Chronik des Nationalsozialismus Januar / Februar 1941

JANUAR 1941

1.1.1941
In einem Aufruf zum Jahreswechsel kündigt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Vernichtung der demokratischen Kriegsverbrecher an: „Das Jahr 1941 wird die Vollendung des größten Sieges unserer Geschichte bringen!" An die Parteigenossen verkündet er: „(…) das Jahr 1940 hat Entscheidungen gebracht, wie sie die Geschichte der Völker in ähnlichem Ausmaß und Tempo noch nie gesehen hat. (...) Damit findet nun der Krieg seine Fortsetzung bis zur Vernichtung dieser verantwortlichen Elemente! Das die Wehrmacht gut ist, ist bewiesen, dass sie aber in den kommenden Monaten noch besser sein wird, ist unser Entschluss."
Telegrammwechsel zwischen Adolf Hitler und König Viktor Emanuel III. von Italien. Außerdem schreibt er an den Duce zum Jahreswechsel einen langen Brief mit einer allgemeinen Übersicht über die Lage.
Gauleiter Ernst Wilhelm Bohle, Chef der Auslandsorganisation der NSDAP, prophezeit den Auslandsdeutschen: „Ihr werdet Mitgestalter des weltumspannenden Umbruchs sein, der im Entscheidungsjahr 1941 mit dem deutschen Endsieg besiegelt werden wird."
In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar greifen 95 RAF-Bomber Bremen an.
In der Schweiz löst Ernst Wetter für das Jahr 1941 den bisherigen Bundespräsidenten Marcel Pilet-Golaz ab.
Das schweizerische Bürgerrecht wird dahingehend geändert, dass eine Aberkennung des Bürgerrechts künftig möglich ist.

2.1.1941
Bauern in der Ukraine erhalten erstmals Lohnzuschläge zu dem gebräuchlichen "Tagwerk" für besondere Leistungen im Getreideanbau und bei der Viehzucht, ab dem 19. Februar wird diese Regelung auch auf das Moskauer Gebiet ausgedehnt.
Starke Schneefälle und strenger Frost bringen den Verkehr insbesondere im Süden des Deutschen Reichs zum Erliegen; bis zum 5. Januar ist jede direkte Verkehrsverbindung von Bayern zum Norden unterbrochen.

3.1.1941
111 deutsche Flugzeuge werfen 115 t Sprengbomben und 392 Brandschüttkästen über der britischen Stadt Cardiff ab.
Der Schweizer Bundesrat ordnet die Erhebung eines Auswanderer-Wehrbeitrages an; zahlungskräftige Emigranten sollen eine Sondersteuer zugunsten des Wehretats zahlen.
Martin Bormann teilt in einem Schreiben an Friederich Wolffhardt den Wunsch Adolf Hitlers mit, den Aufbau einer Bibliothek innerhalb des Museums Linz aufzubauen, es sollte einmal 250.000 Bände mit nur „wirklich wertvoller Literatur" umfassen.
In Berlin wird der Film "Blutsbrüderschaft" uraufgeführt, in dem Anneliese Uhlig, Hans Söhnker, Rudolf Platte und Erich Ponto unter der Regie von Lothar Mayring die Hauptrollen spielen.

4.1.1941
Die deutsche Luftwaffe greift mit 178 Flugzeugen die britische Stadt Bristol an.
Adolf Hitler empfängt auf dem Berghof den bulgarischen Ministerpräsidenten Bogdan Filow.
Eine kleine Streitmacht aus Tuareg und Tibesti Stammesangehörigen unter frei-französischen Offizieren marschieren 485 km quer durch die Wüste vom Tschad zur Murzuk-Oase in Süd-Libyen und überfallen und zerstören die dortige italienische Luftwaffenbasis. (Murzuk-Raid)
In Paris stirbt der am 18. Oktober 1859 geborene Philosoph Henri Bergson, der 1927 den Literaturnobelpreis erhielt.

5.1.1941
Bei nächtlichen Luftangriffen der deutschen Luftwaffe auf London wird das Gebäude der britischen Rundfunkgesellschaft British Broadcasting Corporation (BBC) von Bomben getroffen.
Britische Truppen erobern das bislang von italienischen Einheiten besetzte Bardia in Libyen. Dabei werden 45.000 italienische Kriegsgefangene eingebracht und 130 Panzerfahrzeuge erbeutet oder zerstört.
Der bekannte Langstrecken-Flieger Amy Johnson kommt während eines Einsatzes für das Air Transport Auxiliary (freiwilliges Hilfs-Transportflieger-Korps) bei einem Luftzusammenstoß über der Themsemündung ums Leben.
Die britische Korvette „Anemone" versenkt das große italienische Unterseeboot „Nani" nordwestlich von Irland.
Dr. Otto Ambros, vom IG-Farben-Konzern, besucht das Planungsbüro in Kattowitz, um einen Standort für ein neues Chemiewerk zu finden, wo synthetischer Kautschuk hergestellt werden soll. Er entscheidet sich für Auschwitz, weil aus dem KZ ein großer Teil des Arbeitskräftebedarfs gedeckt werden soll.
Die Zeitung "Münchner Neueste Nachrichten" berichtet, dass von den japanischen Behörden die Tanzlokale in Tokio geschlossen werden, da die europäische und US-amerikanische Form des Tanzes als unmoralisch betrachtet wird.

6.1.1941
Erstmals werden deutsche Sturzkampfflugzeuge (Stukas) gegen britische Seestreitkräfte im Mittelmeer eingesetzt.
In einem Führerbefehl wird dem U-Boot-Krieg Vorrang in der Kriegführung gegen England eingeräumt.
Die Deutsche Lufthansa AG feiert ihr 15jähriges Bestehen.
Franklin D. Roosevelt unterbreitet dem Kongress den Plan der
Pacht- und Leihhilfe (Lend-Lease Bill) für die Anti- Achsenmächte in einem State-of-the-Union Rechenschaftsbericht und unternahm damit den größten und nachhaltigsten seiner Schritte in den Weltkrieg. Neben enormen Ausgaben empfahl sein Gesetzentwurf weitreichende Ermessensvollmachten für den Präsidenten.

7.1.1941
Adolf Hitler greift nach einem Vortrag von Karl Dönitz in den Bereich der Luftwaffe ein und unterstellt das Kampfgeschwader 40 in Bordeaux dem Befehlshaber der Unterseeboote (BdU) zu Aufklärungsflügen.
Adolf Hitler sendet vom Obersalzberg aus ein Glückwunschtelegramm an den Gauleiter des Gaues Bayerische Ostmark Fritz Wächtler zum 50. Geburtstag. Gleichzeitig übermittelt er ihm sein Bild im silbernen Rahmen.
In den Vereinigten Staaten wird eine Oberste Behörde zur Koordinierung der Produktion von Rüstungs- und Verteidigungsgütern eingesetzt. Die US-Regierung in Washington will die Interessen der Rüstungswirtschaft auf die Belange der gesamten Industrieproduktion abstimmen.
In München wird das Filmlustspiel "Was will Brigitte?" von Regisseur Paul Martin uraufgeführt, die Hauptdarsteller sind Leny Marenbach, Albert Matterstock und Fita Benkhoff.

8.1.1941
Auf dem Berghof sucht Adolf Hitler, Erich Raeder, Wilhelm Keitel und Alfred Jodl von der Notwendigkeit und auch Möglichkeit eines siegreichen Russlandfeldzuges zu überzeugen.
Der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident der Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs, Pierre Laval, stellt sich in Paris unter deutschen Schutz.
Robert Stephenson Smyth, Baron Baden-Powell, der Begründer der internationalen Pfadfinderbewegung, stirbt im Alter von 83 Jahren in Nyeri/Kenia.
Nachtangriff der RAF auf Neapel, wobei das Schlachtschiff „Giulio Cesare" beschädigt wird. Das Schiff muss daraufhin nach La Spezia verlegt werden.
Nach der britischen Gegenoffensive in der Cyrenaika wird im Kampfraum zwischen Sollum und dem Halfaya-Pass eine deutsch.-italienische Kampfgruppe unter Generalleutnant de Georgis eingeschlossen.

9.1.1941
In einer Unterredung auf dem Berghof, an der Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch, Erich Raeder u.a. teilnehmen, erklärt Adolf Hitler, „es sei sehr wichtig, dass die Italiener Libyen nicht ganz verlören", er beschließt daher die Entsendung eines Panzerverbandes nach Nordafrika.
Emil Gansser, Geldbeschaffer Hitlers in der Kampfzeit, stirbt nach mehreren Schlaganfällen im Alter von 67 Jahren in Berlin.
Die deutsche Luftwaffe fliegt weiterhin Angriffe auf britische Großstädte, 143 Bomber greifen Manchester und 67 London an.
Im gesamten Deutschen Reich und den besetzten Gebieten kommt es zu Engpässen in der Kohleversorgung; so reichen z. B. in Litzmannstadt die Kohlevorräte der Industriebetriebe nur noch für zehn Tage. Staatliche Behörden können durch Umverteilungsmaßnahmen größere Produktionsausfälle vermeiden.
Fritz Thyssen wird mit seiner Frau in die Psychiatrie des Privatsanatoriums Dr. Sinn in Neubabelsberg eingewiesen.
Reinhard Heydrich lässt den „3. Nahplan" anlaufen, der die Quoten der auszusiedelnden Juden aus Ost- und Westpreußen, Schlesien und den Warthegau festlegte und insgesamt eine Viertelmillion Menschen betraf.
Das britische Bombenflugzeug "Lancaster" wird erstmals eingesetzt; es wird zum wichtigen Bestandteil der Royal Air Force.

10.1.1941
In Moskau werden ein deutsch-sowjetischer Grenzvertrag und ein Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Gleichzeitig vereinbaren Regierungsvertreter beider Staaten die Umsiedlung von volks- und reichsdeutschen Bevölkerungsgruppen aus den baltischen Sowjetrepubliken ins Deutsche Reich.
Harry Hopkins, von Roosevelt bevollmächtigter Berater in geheimer Mission nach London entsandt, berichtet dem britischen Kriegspremier: "der Präsident ist entschlossen, das wir gemeinsam den Krieg gewinnen. Zweifeln Sie nicht daran...."
Stukas zerschlagen Malta-Konvoi und erzielen westlich von Malta 6 Treffer auf dem Flugzeugträger „Illustrious", welcher den Konvoi sichert. Der Schwere Kreuzer „Southampton" wird schwer beschädigt.
Erster großer Tagesangriff der RAF auf Ziele in Frankreich seit Juni 1940. 100 Jagdflugzeuge eskortieren Blenheim-Bomber, welche über den Pas de Calais hinwegfegen und Flugplätze und Fernartillerie-Geschütze angreifen.
150 Flugzeuge (6 Verluste) werfen in der Nacht vom 10. auf den 11. Januar 50.000 Brandbomben auf Portsmouth ab.
Im Bereich Düsseldorf werden von britischen Flugzeugen Flugblätter abgeworfen, in denen es u.a. heißt: "Die Naziherren Europas haben keinen Zweifel daran gelassen, dass sie nicht nur das ganze Leben und Denken in Deutschland beherrschen, sondern ganz Europa knechten wollen ..."

11.1.1941
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet in der Weisung Nr. 22 an, daß deutsche Truppen im Mittelmeerraum und in Nordafrika zur Unterstützung der italienischen Verbände eingesetzt werden. General Erwin Rommel wurde mit der Führung dieser deutschen Unterstützungstruppen für die Italiener beauftragt.
Die deutsche Luftwaffe fliegt schwere Luftangriffe auf die britische Hauptstadt London, bei denen 299 t Sprengbomben abgeworfen werden.
Stukas treffen den schweren Kreuzer HMS „Southampton" zum zweitenmal schwer in der Nähe von Malta. Das Schiff muss aufgegeben werden.
Deutsche und italienische Unterseeboote, zusammen mit Fw200 Condor Fernaufklärungsbomber, führen zwischen dem 11. Januar und 4. Februar die erste gemeinsame und erfolgreiche Operation durch: deutsche U-Boote versenken 13 Schiffe, italienische Unterseeboote 5 Schiffe, die Condor-Bomber 15 Schiffe.
Reichserziehungsminister Bernhard Rust verfügt, dass der Schuljahresbeginn im Deutschen Reich an das Ende der Sommerferien zu legen ist; bislang gab es regional unterschiedliche Regelungen.
Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in Berlin, die größte Forschungsgesellschaft der Welt, feiert ihr 30jähriges Bestehen. Die Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, "die Wissenschaften insbesondere durch Gründung und Erhaltung naturwissenschaftlicher Forschungsinstitute zu fördern".
Franklin D. Roosevelt legt dem Senat und dem Repräsentantenhaus eine Gesetzesvorlage über die Hilfeleistung der USA an England vor, die als "Akt zur Förderung der Verteidigung der USA" zitiert werden soll. Der Präsident erhält nach Annahme der Gesetzesvorlage mit Ausnahme der vom Kongress zu bewilligenden Summe unbeschränkte Vollmachten zur Durchführung der Aufrüstung.

12.1.1941
Adolf Hitler verleiht dem bayerischen General Theodor von Lomhard zu dessen 100. Geburtstag „das Recht zum Tragen der Uniform des Artillerieregiments 7 mit dem Abzeichen eines Generals".
Reichsluftfahrtminister Hermann Göring erhält anlässlich seines 48. Geburtstages vom italienischen Ministerpräsidenten und Duce, Benito Mussolini, den Sterzinger Altar zum Geschenk. Adolf Hitler sendet an Hermann Göring ein Glückwunschtelegramm zu seinem 48. Geburtstag.
278 deutsche Bomber greifen in 2 aufeinander folgenden Nächten die britische Hauptstadt London an.
Britische Bomberstaffeln greifen in der Nacht Ziele in Süddeutschland an und dringen bis Garmisch-Partenkirchen vor.
Die britische Armee entsendet einen Truppenkonvoi von 40 000 Mann auf dem Seeweg nach Nordafrika.

13.1.1941
Der bulgarische Zar Boris III. trifft mit dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler auf dessen Berghof bei Berchtesgaden zusammen. Hauptthema ist der Balkankonflikt zwischen Griechenland und Italien.
Martin Bormann, Stabsleiter beim "Stellvertreter des Führers", Rudolf Heß, gibt einen Geheim-Erlass an alle Gauleiter zum sog. Klostersturm heraus, vorhandene Klöster sollen demzufolge in nationalpolitische Erziehungsanstalten, Erholungsheime u. ä. umgewandelt werden.
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet über große Lücken in der Versorgung der Bevölkerung mit Kohle.
Die Rheinmetall-Borsig AG, Berlin, wird in den Reichswerke Hermann Göring-Konzern eingegliedert.
Stalin sprach anlässlich groß angelegter Kriegsmanöver vor hochrangigen Kommandeuren der Roten Armee davon, dass es einen Krieg gegen Deutschland geben werde, sobald die sowjetische Armee „eine zwei- bis dreifache Übermacht" besitze.
Die RAF bombardiert in der Nacht auf den 14. Januar den U-Boot-Stützpunkt von Lorient. Deutsche Nachtbomber werfen Brandbomben über Plymouth ab.
In Zürich stirbt der aus Irland stammende Dichter James Joyce im Alter von 58 Jahren. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören "Ulysses" (1922) und "Finnegans Nachtwache" (1939).

14.1.1941
Der rumänische Ministerpräsident Ion Antonescu bietet Adolf Hitler während eines Besuches auf dem Berchtesgadener Berghof Unterstützung für den Fall einer militärischen Auseinandersetzung mit der Sowjetunion an.
Die mexikanische Regierung gibt bekannt, dass sie in Zukunft gegen Sympathisanten der Nationalsozialisten mit drastischen Strafen vorgehen werde. Sie reagiert auf wachsende Aktivitäten der NSDAP-Auslandsorganisation in Mittel- und Südamerika.
Die britische RAF fliegt Nachtangriffe auf Bengasi und Assab (Eritrea).
Die Dampfbootgesellschaft Zürichsee muss auf dem gesamten See wegen starker Vereisung die Schiffahrt einstellen.

15.1.1941
Reicherziehungsminister Bernhard Rust erklärt anlässlich einer Rektorenkonferenz in Prag, daß es Aufgabe der Wissenschaft sei, »die Waffen des Sieges schmieden zu helfen«.
76 RAF Bomber greifen Wilhelmshaven an, um das neue Schlachtschiff „Tirpitz" zu bombardieren. Die Indienststellung wird dadurch allerdings nur geringfügig verzögert, so dass die „Tirpitz" am 25. Februar 1941 in den Dienst gestellt wird.
Der deutsche Hilfskreuzer "Pinguin" kapert in der Antarktis drei norwegische Walkochereien und elf Fangboote mit zusammen 39 000 Bruttoregistertonnen.
Kaiser Haile Selassie kehrt in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar nach Äthiopien zurück. Nach der italienischen Eroberung von Äthiopien im Jahr 1936 hatte er das Land verlassen müssen.
Das Ensemble der Frankfurter Bühnen führt in Barcelona den gesamten Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner auf.
In Wien wird eine Franz Grillparzer-Woche zum Gedächtnis an den 150. Todestag des Dichters eröffnet, bis zum 22. Januar werden u.a. die Stücke "Des Meeres und der Liebe Wellen" und "Libussa" aufgeführt.

16.1.1941
Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf die Mittelmeerinsel Malta wird der britische Flugzeugträger »Illustrious« getroffen und schwer beschädigt.
Das Reichspropagandaministerium bewilligt 1,5 Millionen Reichsmark zur Errichtung eines Deutschen Theaters in der norwegischen Hauptstadt Oslo.
Adolf Hitler lässt bei der Beerdigung des alten Parteigenossen Emil Gansser in Berlin-Wilmersdorf einen Kranz niederlegen.
Die USA fordert die Schließung aller deutschen Konsulate und Abreise des Personals bis zum 14. Juli 1941.

17.1.1941
Der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow erklärt, daß die Sowjetunion Bulgarien als Sicherheitszone betrachte; diese Erklärung ist eine Warnung an die deutsche Reichsregierung in Berlin, die Wehrmachtstruppen in Bulgarien stationieren will.
Im Mittelmeerraum beginnen tagelange schwere deutsche Luftangriffe auf Malta.
Eine Neuordnung der Reichswerke Hermann Göring wird durchgeführt. Es wird eine Aufteilung in die Reichswerke AG für Berg- und Hüttenbetriebe, in die Reichswerke für Waffen- und Maschinenbau und in die Reichswerke für Binnenschifffahrt vollzogen.
Die an der libysch-ägyptischen Grenze im Raum Sollum-Halfaja eingeschlossenen deutsch-italienischen Truppen kapitulieren nach der Eroberung des Halfayapasses durch die Briten.
Der Film "The Philadelphia Story" ("Die Nacht vor der Hochzeit") von George Cukor wird in den USA uraufgeführt; die Hauptrolle spielen Cary Grant, Katherine Hepburn und James Stewart.
In München wird das Filmlustspiel "Das himmelblaue Abendkleid" uraufgeführt; unter der Regie von Erich Engel spielen Albert Matterstock, Elfie Mayerhofer, Georg Alexander und Käthe Haack die Hauptrollen.

18.1.1941
In San Francisco kommt es zu Ausschreitungen vor dem deutschen Konsulat, in deren Verlauf die dort gehisste deutsche Fahne von Demonstranten entfernt und zerrissen wird.
Philippe Petain (Staatschef in Vichy-Frankreich) und Pierre Laval (abgesetzter Außenminister) bringen ihre Differenzen in Einklang.
Das Schauspiel "Veit Stoß" von Hermann Heinz Ortner wird in Nürnberg uraufgeführt.

19.1.1941
Der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini und Graf Ciano treffen zu einem zweitägigen Besuch auf dem Berchtesgadener Berghof ein, wo er mit Adolf Hitler über eine gemeinsame Kriegführung der Achsenmächte im Mittelmeerraum verhandelt.
Beginn des Feldzuges gegen Italienisch-Ostafrika. Die Briten (4. und 5. indische Division sowie sudanesische Hilfstruppen) erobern Kassala im Sudan zurück.

20.1.1941
Die deutsche Reichsregierung vergibt umfangreiche Aufträge zum Bau neuer U-Boote an deutsche Werften.
Weitere Besprechungen Adolf Hitlers mit Benito Mussolini auf dem Obersalzberg, bei dem der Duce Hitler unter anderem über innenpolitische Schwierigkeiten in Italien und die oppositionelle Rolle des Marschall Pietro Badoglio unterrichtet. Außerdem finden Besprechungen über eine gemeinsame Kriegführung im Mittelmeerraum und den geplanten deutschen militärischen Einsatz gegen Griechenland statt. Der bisherige „Parallelkrieg" findet damit ein Ende.
In Bukarest unternimmt die faschistische
"Eiserne Garde" einen Putschversuch; Ministerpräsident Ion Antonescu kann den Aufstand mit Hilfe von regierungstreuen Truppen innerhalb von drei Tagen niederschlagen.
Englische, südafrikanische und rhodesische Flugzeuge greifen ein Kraftwerk in Massawa und andere Ziele in Ostafrika an.
Der am 5. November 1940 wiedergewählte US-Präsident Franklin Delano Roosevelt tritt in Washington seine dritte Amtsperiode an.
Die argentinische Fluggesellschaft Aeroposta Argentina nimmt die südlichste Fluglinie der Welt von Buenos Aires nach Rio Grande auf Feuerland mit einer Gesamtlänge von rund 2000 km in Betrieb.
In Krakau verkünden die Gesundheitsbehörden Maßnahmen gegen die sich ausbreitende Augenkrankheit Trachom. Die vor allem in den Tropen auftretende Erkrankung, deren Ursache u.a. mangelnde Hygiene ist, wurde durch Soldaten und Umsiedler in Europa eingeschleppt und verbreitet.

21.1.1941
Der amerikanische Unterstaatssekretär Sumner Welles teilte dem sowjetischen Botschafter in Washington mit, dass das moralische Exportverbot von Kriegsmaterial und Fabrikationsmaschinen, das nach dem sowjetischen Angriff auf Finnland am 30. November 1939 verhängt worden war, nicht länger auf die UdSSR angewendet würde.
In Berlin wird auf Anweisung von Adolf Hitler ein Kriegsgefangenen-Glaserbataillon aufgestellt, das sofort nach Luftangriffen Reparaturarbeiten durchzuführen hat.
Das britische Innenministerium verbietet das Erscheinen zweier kommunistischer Zeitungen, die sich "gegen die Fortführung des Krieges" gewendet haben.

Links: Die italienischen Truppen sind in Nordafrika auf dem Rückzug und hoffen auf baldige deutsche Unterstützung. Rechts: Im Jahre 1911 gelangte Tobruk im Rahmen des Italienisch-Türkischen Krieges an Italien. Die italienischen Truppen bauten die Umgebung der Stadt bis 1940 wiederum zu einer starken Festung aus, denn der Tiefseehafen war strategisch von enormer Wichtigkeit. Das Bild hier zeigt eine Luftaufnahme während des Angriffs.            

Links: Die italienischen Truppen sind in Nordafrika auf dem Rückzug und hoffen auf baldige deutsche Unterstützung. Rechts: Im Jahre 1911 gelangte Tobruk im Rahmen des Italienisch-Türkischen Krieges an Italien. Die italienischen Truppen bauten die Umgebung der Stadt bis 1940 wiederum zu einer starken Festung aus, denn der Tiefseehafen war strategisch von enormer Wichtigkeit. Das Bild hier zeigt eine Luftaufnahme während des Angriffs.            

22.1.1941
Britische Truppen unter Feldmarschall Archibald Wavell, erobern das nordafrikanische Tobruk und nehmen rund 25.000 italienische Soldaten gefangen. Tobruk war im Zweiten Weltkrieg ein kleiner Ort mit nichtmal 2.000 Einwohnern, verfügte aber über strategische Bedeutung wegen des Tiefseehafens und der Festung.
Generalfeldmarschall Wilhelm List konferiert mit einer bulgarischen Offizieren in Predeal über Vorbereitungen zur Stationierung deutscher Truppen in Bulgarien.
Die „Gneisenau" und die „Scharnhorst" laufen aus Kiel in die Ostsee aus um Atlantik-Geleitzüge anzugreifen.
In Bulgarien wird das Gesetz zum Schutz der Nation erlassen, das die Juden zwingt, ihre Öffentlichen Ämter aufzugeben; als Ärzte, und in andern Berufen tätige Juden verlieren ihre Arbeit.
Die deutsche Hallenhandballnationalmannschaft schlägt in Göteborg die schwedische Auswahl 15:14.

23.1.1941
Aus Anlass des Geburtstages der luxemburgischen Großherzogin Charlotte kommt es zu anti-deutschen Aktionen der Bevölkerung des besetzten Staates.
Nach Notreparaturen verlässt der englische Flugzeugträger „Illustrious" Malta in Richtung Alexandria, von wo er dann zu den endgültigen Reparaturarbeiten in die Norfolk Navy Yard in den USA fährt.
Fünf norwegische Handelsschiffe, welche seit April 1940 in Göteborg in Schweden interniert sind, durchlaufen die deutschen Minenfelder und werden auch von der ausgelaufenen Gneisenau und Scharnhorst nicht entdeckt. Sie können sich im Skagerrak mit Einheiten der Britischen Home Fleet treffen, welche die Schiffe nach Großbritannien geleiten. In Bern findet ein Treffen der kantonalen Landwirtschaftsdirektoren statt, die über Maßnahmen zur Lebensmittelversorgung und die sog. Anbauschlacht beraten.
Im New Yorker Alvin Theatre findet die Uraufführung des Musicals "Lady in the Dark" ("Das verlorene Lied") von Kurt Weill statt.

24.1.1941
Adolf Hitler verfügt, dass der Gau Koblenz-Trier der NSDAP in Gau Moselland der NSDAP umbenannt wird.
Der neue britische Botschafter in den USA, Lord Edward Frederick Lindley Wood Halifax, wird von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt auf der Yacht "Potomac" vor Annapolis bei seiner Ankunft empfangen.
Der ehemalige Kaiser von Abessinien Haile Selassie I., der vor der italienischen Invasionsarmee geflohen ist, kehrt mit britischer Hilfe in seine Heimat zurück.
In Berlin wird der Film "Das Mädchen von Fanö" von Hans Schweikart mit Brigitte Horney, Joachim Gottschalk, Gustav Knuth und Paul Wegener uraufgeführt.

25.1.1941
In den Niederlanden wird von den nationalsozialistischen Behörden die Allgemeine Freimaurerloge verboten, die sich bis zur deutschen Besetzung um Flüchtlinge aus dem Deutschen Reich gekümmert hat.
In Sofia wird die Ausstellung "Neue Deutsche Baukunst" eröffnet, die von Albert Speer, dem Generalbauinspektor der Reichshauptstadt Berlin, veranstaltet wird.
Vom Balkan werden auf beiden Seiten (Griechen und Italiener) viele Erfrierungen in den wilden Gebirgskämpfen in den Kampfgebieten in Südalbanien gemeldet. Die italienischen Soldaten leiden zudem an Typhus.
Die Deutschen Kriegsmeisterschaften im Eiskunstlauf der Paare, bei denen Maxi und Ernst Baier überlegen gewinnen, finden in München statt, am gleichen Wochenende werden in Spindlermühle die Deutschen Kriegsmeisterschaften in den nordischen Disziplinen ausgetragen.

26.1.1941
Britische Truppen beginnen in Afrika mit einer Offensive im italienisch besetzten Somaliland.
Der ehemalige spanische König Alfons XIII. verzichtet in einem Schreiben an den spanischen Staatspräsidenten Francisco Franco Bahamonde endgültig auf den spanischen Thron zugunsten seines Sohnes Don Juan.
Wendell Willkie, der bei den Präsidentschaftswahlen 1940 unterlegene republikanische Gegenkandidat von Amtsinhaber Franklin D. Roosevelt besucht London.

27.1.1941
Der Gau Schlesien wird wegen seiner Größe durch eine Verfügung des Führers und Reichskanzlers in die Gaue Nieder- und Oberschlesien geteilt. Gauleiter in Oberschlesien wird Fritz Bracht, mit Sitz in Kattowitz, in Niederschlesien Karl Hanke, mit Sitz in Breslau.
Der ungarische Außenminister Stephan Graf Csaky stirbt. Adolf Hitler sendet an die Witwe und an Reichsverweser Nikolaus von Horthy Beileidstelegramme.
Das englische Unterseeboot „Upholder" operiert gegen die italienische Konvoi-Route Trapani (Sizilien) - Tripolis.
In Montevideo (Uruguay) wird die La-Plata-Konferenz eröffnet, auf der über eine wirtschaftliche Zusammenarbeit der südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Uruguay, Paraguay und Bolivien verhandelt wird; die Konferenz geht am 6. Februar zu Ende.

28.1.1941
Vor Werftarbeitern in Bremen kündigt Erich Raeder, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, an, daß die deutsche Flotte so ausgebaut werden soll, »wie es einer Weltmacht würdig ist«.
Das Institut für Konjunkturforschung legt eine Studie vor, derzufolge in der deutschen Landwirtschaft Investitionen in Höhe von rund 40 Milliarden Reichsmark (RM) unbedingt notwendig sind.
Die britische Heeresleitung schafft den bisher bei der Armee verwendeten Tellerhelm zugunsten des Helmes mit verlängertem Stirn- und Nackenschutz ab.
Das englische Unterseeboot „Rorqual" legt Minen vor der Adriaküste aus.

29.1.1941
Adolf Hitler empfängt in der Berliner Reichskanzlei eine ungarische Regierungsdelegation; seit Herbst 1940 bemühen sich die nationalsozialistischen Machthaber um eine Verbesserung der Beziehungen zu den Balkanstaaten.
Südafrikaner fallen in Italienisch-Somaliland ein (1. südafrikanische, 11. und 12. afrikanische Division).
In Washington beginnen geheime Generalstabsbesprechungen zwischen Vertretern der britischen und der US-amerikanischen Armeeführung, bei denen über eine gemeinsame Kriegführung beim Kriegseintritt der USA beraten wird.
Nach dem Tod des Reichsjustizministers Franz Gürtner wird dessen bisheriger Staatssekretär, Franz Schlegelberger, mit der Führung der Geschäfte des Justizministers beauftragt.
General Ioannis Metaxas, griechischer Diktator-Präsident, stirbt im Alter von 70 Jahren. Nachfolger ist Alexander Koryzis, der ehemalige Bank-Gouverneur.

30.1.1941
Zum achten Jahrestag der Machtübernahme sagt Adolf Hitler bei einer Festveranstaltung im Berliner Sportpalast, daß der Nationalsozialismus »die kommenden Jahrtausende der deutschen Geschichte bestimmen« wird. Adolf Hitler empfängt anlässlich des Jahrestages der Machtergreifung Glückwunschtelegramme, die er beantwortet, so an Viktor Emanuel III., Benito Mussolini, Franco, Ion Antonescu und Josef Tiso. An König Boris III. von Bulgarien sendet er ein Glückwunschtelegramm zum 47. Geburtstag. Außerdem gratuliert er Oberst von Stockhausen, dem Kommandeur des Infanterieregiments „Großdeutschland" telegrafisch zum 50. Geburtstag.
Adolf Hitler verleiht das „Kriegsverdienstkreuz" an führende Politiker der Nationalsozialisten und Wirtschaftsführer, u.a. an Robert Ley, Gauleiter Josef Grohe sowie die Wirtschaftsführer Friedrich Flick, Albert Vogler, Ernst Poensgen, Wilhelm Messerschmitt, Ernst Heinrich Heinkel und Claudius Dornier.
Adolf Hitler verleiht dem Oberstleutnant im Generalstab der Luftwaffe Martin Harlinghausen das „Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" mit dem üblichen Telegramm.
Albert Speer bittet Robert Ley wegen Arbeitsüberlastung ihn von der Leitung des KdF-Amtes „Schönheit der Arbeit" und der ihm übertragenen Oberaufsicht über die Bauten der Deutschen Arbeitsfront zu entbinden.
Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, verpflichtet in einem Festakt in der norwegischen Hauptstadt Oslo die aus Freiwilligen der nordeuropäischen Staaten gebildete SS-Standarte Nordland.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erlässt eine Anordnung, in der Dialektbühnen, sog. Bauernbühnen, als wenig wünschenswert bezeichnet werden, da sie "einen Volksstamm gegen den anderen" ausspielen.
Deutsche 'Hit-and-Run' (abwerfen und fliehen) Bomber greifen London im Schutz von bewölktem Wetter an. Bf109 beschießen die
Ballonsperre von Dover.

31.1.1941
Das Oberkommando des Heeres hat die Vorbereitungen für den Präventivangriff auf die Sowjetunion, das »Unternehmen Barbarossa«, abgeschlossen.
Die kriegerischen Aktivitäten im Luft- und Seekrieg zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich haben im Verlauf des Monats stark nachgelassen; deutsche U-Boote versenkten im Atlantik 17 Handelsschiffe mit insgesamt 98.702 Bruttoregistertonnen.
Die in Deutschland weilende japanische Offiziersabordnung unter Generalleutnant Yamashita wird in der Reichskanzlei von Adolf Hitler empfangen.
Adolf Hitler empfängt in der Reichskanzlei Reichsorganisationsleiter Robert Ley und überreicht ihm das „Kriegsverdienstkreuz".
Das Areal des Führerhauptquartiers „Felsennest" in Rodet geht in die Hände der NSDAP über. Adolf Hitler wünscht, dass diese historische Stätte von der Partei in eine nationale Gedenkstätte umgewandelt werden sollte, die zukünftigen Generationen den Beweis der Unüberwindbarkeit der Wehrmacht belegen solle.
Die britische Tageszeitung "Daily Telegraph" berichtet über Frauen-Hilfsdiensteinheiten in der britischen Armee, die u.a. im Informations-, Sanitäts- und Transportwesen tätig sind.
Reichserziehungsminister Bernhard Rust und Reichsjugendführer Artur Axmann stellen Richtlinien für die Inanspruchnahme Jugendlicher durch Schule und HJ auf; dadurch hat der Nachmittag von Unterricht frei zu sein, um gänzlich für Veranstaltungen der Hitlerjugend zur Verfügung zu stehen.
Im Deutschen Reich werden 1.201.550 Kriegsgefangene in der Wirtschaft eingesetzt, von denen 631 851 in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten müssen.
In Berlin findet die Uraufführung des Dokumentarfilms "Bali - Kleinod der Südsee" statt; zu dem Filmbericht einer Expedition unter der Leitung von Victor Baron von Plessen schrieb Richard Strauss die Musik.
Der US-amerikanische Schwergewichtsweltmeister im Boxen, Joe Louis, verteidigt seinen Titel in New York durch einen K. o.-Sieg in der 5. Runde gegen Herausforderer Red Burman.

Die Inaktivität der Italiener bei Sidi Barrani bestärkte das britische Nahostkommando unter Archibald Wavell in ihren Plänen zu einem Gegenschlag. Unter Geheimhaltung wurde die Western Desert Force, bestehend aus der 4. indischen Infanteriedivision und der britischen 7. Panzerdivision, Anfang Dezember in ihre Angriffspositionen vorgeschoben. Teile der italienischen Armee wurden geschickt umgangen, vom Nachschub abgeschnitten und somit zur Aufgabe gezwungen. Die restlichen italienischen Verbände flüchteten daraufhin nach Libyen. Sollum und das Fort Capuzzo fielen unverteidigt in britische Hände und Anfang Januar konnte der Hafen Bardia jenseits der libyschen Grenze eingenommen werden, wobei knapp 40.000 Italiener in Gefangenschaft gerieten. In rascher Folge fielen danach Tobruk und Derna. Am 7. Februar gelang es den Alliierten den Großteil der sich zurückziehenden italienischen Truppen abzuschneiden und in der Schlacht bei Beda Fomm südlich von Bengasi zu schlagen. Die italienischen Truppen in der Kyrenaika waren damit überwiegend zerschlagen, nur etwa 30.000 Mann gelang der weitere Rückzug nach Westen. Insgesamt gingen etwa 130.000 italienische Soldaten in alliierte Kriegsgefangenschaft. Nach der Einnahme von El Agheila wurde der britische Vormarsch eingestellt, da die britische Regierung für den erwarteten Angriff der Achsenmächte auf Griechenland eine Truppenreserve zurückhielt.                  

Die Inaktivität der Italiener bei Sidi Barrani bestärkte das britische Nahostkommando unter Archibald Wavell in ihren Plänen zu einem Gegenschlag. Unter Geheimhaltung wurde die Western Desert Force, bestehend aus der 4. indischen Infanteriedivision und der britischen 7. Panzerdivision, Anfang Dezember in ihre Angriffspositionen vorgeschoben. Teile der italienischen Armee wurden geschickt umgangen, vom Nachschub abgeschnitten und somit zur Aufgabe gezwungen. Die restlichen italienischen Verbände flüchteten daraufhin nach Libyen. Sollum und das Fort Capuzzo fielen unverteidigt in britische Hände und Anfang Januar konnte der Hafen Bardia jenseits der libyschen Grenze eingenommen werden, wobei knapp 40.000 Italiener in Gefangenschaft gerieten. In rascher Folge fielen danach Tobruk und Derna. Am 7. Februar gelang es den Alliierten den Großteil der sich zurückziehenden italienischen Truppen abzuschneiden und in der Schlacht bei Beda Fomm südlich von Bengasi zu schlagen. Die italienischen Truppen in der Kyrenaika waren damit überwiegend zerschlagen, nur etwa 30.000 Mann gelang der weitere Rückzug nach Westen. Insgesamt gingen etwa 130.000 italienische Soldaten in alliierte Kriegsgefangenschaft. Nach der Einnahme von El Agheila wurde der britische Vormarsch eingestellt, da die britische Regierung für den erwarteten Angriff der Achsenmächte auf Griechenland eine Truppenreserve zurückhielt.                  

FEBRUAR 1941

1.2.1941
Aus den so genannten Neutralitäts-Patrouillen formierte US-Präsident Franklin Delano Roosevelt die Atlantik-Fleet. Der Oberbefehlshaber, Admiral Ernest J. King begann unverzüglich mit den Vorbereitungen für den Geleitschutz von Konvois mit Kriegsversorgungsmaterial für England.
Generalmajor Hans Freiherr von Funck, der von einer Inspektionsreise aus Libyen zurückgekehrt ist, schildert Adolf Hitler, Walther von Brauchitsch und Fedor von Bock in Berlin die ernste Lage in Nordafrika. Nachmittags findet im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart Adolf Hitlers der Staatsakt für den verstorbenen Reichsjustizminister Franz Gürtner statt. Hitler legt einen großen Kranz am Sarge nieder.
In Kattowitz wird ein Reichspropaganda-Amt eingerichtet.
Die Werften und Rüstungsbetriebe der Marine im Deutschen Reich melden einen Fehlbedarf von rund 33 000 Arbeitskräften.
In der Sowjetunion wird eine Fluglinie eröffnet, die Moskau mit dem Bering-Meer verbindet, das zwischen Nordost-Sibirien, Alaska und den Aleuten liegt.
Bei einem Festakt im Berliner Haus der Forschung wird das erste Blatt eines Kartenwerkes über Zentralasien der Öffentlichkeit übergeben; das Werk beruht auf Aufzeichnungen des schwedischen Asienforschers Sven Hedin.
Schwere Ausschreitungen in Johannesburg zwischen außer Dienst befindlichen Armeeangehörigen und Mitgliedern der burischen Ossewabrandwag ('Ochsenwagen-Garde'). Dabei gibt es 140 Verletzte.
Im italienischen Cortina d' Ampezzo werden bis zum 10. Februar Ski-Weltmeisterschaften ausgetragen; das Deutsche Reich stellt dabei die beste Mannschaft.

2.2.1941
Adolf Hitler gibt an die Reichsbahn den Auftrag, die Schaffung eines besonderen Schnellverkehrsnetzes für den Reise- und Massengüterverkehr zu prüfen.
Hermann Göring macht Fritz Thyssen den Vorschlag zur „Bekehrung", wobei er Freiheit und Vermögen wiedererhält. Thyssen verlässt Göring mit der Zusage, er wolle die Sache mit seiner Frau besprechen. Kurze Zeit später teilt er Göring mit, dass seine Frau und er gar nicht daran dächten, auf sein Angebot einzugehen.
Die schwedische Handelsflotte hat nach amtlichen Mitteilungen aus Stockholm seit Beginn des Krieges 111 Schiffe verloren; 587 schwedische Seeleute fanden bislang bei den Angriffen, vor allem von deutscher Seite, den Tod.
Am Dessauer Theater wird Nikolai Gogols Komödie "Der Revisor" als Operette in der Bearbeitung von Antonilo Lega und Amileare Zanella uraufgeführt.

3.2.1941
Die Regierungsumbildung in der Sowjetunion macht aus dem Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten ein neu gegründetes Volkskommissariat für Staatssicherheit unter Wséwolod N. Merkúlow ausgegliedert.
Der britische Vormarsch in Eritrea wird von italienischen Einheiten bei Keren gestoppt. Die Italiener können die Bergfestung acht Wochen lang verteidigen. Erst am 27. März ziehen sie sich zurück.
Der aus Berlin abberufene japanische Botschafter Kurusu wird von Adolf Hitler zur Abschiedsaudienz empfangen.
Generaloberst Franz Halder hält Adolf Hitler einen Vortrag über die Vorbereitung für den „Fall Barbarossa". Hitler meint gegenüber seinen Generälen: „Wenn Barbarossa steigt, hält die Welt den Atem an und verhält sich still!"
Die Berliner Philharmoniker führen unter der Leitung von Dirigent Wilhelm Furtwängler erstmals das Violinkonzert op. 92 von Hermann Zilcher auf.

4.2.1941
Adolf Hitler ordnet an, daß die Gebiete von Eupen, Malmedy und Moresnet, die im seit Mai 1940 von deutschen Truppen besetzten Belgien liegen, Abgeordnete in den Deutschen Reichstag zu entsenden haben. Die ehemals preußischen Gebiete waren 1920 an Belgien zwangsangeschlossen worden.
Die Schlachtschiffe »Scharnhorst« und »Gneisenau« durchbrechen von der britischen Marine unbemerkt die sog. Dänemarkstraße zwischen Grönland und Island und stoßen zum Handelskrieg in den Atlantik vor.
In Afrika beginnt die englische 7. Panzer-Division unter Major-General Michael Creagh mit einer Umfassungsbewegung durch die Wüste südöstlich von Bengasi.
Dem letzten deutschen Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Heinrich Schnee, verleiht Adolf Hitler zum 70. Geburtstag den „Adlerschild des Deutschen Reiches" mit der Widmung „Dem deutschen Kolonialpionier".
In Zürich beginnt der sog. Dakred-Prozeß gegen die Gründer der Darlehens- und Kreditgenossenschaft Ernst Keller und Joseph Peterhans, die Gelder in Millionenhöhe veruntreut haben.

5.2.1941
Britische Terrorbomber fliegen einen Angriff auf Düsseldorf, wobei 35 Menschen im Bombenhagel umkommen.
Der kanadische Premierminister William Lyon Mackenzie King gibt eine Verlängerung der bisherigen Militärdienstzeit von 30 Tagen auf vier Monate bekannt; darüber hinaus kündigt er verstärkte Rüstungsmaßnahmen Kanadas an, das sich seit September 1939 im Krieg mit dem Deutschen Reich befindet.
Reichsluftfahrtminister Hermann Göring erlässt Richtlinien zur Durchführung des Luftschutzes in Schulen. Vorgesehen sind vor allem Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb, falls keine ausreichenden Luftschutzeinrichtungen für die Schüler vorhanden sind.
In Luxemburg werden der luxemburgische und der belgische Franc außer Kurs gesetzt, als neue Währung wird die Reichsmark (RM) eingeführt.
In Zürich verkehrt mitlerweile auch ein mit Holzgas betriebener Autobus der Städtischen Straßenbahngesellschaft, der auf einer Strecke von 100 km ungefähr 150 kg Holz verbraucht.
Die Schlacht von Bajda Fumm: Die eingeschlossenen italienischen Streitkräfte unternehmen verzweifelte Anstrengungen, der englischen 7. Panzer-Division und australischer Infanterie südlich von Bengasi zu entkommen, werden aber vollständig besiegt. Die Italiener verlieren 20.000 Mann, 216 Geschütze, 112 Panzer und 1.500 Lastkraftwagen.

6.2.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet in der Weisung Nr. 23 an, daß der Schwerpunkt der zukünftigen Kriegführung gegen Großbritannien auf den Handelskrieg gelegt werden soll. Da auch die deutsche Luftwaffe von der Kanalküste kräftemäßig ausgedünnt wird, wurde angewiesen, die Luftangriffe zu zentrieren und vorwiegend gegen solche Ziele zu richten, deren Zerstörung sich in derselben Richtung auswirkt, wie der Seekrieg. Von planmäßigen Luftangriffen auf Wohnviertel und von Angriffen gegen Befestigungsanlagen an den Küsten ist dagegen kein kriegsentscheidender Erfolg zu erwarten.
Das Oberkommando der Wehrmacht erlässt eine Weisung an Heer und Luftwaffe, Truppenkontingente für einen Einsatz in Nordafrika unter dem Kommando von Generalleutnant Erwin Rommel aufzustellen.
Die britische Armee in Nordafrika nimmt Bengasi ein, die Hauptstadt der Cyrenaika; seit dem 9. Dezember 1940 sind insgesamt 140 000 italienische Soldaten während der Auseinandersetzungen in Nordafrika in britische Gefangenschaft geraten.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den Kaiser von Mandschukuo zum Geburtstag.
John Gilbert Winant ist der Nachfolger von Joseph Kennedy als US-Botschafter in London.
Das Reichspropagandaministerium veröffentlicht einen Erlass, die Antiqua-Schrift als Normalschrift zu bezeichnen und künftig alle Druckerzeugnisse auf diese Schrift umzustellen.

7.2.1941
Die britische Armee in Nordafrika nimmt Bengasi ein. Die Italiener kapitulieren gegenüber den Streitkräften von General Wavell. Seit dem 9. Dezember 1940 sind insgesamt 140 000 italienische Soldaten während der Auseinandersetzungen in Nordafrika in britische Gefangenschaft geraten. Frei-französische Streitkräfte unter Leclerc belagern mit Hilfe von Luftunterstützung die Kufra-Oase, eine wichtige italienische Garnison und Luftwaffenbasis im südlichen Libyen.
Der bisherige Gau Koblenz-Trier wird auf Anordnung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler in Gau Moselland umbenannt. In diesen Gau wird Luxemburg eingegliedert, das seit Mai 1940 von deutschen Truppen besetzt ist.

8.2.1941
Griechenland und Großbritannien nehmen Verhandlungen über die Entsendung britischer Truppen in den Ägäisstaat auf, der am 28. Oktober 1940 von italienischen Truppen angegriffen wurde und sich bislang erfolgreich verteidigt hat.
Nach einem Nachtangriff der dt. Luftwaffe auf Malta läuft der erster Konvoi mit Truppen und Material des Deutschen Afrika-Korps mit drei deutschen Dampfern von Neapel nach Tripolis.
In Barcelona wird eine 14tägige deutsche Buchausstellung eröffnet, die rund 3000 Neuerscheinungen der letzten Jahre zeigt; am gleichen Tag wird in Madrid eine deutsche Ausstellung für Segelflug und Flugzeugmodellbau für die Öffentlichkeit freigegeben.
Mit einer Aufführung des Chorwerkes "Requiem" von Giuseppe Verdi geht die Münchner Verdi-Woche zu Ende.

9.2.1941
Bei einer gemeinsamen Großaktion deutscher See- und Luftstreitkräfte gegen britische Schiffe im Atlantik werden bis zum 12. Februar insgesamt 16 Schiffe mit 48024 Bruttoregistertonnen versenkt.
Das britische Gibraltar-Geschwader beschießt die italienischen Städte Genua und Livorno.
Britische Truppen unter General Wavell erreichen El Agheila, 265 Kilometer südwestlich von Bengasi.
Focke-Wulf Condor Langstreckenaufklärungsbomber versenken 5 Schiffe aus einem großen Geleitzug bei den Azoren.
Die Polizei des unbesetzten Vichy-Frankreich übergibt der deutschen Geheimen Staatspolizei (Gestapo) die sozialdemokratischen Politiker Rudolf Hilferding und Rudolf Breitscheid, die seit der nationalsozialistischen Machtübernahme im französischen Exil gelebt haben.
Winston Churchill erzählt den Amerikanern in einer Rundfunkrede: 'Gebt uns die Werkzeuge und wir werden die Arbeit zu Ende machen'.
Der französische Admiral François Darlan tritt als Vizepräsident in die Regierung von Marschall Philippe Pétain ein.
Die französische Regierung im unbesetzten Frankreich führt für alle männlichen Franzosen eine achtmonatige Arbeitsdienstpflicht ein.
Der österreichische Maler, Karikaturist und Graphiker Eduard Thöny wird aus Anlass seines 75. Geburtstages mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet.

10.2.1941
In einem Kompetenzstreit zwischen dem Propagandaministerium und dem Oberkommando der Wehrmacht erhält letzteres durch eine Grundsatzentscheidung von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Zuständigkeit in allen Fragen der militärischen Zensur, Propaganda und Wehrmachtsvertretung in der Öffentlichkeit.
189 RAF-Bomber greifen in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar Hannover an. Der viermotorige, schwere strategische Bomber Short Stirling fliegt in der gleichen Nacht seinen ersten Einsatz, als drei Flugzeuge der 7. Staffel Öltanks bei Rotterdam bombardieren.
Unternehmen Colossus: Englische Fallschirmjäger, welche durch auf Malta stationierte Whitley-Bomber zu ihrem Ziel geflogen werden, zerstören das Tragino-Aquädukt in Süd-Italien.
8 italienische und 2 deutsche Handelsschiffe laufen kurz vor der Besetzung durch südafrikanische Truppen aus Kisimajo (Italienisch-Somaliland) aus und versuchen Diego Suarez auf Madagaskar zu erreichen. Nur zwei der italienischen Handelsschiffen gelingt dies.
Albert Hoffmann wird stellvertretender Gauleiter von Oberschlesien. Tätig als Gauwirtschaftsberater und als Leiter der DAF im Gau Oberschlesien.
Großbritannien bricht die diplomatischen Beziehungen zu Rumänien ab, das enge Kontakte zum Deutschen Reich unterhält.

11.2.1941
Reichserziehungsminister Bernhard Rust und der Reichsjugendführer Artur Axmann ordnen „in Anerkennung der beidseitigen Erziehungsaufgaben" das Verhältnis zwischen Schule und Hitlerjugend neu. Danach fallen Schulveranstaltungen nachmittags aus; die Nachmittage stehen grundsätzlich der HJ zur Verfügung, wobei die Schule zwei aufgabenfreie Nachmittage einrichtet. Der Vormittag bleibt der Schule zur Verfügung.
Wendell Willkie (unterlegener US-Präsidentschaftskandidat) fordert einen rasches Anstieg der US-Hilfe für Großbritannien.
In Wien findet die Uraufführung des Films "Am Abend auf der Heide" mit Magda Schneider und Heinz Engelmann in den Hauptrollen statt.
Englische Zerstörer beschießen die Hafenanlagen von Ostende.

12.2.1941
Generalleutnant Erwin Rommel trifft einen Tag nach den ersten Wehrmachtsverbänden in Libyen ein und übernimmt das Kommando der deutschen Truppen in Nordafrika.
Die Bremer Focke-Wulf-Werke sind Ziel eines Angriffs von 86 britischen Bombern.
Der deutsche Schwere Kreuzer „Admiral Hipper" versenkt 7 Schiffe aus einem Geleitzug vor den Azoren.
Dem ältesten SA-Mann, dem 95jährigen Obersturmführer Andreas Hofmann aus Pressneck bei Bayreuth, lässt Adolf Hitler sein Bild mit „herzlicher Widmung" überreichen.
Der italienische Duce und Ministerpräsident Benito Mussolini trifft zu zweitägigen Besprechungen mit dem spanischen Staatspräsidenten Francisco Franco Bahamonde im italienischen Seebad Bordighera an der Riviera zusammen.
Santiago de Chile, Hauptstadt des südamerikanischen Staates Chile, feiert das 400jährige Bestehen; die Stadt war im Zuge der spanischen Eroberungen von Pedro de Valdivia am Ufer des Flusses Malpocho gegründet worden.

13.2.1941
Der zweite Konvoi des Afrika-Korps mit den deutschen Frachtern "Adana", "Aegina", "Kybfels" und "Ruhr" von Neapel kommt in Tripolis an.
Albacore-Doppeldecker vom neuen englischen Flugzeugträger „Formidable" greifen die Schifffahrt bei Massaua am Roten Meer in Italienisch-Ostafrika an.
Der spanischen Staatspräsidenten Francisco Franco Bahamonde trifft den Staatschef von Vichy-Frankreich Philippe Petain in Montpellier.
In Berlin wird der Film "Unser kleiner Junge" von Regisseur Boleslav Barlog uraufgeführt, in dem Hermann Spellmans, Hilde Jansen und Ernst von Klipstein die Hauptrollen spielen.

14.2.1941
Auf dem Berchtesgadener Berghof empfängt Adolf Hitler den jugoslawischen Ministerpräsidenten Dragiša Cvetkovic. Er versucht vergeblich, Cvetkovic zu bewegen, einem Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächtepakt zwischen dem Deutschen Reich, Italien und Japan zuzustimmen.
Großbritannien beendet die diplomatischen Beziehungen zu Rumänien.
Südafrikanische Truppen erobern Kismayu, die Hauptstadt des Dschuba-Landes (Somaliland).
Heli Finkenzeller, Geraldine Katt und Hans Fidesser sind die Hauptdarsteller des in Berlin uraufgeführten Films "Hochzeitsnacht" von Carl Boese.

15.2.1941
Deutsche Kampfflugzeuge greifen zunehmend in die Kämpfe in Nordafrika ein, um die in Bedrängnis geratenen Italiener zu unterstützen.
In England stationierte RAF-Flugzeuge fliegen in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar bis nach Krakau und Kattowitz in Südpolen, um Flugblätter abzuwerfen.
US-Präsident Roosevelt schickt James B. Conant, Präsident der Harvard Universität, nach Großbritannien zu einem Meinungsaustausch über wichtige Kriegstechnologien.
Die Abteilung Presse und Funkspruch des schweizerischen Armeestabes verbietet für die Dauer von drei Monaten die Presseorgane "Front" und "Grenzbote", da diese gegen das in der Schweiz gültige Neutralitätsgebot verstoßen haben.
Über der Iberischen Halbinsel tobt ein verheerender Wirbelsturm, der über 100 Menschenleben fordert und Sachschäden von umgerechnet mehreren hundert Millionen Reichsmark verursacht.

16.2.1941
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels sagt in einer Rede während der Reichsfilmtagung in Berlin, daß der Film sich als wichtiges Führungsmittel des Volkes bewährt habe.
Südafrikanische Flugzeuge greifen im Sturzflug italienische Stellungen am Ostufer des Flusses Juba im Süden von Italienisch-Somaliland an.

17.2.1941
Die deutsche Führung unternimmt einen Versuch, im Konflikt zwischen Griechenland und Italien zu vermitteln, mit dem Ziel, ein deutsches Eingreifen auf dem Balkan zu vermeiden. Die griechische Regierung lehnt das Vermittlungsangebot jedoch ab.
Bulgarien und die Türkei schließen einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt.
Japan bietet seine Dienste als Vermittler zur Beendigung aller laufenden Kriege an und tadelt Großbritannien und die USA dafür, dass sie den Krieg in Europa absichtlich verlängern und kein Interesse an einem Frieden haben.
In München stirbt Hermann Kriebel, Botschafter im Auswärtigen Amt, er hatte 1923 den Marsch zur Feldherrenhalle mitgemacht. Adolf Hitler ordnet für den 20. Februar einen Staatsakt vor der Feldherrenhalle an.
"Mein Leben in Irland", ein Film aus der Zeit der irischen Freiheitskämpfe gegen die Vorherrschaft des englischen Königshauses, wird in Berlin uraufgeführt; Anna Damman, Werner Hinz und Will Quadflieg spielen unter der Regie von Max Kimmich die Hauptrollen.
In Philadelphia besiegt der Schwergewichtsweltmeister im Boxen, Joe Louis Gus Dorazio durch K. o. in der zweiten Runde.

18.2.1941
Die deutschen Truppenverbände, die in Nordafrika kämpfen erhalten offiziell die Bezeichnung Deutsches Afrika-Korps.
Das deutsche Luftwaffengeschwader 4 wirft Minen in den Suezkanal, der daraufhin für mehrere Tage gesperrt werden muss; der Kanal ist für die britische Kriegs- und Handelsschifffahrt im Mittelmeer von großer Bedeutung.
Australische Truppen werden zur Verstärkung der britischen Besatzung in Singapur eingesetzt. Die britische Kronkolonie ist von großer strategischer Bedeutung für einen Krieg in Ostasien.
Gütliche Beilegung des Britisch-Schweizerischen Streites über irrtümliche englische Bombenabwürfe über Basel und Zürich im Dezember 1940.
Bei einem Großbrand in der spanischen Stadt Santander werden über 35 000 Menschen obdachlos.

19.2.1941
Vorläufige Anordnung des Reichstreuhänders für den öffentlichen Dienst über die arbeitsrechtliche Behandlung der Juden. An Juden dürfen Fortzahlung des Arbeitslohns an Feiertagen, Feiertagszuschläge, Kinderzuschläge, Heiratsbeihilfen, Sterbegeld und andere soziale Zuschläge nicht gewährt werden.
In der Heilanstalt Bethel bei Bielefeld beginnt eine Euthanasie-Kommission gegen den Widerstand des Anstaltsleiters, Pastor Friedrich von Bodelschwingh, mit der Aussonderung von Kranken in "Euthanasie-Anstalten".
125 deutsche Bomber greifen die britische Stadt Swansea an, bei dem sie 112 t Sprengbomben und 1901 Brandschüttkästen abwerfen.

20.2.1941
Unter dem Vorsitz des Deutschen Reiches beginnt in Wien die erste Tagung der neuen Donaukommission, der auch die Länder Italien, UdSSR, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien und die Slowakei angehören; die Kommission regelt u.a. Grenzfragen der Donauanlieger und die Schifffahrt auf dem Fluss.
Griechenland lehnt ein deutsches Vermittlungsangebot zur Beendigung des Krieges mit Italien ab.
In Ostafrika überschreiten die Südafrikaner den Fluss Juba in Italienisch-Somaliland.
Staatsakt vor der Feldherrenhalle in München für den verstorbenen Hermann Kriebel im Beisein von Adolf Hitler. Rudolf Heß hält die Gedenkrede, Hitler tritt an den Katafalk und legt einen Kranz nieder.
Alle Hersteller von Salz sowie die bestehenden Verbände der deutschen Salzwirtschaft werden aus Gründen der Marktregulierung im Deutschen Salzverband zusammengeschlossen.

21.2.1941
Die britische Luftwaffe fliegt einen schweren Angriff auf Wilhelmshaven.
In Musgrave Harbour/Neufundland stirbt der kanadische Mediziner Sir Frederick Grant Banting. Der Entdecker des Insulin hatte 1923 den Nobelpreis für Medizin erhalten.

22.2.1941
Die Schlachtschiffe "Scharnhorst" und "Gneisenau" melden aus dem Atlantik die Versenkung von fünf Handelsschiffen mit Fracht für Großbritannien mit insgesamt 25 784 Bruttoregistertonnen.
Deutsche Ju87 Sturzkampfbomber beschädigen den englischen Monitor „Terror" im Hafen von Benghasi. Während der schwer beschädigte Monitor abgeschleppt wird, sinkt er am nächsten Tag.
In mehreren Städten Bulgariens kommt es zu Unruhen und Demonstrationen der Bevölkerung gegen die Anwesenheit deutscher Offiziere in dem Balkanland. Von deutscher Seite werden die Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Bulgarien bei künftigen Militäraktionen sondiert.
In Athen finden unter Beteiligung des britischen Außenministers Anthony Eden und führender Vertreter der britischen Armee Beratungen über eine militärische Unterstützung Griechenlands im Krieg mit Italien statt.
Der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, fordert in einem Aufruf an die deutsche Bevölkerung höhere Geburtenziffern. Die NS-Führung stellt die Zeugung von Kindern immer häufiger als "nationale Pflicht" dar.

23.2.1941
Benito Mussolini spricht auf einer faschistischen Kundgebung im Adriano-Theater in Rom: ' Wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen.' Er versucht, die katastrophalen Niederlagen in den italienischen Feldzügen in Griechenland und Nordafrika zu verharmlosen und nennt zehn Gründe, warum Großbritannien diesen Krieg nicht gewinnen kann und verspricht den 'Sieg und einen gerechten Frieden'.
Adolf Hitler macht bei Elsa Bruckmann zu ihrem 76. Geburtstag einen Besuch in ihrem Haus in München, ins Gästebuch schreibt er: „Im Jahre der Vollendung des deutschen Sieges."
Der Neue Brockhaus, das "Allbuch" in vier Bänden und einem Atlas, erscheint in der ersten Auflage.
Schweden gewinnt in Garmisch-Partenkirchen ein Eishockey-Länderspiel gegen die deutsche Mannschaft 9:0.

24.2.1941
Bei einer Feier im Münchner Hofbräuhaus aus Anlass des Jahrestages der Verkündung des NSDAP-Programms kündigt Adolf Hitler eine Verschärfung des U-Boot-Krieges an: „(...) Unser Kampf zur See kann erst jetzt beginnen. Der Grund liegt darin, dass wir zunächst mit unseren U-Booten die neuen Besatzungen schulen wollten für die neuen U-Boote, die nunmehr kommen. Dass sie jetzt zu kommen anfangen, daran soll man nicht zweifeln (...)"
In Moskau wird eine Vereinbarung zwischen der Sowjetunion und der Schweiz über den gegenseitigen Warenverkehr getroffen. Der Vertrag sieht den Austausch von Gütern im Wert von insgesamt 112,4 Millionen Schweizer Franken vor.
Erstes Scharmützel zwischen britischen Truppen und Patrouillen des Afrika Korps (DAK) an der Küstenstraße westlich von El Agheila.
RAF-Angriff auf Brest, wobei erstmals die neuen, zweimotorigen schweren Bomber vom Typ Manchester zum Einsatz kommen (diese Flugzeuge werden im Juni 1942 wegen wiederholt auftretender Motorenschäden zurückgezogen und durch den Avro Lancaster ersetzt).

25.2.1941
Die "Tirpitz", das größte deutsche Schlachtschiff im Zweiten Weltkrieg
und bis heute das größte jemals in Europa gebaute Kriegsschiff, wird in
Wilhelmshaven in Dienst gestellt. Sie gehörte der Bismarck-Klasse an
und war nach dem deutschen Marinestaatssekretär und Großadmiral
Alfred von Tirpitz benannt. Den größten Teil ihrer Dienstzeit war die
"Tirpitz" nach dem sogenannten Fleet-in-being-Konzept in
Norwegen stationiert und bedrohte von dort, nur allein
durch ihre Existenz, die alliierten Geleitzüge
ins russische Murmansk.



Am 1. April 1939 wurde die Tirpitz durch Ilse von Hassell, der Tochter des Namensgebers, in Anwesenheit von Adolf Hitler getauft und vom Stapel gelassen. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Weiterbau beschleunigt, vor allem wegen oftmaliger britischer Luftangriffe auf die Werft.                      












Das 251 Meter lange Schlachtschiff mit drei Propellern konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 30,8 Knoten erreichen. Der Antrieb der Tirpitz bestand aus drei Dampfturbinensätzen, die von 12 Wagner-Hochdruck-Heißdampfkesseln, welche paarweise in sechs Kesselräumen standen, versorgt wurden. Die Marschgeschwindigkeit (Reisehöchstgeschwindigkeit) wurde jedoch, um den Treibstoffverbrauch in Grenzen zu halten, auf 19 Knoten reduziert.                     



Am 1. April 1939 wurde die Tirpitz durch Ilse von Hassell, der Tochter des Namensgebers, in Anwesenheit von Adolf Hitler getauft und vom Stapel gelassen. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Weiterbau beschleunigt, vor allem wegen oftmaliger britischer Luftangriffe auf die Werft.                      












Das 251 Meter lange Schlachtschiff mit drei Propellern konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 30,8 Knoten erreichen. Der Antrieb der Tirpitz bestand aus drei Dampfturbinensätzen, die von 12 Wagner-Hochdruck-Heißdampfkesseln, welche paarweise in sechs Kesselräumen standen, versorgt wurden. Die Marschgeschwindigkeit (Reisehöchstgeschwindigkeit) wurde jedoch, um den Treibstoffverbrauch in Grenzen zu halten, auf 19 Knoten reduziert.                     


In den von deutschen Truppen besetzten Niederlanden, kommt es zu einem Generalstreik aus Protest gegen die Verfolgung und Deportation dort lebender Juden.
Britische Truppen unternehmen einen Landungsversuch auf der Insel Kastellorison östlich von Rhodos. Italienischen Seestreitkräften gelingt es, den Angriff in zwei Tagen zurückzuschlagen.
Britische und südafrikanische Einheiten erobern Mogadischu, die Hauptstadt von Italienisch-Somaliland.
Der schnelle italienische Kreuzer „Armando Diaz" wird im Mittelmeer durch das englische Unterseeboot „Upright" versenkt.
Der Geleitzerstörer „Exmoor" wird vor Lowestoft von einem deutschen S-Boot versenkt.
Im unbesetzten Teil Frankreichs übernimmt François Darlan nach einer Umbildung der Regierung das Außen-, das Innen- und das Marineministerium. Darlan, Stellvertreter von Marschall Philippe Pétain und dessen designierter Nachfolger, ist damit einer der mächtigsten Männer in Vichy-Frankreich.
Die sowjetische Armeeführung beschließt, die Luftstreitkräfte der Roten Armee zu reorganisieren und zu verstärken; der Wiederaufbau der sowjetischen Luftwaffe war zugunsten des Heeres seit Jahren vernachlässigt worden.

26.2.1941
Adolf Hitler setzt den 2. März als Tag für den Einmarsch der deutschen Armee in Bulgarien fest.
In Rom werden deutsch-italienische Wirtschaftsverhandlungen abgeschlossen, die den Warenverkehr zwischen beiden Ländern für 1941 regeln; zur Sicherung der unbeschränkten Zusammenarbeit wird vereinbart, »daß jede kriegswichtige Lieferung unabhängig vom Stand des Verrechnungsverkehrs vor sich gehen soll«.
60 deutsche Bomber und Stukas mit Jagdschutz greifen Flugplätze auf die Insel Malta an und zerstören oder beschädigen 13 Wellington-Bomber und 3 Hawker Hurricane Jagdflugzeuge.
Der IG-Farben-Direktor Carl Krauch erwirkt beim Reichsführer SS, Heinrich Himmler, die Anordnung zum Bau eines Buna-Werkes in Auschwitz durch KZ-Häftlinge.
Das Ensemble der Dresdner Staatsoper unter Karl Böhm gastiert mit Beethovens Oper "Fidelio" und "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss in Belgien.

27.2.1941
Dem britischen Premierminister Winston Churchill wird bei einer Abstimmung im britischen Unterhaus einmütig das Vertrauen ausgesprochen. Das Parlament billigt damit die unnachgiebige Politik Churchills im Krieg gegen das Deutsche Reich.
Der bisherige Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte in Nordafrika, Marschall Rodolfo Graziani, tritt wegen der Fehlschläge im Krieg mit den Briten zurück.
Der italienische Handelszerstörer „Ramb I" (bewaffnetes Handelsschiff von 3.700 t) fängt Feuer und explodiert während eines Gefechtes mit dem neuseeländischen leichten Kreuzer „Leander" bei den Malediven.
Italien schickt Spanien eine Rechnung über 7.500 Millionen Lire für seine militärische Hilfe während des Spanischen Bürgerkrieges.
Die Filmkomödie "So gefällst Du mir" von Regisseur Hans Thimig wird in Berlin uraufgeführt, die Hauptrollen spielen Gusti Huber, Wolf Albach-Retty, Oskar Sima und Josef Eichheim.

28.2.1941
Die Lektüre „Germany must perish" von dem amerikanischen Juden Theodore Kaufman erschien in den USA mit der Veröffentlichung des sog. Kaufman-Planes. Die Kernaussage bestand darin, daß im Falle eines Krieges mit Deutschland nach dem Sieg der Alliierten alle deutschen Frauen unter 45 und alle deutschen Männer unter 60 zwangssterilisiert werden sollten. So könne der aggressive, seiner Meinung nach tief in den Deutschen verankerte („inbred“) „Germanism“, der angeblich ewig die Welt mit Krieg bedrohe, ein für allemal beseitigt werden. Geschrieben hatte Kaufman das Buch bereits Ende 1940, ein ganzes Jahr bevor die USA in den Krieg eintraten und auch lange bevor die Geschichten über einen Völkermord an den Juden zu zirkulieren begannen (Die Wannsee-Konferenz, auf der angeblich ein Judenmord geplant wurde, fand im Februar 1942 statt). Nachdem bereits in diversen Zeitungen Werbeanzeigen für Germany Must Perish geschaltet wurden, stellte das Time Magazin, das älteste und auflagenstärkste Wochenmagazin der USA, Kaufman und seinen „Plan“ in einer Buchvorstellung am 24. März 1941 der breiten amerikanischen Öffentlichkeit vor. Auszug aus dem Pamphlet: "...Nach vollständiger Sterilisation wird es in Deutschland keine Geburten mehr geben. Bei einer normalen Sterberate von 2% jährlich wird sich die Bevölkerung im Jahr um etwa 1.500.000 verringern. Demzufolge würde das, was Millionen Menschenleben und Jahrhunderte vergebliche Anstrengungen gekostet hat, nämlich die Ausrottung des großdeutschen Gedankens und seiner Träger, eine vollendete Tatsache werden. Durch die Sterilisation verliert der Deutsche seine Möglichkeit sich fortzupflanzen, dadurch verkümmert der deutsche Wille so, daß die deutsche Macht bedeutungslos wird...."

28.2.1941
Die Lektüre „Germany must perish" von dem amerikanischen Juden Theodore Kaufman erschien in den USA mit der Veröffentlichung des sog. Kaufman-Planes. Die Kernaussage bestand darin, daß im Falle eines Krieges mit Deutschland nach dem Sieg der Alliierten alle deutschen Frauen unter 45 und alle deutschen Männer unter 60 zwangssterilisiert werden sollten. So könne der aggressive, seiner Meinung nach tief in den Deutschen verankerte („inbred“) „Germanism“, der angeblich ewig die Welt mit Krieg bedrohe, ein für allemal beseitigt werden. Geschrieben hatte Kaufman das Buch bereits Ende 1940, ein ganzes Jahr bevor die USA in den Krieg eintraten und auch lange bevor die Geschichten über einen Völkermord an den Juden zu zirkulieren begannen (Die Wannsee-Konferenz, auf der angeblich ein Judenmord geplant wurde, fand im Februar 1942 statt). Nachdem bereits in diversen Zeitungen Werbeanzeigen für Germany Must Perish geschaltet wurden, stellte das Time Magazin, das älteste und auflagenstärkste Wochenmagazin der USA, Kaufman und seinen „Plan“ in einer Buchvorstellung am 24. März 1941 der breiten amerikanischen Öffentlichkeit vor. Auszug aus dem Pamphlet: "...Nach vollständiger Sterilisation wird es in Deutschland keine Geburten mehr geben. Bei einer normalen Sterberate von 2% jährlich wird sich die Bevölkerung im Jahr um etwa 1.500.000 verringern. Demzufolge würde das, was Millionen Menschenleben und Jahrhunderte vergebliche Anstrengungen gekostet hat, nämlich die Ausrottung des großdeutschen Gedankens und seiner Träger, eine vollendete Tatsache werden. Durch die Sterilisation verliert der Deutsche seine Möglichkeit sich fortzupflanzen, dadurch verkümmert der deutsche Wille so, daß die deutsche Macht bedeutungslos wird...."


Bei der rumänischen Stadt Giurgiu beginnt um 7.00 Uhr der Brückenschlag über die Donau als Vorbereitung für den Einmarsch deutscher Truppen nach Bulgarien.
Im Krieg mit England versenkten deutsche U-Boote im Verlauf des Monats Februar 39 alliierte Handelsschiffe mit insgesamt 196.700 BRT im Atlantischen Ozean.
Auf dem Berghof empfängt Adolf Hitler den erneut zum japanischen Botschafter ernannten General Hiroshi Oshima zur Übergabe des Beglaubigungsschreibens.
Die Deutsche Arbeitsfront (DAF) erhält von Adolf Hitler den Auftrag zum Bau eines Volks-Trecker-Werkes in Waldbröhl/Rheinland, wo ein von Ferdinand Porsche entwickelter Traktor gebaut werden soll.
Die RAF bombardiert wieder Wilhelmshaven. Blenheim-Bomber und einmotorige, alte Wellesleys bombardieren Asmara in Eritrea.
Der Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, Arthur Seyß-Inquart, führt in den Niederlanden den Zwangsarbeitsdienst ein.
In seinem römischen Exil stirbt der frühere spanische König Alfons XIII. im Alter von 54 Jahren.
Die private Wiener Telefon-Automaten-Gesellschaft mbH wird aufgelöst, alle ihre Einrichtungen werden der Deutschen Reichspost übertragen.
Das US-Finanzministerium beendet die geheime Verlegung der US-Goldreserven von New York nach Fort Knox in Kentucky.
In Berlin wird der Kriegsfilm "Kampfgeschwader Lützow" uraufgeführt, der unter der Regie von Hans Bertram in Zusammenarbeit mit deutschen Armee-Einheiten gedreht wurde.
Das Deutsche Theater in Lille wird mit dem Schauspiel "Prinz Friedrich von Homburg" von Heinrich von Kleist feierlich eröffnet.

Einsatz in Nordafrika unter dem Kommando von Erwin Rommel
Adolf Hitler mit Keitel und Jodl bei einer Lagebesprechung 1941
die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Viktor Emanuel III.

Ernst Wilhelm Bohle

Bogdan Filow

Fritz Wächtler

Emil Gansser

Harry Lloyd Hopkins

Erwin Rommel

Rudolf Breitscheid

Rudolf Hilferding

Philippe Pétain

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

 Die Wochenschau vom 22.1.1941 - mit Ausschnitten: Unterzeichnung   des deutsch-sowjetischen Grenzabkommens in Moskau. Ausstellung   des Hilfswerkes fuer deutsche bildende Kunst in Berlin.

 Die Wochenschau vom 22.1.1941 - mit Ausschnitten: Uebung einer   Sturmbatterie und eines Infanterieverbandes. Beschreibung des   Fernkampfbombers 'Condor'. U-Boot auf Feindfahrt sowie am Aequator,   Jagd auf zwei Dampfer, feindliche Besatzung wird auf aufgenommen.

 Die Wochenschau vom 5.2.1941 - mit Ausschnitten: Ein deutscher   Hilfskreuzer auf Feindfahrt, zwei feindliche Dampfer werden versenkt   und die Besatzung an Bord genommen. Rede Hitlers im Berliner   Sportpalast anlaesslich des 8. Jahrestages der Machtergreifung.

 Die Wochenschau vom 12.2.1941 - mit Ausschnitten: Panzerspaeh-   wagen, Kradschuetzen, Artillerie, Panzer, Infanterie und Flieger im   Einsatz. Raeumboote und Zerstoerer im Einsatz an der Kanalkueste.   Einsatz einer Fliegerstaffel gegen englische Stellungen in Nordafrika.