Chronik des Nationalsozialismus Januar / Februar 1943

JANUAR 1943

1.1.1943
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt zum neuen Jahreswechsel folgenden Aufruf: „ Zum vierten Male zwingt mich das Schicksal, den Neujahrsaufruf im Kriege an das deutsche Volk zu richten (...) Hätte das deutsche Volk im Jahre 1918, statt der verlogenen heuchlerischen Phrasen Wilsons zu glauben, den Kampf in eisernen Entschlossenheit weitergeführt, so wäre schon damals die feindliche Umwelt zusammengebrochen. (...) Das deutsche Volk wird dieses Mal als letztes den Kampfplatz behaupten. So wird dann endlich jener lange Frieden kommen, den wir ersehnen zum großen Aufbau unserer Volksgemeinschaft und damit als einzig würdigen Dank für unsere toten Helden."
Bei der Heeresgruppe A im Süden der Ostfront beginnt die 1. Panzerarmee ihren Rückzug aus dem Kaukasus. Adolf Hitler ordnet an, dass die Zivilbevölkerung aus dem Kaukasusgebiet mit den deutschen Truppen zurückgezogen werden soll, um sie vor Repressalien der Sowjets zu bewahren. Die 4. Panzerarmee gibt Elista auf. Der Eisenbahnknotenpunkt Welikije Luki am Mittelabschnitt der Ostfront wird von den Russen erstürmt und die deutsche Besatzung aufgerieben.
Adolf Hitler ordnet die Einführung eines weißen Bandes mit der Aufschrift „KRETA" an, das die Kretakämpfer vom Mai 1941 am linken Unterarm tragen sollen.
Leo Raubal, Sohn von Angela Hammitzsch Raubal, Halbschwester von Adolf Hitler gerät als Leutnant der Luftwaffe in Stalingrad in russische Kriegsgefangenschaft. Hitler setzt sich für seinen Neffen ein und versucht ihn gegen Jakow Dshugaschwili, Stalins Sohn, der 1941 von der Wehrmacht bei Smolensk gefangen genommen wurde auszutauschen. Stalin lehnte es ab, seinen eigenen Sohn zu befreien.
Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz Fritz Sauckel tauscht französische Kriegsgefangene gegen französische Facharbeiter aus. Für drei Facharbeiter soll ein Kriegsgefangener in die Heimat entlassen werden.
Alexander Löhr, Generaloberst, wird Oberbefehlshaber der Heeresgruppe E auf dem Balkan.
Enrico Celio wird als Nachfolger von Philipp Etter neuer schweizerischer Bundespräsident für das Jahr 1943.
In einem bei Stalingrad (Wolgograd) erscheinenden Flugblatt, das die Unterschriften der deutschen Exilanten Walter Ulbricht, Erich Weinert und Willi Bredel trägt, werden die deutschen Soldaten zur Kapitulation vor den Sowjets aufgefordert.
In Santiago de Chile erscheint die erste Ausgabe der Exilzeitschrift "Deutsche Blätter".

2.1.1943
Die Bremer Werft Deschimag (Deutsche Schiff- und Maschinenbau AG) erhält den Auftrag, 6 U-Boote Typ IX C zu bauen.
Die Deutsche Luftwaffe unternimmt mit ihren Junkers Ju 87 Stukas, FW 190 Jagdbombern und He 111 Torpedobombern während des Januar häufige Angriffe gegen die alliierte Schifffahrt um Bone, Bougie und Algier an der nordafrikanischen Küste. Vier Schiffe werden versenkt, Kreuzer "Ajax", ein Zerstörer und ein Flak-Schiff beschädigt.
US-amerikanische Truppen besetzen das Dorf Buna in Neuguinea. Viele Untergrundbunker wurden nacheinander durch Panzer und Sprengladungen zerstört.
Gustaf Gründgens spielt den Orest in J.W.Goethes "Iphigenie auf Tauris" am Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt.

3.1.1943
Reichsminister Albert Speer erhält den Auftrag zur Anlage von U-Boot-Bunkern für die deutsche Kriegsmarine in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille.
Englische 'Zweimann-Torpedos' (Chariots) dringen in den Hafen von Palermo ein und beschädigen den Kreuzer „Ulpio Traiano" und einen Tanker schwer.
Deutsche U-Boote torpedieren mehrere Tage die Tanker des Konvois TM.1 von Trinidad aus mit Ziel Mittelmeer.
Die US-amerikanische Luftwaffe greift die französische Hafenstadt Saint-Nazaire am Atlantik an.
In der Nacht zum 4. Januar bombardieren deutsche Kampfflugzeuge die britische Hafenstadt Hull.

4.1.1943
Der Harvard Anthropologe Earnest Hooton veröffentlicht im Peabody Magazine, New York, einen Beitrag mit dem Titel: „Breed war strain out of Germans", in dem er eine Neuzüchtung der Deutschen fordert: „Allgemeine Zielrichtung ist es, den deutschen Nationalismus zu zerstören. Der Zweck dieser Maßnahmen ist es unter anderem, die Geburtenzahl der Deutschen zu reduzieren, sowie die Einwanderung und Ansiedlung von Nicht-Deutschen, insbesondere von Männern in Deutschland zu fördern." Dieser so genannte Hooton-Plan wird nach dem Krieg bis heute konsequent umgesetzt.
Mit Albert Speer bespricht Adolf Hitler die „Rüstungsaktion 1943", wobei er sich für verschärfte Maßnahmen bei der „Anwerbung von französischen Facharbeitern und Hilfskräften ausspricht".
Joseph Goebbels weist die Presse an, den »totalen Einsatz« der »gesamten Kräfte und Reserven« zu fordern.
Die Sowjets nehmen ihre Angriffe gegen die 6. deutsche Armee bei Stalingrad wieder auf.
Die französischen Zahnärzte können das für die Behandlung ihrer Patienten nötige Gold und Silber künftig nicht mehr ankaufen; es muss ihnen von ihren Kunden zur Verfügung gestellt werden.
Das kaiserlich-japanische Hauptquartier befiehlt, die japanische 17. Armee von Guadalcanal zu evakuieren.

5.1.1943
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt den bulgarischen Kriegsminister Nikolaus Michow zu einer Unterredung; dieser sagt ihm zu, daß Bulgarien bereit sei, im Falle eines alliierten Angriffs auf den Balkanraum an der Seite der Achsenmächte (Deutsches Reich Italien, Japan u.a.) zu kämpfen.
Reichsführer SS Heinrich Himmler ordnet in einem Brief an den Höheren SS- und Polizeiführer im besetzten Frankreich, Carl-Albrecht Oberg, die Einrichtung von Bordellen an allen Standorten der Waffen-SS an.
Die 5. US-Armee unter Generalleutnant Mark W. Clark wird in Tunesien aufgestellt. Die Britische 8. Arnee erreicht die neue Verteidigungslinie des Afrika Korps bei Buerat, 97 km westlich von Sirte. Britische Truppen erstürmen den 'Green Hill' ('Grüner Hügel' in Tunesien), werden aber durch heftiges MG-Feuer verjagt.
In den Niederlanden wird das KZ-Lager Herzogenbusch errichtet. Kommandant war SS-Untersturmführer Karl Chmielewski.
Im Deutschen Reich werden Kautschuk und Kautschukerzeugnisse, Altgummi Gummiabfälle u. ä. beschlagnahmt.
Schwere Überschwemmungen des Mississippi-Nebenflusses Ohio haben Zehntausende von Menschen in den USA obdachlos gemacht und bisher einen Sachschaden in Höhe von rund 4,5 Millionen US-Dollar angerichtet.

6.1.1943
In einer Unterredung mit Großadmiral Erich Raeder äußert Adolf Hitler seine Enttäuschung über den Einsatz der schweren Seestreitkräfte. Adolf Hitler befiehlt deswegen die Einstellung des Baus von Großschiffen und die Erhöhung der U-Boot-Produktion von 30 auf 40 Einheiten monatlich. Erich Raeder bittet daraufhin um seine Entlassung als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine zum 30. Januar 1943 und schlägt als Nachfolger Generaladmiral Rolf Carls oder Admiral Karl Dönitz vor.
Reichsführer SS Heinrich Himmler erlässt eine "Durchführungsbestimmung für Exekutionen" in Konzentrationslagern.
Auf einer Kundgebung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in Breslau betont Reichsjustizminister Otto Georg Thierack die ideologische Bindung der deutschen Rechtsprechung. Thierack betont, dass „asoziale Elemente" nicht mehr geschont werden dürfen und dass er daher angeordnet habe, diese nicht mehr zu den ungefährlichsten, sondern zu den gefährlichsten Arbeiten heranzuziehen, gleichgültig wo dies ist.
Der am 3. November 1942 neu gewählte US-amerikanische Kongress tritt in Washington zur ersten Sitzung zusammen.
Über dem Golf von Huon beginnt eine Luftschlacht zwischen US-Amerikanern und Japanern, das bis zum 9. Januar dauernde Gefecht ist die bisher schwerste Luftschlacht im Südpazifik.
Aus Protest gegen eine staatliche Verfügung, nach der bestimmte Nachrichten nicht mehr veröffentlicht werden dürfen, stellen rund 100 indische Tageszeitungen ihr Erscheinen ein.

7.1.1943
Der Schwager Hermann Görings, Franz Hueber, bisher Unterstaatssekretär im Reichsjustizministerium, wird neuer Präsident des Reichsverwaltungsgerichts.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an die Königin und Kaiserin Elena von Italien zum 70. Geburtstag.
Die deutsche Zucker- und Süßwarenwirtschaft wird per Verordnung zusammengeschlossen.
Die 9. US-Air-Force, unter dem Befehl von Brigadier General Lewis Hyde Brereton, bombardiert den Hafen von Palermo.
General Paul Legentilhomme beginnt mit seinen Aufgaben als Hochkommissar für den besetzten Inselstaat Madagaskar.

8.1.1943
Die Russischen Befehlshaber in Stalingrad richten an die eingekesselte 6. Armee die Aufforderung, unter ehrenvollen Bedingungen zu kapitulieren. Generaloberst Friedrich Paulus gibt die Bedingungen der Russen auf dem Funkweg an das Führerhauptquartier durch, aber Adolf Hitler verbietet deren Annahme kategorisch.
Adolf Hitler empfängt in seinem Hauptquartier „Wolfsschanze" den bulgarischen Kriegsminister, General Nikolaus Michow. Gesprächsthema ist vor allem die Abwehrbereitschaft Bulgariens gegenüber der Türkei.
Die britische Force K aus 2 Kreuzern und 4 Zerstörern jagt die letzten Konvois zwischen Süditalien und Tripolis und versenkt im Januar 14 Schiffe aller Größen.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt gibt bekannt, dass sich innerhalb eines Jahres die Zahl der US-Soldaten von zwei auf sieben Millionen erhöht hat.
Italien dehnt seine 1939 erlassenen Juden-Gesetze auf Libyen aus.
Im Deutschen Reich werden an alle Bezugsberechtigten über 18 Jahre 125 g schokoladen- oder marzipanhaltige Erzeugnisse abgegeben.

9.1.1943
Terrorbomber der Royal Air Force werfen 114 t Bomben auf die Stadt Essen.
Der britische Flugleutnant Richard Hilary, der Autor von 'The Last Enemy', kommt im Alter von 23 Jahren beim aktiven Dienst ums Leben.
Die Befürwortung und Weiterleitung von Gesuchen von Ostarbeitern auf Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Betriebe und Arbeitsämter im Deutschen Reich wird verboten.
Die "Lockheed Constellation", das größte bisher gebaute Landtransportflugzeug, legt vor einer technischen Kommission der US-amerikanischen Armee erfolgreiche Probeflüge zurück. 500 Flugzeuge dieses Typs sollen zunächst gebaut werden.
Die am 30. März 1940 von Japan errichtete chinesische Nationalregierung unter Wang Ching-wei mit Sitz in Nanking erklärt den Vereinigten Staaten und Großbritannien den Krieg.

10.1.1943
Zu einem dreitägigen Besuch trifft der rumänische Staatsführer Marschall Ion Antonescu im Führerhauptquartier ein. Adolf Hitler gibt bei der Unterredung den Rumänen, neben den Ungaren und Italienern, die Schuld an der Lage in Stalingrad. Antonescu lässt sich dies nicht gefallen und kritisiert die deutsche Führung.
Die Sowjets beginnen ihre Offensive zur Aufspaltung des Kessels von Stalingrad (Unternehmen Ring), eine Serie von koordinierten Angriffen von Nordwesten und aus dem Süden durch die Don-Front, sowie aus dem Osten durch die Stalingrad-Front auf die dünnen Linien der deutschen 6. Armee um Stalingrad.
Die Bestrafung kriegswirtschaftlicher Vergehen, z. B. illegaler Lebensmittelhandel, wird in Italien verschärft.
In einem Erlass des Reichserziehungsministeriums werden der Schulbesuch und die Ablegung von Prüfungen durch "jüdische Mischlinge ersten Grades" im Deutschen Reich beschränkt.
Die Milice Nationale (Geheimpolizei) wird durch die Vichy-französische Regierung gebildet und geleitet durch den französischer Politiker Joseph Darnand.
Die Presse im Deutschen Reich gibt den Hausfrauen den Spartip: "Zeit und Gas sparst Du Dir ein, wenn Du entfernst den Kesselstein."
In Koblenz wird am Landestheater Moselland das Drama "Michael Kohlhaas" von Wolfgang Friedebach uraufgeführt; es münzt den Stoff der Novelle von Heinrich von Kleist auf die nationalsozialistische Weltanschauung um.
Die Wienerin Mizzi Musilek wird in Hamburg Deutsche Meisterin im Eiskunstlauf.

11.1.1943
Die US-amerikanische Luftwaffe greift die süditalienische Stadt Neapel an.
Die Russen erobern Georgijewsk, Mineralnyje, Wody und 6 andere Städte im Kaukasus.
US-Präsident Roosevelt unterbreitet dem Kongress in Washington den Haushalt für das am 1. Juli beginnende Haushaltsjahr mit 100 Milliarden $ Rüstungsbudget.
In Newcastle upon Tyne betont der britische Innenminister Herbert Stanley Morrison die Bedeutung der Kolonien für Großbritannien auch nach Kriegsende.
Spanien und die Schweiz schließen ein Abkommen über den gegenseitigen Warenaustausch.
In einem Vertrag mit der chinesischen Regierung von Chiang Kai-shek in Tschungking verzichten die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien auf exterritoriale Rechte im Reich der Mitte.
Der 21-jährige Géza Anda, ein nach dem Krieg international gefeierter schweizerischer Pianist ungarischer Herkunft, tritt in Berlin erstmals als Solist der Philharmonischen Konzerte auf.

12.1.1943
Beiderseits des Ortes Soboda am oberen Don treten die Sowjets zum Angriff gegen die 2. ungarische Armee.
Im verschneiten Kaukasus beginnt der Rückzug der 17. deutschen Armee unter Generaloberst Richard Ruoff in Richtung auf den Kuban-Brückenkopf.
B-17 Bomber zerstören Gebäude und Flugzeuge auf dem Flugplatz Castel Benito in der Nähe von Tripolis, während die begleitenden P-38 Lightning 20 verteidigende Messerschmitt Bf 109 vertreiben.
Bernard Law Montgomery lässt den Männern seiner Britischen 8. Armee eine 'persönliche Nachricht' verlesen, in welcher er stärkste Anstrengungen fordert, die Italiener aus Tripolis zu vertreiben - deren letzte Hochburg in Afrika: 'Unsere Familien und Freunde . . . werden begeistert sein, wenn sie hören, dass wir diese Ort eingenommen haben.'
Die frei-französischen Truppen von Leclerc kontrollieren nun mit der Großprovinz Fessan vollständig den Süden von Libyen.
Die utopischen Projekte zum Bau von Flugzeugträgern und der Riesendocks in Drontheim werden aufgegeben.
Zum 50. Geburtstag erhält Hermann Göring von Adolf Hitler durch General Wilhelm Keitel eine „künstlerisch ausgeführte Urkunde über seine Ernennung zum Reichsmarschall. Alfred Rosenberg sendet er durch seinen Adjutanten Julius Schaub zum 50. Geburtstag ein Handschreiben mit „herzlichsten Glückwünschen" und „zur Ausgestaltung Ihres persönlichen Lebens" eine Dotation von 250.000 RM.
König Gustav V. eröffnet den schwedischen Reichstag in Stockholm mit einer Thronrede, in der er die Neutralität des Landes betont.
Der Film "Im Schatten des Zweifels" ("Shadow of a doubt") des britischen Regisseurs Alfred Hitchcock wird uraufgeführt.

13.1.1943
Mit dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler über den Einsatz der Männer und Frauen für die Aufgaben der Reichsverteidigung beginnt die »totale Mobilisierung« der Bevölkerung des Deutschen Reiches.
An der Ostfront beginnt die vierte Schlacht um Charkow. Die Russen erzielen zwei große Einbrüche in die deutschen Linien westlich des Fluß Don und erobern Kursk und Charkow, aber Mansteins Gegenangriff führt zur Rückeroberung von Charkow (13. Januar-26. März).
In Nordafrika rücken Deutsche Truppen von Pont du Fahs - südlich von Medjez aus - vor und erobern den 'Two-Tree-Hill' (2-Bäume-Hügel).
Auf der 470-Jahr-Feier der Münchner Universität kommt es bei der Rede des Gauleiters Paul Giesler zu stürmischen Protesten und Tumulten. Der Gauleiter hat von den Studentinnen gefordert, künftig in jedem Universitätsjahr dem Führer ein Kind zu schenken.
In einer Pressekonferenz nimmt der Gauleiter von Niederdonau, Hugo Jury, Stellung zur Bildung so genannter Dorfdreiecke. Diese bestehen aus dem Ortsgruppenleiter, dem Bürgermeister und dem Ortsbauernführer. Das Dorfdreieck soll als Träger der Idee des Nationalsozialismus wirken.

14.1.1943
Beginn der Konferenz von Casablanca: US-Präsident Franklin Delano Roosevelt und der britische Premierminister
Winston Churchill verlangen die 'Bedingungslose Kapitulation' von Deutschland, Italien und Japan. Der Sieg über die
deutschen U-Boote erhält die oberste Priorität. Während des Jahres 1943 soll eine Invasion auf Sizilien erfolgen. Die
westalliierten Führer, General Henri Giraud (Französisch-Nordafrika) und General Charles de Gaulle (Frei-Franzosen)
werden eingebunden. Die Konferenz endet mit der Forderung nach bedingungsloser Kapitulation, am 26. Januar.
In Stalingrad erobern die Russen den Flugplatz Pitomnik, die wichtigste der deutschen Versorgungsluftbrücke.
Der österreichische Dirigent und Wagnerinterpret, Karl Böhm, wird neuer Direktor der Wiener Staatsoper.
Erich Kästner wird mit Schreibverbot belegt, schreibt aber unter dem Pseudonym „Berthold Bürger“
In Japan wird jegliche Musik US-amerikanischer oder britischer Herkunft verboten. Dieser Erlass
richtet sich vor allem gegen die neu aufkommende Jazzmusik.

15.1.1943
Führer und Reichskanzler  Adolf Hitler  beauftragt Generalfeldmarschall  Erhard Milch mit
der  Luftversorgung  der  bei  Stalingrad  eingeschlossenen 6. deutschen  Armee.  Adolf
Hitler verleiht dem Oberbefehlshaber der 6. Armee, Generaloberst Friedrich Paulus, als
178.  deutschen  Soldat  das  „Eichenlaub  zum  Ritterkreuz  des  Eisernen  Kreuzes".

Die deutschen U-Boot-Basen erleben bis Mitte Februar eine britische Angriffsserie des RAF Bomber Command. Es werden nur geringe Verluste verzeichnet. Drei deutsche Hilfsschiffe werden versenkt, während auf der feindlichen Seite 27 Bomber der Royal Air Force abgeschossen werden konnten.
Die 'Inshore Squadron' der Britischen Mittelmeer-Flotte versorgt die 8. Armee mit Versorgungsgütern, während diese an der nordafrikanischen Küste entlang vorstößt. Der Kreuzer „Dragon" wird von der Royal Navy an die polnische Exil-Marine abgegeben (Name des Schiffes wird nicht geändert).

16.1.1943
Im Wehrmachtsbericht findet sich erstmals ein Hinweis darauf, dass die deutsche 6. Armee mit Generaloberst Friedrich Paulus in Stalingrad eingeschlossen ist. Im Text heißt es, dass die deutschen Truppen „dort schon seit Wochen in heldenmütigem Abwehrkampf gegen den von allen Seiten angreifenden Feind stehen".
Die Britische 8. Armee unter General Bernard Montgomery und die frei-französische Kampfgruppe unter General Jacques-Philippe Leclerc, welche vom Tschad über Murzok nach Norden vorgestoßen ist, treffen zusammen und vereinigen sich.
Adolf Hitler hat sich die endgültige Namensgebung für die „Stadt des KdF-Wagens" bis zum Ende des Krieges vorbehalten. Es bleibt bei der vorläufigen Bezeichnung „Stadt des KdF-Wagens".
Adolf Hitler befiehlt: Der General der Motorisierung im OKW, Generalleutnant Friedrich Kühn, erhält mit sofortiger Wirkung die Bezeichnung „Chef des Wehrmachtkraftfahrwesens".
In der Nacht greifen britische Bomber Berlin an, 88 Menschen verlieren ihr Leben. Es war der erste RAF-Angriffe auf Berlin seit November 1941. Der Angriff überrascht die Abwehr (nur 1 Bomber verloren), aber beim zweiten Angriff gehen 22 Flugzeuge verloren. Markierungsbomben werden erstmals getestet. Das Motorenwerk von Daimler-Benz wird schwer getroffen, aber viele Bomben gehen verstreut über die Vororte herunter.
Der unter der politischen, ökonomischen und militärischen Einflussnahme Großbritanniens stehende Irak erklärt dem Deutschland, Italien und Japan den Krieg.
Hugh McAteer und 3 andere IRA-'Offiziere' entkommen aus dem Gefängnis Crumlin Road Prison in Belfast. McAtter wird im September 1943 wieder geschnappt.
In Düsseldorf verteidigen Gerda Strauch und Günther Noack aus Berlin ihren Deutschen Meistertitel im Eiskunstlauf der Paare.

17.1.1943
In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar erfolgt ein Vergeltungsangriff der deutschen Luftwaffe auf London. 118 Flugzeuge greifen in 2 Wellen an, wobei 6 verloren gehen. Bomben fallen vor allem am Stadtrand, das Kraftwerk von Greenwich wird getroffen.
Das OKW gesteht verspätet den Verlust von Welikje Luki ein, nachdem wiederholte Gegenangriffe nicht in der Lage waren, die Stadt zurück zu erobern. Die Russen erobern Millerowo, nahe Woronesch.
Die Erziehungskommission des 775 000 Mitglieder umfassenden US-amerikanischen Lehrerverbandes beschließt, in den Schulen des Landes keine Haßgefühle gegen den Kriegsgegner zu vermitteln.

18.1.1943
Die Rote Armee nimmt das südlich des Ladogasees gelegene Schlüsselburg ein und stellt damit erstmals wieder eine Landverbindung mit dem seit dem 8.September 1941 von Deutschen belagerten Leningrad her. Eine Eisenbahnverbindung kann hergestellt werden. Jedoch werden die Züge in diesem nur wenige Kilometer tiefen 'Todeskorridor' häufig beschossen.
Adolf Hitler fordert verstärkten Flakschutz für Friedrichshafen, Kassel und Schweinfurt. Im Weiteren erteilt er Albert Speer den Auftrag, im Garten der Reichskanzlei einen „Führerbunker" zu errichten. In Berlin sollen auch zweigeschossige Hotelbunker errichtet werden. Im Weiteren erteilt er ihm den Auftrag: „dass zur Durchführung des Parteitages (frühestens ein Jahr nach Kriegsende!) in Nürnberg unbedingt die Erstellung eines Ersatzbaues für die Kongresshalle (wurde am 29. August 1942 durch Bomben zerstört) schon jetzt vorbereitet werden muss."
Für wichtige Erfindungen von „Gefolgschaftsmitgliedern" setzt der Führer eine jeweilige Dotation von 10.000 RM aus.
Im Warschauer Juden-Ghetto kommt es zum Widerstand gegen die Deportationen.
Der Entwurf für ein Volksgesetzbuch des Deutschen Reiches wird vorgelegt.
Die Legion tricolore, die französische Freiwillige für die deutsche Wehrmacht geworben hat, wird aufgelöst.
»Geheimnis Tibet«, der Filmbericht der deutschen Tibet-Expedition von Ernst Schäfer 1938/39, wird in München uraufgeführt.

19.1.1943
In Gegenwart von Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und Reichsleiter Martin Bormann empfängt Adolf Hitler in seinem Hauptquartier den spanischen Parteiminister Jose Luis de Arrese zu einer längeren Aussprache „im Geiste der aufrichtigen Freundschaft zwischen Deutschland und Spanien".
Der rumänische Außenminister Mihai Antonescu schlägt dem italienischen Ministerpräsidenten und Duce Benito Mussolini vor, im Namen aller europäischen Verbündeten des Deutschen Reiches, für Friedensverhandlungen Kontakt mit den Westalliierten aufzunehmen.
In Nordafrika besetzt die britische 8. Armee Homs. Deutsche Panzer führen einen Ablenkungsangriff durch das Ousseltia-Tal, werden aber von französischen Fremdenlegionären und US-Panzern des 'Combat Command B' aufgehalten.
Australier vernichten die Überreste der japanischen Truppen im Dorf Sanananda (750 japanische Gefallene), wodurch die Kämpfe auf Papua-Neuguinea enden.
Geburt von Prinzessin Margriet in Ottawa, dem dritten Kind von Prinzessin Juliana und Prinz Bernhard der Niederlande.

20.1.1943
Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und der japanische Botschafter Hiroshi Oshima unterzeichnen im Führerhauptquartier »Wolfsschanze« ein Abkommen über die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder. Adolf Hitler empfängt zum Abschluss des Abkommens Botschafter Oshima und hat mit ihm eine längere herzliche Aussprache.
Die deutsche Luftwaffe fliegt einen Tagesangriff mit Jagdbombern auf London: 28 Jagdbomber (3 verloren) und 50 Begleitjäger (6 verloren) führen einen verheerenden Überraschungsangriff durch.
In Bosnien beginnt die Operation »Weiß«, eine deutsch-italienisch-kroatische Gemeinschaftsaktion gegen die Partisanen unter Tito.
Der Inspekteur der Konzentrationslager, SS-Gruppenführer Richard Glücks, weist in einem Rundschreiben alle Lager-Kommandanten an, „mit allen Mitteln zu versuchen, die Sterblichkeitsziffer in ihren Lagern herunterzudrücken".
Die ersten Deportationen aus dem Juden-Ghetto Theresienstadt (Terezín) ins Konzentrationslager Auschwitz beginnen.
Der zuvor von den Nationalsozialisten gepriesene österreichische Dichter Hermann Heinz Ortner wird wegen Heirat einer Jüdin aus der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und der Schutzstaffel ausgeschlossen. Seine Stücke werden aber weiter aufgeführt.

21.1.1943
Ostfront - Stalingrad: Die Russen erobern den Behelfsflugplatz Gumrak, was den Todesstoß für die deutsche Versorgungsluftbrücke bedeutet. Von nun an müssen alle Versorgungsgüter mit dem Fallschirm abgeworfen werden.
Die deutsch-italienischen Streitkräfte in Nordafrika ziehen sich auf eine Schutzstellung vor der Stadt Tripolis zurück.
Adolf Hitler lässt am Grab von Professor Ludwig Troost in München einen Kranz niederlegen. Außerdem sendet er ein Glückwunschtelegramm an den „rheinischen" Dichter Wilhelm Schäfer zum 75. Geburtstag.
Im Rahmen der vom 14. bis zum 26. Januar tagenden Konferenz in der marokkanischen Stadt Casablanca setzen die Alliierten den Sieg über die deutschen U-Boote an die Spitze der Prioritätenliste ihrer Kriegführung.

22.1.1943
Dem ehemaligen Reichsbankpräsident und derzeitigen Reichsminister ohne Geschäftsbereich, Hjalmar Schacht, wird eine Entlassungsurkunde überreicht: „Der Führer Adolf Hitler hat sich mit Rücksicht auf ihre Gesamthaltung im gegenwärtigen Schicksalskampf entschlossen, Sie zunächst aus Ihrem Amt als Reichsminister zu verabschieden."
An der Ostfront wird der Eisenbahnknotenpunkt Salsk, südwestlich von Stalingrad, durch russische Panzer erstürmt.
Die deutsch-italienischen Truppen in Nordafrika räumen die Orte Misurata und Al Chums östlich von Tripolis. Der Flottenverband 'Force K' beschießt die sich zurückziehenden Verbände Rommels.
In einem Erlass fordert Adolf Hitler eine Steigerung der Panzerproduktion, selbst wenn dadurch andere, wichtige Fertigungen der Rüstungswirtschaft vorübergehend beeinträchtigt werden.
In den Vereinigten Staaten von Amerika läuft mit der "Yorktown" der achte Flugzeugträger der US-Marine seit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 vom Stapel.

23.1.1943
Die deutsch-italienische Panzerarmee räumt Tripolis und zieht sich auf die libysch-tunesische Grenze zurück. Die britische 8. Armee besetzt Tripolis.
In der Nacht zum 24. Januar versuchen sieben britische Schnellboote, an der norwegischen Küste Truppen abzusetzen. Die deutsche Küstenverteidigung zwingt die Boote jedoch zum Abdrehen.
Im Pazifik greifen die Kreuzer „Nashville" und „Helena", die 'Cactus Striking Force' aus 4 US-Zerstörern und Flugzeuge des Trägers „Saratoga" den Flugplatz von Vila auf der Insel Kolombangara (Solomon-Inseln) an.
Die Seekriegsleitung erzielt eine Einigung mit Adolf Hitler über den Bau von 36 Transport-Unterseebooten, die jährlich rund 20.000 Tonnen Rohstoffe aus Ostasien nach Europa bringen sollen.
Das Gebiet um die portugiesische Hauptstadt Lissabon erlebt die größte Überschwemmung seit 1876. Durch den Anstieg der Flüsse Douro und Tejo werden Häuser und Brücken eingerissen und ganze Straßen zerstört.
Der Film "Casablanca" mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman, uraufgeführt am 26. November 1942, hat allgemeine Kinopremiere.

24.1.1943
Die Sowjets fordern Stalingrad erneut zur Übergabe auf. Generaloberst Paulus bittet telegraphisch um die Genehmigung zur Einleitung von Übergabeverhandlungen. Adolf Hitler funkt zurück: „Verbiete Kapitulation. Die Armee hält ihre Position bis zum letzten Soldaten und zur letzten Patrone und leistet durch ihr heldenhaftes Ausharren einen unvergesslichen Beitrag zum Aufbau der Abwehrfront und zur Rettung des Abendlandes."
Die britischen Zerstörer „Mendip" und „Windsor" vertreiben 16 deutsche S-Boote, welche einen Geleitzug vor Lowestoft anzugreifen versuchen.
Im Rahmen Konferenz von Casablanca kamen Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill zur Übereinkunft, dass die Alliierten die bedingungslose Kapitulation der Achsenmächte als Voraussetzung für eine Beendigung des Krieges fordern.
Der Irak tritt der Atlantikcharta vom 14. August 1941 bei.

 Auf der Konferenz von Casablanka, die Kriegsverbrecher   Roosevelt und Churchill, und hinten: Admiral Lord Louis   Mountbatten und Generalleutnant Hastings Ismay (v.l.n.r.)

STALINGRAD IN TRÜMMERN

STALINGRAD IN TRÜMMERN

STALINGRAD IN TRÜMMERN

STALINGRAD IN TRÜMMERN

STALINGRAD IN TRÜMMERN

STALINGRAD IN TRÜMMERN

25.1.1943
Reichskanzler Adolf Hitler
verlängert per Gesetz die Legislaturperiode des bestehenden deutschen Reichstages bis zum 30. Januar 1947.
Ostfront: In seinem Tagesbefehl gibt Stalin bekannt, daß die Rote Armee innerhalb von 2 Monaten 102 feindliche Divisionen vertrieben hat und 400 km weit vorgestoßen ist. "Setzt die Vertreibung der deutschen Invasoren fort . . . und verjagt sie aus unserer Heimat".
Der Befehlshaber der Donfront, Generalmajor Konstantin Rokossowski, erreicht mit seinen Sturmtruppen die Stadtmitte. Der Stalingrader Kessel - inzwischen nur noch 24 Kilometer lang und maximal 15 Kilometer tief - wird in einen Nord- und einen Südabschnitt geteilt. Das Terrain ist so klein, dass die Maschinen der Luftwaffe nicht mehr landen können - die Piloten hatten immerhin Arzneimittel herbeigeschafft und etwa 29.000 Schwerverletzte ausgeflogen. Rokossowski wurde nach der Schlacht um Stalingrad zum Armeegeneral befördert und zum Kommandeur der Zentralfront (später in 1. Weißrussische Front umbenannt) erhoben.
Die 2. deutsche Armee muß die Stadt Woronesch, 12 km vor der Mündung des gleichnamigen Flusses in den Don gelegen, räumen.
Im alten Hafenviertel der französischen Stadt Marseille findet eine Polizeirazzia statt, in deren Verlauf rund 40 000 Menschen deportiert werden.
Indien beschließt eine beträchtliche Steigerung seiner Weizeneinfuhr, die Aufhebung der Höchstpreise für das Getreide und die Errichtung staatlicher Einkaufsstellen. Die Maßnahmen sollen zur Behebung der in einigen Landesteilen herrschenden Weizenknappheit beitragen.

26.1.1943
Die deutschen Truppen müssen Minina, eine Vorstadt von Stalingrad (Wolgograd), räumen. Russische Truppen erobern Woronesch am Don zurück.
Der Reichsamtsleiter in der Parteikanzlei, Albert Hoffmann, wird mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Gauleiters des Gaues Westfalen-Süd beauftragt.
Verordnung über die Heranziehung der höheren Schüler zur Flakartillerie: „1. Zur Wahrnehmung von Hilfsdiensten bei Einheiten der Luftwaffe am Schulort und in dessen unmittelbaren Umgebung stehen dem Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe alle Schüler der höheren und mittleren Schule, die 15. Jahre alt sind, bis zur Einberufung zum Reichsarbeitsdienst oder zum Wehrdienst als Luftwaffenhelfer für den Kriegshilfseinsatz zur Verfügung (…)"
Die Rüstungsausgaben in England belaufen sich nun bereits auf 14 Millionen Britische Pfund (ca. 125 Millionen Reichsmark) pro Tag.
Franciscus Johannes Winter, ein 40-jähriger Belgier, wird in Wandsworth (London) hingerichtet. Er ist der dreizehnte Spion, welcher in Großbritannien seit September 1939 hingerichtet wurde.

27.1.1943
Fritz Sauckel, Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz im Deutschen Reich, ordnet die Meldung aller Männer zwischen dem 16. und dem 65. und aller Frauen zwischen dem 17. und dem 45. Lebensjahr zum Arbeitseinsatz an.
Auf einer NS-Kundgebung in Erlangen wird der neue Wahlspruch der deutschen Studenten bekannt gegeben. Er lautet: »Dein Volk ist alles.«
In Stalingrad beginnen die Russen mit den letzten Angriffen auf die zwei großen deutschen Kessel in der zerstörten Stadt.
Die 8. US-Luftflotte greift ohne Jagdschutz mit 55 B-17 Bombern Wilhelmshaven an. Zwei unfertige U Boote werden so schwer beschädigt, daß sie abgewrackt werden müssen. Britische Mosquito-Bomber zerstören die Burmeister und Wain Dieselmotoren-Fabriken in Kopenhagen. Lancaster und Halifax-Bomber greifen in der Nacht Düsseldorf an.
Der britische Premierminister Winston Churchill trifft in Kairo zu Gesprächen mit Feldmarschall Sir Harold Alexander ein.
Die japanische Regierung beschließt die Heranziehung aller Arbeitsreserven des Landes zur Kriegsarbeit.

28.1.1943
Bei Woronesch vereinigen sich die von Norden und Süden angreifenden Verbände der Sowjets und schließen sieben Divisionen der 2. deutschen Armee ein.
Zwei belgische Jagdflieger der Royal Air Force werfen belgische Fahnen über dem Zentrum von Brüssel ab.
Die australische Regierung gibt bekannt, dass ein japanischer Angriff bevorstehe und sie verlagern die militärischen Aktivitäten auf den australischen Kontinent.                    

29.1.1943
In einer Tagung der Reichswirtschaftskammer ehren Reichsminister Albert Speer und Reichsorganisationsleiter Robert Ley 51 neue „Kriegsmusterbetriebe" und verleihen 100 „Kriegsverdienstkreuze" für hervorragende Einzelleistungen.
Der Sexualmassenmörder Bruno Lüdke tötet sein letztes Opfer, vermutlich das 85. seit 1928. Lüdke kann anschließend überführt werden und wird am 8. April 1944 mit einer tödlichen Injektion hingerichtet. Per Lufttransport bringen die Australier 800 Mann Verstärkungen nach Wau, südlich von Lae (Neuguinea), wo die kleine australische Garnison einer überwältigenden Übermacht japanischer Streitkräfte gegenübersteht.
Das gigantische japanische Unterseeboot I-1 wird durch die neuseeländischen bewaffneten Trawler „Kiwi" und „Moa" vor Guadalcanal versenkt. 3 US-Kreuzer werden von japanischen Torpedoflugzeugen in der Nähe von Guadalcanal torpediert, von denen „Chicago" am nächsten Tag sinkt.
In Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, findet ein Kongress der deutschen Exilorganisationen in Lateinamerika statt, bei dem unüberbrückbare politische Gegensätze der Gruppen deutlich werden.

30.1.1943
Zum 10. Jahrestag der Machtübernahme spricht der Reichsmarschall Hermann Göring im Ehrensaal des Reichsluftfahrtsministeriums. Die Rede wird auf allen Rundfunksendern übertragen. Reichsminister Joseph Goebbels verliest um 16 Uhr im Berliner Sportpalast eine „Proklamation des Führers", in der es heißt: „Der Heldenkampf unserer Soldaten an der Wolga soll für jeden eine Mahnung sein, das Äußerste zu tun für den Kampf um Deutschlands Freiheit und unseres Volkes Zukunft und damit im weiteren Sinn für die Erhaltung unseres ganzen Kontinents." 6 Mosquito-Schnellbomber der RAF (1 verloren) fliegen in 2 Wellen über Berlin ein, um die Reden von Göring und Goebbels zu unterbrechen.
Adolf Hitler enthebt Großadmiral Erich Raeder seines Postens als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und ernennt ihn in „Anerkennung und Würdigung seiner geschichtlichen Verdienste um den Aufbau der neuen Kriegsmarine „zum „Admiral-Inspekteur der Kriegsmarine des Großdeutschen Reiches". Gleichzeitig wird Admiral Karl Dönitz, Befehlshaber der Uboote, zum neuen Oberbefehlshaber der Kriegsmarine und zum Großadmiral befördert.
Als Nachfolger des ermordeten SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich wird der SS-Gruppen-Führer und Generalleutnant Dr. Ernst Kaltenbrunner zum Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA), des Sicherheitsdienstes und der Sicherheitspolizei ernannt.
Adolf Hitler befördert die Generalobersten Ewald von Kleist, Maximilian Freiherr von Weichs und Ernst Busch zu Generalfeldmarschällen. Am gleichen Tage wird bekannt gegeben, dass Adolf Hitler den Oberbefehlshaber der 6. Armee, Generaloberst Paulus, zum Generalfeldmarschall befördert hat.
Adolf Hitler sendet ein Telegramm an Robert Ley und dankt ihm für die übermittelten Grüße von der Tagung der Reichsarbeitskammer in Berlin.
Adolf Hitler überreicht seinem Leibarzt Theo Morell einen Scheck von 100.000 RM, „da er ihm in hohem Maße dafür dankbar sei, dass dieser ihn in der jetzigen arbeitsreichen Zeit gesundheitlich auf der Höhe halte".
Der Bau des deutschen Flugzeugträgers "Graf Zeppelin" wird endgültig gestoppt.
An der Ostfront wird Maikop mit seinen Ölfeldern im Kaukasus durch die Russen zurückerobert.
Die Adana-Konferenz: In Adana / Türkei treffen der britische Premierminister Winston Churchill, Feldmarschall Sir Alan Brooke und der türkische Präsident Ismet Inönü zu zweitägigen Beratungen zusammen. Es gelingt ihnen jedoch nicht, die Türkei zu einem Kriegseintritt auf Seiten der Alliierten zu bewegen.

31.1.1943
In Stalingrad bricht im Südkessel der Widerstand zusammen, Generalfeldmarschall Paulus gerät mit seinem gesamten Stab in sowjetische Gefangenschaft. Im Nordkessel setzt das VIII. Armeekorps unter Führung des am selben Tag zum Generalobersten beförderten Walter Heitz den Widerstand im Traktorenwerk fort.
Adolf Hitler empfängt im Führerhauptquartier „Wolfsschanze" eine Delegation der italienisch Faschistischen Partei, die wegen dem 10. Jahrestag der Machtergreifung nach Deutschland gekommen ist.
184 Terrorbomber der britischen RAF greifen nachts das schon in Trümmern liegende Hamburg an. Dabei setzen die britischen Bomber erstmals das 9-cm-Radar-Bordgerät "H 2 S" ("Rotterdam-Gerät"), ein Gerät zur Navigation auf Fernsehbasis, ein.
B-24 Liberator bombardieren Messina, wobei zahlreiche Treffer auf der Fährstation über die Strasse von Messina entstehen. Es gibt zahlreiche Opfer, darunter auch den Erzbischof von Reggio.
Unter der musikalischen Leitung von Clemens Krauss findet in Wien die Uraufführung der "Couperin-Suite" für kleines Orchester op. 86 von Richard Strauss statt.
Handelsschiffs-Verluste im Januar 1943: 34 alliierte Schiffe mit 204.626 Tonnen im Atlantik, 16 alliierte Schiffe mit 56.733 Tonnen in anderen Gewässern.
34 Schiffe der Achsenmächte mit 123.918 Tonnen im Mittelmeer, 34 japanische Schiffe mit 158.885 Tonnen im Pazifik. 4 U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 6 U-Boote verloren), 22 neue U-Boote in Dienst gestellt, 407 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Deutsche Truppen in Woronesch vor dem russischen Winter

Deutsche Soldatengräber in der Nähe von Leningrads


Im Zweiten Weltkrieg schuf Großbritannien und die Vereinigten Staaten frühzeitig eine leistungsfähige Geleitzugorganisation. Die Geleitsicherung bestand aus schnellen Kampfschiffen wie Korvetten, aus Fregatten  und  aus  Zerstörern  zur  U-Boot-Jagd.

FEBRUAR 1943

1.2.1943
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erteilt die Genehmigung zur Räumung des Frontbogens von Demjansk südlich des Ilmensees im Norden der UdSSR.
Der Frontabschnitt der auseinander gefallenen 8. italienischen Armee im Donezgebiet wird von der deutschen Armeeabteilung Lanz übernommen.
In den Niederlanden wird ein Kabinett unter Leitung des Führers der „Nationaal Socialitische Beweging" (NSB) Anton Adriaan Mussert eingesetzt.
Der Taxiverkehr in Berlin wird auf militärisch erforderliche Gründe und den Transport von Kranken beschränkt.
Der britische Werkstofffachmann Henry Barron spricht in einem Vortrag in London über das bevorstehende Zeitalter der "plastics".
Im Deutschen Reich erscheint die erste Ausgabe der illegalen Zeitung "Deutsches Volksecho".
Der Minenleger-Kreuzer „Welshman" wird durch U-617 vor Kreta versenkt. U-118 legt ein Seeminenfeld in der Straße von Gibraltar, in dem 4 Schiffe sinken und 3 beschädigt werden.
Im Pazifik evakuieren Japanische Zerstörer heimlich die verbleibenden 11.700 Männer der 17. Armee von Guadalcanal. Die aus US-Zerstörern bestehende 'Cactus Striking Force' kommt beim Versuch einzugreifen unter heftiges Feuer.

2.2.1943
Die Schlacht um Stalingrad ist beendet. Die Nordgruppe der bei Stalingrad (Wolgograd) eingeschlossenen 6. deutschen Armee beendet ihre Kämpfe. Außer Feldmarschall Friedrich Paulus gehen 24 deutsche und zwei rumänische Generäle und Hunderte von Stabsoffizieren in Gefangenschaft. Außer den Generälen werden noch 91.000 ausgemergelte, halbverhungerte und durchgefrorene Soldaten gefangen genommen. General Konstantin Rokossowski nimmt Salutschüsse bei der Siegesparade ab.
Im Führerhauptquartier „Wolfsschanze" erfährt Adolf Hitler von der Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad. Über die Offiziere urteilt er: „Die haben sich da absolut formgerecht übergeben. Denn im andern Falle stellt man sich zusammen, bildet einen Igel und schießt sich mit der letzten Patrone selbst tot. (...) In diesem Krieg wird niemand mehr Feldmarschall. (...) Mir tut das darum so weh, weil das Heldentum von so vielen Soldaten von einem einzigen charakterlosen Schwächling ausgelöscht wird. (...) Sie werden jetzt den Weg der Charakterlosigkeit nach unten gehen, bis in tiefste Niederung."
Das Deutsche Reich und Rumänien treffen neue Vereinbarungen über den gegenseitigen Waren- und Zahlungsverkehr; sie sehen eine weitere Intensivierung der kriegswirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder vor.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet an, dass die Bayreuther Festspiele auch im Jahr 1943 stattfinden.
Konstantin Freiherr von Neurath erhält zu seinem 70. Geburtstag eine Dotation von 250.000 RM aus Hitlers Dispositionsfond.
Die "Caritas I" sticht, als erstes Schiff vom Internationalen Roten Kreuz, von Lissabon aus in See, um aus den USA Hilfssendungen für Kriegsgefangene zu holen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika und der Inselstaat Kuba schließen ein Abkommen über die enge Zusammenarbeit der Heere und Flotten beider Länder.                  

90.000 deutsche Kriegsgefangene der 6. Armee nach dem Ende der Schlacht von Stalingrad gehen in die Gulags. Nur etwa 5.000 von ihnen werden Deutschland nach dem 2. Weltkrieg wieder sehen. Die meisten Soldaten, die im Kessel von Stalingrad überlebt haben, sterben bald nach der Schlacht. Verwundete und Kranke krepieren in Viehwaggons, in denen sie abtransportiert worden sind. Gehfähige geben während der tagelangen Elendsmärsche in die Lager völlig erschöpft auf. Sie setzen sich auf die Straße und lassen sich erschießen. Wer das Ziel erreicht, ist dem Tod näher als dem Leben. Allein im Lager Beketowka sterben vom 3. Februar bis 10. Juni 1943 mehr als 27.000 Gefangene, die Hälfte der Insassen - von den 1800 Offizieren im Kloster Jelabuga bis zum April des Jahres sogar drei Viertel. "Es wurde nur gestorben. laufend, laufend, laufend", stöhnte danach ein Überlebender.                  

90.000 deutsche Kriegsgefangene der 6. Armee nach dem Ende der Schlacht von Stalingrad gehen in die Gulags. Nur etwa 5.000 von ihnen werden Deutschland nach dem 2. Weltkrieg wieder sehen. Die meisten Soldaten, die im Kessel von Stalingrad überlebt haben, sterben bald nach der Schlacht. Verwundete und Kranke krepieren in Viehwaggons, in denen sie abtransportiert worden sind. Gehfähige geben während der tagelangen Elendsmärsche in die Lager völlig erschöpft auf. Sie setzen sich auf die Straße und lassen sich erschießen. Wer das Ziel erreicht, ist dem Tod näher als dem Leben. Allein im Lager Beketowka sterben vom 3. Februar bis 10. Juni 1943 mehr als 27.000 Gefangene, die Hälfte der Insassen - von den 1800 Offizieren im Kloster Jelabuga bis zum April des Jahres sogar drei Viertel. "Es wurde nur gestorben. laufend, laufend, laufend", stöhnte danach ein Überlebender.                  

3.2.1943
An der Ostfront nehmen die Soldaten der Rote Armee drei ungarische Generale bei Woronesch gefangen.
Der finnische Marschall Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim erzielt in einer Aussprache mit Staatspräsident Risto Heikki Ryti Einigkeit darüber, daß das Land bei der ersten möglichen Gelegenheit aus dem Krieg gegen die Sowjetunion ausscheiden müsse.
Als erste Maschine dieser Art im Deutschen Reich wird in der Presse ein Einachsschlepper mit Holzgasantrieb für die Landwirtschaft vorgestellt; eine Holzfüllung reicht für rund anderthalb Betriebsstunden.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels ordnet angesichts der Niederlage der deutschen Truppen bei Stalingrad (Wolgograd) die Schließung aller Theater, Filmtheater, Varietés u. ä. bis einschließlich 6. Februar an.
Adolf Hitler sendet Glückwunschtelegramme an den finnischen Staatspräsidenten Risto Ryti zum Geburtstag und an das italienische Kronprinzenpaar zur Geburt der Tochter Beatrice.

4.2.1943
Die russische Schwarzmeer-Flotte landet Truppen und Marinesoldaten an der Schwarzmeerküste südlich von Noworossisk. Diese werden jedoch bis zum 6. Februar überwältigt.
126 Flugzeuge Terrorbomber des RAF Bomber Command werfen 344 t Bomben auf Hamburg. Geringe Schäden, dafür werden 16 Bomber abgeschossen. B-24 Liberator der Royal Air Force bombardieren die Docks von Rangun. RAF-Nachtbomber verursachen riesige Brände in und um Turin und treffen auch die in der Nähe befindliche Marinebasis von La Spezia. Nachtangriff der Royal Air Force auf den U-Boot-Stützpunkt von Lorient.
30.000 kampferprobte australische Soldaten verlassen Suez an Bord der „Queen Mary" und 4 anderer Passagierschiffe in Richtung Heimat.
Auf Anweisung des Reichswirtschaftsministers Walther Funk werden im Deutschen Reich alle nicht kriegswichtigen Betriebe des Handels, des Handwerks und des Gaststättengewerbes geschlossen.
In der Nacht werden an der Münchner Universität die Schriftzüge "Nieder mit Hitler" und "Freiheit" angebracht.
In Zürich wird das Stück "Der gute Mensch von Sezuan" des im US-Exil lebenden Schriftstellers Bertolt Brecht uraufgeführt.

5.2.1943
Die russische Schwarzmeer-Flotte unternimmt eine zweite Landung bei Noworossisk. 17.000 Soldaten gehen an Land.
Schwerer Angriff von US-Bombern mit Brandbomben auf die Flugplätze bei Rabaul in Papua-Neuguinea.
In Berlin beginnt eine zweitägige Konferenz der Reichsleiter, Gauleiter und Verbändeführer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei über Maßnahmen zur totalen Kriegsmobilisierung.
Die italienische Regierung wird umgebildet: Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini übernimmt selbst das Außenministerium; der bisherige Außenminister Galeazzo Ciano Graf von Cortellazzo, der Schwiegersohn Mussolinis, wird Botschafter im Vatikan.
In Algier treffen sich der britische Premierminister Winston Churchill, Generalleutnant Dwight D. Eisenhower, der alliierte Oberbefehlshaber in Nordafrika, sowie die beiden französischen Generäle Henri-Honoré Giraud und Charles de Gaulle zu einer Unterredung über die allgemeine Kriegslage.
Der japanische Reichstag berät zwei Vorlagen, durch die Ministerpräsident Hideki Todscho angesichts der angespannten militärischen Lage diktatorische Vollmachten eingeräumt werden sollen.
In Mexiko beginnt der Prozeß gegen Ramon del Rio Mercader alias Jacques Mornard, den mutmaßlichen Mörder des sowjetischen Revolutionärs und Politikers Leo Trotzki.

6.2.1943
In einem Gespräch mit Generalfeldmarschall Erich von Manstein erklärt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler: »Für Stalingrad trage ich allein die Verantwortung«.
Adolf Hitler genehmigt die Pläne für den Bau eines Bunkers unter der Berliner Reichskanzlei.
Im Pazifik werden 26 von 70 japanischen Flugzeugen durch 37 alliierte Jäger über Wau (Neuguinea) abgeschossen.
Im Wiener Künstlerhaus findet die Ausstellung "Junge Kunst im Deutschen Reich" statt.

7.2.1943
Die Rote Armee besetzt Bataisk im Mündungsgebiet des Don.
6 Schiffe vom Geleitzug SC.118, bestehend aus 61 Schiffen, gesichert von der Escort Group B2 werden von U-402 versenkt.
Im Bergbau und in der Rüstungsindustrie des Deutschen Reiches werden besondere "Panzerschichten" gefahren.
Peru tritt der Atlantikcharta vom 14. August 1941 über die zukünftige Politik der USA und Großbritanniens bei.
Die Oper "Das Urteil des Paris" von Cesar Bresgen kommt in Göttingen zur Uraufführung.

8.2.1943
Die Sowjets erobern die mittelrussische Stadt Kursk.
Reichsführer SS Heinrich Himmler befiehlt besondere Vorsichtsmaßnahmen für Konzentrationslager, um Massenausbrüche im Falle von Luftangriffen zu vermeiden. So soll jedes Lager in Blöcke mit je 4.000 Insassen unterteilt werden, welche jeweils von elektrisch geladenen Stacheldrähten, Scheinwerfern und scharfen Wachhunden umgeben sein sollen.
Brasilien tritt der Atlantikcharta über die Grundsätze der zukünftigen Politik der USA und Großbritanniens vom 14.8.1941 bei.
Die japanischen Truppen räumen die Salomoninsel Guadalcanal, auf der am 7. August 1942 US-amerikanische Einheiten gelandet waren.

9.2.1943
Die Sowjets erobern Belgorod am oberen Donez.
Der erste von 7 Truppengeleitzügen verläßt Süditalien mit starken Verstärkungen für die Achsentruppen in Tunesien. Auf Malta stationierte Flugzeuge der RAF versenken 10 Schiffe, zahlreiche weitere Versenkungen gehen auf das Konto von eigens ausgelegten Seeminenfeldern und englischen Unterseebooten (von den 3 verloren gehen).
Kanada stellt in Zukunft einen Teil seiner Rüstungsproduktion den Vereinigten Staaten zur Verfügung, die sie ihrerseits im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes vom 11. März 1941 weiterleiten.
In einem Schreiben des Reichssicherheitshauptamtes wird über die "fahrlässige Verbreitung" im Deutschen Reich verbotener. ausländischer Zeitungen geklagt; ein Berliner Blumenhändler hatte Exemplare der "Neuen Zürcher Zeitung" und der britischen "Times" als Einwickelpapier benutzt.

10.2.1943
Die 8. britische Armee unter General Bernard Montgomery, erreicht die Grenze von Tunesien.
'Whirlibomber' der Royal Air Force erzielen Treffer auf dem deutschen getarnten Handelszerstörer „Coronel", als dieser versucht in den Atlantik auszubrechen. Coronel zieht sich nach Boulogne zurück.
Der indische Freiheitskämpfer Mohandas Karamchand Gandhi, genannt Mahatma, tritt aus Protest gegen seine Haft in einen Hungerstreik.
Ferhat Abbas veröffentlicht in Algerien das "Manifest des algerischen Volkes", in dem die koloniale Ausbeutung des Landes verurteilt und seine Unabhängigkeit von Frankreich verlangt wird.
Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt führt die 48-Stunden-Woche in allen Industriebetrieben ein, die für den Staat arbeiten.
Der Börsenverkehr im Deutschen Reich wird auf das Notwendigste beschränkt.
In München wird der Film "Der dunkle Tag" des ungarischen Regisseurs Géza von Bolváry mit Marte Harell, Willy Birgel und Ewald Balser uraufgeführt.

11.2.1943
In den ostukrainischen Orten Krasnoarmijsk und Grischino werden 596 Kriegsgefangene, sowie Lazarettinsassen, Krankenschwestern, Bauarbeiter und Nachrichtenhelferinnen durch das sowjetische 4. Garde-Panzer-Korps bestialisch verstümmelt, misshandelt, gequält und ermordet. Diese Kriegsverbrechen verharmlost man heute als Vergeltungsmaßnahmen obwohl deutsche Soldaten genaue Regeln im Umgang mit Gefangenen und Zivilisten hatten.
In den Abendstunden greifen britische Terrorbomber Wilhelmshaven an. 137 Flugzeuge werfen insgesamt 421 t Bomben auf die Stadt.
Im Deutschen Reich beginnt die Einberufung von Schülern der höheren Schulen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben, zum Dienst als Luftwaffenhelfer. Die Schüler sollen vor allem in den bombengefährdeten Gebieten in oder nahe bei ihrem Heimatort eingesetzt werden.
Rund 1000 Juden, darunter mehrere hundert Kinder und alte Menschen, werden von Frankreich aus ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert.

12.2.1943
Die deutschen Truppen an der Ostfront räumen Krasnodar am Kuban.
Das Deutsche Reich und Spanien schließen ein Geheimabkommen, das Spanien zum Widerstand gegen eine eventuelle alliierte Besetzung verpflichtet.
Der Film "Ein Walzer mit Dir" von Hubert Marischka wird in Dresden uraufgeführt.
"Von Agenten gejagt" (Journey into Fear), ein Film mit Orson Welles und Joseph Cotton, die auch das Drehbuch geschrieben haben, wird uraufgeführt. In der Deutschland lief der Film nicht im Kino.

13.2.1943
Adolf Hitler ordnet an, daß bei Familien mit fünf und mehr wehrpflichtigen Söhnen ein männlicher Erbe aus dem Wehrdienst entlassen oder vom Wehrdienst zurückgestellt wird, wenn seine Arbeitskraft zur Existenzsicherung der Familie benötigt wird.
Risto Ryti wird erneut zum Staatspräsidenten von Finnland gewählt.
Das Singspiel "Die schlaue Müllerin" von Cesar Bresgen wird in Essen uraufgeführt.

14.2.1943
Die deutschen Truppen in Nordafrika beginnen mit dem Unternehmen »Frühlingswind«, einer erfolgreichen Angriffsoperation gegen das II. US-Korps unter Generalmajor Lloyd R. Fredendall. Deutsche Panzer, unterstützt von Stukas, treiben die konfusen, unerfahrenen amerikanischen Truppen vor sich her. Als das DAK den Kasserine-Paß am 20. Februar erreicht und droht, die alliierten Linen zu durchbrechen, verlegen im letzten Moment hinzubefohlene britische Panzer den Weg. Daraufhin ziehen sich die deutschen Truppen zurück. Die alliierten Verluste belaufen sich auf 10.000 Mann, die der Deutschen auf 2.000.
Für den Rückzug der deutschen Truppen von der Ostfront befiehlt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Zerstörung sämtlicher Anlagen, Einrichtungen u.ä., die dem sowjetischen Gegner nützen könnten. Die bisherigen Heeresgruppen „Don" und B werden zur Heeresgruppe Süd unter Generalfeldmarschall Erich von Manstein zusammengefasst. Die Rote Armee erobert die Städte Rostow und Woroschilowgrad.
Die „New York Times" veröffentlichte die Geschichte „dass an einem Ort in Polen täglich 6.000 Juden getötet würden".
422 RAF Bomber werfen bei 8 Verlusten 1.103 Tonnen Bomben auf den deutschen U-Boot-Bunker in Lorient.

15.2.1943
Adolf Hitler ordnet die Einführung eines Ärmelbandes „Afrika" als Kampfabzeichen an. Voraussetzung für die Verleihung ist ein „ehrenvoller Einsatz von mindestens sechs Monaten auf afrikanischem Boden".
Der finnische Präsident Risto Heikki Ryti wird bei Wahlen im Amt bestätigt. Adolf Hitler sendet ihm ein Glückwunschtelegramm zu seiner Wiederwahl.
In Frankreich wird die Arbeitsdienstpflicht für die Geburtsjahrgänge 1920 bis 1922 eingeführt; ihre Dauer beträgt zwei Jahre.
Alliierte Bomber greifen den Hafen von Dünkirchen an. Nachtstörflugzeuge der RAF beschädigen 11 Lokomotiven in Nordfrankreich.

16.2.1943
Panzerverbände der Sowjets dringen in den Südost- und den Nordwestteil der Stadt Charkow ein und bis zum Mittag war Charkow fest in der Hand der Roten Armee. Die Strategie, mit der Manstein den Gegenschlag auszuführen gedachte, wurde von ihm „Schlagen aus der Nachhand" genannt. Der Feind sollte zunächst weit vorstoßen, sich in Sicherheit wiegen und dann (unter Ausnutzung der zumeist auftretenden Nachschubprobleme) von den Flanken her geschlagen werden.
Adolf Hitler ernennt den Chef der Luftflotte 4, Generaloberst Wolfram Freiherr von Richthofen, - trotz seiner Aussage vom 1. Februar - zum Generalfeldmarschall. Gleichzeitig werden Robert Ritter von Greim und Bruno Loerzer zu Generalobersten befördert.
Der Kunsthistoriker Hermann Voss, Direktor eines kleinen Museums in Wiesbaden, wird nach einem Gespräch mit Adolf Hitler im FHQ „Wolfsschanze" Nachfolger von Hans Posse als Leiter der Dresdener Gemäldegalerie und wird gleichzeitig mit der Weiterführung des Auftrages bezüglich Linz beauftragt („Führermuseum“).
Herbert Backe, kommissarischer Reichsernährungsminister ordnet die Ausgabe von 100 g Trockengemüse je Verbraucher auf die Konservenkarte ab März an.
Das dramatische Schauspiel "Das unsterbliche Antlitz" des österreichischen Filmregisseurs und Drehbuchautors Géza von Cziffra wird in Coburg uraufgeführt.                  

17.2.1943
In Begleitung der Generäle Alfred Jodl und Kurt Zeitzler fliegt Adolf Hitler in das Hauptquartier der Heeresgruppe Süd nach Saporoschje. In den dreitägigen Besprechungen drängt er vor allem auf die Rückeroberung des gesamten Donezgebietes und der Stadt Charkow.
360 RAF-Bomber greifen mit 987 Tonnen Bomben den U-Boot Bunkerkomplex in Lorient an, erzielen jedoch keine Wirkungsschäden auf den U-Boot-Bunkern.
Die deutschen Truppen an der Ostfront beginnen mit der Räumung des Frontbogens von Demjansk.
15 deutsche S-Boote legen in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar Minen vor Great Yarmouth und Lowestoft an der britischen Nordseeküste. Dabei wird S-71 vom englischen Zerstörer „Garth" gerammt und versenkt.

18.2.1943
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verkündet im Berliner Sportpalast in seiner berühmt-berüchtigten Rede den »totalen Krieg«.
Die russische Stadt Pawlograd wird von deutschen Truppen geräumt und von den Sowjets eingenommen.
Die Geschwister Hans und Sophie Scholl von der Gruppe »Weiße Rose« werfen Flugblätter in den Lichthof der Münchner Universität, in denen sie zum »Kampf gegen die Partei« aufrufen; daraufhin werden sie von der Gestapo verhaftet.
Der Nationalsozialistische Lehrerbund wird "stillgelegt".
Der Prototyp des viermotorigen Langstreckenbombers B-29 Superfortress fängt während des Testflugs Feuer und stürzt in die Boeing-Fabrik von Seattle. Es gibt 31 Tote, darunter 'Eddie' Allen, der Chef-Testpilot von Boeing.

19.2.1943
Adolf Hitler fliegt von dem bereits durch Sowjets bedrohten Hauptquartier der Heeresgruppe Süd in Saporoschje in das Führerhauptquartier »Werwolf« bei Winniza, wo er bis zum 13. März bleibt.
Russische Truppen erobern Obojan an der Eisenbahnstrecke Kursk-Charkow.
Wilhelmshaven wird in der Nacht von britischen Terrorbombern angegriffen.
Speziell umgerüstete Armee-Verbindungsflugzeuge der Royal Air Force (Lysander) bombardieren die Elektrizitätsumspannwerke im Loire-Tal.
Das Pentagon in Washington, der Sitz des Verteidigungsministeriums der USA, wird eingeweiht. Gebaut wurde es auf eine ärmliche Siedlung, genannt „Hell's Bottom" (Anm.d.R.: irgendwie passend für teuflische Pläne).
Die spanische Regierung stellt Kredite in Höhe von 213 Millionen Peseten bereit, um Kasernen und Militärflugplätze zu bauen und Kriegsmaterial anzuschaffen.
Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten erlässt eine Verordnung zur Einordnung des Sports in die Aufgaben des "totalen Krieges".

20.2.1943
Generalfeldmarschall Erich von Manstein beginnt mit seinen Panzerverbänden mit Gegenangriffen im Abschnitt von Pawlograd.
Die deutsch-italienische Panzerarmee in Nordafrika wird von der 8. britischen Armee auf die Mareth-Linie an der südtunesischen Grenze zurückgedrängt. Die Briten besetzen Medenine in der Djeffara-Ebene in Ost-Tunesien.
Ein US-amerikanischer Terrorangriff auf die süditalienische Stadt Neapel fordert 119 Tote und 332 Verletzte unter der Zivilbevölkerung.
Im Rahmen der Konzentration der Wirtschaft des Deutschen Reiches werden weitere Stilllegungen in der Zementindustrie vorgenommen.
302 britische Terrorbomber werden 783 t Bomben auf Kiel.
Die Oper "Die Kluge" des deutschen Komponisten Carl Orff nach einem Märchen der Brüder Grimm wird in Frankfurt am Main uraufgeführt.

21.2.1943
Generaloberst Heinz Guderian wird nach eineinhalb Jahren wieder in den aktiven Dienst geholt und zum Generalinspekteur der deutschen Panzerwaffe ernannt.
Die deutschen Truppen in Nordafrika nehmen die Paßstellungen nordwestlich von Kasserine ein und stoßen weiter auf die algerische Stadt Tébessa vor.
Die Sowjets starten eine Offensive am Ilmensee zwischen Moskau und Sankt Petersburg.
Operation Cleanslate: Die Amerikaner landen auf den Russel-Inseln (Inselgruppe im Archipel der Salomon-Inseln), nordwestlich von Guadalcanal.
Die christlichen Kirchen in den Niederlanden beschweren sich bei Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart über das deutsche Okkupationsregime im Land.
Der spanische General Franco richtet einen Brief an Winston Churchill, in dem es hieß: „Unsere Beunruhigung über den bolschewistischen Vormarsch wird nicht nur von anderen neutralen Völkern geteilt, … daß ein Sowjetdeutschland entsteht, das an Rußland seine Kriegsgeheimnisse, seine Ingenieure, seine Techniker, seine Spezialisten abgibt und dadurch Rußland in die Lage versetzt, ein ungeheures Weltreich vom Atlantik bis zum Pazifik zu schaffen.

22.2.1943
Die deutsche Heeresgruppe Süd tritt zwischen Dnjepr und Donez zu einer Offensive gegen die Verbände der Roten Armee an. Das SS-Panzerkorps erobert die Stadt Pawlograd zurück; sie war erst am 18. Februar aufgegeben worden.
Der Volksgerichtshof in München unter Vorsitz des Richters Roland Freisler verurteilt die Mitglieder der studentischen Oppositionsgruppe „Weiße Rose“, Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst, wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung" zum Tode. Gegen 17 Uhr wurden sie im Strafgefängnis München-Stadelheim hingerichtet.
In einem Schreiben an seinen Vater Friedrich Flick berichtet Otto Ernst Flick über Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme der von dessen Unternehmen übernommenen französischen Munitionsfabriken infolge mangelnder Arbeitskräfte.
Die US Navy gibt bekannt, daß 850 Amerikaner getötet oder vermißt werden, nachdem U-Boote 2 Passagier-Frachtschiffe versenkt haben.
143 Terrorbomber der RAF greifen ohne größere Wirkung Bremen an.

23.2.1943
Die deutschen und italienischen Truppen in Tunesien werden unter Leitung von Generalfeldmarschall Erwin Rommel zur Heeresgruppe Afrika zusammengefaßt.
Die Rote Armee begeht den 25. Jahrestag ihrer Gründung. Der sowjetische Staatschef Josef W. Stalin erklärt, dass die Sowjetunion die Hauptlast des Krieges trage, da eine zweite Front fehle.
Der norwegische Ministerpräsident Vidkun Abraham Lauritz Quisling lässt alle nicht kriegswichtigen Betriebe schließen und zieht alle Männer zwischen 18 und 55 Jahren und alle Frauen zwischen 21 und 40 Jahren zum Kriegseinsatz heran.
Die Vereinigten Staaten von Amerika stellen das 45 000-t-Schlachtschiff "Iowa" in Dienst; es ist das größte Kriegsschiff der US-amerikanischen Flotte.
Die U-Boot-Gruppe „Rochen" torpediert 7 Tanker aus dem Konvoi UC.1. Dabei werden neuartige akustische Zielsuchtorpedos eingesetzt.

24.2.1943
Westlich des Mius an der Ostfront wird das IV. motorisierte Gardekorps der Roten Armee von der 1. deutschen Panzerarmee aufgerieben. Südöstlich des Ilmensees tritt die Rote Armee zu einem neuen Angriff gegen die 16. deutsche Armee an.
Das deutsche Unternehmen »Frühlingswind« in Nordafrika wird von Generalfeldmarschall Erwin Rommel abgebrochen; die eingesetzten Truppenverbände ziehen sich auf ihre Ausgangsstellungen zurück.
Zur „Parteigründungsfeier" verliest Hermann Esser in München eine Proklamation des Führers, in der er seine Parteigenossen zum rücksichtslosen Fanatismus aufruft und androht: „Wir werden auch keine Sekunde zögern, die Länder, die für den Ausbruch dieses Krieges verantwortlich sind, zu den Leistungen in diesem Schicksalskampf heranzuziehen. (Gemeint sind alle von deutschen Truppen besetzten Länder.) Wir werden es als selbstverständlich ansehen, nicht fremde Leben zu schonen in einer Zeit, die von unserem eigenen Leben so hohe Opfer fordert."
In einem Befehl Nr. 7 zur Disziplinargewalt in der Wehrmacht verlangt Adolf Hitler, dass „jeder Vorgesetzter (...) die Durchführung seiner Befehle und die Aufrechterhaltung von Disziplin und Ordnung nötigenfalls mit Waffengewalt zu erzwingen und Ungehorsame auf der Stelle zu erschießen hat. Ich werde jederzeit solche energische Führer vor etwaigen juristischen Folgen ihrer Handlungen schützen und verlange dies von allen höheren Vorgesetzten".
In Griechenland kommt es zu heftigen Protesten gegen die vom deutschen Besatzungsregime geplante Zivilmobilisierung.
Die Deutsche Reichspost wirbt in der Presse um weibliche Hilfskräfte im Zustelldienst: "Frauen und Mädel! Meldet Euch beim nächsten Postamt!"

25.2.1943
Die deutsche Offensive im Südabschnitt der Ostfront führt zur Niederlage der sowjetischen VII. Gardekavallerie.
In der Nacht zum 26. Februar greifen britische Terrorbomber Nürnberg an und werfen 749 t ihrer tödlichen Fracht auf die Stadt.
Eine 5-tägige Schlacht um Konvoi ON.166 endet, aus welchem 15 von 49 Schiffen versenkt werden. U-606 geht dabei verloren.
Adolf Hitler lässt durch Joachim von Ribbentrop dem Duce eine persönliche Botschaft überreichen. Er gibt seiner Entschlossenheit Ausdruck, den Krieg im Osten bis zur Vernichtung des Gegners weiterzuführen.
An die Einzelhandelsfirmen im Deutschen Reich ergeht die Empfehlung, Kriegsgemeinschaften zu bilden.
"Um Arbeitskräfte für Aufgaben der Reichsverteidigung freizumachen", werden alle deutschen Galopp- und Trabrenntage gestrichen.
Winston Churchill ließ General Franco durch den englischen Botschafter in Madrid, Sir Samuel Hoare, auf seinen Brief vom 21. Februar antworten: „Ich kann die These nicht annehmen, daß Rußland für das Nachkriegseuropa eine Gefahr darstellt . . . Ich hoffe, Ihnen beweisen zu können, daß Ihre Befürchtungen ohne jede Grundlage sind. Ebenso weise ich den Gedanken zurück, Rußland könne nach Abschluß der Kämpfe eine politische Kampagne gegen Westeuropa starten…."

26.2.1943
Britische Terrorbomber werfen 1014 t Bomben auf Köln.
Unternehmen Ochsenkopf in Nordafrika: Die deutschen Streitkräfte beginnen mit einer Gegenoffensive in mehrere Richtungen, um Medjez einzuschließen.
Theodor Eicke, Inspekteur der Konzentrationslager und Kommandant der SS-Totenkopf-Division, kommt bei einem Flugzeugabsturz im Alter von 51 Jahren ums Leben.
Erlass des RSHA ergänzt die Vorschrift des Blutschutzgesetzes, indem es die Lösung aller Beschäftigungsverhältnisse zwischen „Deutschblütigen" einerseits und Juden oder „Mischlingen 1. Grades" anderseits anordnet.
Der Abschluß einer schweren Geleitzugschlacht im Atlantik wird gemeldet. Deutsche U-Boote versenkten allein aus dem alliierten Geleitzug "ON 166" 14 Schiffe.
In Berlin wird der Film "Sophienlund" uraufgeführt. Die Regie in diesem mit dem Prädikat "künstlerisch besonders wertvoll" versehenen Streifen führte Heinz Rühmann.

27.2.1943
Die 16. deutsche Armee beendet die Räumung des Frontbogens von Demjansk.
Die Russen erobern Pawlograd, südwestlich von Charkow, welches schon nahe dem Fluß Dnjepr liegt. Zur gleichen Zeit erreichen deutsche Panzer den Fluß Donez südlich von Charkow.
In Nordafrika beginnt Schlacht am Hunt's Gap: Die Kampfgruppe Lang (mit Tiger-Panzern und Panzergrenadieren) versucht nach Westen durch das Tal von Sidi Nsir vorzustoßen, wird aber von einer einzelnen britischen Infanterie-Brigade abgeschlagen.
Norwegische Untergrundkämpfer und britische Spione verüben einen schweren Sprengstoffanschlag auf das Norsk Hydro-Werk bei Rjukan, in dem schweres Wasser zur Erforschung nuklearer Waffen produziert wird.
Frauendemonstration in der Rosenstrasse von Berlin gegen die Verhaftung ihrer jüdischen Männer. Die wiederholten Forderungen der betroffenen Ehefrauen nach Freilassung der letzten noch in Berlin verbliebenen Juden hatten Erfolg. Sie beendeten ihren Protest erst, als Joseph Goebbels und andere Mitglieder der Nazihierarchie Unruhen im Land befürchteten und die Juden freiließen. Dieser erfolgreiche Akt lässt eine beklemmende Frage aufkommen: Was hätte man erreichen können, wenn noch mehr Leute ähnlich gehandelt hätten?
Die in Berlin beschäftigten jüdischen Rüstungsarbeiter werden ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert.
Bei der Zuteilung von Wohnungen im Deutschen Reich werden ab sofort solche Personen bevorzugt, die sich im Krieg ausgezeichnet haben. Außerdem werden Wohnungsinhaber verpflichtet, freien Wohnraum unaufgefordert zu melden.
Die "Deutsche Bergwerkszeitung", das Organ der Schwerindustrie des Deutschen Reiches, plädiert für die uneingeschränkte Fortsetzung des Krieges.

28.2.1943
Ein amerikanischer Terrorangriff auf die sardinische Stadt Cagliari fordert 200 Tote und zahlreiche Verletzte unter der Zivilbevölkerung.
In der Nacht zum werfen 409 RAF Bomber 1120 t Bomben auf den U-Boot-Stützpunkt St. Nazaire. 5 Bomber werden abgeschossen. Keine Wirkung auf den U-Boot-Bunker.
Befehl Adolf Hitlers, betrifft: Dienstanweisung für den Generalinspekteur der Panzertruppe (Heinz Guderian). „Der Generalinspekteur der Panzertruppe ist mir verantwortlich für eine der kriegsentscheidenden Bedeutung entsprechende Weiterentwicklung der Panzertruppe (...)"
Die türkische Nationalversammlung in Ankara wählt erneut Ismet lnönü zum Staatspräsidenten.
Die italienischen Faschisten haben nach einer aktuellen Zählung 2,65 Millionen Mitglieder in den Kampfbünden, 2,7 Millionen in den Jugend-, 360 000 in den Frauen-, 60.000 in den Studenten- und 2,8 Millionen in den Arbeiterorganisationen. Weitere Organisationen umfassen knapp 1,8 Millionen Mitglieder.
Das Deutsche Frauenwerk fordert die Frauen im Reich zur Verbesserung ihrer Kraftfahrkenntnisse für den Einsatz in der Lebensmittelversorgung auf.
Der Jemen bricht die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich sowie zu Italien und Japan ab.
Die "Berliner Zeitung am Mittag" stellt ihr Erscheinen ein.

Handelsschiffs-Verluste im Februar 1943: 52 alliierte Schiffe mit zusammen 315.206 Tonnen im Atlantik, 21 alliierte Schiffe mit 87.856 Tonnen in anderen Gewässern. 26 Schiffe der Achsenmächte mit 96.257 Tonnen im Mittelmeer, 21 japanische Schiffe mit 92.662 Tonnen im Pazifik. 15 U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 22 U-Boote verloren), 22 neue U-Boote in Dienst gestellt, 407 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Angela Hammitzsch Raubal

Jakow Dschugaschwili

Earnest Albert Hooton

Carl Albrecht Oberg

Franz Hueber

Konstantin von Neurath

Konstantin Rokossowski

Risto Heikki Ryti

Dwight D. Eisenhower

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

 Die Wochenschau vom 27.1.1943 - mit Ausschnitten: Kaempfe im Raum   von Leningrad, Ausbau der Graeben. Verbesserung der Kampfstaende   im Raum von Welikije Luki und Kaempfe. Angriff der Bolschewisten   und Abwehr durch deutsche Soldaten suedostwaerts des Ilmensees.

 Die Wochenschau vom 3.2.1943 - mit Ausschnitten: Nachschub fuer die   Front im Raum von Leningrad. Einsatz eines Eisenbahngeschuetzes.   Generaloberst Model besichtigt die Front im mittleren Abschnitt der   Ostfront. Abwehr sowjetischer Schlachtflieger und Panzer, Gegenstoss.

 Die Wochenschau vom 10.2.1943 - mit Ausschnitten: Bau von   Ruestungsbetrieben, Waffenproduktion, Rede von Reichsminister Dr.   Goebbels vor Ruestungsarbeitern. Grossadmiral Doenitz und der   Admiralinspekteur der Kriegsmarine Raeder im Fuehrerhauptquartier.

 Die Wochenschau vom 24.2.1943 - mit Ausschnitten: Rede von   Reichsminister Dr. Goebbels im Berliner Sportpalast am 18. Februar.   Meldung der Bevoelkerung fuer Aufgaben der Reichsverteidigung,   Einsatz von Frauen in der Ruestungsarbeit. Verladung und Transport   neuer Waffen fuer die Front in Tunesien, Vormarsch in den Sueden.