Chronik des Nationalsozialismus Januar / Februar 1940

JANUAR 1940

1.1.1940
In seinem Neujahrsaufruf erklärt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, dass "der Zusammenschluß des deutschen Volkes im Großdeutschen Reich ... der anderen Welt nichts geraubt und in nichts geschadet" habe. Adolf Hitler richtet außerdem einen Erlass an die Wehrmacht: „Soldaten! Das Jahr 1939 war für die großdeutsche Wehrmacht ein Jahr stolzer Bewährung. (...) Mit stolzer Zuversicht blicken ich und die ganze Nation auf Euch! Mit solchen Soldaten muss Deutschland siegen!"
Folgende Glückwunsch- bzw. Danktelegramme Hitlers werden im Wortlaut veröffentlicht: An den König von Italien, Viktor Emanuel III., Regierungschef Mussolini, Generalissimus Franco, Reichverweser Nikolaus von Horthy. Weitere an König Boris III. von Bulgarien, König Carol von Rumänien und Prinzregent Paul von Jugoslawien wird der Text nicht veröffentlicht.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, stellt in einer Rundfunkansprache das Deutsche Reich als wieder erstarkte Großmacht dar.
Im Winterkrieg in Finnland schlagen die Finnen einen russischen Sondierungs-Angriff auf den im Osten am Ladoga-See gelegen Taipale-Abschnitt der Mannerheim-Linie ab.
Im Deutschen Reich tritt die "Studentische Dienstpflicht" in Kraft. Sie muss während der ersten drei Semester in den Kameradschaften des Nationalsozialistischen Studentenbundes und den Dienstgemeinschaften der Deutschen Studentenschaft abgeleistet werden.
König Georg VI. von Großbritannien und Nordirland gibt eine Verordnung bekannt, nach der alle männlichen Staatsangehörigen zwischen 19 und 28 Jahren zum Militärdienst eingezogen werden können.
Reichsverkehrsminister Julius Dorpmüller fordert die deutsche Bevölkerung dazu auf, für die Funktionstüchtigkeit bereits stillgelegter Kraftfahrzeuge Sorge zu tragen. Die Wagen sollen jederzeit als Reserve für das Transportwesen der Wehrmacht zur Verfügung stehen.
Der türkische Ministerpräsident Ismet Inönü trifft in Erzincan (Anatolien) ein, wo er die Leitung der Rettungsarbeiten nach der Erdbebenkatastrophe übernimmt. 70% der Bevölkerung (32.741 Menschen) des Gebietes sind durch das Naturereignis um die Jahreswende getötet worden.
Marcel Pilet-Golaz tritt das Amt des Bundespräsidenten der Schweiz für das Jahr 1940 an. Er löst damit Philipp Etter ab. Pilet-Golaz ist nach 1934 zum zweitenmal Bundespräsident.

2.1.1940
Der traditionelle Neujahrsempfang von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler für das Diplomatische Korps in der Berliner Reichskanzlei wird aufgrund der "Sonderverhältnisse des Krieges" abgesagt.
Der ehemalige deutsche Generalstabsoffizier Ludwig Beck verfaßt eine Denkschrift zu seinen geheimen Umsturzplänen.
Anlässlich der Eröffnung der Reichsbankstelle Salzburg betont Walther Funk, Reichswirtschaftsminister und Präsident der Reichsbank, dass "auch die finanziellen Lasten des Kampfes von der Gesamtheit des Volkes getragen werden" müßten.
Im Generalgouvernement wird den Juden laut Verfügung verboten, Todesanzeigen zu verschicken.
Die Schlacht von Salla beginnt: die Finnen eröffnen erfolglose Versuchen die russische 122.Division in der 'Taille' einzuschließen (Schlacht dauert bis Ende Januar an).

3.1.1940
Reichserziehungsminister Bernhard Rust verfügt durch Erlass eine Studienzeitverkürzung für die Ausbildung von Volks- und Berufsschullehrern von bisher vier auf drei Semester. Der durch Einberufungen entstandene Lehrermangel im Reich soll damit ausgeglichen werden.
Englische Kriegsschiffe halten das amerikanische Handelsschiff "Mormacsun" von der Weiterfahrt ab.
Finnische Flugzeuge werfen drei Millionen Flugblätter über Leningrad ab.
An der Westfront in den Vogesen locken französischen Patroullien zwei deutsche Abteilungen in einen Hinterhalt und nehmen mehrere Gefangene.
Unity Mitford wird nach England gebracht. Ein englischer Neurologe teilte die Diagnose des Münchner Professors Magnus, dass die Kugel nicht ohne akute Lebensgefahr entfernt werden könne.
In London werden Anstrengungen zur Evakuierung der britischen Staatsverwaltung unternommen. Bisher sind 1500 Beamte in die Provinz versetzt worden.

4.1.1940
Hermann Göring, u.a. Beauftragter für den Vierjahresplan, wird zum Leiter der Kriegswirtschaft ernannt. Gleichzeitig wird Walther Funk Generalbevollmächtigter für die Wirtschaft. Die Regierung folgt damit Überlegungen von Reichswirtschaftsminister Funk zur weiteren Vereinheitlichung in der Lenkung der Wirtschaftspolitik.
Die polnische Exilregierung vereinbart in Paris mit französischen Regierungsstellen ein Abkommen über die Aufstellung polnischer Truppen und Luftwaffenverbände in Frankreich.
Das erste Kontingent von norwegischen Freiwilligen verläßt Oslo in Richtung Finnland.
England gibt bekannt: Alle Handelsschiffe werden von der Regierung beschlagnahmt.
Aus Furcht vor Luftangriffen veröffentlicht der Schweizerische Luftschutzverband in der "Neuen Zürcher Zeitung" Hinweise zum Tragen von Gasmasken.
Der Film "The Grapes of Wrath" (Die Früchte des Zorns) nach dem gleichnamigen Roman von John Steinbeck wird in New York uraufgeführt.
Im Rahmen der am 3. Januar begonnenen Deutschen Meisterschaft im Eiskunstlauf in Wien gewinnt Horst Faber (München) den Einzelwettbewerb der Herren. Die amtierenden Weltmeister im Paarlauf, Maxi Herber und Ernst Baier (München/Zittau), werden am letzten Tag des Wettbewerbs Deutsche Meister.

5.1.1940
In England wird der populäre Kriegsminister Hore-Belisha wird durch Opposition reaktionärer Generäle, angeführt von Lord Gort (Kommandeuer des britischen Expeditionskorps), zum Rücktritt gezwungen. Er wird ersetzt durch Oliver Stanley. Lord Macmillan, der Informations-Minister wird durch Sir John Reith, bisher Direktor der BBC, abgelöst.
Adolf Hitler liefert als Staatsgeschenk aus den Verfügungsmitteln des Führers General Franco, „aus politischen Gründen" einen geländegängigen Personenkraftwagen von der Daimler Benz AG.
Die russische 18. Division wird nördlich vom Ladoga-See eingeschlossen. 18.000 Russen fallen oder werden bis zum 19. Februar gefangengenommen. Die ersten schwedischen Freiwilligen-Truppen kommen zur Unterstützung in Finnland an.
Die UdSSR wirft Norwegen und Schweden vor, eine 'unneutrale' Politik zu betreiben. Dies wird von Norwegen am 6. und von Schweden am 10. Januar zurückgewiesen.
Das irische Parlament in Dublin genehmigt die am Vortag eingebrachte Gesetzesvorlage zur Internierung von Mitgliedern der Irisch-Republikanischen Armee (IRA).
US-Präsident Franklin D. Roosevelt legt dem Kongress einen Haushaltsentwurf in Höhe von 8,4 Milliarden US-Dollar (37,9 Mrd. RM) vor. Allein 1,8 Milliarden US-Dollar (8,1 Mrd. RM) sind dabei für die Landesverteidigung vorgesehen.
Nach einem Rund-Erlass von Reichsarbeitsminister Franz Seldte sollen im gesamten Reichsgebiet Behelfswohnungen in der Nähe von Industriebetrieben errichtet werden, um die Unterbringung von Arbeitern aus fernen Gegenden zu gewährleisten.
Nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen kommt es in großen Teilen Südspaniens zu verheerenden Überschwemmungen. Vor allem die Landwirtschaft ist von den durch die Wassermassen angerichteten Schäden betroffen.
Der Film "Zwei Welten" (Regie: Gustaf Gründgens) wird in Berlin uraufgeführt. Hauptdarsteller sind u.a. Marianne Simson, Max Eckard und Ida Wüst.

6.1.1940
Auf Anordnung des Reichsministers für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl, kann die als Sanktion verhängte Sperre staatlicher Pfarrbesoldungsbeihilfen aufgehoben werden. Notwendig ist eine schriftliche Erklärung des betroffenen Pfarrers, in Zukunft die staatlichen Verordnungen anzuerkennen.
Zwei finnische Jagdflugzeuge zerstören eine Formation von sieben Iljuschin Il-4 Bomber über Lathi, nordöstlich von Helsinki.
In den USA werden Maßnahmen zur Erweiterung der Bundespolizei getroffen, um verschärft gegen Spionage und Sabotage vorgehen zu können.

7.1.1940
Richard Walther Darre, Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, erlässt Richtlinien zur Klassifizierung von sog. Selbstversorgern: Sie werden von Lebensmittelzuteilungen im Rahmen der Zwangsbewirtschaftung ausgenommen. Zu dieser Gruppe zählen demnach nicht nur Landwirte, sondern auch Kleintierhalter, die ihre Lebensmittel z. B. durch die Haltung von Hühnern, zum Teil selbst produzieren.
Joseph Goebbels beruft den bisherigen Reichskultursenator Friedrich Bethge zum Präsidenten der Reichstheaterkammer.
Das Haus der Deutschen Kunst in München veröffentlicht einen "Aufruf an die bildenden Künstler Großdeutschlands". Darin werden alle Kunstschaffenden aufgefordert, an der Großen Deutschen Kunstausstellung 1940 teilzunehmen.
In Finnland wurden bis jetzt 400.000 finnische Zivilisten aus den Kampfgebieten und größeren Ortschaften evakuiert.
Marschall Woroschilow übernimmt den Oberbefehl über die russischen Armeen in Finnland und General Timoschenko führt nun die 7. und 13. Armee auf der Karelischen Landenge.

8.1.1940
In zwei seit dem 5. Januar andauernden Schlachten gelingt es der 9. finnischen Division östlich von Suomussalmi (Mittelfinnland), die 44. sowjetische Schützendivision zu schlagen. Für die Rote Armee sind dies die größten Verluste seit Beginn der Auseinandersetzungen am 30. November 1939.
In England beginnt eine Nahrungsmittel-Rationierung: die Wochenration für eine Person besteht aus 100g Schinken oder Speck, 100g Butter, 350g Zucker. Lebensmittelrationen-Hefte werden ausgegeben.
Umgebaute Wellington-Bomber, ausgestattet mit einem Magnetring zur Explosion von Magnetminen, machen erste erfolgreiche Tiefflug-Einsätze über der Nordsee.
Unter Leitung des französischen Generals Maxime Weygand wird in Syrien eine Orientarmee aufgebaut, die in der Hauptsache aus Kolonialtruppen besteht. Sie soll nach offiziellen Angaben zum Schutz des Mittleren Ostens eingesetzt werden.
Die Stadt Bromberg (heute Bydgoszcz), die im Zuge des Vormarsches deutscher Truppen im September 1939 durch Racheaktionen von Polen gegenüber dort lebenden Volksdeutschen verwüstet wurde, soll nach amtlichen deutschen Angaben als sog. Gartenstadt neu aufgebaut werden.
Professor Richard Klein wird 50 Jahre alt. Er gilt als der „Schöpfer der Reichsparteitagsplaketten". Adolf Hitler lässt ihm sein Bild mit Widmung überreichen.

9.1.1940
Die seit Herbst 1939 durchgeführte Umsiedlung der deutschstämmigen Bevölkerung aus den baltischen Staaten Estland und Lettland ins Deutsche Reich ist abgeschlossen. Die Umsiedler sollen im Reichsgau Posen (ab 29. 1. Gau Wartheland) angesiedelt werden.
Deutsche Patroullienboote versenken die englischen U-Boote "Undine", "Seahorse" und "Starfish" in der Deutschen Bucht bei Helgoland mit Wasserbomben. Englische U-Boot-Operationen in der Deutschen Bucht werden von daher vorübergehend ausgesetzt. Das englische Passagierschiff "Dunbar Castle" läuft südöstlich von England auf eine Mine und sinkt.
Das Sondergericht am Landgericht Weimar verurteilt eine 19jährige deutsche Frau zu zwei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Die Angeklagte hatte gegen die Verordnung des verbotenen Umgangs mit polnischen Kriegsgefangenen vom 25. November 1939 verstoßen.

10.1.1940
Ein deutsches Flugzeug kommt wegen schlechten Wetters vom Kurs ab und muß bei Mecheln in Belgien notlanden. Aus den hierbei von den Belgiern sichergestellten Unterlagen geht hervor, dass der deutsche Angriff gegen Frankreich über belgisches und holländisches Gebiet führen soll.
Adolf Hitler bespricht sich mit Walther von Brauchitsch und Franz Halder über die Auslösung der Westoffensive.
Nach Auswertung der Optionsabstimmung vom 31. Dezember 1939 in Südtirol haben sich amtlichen Angaben zufolge 69% der Abstimmungsberechtigten für das Deutsche Reich und damit für ihre Umsiedlung bis zum 31.12.1942 entschieden.
Das »Schwarze Korps«, ein Organ der Schutzstaffel (SS), veröffentlicht Pläne, wonach ein Teil des Arbeitslohns in Zukunft per Gutschein ausgezahlt werden soll.
Der deutsche Blokadebrecher "Bahia Blanca" kollidiert mit einem Eisberg und sinkt nordwestlich von Island. Deutsche Zerstörer legen Minen vor Newcastle und Cromer (Nacht vom 10. auf den 11. Januar).
Inoffizielle Friedensgespräche zwischen Fr.Wuolijoki (Finnland) und Fr.Kollontai (UdSSR) in Stockholm.
Flugzeuge der Royal Air Force fliegen einen ersten Angriff auf den deutschen Luftwaffenstützpunkt Sylt.
An der Universität Freiburg im Breisgau wird das erste deutsche Institut für Rundfunkwissenschaften gegründet.

11.1.1940
Aufgrund des gestrigen Flugzeugunfalls bei Mecheln erlässt Adolf Hitler einen „Grundsätzlichen Befehl Nr. 1". Er lautet: „Niemand: keine Dienststelle, kein Offizier, dürfen von einer geheim zu haltenden Sache erfahren, wenn sie nicht aus dienstlichen Gründen unbedingt davon Kenntnis erhalten müssen (...)"
Nach einem Erlass des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels zum "Schutz der nationalen Symbole" dürfen die Nationalhymne, das "Horst-Wessel Lied" und Militärmärsche nicht in Gaststätten und bei Tanzveranstaltungen gespielt werden. Werbung mit nationalen Größen bedarf einer behördlichen Erlaubnis.
Beim Winterkrieg in Finnland wird die russische 168.Division nördlich vom Ladoga-See eingeschlossen. Die Finnen wehren Verstärkungen ab, während die Russen den Kessel aus der Luft versorgen. Ein neuer russischer Angriff im Salla-Abschnitt (in der 'Taille') in Richtung der Eisenbahnlinie Kemijväri-Kemi wird gestartet. Die schwedische Freiwilligen-Fliegergruppe Flygflottilj 19 beginnt mit Einsätzen von dem zugefrohrenen See Kemi mit 12 Gladiator-Doppeldeckerjägern und vier leichten Hart-Bombern. Die Schweden schießen bis zum 13. März zwölf russische Flugzeuge ab und verlieren sechs eigene.
In der Zeitschrift "Die Straße" werden Pläne für den Ausbau der Reichsautobahnen in den eingegliederten Ostgebieten (Westpolen) veröffentlicht.
Auf einer Mitarbeiterkonferenz im Reichspropagandaministerium in Berlin kritisiert Reichsminister Joseph Goebbels die Strafen für das Abhören ausländischer Rundfunksender als zu milde.
Das Leningrader Kirow-Theater zeigt das Ballett "Romeo und Julia" von Sergei S. Prokofjew als sowjetische Erstaufführung.

12.1.1940
In der Nacht fielen zum ersten Male britische Bomben auf eine deutsche Ortschaft ohne militärische Bedeutung, die Stadt Westerland auf Sylt.
Werner Willikens, Staatssekretär im Reichsernährungsministerium veröffentlicht in der »Nationalsozialistischen Landpost« Pläne zur Umsiedlung von Landwirten aus Baden und Württemberg in den Reichsgau Posen.
Die Schlacht von Taipale beginnt mit einem großangelegten russischen Versuch durch die linke Flanke der Mannerheim-Linie über den zugefrohrenen Taipale-Fluß durchzubrechen. Der Angriff wird bis zum 23. Januar abgewehrt.
Adolf Hitler stattet Hermann Göring einen Besuch in dessen Berliner Wohnung ab, um ihm persönlich seine Glückwünsche zu seinem 47. Geburtstag auszusprechen.

13.1.1940
Aufgrund des Zwischenfalls von Mecheln ordnet Adolf Hitler die Einstellung der Aufmarschbewegung im Westen an.
Ein Französisch-Spanisches Handelsabkommen wird unterzeichnet. Spanien erhält französischen Weizen, Düngemittel und Fertigwaren im Tausch für Eisenerz und andere Mineralien.
In Norwegen verursachen höhere Verteidigungsausgaben das höchste Haushaltsdefizit in der norwegischen Geschichte.
Im Rahmen der Bauarbeiten zur Neugestaltung des Borgo-Viertels von Rom fällt die letzte Häuserzeile, die bislang den freien Blick vom Tiberufer an der Engelsbrücke auf den Petersplatz versperrt hat.

14.1.1940
Durch die Teilnahme an Schulungskursen für die "wehrgeistige Erziehung" sollen Lehrer im Reichsgau Hessen auf den Schulunterricht im Krieg vorbereitet werden.
Russische Flugzeuge werfen Bomben in der Nähe der schwedischen Stadt Lulea ab und verletzten dabei auch den norwegischen Luftraum. Es folgen diplomatische Proteste in Moskau.
Die japanische Regierung unter Ministerpräsident Noboyuki Abe tritt zurück. Mit der Regierungsneubildung wird Admiral Mitsumasa Yonai beauftragt.
Ihren ersten Länderkampf in der laufenden Wintersaison verliert die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gegen das Team des Protektorats Böhmen und Mähren in Prag 1:5 (1:2, 0:1, 0:2).

15.1.1940
Die belgische Regierung lehnt Forderungen der Alliierten, eine Marscherlaubnis durch belgisches Territorium zu erteilen und das Angebot militärischer Hilfe ab.
Adolf Hitler hält eine Besprechung mit dem Chef des General-Stabes des Heeres Franz Halder über die Auslösung der Westoffensive und klären Fragen der Luftlandung.
Die deutsche Reichsregierung erlässt eine erste Durchführungsverordnung zur "Sicherstellung des polnischen Vermögens" im Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete, die eine Beschlagnahme sämtlicher "feindlicher Werte" umfaßt.
Russische schwere Artillerie beginnt mit einem siebzehntägigen Vorbereitungsbeschuß des Summa-Abschnittes der Mannerheim-Linie.
Die schwedische Schriftstellerin Selma Lagerlöf stiftet die ihr im Jahr 1909 verliehene Nobelpreismedaille zur Unterstützung der finnischen Truppen im Finnisch-Sowjetischen Winterkrieg.

16.1.1940
Adolf Hitler verschiebt den Angriffstermin für die Westoffensive auf das Frühjahr.
Verfügung Adolf Hitlers betrifft: Parteigerichtliche Ahndung von Wilddiebereien. „Ich ordne hiermit an, dass Parteigenossen wegen Wilddieberei mit der Waffe nicht aus der NSDAP ausgeschlossen werden dürfen."
Im Deutschen Reich wird eine Anordnung zum Schutz des Großhandels erlassen. Die Errichtung eines Großhandelsbetriebes ist zukünftig genehmigungspflichtig.
In Frankreich werden 66 kommunistische Abgeordnete aus dem Parlament ausgeschlossen.
In der Düsseldorfer Frauenklinik (Medizinische Akademie) wird eine Stelle zur kostenlosen Beratung von Krebserkrankungen eingerichtet. Das Unternehmen Siemens-Schuckertwerke AG in Berlin stellt eine neue Röntgenanlage für den Einsatz bei der Krebstherapie vor.
Das Unternehmen Siemens-Schuckertwerke AG in Berlin stellt eine neue Röntgenanlage für den Einsatz bei der Krebstherapie vor.
Leopold Ruziçka wird in Zürich der Nobelpreis für Chemie des Jahres 1939 verliehen.
In unmittelbarer Nähe der italienischen Filmstadt Cinecittá in Rom weiht Italiens Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini den Neubau der Filmschule Centro Sperimentale di Cinematografia ein.

17.1.1940
Adolf Hitler erteilt den Befehl, dass die Heeresrüstung und die Luftwaffe unter Ausnutzung aller Möglichkeiten zahlenmäßig zu verstärken ist.
Polnischen Kryptographen in Frankreich gelingt es den Enigma-Schlüssel der deutschen Luftwaffe vom 28. Oktober 1939 zu brechen. Ab nun ist eine regelmäßige Entschlüsselung möglich.
An den italienischen Botschafter Bernado Attolico übermittelt Adolf Hitler seine herzlichsten Glückwünsche zum 60. Geburtstag in einem Handschreiben.
Die französische Abgeordnetenkammer in Paris genehmigt einen Regierungsantrag, wonach kommunistischen Abgeordneten der Wahlauftrag aberkannt wird.
Der jugoslawische Prinzregent Paul Karadordevic beendet seinen Besuch in Kroatien.
Das Solinger Schöffengericht verurteilt zwei Personen, die unter "nichtigen Vorwänden" ihrem Arbeitsplatz längere Zeit ferngeblieben waren und sich gegenüber Kollegen regimekritisch äußerten, zu sechs Monaten Gefängnis.

18.1.1940
In Anwesenheit von Reichsstudentenführer Gustav Adolf Scheel wird der erste Lehrgang des nationalsozialistischen Langemarck-Studiums in der Ostmark eröffnet.
In England werden fünf Arbeiter in einer Serie von Explosionen in der Waltham Abbey Munitionsfabrik getötet.

19.1.1940
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels spricht vor den Volksdeutschen des Warthegaues in Posen: „(…) das Kriegsziel der Westmächte besteht in der Zerstückelung Deutschlands und in der Vernichtung der Deutschen Nation, in einem noch schlimmeren zweiten Versailles".
Der französische Ministerpräsident Edouard Daladier fordert den Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Frankreich, General Maurice Gustave Gamelin, auf, »eine Denkschrift über eine eventuelle Intervention zur Zerstörung der russischen Ölfelder« zu erarbeiten. Ziel ist es, die Rohstofflieferungen aus der Sowjetunion an das Deutsche Reich zu unterbinden.
In Finnland toben weiterhin schwere Kampfhandlungen an drei Fronten, trotz Rekord-Frost von bis zu -45°C.

20.1.1940
Die Deutsche Lufthansa und die sowjetische Fluggesellschaft Aeroflot nehmen den regelmäßigen Flugverkehr zwischen den Hauptstädten Berlin und Moskau auf.
Adolf Hitler hält eine Besprechung mit Franz Halder. Besprechungspunkt: Neues Angriffsverfahren „Gelb" (Westoffensive). Hitler verkürzt die Vorwarnzeit für die Durchführung von 4 Tage auf 24 Stunden, um eine bessere Geheimhaltung zu gewährleisten.
An der Berliner Staatsoper wird der dramatische Tanz "Joan von Zarissa" von Werner Egk in einer Inszenierung von Heinz Tietjen uraufgeführt.
Winston Churchill ruft über Rundfunk die neutralen Staaten auf, sich Großbritannien und Frankreich bei ihrem Widerstand gegen die Nazi-Agression anzuschließen. Er vergleicht ihr ängstliches Verhalten mit den Opfern eines Krokodils: jeder hofft, als letzter gefressen zu werden. Der niederländische Außenminister weist den Aufruf am 25. Januar zurück.
In Übereinkunft mit dem Oberkommando der deutschen Wehrmacht richtet der Großdeutsche Rundfunk einen sog. Kameradschaftsdienst als Soldatenfunk ein.

21.1.1940
Im Pazifik kommt es zum Asama Maru-Zwischenfall: das japanische Passagierschiff "Asamu Maru" wird durch den englischen Kreuzer HMS "Gloucester" angehalten und 21 deutsche Techniker werden entführt. Dieser Vorfall führt zu ernsten britisch-japanischen Spannungen.
Adolf Hitler führt Besprechungen mit Walther von Brauchitsch und Franz Halder über die Angriffsführung im Westen.
Auf dem italienischen Passagierschiff "Orazio" bricht vor Barcelona ein Feuer aus bei dem 104 Menschen ums Leben kommen. Französische Zerstörer retten die Überlebenden.
Der englische Zerstörer "Exmouth" wird mit seiner gesamten Besatzung durch das deutsche U-22 in der Nordsee versenkt.
Finnische Blenheim-Bombers greifen die russische Marinebasis von Kronstadt in der Nähe von Leningrad (heute St.Petersburg) an. Die russische Luftwaffe bombardiert Oulu in Nord-West Finnland.
England weist US-Proteste gegen die Durchsuchung von Post, welche auf amerikanischen Frachtschiffen transportiert wird, zurück.
Radio Vatikan sendet in den USA einen Bericht über die Nazi-Terror-Kampagnen in Polen gegen den dortigen katholischen Klerus.

22.1.1940
Die anhaltende Kältewelle in Süd- und Mitteleuropa verursacht durch das Einfrieren von Gleisanlagen und Wasserstraßen erhebliche Verkehrsprobleme. Nach einer Meldung der "Neuen Zürcher Zeitung" sind in den USA bereits 150 Todesfälle aufgrund von Kälterekorden bis zu -40 Grad zu verzeichnen.
Die finnischen Behörden geben die Formation einer Fremdenlegionen einschließlich britischer Freiwilliger bekannt.

23.1.1940
Ignacy Paderewski, ehemaliger polnischer Ministerpräsident und Außenminister, wird in Paris zum Sprecher des polnischen Staatsrats im Exil gewählt.
Reichswirtschaftsminister Walther Funk sperrt jüdischen Bürgern den Bezug von Spinnstoffen, Schuhen und Ledermaterial. Ihre Lebensmittelkarten werden mit einem "J" gekennzeichnet.
Im Alter von 68 Jahren verstirbt in Bern der schweizerische Politiker Giuseppe Motta. 1924 war der katholisch-konservative Motta Völkerbundpräsident. Fünfmal bekleidete er das Amt des Bundespräsidenten.

24.1.1940
Zum Geburtstag von Friedrich dem Großen spricht Adolf Hitler vor 7.000 Offiziersanwärtern im Berliner Sportpalast. Er sagt: „Wir haben zwei Staaten als unsere Feinde: England und Frankreich! Diese beiden Staaten verdanken ihre Existenz als Weltmächte und Großmächte ausschließlich dem jahrhundertlangen Verfall des deutschen Volkes".
Das rumänische Amtsblatt veröffentlicht das Gesetz über die Neuorganisation der "Front der nationalen Wiedergeburt", das eine engere Zusammenarbeit von staatlichen Verwaltungseinheiten und Partei vorsieht.

25.1.1940
Im streng geheimen 'Göring-Frank Rundschreiben' heißt es: alle materiellen Resourcen und Arbeitskräfte im besetzten Polen sind rücksichtslos zum unmittelbaren Nutzen des Reiches zu verwenden.
In einer Stellungnahme des Schweizer Bundesrats zum Emigrantenproblem im Lande wird darauf hingewiesen, dass die Schweiz kein Erwerbsland für Einwanderer sein könne, sondern nur eine Durchgangsstation für die Weiterreise nach Übersee.
Der japanisch-amerikanische Handelsvertrag aus dem Jahr 1911 erlischt. US-Außenminister Cordell Hull unterrichtet die japanische Regierung davon, dass der Handel auf einer "Von-Tag-zu-Tag"-Basis weitergeführt werden kann.
Das Verbot des britischen Kriegsministers Oliver Stanley, den schottischen Kilt in der britischen Armee zu tragen, löst erhebliche Proteste der schottischen Soldaten aus.

26.1.1940
Der letzte Aussiedlertreck von Wolhynien-Deutschen überschreitet bei Przemysl die deutsch-sowjetische Interessengrenze.
Hermann Göring verweigert in einer Lagebesprechung bei Adolf Hitler den Wunsch der Seekriegsleitung nach Unterstützung im Seekrieg durch die Luftwaffe.
Heinrich Hoffmann berichtet Adolf Hitler, dass er im Kunsthistorischen Museum in Wien einen Raffael entdeckt hat, der von seinem Besitzer für 1 Million Reichsmark zu erhalten sei. Hitler ordnet an, dass Hans Posse sich das Bild ansehen möge. Passes Gutachten ergab, dass es sich um eine Fälschung handelt. Fortan war Hoffmann nicht mehr Hitlers „erster Mann in Kunstfragen".
Im Generalgouvernement wird durch Gesetzeserlaß Juden die Benutzung der Eisenbahn untersagt.
Paul Ferdonnet, der berüchtigte 'Rundfunk-Verräter', welcher seine Pro-Nazi-Sendungen in französischer Sprache von Stuttgart aus sendet, wird in Abwesendheit vor ein französisches Militärgericht gestellt. Ein Todesurteil erfolgt am 7. März 1940.
Das Parlament der Südafrikanischen Union lehnt die am 23. Januar von James Barry Hertzog, Führer der burischen Nationalen Partei, eingebrachte Friedensresolution zur Einstellung des Krieges gegen das Deutsche Reich ab.

27.1.1940
Adolf Hitler lässt im Oberkommando der Wehrmacht die Studie "Weserübung" zur Besetzung dänischer und norwegischer Stützpunkte ausarbeiten.
Der Reichskommissar für Österreich, Josef Bürckel, äußert sich anlässlich einer Kundgebung in Wien abwertend über die Habsburger Dynastie wegen ihrer Kriegspolitik und rechtfertigt die deutsche Besetzung.
Die deutsche Reichsregierung in Berlin fordert von der Regierung des Generalgouvernements für die besetzten polnischen Gebiete die Bereitstellung von mindestens einer Million Industrie- und Landarbeiter zum Arbeitseinsatz im Reich.
Winston Churchill, welcher über die nur langsam ansteigende Rüstungsproduktion beunruhigt ist, spricht auf der Free Trade Hall in Manchester: ". . . in jedem unserer Bereiche. . . ist weder eine Woche, noch ein Tag noch eine Stunde zu verlieren!" Die Rede wird auch im Commonwealth und in den USA gesendet.
Reichsminister und Chef der Reichkanzlei Hans Heinrich Lammers teilt Gerdy Troost mit: „Im Auftrage des Führers habe ich Ihrem Konto RM 100.000 - als Sonderhonorar für geleistete künstlerische Arbeiten bei der Anfertigung von Entwürfen für die Bauten in der Hauptstadt der Bewegung überweisen lassen."
Im Rahmen eines internationalen Wettkampfes der Berufsboxer in Berlin besiegt der amtierende Deutsche Meister im Schwergewicht, Walter Neusel, seinen Herausforderer Paul Wallner in einem Zwölf-Runden-Kampf nach Punkten.

28.1.1940
Eine Verordnung von Reichsinnenminister Wilhelm Frick überträgt grundsätzliche Entscheidungen, die das österreichische Schul- und Ausbildungswesen betreffen, Reichserziehungsminister Bernhard Rust.

29.1.1940
Adolf Hitler unterzeichnet ein „Gesetz über die Vertretung der neuen Ostgebiete im Reichstage". Die »in den Großdeutschen Reichstag eingetretenen Abgeordneten bestimmt der Führer und Reichskanzler". Besprechung mit Alfred Rosenberg. Hitler erklärt in einer Verfügung: „Die Hohe Schule soll einst die zentrale Stätte der nationalsozialistischen Forschung, Lehre und Erziehung werden. Ihre Einrichtung wird nach dem Kriege stattfinden. Um die Vorarbeiten zu fördern, ordne ich an, dass Reichsleiter Rosenberg diese Vorbereitungsarbeiten (...) weiterführt." Zum Baubeginn der Hohen Schule kam es nie.
Der Reichsgau Posen wird in Reichsgau Wartheland umbenannt.
Die Schlacht um Kuhmo beginnt. Die Finnen schließen die russische 54.Division, bei Kuhmo in der 'Taille', ein.
Schwere russische Luftangriffe auf finnische Häfen.
In der Nordsee, zwischen den Shetland Inseln und Kent, greifen deutsche Heinkel He111 Bomber englische Handelsschiffe (zwei versenkt) und 2 Feuerschiffe an.
In Frankreich liefert Ministerpräsident Daladier eine rührende Rundfunkansprache ab: 'Deutschland hofft unseren Fall dadurch zu errreichen, daß es unsere Schwäche in der Heimat ausnutzt. . .'

30.1.1940
In einer Rede im Berliner Sportpalast zum Jahrestag der „Machtergreifung" erklärt Adolf Hitler zum deutsch-sowjetischer Verhältnis: „Durch Jahrhunderte haben Deutschland und Russland in Freundschaft und Frieden miteinander gelebt. Warum soll es in Zukunft nicht wieder möglich sein? Ich glaube es wird möglich sein weil die beiden Völker das wünschen!" Seine Polemik richtet sich in erster Linie gegen England. Er erklärt: „(...) Und ich kann Frankreich und England nur sagen, da sie den Krieg begonnen haben, . . . werden sie nun den Krieg bekommen, den sie wollten !"
In einer Rede fordert Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, alle Männer der SS und Polizei auf, »möglichst noch während des Krieges Väter« zu werden.
Das deutsche Uboot U-55 greift einen Konvoi vor Land's End an und versenkt zwei Schiffe. Es wird jedoch durch die "Sloop Fowey" und einem Sunderland-Flugboot beschädigt und ist gezwungen sich selbst zu versenken.

31.1.1940
Durch Abschluß eines Wehrwirtschaftsvertrages zwischen dem Deutschen Reich und der Slowakei wird ein Großteil der kriegswirtschaftlich wichtigen slowakischen Betriebe für die deutsche Rüstungsproduktion gewonnen.
Der slowakische Ministerpräsident Vojtech Tuka erhält das „Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler" verliehen.
Eine geheime englische Militärmission in Italien bestellt 300 Caproni Re2000 Jagdflugzeuge. Einem deutschen Einspruch an das verbündete Italien wird im April stattgegeben. Die Engländer versuchen die Jagdflugzeuge trotzdem über einen portugiesische Mittelsfirma zu erhalten, was aber letztlich durch den italienischen Kriegseintritt am 10. Juni vereitelt wird.
Der Erwerb neuer Kraftfahrzeuge aus der laufenden Kriegsproduktion ist im Deutschen Reich nur noch im Bezugsscheinverfahren möglich.

Kundgebung im Berliner Sport- palast zum 7. Jahrestag der nationalsozialistischen Machtüber- nahme vom 30.1.1940. Adolf Hitler zeichnet in seiner prägnanten Rede den Weg vom Ersten Weltkrieg über das Versailler Diktat bis zum Polenfeldzug. Beeindruckend ist der historische Tiefgang seiner Ausführungen sowie die klare Analyse der politischen Lage mit England als Kriegstreiber und der Polenfrage als fieberhaft heran- gezogener Kriegsgrund.
Rechts: Ein Volksempfänger aus der Zeit des Nationalsozialismus- hiermit konnte das ganze Reich den Führer hören.

FEBRUAR 1940

1.2.1940
Im zweiten Jahr nach der Einführung des sog. Pflichtjahrs im deutschen Reich, eines Dienstjahrs für junge Frauen in Haus- und Landwirtschaftsbetrieben, befinden sich 300.000 Mädchen im Arbeitsdienst. Die Gründe liegen in einem eklatanten Arbeitskräftemangel sowie in der Notwendigkeit zu erheblichen Produktionssteigerungen im Agrarbereich.
Durch Reichsverordnung wird die Seßhaftmachung bislang freier Zigeunergruppen im Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechei) verfügt.
Infolge eines Beschlusses des britischen Marineministeriums vom 4. Januar tritt die Beschlagnahme aller unter britischer Flagge fahrende Handelsschiffe in Kraft.
Der Marineausschuss des US-amerikanischen Abgeordnetenhauses bewilligt ein Flottenbauprogramm, das für die nächsten zwei Jahre den Bau von 21 Kriegsschiffen, 22 Hilfskriegsschiffen und die Aufstockung der Luftflotte auf mindestens 4500 Flugzeuge vorsieht. Die Gesamtkosten werden auf 655 Millionen US-Dollar (2,95 Mrd. RM) veranschlagt.
Eine Anordnung der Reichsmusikkammer erklärt jegliche Aufführungen des Balletts "Der Feuervogel" und anderer Werke des Komponisten Igor Strawinsky für die Dauer des Krieges als unzulässig.
In Gstaad beginnt das 34. Schweizerische Skirennen unter Beteiligung von 264 Teilnehmern. Sieger der nationalen Meisterschaft sind: Im Abfahrtslauf Adi Scheuing und Erna Steuri, im Slalom Rudolf Rominger und Nini von Arx-Zogg.


Die zweite Schlacht von Summa: Die russische 7.Armee zerschlägt Schlüsselpositionen der Mannerheim-Linie in der Nähe der Ortschaft Summa. Angriffswellen mit Panzern, welche gepanzerte Schlitten mit Infanteristen hinter sich herziehen (sogenannte 'Molotow-Särge') und mit Flammenwerfern, werden von Feuerwalzen der Artillerie und hunderten von Flugzeugen unterstützt. Die Finnen können die Angriffe bis zum 11. Februar abwehren. Die Schlacht dauert jedoch bis zum 16. Februar.

2.2.1940
In Kopenhagen werden Planungen zum Bau einer Luftschutzanlage für insgesamt 90.000 Menschen abgeschlossen.
Abschluss der ersten Umsiedlungsaktion in Osteuropa. Der letzte deutsche Umsiedlungstransport passiert die deutsch-sowjetische Interessegrenze.
Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels empfängt anlässlich einer Arbeitstagung in Berlin die Filmstellenleiter der einzelnen Reichsgaue. In einer Ansprache weist er darauf hin, dass der Film die Propagandagrundregeln, wie Vereinfachung und ständige Wiederholung, nicht außer acht lassen dürfe.
Das Deutsche Reich trifft ein Abkommen mit Schweden über die Lieferung von Eisenerz, daß für Deutschland von entscheidender strategischer Bedeutung ist.
Konferenz der Balkan-Entente in Belgrad. Die neutralen Staaten Jugoslawien, Griechenland, Rumänien und Türkei verkünden gemeinsam ihr Interesse an einer Aufrechterhaltung des Friedens in Südosteuropa und erneuern ihr Bündnis.
Der Abenteuer- und Frauenfilm "Zwielicht" wird von der Universum Film AG (Ufa) in München uraufgeführt. Darsteller des unter der Regie von Rudolf van der Noss entstandenen Films sind u.a. Viktor Staal, Ruth Hellberg und Carl Raddatz.

3.2.1940
Hermann Göring, Beauftragter für den Vierjahresplan, ordnet in einem Schreiben an Reichswirtschaftsminister Walther Funk an, daß die Rüstung »im Jahre 1940 zur größtmöglichen Höhe gebracht werden soll«. Hinter dieser Maßnahme müßten alle nicht so dringenden Projekte und Programme, die erst spätere Wirkung zeigten, zurückstehen.
Reichsjugendführer Baldur von Schirach gibt den Dienstplan der Hitlerjugend (HJ) für das Jahr 1940 bekannt. Die wichtigsten Punkte dabei bilden die weltanschaulich-politische Schulung, nationalsozialistische Kulturarbeit und die Anleitung zur Selbsterziehung.
Reichserziehungsminister Bernhard Rust erläßt reichseinheitliche Bestimmungen für Erziehung und Unterricht an Volks- und Mittelschulen. Der stärkere Einbezug handwerklicher Lehrinhalte sowie berufsvorbereitender Kurse bilden den Kern dieser NS-Schulreform.
20 Heinkel He111 Bomber (drei Verluste) greifen Schiffe (zwei versenkt) vor der englischen Ostküste an.

4.2.1940
Reichsinnenminister Wilhelm Frick verfügte, dass dem deutschen Industriellen Fritz Thyssen und seiner Frau die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen wird.
Der am 2. Februar in Belgrad zusammengetretene Ständige Rat der Balkanentente schließt seine Verhandlungen mit der Veröffentlichung eines Kommuniques ab, das den gemeinsamen Willen der Mitgliedstaaten zur Aufrechterhaltung des Friedens zum Ausdruck bringt.
Die Russen greifen 141 Ziele (Ortschaften, Eisenbahnknotenpunkte, Häfen) über das Wochenende vom 3./4. Februar an und werfen dabei etwa 6.800 Bomben ab. Die finnische Verluste belaufen sich auf 193 Menschen, davon 14 Tote.
Bei den Baseler Verkehrsbetrieben werden aus mobilmachungsbedingtem Personalmangel Frauen als Schaffnerinnen und Fahrerinnen eingesetzt.
In Garmisch-Partenkirchen endet die IV. Internationale Wintersportwoche. Die erfolgreichsten Sportler des am 26. Januar begonnenen Wettbewerbs sind Christl Cranz und Josef (Pepi) Jennewein.

5.2.1940
Die Regierungen der 21 Nationen auf dem amerikanischen Kontinent beschließen in Washington die Errichtung einer Panamerikanischen Bank mit Sitz in New York. Sie hat die Aufgabe, die Währungen und den Handel ihrer Mitgliedstaaten vor den Auswirkungen des europäischen Krieges zu schützen.
Der Vizekönig von Indien, Victor Alexander John Hope, Marquess of Linlithgow, und der Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, Mohandas Karamchand (Mahatma) Gandhi, treffen in Delhi zu einer Unterredung über die zukünftige Indienpolitik zusammen. Es geht um Indiens Forderung nach völliger Unabhängigkeit.
Seit Kriegsausbruch liegen zahlreiche deutsche Passagierschiffe in unseren Häfen vor Anker. Die Marineführung beschließt diese Schiffe zu requirieren und zu Truppentransportern umzubauen.
Die US-Marine-Kommission kündigt an das Frankreich und England 113.000 Tonnen alter US-Frachtschiffe kaufen.
Der Oberbefehlshaber der holländischen Armee, Reynders, tritt zurück nach Differenzen über den Zustand der militärischen Abwehrbereitschaft des Landes.

6.2.1940
Um den Erfolg seiner bisherigen Wirtschaftspolitik des sog. New Deal (neue Handlungsweise) zu beweisen, gibt US-Präsident Franklin D. Roosevelt Zahlen über die positive wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten vom Ende des Vorjahrs im Vergleich zu 1932 bekannt.
In England werden vier Menschen durch eine Paketbombe der IRA in der Euston Station in London verletzt.

7.2.1940
Das Nationalsozialistische Frauenwerk richtet eigene Ausbildungslehrgänge für Hausfrauen ein. Die Kurse sollen an hauswirtschaftlichen Fach- und Berufsschulen abgehalten werden.
Den Juden in Warschau wird der Besuch der öffentlichen Bibliotheken der Stadt untersagt.
Zwei Mitglieder der Irisch-Republikanischen Armee (IRA), Barnes und Richards, wurden von einem Londoner Gericht aufgrund eines im Dezember 1939 begangenen Bombenanschlags in Coventry (Südengland) zum Tode verurteilt, und werden im Winson Green Gefängnis von Birmingham hingerichtete.

8.2.1940
Der US-amerikanische Konzern Standard Oil Company, New Jersey, bestätigt offiziell den Erwerb von Patenten zur Herstellung synthetischen Kautschuks des Chemieunternehmens I. G. Farbenindustrie AG.
Der deutsche Agent William Sebold (Decknamen Harry Sawyer) kommt in New York an, um das deutsche Agenten-Netzwerk in den USA zu leiten. Zu seiner besonderen Ausrüstung gehören 'Mikropunkte'. Sebold ist jedoch ein Doppelagent, welcher auch für das amerikanische FBI arbeitet.
In Lotz wird ein Judenghetto errichtet. Es war nach dem Warschauer Ghetto das zweitgrößte Ghetto.
Große Umwälzungen in der Textilindustrie mittels neuer Stoffe und Waschmittel werden auf einer Tagung des Gauamtes für Technik in Dessau angekündigt.
Die "Deutsche Allgemeine Zeitung" veröffentlicht einen Appell des Fachamtes Druck und Papier der Deutschen Arbeitsfront (DAF), in dem alle deutschen Betriebe aufgefordert werden, die vorhandenen Altpapiermengen für die Wiederverwertung zu sammeln.
Die Pariser Polizei stellt nach einer Razzia bei der Sowjetischen Presse-Agentur fest, daß diese als Deckmantel für eine pro-deutsche Propaganda-Agentur verwendet wird.
Im Zürcher Schauspielhaus findet die Premiere des Dramas "Dantons Tod" von Georg Büchner unter Mitwirkung von emigrierten deutschen Schauspielern statt.
Der Berliner "Gloria Palast" zeigt den Propagandafilm "Feuertaufe" (Feldzug in Polen) als Uraufführung.
In New York stellt der US-amerikanische Trickfilmzeichner Walt Disney (eigentl. Walter Elias Disney) seine neueste Filmproduktion mit dem Titel "Pinocchio" vor.

9.2.1940
In einer Verfügung stellen Hermann Göring, Rudolf Heß und Wilhelm Frick fest: „Die Menschenführung ist allein Aufgabe der Partei und wird in der Kreisstufe durch den Kreisleiter wahrgenommen."
Wegen des unerlaubten Empfangs "feindlicher" Sender und der Verbreitung ihrer Nachrichten verurteilt das Hanseatische Sondergericht in Hamburg einen Mann zu fünf Jahren Zuchthaus.
Deutsche Zerstörer legen Minen im 'The Wash' an der britischen Ostküste aus.
Die Finnen bringen einen russischen Angriff im Summa-Abschnitt der Mannerheim-Linie zum stehen.
In der neutralen Türkei werden 80 deutsche technische Berater von der Regierung entlassen.
In New York siegt der US-Boxweltmeister im Schwergewicht, Joe Louis, über Arturo Godoy (CHI) in einem 15-Runden-Kampf nach Punkten.

10.2.1940
Reichsarbeitsminister Franz Seldte erlässt eine Anordnung über den Mißbrauch von wirtschaftlichen Dienstverpflichtungen in Betrieben. Diese sollen Fachkräfte nur im notwendigen Rahmen beschäftigen, so dass eine gerechte Verteilung der qualifizierten Arbeitskräfte über das Reichsgebiet gewährleistet ist.
Adolf Hitler ist wieder in Berlin und hält eine Besprechung mit Franz Halder. Anschließend besichtigt der Führer eine neuen Panzer-Kanone.
Sechs deutsche Handelsschiffe verlassen Vigo in Spanien um die alliierte Blockade zu durchbrechen. Alliierte Kriegsschiffe fangen vier ab, eines läuft vor Nord-Norwegen auf Grund und nur eines (Wangoni) erreicht Kiel.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den Tenno zum 2.600-jährigen Bestehen des japanischen Kaiserhauses.
Die USA gewähren Finnland eine Anleihe in Höhe von 20 Millionen US-Dollar (90,2 Mio. RM), die ausschließlich zum Kauf von umfangreichen US-Kriegsmaterial bestimmt ist.
Ein Gesetz der mexikanischen Regierung stellt die gesamte Erziehung der Jugend unter die Kontrolle des Staates mit dem Ziel, eine umfassende sozialistische Erziehung zu ermöglichen.

11.2.1940
Eine großangelegte Offensive der Roten Armee gegen die finnische Mannerheim-Linie (benannt nach dem finnischen Oberbefehlshaber Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim) führt zum Durchbruch der Roten Armee bei Summa und zwingt die Finnen zur Rücknahme ihres Südflügels in den Raum östlich von Wyborg.
Ein in Moskau unterzeichnetes Wirtschaftsabkommen zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion sichert dem Reich u.a. umfangreiche Erdöl-, Edelmetall und Getreidelieferungen.
Bei der am 10. Februar in Arosa begonnenen Schweizerischen Meisterschaft im Eiskunstlauf siegen in den Einzelwettbewerben Karl Enderlin und Angela Anders. Den Paarlaufwettbewerb gewinnen die Geschwister Dubois.

12.2.1940
Reichsjustizminister Franz Gürtner verfügt in einem Erlass zur Vereinheitlichung der deutschen Justiz die reichseinheitliche Ausbildung für Amtsanwälte.
Aus dem Reichsgebiet werden bis zum 15. Februar die ersten Judendeportationen in den Bezirk Lublin im Generalgouvernement durchgeführt. Die Transporte kommen u.a. aus den Städten und Kreisen Schneidemühl (Pila), Stettin (Szczecin) und Stralsund.
Adolf Hitler ist erkältet und nimmt keinen Vortrag seiner militärischen Referenten entgegen.
Britische Bomber fliegen über den Rhein und werfen ihre Last über Düsseldorf ab, wo sie die Industrie schwer treffen. Etwa die Hälfte der dortigen Fabriken wird zerstört. Auf dem Rückflug erwischen unsere Jäger die Bomber und schiessen viele ihrer Flugzeuge ab.
Das finnische Kabinett beschließt prinzipiell Frieden mit Russland zu schließen.
U-33 wird vom englischen Minensucher HMS Gleaner in der Clyde versenkt. Dabei können die Walzen der Enigma-Chiffriermaschine geborgen werden.
In Kopenhagen verbessert die Dänin Ragnhild Hveger den Weltrekord im 500-m-Kraulschwimmen um eine Sekunde auf 6:27,8 min. Die bisherige Weltbestleistung hielt die Belgierin Fernande Caroens.

13.2.1940
In München tritt das Oberste Parteigericht der NSDAP über Julius Streicher, Herausgeber der antisemitischen Kampfzeitschrift "Der Stürmer" und Gauleiter von Franken, zusammen. Streicher wurde vom obersten Parteigericht zwar nicht bestraft, aber doch aller Ämter enthoben.
Vom Amtsgericht Darmstadt wird eine Jüdin zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt, da sie sich an der Wahl zum Reichstag vom 10. April 1938 beteiligt und damit gegen das geltende Reichstagswahlgesetz verstoßen hatte.
Die schwedische Regierung lehnt ein Ersuchen Finnlands um Waffenhilfe ab.
Bei der täglichen militärischen Besprechung gibt sich Adolf Hitler überzeugt, dass die Westmächte sich untätig verhalten, wenn sie Holland und Belgien besetzen.
In einer Presseerklärung führt der britische Luftfahrtminister, Sir Kinsley Wood, die Vermutung an, dass die Zahl der von Deutschen erschossenen Polen etwa 15.000 Menschen betrage.
Die "Frankfurter Zeitung" veröffentlicht Tips und Regeln zur Anfertigung von Kleidungsstücken mit nur einer Rolle Nähseide.

14.2.1940
In Berlin ruft die Reichsmusikkammer die Veranstaltung »Stunde der Unterhaltungsmusik« ins Leben, in deren Rahmen »wertvolle deutsche Musik« regelmäßig in Cafés und bei öffentlichen Anlässen aufgeführt werden soll.
Eine finnische Note an die UdSSR, welche auch vielen anderen Regierungen bekannt gemacht wird, wirft dieser 'illegale' Methoden der Kriegsführung vor, unter anderem die wahllose Bombardierung unverteidigter Städte, Krankenhäuser und Eisenbahnzügen sowie die missbräuchliche Verwendung der 'Weissen Fahne' (einige russische Soldaten haben vor dem Angriff ihre Kapitulation vorgetäuscht).
Die IRA legt fünf Bomben in Birmingham. Zwei Geschäfte werden verwüstet.
Die britische Regierung gibt die formale Erlaubnis, daß britische Freiwillige in den finnischen Streitkräften kämpfen dürfen.
Der US-amerikanische Senat nimmt eine Gesetzesvorlage an, die eine Erhöhung des Kapitals der Ex- und Importbank um 100 Millionen US-Dollar (451 Mio. RM) zur Finanzierung von Handelsgeschäften mit Südamerika vorsieht.

15.2.1940
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stattet dem Reichsorganisationsleiter der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Robert Ley einen Besuch in dessen Wohnung ab und gratuliert ihm zum 50. Geburtstag. Gleichzeitig erteilt er ihm den Auftrag, in Zusammenarbeit mit den hierzu berufenen Stellen der Partei und des Staates,
Vorschläge zur "Durchführung einer umfassenden und großzügigen Altersversorgung des deutschen Volkes" zu erarbeiten.
Der Oberbefehlshaber der deutschen Besatzungsstreitkräfte in Polen, Johannes Albrecht Blaskowitz, protestiert beim Oberbefehlshaber des deutschen Heeres, Generaloberst Walter von Brauchitsch, gegen die Vorgehensweise der Schutzstaffel (SS) und der Polizei in Polen.
Hermann Göring, Beauftragter für den Vierjahresplan, betont in einer Rundfunkrede an die landwirtschaftliche Bevölkerung die Notwendigkeit einer Produktionssteigerung. Die Parole für die "Erzeugungsschlacht 1940" lautet: "Jeder Hektar muss ausgenutzt werden".
Großhandel und Gewerbe im Deutschen Reich werden in die Zwangsbewirtschaftung von Rohstoffen miteinbezogen. Der Kauf von Spinnstoffwaren ist nur noch mittels Bezugsschein möglich.
Die "Neue Zürcher Zeitung" veröffentlicht den Aufruf: "Schweizerfrau, lerne schießen!" Nach offiziellen Verlautbarungen haben sich schon 130 Frauen freiwillig zur Ausbildung an der Waffe gemeldet.
Die finnischen Truppen ziehen sich auf die rückwärtigen Stellungen der Mannerheim Line zurück. Der Rückzug ist bis zum 17. Februar beendet.
Durch den seit Wochen anhaltenden Frost ist die Ostsee zwischen der baltischen Küste und Schweden so weit zugefroren, dass schon bald eine fußfeste Verbindung entstehen kann. Schweden und Dänemark sind bereits über den zugefrorenen Öresund miteinander verbunden.
In der Weltrangliste der besten Sechstagefahrer stehen die Dortmunder Radprofis Heinz Vopel (97 Pkt.) und Gustav Kilian (92 Pkt.) an dritter und vierter Stelle.

16.2.1940
Beim Altmark-Zwischenfall im Jössingfjord erfolgte ein englischer Angriff auf das deutsche unbewaffnete Handelsschiff „Altmark“ in neutralen norwegischen Hoheitsgewässern, wobei sieben deutsche Matrosen von Engländern ermordet wurden. Ein Enterkommando des englischen Zerstörers „HMS Cossack“ entführte dabei rund 300 englische Kriegsgefangene, die zuvor von der „Admiral Graf Spee“ im Süd-Atlantik gerettet worden waren. Die Räume der „Altmark“ wurden geplündert, obwohl die Deutschen keinen Widerstand leisteten. Am 16. Februar 1940 wurde die „Altmark“ von norwegischen Torpedobooten angehalten und kontrolliert. Man gestattete die Weiterfahrt unter Begleitung. Inzwischen hatten jedoch die Briten das Schiff geortet und es wurde von englischen Flugzeugen innerhalb der norwegischen Hoheitsgewässer gesichtet. Als drei britische Zerstörer in Sicht kamen, zog sich die „Altmark“ in den neutralen Jössing-Fjord zurück. Inzwischen hatten die norwegischen Torpedoboote Anweisung, sich längsseits der „Altmark“ zu legen, um ein Entern durch die Engländer zu verhindern. Eine halbe Stunde vor Mitternacht lief jedoch der britische Zerstörer „Cossack“ in den Fjord ein, legte sich längsseits der „Altmark“ und führte völkerrechtswidrig den Überfall durch. Der Befehl an die norwegischen Torpedoboote, dies zu verhindern, war inzwischen widerrufen worden. Hitler drängt durch den Zwischenfall auf die Vorbereitung des Unternehmens „Weserübung".

Das offizielle Organ der zionistischen Vereinigung Belgiens, „L´avenier Juif", Nr. 191, proklamierte das „jüdische Jahrhundert" und erhob folgenden Anspruch auf die Weltherrschaft: „Am Ende des gegenwärtigen Krieges wird man sagen können, daß alle Straßen nach Jerusalem führen. Es wird kein einziges Problem in Mittel- und Osteuropa geben, welches ohne Jerusalem gelöst werden kann...."
Unter Vorsitz des Reichsleiters Walter Buch kommt das Parteigericht in München zur Erkenntnis: Frankens Gauleiter Julius Streicher ist zur Menschenführung nicht geeignet. Streicher wird jede politische Tätigkeit als Gauleiter untersagt, er muss Nürnberg verlassen und sich auf sein Gut Pleikertshof zurückziehen. Julius Streicher darf den Titel „Gauführer" behalten und sein antisemitisches Blatt „Der Stürmer" weiterführen. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Gaues Franken wird Hans Zimmermann beauftragt, da der Stellvertretende Gauleiter Karl Holz vorübergehend seiner Ämter enthoben wird.
Während des Essens in der Reichskanzlei erkundigte sich Rudolf Heß nach den Ansichten über die Engländer: Seufzend erklärte Hitler: »Wenn die Engländer nur wüßten, wie wenig ich von ihnen fordere!«. Einmal äußerte er: »Das sind für uns wertvolle Persönlichkeiten, mit denen ich Frieden schließen möchte!«
Bezugsscheine für die Brautausstattung werden nach einer Verordnung von Reichswirtschaftsminister Walther Funk nur noch nach Vorlage des standesamtlichen Aufgebots ausgegeben.
Schweden lehnt den finnischen Aufruf zum Durchmarschrecht für fremde (alliierte) Truppen und direkte militärische Hilfe ab.
Der Schweizer Bundesrat verbietet die Veröffentlichung des Werkes "Gespräche mit Hitler" des emigrierten, ehemaligen Danziger Senatspräsidenten Hermann Rauschning in der Schweiz.
Das Zürcher Kunsthaus zeigt eine Paul-Klee-Ausstellung anlässlich des 60. Geburtstages des Künstlers. Die Kunstausstellung endet im März.
In Hamburg wird der Film "Ein Mann auf Abwegen" (Regie: Herbert Selpin) uraufgeführt. Hans Albers spielt die Hauptrolle.

17.2.1940
Erich von Manstein, General der Infanterie, trägt Adolf Hitler seinen Plan für eine Westoffensive vor, der den Schwerpunkt des Angriffs auf einen Panzervorstoß gegen Sedan legt ("Sichelschnittplan"). Hitler stimmt diesem Plan zu.
Die deutsche Regierung erklärt sich bereit, auf der Grundlage einer Gegenseitigkeitsgarantie, keine Repressalien gegen internierte Zivilpersonen vorzunehmen, keine Masseninternierungen vorzunehmen und die IKRK-Besichtigung zu erlauben.
US-Präsident Roosevelt sckickt den Unterstaatssekretär Sumner Welles auf eine Informationsreise nach Europa und ernennt Myron C. Taylor als seinen 'persönlichen Vertreter' beim Vatikan.
Die Bergbau AG Ewald-König-Ludwig, Herten, ist einer Mitteilung der "Frankfurter Zeitung" zufolge mit sofortiger Wirkung in die Reichswerke Hermann Göring eingegliedert.
Das Berliner Sondergericht verurteilt einen Berliner Drucker als sog. Volksschädling zu drei Jahren Zuchthaus wegen Nachdrucks von Fleischmarken.
Das Budapester Eishockeyteam unterliegt der Zürcher Mannschaft bei einer Begegnung in Zürich 2:9 (1:3, 1:4, 0:2).
In Ruhpolding beginnen die nordischen Deutschen Skimeisterschaften. Einer der erfolgreichsten Teilnehmer des bis zum 19. Februar dauernden Wettbewerbs ist Weltmeister Gustl Berauer.

18.2.1940
Mit einem Flottenvorstoß der Schlachtkreuzer "Gneisenau" und "Scharnhorst" sowie der schwere Kreuzer "Admiral Hipper" machen unter Führung von Admiral Wilhelm Marschall (Unternehmen "Nordmark") eine erfolglose Feindfahrt gegen die englische 'HN'-Konvoi-Route zwischen Großbritannien und Skandinavien. Die begleitenden U-Boote können jedoch 12 Handelsschiffe und den englischen Zerstörer HMS "Daring" versenken. Die Aktion wurde jedoch zwei Tage später wegen der geringen Ergebnissen abgebrochen.
An der Westfront unternimmt eine deutsche Infanterie-Abteilung, unterstützt von schweren Granatwerfern einen erfolglosen Überfall auf einen französischen Vorposten an der Mosel.
Adolf Hitler hält eine Besprechung mit Walther von Brauchitsch und Franz Halder. Besprechungspunkt: Angriffsführung im Westen (Sichelschnittplan).

19.2.1940
Der Rotary-Club, eine internationale Vereinigung führender Persönlichkeiten, von Rechtsanwalt Paul Harris in Chicago gegründet, feiert sein 35jähriges Jubiläum.
Adolf Hitler sendet Sven Hedin ein Glückwunschtelegramm zum 75. Geburtstag und lässt ihm durch den deutschen Gesandten in Stockholm das „Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler" überreichen.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler lässt den Gesandten Kurt Bräuer bei der Beerdigung der „Altmark"-Toten im norwegischen Sogndal einen Kranz niederlegen.
König Gustav von Schweden bekräftigt erneut seine Entschlossenheit in dem Russisch-Finnischen Konflikt neutral zu bleiben: "Von der ersten Stunde an habe ich Finnland darüber informiert, daß es leider nicht mit einer militärischen Intervention durch Schweden rechnen kann."
Das am 17. Februar begonnene Etappenskirennen rund um die Dolomiten in Cortina d'Ampezzo endet mit folgendem Gesamtergebnis: Gewinner im Gesamtklassement ist Achile Compagnoni (ITA); Zweiter wird Giovanni Scandola (ITA).

20.2.1940
Ägyptens Ministerpräsident Ali Mahir Pascha erklärt öffentlich, er wolle weder Truppen nach Europa schicken noch sich an dem europäischen Krieg beteiligen.
Adolf Hitler bestimmt in einer Verfügung, dass über die Austragung von Ehrenhändel der Zweikampf verboten wird.
Mit dem Aufruf "Hilf mit im Deutschen Frauenwerk" sollen Frauen für Näharbeiten von Soldatenkleidung in sog. Ausbesserungsgemeinschaften geworben werden.
Die Finnen wehren heftige russische Angriffe über den zugefrohrenen Fluß Taipale ab.

21.2.1940
Adolf Hitler ernennt General Nikolaus von Falkenhorst zum Leiter der Operation »Weserübung«, der geplanten Besetzung Dänemarks und Norwegens.
SS-Gruppenführer Richard Glücks, Inspekteur der Konzentrationslager, berichtet dem Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler: »Auschwitz, eine ehemalige polnische Artilleriekaserne, ist nach Abstellung einiger sanitärer und baulicher Mängel als Quarantänelager geeignet«.
Hermann Göring ernennt den Korpsführer des NSKK, Reichsleiter Adolf Hühnlein, zum „Beauftragten für den motorisierten Transport der Kriegswirtschaft".
Nach einem Abkommen zwischen dem italienischen Spitzenverband der Landarbeiter und zuständigen deutschen Behörden soll die Anwerbung italienischer Arbeiter für das Deutsche Reich auch im Jahr 1940 weiter fortgesetzt werden.
Die englische Regierung gibt den Verteidigungshaushalt für die Armee, Marine und Luftwaffe für 1940 und für die Dauer des Krieges mit jeweils £100 bekannt (der tatsächliche Etat wird aus Gründen der Geheimhaltung gegenüber dem Kriegsgegner nicht bekannt gegeben).
Als Sofortmaßnahme für den Engpass bei der Kohle wegen des seit Wochen anhaltenden strengen Winters wird der Verkehr von Personenzügen im Deutschen Reich reduziert.
Ein Erlass von Reichserziehungsminister Bernhard Rust über die "Pflege des Luftfahrtgedankens in der Schule" verfügt, dass das Thema in allen Schulfächern behandelt werden soll.
Ein erster erfolgreicher Test einer Magnetfeldröhre in der Universität von Birmingham ermöglicht England einen uneinholbaren Vorsprung in der Entwicklung des Kurzwellen-Radars.

22.2.1940
Der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Frankreich, General Maurice Gustave Gamelin, legt seine Studien über einen möglichen Angriff der Alliierten auf die russischen Ölfelder bei Baku der französischen Regierung vor.
In einem Brief an NS-Reichsleiter Alfred Rosenberg gibt Stabsleiter Martin Bormann Richtlinien zur Erteilung des Religionsunterrichts bekannt. Die christliche Glaubenslehre soll danach mit nationalsozialistischen Inhalten in einen Zusammenhang gebracht werden.
Deutsche He111-Kampflugzeuge bombardieren irrtümlich zwei deutsche Zerstörer bei den Friesischen Inseln. Die Schiffe geraten dadurch in ein englisches Minenfeld und sinken.
Eine Bombe der IRA explodiert in der Oxford Street in London, wobei sieben Menschen schwer verletzt werden. Dies ist der letzte große IRA-Anschlag auf der britischen Insel, welche am 16. Januar 1939 begonnen hatten.
Der US-amerikanische Großindustrielle und Milliardär Nelson Aldrich Rockefeller überreicht der finnischen Regierung zur Unterstützung ihrer Truppen im Finnisch-Sowjetischen Krieg einen Scheck in Höhe von 100.000 US-Dollar (451.000 RM).
In Tibet wird der sechsjährige Dalai Lama, Jampel Ngawang Lobsang Yishey Tenzing Gyatso ('glorreiches Angebot, mächtige Sprache, hervorragende Intelligenz, absolute Weisheit, Bewahrer der Lehre über alle Ozeane') in Lhasa getrohnt.

23.2.1940
Zum erstenmal seit Kriegsbeginn tagt die Exekutive der Sozialistischen Arbeiter-Internationale (SAI) in Brüssel.
Der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt, wird zum Generalinspekteur für Sonderaufgaben im Vierjahresplan ernannt.
Die NSDAP gedenkt des 10. Todestages Horst Wessels. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler lässt durch Stabschef Viktor Lutze einen Kranz niederlegen.
In einer Lagebesprechung von Adolf Hitler mit Erich Raeder untersagt Hitler „aus politischen Gründen" den Einsatz von U-Booten vor Halifax (USA) und im Mittelmeer.
Die englische RAF fliegt eine Aufklärungsmission bis nach Prag und wirft dabei Flugblätter ab (Nacht zum 24. Februar).
Das dominikanische Parlament beschließt, die sofortige Einreiseerlaubnis für 500 jüdische Familien zu erteilen. Dies bedeutet den ersten Schritt zur geplanten Ansiedlung von rund 100 000 jüdischen Flüchtlingen in Santo Domingo.

24.2.1940
Zum »20. Gedenktag der Verkündung des Parteiprogramms« hält Adolf Hitler eine Rede im Hofbräuhausfestsaal in München, in der er auf die für beide Völker »segensreiche deutsch-sowjetische Verbindung« eingeht. Diese sei am 11. Februar durch das neue Wirtschaftsabkommen noch einmal gefestigt worden.
Adolf Hitler sendet dem Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl ein Glückwunschtelegramm zum 65. Geburtstag.
Bei der Konferenz der skandinavischen Außenminister in Kopenhagen (24.-25. Februar) beteuern die erneut die 'absolute Neutralität' von Dänemark, Norwegen und Schweden.
Der britische Premierminister Arthur Neville Chamberlain verurteilt in Birmingham die angeblichen Nazi-Kriegsziele: "Vernichtung dieser Nation (Großbritannien) und Beherrschung der Welt", erklärt jedoch auch seine Bereitschaft eine Lösung des Konfliktes mit einer anderen deutschen Regierung zu erreichen.
Der deutsche Botschafter a. D. Ulrich von Hassell verfaßt nach geheimen Beratungen mit Ludwig Beck, Carl Friedrich Goerdeler und dem preußischen Finanzminister Johannes Popitz ein Programm für den Fall des Umsturzes in Deutschland, das von Hassell ein dem Kreise um Lord Edward Halifax nahe stehenden Engländer übergibt.

25.2.1940
In Schweden tritt ein neues Gesetz zur Devisenbewirtschaftung in Kraft. Nur die schwedische Reichsbank und zu Devisenbanken erklärte Geldinstitute sind danach zur Devisenabgabe ermächtigt.
Die erste Staffel der Royal Canadian Air Force (RCAF) aus Kanada kommt in Großbritannien an.

26.2.1940
Das Reichsgesundheitsamt warnt Frauen vor dem Rauchen. Es teilt mit, daß »die rauchende Frau schwerwiegende Folgen für die Zukunft und Gesundheit des gesamten deutschen Volkes« mit sich bringe.
Der US-Botschafter Sumner Welles, welcher mit einem Angebot für eine amerikanische Vermittlung in Europa ausgestattet ist, beginnt eine Reihe von Treffen mit europäischen Regierungschefs (Mussolini, Hitler, Chamberlain, Daladier, Reynaud, die Könige von England und Italien sowie mit dem Papst). Seine Reise endet am 20. März.
Die kanadische Zeitung „Evening Telegram", Toronto schreibt: „Der jüdische Weltkongreß steht seit sieben Jahren mit Deutschland im Krieg." Der „Jüdische Weltkongress" (Maurice Perlzweig), British Section bestätigte am selben Tag: „Der jüdische Weltkongress befindet sich seit sieben Jahren ununterbrochen im Krieg mit Deutschland."

27.2.1940
Im Winterkrieg in Finnland beginnen die Finnen damit, sich auf die letzten Auffangstellungen der Mannerheim-Linie zurückzuziehen.
Das Sondergericht in Ibbenbüren verurteilt zwei Postbeamte wegen Unterschlagung von Feldpostpäckchen zu 15 Jahren Zuchthaus und Aberkennung der Ehrenrechte auf Lebenszeit.

28.2.1940
Reichspresseleiter Otto Dietrich hebt auf einer Tagung in Berlin die Bedeutung der Presse für propagandistische Aufgaben während des Krieges hervor.
Adolf Hitler sendet dem Präsidenten der Dominikanischen Republik ein Glückwunschtelegramm zum Unabhängigkeitstag.
In einer Rede in Münster erklärt Joseph Goebbels: „95% aller Hitler-Jugendführer stehen heute in der Wehrmacht. 400 von ihnen seien im Polenfeldzug gefallen. 68% der SA-Männer seien in die Wehrmacht integriert."
Die Finnen erstürmen das befestigte Lager der ausgehungerten 34.Moskauer Tank-Brigade in der Nähe von Kitelä und erbeuten 105 Panzer, 200 Lastkraftwagen und Feldwagen.

29.2.1940
Adolf Hitler diktiert persönlich „Richtlinien" für die Unterhaltung mit dem amerikanischen Unterstaatssekretär Sumner Welles für Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop und Rudolf Heß, die außer ihm mit dem amerikanischen Gast sprechen sollen.
Juden dürfen nicht mehr die Laufbahn des gehobenen Bibliothekendienstes ergreifen.
In Finnland beginnt Schlacht von Wyborg. Die Russen unternehmen alle Anstregungen um den Widerstand auf der Karelischen Landenge zu brechen und schließen die Stadt Wyborg durch das Erreichen der Straße Wyborg-Helsinki bis zum 13.März ein.
Der französische Finanzminister Paul Reynaud spricht über Rundfunk über die Gefahren der galoppierenden Inflation (le cycle infernal). Die Gegenmaßnahmen der Regierung beinhalten das Einfrieren der Preise, strenge Nahrungsmittel-Rationierung, Erdöl-Rationierung, die Neubewertung der Goldreserven und den Einsatz von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.
Eine Anordnung der britischen Regierung legt Siedlungsrechte für Juden und Araber in Palästina fest, um "die angestammten Rechte der arabischen Bevölkerung" zu wahren.
Im Rahmen der Pressegleichschaltung stellt die "Wiener Zeitung" ihr Erscheinen ein.

Am 28. September 1939 schloss die Sowjetunion mit dem Deutschen Reich einen Grenz- und Freundschaftsvertrag und am 10. Februar 1940 ein Wirtschaftsabkommen ab. Die Gründe für den Hitler-Stalin-Pakt sind in der Geschichtsforschung umstritten. Hier im Bild der russische Außenminister Molotow bei der Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffs-Vertrages vom 23. August 1939: v. Ribbentrop, Stalin, Unterstaatssekretär Gauß, Legationsrat und Dolmetscher Hilger, Molotow und Botschafter Graf v. der Schulenburg. Über diese Beziehungen bezog das Deutsche Reich bis Juni 1941 wichtige Rohstoffe wie Erdöl, Chrom- und Manganerz aus der Sowjetunion. Neben der Sowjetunion war Rumänien für das Deutsche Reich das einzige Versorgungsgebiet für Roh- und Mineralöl. Der Transport des Öls erfolgte mit Tankkähnen über die Donau.

Die »Altmark« im Jössingfjord, als der englische Zerstörer Cossack in die neutralen norwegischen Hoheitsgewässer eindrang. Die Briten enterten das Schiff und töten dabei mehrere deutsche Seeleute.

Die ermordeten deutschen Seeleute werden nach dem Altmark-Zwischenfall an Land gebracht. Sie werden im norwegischen Sogndal beerdigt. Der deutsche Gesandten Kurt Bräuer legt ein Kranz nieder.

Sowjetisch-Finnischer Winterkrieg

Sowjetisch-Finnischer Winterkrieg

Sowjetisch-Finnischer Winterkrieg

Sowjetisch-Finnischer Winterkrieg

Hundert Meter vom Feind entfernt liegt eine finnische MG-Vorhut im Februar 1940 auf ihrem Wachposten nordöstlich des Ladoga-Sees.                  

Hundert Meter vom Feind entfernt liegt eine finnische MG-Vorhut im Februar 1940 auf ihrem Wachposten nordöstlich des Ladoga-Sees.                  

Finnische Skisoldaten im Finnlandkrieg in Weiss, vorne laufen sie mit den Skiern und hinten bleiben andere in ihrer liegenden Position.              

Finnische Skisoldaten im Finnlandkrieg in Weiss, vorne laufen sie mit den Skiern und hinten bleiben andere in ihrer liegenden Position.              

Die »HMS Cossack« war ein Zerstörer der Tribal-Klasse der britischen Royal Navy, bekannt durch seine Rolle im sogenannten Altmark-Zwischenfall.

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Der britische König Georg VI.

Julius Dorpmüller

Bernhard Rust

Isaac Leslie Hore-Belisha

Hanns Kerrl
Erich von Manstein
Nikolaus von Falkenhorst
Richard Glücks
Maurice Gustave Gamelin
Alfred Rosenberg

Ulrich von Hassell

 
Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Die Wochenschau vom 10.1.1940 - Seit dem Krieg findet zum ersten Mal wieder Rekrutenvereidigung in Posen statt. Fieberhafte Arbeit Tag und Nacht in den  Werken  der  Ruestungsindustrie  und  Waffenproduktion.

Die Wochenschau vom 31.1.1940 - Pioniere bei der schweren Arbeit im Winter anlaesslich des Baus einer Behelfsbruecke. Immer wieder neue Erfolge der deutschen U-Boote.  Ehrung  durch  Admiral  Karl  Doenitz.

Die Wochenschau vom 31.1.1940 - Mit seiner Rede vom 30. Januar im Sportpalast setzt sich der Fuehrer mit den Absichten der Feindmaechte auseinander. Feindliche Millitaerattaches wohnen einer Angriffsuebung eines Infanterie-Bataillons bei, Pioniere sichern dabei das Vorruecken.