Chronik des Nationalsozialismus Juli / August 1944

JULI 1944

1.7.1944
Zur Entlastung der Heeresgruppe Mitte befiehlt Hitler der Heeresgruppe Nord einen Angriff in südwestlicher Richtung, für die die Kräfte jedoch nicht ausreichen.
Adolf Hitler verleiht Generaloberst Friedrich Dollmann posthum das „Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" gleichzeitig erhält auch Gerd von Rundstedt diese Auszeichnung.
Am Nachmittag nimmt Adolf Hitler im Schloss Klessheim bei Salzburg am Staatsakt für Generaloberst Eduard Dietl teil, über den er in seiner Gedenkrede sagt: „Er ist für mich der erste Offizier der deutschen Wehrmacht, der in meine Gedankenwelt eingedrungen war und sich blind und ohne Kompromiss zu ihr bekannte." In einem Tagesbefehl an die Wehrmacht verleiht er Dietl das „Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Generaloberst Kurt Zeitzler, Chef des Generalstabes des Heeres, wird durch Adolf Hitler beurlaubt.
Gleich nach ihrer Rückkehr vom Berghof beantragen die Generalfeldmarschälle Gerd von Rundstedt und Erwin Rommel die Aufgabe des Brückenkopfes Caen und den Rückzug auf eine außerhalb der Reichweite der Schiffsartillerie gelegene Verteidigungsstellung, doch Adolf Hitler beharrt auf ein Halten der Stellungen.
Durch „Führer-Erlass" werden die Provinzen Hessen-Nassau und Sachsen in die Provinzen Kurland, Nassau, Magdeburg und Halle-Merseburg geteilt.
Aus Amsterdam wird gemeldet, daß in den besetzten Niederlanden alle privaten Telefonanschlüsse außer Betrieb gesetzt worden sind. Lediglich die für die deutsche Kriegsführung, die Wirtschaft und die Volksernährung notwendigen Anschlüsse bleiben funktionsbereit.
In Bretton Woods (USA) wird eine dreiwöchige Währungskonferenz eröffnet. Sie beschließt die Errichtung eines Internationalen Währungsfonds und einer Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.
Jorge Ubico Castañeda, Präsident von Guatemala, wird gestürzt. Eine Militärjunta übernimmt die Staatsmacht.

2.7.1944
Adolf Hitler sendet Professor Albrecht Schmidt „in Anerkennung seiner Verdienste auf wehrtechnischem Gebiet" zum 80. Geburtstag herzliche Glückwünsche.
Auf dem Heldenfriedhof Ivry bei Paris wird Generaloberst Friedrich Dollmann in Anwesenheit der Generalfeldmarschälle Gerd von Rundstedt, Erwin Rommel und Hugo Sperrle beigesetzt. Adolf Hitler lässt durch Gerd von Rundstedt einen Kranz niederlegen.
Prinzessin Charlotte von Monaco verzichtet auf ihr Thronfolgerecht. Der regierende Fürst Ludwig II. von Monaco ernennt daraufhin seinen Enkel, Prinz Rainier, zum offiziellen Thronanwärter und verleiht ihm den Titel Erbprinz.
Das erste Kontingent des Brasilianischen Expeditionskorps verlässt Rio auf dem Seeweg in Richtung der 5. US-Armee in Italien.
Die Amerikaner landen auf auf der Insel Numfoor, westlich von Biak (Neuguinea).
In der Dresdner Staatsoper wird die komische Oper "Die Hochzeit des Jobs" in 4 Akten von Joseph Haas uraufgeführt. Karl Schelmendorff dirigiert die musikalische Schelmengeschichte aus dem 18. Jahrhundert.

3.7.1944
Der Krise an der Invasionsfront versucht Adolf Hitler durch personelle Umbesetzungen zu begegnen. Hitler teilt dem OB West, Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt, in einem Handschreiben seine Absetzung mit. Er wird abgelöst durch Generalfeldmarschall Günther von Kluge. Im veröffentlichten Kommunique steht: „Anstelle des gesundheitlich behinderten Generalfeldmarschall von Rundstedt hat Generalfeldmarschall von Kluge den Oberbefehl im Westen übernommen."
Der OB Südwest, Feldmarschall Albert Kesselring, hält Hitler Vortrag über die Entwicklung der Lage in Italien.
Mit der Besetzung von Minsk durch die Rote Armee endet die "Kesselschlacht von Minsk". Die 100.000 Mann starke deutsche 4. Armee ist bei Minsk eingeschlossen.
Die italienische Stadt Siena im Zentrum der Toskana wird von US-amerikanischen und freifranzösischen Truppen besetzt.
Deutsche U-Boote, welche mit Schnorcheln ausgerüstet sind, beginnen mit Einsätzen vor der Normandie.

4.7.1944
Im „Platterhof" auf dem Obersalzberg spricht Adolf Hitler auf einer von Reichsminister Albert Speer einberufenen Tagung vor Wehrwirtschaftsführern, wobei er die „Wiederherstellung des völligen technischen Gleichgewichts" mit den Alliierten als wesentliche Voraussetzung für den Sieg bezeichnet. Es ist die letzte Rede, die Hitler vor Nichtmilitärs hält.
Die britische 2. Armee nimmt die französische Gemeinde Carpiquet (mit Flugplatz), westlich von Caen.
Die Lagerhallen für V-1 in den Kalksteinhöhlen bei St. Leu d'Osserat, nordwestlich von Paris, werden durch 12.000-Pfund-Bomben zerstört. Ein zweiter schwerer Angriff erfolgt 3 Nächte später.
Die Gestapo verhaftet Adolf Reichwein auf dem Weg zu einem konspirativen Treffen. Er war Mitglied des Kreisauer Kreises.
Im Hafen der dänischen Stadt Arhus ereignet sich ein schweres Explosionsunglück, bei dem 80 Personen getötet und etwa 300 Menschen verletzt werden. Ein anschließend ausbrechendes Feuer zerstört zahlreiche Gebäude.
Die Resistance vernichtet die Benzinvorräte der Raffinerie von Lievin am Pas de Calais.

5.7.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erklärt in einer Ansprache vor 200 Vertretern der Rüstungsindustrie, daß der »deutsche Erfindergeist« die Voraussetzungen dafür schaffe, »das Steuer des Krieges endgültig herumzureißen«.
Kleinst-U-Boote vom Typ Neger beginnen mit Einsätzen vor den Küsten der Normandie. In 3 Nachtoperationen versenken sie 4 kleine Kriegsschiffe und setzen den Kreuzer „Dragon" außer Gefecht, erleiden selbst jedoch schwere Verluste.
233 B-24 Liberator greifen Toulon an, wo 7 U-Boote getroffen werden.
Julius Leber, einer der führenden sozialdemokratischen deutschen Widerstandskämpfer, wird verhaftet. Der Volksgerichtshof in Berlin verurteilt ihn am 20. Oktober zum Tode.
Im deutschen KZ Buchenwald wird die sozialdemokratisch orientierte Widerstandsgruppe "Volksfrontkomitee" gegründet.
Der britische Außenminister Robert Anthony Eden berichtet vor dem Unterhaus in London, dass glaubhafte Meldungen über "barbarische Deportationen" von Juden aus Ungarn und Polen durch die deutschen und ungarischen Behörden vorlägen.

6.7.1944
Lagebesprechung über die Aktivierung des Heimatheeres auf dem Obersalzberg, bei der auch der Verräter Claus Schenk Graf von Stauffenberg als Chef des Stabes beim Befehlshaber des Ersatzheeres Generaloberst Friedrich Fromm teilnimmt.
An der Ostfront erobert die russische 1. Weißrussische Front Koewl in der nordwestlichen Ukraine.
Charles de Gaulle, Chef des französischen Befreiungskomitees, trifft in Washington ein. Während seines einwöchigen Besuchs führt er u.a. Gespräche mit US-Präsident Franklin Delano Roosevelt über die Anerkennung der von ihm ausgerufenen "Provisorischen Regierung der Französischen Republik".
Der britische Premierminister Winston Churchill gibt vor dem Unterhaus eine ausführliche Erklärung ab über die Wirkung der seit dem 12. Juni von den Deutschen auf Südengland abgeschossenen Flugbombe "V 1".
Das erste, nur als reiner Nachtjäger entworfene US-Flugzeug, eine Northrop P-61 Black Widow, zerstört einen japanischen G4M Betty-Bomber über Saipan.
Im Zirkus Ringling Brothers Barnum Bailey, der in Hartford, im US-amerikanischen Bundesstaat Connecticut, ein Gastspiel gibt, ereignet sich ein schweres Unglück. Während der Nachmittagsvorstellung bricht ein Feuer aus, dem 124 Zirkusbesucher zum Opfer fallen.

7.7.1944
Adolf Hitler, Reichsminister Albert Speer und Generalmajor Hellmuth Stieff lassen sich auf dem Berghof neue Uniformen und Ausrüstungsstücke vorführen. Ein bei dieser Gelegenheit geplanter Attentatsversuch kommt nicht zur Durchführung.
Nördlich vom Ladoga-See beenden die Finnen ihren Rückzug auf die 'U-Linie'.
Bei der Luftschlacht über Leipzig gehört es zur Taktik deutscher Abfangjäger, die feindlichen Maschinen gegebenenfalls durch einen »Rammstoß« zum Absturz zu bringen und sich danach mit dem Fallschirm zu retten.
450 Lancaster- und Halifax-Bomber decken in der Nacht vom 7./8. Juli die deutschen Verteidigungsstellungen vor Caen mit 2.300 t Bomben ein.
Die auf den Marianen-Inseln verbliebene 3.000 Mann starke Nachhut der japanischen Garnison von Saipan führt in der Nacht vom 7./8. Juli einen selbstmörderischen Gegenangriff durch. General Saito und Admiral Nagumo begehen Harakiri.
In einem Brief an den deutschen Reichspropagandaminister Joseph Goebbels empfiehlt Reichsfilmintendant Fritz Hippler, den 1943 gedrehten Spielfilm "Der verzauberte Tag" (Regie: Peter Pewas) nicht für die Öffentlichkeit zuzulassen, da er einer "Verhöhnung des deutschen Bürgers" gleichkäme.

8.7.1944
In einer Propagandarede bezeichnet der deutsche Reichspropagandaminister Joseph Goebbels den Zweiten Weltkrieg als eine »einmalige historische Auseinandersetzung«, die nicht mit vergangenen Kriegen verglichen werden könne. Es gehe - so die Worte Goebbels - um Sein oder Nichtsein der Nation.
Eine gewaltige Artilleriedampfwalze geht dem britisch-kanadischen Großangriff der 2. Armee nordwestlich von Caen voraus. Dieser gewinnt 5 km an Boden bis zur Abenddämmerung - trotz heftigen deutschen Widerstandes.
1.750 Sperrballons werden südlich von London zur Bekämpfung der V-1 in Stellung gebracht.
Wegen Bomben notwendig gewordene Ortsverlegung von Künstlerateliers dürfen nicht mehr veröffentlicht werden.

9.7.1944
Adolf Hitler fliegt mit Heinrich Himmler, Wilhelm Keitel, Alfred Jodl, Karl Dönitz und Günther Körten in sein FHQ „Wolfsschanze". Da die Bauarbeiten für die Verstärkung der Bunker noch nicht abgeschlossen sind, fliegt er wieder zurück.
Die französische Hafenstadt Caen wird nach vierwöchigen erbitterten Kämpfen von der britische 2. Armee eingenommen.
Die Russen überschreiten den Fluss Vuoksi auf der Karelischen Landenge.
US-Truppen erobern die Marianeninsel Saipan. Nach schweren Kämpfen, die seit dem 14. Juni andauern, gelingt es, unterstützt von sieben Schlachtschiffen, vier Flugzeugträgern und elf Kreuzern, mit fast 70.000 Soldaten zu landen.
Der erfolgreichste britische U-Boot-Jäger, Capt. Frederick John Walker, Kommandeur der 2. Support Group, stirbt an einem Herzinfarkt. Er wird auf See beigesetzt. Für die Engländer bedeutet sein Tod den Verlust eines Symbols ihres erfolgreichen Kampfes gegen die deutsche U-Boot-Waffe.
Die sowjetische Regierung erlässt ein neues Gesetz, das eine Erhöhung der Geburtenrate zur Folge haben soll. Im Einzelnen sind u.a. ein verbesserter Mutterschutz, Mutterauszeichnungen und ein Abtreibungsverbot vorgesehen.
Der indische Revolutionär Mohandas Karamchand Gandhi räumt ein, daß ein unabhängiges Indien zwischen Hindus und Moslems aufgeteilt werden muss.
Titelverteidiger Richard Vogt bleibt im heimischen Hamburg durch einen K. o.-Sieg in der achten Runde gegen Jean Kreitz Deutscher Meister im Halbschwergewicht der Profiboxer.

10.7.1944
General Dwight D. Eisenhower vertrat beim Gespräch mit dem britischen Botschafter Lord Halifax ähnliche Ansichten wie Stalin. Er meinte, daß die feindlichen Führer „…doch auf der Flucht erschossen werden sollten…" Gefangenschaft sei nicht genug für die 3500 Offiziere des deutschen Generalstabes. Übereinstimmung bestand darüber, daß man die Ausrottung den natürlichen Ereignissen überlassen könne, wenn die Russen freie Hand hätten.
Russische Großoffensive in die Baltischen Republiken. Die 2. Weißrussische Front greift nordwestlich von Witbesk an.
Der jugoslawische Exilkönig Peter II. Kardordevic erkennt den Widerstandsführer seines Landes, Josip Tito als "Chef aller militärischen Verbände in Jugoslawien" an.
In Neuguinea beginnen die Japaner mit einer Gegenoffensive über den Fluss Driniumor im Abschnitt von Aitape.

11.7.1944
Das von Claus Graf Schenk von Stauffenberg für heute auf dem Berchtesgadener »Berghof« geplante hinterhältige Attentat auf den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wird nicht ausgeführt. Stauffenberg unterlässt die Zündung des mitgebrachten Sprengstoffs, da Reichsführer SS Heinrich Himmler und der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring, die auch ausgeschaltet werden sollen, nicht anwesend sind.
Zerschlagung der eingeschlossenen deutschen 4. Armee bei Minsk. Seit Ende Juni sind dort 70.000 deutsche Soldaten gefallen und 35.000 gefangengenommen worden.
Die 6.000 japanischen Soldaten, welche westlich des Fluss Driniumor vorstoßen, geraten unter ständige Angriffe australischer und amerikanischer Flugzeuge.
Aus Frankreich wird als Folge von Bombardierungen und Sabotageakten eine erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage gemeldet. Die Zivilbevölkerung kann nur unzureichend mit Lebensmitteln beliefert werden. Der Verkehr ist stark eingeschränkt.
Die USA erkennen das „Nationalkomitee Freies Frankreich" des Generals Charles de Gaulle als rechtmäßige Regierung Frankreichs an.
Beginn von mehreren Luftangriffen der RAF auf München mit 1.471 Toten und 200.000 Ausgebombten.
Das Landgericht Zweibrücken verurteilt eine 25jährige Frau zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr, weil sie einem im Krankenhaus liegenden kanadischen Kriegsgefangenen Blumen und eine Orange geschenkt hatte.

12.7.1944
Da immer mehr deutsche Männer zur Wehrmacht eingezogen werden und als Arbeitskräfte ausfallen, fordert Albert Speer, Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, den verstärkten Einsatz von Frauen in der Wirtschaft.
Beim Lagevortrag des Oberbefehlshabers der Marine Karl Dönitz regt Adolf Hitler den Einsatz von 10.000 Marinesoldaten in der Narva-Stellung an.
Adolf Hitler erlässt eine Weisung über die straffere Zusammenfassung aller Fragen des Seetransportes innerhalb der Wehrmacht, deren einheitliche Bearbeitung der OB der Marine übernehmen soll.
In einer Denkschrift an Adolf Hitler fordert Reichsminister Albert Speer die Proklamation des totalen Kriegseinsatzes, die im Volk „eine tiefinnerliche Begeisterung" auslösen werde.
Die Regierung der Schweiz erlässt neue Richtlinien für die Behandlung von Flüchtlingen: Juden werden erstmals als allgemein gefährdet eingestuft und generell als Verfolgte anerkannt.
Nahezu die gesamte Bevölkerung Kopenhagens befolgt den Aufruf des dänischen "Freiheitsrates", die 93 Todesopfer des Generalstreiks durch zwei Schweigeminuten zu ehren. Die eindrucksvolle Demonstration bezeugt die Stärke der dänischen Widerstandsbewegung und den großen Einfluss des "Freiheitsrates" und der illegalen Presse.
Die Gloster "Meteor Mk 1", das erste britische strahlgetriebene Jagdflugzeug, das die Einsatzreife erlangte, wird bei der Royal Air Force in Dienst gestellt.

13.7.1944
Durch einen Erlass des deutschen Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler wird die bisherige Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich durch eine Zivilverwaltung ersetzt.
Sowjetische Truppen erobern Wilna in Litauen. Danach entwaffnen und internieren sie die polnische Heimatarmee (»Armia Krajowa«), die sie bei der Eroberung der Stadt unterstützt hatte.
Die junge und unerfahrene Besatzung eines neuen und mit der allerletzten deutschen Radarausrüstung ausgestatten Ju 88G-Nachtjägers landet versehentlich auf dem englischen Flugplatz Woodbridge in Suffolk. Ihre Entdeckung macht alle Hoffnungen zunichte, die englischen Nachtangriffe noch erfolgreich abwehren zu können.
Vor seiner Abreise nach Ostpreußen trifft Adolf Hitler noch eine Reihe von innenpolitischen Verfügungen, die einer Verstärkung des zivilen Kriegseinsatzes dienen sollen.
Adolf Hitler ernennt den Gauleiter von Köln-Aachen Josef Grohe zum Reichskommissar für die besetzten Gebiete von Belgien und Nordfrankreich. Zudem befasst er sich mit zwei Erlassen für den Fall eines „Vordringens feindlicher Kräfte auf deutsches Reichsgebiet". Im Weiteren unterzeichnet er einen „Erlass über die Erfassung und Verwertung von Lagerbestande für die Rüstung und Kriegs Wirtschaft". In einem weiteren Führer-Erlass wird die verstärkte „Zusammenfassung aller Straßenverkehrsmittel durch den Reichsverkehrsminister" verfügt. Er ermächtigt den Chef der Reichskanzlei Hans Heinrich Lammers „alle zur Zeit laufenden Dotationen, bei denen es sich um die Zuweisung von Grund und Boden handelt, ohne besonderen Vortrag großzügig zu behandeln und zu erledigen und (...) (sich) dabei im ungefähren Rahmen derjenigen Summen zu halten, die der Führer bisher in vergleichbaren Fällen bewilligt hat". Und schließlich sendet er noch ein Glückwunschtelegramm an Ante Pavelitsch zum Geburtstag.
Adolf Hitler entscheidet, dass Generalfeldmarschall Wilhelm Ritter von Leeb der volle Kaufpreis für den Erwerb eines Waldgeländes von 638.000 RM aus Mitteln für allgemeine Zwecke erstattet werden solle. Von Leeb erhielt folglich insgesamt 888.000 RM steuerfrei von Hitler.
Der deutsche Bevollmächtigte in Ungarn, Edmund Veesenmayer meldet an seine Vorgesetzten in Berlin, dass insgesamt 437.402 Juden deportiert worden seien.
In Kolumbien endet ein Putschversuch gegen Präsident Alfonso López Pumarejo mit der Verhaftung der Aufständischen. Am 11. Juli war López bei einem Militärmanöver von Offizieren gefangengenommen worden, und Vizepräsident Dario Echandia hatte vorübergehend den Präsidentenposten übernommen.

14.7.1944
Nach fünfmonatiger Abwesenheit kehrt Adolf Hitler wieder in das Führerhauptquartier „Wolfsschanze" bei Rastenburg in Ostpreußen zurück. Er wird nie wieder auf den Obersalzberg zurückkehren.
General der Infanterie Alexander von Falkenhausen Militärbefehlshaber in Belgien und in den Niederlanden, wird per Entlassungstelegramm von Adolf Hitler seines Amtes enthoben.
Die US-amerikanische Luftwaffe leistet eine umfangreiche Hilfsaktion für die französische Widerstandsbewegung "Résistance". 200 Maschinen werfen sechs Stunden lang Container mit Waffen und Munition zur Ausrüstung von etwa 7000 Widerstandskämpfern über einer durch Bettlaken gekennzeichneten Abwurfstelle im französischen Zentralmassiv ab.
In Breslau findet die Uraufführung des historischen Films "Die Affäre Roedern" um Dietrich von Roedern, den Festungsbaumeister Friedrichs II., des Großen, statt. Die Regie führte Erich Waschnek.

15.7.1944
Der deutsche Generalfeldmarschall Erwin Rommel sendet ein Blitzfernschreiben an Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Darin schildert er die aussichtslose Lage an der Invasionsfront in der Normandie.
Die Britische 8. Armee bricht bei Arezzo in Italien durch und erreicht am 15./16. Juli den Fluss Arno. Die 5. US-Armee nähert sich dem Fluss von Südwesten. Die mit den Alliierten verbündete italienische Regierung kehrt nach Rom zurück.
Angesichts der Entwicklung der Lage an der Invasionsfront richtet Generalfeldmarschall Erwin Rommel ein Fernschreiben an Adolf Hitler, das mit den Worten schließt: „Die Truppe kämpft allerorts heldenmütig, jedoch der ungleiche Kampf neigt sich dem Ende entgegen. Ich muss Sie bitten, die Folgerung aus dieser Lage unverzüglich zu ziehen. Ich fühle mich verpflichtet, als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe dies klar auszusprechen."
Besprechung Adolf Hitlers im Hauptquartier „Wolfsschanze" über die Verstärkung des Heimatheeres und die Aufstellung von Volksgrenadierdivisionen. Bei der Lagebesprechung kommt der zweite Versuch des Obersten Claus Schenk Graf von Stauffenberg, einen Bombenanschlag auf Hitler durchzuführen, nicht zustande.
Der frühere französische Innenminister Georges Mandel Rothschild wird, zur Vergeltung des Mordanschlags der Résistance auf den Propagandaminister des Vichy-Regimes, Philippe Henriot, von der Miliz der Vichy-Regierung hingerichtet.

16.7.1944
Der Ministerpräsident der italienischen faschistischen Republik von Saló, Benito Mussolini, reist zu einem viertägigen Besuch ins Deutsche Reich.
In Berlin-Wannsee in der Wohnung von Claus Schenk Graf von Stauffenberg findet ein letztes Gespräch statt, an dem Claus Bruder Berthold, Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg, Adam von Trott zu Solz, Peter Graf York von Wartenburg, Caesar von Hofacker, Oberst Georg Hansen und Oberst Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim teilnehmen. In der Diskussion wird die Meinung vertreten, dass die Verhandlungen von Militär zu Militär geführt werden sollen, und zwar nicht nur im Westen, sondern auch mit den Sowjets.
Das italienische Kabinett unter Ministerpräsident Ivanoe Bonomi tritt zum ersten Mal in Rom zusammen. Auf der Tagesordnung stehen Beratungen über die Teilnahme Italiens am Krieg und die Verabschiedung von Gesetzen zur Liquidierung des Faschismus.
Verbände der Roten Armee erobern die Stadt Grodno an der Memel.
Deutsche Verbände beginnen mit einem fruchtlosen Gegenangriff gegen die Brückenköpfe der russischen 3. Weißrussischen Front über den Fluss Niemen.
Aus den USA wird die bisher größte Weizenernte in der Geschichte des Landes gemeldet. Das US-Handelsministerium muss zahlreiche Verfügungen erlassen, um eine geregelte Verteilung des Getreides sicherzustellen.

17.7.1944
Generalfeldmarschall Hans Günther von Kluge übernimmt den Oberbefehl über die Heeresgruppe B an der Westfront anstelle des verletzten Feldmarschalls Erwin Rommel. Rommel wurde bei Sainte-Foy-de-Montgommery bei einem Tieffliegerangriff schwer verwundet und in das Luftwaffenlazarett Bernay überführt.
Im Deutschen Reich treten Reisebeschränkungen im Eisenbahnverkehr in Kraft. Ohne eine Sondergenehmigung sind in Eil- und Personenzügen nur noch Reisen bis 100 km gestattet.
58.000 deutsche Kriegsgefangene werden wie Zirkustiere in einer langen Kolonne durch die Straßen Moskaus geführt.
Bei ihrem Vormarsch an der Ostfront erreichen sowjetische Verbände die "Curzon-Linie" in Polen.
In einem gewagten Manöver, um London vor dem V-1-Beschuß zu schützen, werden 1.596 Flak-Geschütze aus der Stadt an die Südküste verlegt.
Erster Einsatz von Napalm-Bomben durch P-38 Lightning-Jagdbomber der USAAF beim Angriff auf die Benzinlager von Coutances in der Normandie.
Der bekannte sowjetische Schriftsteller Alexander I. Korneitschuk wird seines Amtes als Außenkommissar der Sowjetukraine enthoben und zum Vorsitzenden des Amtes für Kunstwesen beim Rat der Volkskommissare der Ukrainischen Sowjetrepublik ernannt.
Beim Laden von Munition in Port Chicago in der Bucht von San Francisco explodiert das Libertyschiff "E.A.Bryan". Das Victoryschiff "Quinault Victory" wird durch die Explosion mit zerstört. Die Explosion fordert 319 Menschenleben. Überlebende, die zuvor gegen die schlechten Sicherheitsbedingungen protestierten und sich nun weigern, im Explosionsgebiet zu arbeiten, werden wegen Meuterei angeklagt und verurteilt.
Sechs schwer bewaffnete Personen überfallen in der Nähe von Saint-Germain-en-Laye bei Paris einen Geldtransporter der "Banque de France" und erbeuten 105 Millionen Francs.

18.7.1944
Der deutsche Widerstandskämpfer Carl Friedrich Goerdeler entschließt sich zur Flucht, da er von seiner bevorstehenden Verhaftung durch die Geheime Staatspolizei erfährt.
Die britische 2. Armee greift vom 18. bis 21. Juli östlich von Caen an.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Franco zum spanischen Nationalfeiertag.
Zum Zwecke der Benzinersparnis beginnt in Hamburg die Stückgutbeförderung auf mehreren Linien der Straßenbahn. Andere Städte folgen dem Beispiel.
Nach der US-amerikanischen Landung auf den Marianen im Pazifik und dem Zusammenbruch des japanischen Gegenstoßes in der Flugzeugträgerschlacht in der Philippinensee ist das japanische Kriegskabinett von Ministerpräsident Hideki Todscho zum Rücktritt gezwungen.

19.7.1944
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" empfängt Adolf Hitler den OB Südwest, Generalfeldmarschall Albert Kesselring, und verleiht ihm als 11. Soldat das „Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes". Er gibt ihm außerdem die Weisung, Florenz aus den Kampfhandlungen heraus zu nehmen.
Der Kongress der demokratischen Partei der USA nominiert den amtierenden US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt zum Kandidaten für die bevorstehende Präsidentschaftswahl.

20.7.1944
Der Hochverräter Claus Graf Schenk von Stauffenberg verübt im Hauptquartier »Wolfsschanze« ein hinterhältiges Bombenattentat auf den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Mehrere Personen werden getötet, Hitler wird nur leicht verletzt. Dieser feige Anschlag hatte Lücken in der Vorbereitung, und die Verzögerung beim Auslösen der »Operation Walküre«, des Plans zum Staatsstreich, ließen den Umsturzversuch scheitern.                   

20.7.1944
Der Hochverräter Claus Graf Schenk von Stauffenberg verübt im Hauptquartier »Wolfsschanze« ein hinterhältiges Bombenattentat auf den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Mehrere Personen werden getötet, Hitler wird nur leicht verletzt. Dieser feige Anschlag hatte Lücken in der Vorbereitung, und die Verzögerung beim Auslösen der »Operation Walküre«, des Plans zum Staatsstreich, ließen den Umsturzversuch scheitern.                   

20.7.1944
Adolf Hitler ernennt Heinrich Himmler zum Befehlshaber des Ersatzheeres und damit zum Nachfolger von Generaloberst Friedrich Fromm, Hans Jüttner SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS wird Stellvertreter Himmlers. In einer Verfügung beauftragt Hitler Martin Bormann mit der Durchführung des totalen Krieges im Bereich der NSDAP.
Erwin Giesing, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, wird von Adolf Hitler ins FHQ gerufen, er behandelt Hitlers Ohrenverletzung nach dem Attentat.
Der englische Produktionsminister, Oliver Lyttleton, erklärte in einer Rede vor der amerikanischen Handelskammer in London: „Amerika hat Japan so provoziert, daß die Japaner gezwungen waren, Pearl Harbour anzugreifen. Es wäre eine Verfälschung der Geschichte, wollte man behaupten, daß Amerika zum Krieg gezwungen wurde." Im Weißen Haus ist man geneigt, vor Wut zu schäumen und nennt ihn einen frechen Schwätzer.
Die Sowjets überschreiten auf ihrem Vormarsch den nördlichen Bug und dringen ins Generalgouvernement ein.
Zur Entlastung des in den letzten Kriegsjahren übermäßig durchforsteten deutschen Waldes soll nach Mitteilung der Reichsbehörde für Forstwirtschaft auf eine neue Quelle der Holzreserven zurückgegriffen werden. Gemeint sind die Holzbestände an Landstraßen und Alleen, in Parks und in Gärten.

21.7.1944
Gegen 1 Uhr nachts hält Adolf Hitler aus seinem Hauptquartier über den Rundfunk eine Ansprache an das deutsche Volk, dem er dadurch beweisen will, dass er tatsächlich noch am Leben ist. Zum Attentat führt er aus: „Eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich verbrecherischer, dummer Offiziere hat ein Komplott geschmiedet, um mich zu beseitigen (…) Es ist ein ganz kleiner Klüngel verbrecherischer Elemente, die jetzt umbarmherzig ausgerottet werden (…) Diesmal wird nun so abgerechnet, wie wir das als Nationalsozialisten gewohnt sind."
Noch in derselben Nacht erlässt Adolf Hitler einen Tagesbefehl an das Heer. Gegen Mittag empfängt Adolf Hitler Heinz Guderian, um ihn mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Generalstabschefs zu beauftragen.
Der deutsche NS-Gegner Generalmajor Henning von Tresckow nimmt sich einen Tag nach dem gescheiterten Attentat auf Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in einem Waldstück nahe Bialystok im Generalgouvernement (Polen) sich mit einer Gewehrgranate das Leben.
Der ehemalige Befehlshaber des Ersatzheeres Generaloberst Friedrich Fromm wird auf Befehl Adolf Hitlers festgenommen.
Glückwünsche zu seiner Errettung erhält Adolf Hitler telegrafisch von Pierre Laval, dem mandschurischen Premierminister Tschang Tenghai, Vidkun Quisling, Josef Tiso, Milan Georg Neditsch und Emil Hacha, die er alle beantwortet.
Der schweizerischen Polizei gelingt es, in Genf einer Geheimdruckerei auf die Spur zu kommen. In dem Versteck waren seit Mitte Mai gefälschte Rationierungsmarken für Lebensmittel gedruckt worden.
US-Truppen landen im Norden und im Süden gleichzeitig auf der Marianeninsel Guam im Pazifik. Sie treffen nur auf geringen japanischen Widerstand.

22.7.1944
US-amerikanische Truppen dringen in die italienische Stadt Pisa ein.
Erwin Giesing, Facharzt, trifft im FHQ ein, um Adolf Hitlers Ohren gründlich zu untersuchen, Giesing fand Hitler in einem schlechten Gesundheitszustand vor.
In Chelm wird das moskaunahe "Polnische Komitee der Nationalen Befreiung" gegründet. Es übernimmt die Regierungsgeschäfte in den von der Roten Armee befreiten polnischen Gebieten.
Die Sowjetunion und Syrien nehmen diplomatische Beziehungen auf.

23.7.1944
Zur Meisterung der Krise nimmt Adolf Hitler in der Führung der Ostfront abermals Umbesetzungen vor. In seiner Weisung Nr. 59 über die „Neuregelung der Befehlsverhältnisse im Bereich der Heeresgruppe Nord" wird Generaloberst Ferdinand Schörner zum OB der Heeresgruppe Nord ernannt, während der bisherige OB dieser Heeresgruppe, Generaloberst Friessner, dessen Stelle als OB der Heeresgruppe „Nordukraine" übernimmt. Außerdem ordnet Hitler vorbereitende Maßnahmen für eine „eventuelle Wiederverwendung des deutschen Westwalls" an.
Als rangältester Offizier der deutschen Wehrmacht führt Reichsmarschall Hermann Göring nach dem Anschlag auf Hitler „als Zeichen unverbrüchlicher Treue zum Führer und engster Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Partei" den „deutschen Gruß" als Ehrenbezeichnung in der Wehrmacht ein.
Adolf Hitler verfasst eine allgemeine Danksagung an das deutsche Volk, insbesondere an die Partei und Wehrmacht, für die vielen Glückwünsche und Treuekundgebungen aus Anlass des gegen ihn gerichteten Anschlages.
Hjalmar Schacht, Reichsbankpräsident, wird aufgrund loser Kontakte zur Widerstandsbewegung des 20. Juli auf seinem Gut Gühlen durch die Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Ravensbrück gebracht.
Wilhelm Canaris, Chef der Abwehr, wird durch Standartenführer Walter Schellenberg verhaftet. Schellenberg wurde Leiter der vereinigten Geheimdienste von SD und Abwehr im RSHA.
Der Generaloberst Franz Halder wird gemeinsam mit seiner Familie im Zusammenhang mit dem 20. Juli verhaftet und ins KZ Dachau eingewiesen.
Hans-Bernd von Haeften, ein Mitglied der Verräterclique "Kreisauer Kreis", wird in Berlin durch die Gestapo verhaftet.
Die 3. Weißrussische Front erobert Pskow. Die 1. Weißrussische Front erobert Lublin und befreit das Konzentrationslager Majdanek bei Lublin.
Radio Moskau verbreitet einen Aufruf des "Nationalkomitees Freies Deutschland", in dem die deutsche Armee und das deutsche Volk aufgefordert werden, den Kampf gegen das NS-Regime aufzunehmen.
Paris erlebt einen Sonntag ohne Metro. Die vorläufig eintägige Einstellung aller Linien der Untergrundbahn wurde aus Gründen der Stromersparnis angeordnet.

24.7.1944
Bei britischen Terrorangriffen auf Stuttgart bis zum 29. Juli, werden fast 900 Stuttgarter getötet. Mehr als 100 000 Menschen verlieren ihr Obdach.
Die sowjetische 2. Panzerarmee (Generalmajor Semjon Bogdanow) und die 8. Gardearmee (Generaloberst Wassili Tschuikow) erobern Lublin.
Adolf Hitler sendet ein Handschreiben an Reichsverkehrsminister Julius Heinrich Dorpmüller zu seinem 75. Geburtstag und verleiht ihm das „Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz".
König Georg VI. von Großbritannien und Nordirland trifft in Italien ein, um die britischen Truppen an der dortigen Front zu besuchen.
Die polnische Exilregierung in London protestiert gegen die Bildung des "Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung" am 22. Juli.

25.7.1944
Adolf Hitler ernennt Reichsminister Joseph Goebbels zum „Reichsbevollmächtigten für den totalen Kriegseinsatz an der Heimatfront" und unterzeichnet einen Erlass, nach dem „(...) das gesamte öffentliche Leben den Erfordernissen der totalen Kriegsführung in jeder Beziehung anzupassen sei." Außerdem unterzeichnet Adolf Hitler noch einen Erlass über den Selbstschutz im Luftkrieg und den Reichsluftschutzbund.
Die 8. und 9. US-Air-Force werfen 4.000 t. Bomben auf die deutschen Verteidigungsstellungen in einem kleinen Gebiet in der Nähe von Saint Lo. Das 7. Korps der 1. US-Armee greift entlang der Strasse Periers-Saint-Lo an und stößt bis zu 3 km vor. Die deutschen Verteidiger sind durch das vorhergehende, schwere Luftbombardement wie betäubt. Generalleutnant McNair, der Kommandeur der 1. US-Heeresgruppe wird versehentlich von einer amerikanischen Fliegerbombe getötet. Er wurde 61 Jahre alt.
General der Infanterie Alexander von Falkenhausen wird in Berlin in Haft genommen und wird in der Sicherheitspolizeischule Drögen in der Nähe des Konzentrationslagers Ravensbrück arretiert.
Die alliierte "European Advisory Commission" (Beratende Europakommission) stellt den Text einer Kapitulationsurkunde für das Deutsche Reich vor.
Die Regierung der UdSSR veröffentlicht einen Aufruf von 16 Generälen der zerschlagenen deutschen Heeresgruppe Mitte, in dem die deutschen Truppen an der Ostfront zur Aufgabe des Kampfes aufgefordert werden.
Der Ministerpräsident der italienischen faschistischen Republik von Saló, Benito Mussolini, verfügt eine Umbildung der »Faschistischen Republikanischen Partei« auf militärischer Grundlage. Alle Parteiangehörigen von 18 bis 60 Jahren, die nicht der Wehrmacht angehören, werden künftig in das militärische »Hilfskorps der Schwarzen Brigaden« eingegliedert.
Die Britische Eastern Fleet greift die Schifffahrt und Flugplätze bei Sabang auf Sumatra an. Der niederländische Kreuzer „Tromp" und 3 Zerstörer laufen in den Hafen ein und bekämpfen japanische Küstenbatterien auf kürzeste Distanz.

26.7.1944
Amerikanische Truppen besetzen das von den Deutschen geräumte Pisa komplett.
Präsident Franklin D. Roosevelt, General Douglas MacArthur und Admiral Chester W. Nimitz halten eine Konferenz in Honolulu ab. MacArthur argumentiert erfolgreich für die Befreiung der Philippinen und gegen die Invasion von Formosa.
In Moskau unterzeichnen die UdSSR und das "Lubliner Komitee" (Polen) einen Freundschafts- und Bündnisvertrag. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen wird angekündigt.
Tod von Riza Khan Pahlavi, den in das Exil verbannten Schah von Persien, im Alter von 67 Jahren.

27.7.1944
1000 Bomberangriff der Amerikaner Luftwaffe mit 50.000 Brandbomben auf die Leunawerke in Merseburg, den größten deutschen Betrieb für die Herstellung von synthetischem Brennstoff. Das Betriebsgelände gerät in einer Ausdehnung von mehreren Kilometern in Brand.
Nach aussichtslosem Kampf muss die deutsche 7. Armee den Kampf an der von Alliierten durchbrochenen Invasionsfront abbrechen und sich zurückziehen.
Das Höhlenlazarett einer französischen Widerstandsgruppe, die in den Bergen des Vercors gegen die deutschen Besatzer kämpft, wird von deutschen Soldaten entdeckt. Verwundete, Ärzte und Pflegepersonal werden gefangen genommen.
Die "Bank of England" feiert ihr 250jähriges Bestehen.

28.7.1944
Die 1. Weißrussische Front errichtet zwei Brückenköpfe über die Weichsel südlich von Warschau (bis 2.August). Deutsche Panzertruppen und die Luftwaffe führen während des ganzen August nördlich und südlich von Warschau energische Gegenangriffe durch. Brest-Litowsk wird von der 1. Weißrussischen Front erobert.
An der Westfront nimmt die 1. US-Armee die französische Gemeinde Coutances, südwestlich von Saint Lo ein.
Deutsch S-Boote treffen fünf Frachtschiffen mit den neuen, selbstsuchenden Torpedos im Ärmelkanal.
Der deutsche Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Albert Speer, legt Adolf Hitler die katastrophale Lage
bei der synthetischen Treibstoffherstellung infolge der alliierten Bombenangriffe auf die Hydrierwerke dar.

29.7.1944
Die Rote Armee überquert die Weichsel und bildet auf dem
Westufer im Raum Baranow einen Brückenkopf. Bei deutschen Gegenangriffen kommt erstmals
der Kampfpanzer »Tiger II« (»Königstiger«) zum Einsatz. Nach dem Durchbrechen deutscher
Stellungen erreicht die Rote Armee die Rigaer Bucht bei Tukkum. Damit ist die deutsche
Heeresgruppe Nord im Baltikum abgeschnitten. In den folgenden 3 Wochen muss
die ganze Versorgung der Heeresgruppe über See erfolgen.
Bei einem britischen Terrorangriff der RAF auf Hamburg werden von 307 Bombern
22 Maschinen abgeschossen. Bei einem amerikanischen Terrorangriff auf Bremen
werden die Torpedoboote T 2 und T 7 versenkt.

30.7.1944
Der Reichsführer-SS Heinrich Himmler und der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall
Wilhelm Keitel, erscheinen zum Vortrag bei Hitler im "Führerhauptquartier Wolfschanze". Sie koordinieren das weitere
Vorgehen gegen die am Umsturzversuch Beteiligten und errichten einen "Ehrenhof" von Generalen und Feldmarschällen des
Heeres. Zwischen dem 4. August und dem 14. September 1944 werden insgesamt 55 Offiziere des Heeres aus der Wehrmacht ausgestoßen und weitere 29 auf Vorschlag des "Ehrenhofes" entlassen. Ihre Ausstoßung aus der Wehrmacht ist die Voraussetzung dafür, sie dem "Volksgerichtshof", und nicht dem eigentlich zuständigen Reichskriegsgericht, zur Aburteilung zu überstellen. (»Terror- und Sabotageerlaß«)
Die Alliierten erobern die Stadt Avranches und haben sich damit den Weg in den franzosischen Raum erkämpft.
In einem Führerbefehl ordnet Adolf Hitler die Bekämpfung von Terroristen und Saboteuren in den besetzten Gebieten an. In den besetzten Gebieten sind Widerstandskämpfer nicht mehr der Gerichtsbarkeit auszuliefern, sondern an Ort und Stelle niederzukämpfen oder der Sicherheitspolizei zu übergeben.
London erlebt die bislang schwersten Bombenangriffe des Krieges durch die deutsche Luftwaffe.
Ein im Auftrag der NS-Führung gedrehter Film über die Betreuung von Kriegsversehrten wird unter dem Titel "Der Wille zum Leben" in Berlin uraufgeführt.

31.7.1944
Angesichts des amerikanischen Durchbruchs bei Avranches erlässt Adolf Hitler einen Tagesbefehl an die Heeresgruppe B, in dem es heißt: „Der Feind darf unter keinen Umständen zur Operation ins Freie gelangen, Heeresgruppe B bereitet mit sämtlichen Panzerverbände einen Gegen angriff vor, um bis Avranches durchzustoßen, den durchgebrochenen Feind abzuschneiden und zu vernichten (…). Die Entscheidung des Feldzuges in Frankreich hängt von diesem Angriff ab".
Am Tannenbergdenkmal findet ein Staatsakt für den am 23. Juli seinem beim Attentat im Führerhauptquartier erlittenen Verletzungen erlegenen und nachträglich zum Generalobersten beförderten Generalstabschef der Luftwaffe Günther Körten statt, bei dem Hermann Gering die Gedenkrede hält und einen Kranz Adolf Hitlers niederlegt.
In einem Gespräch mit Alfred Jodl bezeichnet Adolf Hitler die „Stabilisierung der Ostfront" als seine zurzeit größte Sorge. Für den Zusammenbruch der Front macht er den „permanenten Verrat" der Generäle verantwortlich.
Die russische 1. Weißrussische Front erreicht den Stadtrand von Warschau. Die 3. Weißrussische Front erreicht den Golf von Riga, wodurch die deutsche Heeresgruppe Nord abgeschnitten wird. Die 2. Weißrussische Front erreicht die ostpreußische Grenze.
Das deutsche Schlachtschiff „Tirpitz" (Kapitän zur See Wolf Junge) läuft mit der 4. Zerstörerflottille vom Altafjord zu einer Übungsfahrt aus (1. Fahrt nach der Reparatur der Bombentreffer am 3.4.1944).
Amerikaner landen auf Sansapor, in der Nähe von Nordwestspitze von Neu-Guinea.
Der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry kehrt von einem Aufklärungsflug nicht zurück. Seine Maschine wurde vermutlich bei Korsika von deutschen Jägern abgeschossen.

Handelsschiffs-Verluste im Juli 1944:
12 alliierte Schiffe mit zusammen 48.580 Tonnen im Atlantik, 5 alliierte Schiffe mit 30.176 Tonnen in anderen Gewässern. 66 japanische Schiffe mit 251.921 Tonnen im Pazifik. 22 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 22 U-Boote verloren), 15 neue U-Boote in Dienst gestellt, 461 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Der Tiger II  
»Königstiger«  

Das zerstörte Führerhauptquartier nach dem hinterhältigem Attentat am 20. Juli 1944. Martin Bormann und Hermann Göring begutachten die von Sprengstoff verwüstete Lagebaracke in der "Wolfsschanze".

Der Königstiger war 10.286 mm lang, 3.080 mm hoch, 3.755 mm breit und wog 69,8 t. Angetrieben von einem Maybach-Motor HL 230 P 30 erreichte das gewaltige Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 38 km/h.

AUGUST 1944

1.8.1944
Der finnische Reichspräsident Risto Heikki Ryti tritt zurück. Sein Nachfolger wird Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim, der Oberbefehlshaber der finnischen Streitkräfte.
Für die Wehrmacht verfügt Adolf Hitler die Einführung der „Sippenhaftung", nach der auch gegen die Familien von Soldaten, die „Verrat an Deutschland" verübt haben, vorgegangen werden soll.
Adolf Hitler befördert Sepp Dietrich und den SS-General Paul Hausser zu SS-Oberstgruppenführern und Generalobersten der Waffen-SS, womit ein neuer Dienstrang für die Waffen-SS eingeführt wird.
Gegen den früheren Oberbürgermeister von Leipzig, Carl Goerdeler, wird wegen „Mittäterschaft am Attentat auf den Führer am 20. Juli 1944" die Fahndung ausgeschrieben. Für seine Ergreifung wird eine Belohnung von einer Million RM ausgesetzt.
Der Bundespräsident der Schweiz, Walter Stampfli, bekräftigt anlässlich des schweizerischen Nationalfeiertags die Neutralität seines Landes.
Die Gesamtzahl der in der Schweiz internierten US-Piloten ist auf 1100 angewachsen. Es handelt sich fast ausschließlich um die Besatzungen von US-amerikanischen Kampfflugzeugen, die in der neutralen Schweiz notgelandet sind. Einige von den Piloten wollten nur das Ende des Krieges abwarten - es war nicht ihr Krieg, sie wussten nicht wofür sie sich opfern sollten.

Hinter dem Rücken der deutschen Front bricht in Warschau in der Hoffnung auf eine Unterstützung der sowjetischen Panzertruppen ein Aufstand der „Polnischen Heimatarmee" mit ca. 25.000 nur unzureichend bewaffneten Männern und Frauen unter General Graf Tadeusz Bor-Komorowski aus. Mit der Niederwerfung wird SS-General Erich von dem Bach-Zelewski beauftragt. Der Aufstand endet am 2. Oktober mit der Kapitulation vor den Deutschen.                  
















Die versprochene Hilfe der Roten Armee für die Aufständischen blieb aus: Die östlich der Weichsel stehende sowjetische Heeresgruppe griff nicht ein. Josef W. Sta­lin, der eigentliche Initiator des Aufstandes, schonte seine Truppen auf Kosten der Polen. Die Westmächte ließen es mit Worten des Bedauerns bewenden und blockierten sogar den Nachschub aus der Luft, um Differenzen mit den Sowjets zu vermeiden und die Verhandlungen über die Nutzung sowjetischer Bomberstützpunkte im Fernen Osten nicht zu gefährden. Polen war von seinen Verbündeten abermals verraten worden.                    

Hinter dem Rücken der deutschen Front bricht in Warschau in der Hoffnung auf eine Unterstützung der sowjetischen Panzertruppen ein Aufstand der „Polnischen Heimatarmee" mit ca. 25.000 nur unzureichend bewaffneten Männern und Frauen unter General Graf Tadeusz Bor-Komorowski aus. Mit der Niederwerfung wird SS-General Erich von dem Bach-Zelewski beauftragt. Der Aufstand endet am 2. Oktober mit der Kapitulation vor den Deutschen.                  
















Die versprochene Hilfe der Roten Armee für die Aufständischen blieb aus: Die östlich der Weichsel stehende sowjetische Heeresgruppe griff nicht ein. Josef W. Sta­lin, der eigentliche Initiator des Aufstandes, schonte seine Truppen auf Kosten der Polen. Die Westmächte ließen es mit Worten des Bedauerns bewenden und blockierten sogar den Nachschub aus der Luft, um Differenzen mit den Sowjets zu vermeiden und die Verhandlungen über die Nutzung sowjetischer Bomberstützpunkte im Fernen Osten nicht zu gefährden. Polen war von seinen Verbündeten abermals verraten worden.                    

Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee
Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee
Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee
Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee
Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee
Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee
Der Warschauer Aufstand der Polnischen Heimatarmee

2.8.1944
Zum Todestag Hindenburgs legt Generalleutnant Gerhard im Auftrag Adolf Hitlers einen Kranz am Sarkophag des Reichspräsidenten im Reichsehrenmal Tannenberg nieder.
Zur „Säuberung des Heeres" nach dem Juli-Attentat beruft Adolf Hitler einen „Ehrenhof der Wehrmacht" ein. „Ich werde über die Anträge des Ehrenhofes persönlich entscheiden." Durch diesen „Ehrenhof" werden aus der Wehrmacht ausgestoßen und damit zur Aburteilung dem „Volksgerichtshof" übergeben, u.a.: Generalfeldmarschall Paul von Hase, Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben, Generalmajor Hellmuth Stieff, Generalmajor Henning von Tresckow, Oberst im Generalstab Georg Hansen, Peter Graf York von Wartenburg. Aus der Wehrmacht werden ferner ausgestoßen die Offiziere, die am 20. Juli standrechtlich erschossen wurden oder nach dem Altentat Selbstmord verübt hatten.
Jakob Kastelic, einer der Führer des österreichischen Widerstands, wird in Berlin hingerichtet. Fünf Wiederaufnahmeanträge und das Gnadengesuch seiner Mutter wurden abgewiesen.
Das DNB gibt bekannt: „Der Führer befördert den Kommandanten des Wachbataillons ,Großdeutschland', Eichenlaubträger Major Remer, wegen seiner am 20. Juli bewiesenen entschlossenen Haltung zum Oberst."
Auf alliierten Druck bricht die Türkei ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Deutschen Reich ab.
Die Rote Armee überquert die Weichsel in Polen. Die 3. Weissrussische Front erobert Kaunas (Litauen).
In Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) treten rund 5800 Transportarbeiter aus Protest gegen die Einstellung von acht schwarzen Arbeitern in einen viertägigen Streik.
Im Zeichen der "totalen Kriegführung" entfallen im Deutschen Reich künftig sämtliche Turn- und Sportmeisterschaften.

3.8.1944
Einheiten der Roten Armee werden durch die 9. deutsche Armee südöstlich von Warschau eingeschlossen und vernichtet.
Im Ärmelkanal erfolgt, verbunden mit einem Luftangriff, ein kombinierter Einsatz von deutschen Kleinkampfmitteln.
Panzer der 4. US-Panzerdivision erreichen die bretonische Stadt Rennes und schließen sie ein.
Mit großer Verspätung wird der Öffentlichkeit der Unfall des Generalfeldmarschalls Erwin Rommel vom 17. Juli mitgeteilt.
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" empfängt Adolf Hitler in Gegenwart von Feldmarschall Wilhelm Keitel eine Abordnung „nationalsozialistischer Führungsoffiziere".
Vor den Gauleitern in Pommern kündigt Heinrich Himmler - im Zusammenhang mit seinen allgemeinen Ausführungen über die Sippenhaft an - „Die Familie Graf Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied. Denn das muss ein einmaliges, warnendes Beispiel sein (...)" Innert kurzer Zeit werden über 140 „Sippenhäftlinge" festgenommen.
In den Niederlanden schließen sich die Widerstandsgruppen zur "Grote Comissie der Illegalität" zusammen.
Stanislaw Mikolajczyk, Ministerpräsident des polnischen Exilkabinetts, wird in Moskau von dem sowjetischen Staats- und Parteichef Josef W. Stalin zu Gesprächen über die Neubildung und Anerkennung einer polnischen Regierung empfangen; sie werden am 10. August ergebnislos abgebrochen.
Die Sowjetunion und der Libanon nehmen diplomatische Beziehungen auf.

4.8.1944
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" empfängt Adolf Hitler die Reichsleiter, Gauleiter und Verbändeführer der NSDAP, die tags zuvor in Posen getagt hatten, und gibt ihnen einen Bericht über das Attentat vom 20. Juli, wobei er erklärt, „diese Verräter" hätten „tatsächlich nicht erst seit 1941, sondern schon seit der nationalsozialistischen Machtergreifung fortgesetzt die Anstrengungen und Kämpfe der Nation sabotiert".
Adolf Hitler besucht die beim Stauffenberg-Attentat verletzten Offiziere im Krankenhaus.
Der von Adolf Hitler eingesetzte »Ehrenhof des deutschen Heeres« verstößt die Attentäter vom 20. Juli aus der Wehrmacht.
US-amerikanische Kampfflugzeuge bombardieren die deutsche Raketenversuchsanstalt Peenemünde auf Usedom.
Panzer der britischen 2. Armee erreichen Villers Bocage, zum zweiten Mal nach 'D-Day'.
Die deutsche Wehrmacht räumt die italienische Stadt Florenz und sprengt bis auf die berühmte Ponte Vecchio alle Brücken über den Arno. Südafrikanische Einheiten der Britischen 8. Armee erreichen den Stadtrand von Florenz.
Aus dem Machtbereich der faschistischen Republik von Saló unter Ministerpräsident Benito Mussolini in Norditalien werden umfangreiche Partisanenaktivitäten der italienischen "Resistenza" gemeldet.
Anne Frank, die Tochter eines jüdischen Bankiers, wird zusammen mit ihrer Familie in ihrem Versteck in Amsterdam von der deutschen Geheimen Staatspolizei verhaftet und ins Deutsche Reich deportiert. Die 15jährige, die später durch ihre Tagebuchaufzeichnungen bekannt wird, stirbt im März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus.

5.8.1944
Zu einem Besuch trifft der rumänische Staatsführer Ion Antonescu zum letzten Mal im Führerhauptquartier ein. Bei der Unterredung mit Adolf Hitler macht dieser ihn darauf aufmerksam, dass bis zu einer Wiederherstellung der Lage bei der Heeresgruppe Mitte mit deutschen Verstärkungen für den rumänischen Abschnitt an der Ostfront nicht zu rechnen sei.
Der deutsche Reichsminister für Propaganda und Volksaufklärung, Joseph Goebbels, wird zum Regierungspräsidenten von Berlin ernannt. Er übernimmt in dieser Funktion auch den Aufgabenbereich des Polizeipräsidenten.
Japanische Kriegsgefangene versuchen in der Nacht vom 5./6. August einen Massenausbruch aus einem Lager in Neu-Süd-Wales: 231 Japaner und 3 Wachen werden getötet.
RAF-Bomber bringen die Decken von U-Boot-Bunkern in Brest mit 10.000-kg-Bomben zum Einsturz.

6.8.1944
Reichsleiter Baldur von Schirach spricht als Angehöriger des Offizierskorps der Panzergrenadierdivision „Großdeutschland" vor kriegsfreiwilligen Rekruten dieser Division. Er beschäftigt sich besonders mit dem Attentat vom 20. Juli und führt aus: „Wir haben den Führer und damit den Sieg - seine Rettung war Deutschlands Rettung. (...) Ihr werdet jetzt die wunderbare Kameradschaft der Waffenträger kennen lernen, dieses wunderbare Gefühl, zu denen zu zählen, die ,Großdeutschland' angehören. Wer dieses Ärmelband trägt, der ist dem Führer und der nationalsozialistischen Bewegung auf besondere Weise verschworen: ein Leibregiment der Nation, ein Leibregiment aller Deutschen - das werdet ihr sein."
Gegenangriff deutscher Panzer in der Nacht vom 6./7. August gegen die US-Streitkräfte im Abschnitt Mortain-Vire.
Rund 27.000 Juden wurden bislang angesichts des Vormarsches der Roten Armee aus verschiedenen deutschen Konzentrationslagern östlich der Weichsel in die Lager Dachau, Bergen-Belsen oder Auschwitz verteilt.
Sowjetische Einheiten der 4. Ukrainischen Front nehmen das Ölzentrum Drogobytsch in Galizien ein.
In einer Villa bei Florenz werden kostbare Kunstschätze, darunter Gemälde von Sandro Botticelli und Fra Filippo Lippi, sichergestellt. US-Soldaten benutzten sie als Schlafunterlage, bevor ein kunstverständiger Offizier die Bilder entdeckte.

7.8.1944
Die deutschen Panzer, welche den Gegenangriff östlich von Avranches durchführen, werden durch alliierte Bomber und Raketen feuernde Hawker Typhoons dezimiert, setzen aber ihre Angriffe unbeeindruckt fort. Die kanadische 1. Armee, einschließlich der 1. polnischen Panzer-Division, greift südlich von Caen an und wird dabei durch 1000 RAF-Bomber unterstützt. Die 9. US-Armee schließt zwischen dem 7. und 13. August Brest, Lorient und St.Nazaire ein.
Die nationalsozialistische Parteikorrespondenz berichtet über den totalen Kriegseinsatz der Bevölkerung in Ostpreußen: „Seit dem 16. Juli arbeitet die ganze ostpreußische Bevölkerung hart und angestrengt an dem Schutz ihrer Grenze. (...) Schon innerhalb von 24 Stunden stand durchgehend die erste Linie Hunderte von km lang vor Ostpreußens Grenze. Diese Gemeinschaftsleistung ist in Umfang und Durchführung einzigartig."
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ernennt mit sofortiger Wirkung den Generalleutnant Dieterich von Choltitz zum „Kommandierenden General und Wehrmachtsbefehlshaber von Groß-Paris".
Griechische Partisanen überfallen auf dem Peloponnes vier Fahrzeuge des Internationalen Roten Kreuzes und rauben für die Bevölkerung bestimmte Verpflegung.
Die zur deutschen Reichsverteidigung eingesetzte Flakartillerie verfügt über 154 schwere, 644 mittlere und leichte Batterien sowie über 376 Scheinwerferbatterien und 57 Luftsperreinheiten. Viele der Geschütze sind jedoch inzwischen veraltet und nicht voll funktionstüchtig.
Die 'Résistance' zerstört 19 Transportflugzeuge auf dem Flugfeld vor der SNCAC-Fabrik in Bourges.
An der Harvard University wird der erste programmgesteuerte Computer der USA ("MARK I") der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bei der Evakuierung Rigas, befördert Dampfer "Bremerhaven" 3368 jüdische Häftlinge, "Tanga" 1700 Zivilpersonen von Riga nach Danzig, Lazarettschiff "Berlin" 1513 Verwundete von Riga nach Swinemünde. Dampfer "Nordenham" bringt 1483 Soldaten von Danzig nach Reval.
Ein Befehl des italienischen Marschalls Pietro Badoglio mit der Unterschrift des britischen Feldmarschalls Harold Alexander wird im alliierten Rundfunk verlesen: „Partisanen! Greift die deutschen Kommandostellen und die kleinen militärischen Zentren an. Tötet die Deutschen von hinten, damit ihr euch der Gegenwehr entziehen und weiter töten könnt. Tötet erbarmungslos!"

Bei einem Treffen des Minister Henry Morgenthau auf seiner Europareise mit General Eisenhower
auf dessen Befehlsstand in Portsmouth, wurde die Haltung gegenüber Deutschland besprochen:
Den Deutschen darf nicht gestattet werden, sich von einem persönlichen Schuldgefühl zu
befreien. [. . .] Das Kriegsführungspotential Deutschlands muss ausgemerzt werden. [. . .]
Bestimmte Gruppen müssen spezifisch bestraft werden. [. . .] Der deutsche Generalstab
muss vollständig verschwinden. Alle Archive sind zu vernichten und die jeweiligen
Personen so zu vereinzeln, daß sie nie wieder als Gruppe auftreten können.
Außerdem stellt Morgenthau General Eisenhower seinen Plan (Morgenthau-Plan)
zur Umwandlung Deutschlands in einen Agrarstaat nach dem Sieg der Alliierten vor.
Der Plan sollte langfristig verhindern, dass Deutschland jemals wieder wirtschaftlich
auf die Beine kommt, geschweige denn militärisch erstarkt.

8.8.1944
Der Volksgerichtshof verurteilt unter seinem Präsidenten Roland Freisler die angeklagten Offiziere Erwin von Witzleben, Erich Hoepner, Hellmuth Stieff, Albrecht von Hagen, Robert Bernadis, Friedrich-Karl Klausing und Peter Graf York von Wartenburg wegen Hoch- und Landesverrat zum Tode. Nach dem Prozess bezeichnet Freisler in seiner Urteilsbegründung die verurteilten Offiziere als „eidbrüchige, ehrlose Ehrgeizlinge" und lässt das Urteil noch am selben Tage in der Richtstätte Plötzensee bei Berlin durch Erhängen vollstrecken.
Alliierte Truppen besetzen die französische Stadt Le Mans.
Die Kanadier drücken in Richtung Falaise, wobei sie von 600 US-Bombern unterstützt werden.
In Fortsetzung der Evakuierung von London verlassen über 17.000 Frauen und Kinder die britische Hauptstadt. Etwa 100.000 Menschen sind bereits wegen der andauernden Bombenangriffe der deutschen Luftwaffe in andere Landesteile gebracht worden.

9.8.1944
In der Nacht findet ein kombinierter Angriff unter Einsatz von 12 Kommando- und 16 Spreng-»Linsen« und Schnellbooten statt. Die Gefechtsberichte melden die Versenkung von neun Schiffen, einschließlich eines Zerstörers. 4 Kommando-»Linsen« kehren nicht zurück.
Der OB West erhält von Adolf Hitler den Befehl, aus dem Raum von Domfront heraus nach Versammlung aller freizumachenden Angriffsverbände mit der 5. Panzer-Armee den Angriff in Richtung Avranches zu wiederholen.
Albert Speer regt bei Adolf Hitler die Herstellung der Verteidigungsbereitschaft des Westwalls an.
In Bayreuth findet die letzte Vorstellung der „Kriegsfestspiele" statt. Die KdF soll von 1940 bis 1944 rund 1 Million Reichsmark gezahlt haben, wovon ca. 15 % das Haus Wagner erhalten haben soll. In einem Vermerk über das Konto der „Dankspendenstiftung der deutschen Wirtschaft" (Sonderfond Linz), auch „Adolf Hitler Fond" genannt, wird ausgewiesen, dass 122.700.000 RM ab 1939 geflossen sind.
Ein Sondergericht in Dortmund verurteilt mehrere Personen wegen Unterschlagung und Diebstählen zum Tode bzw. zu schweren Zuchthausstrafen.
Erstmals erscheinen über Warschau in Italien gestartete alliierte Flugzeuge, um Versorgungsbehälter mit Waffen und Munition für die polnische Heimatarmee abzuwerfen, die sich seit dem 1. August in erbitterten Kämpfen gegen die deutsche Besatzungsmacht zur Wehr setzt.
Britische Flugzeuge werfen große Mengen von Flugblättern über den von Deutschen besetzten Gebieten in der Normandie ab, in denen aus alliierter Sicht über das Hitler-Attentat vom 20. Juli berichtet wird.

10.8.1944
Beim Mittagessen stellten Henry Morgenthau und Winston Churchill ihre Meinungen gegeneinander. Churchill wusste, dass Morgenthau kein Freund von Großbritannien war. Auch ein anderes Thema wurde in der Downing Street Nr. 10 besprochen. Der britische Premier-Minister versichert dem Juden Morgenthau, daß seine Sympathien, wie ja bekannt sei, nach wie vor dem Zionismus und den zionistischen Bestrebungen gelten würden. Es sei ganz einfach eine Frage des rechten Zeitpunktes, wann er den Juden ihren Staat in Palästina geben würde.
In seinem Hauptquartier „Wolfsschanze" überreicht Adolf Hitler dem SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich das ihm am 6. August verliehene „Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" als 16. Soldat der Wehrmacht.
Ein Bomberkommando der britischen Luftwaffe belegt den Dortmund-Ems-Kanal mit Minen.
US-amerikanische Flugzeuge bombardieren die japanische Hafenstadt Nagasaki.
Die Amerikaner sichern Guam. Kleine Gruppen von Japanern verstecken sich im Dschungel, wobei der letzte Mann erst 1972 aufgibt!
Der ägyptische Ministerpräsident Mustafa Nahhas Pascha protestiert im Namen der arabischen Staaten gegen die wiederholte Forderung von US-Politikern nach Schaffung eines jüdischen Gemeinwesens in Palästina.
Der deutsche Reichspropagandaminister Joseph Goebbels untersagt in seiner Eigenschaft als Reichsbevollmächtigter für den totalen Kriegseinsatz "alle öffentlichen Veranstaltungen nicht kriegsgemäßen Charakters".

11.8.1944
Der deutsche U-Bootbunker in Bordeaux wird mit 5,45 t - »Tallboy«-Bomben ergebnislos angegriffen.
Sechs britische "Mosquito"-Kampfflugzeuge bombardieren in einem geheimen Spezialeinsatz die große Kunstgalerie in Den Haag, in der auch die Einwohnermeldekartei der Stadt verwahrt wird. Die Unterlagen werden vernichtet, damit die deutsche Geheime Staatspolizei sie nicht für Maßnahmen gegen niederländische Widerstandskämpfer benutzen kann.
Die SS beginnt mit der allmählichen Auflösung des Konzentrationslagers Auschwitz. Die Insassen werden auf die Lager Buchenwald, Sachsenhausen und Flossenbürg im Altreich verteilt. Den kranken Häftlingen wird freigestellt, ob sie mit ins Altreich gehen oder ob sie sich von den Russen befreien lassen.
Selbstversenkung von 26 deutschen Kriegsschiffen und 28 Handelsschiffe in Nantes, Bordeaux und in der Gironde- und Seine-Mündung zwischen dem 11. und 25. August, um sie den alliierten Zugriff zu entziehen.
Von nun an werden aufgrund der Bedrohung durch alliierte Luftangriffe und Luftminen schwedische Schiffe, die deutsche Nordseehäfen anlaufen, nicht mehr versichert. Am 22.8. wird diese Maßnahme auch auf Schiffe, die deutsche Ostseehäfen anlaufen, ausgedehnt.
Erster Testflug der ersten Luft-Luft-Lenkflugwaffen, der Ruhrstahl-Kramer X-4-Raketen mit drahtgelenkter Fernsteuerung, welche für die Verwendung mit der Me 262 vorgesehen sind.

12.8.1944
Der Oberbefehlshaber der deutschen und italienischen Truppen in Italien, Albert Kesselring, befiehlt nach Überfällen auf deutschen Truppen scharfe Vergeltungsmaßnahmen gegen italienische Banditenbanden.
In Italien stationierte US-Bomber greifen den Flugplatz Bordeaux-Merignac an und fliegen anschließend weiter nach England.
Die deutsche 7. Armee beginnt mit dem Rückzug aus dem Abschnitt Mortain-Vire in Richtung Argentan und Falaise.
In dem monatlich veröffentlichten Kommuniqué der Alliierten über den U-Bootkrieg wird die Zahl der deutschen U-Boote, die bisher im Zweiten Weltkrieg versenkt wurden, mit 500 angegeben.
Adolf Hitler stiftet ein „Goldenes Eichenlaub zum Treudienst-Ehrenzeichen" für eine 40- bzw. 50-jährige Dienstzeit im öffentlichen Dienst.
Der britische Premierminister Winston Churchill trifft zu einem zweitägigen Besuch in Italien ein. Zweck der Reise sind Gespräche mit dem Präsidenten des jugoslawischen Befreiungskomitees, Josip Tito, über die politische und militärische Entwicklung im Balkangebiet.
Die Sowjetregierung verlangt von Bulgarien den Bruch mit dem Deutschen Reich.

13.8.1944
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" empfängt Adolf Hitler den nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen aus Ankara zurückgekehrten bisherigen Botschafter Franz von Papen. Er verleiht ihm das „Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz", lehnt aber sein Angebot, über Spanien „mit den Westalliierten zu sondieren", mit der Bemerkung ab: „Mit diesen Leuten ist ein Kompromiss nicht möglich."
1000 schwere Bomber der Alliierten greifen Straßen in Richtung des Flusses Seine an, von Paris bis zum Meer. Schwere Angriffe auf Eisenbahnbrücken in Süd-Frankreich. Die deutschen Truppen in Frankreich ziehen sich von der Seine zurück, um der Einkesselung zu entgehen.
Die französische Großstadt Nantes wird von den deutschen Besatzungstruppen geräumt und von amerikanischen Truppen (4. US-Panzerdivision) besetzt.
Das deutsche Reichspostministerium verfügt weitgehende Einschränkungen im Paketdienst. Lediglich die Versendung von rüstungs- und lebenswichtigen Gütern bleibt gesichert.
Hans Hermann Junge, ehemals Adolf Hitlers Diener und Ehemann seiner Sekretärin Traudl Junge, fällt im Alter von 30 Jahren als SS-Obersturmführer.

14.8.1944
Im Raum Falaise-Argentan bahnt sich die Einschließung starker Teile der beiden dort kämpfenden deutschen Armeen an. Adolf Hitler erteilt dem OB West den Befehl, zunächst das XV. US-Armeekorps im Raum von Alencon zu vernichten.
Adolf Hitler genehmigt Heinrich Himmler auch die Festnahme aller ehemaligen Reichs-, Landtags- und Stadtverordneten von KPD und SPD im gesamten Reich.
Im Rahmen des Salzburger Theater- und Musiksommers, der am 29. Juli angesichts der Kriegslage abgesagt worden war, findet ein einziges Konzert statt. Die Wiener Philharmoniker spielen im Salzburger Festspielhaus die Symphonie Nr. 8 c-moll von Anton Bruckner (Dirigent: Wilhelm Furtwängler).

15.8.1944
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler überträgt die Führung der Heeresgruppe B dem SS-Obergruppenführer Paul Hausser und beordert die Feldmarschälle Albert Kesselring und Walter Model in sein Hauptquartier „Wolfsschanze" bei Rastenburg, um einen neuen Oberbefehlshaber West zu bestimmen.
Adolf Hitler empfängt in der „Wolfsschanze" den rumänischen Generalstabschef llia Steflea.
Im Deutschen Reich wird das Arbeitsdienstpflichtalter für Frauen von 45 auf 50 Jahre heraufgesetzt.
Adam von Trott zu Solz, Werner von der Schulenburg und Hans Bernd von Haeften, dessen Bruder bereits am 20. Juli erschossen worden war, werden als Verschwörer vom 20. Juli durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Von Haeften stirbt noch am gleichen Tag durch den Strang.

An der französischen Südküste zwischen Toulon und Cannes beginnt die alliierte Landungsoperation "Dragoon". Nach rollenden Luftangriffen durch 1300 Bomber und Jagdbomber erfolgt der Angriff beim ersten Tageslicht: 396 Transportflugzeuge landen mit Fallschirmen 5000 Mann der 1. US Airborne Group. Als sie landeinwärts zogen, trafen die alliierten Truppen nur auf geringen Widerstand der Wehrmacht, weil zuvor ein großer Teil der Truppen zum Kampf gegen die Invasionstruppen in der Normandie verlegt hatten. Bereits zwei Wochen nach Beginn der Landung war die Provence eingenommen. Die Operation dauert bis zum 12. September, es werden 86.575 Soldaten, 12.250 Fahrzeuge und 46.140 Tonnen Material angelandet.                

An der französischen Südküste zwischen Toulon und Cannes beginnt die alliierte Landungsoperation "Dragoon". Nach rollenden Luftangriffen durch 1300 Bomber und Jagdbomber erfolgt der Angriff beim ersten Tageslicht: 396 Transportflugzeuge landen mit Fallschirmen 5000 Mann der 1. US Airborne Group. Als sie landeinwärts zogen, trafen die alliierten Truppen nur auf geringen Widerstand der Wehrmacht, weil zuvor ein großer Teil der Truppen zum Kampf gegen die Invasionstruppen in der Normandie verlegt hatten. Bereits zwei Wochen nach Beginn der Landung war die Provence eingenommen. Die Operation dauert bis zum 12. September, es werden 86.575 Soldaten, 12.250 Fahrzeuge und 46.140 Tonnen Material angelandet.                

16.8.1944
Adolf Hitler nimmt einen Führungswechsel im Westen vor. Er verleiht Generalfeldmarschall Walter Model als 17. Soldaten das „Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" und ernennt ihn zum OB West.
In einer Note an Großbritannien verurteilt die Sowjetregierung den Aufstand von Warschauer als 'rücksichtsloses, erschreckendes Abenteuer' und erklärt, dass das sowjetische Oberkommando sich von dieser Aktion 'distanzieren muss'.
Die alliierten Invasionstruppen vereinigen sich mit den Luftlandetruppen in Südfrankreich.
Die Resistance erlangt die Kontrolle über große Teile von Zentral- und Süd-Frankreich.
Erster Einsatz von Me 163 Raketenjägern gegen B-17 Fliegende Festungen in der Nähe von Leuna (keine Verluste).
Die britische Regierung übermittelt der Regierung von Transjordanien eine Erklärung, in der es heißt, dass Großbritannien nicht damit einverstanden sei, das Mandatsland vor Kriegsende in die Unabhängigkeit zu entlassen.
In Salzburg findet eine nichtoffizielle Uraufführung der Oper "Die Liebe der Danae" von Richard Strauss statt.

17.8.1944
Um die französische Hafenstadt St. Malo finden letzte Kämpfe statt. Adolf Hitler telegrafiert dem Festungskommandanten, Oberst Andreas von Aulock. Er spricht ihm und den Soldaten seine höchste Anerkennung aus. Oberst Aulock erhält das „Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Die französische Stadt Falaise wird durch britisch-kanadische Truppen erobert. Die Amerikaner nehmen Dreux, Chartres, Chateaudun und Orleans.
Russische Artillerie beschießt erstmals deutschen Boden - in der Nähe von Mariampole, Ostpreußen.
Marschall Philippe Petain wird mit seinen Mitarbeitern auf Befehl Adolf Hitlers von Vichy nach Belfort verbracht und wird später in Sigmaringen interniert.
Ernst Thälmann, ehemaliger Vorsitzender der Kommunistischen Partei Deutschlands, wird ins Prominentenlager „Fichtenhain" im KZ Buchenwald verlegt.
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler lässt den französischen Ministerpräsidenten Pierre Laval verhaften, weil er Zweifel an dessen Zuverlässigkeit hat.
Das RAF Bomber Command greift mit 461 Terrorbombern Stettin und mit 348 Terrorbombern Kiel an. In Stettin werden 5 Schiffe mit 3721 BRT versenkt und 8 Schiffe mit 15.000 BRT beschädigt. Die Hafenanlagen in beiden Städten werden schwer beschädigt. 10 feindliche Bomber werden abgeschossen.

18.8.1944
Angriff des Royal Air Force Bomber Command mit 288 Flugzeugen auf Bremen, 1 Maschine geht verloren. Der deutsche Sperrbrecher "Fauna" wird kurz vor Fertigstellung durch Bomben versenkt, 18 weitere Fahrzeuge, darunter die Frachter "Leda", "Olbers", "Philip Heineken" und "Vesta", werden versenkt und viele weitere beschädigt.
Oberst Andreas von Aulock antwortet Adolf Hitler: „Mein Führer! Der Kampf um St. Malo wird heute oder morgen sein Ende nehmen. (...) Der Herrgott halte schützend seine Hand über Sie! - Es lebe unser Führer!" Adolf Hitler telegrafiert zurück:»Ich danke Ihnen und Ihren heldenhaften Männern in meinem Namen und im Namen des deutschen Volkes. Ihr Name wird für immer in der Geschichte eingehen." Saint-Malo wird am selben Tag von den Alliierten besetzt. Der deutsche Rückzug durch den verbliebenen, engen Schlauch bei Falaise gerät unter heftige alliierte Luftangriffe und erleidet starke Verluste.
Der japanische Flugzeugträger „Taiyo" wird durch das US-Unterseeboot „Rasher" nordwestlich der Philippinen versenkt.
Günther von Kluge schreibt einen Brief an Adolf Hitler, den er mit den beschwörenden Worten schließt: „Wenn Ihre neuen Waffen keinen Erfolg haben, hauptsächlich in der Luft, müssen Sie den Krieg beenden. (...) Das deutsche Volk hat so unsagbar gelitten, dass es höchste Zeit ist, diesem Schrecken ein Ende zu bereiten." Danach begeht der bisherige OB West, Generalfeldmarschall Günther von Kluge, im Alter von 62 Jahren auf der Rückfahrt von Verdun nach Metz Selbstmord durch Gift, da er der Mitwisserschaft am Attentat vom 20. Juli verdächtigt wird.

19.8.1944
Alliierte Truppen stehen kurz vor Paris. Angesichts dieser Tatsache beginnen in der Stadt kommunistisch geführte Aufstände gegen die Deutschen.
In Frankreich endet die Kesselschlacht bei Falaise. Die an der Westfront eingesetzten deutschen Panzerkräfte sind fast vollständig vernichtet.
Adolf Hitler beordert Wilhelm Keitel mit dem Flugzeug nach Helsinki zu Marschall Carl-Gustaf Freiherr von Mannerheim, und lässt ihm das „Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" überreichen.
Carl Friedrich Goerdeler, auf dessen Ergreifung 1.000.000 Reichsmark ausgesetzt war, wird in Westpreußen festgenommen.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Nikolaus von Horthy zum ungarischen Nationalfeiertag.
Der Ministerpräsident der griechischen Exilregierung, Georgios Papandreou, gibt bekannt, dass die konkurrierenden griechischen Parteien und Freiheitsbewegungen zu einer Einigung gekommen seien und den Beschluss gefasst hätten, sich an einer "Regierung der Nationalen Einheit" unter der Führung von Papandreou zu beteiligen.

20.8.1944
US-Präsidenten Roosevelt erklärt gegenüber seinem Finanzminister Henry Morgenthau Jr.: "Wir müssen hart mit Deutschland umgehen, und ich meine die Deutschen, nicht nur die Nazis. Entweder müssen wir das deutsche Volk kastrieren oder ihm so eine Behandlung verpassen, daß es nicht weiter Nachwuchs zeugen kann, der dann immer so weitermachen will wie in der Vergangenheit." Im gleichen Monat unterbreitete Churchill dem amerikanischen Präsidenten den Plan für die "Operation Donnerschlag", der auch vorsah, dass 220.000 Berliner in einem einzigen Großangriff von 2000 Bombern verwundet oder getötet würden. Roosevelt stimmte im Grundsatz zu, obwohl einige hohe Air-Force-Kommandeure Anstoß nahmen an den zu erwartenden Auswirkungen.
127 US-Bomber fliegen einen Angriff auf die Anlagen zur Herstellung von synthetischem Treibstoff im Gelände des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Die Amerikaner errichten einen Brückenkopf über die Seine bei Mantes-Gassicourt, nordwestlich von Paris. General Charles de Gaulle landet in Cherbourg an.
Die Resistance befreit Toulouse und setzt die Paix Ölraffinerie in Douai in Brand.
Eine sowjetische Offensive gegen Rumänien führt zur Einschließung eines Großteils der 6. deutschen Armee südwestlich von Kischinau. 142 russische Flugzeuge greifen U-Boote und die Schifffahrt bei Konstanza (Rumänien) an.
Der deutsch schwere Kreuzer „Prinz Eugen" beschießt russische Stellungen am Golf von Riga.
Adolf Hitler gibt Befehl für den Ausbau der deutschen West-Stellungen. Der Ausbau soll mit Mitteln eines Volksaufgebotes erfolgen unter verantwortlicher Leitung der Gauleiter der betroffenen Gebiete. Am selben Tag wird auf Befehl Adolf Hitlers das „Scharfschützenabzeichen" eingeführt.

21.8.1944
Auf der Konferenz von Dumbarton Oaks bei Washington beschließen die USA, Großbritannien, die UdSSR und China die Ersetzung des Völkerbundes durch die Vereinten Nationen. Bei der Konferenz, die bis zum 7. Oktober dauert, wird der erste Entwurf für die Charta der Vereinten Nationen ausgearbeitet. Die Mitgliedstaaten versprechen darin, sich an das Völkerrecht zu halten und die Menschenrechte zu achten. (Die Umsetzung kennen wir: Dresden, Rheinwiesenlager, Gulags, Hiroshima, Nagasaki, Korea, Vietnam, Irak, Abu-Ghuraib, Guantanamo - es gibt noch unzählige Beispiele.)                 






























In der Normandie beschweren sich immer mehr Frauen bei den Behörden über massenhafte Vergewaltigungen durch US-Soldaten. Angst verbreitete sich in der Bevölkerung. "Dies ist ein Schreckensregime von Banditen in Uniform." beschreibt der Bürgermeister von Le Havre später die Situation. Vergleichbare Berichte gab es aus dem ganzen Besatzungsgebiet, Polizeiprotokolle listen Überfälle, Diebstähle und Vergewaltigungen auf: Betrunkene Soldaten zerstörten Bars, weil der Cognac ausgegangen war. Sexuelle Übergriffe waren an der Tagesordnung.
Die deutschen Truppen an der südlichen Ostfront ziehen sich in Richtung des Fluss Pruth in Ost-Rumänien zurück.
Die alliierten Streitkräfte überschreiten die Seine, im Norden und im Süden von Paris.
Im Deutschen Reich wird die Zuteilung von Tabakwaren an zivile Verbraucher um ein Drittel auf zwei Zigaretten pro Tag heruntergesetzt.
Die Schüler der Adolf-Hitler-Schulen werden im Bergbau und der Rüstungsindustrie eingesetzt.
Das von der 10. deutschen Armee geräumte San Marino erklärt Deutschland den Krieg.
Die französische Zeitschrift "Combat", herausgegeben von der gleichnamigen Widerstandsgruppe, erscheint erstmals im freien Verkauf. Der Leitartikel stammt von dem französischen Schriftsteller Albert Camus.

22.8.1944
Polnische und mitkämpfende italienische Truppen der Britischen 8. Armee erreichen den Metauro-Fluss, 48 km südlich von Rimini.
Der englische Geleitträger HMS „Nabob" wird vom deutschen U-Boot U-354 vor Nord-Norwegen torpediert. Avenger-Flugzeuge starten vom abfallenden Deck und verhindern, dass U-354 noch den finalen Todesschuss abgeben kann. „Nabob" kann dann in Sicherheit abgeschleppt werden.
Auf Anordnung von Reichsinnenminister Heinrich Himmler werden die drei bisher im Deutschen Reich noch bestehenden öffentlichen Spielbanken in Baden-Baden, in Zoppot und in Baden bei Wien - geschlossen.
Adolf Hitler erlässt eine Verfügung zur Aufgabe der NSV in der Volkspflege: „Die Erhaltung und Stärkung des deutschen Volkes ist eine der grundlegenden Aufgaben der NSDAP. Die Volkspflege ist hierbei von ausschlaggebender Bedeutung. Ich verfüge daher: Träger und Repräsentant der Volkspflege ist die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt. (...) Im Hilfswerk ,Mutter und Kind' nimmt sich die NS-Volkswohlfahrt der erbgesunden, förderungswürdigen deutschen Familien an. (...) In Not Geratenen gewährt die NS-Volkswohlfahrt wirtschaftliche Hilfe. (...) Nach Luftangriffen übernimmt die NS-Volkswohlfahrt die Verpflegung und Unterbringung der Bombengeschädigten. (...) Die NS-Wohlfahrt stellt bei der Wehrmachtbetreuung Mittel und Geschenke zur Verfügung. Ihre besondere Fürsorge gilt den Verwundeten (...)"
Der slowakische Staatspräsident Jozef Tiso verhandelt mit dem deutschen Reichsjugendführer Artur Axmann über den Kriegseinsatz der Jugend.

23.8.1944
OKW-Befehl Adolf Hitlers: „Die Verteidigung des Brückenkopfes Paris ist von entscheidender militärischer und politischer Bedeutung. (...) Die Seine-Brücken sind zur Sprengung vorzubereiten. Paris darf nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen."
Alliierten Streitkräfte erobern Evreux (Normandie), Melun (südöstlich von Paris) und Marseille. US-Truppen erreichen Grenoble im Südosten Frankreichs.
Deutsche Schnorchel-U-Boote operieren bis Anfang Oktober rund um die schottische Küste. Lediglich das U-Boot U-482 kann 5 Versenkungen erzielen.
211 Menschen werden durch den Einschlag einer V-1 in East Barnet (London) getötet.
In England stürzt ein B-24 Liberator Bomber in eine Schule für Kleinkinder in Freckleton (Lancs.). 57 Kinder werden getötet.
Der spätere deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer wird verhaftet und in das Lager Köln-Deutz gebracht. Nach Flucht und erneuter Verhaftung wird Adenauer Ende Oktober auf Betreiben seines Sohnes Max freigelassen.
Rumänien kapituliert vor den Sowjets und schließt einen Waffenstillstand.
Das deutsche Sammellager für Deportationen in Drancy bei Paris wird von alliierten Truppen befreit.

24.8.1944
Unter dem Eindruck der erfolgreichen sowjetischen Offensive an der rumänischen Front lässt König Michael II. von Rumänien Marschall Ion Antonescu verhaften und bildet eine neue Regierung unter General Konstantin Sanatescu, die sogleich den Frontwechsel Rumäniens verkündet. Damit wird der Zusammenbruch des gesamten Südflügels der Ostfront eingeleitet.
Der ungarische Reichsverweser Nikolaus von Horthy entlässt die deutschfreundliche Regierung Dominik Sztojay und beruft den Generalobersten Geisa Lakatoszum neuen Regierungschef, womit sich auch eine „Neuorientierung Ungarns" abzeichnet.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verordnet Einschränkungen im deutschen Pressewesen. Um weitere Kräfte für Front und Rüstungsindustrie freizumachen, verkündet Goebbels weitere Maßnahmen für den Totalen Kriegseinsatz.
Angesichts der Zerstörung zahlreicher Filmtheater im Deutschen Reich durch alliierte Bombenangriffe fordert Reichsfilmintendant Hans Hinkel in einem Brief an Reichspropagandaminister Joseph Goebbels die Schaffung von »Freilicht-Filmtheatern«.
Im von Deutschen besetzten Ungarn werden alle politischen Parteien aufgelöst. Ihr gesamtes Vermögen wird beschlagnahmt.
Adolf Hitler unterzeichnet einen Erlass über den Kriegseinsatz der Bauverwaltungen, der Albert Speer entsprechende Befugnisse überträgt.
Max Wünsche, ehemaliger Adjutant Hitlers, wird als SS-Obersturmbannführer und Regimentskommandeur von der britischen Armee gefangen genommen.
Bei einem gezielten US-Luftangriff auf die Produktionsbetriebe des Konzentrationslagers Buchenwald, wird dieses zum Teil auch von Sprengbomben getroffen. Etwa 400 Häftlinge finden dabei den Tod - inklusiv Ernst Thälmann und Rudolf Breitscheid, die im Prominentenlager "Lichtenhain" untergebracht waren. Rund 1.800 Häftlinge und Angehörige der Wachmannschaft werden verwundet.

25.8.1944
Der Kommandant von Paris, General der Infanterie Dietrich von Choltitz, lässt auf eigene Verantwortung den Widerstand einstellen, um die Stadt vor Zerstörungen zu bewahren. Er ergibt sich General Leclerc und geht in Kriegsgefangenschaft. Am gleichen Tag rücken US-amerikanische und freifranzösische Truppen in Paris ein und befreien die französische Hauptstadt von der deutschen Besatzung. Die "Provisorische Französische Regierung" unter General Charles de Gaulle nimmt am nächsten Tag ihre Tätigkeit auf.
Rumänien erklärt dem Deutschen Reich den Krieg, nachdem der rumänische Regierungschef Ion Antonescu und sein Regime gestürzt worden sind.
Ein Abkommen zwischen Großbritannien, Frankreich und den USA betreffend der Zivilverwaltung in den befreiten Gebieten wird unterzeichnet.
Karl Brandt, Generalkommissar, wird von Adolf Hitler für die Dauer des Krieges zum Reichskommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen ernannt, im Rang einer Obersten Reichsbehörde. Brandts Ämter verliehen ihm enorme politische, militärische und zivile Macht.
Adolf Hitler verleiht dem Jagdflieger Oberleutnant Erich Hartmann zu seinem 300. Luftsieg als 18. Soldat der Wehrmacht das „Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Die finnische Regierung nimmt geheime Kontakte zur Sowjetunion bezüglich möglicher Waffenstillstandsverhandlungen auf.
Georg Jacobys Tanz- und Revuefilm "Die Frau meiner Träume" mit Marika Rökk in der Hauptrolle ist in Berlin erstmals im Kino zu sehen.

Die Konferenz von Dumbarton Oaks fand vom 21. August bis zum 7. Oktober 1944 im Landhaus Dumbarton Oaks in der amerika- nischen Hauptstadt Washington, D.C. statt. Teilnehmer waren die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, die Sowjetunion und die Republik China. Das Tagungsthema war die Entwicklung der Vereinten Nationen aus der Idee des Völkerbundes, jedoch unter Einbeziehung Amerikas. Bei der Konferenz wurde der erste Entwurf für die Charta der                

Die Konferenz von Dumbarton Oaks fand vom 21. August bis zum 7. Oktober 1944 im Landhaus Dumbarton Oaks in der amerika- nischen Hauptstadt Washington, D.C. statt. Teilnehmer waren die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, die Sowjetunion und die Republik China. Das Tagungsthema war die Entwicklung der Vereinten Nationen aus der Idee des Völkerbundes, jedoch unter Einbeziehung Amerikas. Bei der Konferenz wurde der erste Entwurf für die Charta der                

Die Konferenz von Dumbarton Oaks fand vom 21. August bis zum 7. Oktober 1944 im Landhaus Dumbarton Oaks in der amerika- nischen Hauptstadt Washington, D.C. statt. Teilnehmer waren die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, die Sowjetunion und die Republik China. Das Tagungsthema war die Entwicklung der Vereinten Nationen aus der Idee des Völkerbundes, jedoch unter Einbeziehung Amerikas. Bei der Konferenz wurde der erste Entwurf für die Charta der                

Vereinten Nationen ausgearbeitet und die Teilnehmer einigten sich über die Ziele, die Struktur und die Funktionsweise einer neuen Weltorganisation. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völker- rechts, der Schutz der Menschenrechte und die internationalen Zusammenarbeit. Es ist paradox, die größten Verbrecherstaaten, denen die Völker- und Menschenrechte egal sind, wollen nun den Weltfrieden bewahren.                

Vereinten Nationen ausgearbeitet und die Teilnehmer einigten sich über die Ziele, die Struktur und die Funktionsweise einer neuen Weltorganisation. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völker- rechts, der Schutz der Menschenrechte und die internationalen Zusammenarbeit. Es ist paradox, die größten Verbrecherstaaten, denen die Völker- und Menschenrechte egal sind, wollen nun den Weltfrieden bewahren.                

Vereinten Nationen ausgearbeitet und die Teilnehmer einigten sich über die Ziele, die Struktur und die Funktionsweise einer neuen Weltorganisation. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völker- rechts, der Schutz der Menschenrechte und die internationalen Zusammenarbeit. Es ist paradox, die größten Verbrecherstaaten, denen die Völker- und Menschenrechte egal sind, wollen nun den Weltfrieden bewahren.                

26.8.1944
Bei Terror-Angriffen der RAF, die bis zum 30. August andauern, wird Königsberg weitgehend zerstört. Von 174 Terror-Bombern werden 4 abgeschossen.
Unter Druck der Sowjets erklärt der bulgarische Ministerpräsident Iwan Bagrjanow Bulgariens Rückzug aus dem Krieg und seine Neutralität, deutsche Truppen werden aufgefordert, das Land bis zum Monatsende zu verlassen.
Die alliierten Streitkräfte überschreiten die Seine an vier Stellen zwischen Paris und dem Meer.
Nach Angaben des Stabschefs der SA, Wilhelm Schepmann, hat die SA nunmehr 86 % ihres hauptberuflichen Führerkorps der Front zur Verfügung gestellt. Die SA als Ganzes hat von ihren nach Millionen zahlenden Angehörigen demnach bisher rund 70 % an die Wehrmacht abgegeben.
Adam von Trott zu Solz wird als Verschwörer vom 20. Juli im Alter von 35 Jahren in Plötzensee hingerichtet.

27.8.1944
Verbände der Roten Armee dringen in Zentralrumänien ein und rücken auf Bukarest vor. In Süd- und Mittelgriechenland beginnt die deutsche Räumung.
Alliierte Streitkräfte erreichen den Fluss Marne. Französische Truppen besetzen Toulon.
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" empfängt Adolf Hitler 14 Soldaten des Heeres und der Waffen-SS und überreicht ihnen die „Goldene Nahkampfspange".
Palmiro Togliatti, Minister ohne Geschäftsbereich in der italienischen Regierung unter Ivanoe Bonomi, fordert die Teilnahme der Frauen am politischen Leben und eine Unterstützung der kommunistischen Frauenbewegung.
Im Konzentrationslager Buchenwald stirbt die in „Fichtenhain" inhaftierte Prinzessin Mafalda von Hessen, Tochter Viktor Emanuels III. von Italien. Sie starb an den Folgen ihrer schweren Verletzungen durch den Luftangriff der Amerikaner.
382 RAF-Terrorbomber greifen Kiel an, 17 Maschinen werden abgeschossen, das Kriegsmarinearsenal wird weitgehend zerstört. 174 weitere britische Terrorbomber greifen Königsberg an, 4 Maschinen werden abgeschossen.

28.8.1944
Angesichts der drohenden Entwicklung der Lage ordnet Adolf Hitler den „Ausbau der deutschen Bucht" an, die „auf volle Verteidigungsfähigkeit zu bringen" sei. Betrifft den Abschnitt von der dänischen bis zur holländischen Grenze.
Freifranzösische Truppen erobern die südfranzösische Hafenstadt Marseille. Bald darauf wird mit der Verhaftung von Kollaborateuren begonnen.
Es wird bekannt gegeben, dass der Führer Florenz zur offenen Stadt erklärt hat.
Im Konzentrationslager Buchenwald stirbt die in „Fichtenhain" inhaftierte Prinzessin Mafalda von Hessen, Tochter Viktor Emanuels III. von Italien. Sie starb an den Folgen ihrer schweren Verletzungen durch den Luftangriff der Amerikaner.
Nach Versicherung, dass sich keine eigenen Kräfte in dem Gebiet befinden, greift die RAF Tactical Air Force mit "Typhoons" versehentlich die brit. 1. Minensuch-Flottille bei Cap d`Antifer an. Die Minensucher Britomart und Hussar werden versenkt (77 Tote), Salamander wird so stark beschädigt, dass eine Reparatur sich nicht mehr lohnt.

29.8.1944
In der Slowakei bricht ein von den Sowjets unterstützter bolschewistischer Aufstand aus. Die deutsche Führung lässt Alarmeinheiten aus der Ostmark und dem Generalgouvenerment einmarschieren, die auf erbitterten Widerstand stoßen. Die Slowaken halten die Zentral-Slowakei bis September, bis sie von Einheiten der SS dazu gezwungen werden, sich im Oktober in das Niedere Tatra-Gebirge zurückzuziehen.
Der deutschen Heeresgruppe Südukraine wird befohlen, die Karpaten-Pässe und die Transsilvanischen Alpen zu halten.
US-Truppen erobern Soissons, 89 km nordöstlich von Paris. Französische Truppen rücken von Nimes in Richtung Montpellier vor.
Da es nach Kapitulation Bulgariens für sie kein Entkommen mehr gibt, werden die letzten im Raum Varna verbliebenen Kriegsschiffe außerhalb der bulgarischen Hoheitsgewässer selbst versenkt.

30.8.1944
Adolf Hitler erlässt einen neuen Befehl über „die Verteidigungsbereitschaft des Westwalls", der „mit Mitteln eines Volksaufgebotes durchzuführen" sei. In die Verteidigungsstellungen sollen auch Teile der Maginot-Linie einbezogen werden. Die Organisation Todt stellt die notwendigen Bauapparate zur Verfügung und stellt die fachliche Aufsicht bei der Ausführung der Bauarbeiten.
Karl-Heinrich von Stülpnagel, bis zu seiner Verhaftung am 21. Juli Militärbefehlshaber in Frankreich, wird wegen Beteiligung am Attentat vom.20. Juli zum Tode verurteilt und kurz darauf in Berlin-Plötzensee gehängt.
Die Russen besetzen die rumänische Großstadt Ploiesti, nachdem die Erdölfelder und Raffinerien bereits in ihren Händen waren.
Das deutsche U-Boot "U 482" vernichtet nur 15 Seemeilen vor der britischen Küste einen US-amerikanischen 10 000-t-Tanker und am darauffolgenden Tag eine britische Korvette sowie zwei Handelsschiffe. Es ist einer der letzten größeren deutschen Erfolge im U-Boot-Krieg.
Erstmals werden von der K-Flottille 261 (KKpt. Bartels) »Biber«-Kleinst-U-Boote eingesetzt: 22 Fahrzeuge sollen von Fécamp aus eingesetzt werden, da Le Havre zu diesem Zeitpunkt bereits geräumt ist.
Kanadische Truppen besetzen die französische Stadt Rouen und die Briten nehmen Beauvais nördlich von Paris ein. Die Amerikaner sind in Reims und Chalons-sur-Marne im Nordosten Frankreichs.
402 britische Terrorbomber greifen Stettin an, 23 werden abgeschossen.

31.8.1944
Die Rote Armee marschiert in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ein, nach dem sie von Ploesti 56 km innerhalb nur eines Tages vorgerückt sind. Ein Ansturm von Schaulustigen begrüßt die fälschlicherweise als Befreier erwarteten Rotarmisten.
Britische Truppen überqueren den Fluss Somme marschieren in der französischen Stadt Amiens ein. US-Truppen überqueren die Maas in der Nähe von Sedan.
In Gesprächen im Führerhauptquartier äußert Adolf Hitler seine Hoffnung auf einen Bruch zwischen den Alliierten. Im Übrigen erklärt er: „Wir werden uns schlagen, wenn nötig sogar am Rhein!"
In Dresden wird die Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber aufgeführt. Es ist die letzte Vorstellung in der alten, von dem Architekten Gottfried Semper entworfenen Oper, die im Februar 1945 durch alliierte Bombenangriffe völlig zerstört wird.
15 Träger der Task Force 38 schlagen eine Schneise der Zerstörung durch die japanischen Inseln nördlich von Neuguinea. Zwischen dem 31. August und 24. September werden Iwo Jima, Chichi Jima, die Palau-Inseln, Mindanao, Visayas und Luzon angegriffen. Etwa 1.000 japanische Flugzeuge und 150 Schiffe und andere Seefahrzeuge werden zerstört, bei einem Verlust von 72 US-Flugzeugen. Daraufhin entscheiden die Amerikaner, anstatt Schritt für Schritt über Mindano die Philippinen zurückzuerobern, gleich direkt im Golf von Leyte anzulanden.

Handelsschiffs-Verluste im August 1944: 13 alliierte Schiffe mit zusammen 60.519 Tonnen im Atlantik, 10 alliierte Schiffe mit 57.785 Tonnen in anderen Gewässern. 66 japanische Schiffe mit 259.022 Tonnen im Pazifik. 25 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 41 U-Boote verloren), 15 neue U-Boote in Dienst gestellt, 435 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

US-amerikanische und freifranzösische Truppen rücken in Paris ein
Alliierter Vernichtungswahn: Die Ruinen von Kiel ...

Die Ostfront im August 1944 zum vergößern
die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Friedrich Dollmann

Adolf Reichwein

Julius Leber

Friedrich Fromm

Hellmuth Stieff

Günther Korten

Richard Vogt

Peter II. Karadordevic

Josip Broz Tito

Josef Grohé

Wilhelm von Leeb

Tadeusz Bor-Komorowski

Erich von dem Bach-Zelewski

Paul Hausser

Sepp Dietrich

Andreas von Aulock

Ernst Thälmann

Pierre Laval

 
Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Die Wochenschau vom 13.7.1944 - mit Ausschnitten: Dr. Goebbels spricht auf einer Massenkundgebung in Breslau, Ankuendigung der Vergeltungswaffe 1 (V1). Abwehr von feindlicher Fliegern an der Invasionsfront. Gelaendeerkundung durch einen Spaehtrupp.

Wochenschau vom 27.7.1944 - mit Ausschnitten: Anschlag am 20. Juli auf den Fuehrer und auf den Stab der Wehrmachtsfuehrung. Der Fuehrer empfaengt den Duce. Tagung der deutschen Ruestung. Kaempfe an der Ostfront, Schlachtflieger unterstuetzen die Infanterie.

 Die Wochenschau vom 23.8.1944 - mit Ausschnitten: Niederkaempfung   eines Aufstandes in Warschau. Gegenangriffe an der Ostfront,   Panzerkaempfe, Schlachtflieger greifen in die Erdkaempfe ein.

 Wochenschau vom 30.8.1944 - mit Ausschnitten: Einschraenkungen   des kulturellen Lebens. Frauen im Einsatz in einem Ruestungswerk.   Einsatz der Vergeltungswaffe V1 gegen London.

Die Hauptakteure unter den Verrätern hatten vielfältige Kontakte.
Die Hauptakteure unter den Verrätern hatten vielfältige Kontakte.