösung projektiert, bildete der Panzer II zu Beginn des Zweiten Weltkrieges aufgrund der ungenügenden Leistung der deutschen Rüstungsindustrie das Rückgrat der Panzerdivisionen. Rund 1900 Panzer II wurden von 1935 bis Ende 1942 hergestellt. Als Kampffahrzeug nur eingeschränkt verwendbar, wurde der Panzer bis 1943 nach und nach ausgemustert, jedoch war sein Chassis als Grundlage für zahlreiche Selbstfahrlafetten bis zum Kriegsende in Gebrauch. Als erkannt wurde, dass die Produktion der für die Ausstattung der Panzerdivisionen vorgesehenen zwei Haupttypen Panzer III und Panzer IV länger als angenommen dauern würde, entschloss sich das Heereswaffenamt im Juli 1934, als Zwischenlösung ein schnell zu fertigendes Kampffahrzeug in der 10-Tonnen-Klasse in Auftrag zu geben, welches die Lücke bis zum Erscheinen der Panzer III und IV schließen sollte. Das von der Firma Krupp vorgestellte Fahrzeug basierte auf dem „LKA 1" genannten Prototyp für den Panzerkampfwagen I und erhielt die Bezeichnung „LKA 2". Die von den anderen zwei Firmen eingereichten Vorschläge unterschieden sich mit Ausnahme des Laufwerkes kaum von dem Krupp-Prototyp. Nach der Erprobung wurde die Firma MAN für den Bau des Fahrgestelles bestimmt; für den Turm und den Aufbau war wie schon beim Panzer I die Firma Daimler-Benz zuständig. Das Fahrzeug erhielt aufgrund des noch als Reichsgesetz geltenden Versailler Vertrages die Tarnbezeichnung „Landwirtschaftlicher Schlepper 100" (LaS 100). Für den Nachbau wurden hauptsächlich die Firmen Famo in Breslau, Wegmann in Kassel und MIAG in Braunschweig bestimmt.Nicht zu verwechseln mit der späteren „Ausf. A" war die 1935 hergestellte „Ausf. a1" das erste Produktionsfahrzeug, das unter dem Namen „Panzerkampfwagen II (2cm) (Sd.Kfz. 121)" an die Truppe ausgeliefert wurde. Es wog 7,2 Tonnen, besaß einen 6-Zylinder-Ottomotor von Maybach mit 130 PS und hatte noch ein Vorgelege ohne Untersetzungsgetriebe. Bei den im selben Jahr produzierten 25 Stück der „Ausf. a2" wurden Verbesserungen im Motorraum und an der Kühlanlage vorgenommen. Die letzte Variante der Vorserie waren 50 Stück der „Ausf. a3", bei denen Änderungen im Bereich der Kühlung, Ketten und Aufhängung vorgenommen wurden. Die Versionen wurden von Mai 1936 bis Februar 1937 von MAN und Daimler-Benz gefertigt. Da die Motorleistung als nicht ausreichend erachtet wurde, kam bei der „Ausf. b" ein 140-PS-Maybach-Motor zum Einbau. Die 100 Fahrzeuge dieser Serie hatten ein neues Untersetzungsgetriebe und die endgültigen Gleisketten der Panzer-II-Baureihe. Das Gewicht erhöhte sich auf 7,9 Tonnen. Die 1937 erschienene „Ausf. c" hatte mit fünf an Viertelfedern aufgehängten Laufrollen das endgültige Panzer-II-Laufwerk. Mit dieser Ausführung endete die Entwicklung und die Serienproduktion wurde aufgenommen.


Panzerkampfwagen III

Panzerkampfwagen II Ausf. C mit Ambulanz Russland 1941
Panzerkampfwagen II in Prag 1935 eingesetzt

Der Panzerkampfwagen III (auch PzKpfw III oder Panzer III) war ein mittlerer deutscher Panzer des Zweiten Weltkrieges. Als Standardmodell für die künftigen Panzerdivisionen vorgesehen, war er mit einer panzerbrechenden Kanone für die Bekämpfung feindlicher Panzer zuständig, während der bauähnliche Panzer IV als Unterstützungsfahrzeug dienen sollte. Der Panzer III, der in den Jahren 1941 und 1942 der wichtigste deutsche Panzerkampfwagen war, bewährte sich in der ersten Kriegshälfte gut, danach nahm jedoch mit dem Erscheinen leistungsfähigerer gegnerischer Panzer seine Kampfkraft aufgrund der eingeschränkten Ausbaufähigkeit schnell ab. Von 1936 bis 1943 wurden 5700 Exemplare hergestellt, wobei das Fahrgestell als Grundlage für das wesentlich erfolgreichere Sturmgeschütz III bis zum Kriegsende in Produktion war. Zur endgültigen Ausstattung der zukünftigen Panzerverbände hatte der spätere Generaloberst Heinz Guderian, der die Panzerwaffe zur selbstständigen Truppengattung entwickelte, zwei Panzerkampfwagen vorgesehen. Einen Wagen, der mit seiner Kanone die feindlichen Panzer ausschalten sollte, sowie ein mit einem größeren Kaliber ausgestattetes Unterstützungsfahrzeug.

Aus diesen Überlegungen heraus entstanden der Panzerkampfwagen III und der Panzerkampfwagen IV, wobei der Panzer III für die Ausstattung der drei leichten Kompanien einer Panzerabteilung und der Panzer IV für die vierte Kompanie vorgesehen war. Über die Bewaffnung des projektierten Panzer III gab es grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten. Guderian und seine Inspektion der Kraftfahrtruppen forderten eine durchschlagskräftige 5-cm-Kampfwagenkanone (KwK), während das Heereswaffenamt und die Inspektion der Artillerie die schon von der Infanterie genutzte 3,7-cm-Kanone aus Gründen der Vereinheitlichung als ausreichend betrachteten und sich schließlich auch durchsetzen konnten. Zumindest konnte Guderian erreichen, dass der Turmdrehkranz groß genug gehalten wurde, um den nachträglichen Einbau einer stärkeren Kanone zu ermöglichen; ein Umstand, der sich später noch mehr als notwendig erweisen sollte. Die weiteren Anforderungen an das Kampffahrzeug waren ein die Tragfähigkeit der Straßenbrücken berücksichtigendes Maximalgewicht von 24 Tonnen, eine Besatzung von fünf Mann und der Einbau einer Funkanlage, die eine interne Verständigung sowie eine Kommunikation mit anderen Panzern und mit der Führungsebene ermöglichen sollte.

PanzerKW III Ausführung: L hier in Russland1943
Ende 1941 begann die Auslieferung der bis 1942 gebauten „Ausführung L", von der 650 Stück die Werkshallen verließen. Diese Baureihe besaß serienmäßig die lange 5-cm-Kanone. Für diese gab es jetzt nur noch 78 Schuss, dafür wurde die MG-Munition von 2000 Schuss auf fast 5000 Schuss mehr als verdoppelt. Die Panzerung der Turmfront wurde auf 57 mm verstärkt. Zur weiteren Verstärkung wurde eine 20 mm starke Abstandspanzerung an der Wannenfront und an der Geschützblende angebracht.

PanzerKW III Ausführung: J hier in Afrika 1942
Als sich während der ersten Kampfeinsätze an der Ostfront zeigte, dass auch die Durchschlagskraft der kurzen 5-cm-Kanone nur unbefriedigend war und diese Waffe keine Leistungsreserven besaß, wurde erstmalig die lange 5-cm-KwK 39 mit ihren 60 Kaliberlängen in den letzten 1076 Exemplaren der Serie der „Ausführung J" eingebaut. Diese zwischen März 1941 und Juli 1942 hergestellte Version erreichte mit 2616 produzierten Exemplaren die höchste Stückzahl dieser Baureihe.

PanzerKW III Ausführung: D hier in Russland 1941
Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges befanden sich 200 Panzer III in den Beständen der Wehrmacht, von denen 98 Stück am Polenfeldzug teilnahmen. Der Rest der Fahrzeuge befand sich beim Ersatzheer oder als Nachschub in den Heereszeugämtern. Hinsichtlich dieser geringen Zahl spielte der Panzer bei diesem Feldzug so gut wie keine Rolle. Die Vorserienfahrzeuge wurden aufgrund ihrer schwachen Kampfkraft nach diesem Feldzug bis auf wenige in Norwegen verwendete Ausführung D, aus dem Einsatz genommen.

PanzerKW III Ausführung: E hier in Lybien 1941
Den Auftakt zur Serienproduktion bildeten die 96 Panzer der 1939/40 hergestellten „Ausführung E", bei der es wesentliche Veränderungen gab. So wurde ein stärkerer Maybach-Motor eingebaut, der mit knapp 12 Litern Hubraum 320 PS lieferte. Dazu kam ein modernes Maybach-Variorex-Vorwählgetriebe, das zwar den Fahrer entlastete, aber für einen Serienbau und eine Wartung im Felde aufgrund seiner Kompliziertheit weniger geeignet war. Die Ausführung E verfügte über das endgültige Laufwerk der Baureihe.


Panzerkampfwagen IV

Der Panzerkampfwagen IV (kurz Panzer IV oder PzKpfw IV) war ein mittlerer deutscher Panzer des Zweiten Weltkrieges. Anfangs nur in sehr geringen Stückzahlen hergestellt, wurde der von 1937 bis Kriegsende produzierte Panzer IV mit 8500 Exemplaren der meistgebaute deutsche Panzerkampfwagen. Der zunächst mit einer kurzen Kanone ausgestattete Panzer war ursprünglich als Unterstützungsfahrzeug gedacht, jedoch änderte sich sein Einsatzspektrum mit dem Einbau einer langen Kanone grundlegend. Obwohl er aufgrund der Rezeption in der Militärliteratur nicht den Bekanntheitsgrad eines Panthers oder Tigers erreichte, war er in der zweiten Kriegshälfte der wichtigste deutsche Panzer. Darüber hinaus diente das Fahrgestell als Basis für zahlreiche Waffenträger. Wegen des noch als Reichsgesetz geltenden Versailler Vertrages erhielt das Fahrzeug aus Gründen der Geheimhaltung die Tarnbezeichnung „Mittlerer Traktor". Dieser Deckname wurde kurz darauf in „Bataillonsführerwagen" (BW) geändert, bis 1935 mit der Gründung der Wehrmacht sämtliche Tarnnamen entfielen. An den noch Ende 1934 beginnenden Entwicklungsarbeiten beteiligten sich die Unternehmen Rheinmetall-Borsig, MAN und Krupp. Neu war das Konzept eines Unterstützungspanzers mit nur einem Turm, denn zur damaligen Zeit bestand bei den Armeen der größeren Staaten die Ansicht, dass für solche Aufgaben Multiturmpanzer besser geeignet wären. Der Rheinmetall-Prototyp hatte ein Gewicht von 18 Tonnen und erreichte mit einem 320-PS-Motor eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Das Laufwerk bestand aus insgesamt acht an langen Hebelarmen doppelt aufgehängten Laufrollen und glich dem des von der selben Firma hergestellten Neubaufahrzeugs. Im Gegensatz dazu besaß der Prototyp von MAN ein Schachtellaufwerk, das von Erich Kniepkamp beeinflusst war, der als Abteilungsleiter im Heereswaffenamt später als Hauptverantwortlicher für die Einführung des Schachtellaufwerkes bei den deutschen Panzerkampfwagen galt. Der Krupp-Vorschlag sah auf Veranlassung des HWA ebenfalls ein solches Laufwerk mit Drehstabfederung vor. Obwohl dieses Laufwerk weniger beschussempfindlich war und bessere Laufeigenschaften besaß, beharrten die Krupp-Ingenieure auf ihrer Blattfederung und nahmen von der Drehstabfederung trotz Widerstand des HWA wieder Abstand. Nachdem 1935/36 alle Prototypen umfangreiche Tests durchlaufen hatten, wurde Krupp als endgültige Produktionsfirma bestimmt. Der Panzer IV war der letzte noch in Friedenszeiten entwickelte deutsche Panzerkampfwagen. Nachdem schon im Jahr 1938 die Ausstattung der bis dahin bestehenden Panzerregimenter mit dem Panzer IV weitgehend abgeschlossen war, verblieb die Produktion auch nach dem Kriegsbeginn auf niedrigem Niveau. Infolge der geringen Leistungsfähigkeit der Industrie sowie der Einlagerung in Depots durch das OKH gelangten nur wenige Fahrzeuge an die kämpfende Truppe.


Erst nachdem die Leistungsreserven des bis dahin wichtiger erachteten Panzers III vollkommen erschöpft waren, lief ab 1942 die Großserienproduktion des Panzers IV an. Als weitere Produktionsstätten kamen jetzt die VOMAG im sächsischen Plauen und das größte Panzermontagewerk des Deutschen Reiches, das Nibelungenwerk im niederösterreichischem Sankt Valentin, hinzu. Als bedeutende Zulieferbetriebe von Panzerstahlplatten, Wannen und Türmen fungierten das Stammwerk von Krupp in Essen, die Eisen- und Hüttenwerke in Bochum, die Eisenwerke Oberdonau in Linz, der Dortmund-Hörder Hüttenverein in Dortmund und Böhler & Co. in Kapfenberg. Die Maybach-Motoren kamen hauptsächlich aus dem Maybach-Stammwerk und dem Tochterunternehmen Nordbau sowie als Lizenzbau von Orenstein & Koppel in Nordhausen und von MAN; die Getriebe kamen von ZF in Friedrichshafen.

PanzerKW IV Frankreich 1940
PanzerKW IV Ausf. D Lybien 1941
PanzerKW IV Ausf.F1 Russl. 1941
PanzerKW IV Ausf.H Russl. 1943
PanzerKW IV Ausf.F2 Lybien 1942
PanzerKW IV Ausf.G Tunesien 1943

Der Panzerkampfwagen IV galt als robustes und zuverlässiges Kampffahrzeug. Seine anfänglich dünne Panzerung und kurze Kanone war der Einsatzverwendung als Unterstützungspanzer geschuldet und entsprach dem damaligen Stand der Technik. Sein Potenzial und seine Ausbaufähigkeit wurden aber lange nicht erkannt, was sich unter anderem darin widerspiegelte, dass er in den Planungen des Heereswaffenamtes vom Juli 1941 mit ihren beabsichtigten 36 Panzerdivisionen und 15.440 Panzern nur mit 2160 Exemplaren vorgesehen war, während von dem eigentlich nur als Übungsfahrzeug konzipierten Panzer II mehr als doppelt so viele beschafft werden sollten. Erst mit der verstärkten Panzerung und vor allem mit dem Einbau der langen Kanone wandelte sich der Panzer IV vom Unterstützungspanzer zum Kampfpanzer, der fast allen gegnerischen Standard-Modellen zu diesem Zeitpunkt entweder überlegen oder zumindest ebenbürtig und bis zum Ende des Krieges aufgrund seiner zahlenmäßigen Verfügbarkeit und seiner Verbreitung das Rückgrat der deutschen Panzerwaffe war. Infolge dessen galt der Panzerkampfwagen IV als der wichtigste deutsche Panzer. Aufgrund seiner schon lange zurückliegenden Entwicklungs- und Probezeit war der Panzer IV ein ausgereiftes und bewährtes Fahrzeug, das im Gegensatz zum Panther oder Tiger nicht mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Die Nachteile waren seine konventionelle Formgebung, seine dem Panzerschutz abträglichen vielen Sichtklappen, seine für unwegsames Gelände zu schmalen Ketten und sein durch Beibehaltung des Motors bei gleichzeitiger Verstärkung der Panzerung immer geringeres Leistungsgewicht. Trotzdem war selbst im Jahre 1943 der Panzer IV dem T-34/76 aufgrund seiner besseren Zieloptik, seines „Reichweitenüberhanges" der langen Kanone, seiner besseren Arbeitsaufteilung durch Kommandant und Richtschütze sowie seiner meist besser ausgebildeten Besatzung und seiner Führung durch Funk deutlich überlegen. An der Front kam jedoch immer mehr die zunehmende quantitative Unterlegenheit der deutschen Panzertruppe zum Tragen. Zum Ende des Krieges war der Panzer IV aufgrund konzeptioneller Einschränkungen nach zehnjähriger Dienstzeit vor allem den modernen sowjetischen Panzern kaum noch gewachsen. So kam ein interner Vergleich des Heereswaffenamtes mit den neuen Modellen T-34/85 und IS-2 zu dem Ergebnis, dass der Panzer IV diesen Panzern in Sachen Feuerkraft weit unterlegen war. Aufgrund der absoluten quantitativen Unterlegenheit war es irrelevant, dass er von den Alliierten bis Kriegsende als ernstzunehmender Gegner wahrgenommen wurde und den meisten westlichen Panzern zumindest ebenbürtig oder - wie der Standardausführung des Sherman - überlegen war.





Panzerkampfwagen V „Panther"

Entwickelt wurde der Panther nach dem Schock des Auftretens des sowjetischen T-34, gegen den die im Jahr 1941 gebräuchlichen Standardmodelle der Panzer III und IV mit ihren kleinkalibrigen bzw. kurzrohrigen Hauptwaffen nur auf gefährlich kurze Distanzen eine Chance zum Abschuss hatten. Die deutschen Panzer konnten sich damals oft nur aufgrund ihrer größeren taktischen Beweglichkeit, bedingt durch die Ausrüstung jedes einzelnen Fahrzeuges mit Funkgeräten, behaupten. Nach Untersuchungen erbeuteter T-34 wurde beschlossen, einen mindestens gleichwertigen Panzer zu bauen. Entwicklungsaufträge gingen sowohl an Daimler-Benz als auch an MAN. Nach der Ausschreibung wurden zwei Prototypen entwickelt, der Daimler Benz VK.30.01 (DB) sowie der MAN VK.30.02 (MAN). Der Vorschlag von Daimler-Benz erinnerte dabei stark an den T-34. Als Folge daraus war auch der Turm sehr weit vorne auf die Wanne gesetzt, was mit der zunächst vorgesehenen 75-mm-KwK 39 als Hauptbewaffnung noch unproblematisch gewesen wäre. Als aber die neue KwK 42 - ebenfalls im Kaliber 75 mm, nun aber mit einer Rohrlänge von 70 Kalibern (statt 48 wie bei der alten Waffe) - ausgesucht wurde, hätte dies zu einem erheblichen Überhang der Kanone und damit zu einer inakzeptablen Kopflastigkeit des Fahrzeugs geführt. Weiterhin hätte die technische Entwicklung längere Zeit in Anspruch genommen, da der Entwurf - erstmals für einen deutschen Panzerkampfwagen - einen Dieselmotor (MB 507), Heckantrieb und Blattfedern vorsah. Aus diesen Gründen und wegen der schon vorliegenden ersten Erprobungsergebnisse wurde der Entwurf von MAN für die Produktion gewählt. Nachdem die Entscheidung zugunsten der VK 30.02 von MAN als zukünftigen Panzerkampfwagen V Panther gefallen war, trafen sich am 4. Juni 1942 in Nürnberg Vertreter jener vier Werke, in denen die Serienfertigung beginnen sollte. Vorgesehen waren MAN, Nürnberg, Daimler-Benz, Berlin, Henschel & Sohn, Kassel und M.N.H., Hannover für die Endmontage der einzelnen Komponenten. Eine geringe Anzahl der Ausf. A fertigte die Demag in Duisburg. Henschel & Sohn schied als Hersteller nach dem Auslaufen der Ausf. D aus. Obwohl der Produktionsplan zum Jahresende 1942 den Beginn der Serienfertigung vorsah, konnte vor Januar 1943 kein Panther ausgeliefert werden. Auch danach begann die Fertigung mit vier Fahrzeugen im Januar, 18 im Februar und 59 im März eher langsam. Als im August 1943 das Daimler-Benz-Werk in Berlin-Marienfelde und die MAN in Nürnberg-Gibitzenhof durch Bombenangriffe beschädigt wurden, sank der monatliche Ausstoß kurzzeitig ab. Beide Werke wurden erneut von August bis September 1944 mehrfach angegriffen. Die M.N.H wurde bei den Luftangriffen auf Hannover erst im März 1945 getroffen. Mit der Besetzung der Werke im April 1945 endete auch die Produktion. Insgesamt wurden annähernd 6000 Panther produziert, davon 2953 der Ausf. G, 2192 der Ausf. A und 842 der Ausf. D. Mit 2030 Stück produzierte die MAN die meisten, knapp vor Daimler-Benz (1929 Stück) und M.N.H (1856 Stück). Henschel & Sohn mit 130 und die Demag mit

50 produzierten Einheiten waren nur kurzzeitig an der Herstellung beteiligt. Ab Januar 1943 stellte die Wehrmacht Panzer-Abteilungen auf, die nur mit dem Panther ausgestattet waren. Als Endziel war geplant, in jedes Panzerregiment der Panzerdivisionen des Heeres und der Waffen-SS eine Panther-Abteilung einzugliedern. Der Kriegsstärkenachweis vom 10. Januar 1943 sah eine Ausstattung mit 96 Panthern vor. Davon waren drei im Nachrichtenzug, fünf im Aufklärungszug und jeweils 22 in den vier Panzerkompanien vorhanden. Hinzu kam ein Panzerwerkstattzug für die gesamte Abteilung, der mit fünf schweren Zugkraftwagen 18 t, zwei Bergepanthern zum Abschleppen der schweren Panzer und einem Strabokran ausgestattet war. Zum 1. April 1944 sank die planmäßige Ausstattung der Panzerkompanien auf 17 Panther. Da der Aufklärungszug ganz entfiel, hatte eine Abteilung nur noch 71 Panther. Zum 1. November 1944 traten dann noch Kriegsstärkenachweise in Kraft, die jeder Panzerkompanie nur noch 14 oder 10 Panther zugestanden, so dass die gesamte Abteilung nur noch halb so stark wie 1943 war. Als Ausbildungshilfe wurde am 1. Juli 1944 die Pantherfibel vom Generalinspekteur der Panzertruppen Heinz Guderian herausgegeben. Sie war wie die Tigerfibel mit zahlreichen comicartigen Illustrationen versehen und im Fibelstil in weitgehend paarreimenden Versen geschrieben.

Panther Ausf. A Russland 1943
Panther Ausf. G Frankreich 1943

Die später verbesserten Produktionsreihen des Panthers (Ausf. A [linkes Bild] und G [rechtesBild]) waren dem T-34, der den Hauptausschlag für die Entwicklung des Panthers gegeben hatte, sowohl technisch als auch im Gefechtswert überlegen. Auch wenn einige Fehler am Panther bis zum Ende der Produktion nicht behoben werden konnten, so etwa ein zu schwaches Seitenvorgelege (Untersetzungsgetriebe hinter den Treibrädern vorn), das als einfaches Stirnradgetriebe statt eines aufwändigen Planetengetriebes ausgeführt war, überwogen die Vorteile. Vorteile des Panthers waren seine sehr starke Kanone, eine hohe Schussfolge sowie seine starke Panzerung an der Frontseite. Der Panther war mit einem Überlagerungslenkgetriebe ausgestattet, das ihm eine sehr gute Manövrierfähigkeit bei geringen Geschwindigkeiten erlaubte. Federung und Dämpfung gelten als die besten aller Panzer des Zweiten Weltkriegs. Der Panther gilt als der erste moderne deutsche Panzer. Schwächen des Panthers waren seine zu geringe Motorisierung der Turmschwenkanlage (beispielsweise konnte der Turm bei stärkerer Schräglage des Panzers nur noch mit der Hand gedreht werden) sowie seine schwache seitliche Panzerung, weswegen er nach Möglichkeit im Verband mit anderen Panzertypen (Panzer IV) eingesetzt wurde. Auch sein kompliziertes Schachtellaufwerk sorgte für Ausfälle, insbesondere in der Sowjetunion - der zähe Schlamm setzte sich zwischen die Laufräder und konnte über Nacht einfrieren.


Panzerkampfwagen VI „Tiger"

Der Panzerkampfwagen VI Tiger war ein schwerer deutscher Panzer, der vom Alleinhersteller Henschel von 1942 bis 1944 gefertigt und von der Wehrmacht ab Spätsommer 1942 eingesetzt wurde. Aufgrund seiner starken Hauptwaffe und des hohen Panzerschutzes war der Tiger einer der kampfstärksten Panzer des Zweiten Weltkrieges. Als schwerwiegender Nachteil galt neben der konventionellen Formgebung ohne geneigte Panzerung die aufwändige Herstellung, seine Untermotorisierung, die geringe Reichweite und eine störanfällige Technik in Verbindung mit einem hohen Instandsetzungsbedarf, welche die Mobilität des Panzers erheblich einschränkte. Dadurch gingen mehr Tiger durch Defekte und Selbstzerstörung als durch direkte Feindeinwirkung verloren. Obwohl die strategische Bedeutung des Tigers mit nur 1350 produzierten Exemplaren relativ gering war, gilt er als einer der besten und bekanntesten schweren Panzer des 2. Weltkrieges.

Obwohl der eigentliche Konstruktionsauftrag für den Tiger erst im Frühjahr 1941 vergeben wurde, lässt sich die Entwicklungsgeschichte bis ins Jahr 1937 zurückverfolgen. Damals bekam das Kasseler Unternehmen Henschel vom Heereswaffenamt den Auftrag, einen Infanterie-Unterstützungspanzer in der 30-t-Klasse als Nachfolger für den Panzerkampfwagen IV zu entwickeln. Der als Durchbruchswagen „DW 1" bezeichnete Prototyp sollte als Hauptwaffe die auch im Panzer IV verwendete 7,5-cm-Stummelkanone besitzen. Nach dem Bau eines Fahrgestelles wurden die Versuche 1938 eingestellt, da ein neuer Auftrag für den nur minimal veränderten Nachfolger „DW 2" vorlag, von dem Henschel ebenfalls nur ein Fahrgestell produzierte. In der Zwischenzeit beschäftigte sich Henschel auch mit einem 65 t schweren Nachfolger des Neubaufahrzeuges in Form des „VK 6501", der wie der spätere Tiger - eine Frontpanzerung von 100 mm und eine Seitenpanzerung von 80 mm besaß und dessen Bewaffnung ebenfalls aus der kurzen 7,5-cm-Kanone bestand. Nachdem das Heereswaffenamt neue Grundanforderungen festlegte, reichte Henschel - neben MAN, Daimler-Benz und Porsche - einen überarbeiteten Vorschlag des DW 2 unter der Bezeichnung „VK 3001 (H)" ein. Von den drei gebauten Fahrgestellen wurde eines bis Kriegsende betriebsinternen Versuchen unterzogen, während die anderen zwei als Chassis für die Selbstfahrlafette Sturer Emil dienten. Gleichzeitig entstand bei Henschel der „VK 3601", der aufgrund einer Forderung Hitlers nach höherer Panzerung und stärkerer Bewaffnung entwickelt wurde und als direkter Vorläufer des Tigers gilt. Ein auffälliger Unterschied war das nicht über das Laufwerk hängende Panzerkastenoberteil. Bei einer Frontpanzerung von 100 mm und einer Seitenpanzerung von 60 mm betrug das Gewicht knapp 40 Tonnen. Die Hauptwaffe sollte aus einer 7,5-cm-Kanone mit konischem Rohr bestehen. Die vier hergestellten Fahrgestelle dienten später als Schleppfahrzeuge.

Jagdtiger Deutschland 1945
Tiger I Ausf. E Russland 1942

Wie die meisten deutschen Panzer wurde der Tiger in qualitativ hochwertiger Arbeit fabriziert, so dass in Kombination mit seiner komplizierten Konstruktion eine rationelle Massenfertigung nicht möglich war. Der Anteil der spanenden Bearbeitung war bei der Wannen- und Turmherstellung sehr hoch und stellte hohe Anforderungen an die Fertigungstechnik. Um eine stabile Waffenplattform zu schaffen, wurden die Panzerplatten so groß wie möglich gehalten, so dass unter anderem die Bodenwanne und der Turm mit Ausnahme der Front aus einem einzigen Stück bestanden. Um bei Beschuss etwaigen Brüchen oder Rissen vorzubeugen, unterzog man die Panzerplatten nur einer dezenten Oberflächenhärtung, so dass beispielsweise die Frontplatten einen Härtegrad von 265 Brinell aufwiesen, was nur halb so viel wie beim Panzer IV war. Trotzdem handelte es sich um eine sehr harte Panzerung, die keine Anzeichen von Sprödigkeit aufwies. Nach der Montage wurden die Panzer ohne Turm auf einer Teststrecke rund 100 km eingefahren, wobei man zur Benzineinsparung Flaschengas als Treibstoff verwendete. Danach wurde der Turm aufgesetzt, das Fahrzeug komplett ausgerüstet und offiziell übergeben. Die Kosten für einen Tiger beliefen sich - ohne Waffen, Optik und Funk - auf 250.800 Reichsmark; voll ausgerüstet betrug der in Rechnung gestellte Preis 300.000 RM.



Tiger II Ausf. B Polen 1944
Tiger I Ausf. E Tunesien 1944

Der Tiger II war der Höhepunkt der Panzerentwicklung im Deutschen Reich während des Zweiten Weltkrieges, wobei sich die Formgebung am Panther orientierte. Gegenüber dem Tiger I wuchsen sowohl die Abmessungen als auch die Panzerstärken und damit das Gewicht. Das Ergebnis war ein frontal nur schwer verwundbares Fahrzeug, das allerdings wegen seiner großen Masse von 68 t relativ langsam war. Mangels besserer Alternativen musste der gleiche Motor wie im Panther und im Tiger zum Einsatz kommen. Die 8,8-cm-KwK 43 L/71 war die beste Panzerkanone ihrer Zeit und verlieh dem „Königstiger" eine gewaltige Feuerkraft. Alle feindlichen Panzer konnten frontal auf Entfernungen von 1000 bis 3000 m abgeschossen werden; es gibt einige wenige Abschussberichte von T-34 bei einer Kampfentfernung von etwa 4000 Metern.

Tiger II Ausf. B Frankreich 1944
Panzerkampfwagen VI „Tiger II oder Königstiger"

Zwischen Dezember 1943 und März 1945 wurden insgesamt 485 oder 489 Panzerkampfwagen Tiger II bei Henschel und Wegmann in Kassel produziert (Werksunterlagen sprechen von 487 Stück). Ein monatlicher Ausstoß von 140 Einheiten war geplant, jedoch wurden diese Zahlen niemals annähernd erreicht. Nur in einem Monat (August 1944) konnten 94 Tiger II produziert werden. Eine Zeitlang wurde der Tiger II bei Henschel parallel zum Tiger I gebaut, ab August 1944 wurde jedoch die Produktion ganz auf das neue Modell umgestellt. Die 50 ersten Exemplare des Tiger II erhielten den bei Porsche konstruierten Turm; alle weiteren den sogenannten Henschelturm. Beide Turmvarianten des Tiger II waren von Krupp entwickelt worden, wobei der Henschel-Turm nicht rechtzeitig produktionsreif war, so dass auf den bereits fertigen Porsche-Turm, entwickelt für den abgelehnten Tiger-II-Entwurf von Porsche, zurückgegriffen werden musste. Der Schmalturm von Krupp, auch Henschel-Turm oder Produktionsturm genannt, war im Gegensatz zum sogenannten Porsche-Turm einfacher und somit preiswerter zu fertigen. Außerdem bestand bei diesem nicht mehr die Gefahr, dass Geschossabpraller - wie beim Porsche-Turm - die dünne Fahrerdachpanzerung durchschlugen. Die verstärkte und vor allem günstig abgeschrägte Panzerung des Tiger II ließ sich mit den besten gegnerischen Panzerkanonen nur aus relativ naher Distanz durchschlagen, brach und splitterte jedoch wegen verminderter Materialqualität oft. Im Panzerkampfwagen VI Tiger II konnten 80 (Porsche-Turm) bzw. 78 (Henschel-Turm) Geschosse für die Hauptbewaffnung mitgeführt werden. Normalerweise wurden 50 % Panzergranaten und 50 % Sprenggranaten mitgeführt. Für die Maschinengewehre befanden sich 4800 Schuss (32 Gurtsäcke mit je 150 Schuss) im Panzer.





Explosionszeichnung TIGER I

1. Scheibenbremsen
2. Lenkrad
3. Gangschaltung
4. Funkgerät
5. Munitionsbehälter
6. Nebelmaschine
7. Munitionsgürtel
8. Zielfernrohr
17. MG- Munitionsgürtel
18. Kraftstofftank
19. Absperrhahn
20. Ventilationssystem
21. Sitz des Schützen
22. Zielmechanismus
23. Überdrehschutz
24. Hydraulikfußpedal
25. Feuerlöscher
26. Stoßdämpfer
27. Fahrersitz
28. Lenkhebel
29. Kupplung
30. Fußbremse
31. Gaspedal
32. Lenk-Getriebe
9. Ausgangsluke
10. Drehkopf Sicherung
11. Frischluftgebläse
12. Entfernungsmesser
13. Schutzpanzerung
14. Drehkopfantrieb
15. Kommandantensitz
16. Drehturm-Bedienung