Chronik des Nationalsozialismus Juli / August 1941


Nahe dem Ort Bronnyky, Oblast Riwne in der Westukraine tötet die Rote Armee 153 Soldaten des Infanterie-Regiments 35 mit Handgranatenwürfen und Bajonettstichen. Das ist erst der Beginn von grauenvollen Kriegsverbrechen, die deutsche Soldaten und Zivilisten von den Russen zu erwarten haben.                























Am 2.Juli werden in Lemberg über 4000 teilweise bestialisch verstümmelte Leichen (Polen, Ukrainer, Volksdeutsche) von der Wehrmacht vorgefunden (Kampfgruppe Heinz), die Opfer gezielter sowjetrussischer NKWD (Stalins Geheimpolizei) Massaker wurden! Frauen und Männer hingen an Händen und Füßen gefesselt an einem Metallhaken, der unterhalb des Kinns in den Hals eingedrungen war, andere lagen enthauptet herum, schwangere Frauen gekreuzigt an Toren und Wänden, die werdenden Kinder aus dem Leib gerissen. Andere Leichen wiesen abgeschnittene Genitalien und ausgestochene Augen und alle erdenklichen Verstümmelungen auf. Die Massenmeuchelei begann schon drei Tage vor dem deutsch-sowjetischen Kriegsausbruch.                     


Nahe dem Ort Bronnyky, Oblast Riwne in der Westukraine tötet die Rote Armee 153 Soldaten des Infanterie-Regiments 35 mit Handgranatenwürfen und Bajonettstichen. Das ist erst der Beginn von grauenvollen Kriegsverbrechen, die deutsche Soldaten und Zivilisten von den Russen zu erwarten haben.                























Am 2.Juli werden in Lemberg über 4000 teilweise bestialisch verstümmelte Leichen (Polen, Ukrainer, Volksdeutsche) von der Wehrmacht vorgefunden (Kampfgruppe Heinz), die Opfer gezielter sowjetrussischer NKWD (Stalins Geheimpolizei) Massaker wurden! Frauen und Männer hingen an Händen und Füßen gefesselt an einem Metallhaken, der unterhalb des Kinns in den Hals eingedrungen war, andere lagen enthauptet herum, schwangere Frauen gekreuzigt an Toren und Wänden, die werdenden Kinder aus dem Leib gerissen. Andere Leichen wiesen abgeschnittene Genitalien und ausgestochene Augen und alle erdenklichen Verstümmelungen auf. Die Massenmeuchelei begann schon drei Tage vor dem deutsch-sowjetischen Kriegsausbruch.                     

JULI 1941

1.7.1941
Das Deutsche Reich, Italien, Spanien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Kroatien und die Slowakei anerkennen die chinesische Nationalregierung unter Präsident Wang Ching-wei und kündigen die baldige Aufnahme diplomatischer Beziehungen an.
In Mittelfinnland beginnen finnische und deutsche Truppen mit einer großangelegten Offensive gegen sowjetische Stellungen.
An der Ostfront überquert die Panzergruppe 2 der Heeresgruppe Mitte mit Generaloberst Heinz Guderian die Beresina. Panzer der Heeresgruppe Nord überqueren die Düna und stoßen in Richtung Pleskau vor. Riga wird besetzt.
Adolf Eichmanns Referat wird im Zuge einer Umstrukturierung des Reichssicherheitshauptamt (RSHA) und infolge des Auswanderungsverbots für Juden in IV B4 (Juden- und Räumungsangelegenheiten) umbenannt.
Der Marineminister der Vereinigten Staaten, Frank Knox, sagt bei einer Gouverneurskonferenz in Boston, dass es an der Zeit sei, eine Säuberung des Atlantiks von deutschen Schiffen vorzunehmen; Isolationisten werten diese Stellungnahme als eindeutigen Beweis für die Bereitschaft zum Kriegseintritt der Regierung von Präsident Franklin D. Roosevelt.
Mit Beginn des Sommersemesters melden die Universitäten im Deutschen Reich, dass der Anteil von Frauen an der Zahl der Studenten zunimmt; an der philosophischen Fakultät der Universität Göttingen z. B. sind viermal soviel Studentinnen eingeschrieben wie Studenten.
Die Angestelltengehälter im Deutschen Reich sind in den letzten zehn Jahren um rund 12% gesunken, verdiente ein Einzelhandelskaufmann 1931 noch 250 RM im Monat, so verdient er im Jahr 1941 nur 218 RM.
































2.7.1941
Der japanische Kronrat beschließt, den Vormarsch in Indochina fortzusetzen und nicht in den Krieg gegen die Sowjetunion einzugreifen.
Das Reichspropagandaministerium untersagt ab sofort die Besprechung sowjetischer Kunstwerke in der deutschen Presse.
Frankreich beginnt mit der Rekrutierung französischer Freiwilliger für eine „Legion" gegen Russland.
Das Reichspropagandaministerium untersagt ab sofort die Besprechung sowjetischer Kunstwerke in der deutschen Presse.
Royal Air Force Blenheim-Bomber mit starkem Jagdschutz (einschließlich der amerikanischen Freiwilligen-Staffel "Eagle Squadron") bombardieren Flugplätze und Eisenbahnknotenpunkte bei Lille.
In München wird ein 39jähriger Mann von einem Sondergericht zum Tode verurteilt, da er unter Ausnutzung der allabendlichen Verdunkelung Kofferdiebstähle im Münchner Hauptbahnhof verübt hatte.

3.7.1941
Der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin ruft in einer Rundfunkrede nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion die Bevölkerung zum Partisanenkrieg auf. Hitler und Ribbentrop nannte er Ungeheuer und Kannibalen, und er behauptete, daß Hitler es sich zum Ziel gesetzt habe, den Zarismus zu restaurieren und das nationalstaatliche Eigenleben der freien Völker der Sowjetunion zu vernichten, »sie zu germanisieren, sie in Sklaven der deutschen Fürsten und Barone zu verwandeln«. Zudem gibt Stalin den Befehl der "verbrannten Erde", welcher besagt, alle Lebensmöglichkeiten auch für die eigene, hinter die deutschen Linien geratene Bevölkerung zu vernichten. Dabei waren Lebensmittel, Maschinen, Gebäude, Kraftwerke, Schienen, Straßen und Brunnen zerstört worden, was die deutsche Wehrmacht außerordentlich behinderte.

4.7.1941
Andrej Schdanow, einer der engsten Mitarbeiter Stalins, erklärte in einer Sitzung im Kreml unmissverständlich, dass die Sowjetunion den Weg der "offensiven Politik" einschlägt, das heißt des revolutionären Eroberungskrieges, den die Sowjetunion immer verfolgt hatte. Pazifistisch sei lediglich die sowjetische Propaganda gewesen, erklärte Schdanow. Im Frühjahr 1941 war Stalin unbestreitbar dabei, entlang der deutsch-sowjetischen Grenze die größte Invasionsarmee aller Zeiten aufzubauen, um im geeigneten Moment seinen deutschen Verbündeten zu überfallen.
11 Blenheim-Bomber führen im Tiefstflug einen Tagesangriff auf Fabrikanlagen in Bremen durch.
Carlo Mierendorff, Politiker und freier Schriftsteller, wird führendes Mitglied in der bürgerlichen Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis".
Die Kommunistische Partei Jugoslawiens unter ihrem Generalsekretär Josip Broz Tito beschließt, mit einem bewaffneten Aufstand die faschistische Besetzung des Landes rückgängig zu machen.

5.7.1941
Truppeneinheiten der Heeresgruppe Süd setzen zum Angriff auf die Verteidigungsanlagen der sog. Stalin-Linie an, die sich vom Ost-Ufer des Flusses Dnjestr bis nach Opotschka erstreckt.
Nachtangriff der Royal Air Force auf Munster (Eisenbahnziele) und Bielefeld (Kraftwerk), dabei schwere Zivilverluste.
Nach Grenzstreitigkeiten kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den südamerikanischen Staaten Ecuador und Peru, die erst nach argentinisch-brasilianisch-US-amerikanischen Vermittlungen beigelegt werden.
Heinrich Heim, Adjutant von Martin Bormann, beginnt in dessen Auftrag mit den Aufzeichnungen von Adolf Hitlers „Tischgesprächen" respektive „Monologe" ohne dessen Wissen. Heim aß als Adjutant Bormanns nicht nur regelmäßig an Hitlers Tisch, sondern er wurde auch häufig zu den nächtlichen Teestunden in den Führerbunker geladen, an dem nur die engsten politischen Vertrauten und die Sekretärinnen teilnahmen.

6.7.1941
Deutsche Luftwaffeneinheiten greifen die Mittelmeerinsel Malta an, die ein wichtiger Versorgungs- und Nachschubstützpunkt für die britischen Truppen in Nordafrika ist; zugleich dient Malta der britischen Armee als Basis für Angriffe auf deutsche und italienische Versorgungstransporte im Mittelmeer.
In Erfurt wird der Hamburger Fritz Müller Deutscher Meister im Fünf- und Zehnkampf der Leichtathleten; bei den Wettkämpfen um die Fünfkampf-Meisterschaften der Frauen siegt die Dresdnerin Luise Krüger.

7.7.1941
US Truppen laufen mit fünfundzwanzig amerikanischen Kriegsschiffen im Hafen von Reykjavik ein und besetzen Island. Präsident Roosevelt gab in einer Botschaft an den Kongress bekannt, dass 4000 Mann amerikanische Marinetruppen auf Island gelandet sind, um "einer Besitznahme durch Deutschland zuvorzukommen".
König Georg und die griechische königliche Familie kommen in Südafrika an.

8.7.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler bespricht in der Lagebesprechung mit den hochrangigen Militärs,
den Vormarsch auf Moskau und den Angriff auf Leningrad noch vor dem harten russischen Winter.
Italienisch-deutsche Vereinbarung über die territoriale Aufteilung Jugoslawiens. Italien annexiert die
Dalmatische Küste, Ungarn das Drau-Dreieck, Kroatien wird ein unabhängiger Staat, Serbien
erhält eine deutsche Militärverwaltung und Bulgarien erhält Teile von Mazedonien.
Erster Tagesangriff durch viermotorige Fortress-I-Bomber (B-17C Flying Fortress) der englischen
Royal Air Force gegen Wilhelmshaven.
Die katholischen Kirchenbehörden wehren sich gegen einen Erlass des Reichsinnen-
ministeriums, dass Geistliche in Krankenhäusern nur noch auf ausdrücklichen Wunsch
der Kranken tätig werden dürfen.
Der französische Marschall Philippe Pétain, Präsident der Vichy-Regierung im unbesetzten Teil
Frankreichs, eröffnet den Nationalratsausschuß zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung.
In Brandenburg werden Lohnhöchstgrenzen für Haushaltsgehilfinnen festgesetzt, da deren Löhne
aufgrund des Mangels an Arbeitskräften enorm angestiegen sind.
Im besetzten Belgien werden Freiwilligen-Verbände „Flandern" und „Wallonien" für die Ostfront gebildet.
Die Schauspielerin Agnes Straub stirbt im Alter von 51 Jahren in Berlin; seit 1936 leitete sie ein Berliner Theater.

9.7.1941
328.000 sowjetische Soldaten geraten nach Abschluß der Doppelschlacht von Bialystok und Minsk in deutsche Kriegsgefangenschaft; ein Großteil der sowjetischen Westfront wird durch den Erfolg der Deutschen zerschlagen. Bei der Einnahme von Minsk entdecken deutsche Truppen grauenvoll verstümmelte Leichen deutscher Kriegsgefangener im NKWD-Gefängnis.
Das britische Unterseeboot "Torbay" versenkt einen deutschen Motorsegler vor Kreta. 7 deutschen Soldaten, die einer Gebirgsdivision auf Kreta angehören, gelingt es sich in ein Schlauchboot zu retten. Erbarmungslos gibt der U-Boot-Kommandant Lieutenant Commander Anthony Miers daraufhin den Befehl, sie mit Maschinengewehr zu erschießen. Obwohl sich der Erste Wachoffizier und ein Seemann weigern, werden die Schiffbrüchigen liquidiert. Zu einem Verfahren gegen LCdr. Miers wegen Verstoßes gegen das Völkerrecht kommt es nicht.
Royal Air Force-Nachtangriff auf die Eisenbahnen in Aachen und Neapel.
Der Seemann der Handelsmarine George Armstrong ist der erste britische Verräter, welcher im 2. Weltkrieg hingerichtet wird. Er wird gehängt, nach dem er seine Dienste dem deutschen Konsul in den USA angeboten hatte.
Die deutsche und die italienische Regierung erklären das staatsrechtliche Ende Jugoslawiens, das im April des Jahres besetzt wurde.
Während einer Besprechung mit dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Raeder, entscheidet sich Hitler, die Okkupation Islands durch die USA, die nach Ansicht der Seekriegsleitung eine Fast-Kriegssituation mit den USA im Nordatlantik ist, nicht zum Anlass für Gegenmaßnahmen zu nehmen.
Nach einem Eingriff Adolf Hitlers ordnet das Propagandaministerium an, dass „Dialektstücke von den deutschen Bühnen nach und nach entfernt werden sollen, da sie die Volkseinheit verhindern".

10.7.1941
In Jedwabne im Nordosten Polens wurde die jüdische Bevölkerung des Ortes von Polen auf dem Marktplatz getrieben, nachdem einige schon dort misshandelt und umgebracht worden waren, wurden die Juden in eine außerhalb des Ortes gelegene Scheune getrieben und bei lebendigem Leibe verbrannt. Das Pogrom überlebten nur wenige Juden - ihr Besitz wurde von den polnischen Mördern geplündert. Spätere Forschungen schätzen die jüdischen Opfer auf etwa 340.
In Moskau wird der Stab der zentralen Partisanenbewegung gegründet, dem die Führung im Kampf sowjetischer Partisanen gegen die deutschen Truppen obliegt.
Die finnische Armee beginnt unter der Führung von Marschall Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim mit einer Offensive gegen die UdSSR.
Das OKW meldet, dass „mit der Doppelschlacht um Bialystok und Minsk nunmehr die größte Material- und Umfassungsschlacht der Weltgeschichte abgeschlossen" worden sei. Es seien 323.898 Gefangene eingebracht sowie 3.332 Panzerkampfwagen und 1.809 Geschütze erbeutet oder vernichtet worden. Die sowjetische Luftwaffe habe bisher insgesamt 6.233 Flugzeuge verloren.
Der japanische Außenminister Yosuke Matusoka bezeichnet die Bedingungen der Amerikaner (21.Juni) als Einmischung in die japanischen Angelegenheiten und lehnt weitere Verhandlungen ab.
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt fordert vom Kongress einen zusätzlichen Verteidigungshaushalt über 4,77 Milliarden US-Dollar.
Der Marineminister Knox gibt bekannt, daß die USA-Marine, auch ohne Kriegserklärung, einen Schießbefehl gegen die Achsenkriegsschiffe besitze.
Der Komponist Werner Egk wird als Nachfolger des zurückgetretenen Paul Graener Leiter der Fachschaft Komponisten in der Reichsmusikkammer.

11.7.1941
Der Reichskommissar in den besetzten Niederlanden, Arthur Seyß-Inquart, fordert die Bevölkerung zur Bildung einer Freiwilligen-Legion für den Krieg gegen die Sowjetunion auf.
Deutsche Panzer überqueren den Dnjepr. Die Heeresgruppe Süd wehrt eine große sowjetischen Gegenangriff ab und bedroht nun Kiew.
Drei neue sowjetische Front-Kommandeure eingesetzt, Woroschilow im Norden, Timoschenko in der Mitte und Budjonny im Süden.
Deutscher Nachtangriff auf Port Said und Ismailia am Roten Meer.
In München wird die 1939 produzierte und erst nach scharfen Zensurmaßnahmen zugelassene Filmkomödie "Pedro soll hängen" von Regisseur Veit Harlan uraufgeführt; die Hauptrollen spielen Heinrich George, Gustav Knuth, Maria Landrock und Ursula Deinert.

12.7.1941
Britische und sowjetische Regierungsvertreter unterzeichnen in Moskau ein Beistandsabkommen, das separate Friedens- und Waffenstillstandsverhand- lungen eines Vertragspartners mit dem Deutschen Reich ausschließt.
In der Stadt Cetinje proklamiert die konstituierende Nationalversammlung den unabhängigen Staat Montenegro.
In Bayreuth werden die zweiten Kriegsfestspiele eröffnet, die mit Aufführungen von Werken des Komponisten Richard Wagner bis zum 3. August dauern.
Syrien und Libanon werden von britischen und gaullistischen Truppen besetzt.
Joseph Goebbels verbietet eine Aufführung von Werken „russischer Komponisten bis auf weiteres ausnahmslos".
Bei den 2. Großdeutschen Kriegsmeisterschaften im Schwimmen, Springen und Wasserball in Wien erringt der Berliner Werner Plath alle vier Kraul-Titel; die Turmspringerin Olga Eckstein aus Oer-Erkenschwick kann ihren Titel verteidigen.

13.7.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler führt in Berlin Gespräche mit Walther von Brauchitsch und Franz Halder über die aktuelle Lage der Front im Ostfeldzug.
Einheiten der sowjetischen Roten Armee erobern bei einem Vorstoß gegen deutsche Wehrmachtseinheiten die Städte Rogatschow und Schlobin zurück.
Die deutsche Luftwaffe bombardiert Kiew, die Rote Luftwaffe greift Ploesti (Erdölfelder) in Rumänien an.
Russische Seestreitkräfte (Zerstörer und Schnellboote) sowie Bomber unternehmen mehrere Versuche, einen deutschen Geleitzug vor der Küste von Lettland zu vernichten, können jedoch nur ein Schiff versenken.

14.7.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler befiehlt für die Rüstungsgüterherstellung eine Verlegung des Schwerpunktes auf den Bau von Unterseebooten und die Produktion von Flugzeugen. Er sieht den Krieg gegen die Sowjetunion bereits als gewonnen an.
Deutsche Truppen erreichen den Fluß Luga, dem letzten großen natürlichen Hindernis 150 km vor Leningrad.
In Berlin bietet Adolf Hitler der japanischen Regierung, vertreten durch den Botschafter Hiroshi Oshima, ein Bündnis zur "Vernichtung" der UdSSR und der USA an.
Mitglieder der französischen und der britischen Armeeführung im Nahen Osten unterzeichnen ein Waffenstillstandsabkommen, das u.a. die Besetzung Syriens durch britische Truppen regelt.

15.7.1941
US-Präsident Roosevelt gibt Schießbefehl auf deutsche Schiffe! Die schwedische Zeitung „Aftonbladet" berichtet, dass Präsident Roosevelt den Einheiten der USA-Flotte den Befehl gegeben habe, ohne Warnung auf jedes deutsche U-Boot, Flugzeug oder Kriegsschiff das Feuer zu eröffnen. Sollte eine angegriffene deutsche Einheit in der Lage sein, über den amerikanischen Angriff nach Deutschland Meldung zu erstatten, so wird die US-Regierung den Angriff leugnen. Sollte hingegen ein derartiger unprovozierter Angriff eine deutsche Gegenwehr hervorrufen, werde Roosevelt einen deutschen Angriff feststellen und ohne Befragung des Kongresses den Kriegszustand proklamieren.
Deutsche Verbände schließen etwa 300.000 Russen im Kessel von Smolensk-Orscha ein. Beim Vormarsch auf Smolensk stößt die SS Division "Das Reich" auf die Leichen von 150 deutschen Soldaten mit zerquetschten Hoden, ausgestochenen Augen, verbrannter Haut und anderen Verstümmelungen.
Oberstleutnant Werner Mölders wird anläßlich seines 101. Luftsieges als erster Wehrmachtsoffizier mit dem neu gestifteten Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
In Berlin stirbt der 1854 in Posen geborene Schriftsteller Max Kretzer; er schrieb soziale Romane wie "Meister Timpe" (1888) und "Die beiden Genossen" (1880).

16.7.1941
Adolf Hitler legt bei einer Besprechung mit nationalsozialistischen Spitzenfunktionären die »deutschen Ziele im Osten« fest; vorgesehen ist eine Aufteilung der UdSSR in vier Reichskommissariate und die Eingliederung einiger Gebiete wie der Halbinsel Krim ins »Großdeutsche Reich«.
Bei einem Gefecht im sowjetischen Liosno gerät der Sohn von Josef W. Stalin, Jakow J. Dschugaschwili, in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Deutsche Wehrmachtseinheiten können die sowjetische Stadt Smolensk erobern.
Das Schlachtschiff "Oktjabrskaja-Revoluzia" und der Kreuzer "Kirow" beschießen den von deutschen Truppen besetzten Hafen von Riga in Lettland.
Blenheim-Bomber (4 verloren) führen einen verheerenden Tieffliegerangriff auf die Schifffahrt in Rotterdam durch. 12 Schiffe werden getroffen, darunter das ehemalige holländische Passagierschiff "Baloeran".
Bei Saarburg treffen die ersten Freiwilligeneinheiten der spanischen Blauen Division auf dem Gebiet des Deutschen Reiches ein; ihre Mitglieder haben sich zum Einsatz im Krieg gegen die UdSSR gemeldet, obwohl Spanien nicht zu den kriegführenden Staaten zählt.
Das japanische Kabinett unter Fumimaro Fürst Konoe tritt wegen interner Differenzen über den politischen Kurs Japans zurück; Konoe stellt am 19. Juli in Tokio seine neue Regierungsmannschaft vor, in der der bisherige Außenminister Josuke Matsuoka fehlt.

17.7.1941
Adolf Hitler ernennt Alfred Rosenberg, den „Beauftragten für die zentrale Bearbeitung der Fragen des osteuropäischen Raumes", zum „Reichsminister für die besetzten Ostgebiete". In einem Erlass regelt Adolf Hitler die „Verwaltung der neu besetzten Ostgebiete". Zunächst sind die Zivilverwaltungen in dem Gebiet der früheren Freistaaten, Litauen, Lettland und Estland und in Teilen von Westruthenien bewohntem Raum eingeführt worden. Diese Gebiete bilden zusammen das „Reichskommissariat Ostland". Zum Reichskommissar für das Ostland hat der Führer den Gauleiter und Oberpräsidenten Hinrich Lohse, (Gauleiter Schleswig-Holstein), bestimmt. Auch in Teilen der Ukraine „Reichskommissariat Ukraine" ist bereits die Zivilverwaltung unter Gauleiter Erich Koch eingerichtet worden. Wilhelm Kube wird zum Generalkommissar für Weißruthenien mit Sitz in Minsk ernannt. Die Ernennung Rosenbergs und die Erlasse werden nicht bekannt gegeben und nicht veröffentlicht.
Heinrich Himmler wird mit der „polizeilichen Sicherung der neu besetzten Ostgebiete" beauftragt. Odilo Globocnik wird für die Errichtung der SS und Polizeistützpunkte beauftragt. Damit ist die Stellung der SS im eroberten „Lebensraum" Osteuropas von Anfang an dominierend. In einer Besprechung erklärt Hitler: „Die Tätigkeit von Kirchen kämen keinesfalls in Frage."
General Franco hält eine Rede, in der er die Weigerung der USA verurteilt, dringend benötigte Lieferungen von Weizen an Spanien zu verkaufen und erklärt, daß die Wehrmacht einen 'Kreuzzug' in Rußland führt.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt kündigt die Veröffentlichung einer Liste mit den Namen südamerikanischer Firmen an, die Geschäftsbeziehungen zu den sog. Achsenmächten unterhalten; gleichzeitig werden die Guthaben dieser Unternehmen in den Vereinigten Staaten gesperrt.
Die deutsche Luftwaffe fliegt einen Angriff auf die britische Stadt Hull, bei dem 113 Zivilisten getötet werden.
Adolf Hitler empfängt in seinem Hauptquartier eine Abordnung von „Kreta-Kämpfern" mit General Kurt Student und Generalmajor Ringel an der Spitze und bringt damit seine Überzeugung zum Ausdruck, dass „diese kühne Tat (die Eroberung Kretas) mit eine der Voraussetzungen für die erfolgreiche Fortführung unseres Freiheitskampfes schuf".
Um das ungestörte Anhören von Wehrmachtsberichten, die im reichsdeutschen Rundfunk ausgestrahlt werden, in Gaststätten zu ermöglichen, verfügt die Leitung der Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, dass während der Sendungen keine Gäste bedient werden dürfen.

18.7.1941
Der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin fordert den britischen Premierminister Winston Churchill zur Bildung einer zweiten Front in Europa auf, um die stark unter Druck stehenden Truppen und Verteidigungslinien der UdSSR zu entlasten.
Die tschechische Exilregierung in London und die Regierung der UdSSR tauschen Botschafter aus. Es wird beabsichtigt, eine tschechische Armee in der UdSSR aufzustellen. Gleichzeitig erkennt die britische Regierung die tschechische Exilregierung in London vollständig an und ernennt einen Botschafter.
Britische Zeitungen berichten über deutsche Tarnungsaktionen; so wurden z. B. in Hamburg das 600 m lange Becken der Binnenalster, ein Teil der Außenalster und der Hauptbahnhof mit Attrappen aus Holz, Pappe und Tuch in Wohnblocks verwandelt, um drohende Luftangriffe von diesen Zielen abzuwenden.
Verwaltungsstellen im Deutschen Reich beklagen die nicht zu bewältigende Flut von Verordnungen.
In Japan gibt es eine Kabinettsumbildung und der den Achsenmächte zugetane Außenminister Matsuoka dankt ab.

19.7.1941
Adolf Hitler ordnet in seiner Weisung Nr. 33 den weiteren Vormarsch der Infanterie auf Moskau an.
Der deutsche Botschafter in Istambul, Franz von Papen, sicherte der Türkei zu, ihre territoriale Integrität zu respektieren.
Die bolivianische Regierung schließt die deutsche Botschaft und verlangt die Ausreise des deutschen Geschäftsträgers Ernst Wendler. Die nationalsozialistische Führung macht für diesen Akt den US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt und seine Politik gegenüber Südamerika verantwortlich.
In Brüssel wird ein flämisches Freiwilligenkorps für den Krieg gegen die Sowjetunion aufgestellt.
„Colonel Britton" (Pseudonym von Douglas Ritchie, ein 36-jähriger Redakteur bei der BBC) initiert die Kampagne „V for Victory" (V für Sieg) in einer Mitternachts-Radiosendung in der BBC. Er ruft alle unterdrückten Völker Europas dazu auf, sich den Widerstandsbewegungen anzuschließen und erklärt: 'In ein paar Minuten wird es Millionen neuer 'V' auf den Mauern und Türen und Gehwegen in ganz Europa geben.'
Im Berliner Olympiastadion werden die zweiten Deutschen Kriegsmeisterschaften der Leichtathleten eröffnet; zu den zweitägigen Wettkämpfen kommen insgesamt 67.000 Zuschauer.

20.7.1941
Britische Bomber greifen Köln und Neapel an. Immer häufiger werden auch italienische Städte Ziel britischer Luftangriffe.
Die Hitlerjugend (HJ) veranstaltet in Bayern insgesamt 16 Ferienlager für ihre Mitglieder; gleichzeitig finden noch mehrere Schulungs- und Ausbildungslager für den sog. Führer- und Führerinnen-Nachwuchs statt.

21.7.1941
195 deutsche Bomber fliegen den ersten Luftangriff auf die sowjetische Hauptstadt Moskau. 110 Tonnen an Bomben werden abgeworfen, aber eine starke Flak-Abwehr verhindert einen konzentrierten Angriff und führt zu Flugzeugverlusten. Die Moskauer suchen Zuflucht in den neu fertiggestellten U-Bahn-Bahnhöfen.
Der stellvertretende kroatische Staatsführer und Verteidigungsminister Marschall Sladko Kvaternik wird von Adolf Hitler in seinem Hauptquartier zu einer Unterredung empfangen. Hitler äußert sich über sein Vorhaben, die Juden aus Europa zu entfernen: „Gäbe es keine Juden in Europa, so würde die Einigkeit der europäischen Staaten nicht mehr gestört werden."
Adolf Hitler macht ein Besuch bei der Heeresgruppe Nord (Feldmarschall von Leeb), deren Panzergruppe 4 den Hauptangriff zu führen hatte. Nach Hitlers Abflug diktierte Leeb eine Notiz für das Kriegstagebuch: „Für die zu erwartenden Kämpfe besonders der Panzergruppe 4 betonte der Führer, er rechne mit zähem Widerstand des Gegners südlich Leningrad."
Ein starkes Geschwader der British Home Fleet und die Force H geleiten einen Nachschubskonvoi aus sieben Schiffen von Gibraltar nach Malta. Italienische Bomber treffen den Kreuzer „Manchester" und 2 Zerstörer, wobei HMS „Fearless" sinkt.
Japanische Armee-Einheiten beginnen mit dem Einmarsch in Indochina, am 29. Juli kommt es zu einem Abkommen mit der französischen Vichy-Regierung über die Einräumung von Militärstützpunkten für Japan.
Der neue, schwere Churchill-Panzer geht in England in die Serienproduktion. Der Panzer sollte schwerstes Gelände durchqueren und starken Beschuss aushalten.
Auf dem Weg in den beschlossenen Krieg verweigert die USA japanischen Schiffen, die Durchfahrt durch den von den Vereinigten Staaten kontrollierten Panamakanal.

22.7.1941
Der britische Schatzkanzler Sir Kingsley Wood gibt im britischen Unterhaus bekannt, dass Großbritannien von den USA eine Anleihe in Höhe von 425 Millionen US-Dollar erhalten habe. Damit sollen Materiallieferungen bezahlt werden, die Großbritannien vor der Verabschiedung des Pacht- und Leihgesetzes am 11. März 1941 erhalten hatte.
Die deutschen Panzerspitzen halten zur Rast und Versorgung am Ilmen-See, südlich von Leningrad, an.
Die „Scharnhorst" wird von Brest nach La Pallice verlegt. Dort wird der Schlachtkreuzer am 24. Juli bombardiert.
Der Operettenfilm "Frau Luna" mit der Musik von Paul Lincke wird uraufgeführt; unter der Regie von Theo Lingen spielen u.a. Lizzi Waldmüller, Fita Benkhoff und Irene von Meyendorff die Hauptrollen.
Nach fast zweiwöchigen ununterbrochenen schweren Regenfällen sind in Tokio über 12.000 Häuser überschwemmt.

23.7.1941
In der Berliner Tageszeitung "Der Angriff", erscheint auf der Titelseite unter der Schlagzeile: "Diabolischer Plan zur Ausrottung des deutschen Volkes" ein Artikel über das Buch "Germany must perish" mit dem hasserfüllten Kaufman-Plan.
In Wien treffen die letzten Deutschen ein, die nach dem deutschen Angriff auf die UdSSR aus Moskau abgereist sind.
Adolf Hitler verfasst Ergänzung zur Weisung Nr. 33 und führt ein Gespräch mit Franz Halder über den Ostfeldzug.
Vichy-Frankreich erlaubt den Japanern Marine- und Luftwaffen-Stützpunkte im südlichen Indochina (Vietnam) einzurichten.

24.7.1941
149 Royal Air Force-Bomber greifen Brest, Cherbourg und La Pallice an. Die deutschen Schlachtschiffe »Gneisenau« und »Scharnhorst« in La Pallice werden dabei beschädigt. Die »Scharnhorst« erhält fünf Treffer, die schwere Schäden an den elektrischen Leitungen des Schiffes verursachen. 200 km Kabel müssen neu verlegt werden. Jäger und Schiffsflak schießen über La Pallice 10 Halifax-Bomber und irrtümlich eine vom Aufklärungsflug zurückkehrende Fw 200 ab.
Der Präsident der Vereinigten Staaten, Franklin D. Roosevelt, unterbreitet der japanischen Regierung den Vorschlag, Indochina zu neutralisieren, falls Japan seine Truppen aus dem ostasiatischen Land zurückzieht.

25.7.1941
Der Oberbefehlshaber der Marine, Generaladmiral Erich Raeder, weist Adolf Hitler in einem Gespräch vergeblich auf die Bedeutung einer Stärkung der deutschen Kriegsmarine für die weitere Kriegführung hin.

26.7.1941
Die 2. deutsche Armee kann bei Mogiljow die 13. Sowjet-Armee vernichtend schlagen, über 23 000 sowjetische Soldaten geraten in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Die Regierungen der USA und Großbritanniens verkünden das Einfrieren aller japanischen Guthaben in ihren Ländern wegen der aggressiven Politik Japans im Pazifik; der Handel mit Japan, das besonders auf Treibstofflieferungen angewiesen ist, kommt dadurch fast zum Erliegen.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels eröffnet im Münchner Haus der Deutschen Kunst die "5. Große Deutsche Kunstausstellung", auf der 1347 Werke von 647 nationalsozialistischen Künstlern gezeigt werden.

27.7.1941
Britische Seestreitkräfte verstärken mit Hilfe von Geleitzügen die Mittelmeerinsel Malta so, dass die von dort aus operierenden Flugzeuge und U-Boote vor deutschen Angriffen geschützt sind und ihrerseits deutsche Nachschubkonvois für das Afrika-Korps im Mittelmeerraum angreifen können.
Die deutsche Luftwaffe fliegt einen Nachtangriff auf London mit 50 Flugzeugen, von denen 4 verloren gehen.
Der portugiesische Staatspräsident António Oscar de Fragoso Carmona bricht von Lissabon aus zu einer 14tägigen Reise auf die Azoren auf, deren Zugehörigkeit zu Portugal er besonders unterstreicht, nachdem es Gerüchte über eine geplante Besetzung der Atlantikinseln durch US-amerikanische Streitkräfte gegeben hat.

28.7.1941
Finnland bricht die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien ab. Als Gründe für den Bruch gibt die finnische Regierung den britisch-sowjetischen Beistandspakt vom 12. Juli 1941 und die Blockade des finnischen Handels durch die Briten an.
Im Deutschen Reich wird die bis zum 23. August dauernde Reichsspinnstoffsammlung eröffnet, bei der Textilien gesammelt werden, um sie als Reißwolle oder Reißbaumwolle wiederzuverwenden.
Die Ausfuhr von Erdöl aus Niederländisch-Ostindien wird von den niederländischen Behörden verboten.
Der Münsteraner Bischof Clemens Graf von Galen erhebt beim örtlichen Polizeipräsidenten Anklage wegen Mordes an den "unproduktiven Volksgenossen" in den Heilanstalten des Deutschen Reiches.
In Hohenlychen stirbt im Alter von 57 Jahren der Militärbefehlshaber in Serbien und frühere Präsident des Reichsluftschutzbundes General Ludwig von Schröder „plötzlich an Embolie". Dieses Ereignis bildet den Auftakt zu einer immer mehr anschwellenden Zahl „plötzlicher" Todesfälle von hohen Offizieren, Staatsbeamten und Parteifunktionären, die in den Jahren 1941 bis 1944 von den deutschen Zeitungen gemeldet wurden.

29.7.1941
Adolf Hitler unterzeichnet ein Gesetz, das eine Aufhebung der im Juni 1932 vorgenommenen Rentenkürzungen vorsieht; Invaliden- und Altersrenten werden um sechs Reichsmark, Witwen- und Waisenrenten um vier Reichsmark monatlich erhöht.
Adolf Hitler sendet an Benito Mussolini ein Glückwunschtelegramm zum Geburtstag.
Reichsminister Fritz Todt wird durch den Führer zum „Generalinspektor für Wasser und Energie" ernannt.
Japan und die Regierung Vichy-Frankreichs unterzeichnen in Vichy eine Vereinbarung zur gemeinsamen Verteidigung Indochinas. Der politisch schwachen Vichy-Regierung blieb nichts anderes übrig, als Japans Bedingungen zuzustimmen.
General Ludwig von Schroeder, ehemaliger Leiter der Zivilschutzbehörde und Präsident der 13 Millionen Mitglieder starken 'Luftschutz-Vereinigung' stirbt an seinen Verletzungen nach einem Flugunfall bei Belgrad.
Der Bundesrat der Schweiz führt eine zweiprozentige Warenumsatzsteuer auf alle Produkte ein, die an Endverbraucher verkauft werden; mit den Steuererlösen sollen Kreditrückzahlungen finanziert werden, die bis Ende 1940 zur Verstärkung der Landesverteidigung aufgenommen wurden.

30.7.1941
In einer Weisung Nr. 34 für die Führung der Operationen im Osten ordnet Adolf Hitler an, dass die Heeresgruppe Mitte zunächst zur Verteidigung übergeht, während die Heeresgruppe Nord ihren Angriff fortsetzt, Leningrad einschließt und die Verbindung zu den finnischen Truppen herstellen soll.
Die englischen Flugzeugträger „Victorious" und „Furious" greifen Petsamo (Finnland) und Kirkenes (Norwegen) an. Über Kirkenes werden 13 der 29 von der „Victorious" angreifenden Flugzeuge abgeschossen.
Adolf Hitler empfängt im Führerhauptquartier den finnischen General Ohquist.
Adolf Hitler widerruft persönlich die Anordnung vom 9. Juli, Betreff das Entfernen von Dialektstücken an deutschen Bühnen.
Auf der sog. Ordensburg Sonthofen im Allgäu geht eine Leistungswoche der Adolf-Hitler-Schulen zu Ende. Auf diesen von der Parteiführung der NSDAP eingerichteten Schulen wird der sog. Führernachwuchs ausgebildet.
Der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin empfängt den Sonderbeauftragten von US-Präsident Franklin D. Roosevelt, Harry Lloyd Hopkins, in Moskau zu Verhandlungen über US-amerikanische Lieferungen von Kriegsmaterial.
Die polnische Exilregierung in London und die Regierung der UdSSR schließen ein Abkommen, in dem die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen vereinbart wird.

31.7.1941
Franklin D. Roosevelt empfängt den Generalstabschef der Roten Armee, Generalleutnant Filip I. Golikow, und machte ihm großzügige Lieferangebote für Kriegsgerät aller Art ohne jedwede Forderung auf Gegenleistung. Zur gleichen Zeit bekräftigte der Abgesandte, Harry Hopkins, in Moskau dasselbe Stalin gegenüber. Roosevelt gründet das Economic Defense Board (Kriegswirtschafts-Kammer) unter Vize-Präsident Henry A. Wallace.
SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich wird von Reichsmarschall Hermann Göring beauftragt, "alle erforderlichen Vorbereitungen für eine Gesamtlösung der Judenfrage im deutschen Einflußgebiet" zu treffen; damit soll die Aussiedlung der Juden intensiviert werden. Heute wird behauptet, dass die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa befohlen wurde.
Zahlreiche Fremdenverkehrsregionen des Deutschen Reiches melden erhebliche Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Die hohe Zahl der dort untergebrachten Deutschen aus Gebieten, die durch Luftangriffe gefährdet sind, verursacht die Engpässe.

Die Boeing B-17 Flying Fortress (deutsch Fliegende Festung) ist ein schwerer Bomber der Boeing Airplane Company. Sie
ist  der  bekannteste  Bomber  der  USA  im
Zweiten Weltkrieg und war dafür bekannt,
trotz schwerer Schäden noch flugfähig
zu sein.                            


Die Boeing B-17 Flying Fortress (deutsch Fliegende Festung) ist ein schwerer Bomber der Boeing Airplane Company. Sie
ist  der  bekannteste  Bomber  der  USA  im
Zweiten Weltkrieg und war dafür bekannt,
trotz schwerer Schäden noch flugfähig
zu sein.                            


Überreste der vernichteten Sowjetkolonne in der Nähe von Mogiljow
Die Opfer gezielter sowjetrussischer NKWD Massaker in Lemberg

AUGUST 1941

1.8.1941
Bei einem Staatsakt gibt Hans Frank, Generalgouverneur, die Eingliederung Galiziens in das Generalgouvernement bekannt.
Das erste Bataillon der „Norwegischen Legion" für die Ostfront in Stärke von 700 Mann verlässt Norwegen.
Die US-amerikanische Regierung verkündet nach dem Einfrieren aller japanischen Guthaben in den Vereinigten Staaten am 26. Juli 1941 nun ein Ölembargo gegen Japan und alle "Aggressoren" außerhalb der westlichen Hemisphäre.
Die Kriegsmarine der USA nimmt neu errichtete Flottenstützpunkte auf den Midwayinseln und auf Trinidad in Betrieb, wodurch die Präsenz der US-Streitkräfte im pazifischen und im karibischen Raum weiter verstärkt wird.
Diplomatie: Großbritannien bricht die diplomatischen Beziehungen zu Finnland ab.
Nach mehreren Sabotageakten auf Eisenbahnlinien im von deutschen Truppen besetzten Norwegen verhängen die Besatzungsbehörden den zivilen Ausnahmezustand.
Alle neu zugelassene Kraftfahrzeuge im Deutschen Reich müssen entsprechend einer neuen Verordnung des Reichsverkehrsministeriums so ausgestattet sein, dass sie keine Störungen des Funkverkehrs mehr verursachen.
Alle Postwertzeichen der Dauermarkenreihe der Deutschen Reichspost tragen von nun an ein Porträt Adolf Hitlers.
In Frankfurt am Main wird vom Oberkommando des Heeres eine Heeresmusikschule eröffnet, an der 14- bis 16jährige Schüler zu Heeresmusikern ausgebildet werden.
In Berlin wird der Heinz Rühmann-Film "Der Gasmann" uraufgeführt. Unter der Regie von Carl Froelich spielen Anny Ondra, Will Dohm und Charlotte Susa weitere Hauptrollen in der erfolgreichen Leinwandkomödie.

2.8.1941
Großbritanien fordert erpresserisch die Regierungen des Iran und Afghanistans zur Ausweisung aller Deutschen auf.
Der US-Staatssekretär Sumner Welles sagt in einer Note an die sowjetische Regierung die Unterstützung der UdSSR gegen den Vormarsch der deutschen Truppen zu; gleichzeitig werden US-Materiallieferungen in die UdSSR aufgenommen.
In den USA wird Kunstseide rationiert, da diese vor allem aus Japan importiert wird.
In Salzburg werden die diesjährigen Festspiele mit der Oper "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Inszenierung von Heinz Arnold und unter der musikalischen Leitung von Karl Böhm eröffnet.
Britische Terrorbomber greifen Hamburg und Kiel an.

3.8.1941
Das Oberkommando des Heeres leitet die Bereitstellung von Winterkleidung für die in der Sowjetunion stehenden Wehrmachtsverbände ein; diese Maßnahme ist ein erstes Anzeichen für die Erkenntnis im Oberkommando, daß der Krieg gegen die UdSSR nicht mehr vor Einbruch des Winters entschieden werden kann.
Deutsche Truppen schließen eine große russische Kräftegruppe im Kessel von Uman ein.
Der Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, prangert in einer Predigt in der Münsteraner Lambertikirche die Massentötung von Geisteskranken, wie sie von der nationalsozialistischen Führung angeordnet wurde, als Mord an.

4.8.1941
Einem Erlass des Führers und Reichskanzlers entsprechend wird der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend um den sog. Kriegshilfsdienst von sechs Monaten Dauer verlängert; der Pflichtdienst muss in Wehrmachtsbüros oder bei gesundheitlichen und sozialen Einrichtungen abgeleistet werden.
In Nowy Borissow, im Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte, findet eine Besprechung mit Adolf Hitler statt. Feldmarschall Fedor von Bock, Generaloberst Heinz Guderian und Generaloberst Hermann Hoth betonten übereinstimmend, dass die Fortsetzung der Offensive auf Moskau entscheidend sei.
Als weitere Maßnahme gegen die aggressive Politik der japanischen Regierung im pazifischen Raum verfügt die US-amerikanische Regierung, nach dem Einfrieren aller japanischen Guthaben in den USA, ein Ölembargo die Einstellung des Schiffsverkehrs zwischen Japan und den Vereinigten Staaten.
Das Reichsfinanzministerium verordnet die Anmeldung der Vermögenswerte der USA und ihrer Staatsbürger im Deutschen Reich. Damit ist ein weiterer Höhepunkt in den politischen Auseinandersetzungen der beiden Länder erreicht.
Südafrikanische Luftwaffe bombardiert am drei Tage lang Gondar, die letzte italienische Widerstandsstellung in Ostafrika.

5.8.1941
Generaloberst Heinz Guderian zerschlägt den Widerstand im Kessel von Smolensk-Orschha. Nach dreiwöchigen Kämpfen beendet die Heeresgruppe Mitte der deutschen Wehrmacht siegreich die Kesselschlacht bei Smolensk, in deren Verlauf 310.000 sowjetische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten sind.
Adolf Hitler führt ein Gespräch mit Walther von Brauchitsch über den Ostfeldzug.
Die Belagerung von Odessa durch rumänische Truppen mit deutscher Unterstützung beginnt. Die Belagerung von Odessa endet erst am 16. Oktober. Die Rumänen erleiden dabei schwere Verluste.
Zahlreiche hochrangige US Politiker, Universitätspräsidenten und -dozenten, Schriftsteller und Künstler veröffentlichten und übersandten Roosevelt eine Erklärung, dass das amerikanische Volk von Präsident sowie vom Kongress verlangt, dem schrittweisen Eintritt der Vereinigten Staaten in einen unerklärten Krieg ein Ende zu machen.

6.8.1941
In einer Sondermeldung des deutschen Oberkommandos heißt es, daß die Wehrmacht „vernichtende Schäge ausgeführt hat, welche einmalig in der Kriegsgeschichte sind". 895.000 Gefangene wurden gemacht, 10.388 Kanonen, 13.146 Panzer und 9.082 Flugzeuge wurden erbeutet oder zerstört.
Adolf Hitler besucht Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt und den Oberbefehlshaber der rumänischen Truppen, General Ion Antonescu im Gefechtsstand der Heeresgruppe Süd, in der ukrainischen Stadt Berditschew und erklärt die weiteren Pläne. Seinen Hauptstoß würde er in südöstlicher Richtung nach den Erzgebieten hin führen, während im Norden der Vorstoß auf Leningrad von den Luga-Brückenköpfen aus begann. Moskau werde man sich bis zum Schluß aufsparen. Nach der Lagebesprechung der Heersgruppe Süd, überreicht Hitler General Antonescu „aus Anlass der Befreiung Bessarabiens" das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes". Danach kehrt er am gleichen Tag wieder in sein HQ zurück.
Die bislang auf vier verschiedene Ministerien verteilte Zuständigkeit für die Bereiche Wasser- und Energiewirtschaft im Deutschen Reich werden der Leitung eines "Generalinspektors für Wasser und Energie" unterstellt. Fritz Todt, Reichsminister für Munitionsbeschaffung, wird in dieses Amt berufen.
Deutsche Truppen erreichen in Estland den finnischen Meerbusen.
Der britische Außenminister Anthony Eden gibt bekannt, daß sich die englische Regierung bei der iranischen Regierung darüber beschwert hat, daß es angeblich viele tausende deutscher 'Touristen' im Iran gäbe.

7.8.1941
Der sowjetische Staatschef Josef W. Stalin ernennt sich selbst zum Oberbefehlshaber der Roten Armee. Die sowjetische Luftwaffe fliegt einen Angriff auf Berlin; viermotorige Petlijakow und zweimotorige Iljuschin-Bomber starten von Inseln in der Ostsee und können ein paar Bomben auf Vororte von Berlin fallen lassen. Der deutsche Rundfunk beschuldigt zunächst die Engländer, bestätigt jedoch später, daß die Angreifer Russen waren. Es folgen noch einige weitere, kleinere russische Angriffe während des August.
Die RAF fliegt wiederholt Einsätze über Nordfrankreich, wobei sie 10 Jäger verliert und 7 Bf109 abschießt. Das Flugzeug des englischen beinamputierten Flieger-As Douglas Bader kollidiert dabei mit einer Messerschmitt, er kann sich aber mit dem Fallschirm retten und verliert nur eines seiner künstlichen Beine.
Der zweite Sohn des Duce, Bruno Mussolini, kommt bei einem Unfall während eines Testfluges mit dem Prototypen eines neuen Bombers in der Nähe von Pisa im Alter von 25 Jahren ums Leben.

8.8.1941
Die Heeresgruppe Süd der deutschen Wehrmacht in der UdSSR schließt die Kesselschlacht bei Uman erfolgreich ab; 103.000 sowjetische Soldaten sind während der Kämpfe in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten. Marschall Timoschenko gibt eine Proklamation an alle Russen in den vom Feind besetzten Gebieten heraus, in der er diese auffordert, sich den Partisanen anzuschließen, Stalins Politik der verbrannten Erde durchzuführen und 'gnadenlos Rache am Feind zu üben ... für den Tod eurer Kinder ...'.
Deutsche Luftwaffeneinheiten greifen Alexandria in Ägypten sowie militärische Anlagen am Suezkanal an.
Die japanische Regierung schlägt der US-amerikanischen Regierung ein Treffen zwischen dem japanischen Ministerpräsidenten Fumimaro Fürst Konoe und US-Präsident Franklin D. Roosevelt zur Beilegung der Differenzen bezüglich der Lage im pazifischen Raum vor.

9.8.1941
Deutsche Zerstörer führen vom 9. bis 10. August ein Unternehmen in der Kola-Bucht durch. Sie versenken ein russisches Patrouillenboot, müssen jedoch nach schweren Luftangriffen und Beschuß durch Artillerie den Rückzug antreten.
Adolf Hitler sendet ein Beileidstelegramm an Benito Mussolini, dessen Zweitältester Sohn bei einem Probeflug nach Pisa tödlich verunglückt war.
Die bolivianische Regierung gibt bekannt, dass sie einen Wirtschaftsplan der US-Regierung angenommen habe. Der Plan sieht neben einer Anleihe in Höhe von 30 Millionen US-Dollar für Straßen- und Eisenbahnbauvorhaben eine Reform der Armee und eine enge politische Zusammenarbeit vor.
In Berlin stellt Fritz Schwab vom SC Charlottenburg eine Weltbestzeit im Stundengehen auf; er legt 13,308 km zurück.

10.8.1941
Das Deutsche Afrika-Korps erhält auf Anweisung des Oberkommandos des Heeres eine eigene Uniform, die nicht nur den klimatischen Bedingungen in Afrika Rechnung trägt, sondern die Einheiten auch von anderen Heeresverbänden äußerlich unterscheidet.
Großbritannien und die Sowjetunion verpflichten sich gegenseitig, die Türkei zu unterstützen, falls diese angegriffen wird.
Der Kölner Kurt Gies wird in Braunschweig Deutscher Tennismeister durch einen Fünfsatzsieg über Graf Adam Baworowski.

11.8.1941
In Japan wird die Generalmobilmachung verkündet, da sich der Konflikt mit den USA um das japanische Vorgehen in Indochina und in der Pazifik-Region weiter zugespitzt hat.
Die Leitung des deutschen Fremdenverkehrs in Berlin ruft die Bevölkerung auf, Urlaubsreisen nur dann in die Hauptreisezeit zu legen, wenn familiäre und persönliche Gründe dies "unumgänglich" machen. Mit Hinweis auf die überfüllten deutschen Urlaubsorte wird darum gebeten, sich vor der Abreise um eine Unterkunft zu bemühen.
Englische Torpedobomber versenken das italienische Lazarettschiff California in Syrakus (Sizilien).


zum Ausdruck gebrachten Wunsch der Völker übereinstimmen.« Von dieser Neuauflage der Wilsonschen Interpretation des Selbstbestimmungsrechtes der Völker waren die Deutschen ausdrücklich ausgeschlossen. Darüber hinaus wurden auf der Konferenz gesteigerte Waffen- lieferungen der angeblich "neutralen" USA an Großbritannien und die Sowjetunion vereinbart.                 

12.8.1941
Die Atlantik-Charta wird von den damaligen Regierungschefs der USA, Präsident Franklin D. Roosevelt,
und Großbritanniens, Premierminister Winston Churchill, bei einem geheimen Treffen in der Placentia
Bay vor Neufundland auf dem britischen Schlachtschiff  HMS „Prince of Wales", unterzeichnet. Darin
heißt es, daß die Unterzeichner keine territorialen Veränderungen anstrebten, »die nicht mit dem frei






In einer Ergänzung zur Weisung Nr. 34 werden als nächste Ziele für die Heeresgruppe Süd von Adolf Hitler die „Besitznahme" der Halbinsel Krim, des Donez-Gebietes und des Industriegebietes von Charkow genannt. Der Aufbau einer planmäßigen feindlichen Verteidigungsfront hinter dem Dnjepr soll verhindert werden.
Britische Terrorbomber fliegen den bisher schwersten Luftangriff auf Berlin und richten bei einem Tagesangriff auf Köln schwere Verwüstungen an.
Der französische Admiral François Darlan wird zum Verteidigungsminister der Regierung in Vichy ernannt. Seit dem deutsch-französischen Waffenstillstand am 22. Juni 1941 ist Vichy Sitz der Regierung des unbesetzten südlichen Teils von Frankreich.
Die englischen Minenkreuzer „Abdiel" und „Latona" bringen 6.000 Mann frische polnische Truppen nach Tobruk und evakuieren 5.000 Mann australische Truppen.
Die deutschen Besatzungsbehörden in Griechenland ordnen an, daß auf Personen, die sich in der Nähe von Telegrafenleitungen »zu schaffen machen«, ohne Vorwarnung zu schießen ist, nachdem es mehrfach zu Sabotageakten gekommen ist.

13.8.1941
Die rumänische 4. Armee schließt die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer ein.
Der französische Ministerpräsident, Marschall Philippe Pétain, kündigt nach mehrtägigen Ministerratskonferenzen ein Verbot der politischen Parteien und eine Erweiterung der Polizeibefugnisse im unbesetzten Teil Frankreichs an.
Das Oberkommando der Roten Armee befiehlt den Ausbau des chemischen Dienstes. Innerhalb von 14 Tagen werden 39 chemische Bataillone aufgestellt, die für den Einsatz von Kampfgas ausgebildet werden.
Die UdSSR entläßt 'alle' polnischen Kriegsgefangenen, welche sie im September 1939 gefangen genommen hatte (natürlich mit Ausnahme der ermordeten polnischen Offiziere und Kriegsgefangenen).

14.8.1941
Deutsche Wehrmachtseinheiten besetzen das sowjetische Erzgebiet Kriwoi Rog im Dnjepr-Bogen, das bisher rund 60% der sowjetischen Erzproduktion deckte.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler befiehlt eine baldige Einnahme der baltischen Inseln durch eine gemeinsame Unternehmung von Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine unter Führung des Heeres.
Die Verkündung der „Atlantik-Charta" (Ablehnung aller territorialen Veränderungen ohne freie Zustimmung der betroffenen Völker und das Recht aller Völker, sich diejenige Regierungsform zu wählen, unter der sie leben wollen) durch Präsident Roosevelt und Premierminister Winston Churchill wird der deutschen Öffentlichkeit amtlich folgendermaßen mitgeteilt: „Während auf den Schlachtfeldern des Ostens im siegreichen Kampf gegen den Bolschewismus Deutschland und mit ihm die verbündeten Armeen Europas das Schicksal des Kontinents entscheiden und die gesamte abendländische Kultur vor der Vernichtung bewahren, haben sich Premierminister Churchill und Präsident Roosevelt ,irgendwo auf See', getroffen und Grundsätze festgelegt, auf welche sich, eine bessere Zukunft der Welt, begründen soll."
Das Repräsentantenhaus der USA in Washington nimmt eine Gesetzesvorlage zur Verlängerung der Dienstzeit US-amerikanischer Soldaten um 18 Monate mit 203 zu 202 Stimmen an; die Vorlage hatte den Senat der Vereinigten Staaten am 7. August mit einer Mehrheit von 44 zu 28 Stimmen passiert.
Im Konzentrationslager Auschwitz stirbt der polnische Franziskanerpater Maximilian Kolbe, bei einer Bestrafungsmaßnahme im Hungerbunker.
In der Sowjetunion werden Truppenverbände aus polnischen Kriegsgefangenen unter dem Kommando des polnischen Generals Wladyslaw Anders aufgestellt.
Der russische Truppentransporter „Sibir" wird auf der Fahrt von Tallinn (Estland) nach Kronstadt (vor Leningrad) mit 2.500 Verwundeten an Bord durch deutsche Bomber vesenkt. Die Russen räumen die Nikolajew-Werft und zerstören das unfertige Schlachtschiff Sovetskaya Ukraina.

15.8.1941
In der Nacht greifen 300 britische Terrorbomber die Städte Hannover, Braunschweig und Magdeburg an.
In der deutsch besetzten Stadt Kauen (Kowno) in Litauen wird ein Ghetto für die in der Stadt und ihrer Umgebung lebenden Juden errichtet.
Die gemeinsame Botschaft Roosevelts und Churchills an Stalin setzte weitere Akzente, das Pacht- und Leihgesetz auf die UdSSR auszudehnen.
Eine Verordnung des Reichskommissars in den Niederlanden Arthur Seyß-Inquart, schreibt die Aufhebung der bislang bestehenden Autonomie der Provinzen und Gemeinden in den Niederlanden vor.

16.8.1941
Deutsche Wehrmachtseinheiten nehmen die sowjetische Stadt Nikolajew ein, in deren Werften gesprengte Rümpfe von Kriegsschiffen vorgefunden werden.
In Moskau unterzeichnen britische und sowjetische Regierungsvertreter einen Handels- und Kreditvertrag. Die Sowjetunion ist angesichts des Vormarsches deutscher Truppen auf wirtschaftliche Hilfe der westlichen Mächte angewiesen.
Deutschland sichert den Kohlenbedarf der Schweiz. 200.000 Tonnen werden monatlich geliefert.

17.8.1941
An der sowjetischen Front erobern deutsche Einheiten die Städte Narwa und Nowgorod.
Der Premierminister Großbritanniens, Winston Churchill, besucht auf dem Heimweg mit der "Prince of Wales" die amerikanischen und britischen Truppen in Island.
Bei den Deutschen Schachmeisterschaften in Bad Oeynhausen erringt der 17jährige Hamburger Mathematikstudent Klaus Junge den deutschen Meistertitel.

18.8.1941
In einer Denkschrift des Oberkommandos des Heeres wird als vorrangiges Ziel im Krieg gegen die Sowjetunion der Vormarsch auf Moskau bezeichnet, der aus Witterungsgründen bis spätestens Oktober des Jahres abgeschlossen sein sollte.
Im nicht von den Deutschen besetzten Teil Frankreichs wird eine neue Eidesformel für die Angehörigen der Streitkräfte der Beamtenschaft und der Gerichtshöfe eingeführt. Sie müssen einen Treueschwur auf den Staatspräsidenten ablegen.
In Großbritanien wird der National Fire Service (Nationale Feuerwehr) gebildet, durch Zusammenlegung von 1.400 Orts-Feuerwehren in 33 Feuerwehr-Einheiten.
Durch Zufall war eine Aufnahme des Schlagers „Lili Marleen" mit Lala Andersen in das Repertoire des deutschen Soldatensenders Belgrad geraten. Die überwältigende Resonanz führte dazu, dass das Lied täglich um 21.57 Uhr ausgestrahlt wird. Es beginnt ein Triumphzug, der das Lied sogar in England zu einem Hit werden lässt.

19.8.1941
Adolf Hitler empfängt im Führerhauptquartier den aus Berlin abberufenen spanischen Botschafter General Espinosa de Los Monteros zur Verabschiedung.
Joseph Goebbels ist zu einem ausführlichen Gespräch bei Hitler. Besprochen werden alle Fragen der Innen-, Außen- und Militärpolitik.
Britische Expedition gegen Spitzbergen, wobei die norwegischen und russischen Bewohner, welche vor allem Bergarbeiter-Familien sind, evakuiert werden und die Kohlengruben zerstört werden.
In Berlin findet die Premiere des Films "Krach im Vorderhaus" unter der Regie von Paul Heidemann statt; die Hauptrollen in der Komödie spielen Mady Rahl, Rotraut Richter, Carl-Heinz Schroth und Grethe Weiser.

20.8.1941
Walter Dornberger, militärischer Chef der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, und Wernher von Braun, Raketenbauer, unterbreiten Hitler einen Vorschlag, die A4 (V2) solle als Terrorvergeltungswaffe gegen britische Städte eingesetzt werden. Hitlers Euphorie verleitet ihn zur Forderung, „diese Entwicklung von revolutionierender Bedeutung für die Kriegsführung müsse nicht in Stückzahlen von Tausenden, sondern von Hunderttausenden eingesetzt werden". Das war fernab jeder Möglichkeit.
Das britische U-Boot "Unique" versenkt den italienischen Truppentransporter "Esperia", der im Rahmen eines Großgeleitzuges mit frischen Truppen für die italienische Afrika-Armee nach Tripolis unterwegs ist.
Marschall Woroschilow fordert die Bürger von Leningrad auf, ihre Stadt bis zum Tod zu verteidigen.

21.8.1941
Zwischen Adolf Hitler und dem OKW kommt es zu einer Vertrauenskrise. In einer neuen Weisung erklärt Hitler: „Der Vorschlag des Heeres für die Fortführung der Operationen im Osten vom 18.8. stimmt mit meinen Absichten nicht überein. Ich befehle folgendes: Das wichtigste, noch vor Einbruch des Winters zu erreichende Ziel ist nicht die Einnahme von Moskau, sondern die Wegnahme der Krim, des Industrie- und Kohlengebietes am Donez und die Abschnürung der russischen Ölzufuhr aus dem Kaukasusraum, im Norden die Abschließung Leningrads und die Vereinigung mit den Finnen (...)" Erstmals stoßen hier die operativen Absichten der Heeresführung und die wirtschaftspolitischen Zielsetzungen Hitlers offen aufeinander.
Aus dem von deutschen Truppen besetzten Lothringen werden 40 Familien ins sog. Altreich deportiert, da jugendliche Familienmitglieder vor einer Einberufung zum Reichsarbeitsdienst geflohen sind.
Das dänische Parlament (Folketing) nimmt einstimmig einen Gesetzesentwurf an, der das Verbot der Kommunistischen Partei und aller kommunistischen Aktivitäten in Dänemark vorsieht.
Von Island läuft ein britischer Versuchskonvoi mit 48 Jagdflugzeugen für die sowjetische Luftwaffe nach Archangelsk aus. Der Konvoi, der von sechs Zerstörern, zwei Schweren Kreuzern und einem Flugzeugträger gesichert wird, erreicht ohne Feindberührung am 31. August sein Ziel.

22.8.1941
Spanische und deutsche Regierungsvertreter unterzeichnen ein Abkommen, das es deutschen Wirtschaftsunternehmen ermöglicht, spanische Arbeitskräfte zur Beschäftigung im Deutschen Reich anzuwerben.
Generalstabschef des Heeres Franz Halder schlägt dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch, vor, Adolf Hitler um Enthebung von seinem Amt zu bitten.
Erich Raeder drängt bei einem Lagevortrag erneut auf eine Lösung der deutsch-französischen Probleme. Adolf Hitler ändert seine Pläne jedoch nicht.
Die deutsche Militärverwaltung in Paris droht damit, Geiseln zu erschießen, falls die Anschläge auf deutsche Soldaten in der Stadt fortgesetzt werden. 20.000 Mann kämmen die Stadt nach Verdächtigen durch.
Alle niederländischen Kinos müssen auf Anweisung des Generalsekretariates für Volksaufklärung und Kunst in der Zeit vom 29. August 1941 bis zum 30. April 1942 den Film "Der ewige Jude" zeigen.
In Dresden kommt die von Karl Anton inszenierte Filmkomödie "Immer nur du" zur Uraufführung, in der Johannes Heesters, Dora Komar, Fita Benkhoff und Paul Henckels in Hauptrollen zu sehen sind.

23.8.1941
Der Chef des Generalstabes des Heeres teilt den in das Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte befohlenen Generalen mit, der Führer habe sich nunmehr endgültig entschlossen, weder die Operation in Richtung Leningrad noch in Richtung Moskau auszuführen, sondern sich zunächst in den Besitz der Ukraine und der Krim zu setzen. Die Generale waren sich darin einig, dass die nunmehr befohlene Richtung auf Kiew zwangsweise zu einem Winterfeldzug führen müsse und letztlich der Verteidigung Moskaus zugute käme. Auch Halder machte kein Hehl aus seiner Enttäuschung über das Fehlschlagen seiner Hoffnungen auf eine Weiterführung der allein entscheidenden Operation auf Moskau.
Im von den deutschen Truppen nicht besetzten Teil Frankreichs unter Marschall Philippe Pétain wird ein Gesetz zur Unterdrückung der bolschewistischen und anarchistischen Tätigkeit erlassen, das die Einrichtung von Sondergerichten zur zügigen Aburteilung linksgerichteter Aktivisten vorsieht.
Der deutsche Hilfskreuzer "Orion" läuft nach fast zweijähriger Kaperfahrt, während der er an der Versenkung von insgesamt zwölf Schiffen beteiligt war, in der Gironde-Mündung in Südwestfrankreich ein.
Der französische General Charles de Gaulle bildet in der britischen Hauptstadt London ein Nationalkomitee, das die Befreiung Frankreichs von der deutschen Besetzung anstrebt.
Das Drahtgewerbe im Deutschen Reich wird in der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Drahtindustrie zusammengeschlossen, um Produktion und Vertrieb zentral koordinieren zu können.

24.8.1941
Der rumänische Staatschef Ion Antonescu wird zum Marschall von Rumänien ernannt; am 6. August war er von Adolf Hitler mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden.
Der Führer und Reichskanzler befiehlt u.a. wegen zahlreicher Proteste den Stopp der sog. Euthanasie von geistig und psychisch Kranken.
Unternehmen Mincemeat I: HMS Manxman, getarnt als Vichy-französischer Großzerstörer, legt 140 Seeminen vor dem italienischen Livorno, während Swordfish-Doppeldecker des Flugzeugträger Ark Royal über Sardinien operieren.
Bei der diesjährigen Tour de Suisse siegt der schweizerische Radsportler Josef Wagner vor seinem Landsmann Werner Buchwalder.























25.8.1941
Sowjetische und britische Truppen marschieren in den neutralen Iran mit der Begründung ein, „den Versuch der Achsenmächte, Iran unter Kontrolle zu stellen", abwehren zu wollen. Die Briten wollten sich den Zugang zu den wichtigen iranischen Ölfeldern sichern und landen ihre Truppen bei Abadan, Khorramshahr und Bandar Shapur. Seestreitkräfte versenken 2 iranische Kanonenboote und besetzen 7 Handelsschiffe aus Achsenstaaten. Die USA übernahmen jetzt die Sicherung der Dänemarkstraße (südlich von Island) und den Geleitschutz für die Nordatlantik-Konvois.
Deutsche Truppen erobern Dnjepropetrowsk, südlich von Kiew. Guderian stößt gegen Kiew von Norden vor. Nowgorod (am Ilmen-See südlich von Leningrad) wird ebenfalls von den Deutschen besetzt.
Adolf Hitler nimmt Benito Mussolini auf dem kleinen Bahnhof Görlitz bei Rastenburg in Empfang. Das „Treffen der Achsenmächte" beginnt. Die beiden Diktatoren fahren zur „Wolfsschanze" und erleben am Abend ein Biwak auf einer Waldwiese im Führerhauptquartier. Hitler bespricht mit Mussolini den Kriegsverlauf.

26.8.1941
Eine Denkschrift des Oberkommandos der Wehrmacht, die auch von Adolf Hitler genehmigt wird, stellt fest, dass der Krieg gegen die Sowjetunion im Verlauf des Jahres 1941 nicht mehr beendet werden kann.
Die deutsche Reichsregierung entzieht den Konsulaten von Mexiko und Haiti das Exequatur, die Konsulate der beiden Staaten müssen binnen zehn Tagen geschlossen werden. Beide Staaten arbeiten verstärkt mit den USA und Großbritannien zusammen.
Adolf Hitler fliegt mit Benito Mussolini von Ostpreußen nach Terespol, westlich Brest-Litowsk, wo er dem Duce die Wirkungsweise des schweren deutschen 60-cm-Riesengeschützes „Karl" vor Augen führt. Beim Rückflug statteten sie noch einen Besuch im „Gefechtsstand" von Hermann Göring ab, bevor sie ins FHQ „Wolfsschanze". zurückkehren. Am Abend fahren Hitler und Mussolini in ihren Sonderzügen zum Hauptquartier der Heeresgruppe Süd in Galizien.
Japan protestiert gegenüber der UdSSR gegen den Durchgang amerikanischen Kriegsmaterials über den Hafen von Wladiwostok.

27.8.1941
Bei einem Festakt zur Aufstellung der ersten französischen Freiwilligeneinheiten für den Krieg gegen die UdSSR in Versailles verübt ein Anhänger von General Charles de Gaulle ein Attentat auf den früheren französischen Ministerpräsidenten Pierre Laval und den Initiator der Freiwilligenstreitmacht, Marcel Déat.
Adolf Hitler erreicht mit dem Führersonderzug Strzyzow, von dort fährt er im Wagen ins Feldhauptquartier der Heeresgruppe Süd nach Krosno. Etwas später kommt auch Mussolini dort an. Der Führerzug wird nachgezogen und die beiden Diktatoren unterhalten sich in Hitlers Sonderzug bei einem Nachtessen.
Der Chef der Sicherheitspolizei und des SD Reinhard Heydrich ordnet an, „dass sämtliche ketzerischen Pfaffen, deutschfeindliche Tschechen und Polen sowie Kommunisten und ähnliches Gesindel grundsätzlich auf längere Zeit einem Konzentrationslager zugeführt werden sollen".
Russische Flugzeuge bombardieren in der Nacht vom 27. auf den 28. August Königsberg in Ostpreussen.
Britische Seestreitkräfte bringen im Nordatlantik das deutsche Unterseeboot "U 570" auf, das nach Reparaturarbeiten als "HMS Graph" für die britische Kriegsmarine wieder in Dienst gestellt wird.

Die Anglo-Sowjetische Invasion Irans am 25. August 1941 war eine Invasion britischer und sowjetischer Streitkräfte und lief unter den Decknamen Operation Countenance. Ziel der völkerrechtswidrigen Invasion war die Sicherung der iranischen Ölfelder und die Einrichtung einer Nachschublinie zur Unterstützung der Sowjetunion, die sich mit der deutschen Wehrmacht an der Ostfront schwere Gefechte lieferte. Linkes Bild: Sowjetische und britische Truppen treffen in der iranischen Wüste. Rechtes Bild: Ein sowjetischer Panzerwagen führt eine britische Versorgungskolonne im Iran an.                    

Die Anglo-Sowjetische Invasion Irans am 25. August 1941 war eine Invasion britischer und sowjetischer Streitkräfte und lief unter den Decknamen Operation Countenance. Ziel der völkerrechtswidrigen Invasion war die Sicherung der iranischen Ölfelder und die Einrichtung einer Nachschublinie zur Unterstützung der Sowjetunion, die sich mit der deutschen Wehrmacht an der Ostfront schwere Gefechte lieferte. Linkes Bild: Sowjetische und britische Truppen treffen in der iranischen Wüste. Rechtes Bild: Ein sowjetischer Panzerwagen führt eine britische Versorgungskolonne im Iran an.                    

Sowjetische und britische Truppen besetzen den neutralen Iran
Sowjetische und britische Truppen besetzen den neutralen Iran
Sowjetische und britische Truppen besetzen den neutralen Iran
Sowjetische und britische Truppen besetzen den neutralen Iran

28.8.1941
Deutsche Truppen erobern die Stadt Reval in Estland und fügen bei ihrem weiteren Vordringen der sowjetischen Kriegsmarine empfindliche Verluste zu.
Auf ausdrücklichen Befehl Josef W. Stalins, des Oberbefehlshabers der Roten Armee, wird der Staudamm des Dnjepr bei Saporoschje beim Rückzug sowjetischer Einheiten vor den angreifenden deutschen Truppen gesprengt. Der Oberste Rat der Sowjetunion verfügt die Deportation der gesamten deutschen Bevölkerung des Wolgagebietes nach Sibirien und Kasachstan, da diese " die Deutschen decke und durch Sabotageakte unterstütze".
Adolf Hitler und Benito Mussolini fliegen mit der „Condor D 2600" von Strzyzow nach Uman in der Ukraine, wo sie Teile der im Osten eingesetzten italienischen Truppen besuchen. Die beiden Diktatoren fliegen nach Strzyzow zurück, wobei Mussolini die Maschine pilotiert. Am Abend kehrt Hitler mit seinem Sonderzug nach Rastenburg zurück, und Mussolini fährt in seinem Sonderzug nach Rom.
In Australien legt Premierminister Robert Gordon Menzies sein Amt nieder, Arthur William Fadden wird sein Nachfolger.

29.8.1941
Zum Abschluss der Zusammenkunft des Führers und des Duce wird ein Kommunique herausgegeben, das wohl als Antwort auf die „Atlantik-Charta" gedacht ist und in dem es heißt: „Die Besprechungen waren durchdrungen von dem unabänderlichen Willen der beiden Völker und ihrer Führer, den Krieg bis zum siegreichen Ende fortzusetzen".
Alle niederländischen Kinos zeigen erstmals, mit großem Erfolg, den deutschen Propagandafilm "Der ewige Jude".
Die finnische Armee nimmt das am 12. März 1940 an die UdSSR abgetretene Wyborg wieder ein und erobert so das Gebiet bis zur alten finnisch-sowjetischen Grenze zurück.
Der jugoslawische General Milan Nidic bildet im Auftrag der deutschen Besatzungsbehörden im besetzten Serbien eine Zivilregierung, deren Ministerpräsident er wird.
In Berlin wird der Film "Ich klage an" von Regisseur Wolfgang Liebeneiner uraufgeführt, der aktive Sterbehilfe propagiert; die Hauptrollen spielen Heidemarie Hatheyer, Paul Hartmann und Mathias Wieman.

30.8.1941
Die RAF fliegt erneut schwere Terrorangriffe gegen deutsche Städte, u.a. auf Hamburg, Berlin und Frankfurt, wo 91 t Sprengbomben abgeworfen werden.
Die Russen beginnen mit einer erfolglosen Gegenoffensive gegen Guderians Panzergruppe nördlich von Kiew (endet am 2. September).
Das finnische IV. Armeekorps erobert Wiborg, die Hauptstadt Kareliens, zurück. Adolf Hitler schickt Glückwunschtelegramme an den finnischen Staatspräsidenten Risto Ryti und an Marschall Mannerheim, dem er zur Einnahme von Wiborg außerdem mit den „Spangen zum EK I und II von 1914 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" verleiht.
In Tighina unterzeichnen deutsche und rumänische Regierungsvertreter einen Freundschaftsvertrag, demzufolge das Gebiet zwischen Bug und Dnjestr, das sog. Transnistrien, rumänischer Zivilverwaltung unterstellt wird.

31.8.1941
Im Iran treffen sich die Spitzen der sowjetischen und der britischen Invasionstruppen bei Ghaswin, circa 180 km nordwestlich der iranischen Hauptstadt Teheran.
In Leipzig beginnt die diesjährige Herbstmesse, auf der 6625 Aussteller aus insgesamt 19 Staaten ihre Produkte ausstellen. Seit Kriegsausbruch dienen die Messehallen der Rüstungsproduktion. In der Innenstadt werden Messen noch bis Herbst 1941 durchgeführt. Adolf Hitler sendet zur Eröffnung ein Grußtelegramm.
Im "Altreich" leben nach Angaben der Reichsvereinigung der Juden immer noch 164.407 jüdische Menschen, dazu 1.660 im Sudetengau und 231 in Danzig.
Die Schiffsverluste im Monat August 1941 beträgt: 23 alliierte Handelsschiffe (80.300 BRT) und 3 deutsche U-Boote (65 U-Boote sind noch einsatzbereit).

Deutsche Truppen in der eroberten sowjetische Stadt Reval in Estland
Zurückgelassene russische Ausrüstung im Umaner Kessel
die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Erich Koch

Hinrich Lohse

Wilhelm Kube

Odilo Globocnik

Wilhelm von Leeb

Großadmiral Erich Raeder

Harry Lloyd Hopkins

Reinhard Heydrich

Hans Frank

Feldmarschall Fedor von Bock

Generaloberst Heinz Guderian

Gerd von Rundstedt

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

 Die Wochenschau vom 9.7.1941 - mit Ausschnitten: Einsatz von   Kampffliegern, Vormarsch auf Lemberg und Eroberung, die   Bevoelkerung feiert die Befreiung, zivile Opfer der bolschewistischen   Mordlust. Vorstoss von Kampfflugzeugen.

 Die Wochenschau vom 16.7.1941 - mit Ausschnitten: Freiwillige zum   Kampf gegen den Bolschewismus aus Norwegen, Daenemark, Holland,   Spanien, Rumaenien, Ungarn und der Slowakei. Kampf gegen die   Sowjetunion in Finnland, Vormarsch nach Salla.

Lale Andersen (eigentlich Liese-Lotte Helene Berta Bunnenberg) war eine deutsche Sängerin und Schauspielerin. Weltberühmt wurde sie durch das Lied "Lili Marleen".

 Die Wochenschau vom 13.8.1941 - Besuch des Fuehrers im   Hauptquartier von Generalfeldmarschall von Bock an der Ostfront.

 Die Wochenschau vom 20.8.1941 - Abwehr eines Angriffes sowjetischer   Bomber durch deutsche Flakartillerie, Aufnahmen von Smolensk.