Chronik des Nationalsozialismus Januar / Februar 1944

JANUAR 1944

1.1.1944
Im Neujahrsaufruf an das deutsche Volk erklärt Adolf Hitler u.a: „Die Bombardierung gegen deutsche Städte greift uns alle ans Herz (...) aber wir werden unsere Städte schöner errichten als sie vorher waren. Der organisierte nationalsozialistische Volksstaat wird in wenigen Jahren die Spuren dieses Krieges beseitigt haben. Aus den Ruinen wird eine neue deutsche Städteherrlichkeit erblühen." Adolf Hitler erklärt in seinem Neujahrsaufruf an die Wehrmacht rückblickend: „Das Jahr 1943 wird in der Geschichte als das zweite Jahr einer großen Krise verzeichnet werden müssen" (...) „Es mag die plutokratische Welt im Westen ihren angedrohten Landversuch unternehmen, wo sie will, es wird scheitern!" Seine Voraussage für das neue Jahr lautet: „Das Jahr 1944 wird ein hartes sein!" Dennoch aber werde „in diesem Kampf um Sein oder Nichtsein (...) am Ende Deutschland siegen",
Die amtliche Mitteilung über den Telegrammwechsel zu Neujahr ist recht kurz, denn die Zahl der Staatsoberhäupter und Politiker, die Adolf Hitler noch gratulieren, ist außerordentlich zusammengeschmolzen.
Generalfeldmarschall Erwin Rommel erhält den Oberbefehl über die deutsche Heeresgruppe B in Frankreich. Er übernimmt damit die Führung aller deutschen Kräfte nördlich der Loire.
Hermann Fegelein, SS-Obersturmbannführer, wird Verbindungsoffizier der Waffen-SS bei Adolf Hitler.
Syrien und Libanon werden endgültig unabhängig. Die französische Exilregierung in Algier überträgt den einheimischen Regierungen sämtliche legislativen und administrativen Funktionen, die bisher die Mandatsmacht ausübte.
Das deutsche Reichspostministerium führt die Postleitzahlen ein.

2.1.1944
Die britische Luftwaffe fliegt in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar einen schweren Angriff gegen Berlin, bei dem Wohnviertel verschiedener Stadtteile bombardiert werden. Der Kampf um Berlin geht mit sechs Großangriffen bis Ende Januar weiter.
Eine Räumung der Krim wird von Adolf Hitler auch wegen ihrer möglichen Auswirkung auf Bulgarien, Rumänien und die Türkei erneut abgelehnt.
US-Truppen landen bei Saidor an der Nordküste von Neuguinea.
Erster Einsatz eines US Hubschraubers (Sikorsky R-4) in einem Nordatlantik-Geleitzug. Die Flugtests sollen den Nachweis für einen Einsatz unter Hochsee-Bedingungen erbringen.

3.1.1944
Die erste staatliche Eheberatungs- und Vermittlungsstelle für Kriegsversehrte im Deutschen Reich wird vom Thüringischen Landesamt für Rassewesen in Weimar errichtet. Die Behörde bezeichnet sich als besonders geeignet für die Ehestiftung, da sie u.a. über ein umfangreiches Erbarchiv verfüge.
Der aus Ostasien kommende deutsche Blockadebrecher "Weserland" wird auf dem Weg in seinen Heimathafen von einem US-amerikanischen Zerstörer durch schweren Artilleriebeschuß versenkt. 133 Besatzungsmitglieder können gerettet werden.
Die Russen sind nun nur noch 24 km von der alten polnischen Vorkriegsgrenze entfernt.
30 US-Bürger werden in den USA wegen Verschwörung zur Errichtung eines faschistischen Regimes angeklagt.

4.1.1944
Sowjetische Truppen überschreiten die alte polnisch-sowjetische Grenze von 1939, die "Curzon-Linie" in der Nähe von Olewsk. Bakaja Zerjow, 64 km südwestlich von Kiew, wird durch die Rote Armee erobert.
Die 5. britische Armee beginnt einen Angriff auf das Benediktinerkloster Montecassino in Italien.
Generalfeldmarschall Erich von Manstein reist ins Führerhauptquartier "Wolfsschanze", um den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler davon zu überzeugen, dass der Dnjeprbogen an der Ostfront nicht zu halten ist. Hitler lehnt die Räumung des Gebietes und die Aufgabe von Nikopol kategorisch ab.
Der aus Ostasien kommende deutsche Blockadebrecher "Rio Grande" wird durch Artilleriebeschuß eines US-Kreuzers so schwer beschädigt, dass er mit der gesamten Besatzung untergeht. Nur ein Matrose überlebt die Katastrophe.
In Griechenland werden 3 Ministerpräsidenten, welche als Kollaborateure gelten, vom im Exil befindlichen König die Staatsangehörigkeiten entzogen.
Das erste großangelegte Übungsmanöver für die Operation Neptune (Operation Neptune war ein Teil der unter dem Decknamen Operation Overlord durchgeführten Landung der Alliierten in der Normandie) bekam den Kodenamen "DUCK I". Es fand in Slapton Sands, acht Kilometer südlich von Dartmouth in Devonshire statt. Von da an gab es kontinuierlich weitere Manöver, die möglichst in realistischer Truppenaufstellung stattfanden. "DUCK II" und "DUCK III", die logischen Folgemanöver, die Kritikpunkte an "DUCK I" aufgreifen und nach neuer Planung ausräumen sollten. "DUCK II" fand am 7. Februar und "DUCK III" am 29. Februar statt.

5.1.1944
Die russische 2. Ukrainische Front erkämpft sich zwischen dem 5. bis 8. Januar einen Brückenkopf in die deutschen Linien bei Kirowograd, südlich von Kiew.
Die polnische Exilregierung in London unter Ministerpräsident Stanislaw Mikolajczyk fordert in einer Erklärung an die Alliierten die Achtung der territorialen Interessen Polens durch die Sowjetunion.
Generalleutnant Oliver Leese wird zum neuen Befehlshaber der Britischen 8. Armee in Italien ernannt. Die 5. US-Armee greift die sogenannt Bernhard-Linie östlich von Cassino an.
Auf der Fahrt aus dem Fernen Osten kommend, versenkt sich der letzte deutsche Blockadebrecher „Burgenland" selbst.
In der Nacht werfen 348 RAF-Terrorbomber 1118 t Bomben auf Stettin. 16 Bomber werden abgeschossen, 8 Schiffe werden versenkt oder beschädigt.
Der dänische Schriftsteller Kaj Munk, Gegner des nationalsozialistischen Besatzungsregimes und Kämpfer für ein freies Dänemark, wird auf Horbylunde Bakke bei Silkeborg ermordet aufgefunden. Heute wird der Mord der Geheimen Staatspolizei nachgesagt, obwohl es keinerlei Beweise dafür gab.

6.1.1944
Ein gleichzeitig in London und Washington veröffentlichtes Kommuniqué meldet die Entwicklung einer "propellerlosen Flugmaschine". Dieses Jagdflugzeug mit Düsenantrieb soll in Kürze in die serienmäßige Produktion gehen.
Brigade-General Frank Merrill wird Befehlshaber der amerikanischen Freiwilligen-Einheit in Burma, den 'Merrill's Marauders'.
Der Verband der Kleidungsbranche in Großbritannien legt einen Bericht über Nachkriegsregelungen vor. Darin wird im Sinne einer billigen Massenproduktion empfohlen, auch nach Aufhebung der Kriegskontrollen Stoffqualitäten und Größenmaße für Kleidungsstücke zu standardisieren.

7.1.1944
In Marrakesch (Marokko) in der Villa Taylor beginnt eine zweitägige Konferenz, wo Premierminister Winston Churchill mit General Sir Harold Alexander, Admiral Sir John Cunningham, General Sir Henry Maitland-Wilson und Major-General Walter Bedell Smith und anderen Top-Planern die Operation „Shingle" (Landung bei Anzio) planen, die Operation „Overlord" detailieren, und die erforderliche Verlegung der Landungsboote von Anzio nach England beraten. Churchill war zufrieden mit den Ergebnissen von Marrakesch und er erholt sich dort noch bis zum 14. Januar von einer Lungenentzündung.
Die 2. Ukrainische Front bricht im Abschnitt Kirowograd durch und erzielt einen Einbruch von 40 km Tiefe und 97 km Breite.
Das Oberkommando der deutschen Kriegsmarine fordert Frauen und Mädchen im Deutschen Reich auf, sich zum Dienst als Marinehelferinnen zu melden.
Auf dem Militärflugplatz in Dübendorf bei Zürich landet ein viermotoriger US-Bomber. Der Pilot war, um seinen Verfolgern zu entgehen, in den Schweizer Luftraum geflogen und dort von einem Abwehrgeschwader zur Landung aufgefordert worden.
In den USA stirbt Mrs. Lou Henry Hoover, der Frau des Ex-Präsidenten Hoover, im Alter von etwa 69 Jahren.

8.1.1944
Die ukrainische Industriestadt Kirowograd wird durch die Russen erobert.
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler unterzeichnet einen »Befehl über die weltanschauliche Schulung der Soldaten«. Darin heißt es: »Der Offizier muß seine Soldaten zu überzeugten und unüberwindlichen Kämpfern für unser großes germanisch-deutsches Reich erziehen können.«
Ein Sondergericht in Verona verurteilt 19 Mitglieder des Großen Faschistischen Rates, die am 24. Juli 1943 gegen den italienischen Ministerpräsidenten und Duce Benito Mussolini gestimmt hatten, zum Tode. Fünf der Verurteilten, unter ihnen der Schwiegersohn Mussolinis, Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo, werden am 11. Januar erschossen.
Erstflug des Düsenjägers Lockheed XP-80 „Shooting Star" vom Muroc-Salzsee aus. 5.000 werden bestellt, aber keiner erreicht mehr die regulären Einsatzverbände bis zum Ende des 2. Weltkrieges.
Luftmarschall Sir Sholto Douglas wird zum neuen Oberbefehlshaber des englischen RAF-Küstenkommandos.

9.1.1944
Die kommunistische Partei in den USA verzichtet offiziell auf "politischen Machtzuwachs" und löst sich damit faktisch selbst auf. Sie bleibt pro forma unter dem Namen "Kommunistischer Verband für politische Erziehung" bestehen.
Generalmajor Bedell Smith wird Stabschef bei General Eisenhower.
Britische Truppen stoßen nach Nordwestbirma vor und erobern gegen heftigen japanischen Widerstand das Dorf Maungdaw (50 km jenseits der indisch-birmanischen Grenze).
Antanas Smetona, Ex-Diktator von Litauen, kommt bei einem Brand im Alter von 69 Jahren im Exil in Cleveland, im US-Bundesstaat Ohio, ums Leben.
Adolf Hitler sendet dem österreichischen Feldmarschallleutnant Karl Freiherr Czapp von Birkenstetten zum 80. Geburtstag ein Glückwunschtelegramm und verleiht ihm das Recht zum Tragen der neuen Uniform der Wehrmacht und befördert ihn gleichzeitig zum General der Artillerie a.D..
In München gewinnt die Wienerin Marta Musilek zum dritten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft im Eiskunstlauf.

10.1.1944
Die tschechoslowakische Exilregierung in London steigt in die Gräuelpropaganda der Alliierten ein: Nach einer amtlichen Meldung sind im tschechischen Staatsgebiet von den dort in der Vorkriegszeit lebenden 90.000 jüdischen Bürgern angeblich 50.000 seit der deutschen Besetzung getötet worden. Das Schicksal von weiteren 30.000 Menschen ist ungewiß.
In Italien überschreitet die 5. US-Armee den Fluß Peccia.
In einem Artikel der US-Zeitschrift "Wallstreet Journal" wird darüber berichtet, dass sich die Geschäftswelt der USA darauf vorbereite, nach Kriegsende im Rahmen des Wiederaufbaus der Welt sich vor allem im Wohnungs- und Städtebau zu engagieren.

11.1.1944
Im Deutschen Reich werden die Vorschriften über den Nachrichtenverkehr mit dem "nichtfeindlichen" Ausland verschärft. Künftig können im privaten Bereich - ausgenommen Postkarten - pro Monat nur noch höchstens zwei Briefe ins Ausland gesandt werden, die jeweils nicht mehr als zwei Seiten umfassen dürfen.
Im Luftraum über Oschersleben, Halberstadt und Braunschweig gibt es ein heftiges Luftgefecht zwischen deutschen und amerikanischen Kampfflugzeugen.
Der im Prozess von Verona verurteilte frühere italienische Außenminister Graf Ciano und weitere Mitglieder des „Faschistischen Großrates", werden erschossen.
Die sowjetische Regierung veröffentlicht eine Erklärung, in der sie auf der "Curzon-Linie" als polnische Ostgrenze besteht und Verhandlungen darüber mit der polnischen Exilregierung in London grundsätzlich ablehnt. Der russische Einbruch nach Ost-Polen ist nun 64 km breit.
Knapp 400 norwegische Studenten werden ins Deutsche Reich deportiert und in Konzentrationslagern interniert, da sie sich, wie von deutscher Seite erklärt wird, nicht loyal verhalten hätten.
Der deutsche Munitionsfrachter "Selma", der bei einer Explosion im Hafen von Oslo am 19.12.43 schwer beschädigt wurde, explodiert und sinkt außerhalb des Hafens bei Nesodden.
In Marokko, das unter französischem Protektorat steht, verkündet eine 1943 gegründete Unabhängigkeitspartei ihr Autonomiemanifest.
John W. Christie, der geniale Konstrukteur von gepanzerten Kampffahrzeugen, stirbt im Alter von 87 Jahren in den USA.

12.1.1944
Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht leitet für den Fall einer alliierten Landung in Portugal oder an der spanischen Biskayaküste die Vorbereitungen zur Sprengung der Pyrenäenpässe ein (Operation »Nürnberg«).
General Alphonse Juins Französisches Expeditionskorps erobert zwischen dem 12. bis 14. Januar die wichtige deutsche Verteidigungsstellung in der Nähe von Monte Santa Croce, nördlich von Cassino. Die 5. US-Armee erobert Cervara.
Der Eisenbahn-Knotenpunkt Sarny in Ost-Polen wird durch die Russen erobert.
General Charles de Gaulle trifft Winston Churchill in Marrakesch, um über eine mögliche Zusammenarbeit im Kampf gegen das Deutsche Reich zu beraten.
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt legt ein Gesetz über die Einführung einer nationalen Arbeitsdienstpflicht vor. Der Gesetzesvorschlag führt zu heftigen Protesten von seiten der Öffentlichkeit und der Gewerkschaften.

13.1.1944
An der Ostfront nehmen die Russen die ukrainische Stadt Korets im Abschnitt von Rowno ein.
Die US-amerikanische Kommission für Typhusbekämpfung gibt bekannt, dass die italienische Stadt Neapel von einer Typhusepidemie bedroht ist. Die Lage wird verschärft durch den Flüchtlingsstrom, der in vielen Wohnvierteln zu Übervölkerung führt.
Der Uhrmacher Camille Festernaets aus Sint-Truiden (Belgien) führt die von ihm in dreijähriger Arbeit hergestellte bislang kleinste Uhr der Welt vor. Das Kunstwerk soll an Stelle eines Edelsteins an einem Fingerring getragen werden.

14.1.1944
Sowjeteinheiten beginnen eine Großoffensive gegen die deutsche Heeresgruppe Nord an der Ostfront. In den folgenden Tagen erobern sie Nowgorod, Luga und Staraja Russa und drängen die deutschen Verbände auf die »Panther-Stellung« zurück.
An der Ostfront beginnt die russische Schlussoffensive zum Entsatz Leningrads. 1.000 Kanonen und 17 Kriegsschiffe der eingeschlossenen sowjetischen Ostseeflotte verschiessen 500.000 Granaten in den Frontabschnitt Finnskowo-Koirowo.
Schwerer Nachtangriff der Royal Air Force auf die damals ca. 150.000 Einwohner zählende Stadt Braunschweig.
Auf einer Feierstunde der NSDAP in Prag spricht Reichsminister Alfred Rosenberg über die deutsche und europäische Geistesfreiheit. Er erklärt u.a.: „Erst heute, in der Stunde der größten Bedrohung, kommt uns die ganze Größe des freien europäischen Geistes voll zum Bewusstsein."
Der britische Premierminister Winston Churchill bezeichnet die Oder-Neiße-Linie als endgültige polnische Westgrenze.
In der Sowjetunion wird das 1918 abgeschaffte Zeugnis- und Zensurwesen für alle Schulen wieder eingeführt. (Fünf-Stufen-Einteilung: "sehr gut" bis "ungenügend")

15.1.1944
In Italien erobert die 5. US-Armee Monte Trocchio. Die deutschen Truppen ziehen sich über den Fluß Rapido zurück.
Die alliierte »European Advisory Commission« beschließt, das Deutsche Reich nach Beendigung des Krieges in verschiedene Besatzungszonen aufzuteilen.
Ein Erdbeben in Argentinien zerstört die Stadt San Juan, ca. 1.600 Tote.

16.1.1944
B-17 Fliegende Festungen (Flying Fortress) der United States Army Air Forces (USAAF) greifen die Messerschmitt-Fabrik in Klagenfurt, in Österreich, an.
In einer Rede zum Thema »Freiheit des Geistes« im Deutschen Opernhaus in Prag erklärt Reichsminister Alfred Rosenberg: »Unter dem verlogenen Mantel sog. Freiheitsproklamationen vollzieht sich heute der größte Krieg gegen die Freiheit indogermanischen Geistes.«
Die Amerikaner zerschlagen den letzten japanischen Gegenangriff auf Neu-Britannien.
Liberia erklärt Deutschland den Krieg.

17.1.1944
Die Sowjets eröffnen eine Großoffensive zur endgültigen Befreiung Leningrads. Am 28. Januar endet die 900 Tage andauernde deutsche Blockade der Stadt.
In Italien überquert das britische 10. Korps der 5. US-Armee den Fluß Garigliano.
Generalleutnant Omar N. Bradley wird zum Befehlshaber der im Feld stehenden US-Armeen ernannt, unter General Dwight D. Eisenhower.
Die deutschen Besatzungsbehörden in Dänemark internieren in der Hauptstadt Kopenhagen das gesamte dänische Polizeikorps des Landes, dem etwa 5000 Personen angehören.
Adolf Hitler erlässt die Weisung Nr. 51c für die „Einrichtung von Kampfzonen im Bereich des Oberbefehlshaber West".

18.1.1944
Die wochenlangen Kämpfe der deutschen Truppen an der Ostfront im Raum von Witebsk gegen die angreifende 1. Baltische Front finden ihr Ende. Bei den Kämpfen, die seit dem 13. Dezember 1943 von beiden Seiten verbissen geführt wurden, erlitten vor allem die Sowjets hohe Verluste.
Beim Lagevortrag im Führerhauptquartier „Wolfsschanze" erklärt Karl Dönitz, die Marine könne monatlich 45.000 Tonnen Nachschub auf die Krim überführen.
Adolf Hitler erklärt sich mit dem Bau von 50 Kleinst-U-Booten sowie von Einmann-Torpedos einverstanden.
Ein deutsches Polizeistandgericht verurteilt in Rotterdam acht niederländische Zivilisten wegen "kommunistischer Umtriebe" zum Tode.

19.1.1944
In einem Gespräch mit Karl Dönitz bringt Adolf Hitler seine besondere Sorge vor einer feindlichen Landung im Raume südlich der Gironde zum Ausdruck.
Mit der Verhaftung von Helmuth James Graf von Moltke durch die Gestapo wird die deutsche Verräter- und Putschistengruppe »Kreisauer Kreis« zerschlagen.
Wegen der Bombardierungen Berlins ordnet das Hauptschulamt die Verlegung aller allgemeinbildenden Schulen aus der Reichshauptstadt in »Aufnahme- und Ausweichsgebiete« an. Alle Eltern werden aufgefordert, ihre Kinder aufs Land zu verschicken.
In Stettin beginnt die 5. Seeschiffahrtstagung der Auslandsorganisation der NSDAP.

20.1.1944
Die Stadt Nowgorod, ein wichtiges Industriezentrum und Verkehrsknotenpunkt, mußte nach schweren Kämpfen von der Wehrmacht geräumt werden.
Englische Ferngeschütze versenken den deutschen Blockadebrecher „Münsterland" vor Kap Gris Nez. Deutsche Ferngeschütze beschießen Dover, Deal, Folkestone und Ramsgate.
Nach dem Rückzug der Deutschen erreichen US-Streitkräfte den italienischen Fluß Rapido.
Trotz des stetigen Kampfes des NS-Regimes gegen den "entarteten" Jazz flammt die Debatte um die "Niggermusik" immer wieder auf. In dem Brief eines Jazz-Gegners an den Reichsminister und Reichsleiter der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Alfred Rosenberg, heißt es dazu: "Keiner dieser Amerikanismen und überhaupt kein fremder Einfluss darf nach Deutschland hereingelassen werden."
Der drohende Streik der US-amerikanischen Eisenbahner ist endgültig abgewendet. Das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten kündigt daraufhin die Rückgabe der Eisenbahn, die wegen des Ausstandes am 27. Dezember 1943 unter staatliche Führung gestellt worden war, an die Privatunternehmer an.

21.1.1944
An der Ostfront zerschlägt massiver russischer Artillerie-Beschuß die deutsche Garnison in Mga, südöstlich von Leningrad.
Die 36.US (Texas) Division wird bei dem Versuch, den Fluß Rapido zu überqueren, unter schweren Verlusten abgeschlagen.
Deutsche Luftwaffenverbände bombardieren die britische Hauptstadt London. Diese Operation leitet eine bis zum 29. Mai andauernde Serie stärkerer deutscher Luftangriffe (Deckname »Steinbock«) auf London und andere Städte in Süd- und Südostengland ein.
648 RAF-Nachtbomber greifen Magdeburg an. Zwei deutsche Nachtjäger-Asse, Heinrich Prinz zu Sayn-Wittgenstein (83 Luftsiege) und Hauptmann Manfred Meurer (65 Luftsiege) fallen.
Adolf Hitler lässt einen Kranz am Grab von Professor Ludwig Troost in München durch Gauleiter Paul Giesler niederlegen. An die Witwe Gerdy Troost schreibt er: „(...) Was der Professor mir einst persönlich gewesen ist, kann derjenige nicht begreifen, dem das Verständnis für die Sorge, die mich die Verwirklichung meiner künstlichen Pläne entgegensehen ließ, fehlt. (...) Dass die Vorsehung Ihren Mann geboren und mich ihn kennen lernen ließ, habe ich immer als ein ganz großes Glück empfunden (...)"
Deutsche Agenten in Island melden von der Abfahrt des englischen Geleitzug JW-56A.
Das Schauspiel "Hanneles Himmelfahrt" von Gerhart Hauptmann wird erstmals unter der Regie des Exildeutschen Erwin Piscator am "Dramatic Workshop" in New York aufgeführt.

22.1.1944
Präsident F .D. Roosevelt gründet den "War Refugee Board", den "Kriegsflüchtlingsrat". Er setzte sich aus dem Secretary of State (Außenminister), dem Schatz- und Kriegsminister zusammen. Direktor dieses Gremiums wurde der Stellvertreter von Henry Morgenthau jr., John W. Pehle (und war damit unter jüdischer Kontrolle). Der War Refugee Board war ein Ergebnis der ständigen Einwirkung auf die amerikanische Regierung durch den WJC (World Jewish Conference). Beide hielten auch anschließend engen Kontakt, wie überhaupt auch die Beziehungen des WJC mit den militärischen Kommandostäben gut waren.
Angesichts des drohenden Zusammenbruchs der Heeresgruppe Nord hält Feldmarschall Georg von Küchler im Hauptquartier „Wolfsschanze" Adolf Hitler Vortrag über die unhaltbare Lage und verlangt Genehmigung zum Rückzug auf die „Panther-Stellung", die von Hitler abgelehnt wird.
Das alliierte 6. Korps landet bei Anzio und Nettuno, südlich von Rom (Operation Shingle) in dem kühnen Versuch, die deutsche Cassino-Stellung zu umgehen. Landungsboote, welche mit Raketenwerfern bestückt sind, zerschlagen die schwachen deutschen Sicherungen. Die Deutschen können jedoch vorerst die Ausweitung des feindlichen Brückenkopfes verhindern.
Das US-amerikanische Kampfschiff "Missouri" läuft in der Marinewerft von Brooklyn vom Stapel. Die "Missouri" ist mit 45.000 Bruttoregistertonnen, einer Länge von 270,5 m und einer Breite von 33 m das bislang größte Schlachtschiff der Welt. Ab November kommt sie im Pazifik gegen Japan zum Einsatz.

23.1.1944
In Gegenwart des Reichsministers Hans Heinrich Lammers und des Reichsleiters Martin Bormann empfängt Adolf Hitler im Hauptquartier „Wolfsschanze" den norwegischen Ministerpräsidenten Vidkun Abraham Quisling und anschließend die norwegischen Minister Fugglesang, Lie und Whist. An den Gesprächen nimmt auch Reichskommissar Josef Terboven teil.
Der deutsche Reichsjugendführer und Reichsstatthalter von Wien, Baldur von Schirach erklärt die Zahnsanierung zum »Pflichtdienst«. Alle Angehörigen des Jahrgangs 1929 müssen sich im Herbst zu einem Zahnarzt begeben.
Der Gauleiter von Franken, Karl Holz, legt in Nürnberg am Grab des bei der Luftwaffe verunglückten SA-Obergruppenführers Hanns Günther von Obernitz einen Kranz des Führers nieder.
Die Evakuierung der bulgarischen Hauptstadt Sofia ist abgeschlossen. Die Bevölkerung sowie sämtliche Behörden mußten ausgelagert werden, da bei zwei Bombardierungen am 10. Januar 35% aller Häuser zerstört und 15% schwer beschädigt worden waren.

24.1.1944
Das französische Expeditionskorps in Italien greift Monte Santa Croce an. Hitler befiehlt, die Gustav-Linie um jeden Preis zu halten.
Adolf Hitler befiehlt die Bildung eines Truppensonderdienstes in der Wehrmacht (Offizier und Wehrmachtsbeamte).
"Raduga" (Regenbogen), ein sowjetischer Partisanenfilm, der das Schicksal eines von der deutschen Wehrmacht besetzten Dorfes schildert, wird in der Sowjetunion uraufgeführt.

25.1.1944
Die russische 1. und 2. Ukrainische Front führen bis zum 28. Januar eine Zangenbewegung westlich von Tscherkassy durch und schließen 10 deutsche Division (je 1 Korps der 1. Panzer-Armee und 8. Armee) im Korsun-Kessel ein.
Adolf Hitler unterzeichnet einen Erlass, durch den das „Gnadenrecht des Reichsprotektors in Böhmen und Mähren" geregelt wird.
7 deutsche U-Boote greifen den Geleitzug JW-56A westlich der Bärseninsel an und versenken 3 Schiffe.
Der Senat und das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten bewilligen eine Summe von 1,35 Milliarden US-Dollar als Beitrag der USA für die Hilfs- und Wiederaufbauorganisation der Vereinten Nationen.
Das Außenministerium in Washington gibt bekannt, dass die Vereinigten Staaten die neue Regierung in Bolivien, die seit einem Putsch am 20. Dezember 1943 im Amt ist, nicht anerkennen.

26.1.1944
Im Führungsstab der deutschen Wehrmacht wird mit der Ausarbeitung eines Plans für eine eventuelle Besetzung Rumäniens begonnen.
Der Zentralverlag der NSDAP ediert Adolf Hitlers „Mi Lucha", die spanische Ausgabe von „Mein Kampf".
Eine sowjetische Komission aus Gerichtsmedizinern veröffentlich ihren eigenen, unwahren Bericht über das Massaker von Katyn und behauptet, dies sei von den Deutschen begangen worden.
Die Sowjetunion spricht sich in einem Kommuniqué gegen eine US-amerikanische Vermittlung im Konflikt um die Festlegung der Grenze zwischen Polen und der UdSSR und eine Westverschiebung Polens aus.
Teile der japanischen 18. Armee versuchen den alliierten Landekopf bei Saidor auf Neuguinea zu umgehen, um Madang zu erreichen. Dabei geraten sie unter schweren Beschuß von US-Kriegsschiffen.
Unter dem Druck der Alliierten bricht die Regierung Argentiniens die diplomatischen Beziehungen zu den Achsenmächten ab.

27.1.1944
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" hält Adolf Hitler vor den hier versammelten Oberbefehlshabern der Ostfront eine Rede über die „Notwendigkeit nationalsozialistischer Erziehung des Heeres", in der er u.a. erklärt: „Wenn es jemals eine letzte Stunde gibt, dann hofft ich, dass Sie, meine Herren Generale, zusammen auf den Barrikaden stehen, und dass Sie, meine Feldmarschälle, mit gezogenem Degen bei mir sind!" Erich Manstein rief darauf aus: „Das wird auch der Fall sein, mein Führer!"
Belagerung von Leningrad durch deutsche Truppen wird nach 872 Tagen aufgehoben, als es den sowjetischen Truppen gelang, aus dem Kessel von Oranienbaum heraus die starken deutschen Verteidigungslinien von hinten zu durchbrechen.
In den Abendstunden greift die britische RAF Berlin mit 481 Bombern an, die 1761 t Bomben auf die Stadt warfen. Laut Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht wurden durch Luftminen, Spreng- und Brandbomben vor allem dicht besiedelte Wohnviertel und Kulturstätten zerstört oder beschädigt.
Auf einer NS-Kundgebung in Erlangen wird der neue Wahlspruch der deutschen Studenten bekanntgegeben. Er lautet: "Dein Volk ist alles."
39 Flugmotoren werden während eines Überfalls der 'Resistance' auf die Fabrik Bronzavia bei Lyon zerstört.
Liberia erklärt dem Deutschen Reich und Japan den Krieg.

28.1.1944
Adolf Hitler sendet an den Oberbefehlshaber Südwest, Generalfeldmarschall Albert Kesselring, ein Fernschreiben. "In den nächsten Tagen wird der Kampf um Rom entbrennen. Er entscheidet über die Verteidigung Mittelitaliens und über das Schicksal der 10, Armee, (...) Die Armee, die Luftflotte und die Streitkräfte der Kriegsmarine müssen in all ihren Führern und Soldaten durchdrungen sein von dem fanatischen Willen, diesen Kampf siegreich zu bestehen und nicht zu erlahmen, bis der letzte Gegner vernichtet oder wieder ins Meer geworfen ist. Er muss geführt werden mit dem heiligen Hass einem Feind gegenüber, der einen erbarmungslosen Ausrottungskrieg gegen das deutsche Volk führt, dem jedes Mittel daher recht ist und der ohne jeden höheren Zweck nur die Vernichtung Deutschlands und dadurch der europäischen Kultur im Auge hat."
Verschiedene italienische Widerstandsgruppen (darunter Kommunisten, Sozialisten, linksliberale und katholische Kräfte), die sich zu einem Komitee der nationalen Befreiung zusammengeschlossen haben, tagen in Bari: Sie wenden sich dabei gegen den italienischen König Viktor Emanuel III. und den von den Alliierten unterstützten Ministerpräsidenten Pietro Badoglio.
Zwei 'Wolfrudel' aus insgesamt 20 U-Booten werden durch das Royal Air Force Küsten-Kommando daran gehindert, die Konvois OS-66, KMS-40 und ON-221 anzugreifen.
Die US-Regierung veröffentlicht einen Bericht über die Behandlung von Kriegsgefangenen in Japan. Daraus geht hervor, dass US-amerikanische und philippinische Soldaten in japanischen Internierungslagern gefoltert, ausgehungert und z.T. ermordet werden.
22 Corsair-Jagdflugzeuge und 6 ihrer Piloten gehen während eines Fluges von den Gilbert auf die Ellice-Inseln durch einen schweren Sturm verloren.
"Die Feuerzangenbowle", ein deutscher Spielfilm von Helmut Weiß nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Spoerl, wird in Berlin erstmals aufgeführt. Die Lausbubengeschichte mit Heinz Rühmann als Hauptdarsteller wird zu einem der beliebtesten deutschen Unterhaltungsfilme.

29.1.1944
Koniuchy, ein hauptsächlich von Polen bewohntes Bauerndorf 30 km südöstlich von Vilnius, wurde durch eine jüdisch-bolschewistische Bande Vilnius-Partisanen umzingelt und in Brand gesetzt. Auf die flüchtenden Bewohner wurde geschossen. Die Gefangengenommenen, Erwachsene wie auch Kinder, wurden lebendig ins Feuer geworfen. Sechzig Haushalte, die aus insgesamt ungefähr 300 Personen bestanden, wurden zerstört, Überlebende gab es nicht.
Adolf Hitler setzt den Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, Generalfeldmarschall Georg von Küchler ab und überträgt General Walter Model den Oberbefehl.
Reichsminister Martin Bormann veröffentlicht eine Denkschrift, in der er die Zeugung außerehelicher Kinder und die Bigamie nach Kriegsende propagiert.
Der englische Kreuzer „Spartan" wird im Mittelmeer vor Anzio durch eine ferngesteuerte Gleitbombe versenkt.
Die amerikanische Task-Force 58 greift die Marshall-Inseln an und fliegt vom 29. Januar bis 3. Februar mit ihren Trägerflugzeugen 6.232 Einsätze, wobei 49 Flugzeuge verloren gehen.
Der Vorsitzende der Kommission für die Bestrafung von nationalsozialistischen Kriegsverbrechern, der Belgier Marcel de Baer, kündigt in New York die Bildung der ersten internationalen Gerichtshöfe an, die von Mitgliedern der Vereinten Nationen besetzt werden sollen.

30.1.1944
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hält zum Jahrestag der „Machtergreifung" eine Rundfunkansprache an das deutsche Volk. Er sagte u.a.: „Eines ist deshalb sicher: In diesem Kampf kann es nur einen Sieger geben, und der wird entweder Deutschland oder Sowjetrussland sein! Der Sieg Deutschlands bedeutet die Erhaltung Europas, und der Sieg der Sowjetunion seine Vernichtung. (...) Dieser Kampf wird deshalb am Ende trotz aller Teufeleien unserer Gegner zum größten Sieg des Deutschen Reiches führen."
Anlässlich des 11. Jahrestages der Machtergreifung befördert Adolf Hitler die Generäle Kurt Zeitzier und Alfred Jodl zu Generalobersten. Außerdem stiftet er wieder einen neuen Orden, für die im „Ehrenblatt des Deutschen Heeres" genannten Soldaten die „Ehrenblatt-Spange" zur äußerlichen Kenntlichmachung.
Adolf Hitler befiehlt die Errichtung der 18. SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division. Sie soll sich überwiegend aus Freiwilligen der SA zusammensetzen. „Ich verleihe der Division den Namen SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division Horst Wessel."
Unter dem Vorsitz von Charles de Gaulle, Chef des Französischen Befreiungskomitees, wird in Brazzaville (Kongo) eine bis zum 8. Februar dauernde Konferenz für das französische Kolonialreich eröffnet. Es sollen allgemeine politische und wirtschaftliche Fragen erörtert werden.
Die 5. US-Armee schlägt eine kleine Breche in die Gustav-Linie. Bei Anzio dringen US-Rangers bis Cisterna vor und die englische 3. Division bis zur Eisenbahnstation nördlich von Aprilla.
Die 8. US-amerikanische Luftflotte fliegt einen Großangriff gegen Braunschweig und Hannover.
Die Deutsche Reichspost gibt eine Sondermarke zum 30. Januar, dem elften Jahrestag der nationalsozialistischen Machtergreifung, heraus.

31.1.1944
Anlässlich des ersten Jahrestages der deutschen Niederlage bei Stalingrad teilt die Stadt in einer Botschaft an den sowjetischen Partei- und Staatschef Josef W. Stalin mit, dass bei den Aufräumarbeiten mehr als 147 000 tote deutsche Soldaten gefunden worden seien. 1,2 Millionen Minen mußten entfernt werden.
Zur Lage in Süditalien betont Adolf Hitler erneut die Notwendigkeit, den feindlichen Landekopf bei Nettuno zu zerschlagen, um anschließend „durch einen Stoß über Minturno nach Südosten die gegnerische Front zum Einsturz zu bringen".
Bei einem Angriff der 5. S-Flottille (KKpt. Klug) auf den Konvoi CW.243 werden südöstlich von Beachy Head die Frachter "Caleb Sprague" und "Emerald" und der UJ-Trawler "Pine" versenkt.
Im Zuge ihrer Offensive im Pazifik landen US-amerikanische Truppen auf den Marshallinseln und erobern sie innerhalb von 72 Stunden.
In Frankreich sprengt die 'Resistance' die Ratier Flugzeugpropeller-Fabrik in Figeac hoch.
In Australien wird eine Kommission eingerichtet, um japanische Kriegsverbrechen zu untersuchen.
Bei britischen Terrorangriffen wurden im zurückliegenden Monat insgesamt 15.741 t Bomben auf deutsche Städte abgeworfen. Besonders betroffen waren die Hauptstadt Berlin, Magdeburg, Braunschweig und der Ostseehafen Stettin.
Der Bavaria-Film "In flagranti", eine Liebeskomödie unter der Regie von Hans Schweikart, wird in Berlin uraufgeführt.

Handelsschiffs-Verluste im Januar 1944:
18 alliierte Schiffe mit zusammen 43.009 Tonnen im Atlantik, 13 alliierte Schiffe mit 87.626 Tonnen in anderen Gewässern. 95 japanische Schiffe mit 355.368 Tonnen im Pazifik. 14 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 16 U-Boote verloren), 23 neue U-Boote in Dienst gestellt, 471 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Kloster Monte Cassino
vor dem Angriff

Hochverräter Helmuth J. Graf von Moltke vor dem Volksgerichtshof - er hatte die Intensivierung der Dauerbombardierung deutscher Arbeiterwohnungen durch alliierte Terrorgeschwader gefordert!

Im Hauptquartier »Wolfsschanze« empfängt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler den norwegischen Ministerpräsidenten Vidkun Quisling zu einer Unterredung über die »Zukunft der germanischen Völker«.

FEBRUAR 1944

1.2.1944
Im Südabschnitt der Ostfront setzen die Sowjets zu heftigen Angriffen gegen den Brückenkopf von Nikopol an, der durch die sowjetische Offensive im Raum südwestlich Dnjepropetrowks zugleich auch im Rücken bedroht wird. Dennoch aber verweigert Adolf Hitler der 6. Armee die Genehmigung, sich aus diesem gefährdeten Frontbogen zurückzuziehen.
Der Frontabschnitt der auseinandergefallenen 8. italienischen Armee im Donezgebiet wird von der deutschen Armeeabteilung Lanz übernommen.
Mitglieder der polnischen Terrororganisation „Szare Szeregi" ermorden den Gestapo-Chef Franz Kutschera in seinem Opel Admiral, vor seinem Amtssitz in Warschau. Bei dem Anschlag kamen vier Attentäter ums Leben.
Die französische Regierung in Vichy verabschiedet ein Gesetz über die Neuregelung des Arbeitseinsatzes. Künftig können - in Erweiterung einer Verordnung vom 4. September 1942 - alle Männer zwischen 16 und 60 Jahren (bisher zwischen 18 und 50) und alle Frauen zwischen 18 und 45 Jahren (bisher zwischen 21 und 35) zum Arbeitsdienst verpflichtet werden.
General Charles de Gaulle, dem Vorsitzenden des Französischen Befreiungskomitees, gelingt es, alle Kräfte der französischen Widerstandsbewegung in der "Forces françaises de l'Intérieur" (FFI) zusammenzufassen.
Der Oberste Sowjet beschließt eine Verfassungsänderung und gewährt den sowjetischen Einzelrepubliken größere Autonomie. Sie erhalten ein eigenes Volkskommissariat für Verteidigung sowie für Auswärtige Angelegenheiten.

2.2.1944
Die sowjetische 1. Ukrainische Front (Oberbefehlshaber General Nikolaj S. Watutin) greift die deutsche Heeresgruppe Süd unter Generalfeldmarschall Erich von Manstein an und erobert Rowno und Luzk.
Erneut betont Adolf Hitler die Notwendigkeit, den Landekopf bei Nettuno zu bereinigen und die italienische Südfront personell und materiell zu verstärken, um weitere Landungen zu verhindern.
Ein portugiesischer Dampfer mit 900 jüdischen Flüchtlingen an Bord trifft in Haifa (Palästina) ein. Das Passagierschiff hatte am 23. Januar Lissabon verlassen.
US-Truppen rücken im Pazifik beim "Inselspringen" immer weiter vor und besetzen die Marshallinsel Kwajalein.
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe im Deutschen Museum in München bringt die Bayerische Staatsoper als Erstaufführung in szenischer Form Carl Orffs "Carmina Burana" auf die Bühne.

3.2.1944
Der spanische Staatschef Francisco Franco Bahamonde betont die strikte Neutralität seines Landes, nachdem die Alliierten der spanischen Regierung freundschaftliche Beziehungen zu den Achsenmächten vorgeworfen hatten.
Der Präsident der tschechoslowakischen Exilregierung, Eduard Benes erklärt in London, dass er die Schaffung eines Bundes zwischen den slawischen Nationen wie der Tschechoslowakei, Polen, der Ukraine und Weißrussland befürworte. Er fügt hinzu, dass auch Moskau diesem Plan zustimmen würde.
Bei einem Luftangriff der 8. USAAF auf Wilhelmshaven brennt das Wohnschiff "Monte Pascoal" aus und die Minensucher M 18 und M 29 werden beschädigt.

4.2.1944
In Birma kommt es zu einer Offensive der Japaner gegen die britisch-indische Armee, in deren Verlauf japanische Truppen die indische Grenze überschreiten und bis nach Assam vordringen.
Die US-amerikanische Flotte im Pazifik beschießt zum ersten Mal die Kurilen.
Im Théâtre de l'Atelier in Paris wird das Drama "Antigone" von Jean Anouilh, das sich inhaltlich eng an die Tragödie des Sophokles anlehnt, uraufgeführt.
Der französische Spielfilm "Le ciel est à vous" von Albert Valentin und Jean Grémillon mit Madeleine Renaud in der Hauptrolle kommt in Paris in die Kinos.

5.2.1944
Zwischen dem 5. und 8. Februar vertreiben die russische 3. und 4. Ukrainische Front die deutschen Verbände aus dem Frontbalkon um Nikopol um anschließend den Fluss Dnjepr zu überqueren und um Nikopol selbst und seine bedeutenden Mangan-Minen zu erobern.
In Italien stehen die Amerikaner in schweren Kämpfen bei Cassino.
In der Staatsoper in Dresden wird das Ballett "Turandot" von Gottfried von Einem uraufgeführt.

6.2.1944
In der Nacht zum 7. Februar greifen 200 sowjetische Bomber Helsinki an. Es ist die schwerste Bombardierung der finnischen Hauptstadt seit Beginn des Krieges.
Die Russen räumen das Ostufer des Fluss Narwa von deutschen Truppen.
Adolf Hitler ordnet über Martin Bormann an, dass die wertvollsten Kunstgegenstände u.a. aus der Sammlung für Linz in ein Salzbergwerk ins oberösterreichische Altaussee zu bringen sind.
Hans Frank wird zum letzten Mal von Adolf Hitler empfangen. Sie besprechen in Angesicht der veränderten Lage im Generalgouvernement die neu einzuschlagende Politik.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den Kaiser von Mandschukuo zum Geburtstag.
Eine Reihe von heftigen Erdstößen, die seit Anfang Februar in der Türkei registriert worden sind, haben bisher fast 1500 Todesopfer gefordert. Die Verbindung zu rund 100 Dörfern in Anatolien ist unterbrochen.

7.2.1944
Erneuter deutscher Ansturm bei Anzio auf die 'Factory' ('Fabrik').
Das englische Unterseeboot „Taku" versenkt zwischen dem 7. und 13. Februar 3 Schiffe aus einem deutschen Geleitzug vor Stavanger, Norwegen.
Als Vergeltung für die Ermordung des Chefs der Geheimen Staatspolizei von Warschau, Franz Kutschera, durch polnische Terroristen werden 100 polnische Geiseln exekutiert und in den Straßen Warschaus zur Abschreckung liegengelassen.
Ein Gericht in Montevideo verurteilt sechs Deutsche zu Gefängnisstrafen zwischen fünf und 13 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, eine Organisation mit dem Ziel gebildet zu haben, Uruguay "durch fremde Truppen besetzen zu lassen, um es so in eine nationalsozialistische Kolonie zu verwandeln".

8.2.1944
Die 6. deutsche Armee muss den Brückenkopf Nikopol aufgeben, da die Gefahr der Abschnürung durch die Sowjets groß ist.
Die eingeschlossenen deutschen Truppen im Korsun-Kessel weisen ein russisches Kapitulations-Ultimatum zurück. Der Ausbruch, um sich mit dem Entsatzverbänden von Manstein zu vereinigen, bleibt jedoch im tiefen Schlamm des einsetzenden Tauwetters liegen. Die deutsche Luftwaffe wirft Versorgungsgüter für die eingeschlossenen Truppen ab.
12.000-Pfund-Bomben werden auf die Flugmotoren-Fabrik Gnome-et-Rhone bei Limoges durch die RAF abgeworfen.
Unter Androhung von Konsequenzen fordern die USA Finnland auf, umgehend Friedensverhandlungen mit den Alliierten aufzunehmen.
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftet den »Dr.-Fritz-Todt-Preis«, der für erfinderische Leistungen, die für die »Volksgemeinschaft« von herausragender, d. h. kriegswichtiger Bedeutung sind, verliehen wird. Diese Verfügung ist wortgleich mit der Verfügung vom 12.11.1943.
Das britische Unterseeboot "Sportsman" versenkt den Dampfer "Petrella" nördlich von Kreta mit 3173 italienischen Gefangenen, von denen 2670 umkommen.

9.2.1944
Der Bischof von Chichester, George Bell, wendet sich in einer Rede vor dem britischen Oberhaus gegen die Verwüstungen europäischer Städte durch Bombardierungen. Wörtlich sagt er: "Eine ganze Stadt zu vernichten, weil einige militärische Ziele in dieser Stadt vorhanden sind, hieße, das Verhältnis von Mitteln und Zielen zu missachten."
Die Russen erreichen den Fluss Oredesch südlich von Leningrad.
Die italienische Regierung unter Ministerpräsident Pietro Badoglio setzt für das von den Alliierten besetzte Italien die faschistischen Rassengesetze außer Kraft.
Die Vereinten Nationen veröffentlichen einen Bericht, wonach Griechenland von einer schweren Hungersnot bedroht ist. Außerdem seien etwa zwei Millionen Menschen vom Sumpffieber befallen.
Ein Mann aus Birresborn wird vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt, weil er "versucht hatte sich mit zersetzenden Gesprächen an Soldaten heranzumachen".

10.2.1944
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" empfängt Adolf Hitler den Polizeipräsidenten von Berlin, SA-Obergruppenführer und General der Polizei Wolf Heinrich Graf von Helldorf, und verleiht ihm das „Ritterkreuz zum Kriegsverdienst kreuz mit Schwertern". Auch der Berliner Gaustabsamtsleiter Gerhard Schach erhält diese Auszeichnung.
Die britisch-türkischen Geheimverhandlungen in Ankara über eine "Bündnispflicht der Türken" auf Grundlage des britisch-türkischen Vertrages vom 19. Oktober 1939 werden ohne Ergebnis abgebrochen.
Adolf Hitler hat einen Telegrammwechsel mit Arthur Seyss-Inquart anlässlich dessen Amtseinführung als neuer Präsident der Deutschen Akademie in München.
In Washington wird offiziell bestätigt, dass der 33jährige William Patrick Hitler, Neffe des deutschen Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, zum Dienst in der US-Kriegsmarine zugelassen worden ist.
Der englische Tanker „El Grillo" wird durch eine FW 200 Condor bombardiert und versenkt.
US-amerikanische und australische Truppen vereinigen sich auf Neuguinea, um den Kampf gegen Japan fortzusetzen. Die japanische 'Vereinigte Flotte' verlässt ihren Stützpunkt in Truk in Richtung Palau, in der Nähe der Philippinen.

11.2.1944
15 schwere sowjetische Bomber versuchen die "Tirpitz" mit 1000-kg Bomben anzugreifen. Nur 4 Flugzeuge finden das Ziel und erzielen einen Nahtreffer, der geringfügige Schäden verursacht.
Oberleutnant Ewald Heinrich von Kleist von der deutschen Widerstandsbewegung wollte angeblich Adolf Hitler zusammen mit Heinrich Himmler bei einer Vorführung von neuen Uniformen durch ein Selbstmordattentat mit einer Bombe beseitigen. Die Vorführung fand nicht statt.
Zur Erinnerung an die Einführung des Luftpostdienstes vor 25 Jahren gibt die Deutsche Reichspost drei Sondermarken heraus (grün: sechs und vier Reichspfennig; rot: zwölf und acht Reichspfennig; blau: 42 und 108 Reichspfennig).
Nach Zeitungsberichten aus Lissabon sind auf der Südseeinsel Kermadec 13 Australier entdeckt worden, die dort vor 17 Jahren nach einem Schiffsunglück strandeten und seitdem auf der Insel leben. Nachdem man den Bewohnern von den Kriegen in der ganzen Welt berichtet hatte, lehnten sie es ab, ihr "paradiesisches Eiland" zu verlassen.

12.2.1944
Wegen »nachrichtendienstlicher Pannen« erhält der Abwehrchef im Oberkommando der deutschen Wehrmacht, Admiral Wilhelm Canaris, seine Entlassung. Der Führer bezeichnet den Chef der deutschen Abwehr als „ideologisch unsicher" Oberst Georg Hansen wird sein Nachfolger. Canaris - ein Gegner Adolf Hitlers - hatte in seiner Amtszeit Kontakte zu Widerstandskreisen geknüpft.
Der Angriff der 34. US-Infanterie-Division wird nur 274 m vor Cassino zum Halten gebracht.
Der britische Truppentransporter „Khedive Ismail" wird im Indischen Ozean durch das japanische Unterseeboot I-27 versenkt, wobei es ca. 2.000 Tote gibt. Die Zerstörer „Paladin" und „Petard" versenken den Angreifer nach einem langwierigen Kampf.
Deutsche S-Boote legen in der Nacht Minen in der Humber-Mündung und in der Nähe von Great Yarmouth.
Adolf Hitler beauftragt Heinrich Himmler, einen einheitlichen deutschen geheimen Meldedienst zu schaffen.
Die „New York Times" verbreitet weiterhin ihre Gräuel- und Vernichtungspropaganda: von einer Massenexekution in Belczek . . . Juden nackt auf eine Metallplattform gezwungen wurden, die als hydraulisches Hebewerk arbeitete und die Juden in eine große mit Wasser gefüllte Grube herunterließ . . . Sie wurden durch den Strom innerhalb des Wassers hingerichtet.

13.2.1944
Das SHAEF (Supreme Headquarters Allied Expeditionary Forces), das Oberkommando der Alliierten Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg, wurde durch Zusammenfassung des COSSAC (Chief of Staff Supreme Allied Commander, unter General Morgan) und AFHQ (Allied Force Headquarters) gegründet. SHAEF unterstand dem Oberbefehlshaber Dwight. D. Eisenhower. Zunächst war SHAEF für die Planung der Landung in der Normandie verantwortlich, danach leitete und organisierte SHAEF den Vormarsch der alliierten Streitkräfte auf dem Kontinent.
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei veranstaltet in allen Gauen weltanschauliche Feierstunden zum Thema »Pflug und Schwert«.
Die deutschen Truppen an der Ostfront östlich des Peipussees können den Sowjets nicht mehr standhalten und müssen dieses Gebiet räumen.
Die US-amerikanische Luftwaffe beginnt eine neue Offensive in Ostasien. US-Maschinen bombardieren Ziele im japanisch besetzten Teil von China sowie das Hafengebiet von Hongkong.
Die Russen erobern Luga an der Leningrader Front.

14.2.1944
Das gesamte deutsche Nachrichten- und Spionagewesen wird vereinigt. Das Amt »Abwehr« des Oberkommandos der Wehrmacht wird dem Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei, Reichsinnenminister Heinrich Himmler, bzw. dem Chef des Reichssicherheitshauptamtes, Ernst Kaltenbrunner, unterstellt.
Unter dem Vorsitz des deutschen Reichsinnenministers Heinrich Himmler tritt in Berlin eine Arbeitstagung zusammen, an der sämtliche Oberbürgermeister des Deutschen  Reiches  sowie  die  Landes-  und             Gauleiter der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) teilnehmen. Auf der Tagesordnung steht die Erörterung der katastrophalen Lage,                in der sich die bombengeschädigten Städte befinden.

15.2.1944
Die US-amerikanische Luftwaffe bombardiert das im Jahr 529 erbaute Benediktinerkloster Monte Cassino in Italien, das dabei völlig zerstört wird. Der Monte Cassino war ein wichtiger strategischer Punkt einer quer durch Italien gezogenen Verteidigungslinie, der sogenannten Gustav-Linie. Auf dem Gipfel des Berges liegt in 516 m Höhe das 1.300 Jahre alte benediktinische Kloster. Die Schlacht um Monte Cassino (Dauer vom 17. Januar bis 18. Mai 1944) war mit vier Monaten Dauer eine der längsten und blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges, mit schweren Verlusten auf beiden Seiten. Sie wird wegen der vielen unter den alliierten Einheiten kämpfenden Nationalitäten auch als die  Vielvölkerschlacht  des  Zweiten  Weltkrieges  bezeichnet.                  












142 schwere „Flying Fortress"-Bomber der US-Luftwaffe und 87 mittlere Bomber werfen ihre Last über dem Benedik- tinerkloster ab. 400 italienische Frauen und Kinder, welche sich als Flüchtlinge in der Abtei aufhalten, kommen ums Leben.               

15.2.1944
Die US-amerikanische Luftwaffe bombardiert das im Jahr 529 erbaute Benediktinerkloster Monte Cassino in Italien, das dabei völlig zerstört wird. Der Monte Cassino war ein wichtiger strategischer Punkt einer quer durch Italien gezogenen Verteidigungslinie, der sogenannten Gustav-Linie. Auf dem Gipfel des Berges liegt in 516 m Höhe das 1.300 Jahre alte benediktinische Kloster. Die Schlacht um Monte Cassino (Dauer vom 17. Januar bis 18. Mai 1944) war mit vier Monaten Dauer eine der längsten und blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges, mit schweren Verlusten auf beiden Seiten. Sie wird wegen der vielen unter den alliierten Einheiten kämpfenden Nationalitäten auch als die  Vielvölkerschlacht  des  Zweiten  Weltkrieges  bezeichnet.                  












142 schwere „Flying Fortress"-Bomber der US-Luftwaffe und 87 mittlere Bomber werfen ihre Last über dem Benedik- tinerkloster ab. 400 italienische Frauen und Kinder, welche sich als Flüchtlinge in der Abtei aufhalten, kommen ums Leben.               

Der Ministerpräsident der polnischen Exilregierung in London, Stanislaw Mikolajczyk, erklärt sich auf Drängen des britischen Premierministers Winston Churchill dazu bereit die Einrichtung einer sowjetischen Militärverwaltung für die Gebiete östlich einer Linie Wilna- Lemberg hinzunehmen, sofern dadurch nicht spätere Grenzregulierungen vorweggenommen würden.
Unter dem Oberbefehl von General Douglas MacArthur erobern US-amerikanische Truppen die bislang von japanischen Streitkräften besetzten Salomoninseln.

16.2.1944
Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz im Deutschen Reich, Fritz Sauckel, ruft alle nicht Arbeitspflichtigen zum »freiwilligen Ehrendienst in der deutschen Kriegswirtschaft« auf. Er wendet sich vor allem an Pensionäre und Frauen.
Berlin erlebt in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar den bislang schwersten Luftangriff des Zweiten Weltkrieges. Mehr als 800 Terrorbomber der britischen Luftwaffe werfen 2643 t Spreng- und Brandbomben über Wohngebieten, den Daimler-Benz- und den Siemenswerken ab.
Deutsche Truppen beginnen eine Offensive gegen den alliierten Landekopf bei Anzio und Nettuno in Italien, um die gegnerischen Verbände wieder ins Meer zurückzudrängen. Sie setzen dabei mit großem Erfolg den ferngesteuerten Zwergpanzer »Goliath« ein.

17.2.1944
Die östlich von Tscherkassy in der Ukraine seit dem 28. Januar von sowjetischen Truppen eingekesselten deutschen Verbände brechen unter hohen Verlusten aus. Generalfeldmarschall Erich von Manstein hatte den Ausbruch angesichts der aussichtslosen militärischen Lage entgegen der Order von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler angeordnet.
Pausenlose alliierte Luftangriffe gegen die deutschen Speerspitzen bei Anzio.
Im Pazifik beginnt die Truk-Schlacht. 9 Flugzeugträger von Admiral Marc Andrew Mitchers Task Force 58 führen am 17. und 18. Februar massive Luftschläge gegen Truk, dem großen japanischen Flotten- und Luftstützpunkt im Zentral-Pazifik, durch. 30 Schiffe werden versenkt und 250 Flugzeuge zerstört. Die Schnellen Schlachtschiffe „Iowa" und „New Jersey" unter Admiral Raymond Spruance versenken den Kreuzer „Katori" und 2 Zerstörer. Japanische Torpedoflugzeuge beschädigen den Flugzeugträger „Intrepid".
Die schwedische Fluggesellschaft "Aerotransport" nimmt den regelmäßigen Flugverkehr zwischen Schweden und Großbritannien wieder auf, der im Herbst 1943 eingestellt worden war. Die Maschinen werden künftig mit voller Beleuchtung im Geleit deutscher Flugzeuge über norwegisches Gebiet auf einem durch besondere Leuchtfeuer gekennzeichneten Weg fliegen.
In einer Rede in San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) weist US-Vizepräsident Henry Agard Wallace darauf hin, dass Südamerika zu der Interessenssphäre seines Landes zählt. Im Hinblick darauf fordert er eine stärkere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit der USA mit Lateinamerika.

18.2.1944
19 kanadische und australische Bomber starten zu einem Sondereinsatz (Operation »Jericho«) gegen das Gefängnis in Amiens (Frankreich). Sie wollen mit ihrem Angriff den rund 700 dort inhaftierten und zum Tode verurteilten französischen Widerstandskämpfern den Ausbruch ermöglichen. 258 Gefangenen gelingt die Flucht, 100 Inhaftierte fallen den Bomben zum Opfer.
Die alliierte Lage bei Anzio wird kritisch, da die Deutschen weiterhin versuchen, mit aller Macht die 'Flyover-Brücke' zu erobern und zum Meer durchzubrechen.
Zur Bombardierung der Abtei von Cassino gibt der OB Südwest, GFM Albert Kesselring, eine offizielle Erklärung ab, in der er erneut feststellt, dass sich auf Bitten des Vatikans hin kein deutscher Soldat in dem Kloster aufgehalten habe.
Marschall Georgi K. Schukow wird in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der Roten Armee zum Stellvertreter des sowjetischen Partei- und Staatschefs Josef W. Stalin ernannt.
Der britische Wiederaufbauminister, Frederic James Woolton, gibt in London seine Nachkriegspläne bekannt, die hauptsächlich Vorschläge zur Bekämpfung der befürchteten Massenarbeitslosigkeit beinhalten.

19.2.1944
Nachtangriff durch 187 Flugzeuge auf London (11 Verluste). 139 t Bomben im Zielgebiet, erhebliche Schäden und zahlreiche Opfer. Es ist die schwerste Bombardierung der britischen Hauptstadt seit Mai 1941. Die deutsche Luftwaffe kopiert die Pfadfinder-Taktiken der englischen Royal Air Force bei Angriffen auf deutsche Städte.
Erste schwere Niederlage der englischen RAF bei einem Nachtangriff. 79 Bomber (78 durch deutsche Nachtjäger und Flak abgeschossen) gegenüber 17 deutsche Nachtjäger gehen bei einem Angriff auf Leipzig verloren.
Der deutsche Angriff auf Anzio verblutet unter den ununterbrochen alliierten Luftangriffen und Artillerie-Beschuss und die Truppen ziehen sich von der 'Flyover-Brücke' zurück.
In Moskau wird bekannt gegeben, dass die Sowjetunion US-General Dwight D. Eisenhower, dem alliierten Oberbefehlshaber für die Invasion in Frankreich, den Suworow-Orden verliehen hat. Es handelt sich dabei um die höchste militärische Auszeichnung der UdSSR.

20.2.1944
Die Alliierten starten eine knapp einwöchige Luftoffensive gegen das Deutsche Reich. Angebliches Ziel ist es, innerhalb von 10 Tagen die deutschen Flugzeugwerke und die wichtigste Zulieferindustrie in Deutschland und Österreich zu vernichten. Tatsächlich soll aber die deutsche Luftwaffe in einem Abnutzungskrieg für die geplante Invasion in Frankreich ausgeschaltet werden, wofür die schweren US-Bomber als 'Lockvögel' für die Begleitjäger herhalten müssen. Die 8. und 15. US-Air-Forces fliegen insgesamt 3.800 Einsätze und verlieren 164 Bomber und 28 Begleitjäger und behaupten, dabei 517 deutsche Jäger abgeschossen zu haben.
Im Hauptquartier „Wolfsschanze" empfängt Adolf Hitler die Kommandeure der aus dem Kessel von Tscherkassy ausgebrochenen Kampfgruppe, denen hohe Auszeichnungen verliehen werden. Generalleutnant Lieb das „Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes", SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Herbert Gille die „Schwerter zum Eichenlaub des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes". Der wallonische SS-Hauptsturmführer und Anführer der faschistischen Rexisten, Leon Degrelle, erhält das "Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Adolf Hitler unterzeichnet eine Verfügung über Beförderungen in der HJ, „Beförderungen in der Hitler-Jugend bis zum Oberbannführer und zu den weiteren Dienstchargen des höheren HJ.-Führerkorps werden nur von mir ausgesprochen (...)".
Spanien zieht seine letzte Legion von der Kriegsfront im Osten zurück. Die Soldaten der »Blauen Division«, die der spanische Staatschef Francisco Franco Bahamonde trotz der Neutralitätserklärung seines Landes zu Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion »zum Kampf gegen den Kommunismus« gesandt hatte.
Generalfeldmarschall Erwin Rommel, der Oberbefehlshaber der deutschen Heeresgruppe B an der Westfront, beendet eine viertägige Inspektionsreise zur Überprüfung der deutschen Verteidigungsfähigkeit an der Atlantikküste im Falle einer alliierten Invasion. Er berichtet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, daß der »Atlantikwall« allen Anforderungen gewachsen sei.
Eine norwegische Sabotagegruppe versenkt mit einer Sprengladung das über den Tinnsjoen-See fahrende Fährschiff "Hydro". Es transportiert aus dem Kraftwerk Rjukan stammendes „schweres Wasser", das für die von alliierter Seite befürchtete Herstellung einer Atombombe in Deutschland von Bedeutung sein konnte.
Die 8.US Luftflotte fliegt mit 432 B-17 Bombern einen Terrorangriff auf das schon weitgehend zerstörte Hamburg.
Die deutschen Straßenverkehrsvorschriften werden geändert, da es infolge des "totalen Krieges" keine Blink- und Bremslichter für Zivilautos gibt. Zukünftig dürfen Kraftwagen auch ohne diese Signalvorrichtungen öffentliche Straßen benutzen. Es wird jedoch zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

21.2.1944
Eine US-Note an Irland verlangt die Ausweisung der Diplomaten der Achsenmächte. Die irische Ablehnung wird am 10. März veröffentlicht.
Der japanische Ministerpräsident Hideki Todscho übernimmt zusätzlich das Amt des Heeresstabschefs seines Landes. Der bisherige Marinestabschef Osima Nagano wird von Admiral Shigetaro Shimada abgelöst.
In Paris wird Missak Manouchian, einer der führenden französischen Widerstandskämpfer, hingerichtet.
Der britische Spielfilm "San Demetrio" (San Demetrio - Die schwimmende Hölle) wird uraufgeführt. Die Hauptrollen in dieser Geschichte um das von deutschen U-Booten in Brand geschossene Londoner Tankschiff "San Demetrio" sind mit Robert Beatty und Walter Fitzgerald besetzt.

22.2.1944
Die deutschen Truppen weichen dem Druck der Roten Armee bei Kriwoi Rog und räumen die ukrainische Stadt, ein bedeutendes Erzbergbauzentrum der UdSSR.
Der britische Premierminister Winston Churchill verteidigt vor dem Unterhaus in London die Gebietsverschiebung Polens nach Westen gegen den Widerstand der polnischen Exilregierung.
In dichten Wolken bei Frostbedingungen bombardiert eine Gruppe B-24 Liberator versehentlich die holländische Stadt Nimwegen und tötet dabei 200 Zivilisten.
Im besetzten Griechenland wird ein deutscher Truppentransport-Zug im Tempe-Tal von Partisanen, welche von Briten angeleitet werden, zum entgleisen gebracht. Dabei gibt es ca. 400 Tote. Die Bahnlinie Athen-Saloniki wird für 4 Tage unterbrochen.
In Paris wird der französische Dichter und Widerstandskämpfer Robert Desnos verhaftet und später in das Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt deportiert. Er stirbt am 8. Juni 1945 kurz nach seiner Befreiung aus dem KZ.

23.2.1944
Die Partisanenverbände Josip Titos, des Präsidenten des jugoslawischen "Antifaschistischen Rates der Nationalen Befreiung", schließen sich der Roten Armee für den weiteren Kampf gegen das Deutsche Reich an.
Die US-Task Force 58 greift Japans Luftwaffenbasen auf den Marianen-Inseln an.
Adolf Hitler verlässt am frühen Morgen mit dem Zug die „Wolfsschanze" und trifft am späten Abend in Berchtesgaden ein.
Die britische Regierung erlässt das "Treasury Announcement". Danach werden die Alliierten grundsätzlich kein Gold als Zahlungsmittel anerkennen, das von der Deutschen Reichsbank in Verkehr gebracht wurde ("Raubgold").
Das Gaupresseamt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) warnt die Bevölkerung vor gefälschten Lebensmittelkarten, die von alliierten Flugzeugen über deutschen Städten abgeworfen werden.
Dr. Baekeland, der in Belgien geborenen Erfinder des ersten vollsynthetischen, industriell produzierten Kunststoff 'Bakelit' (1905), stirbt in den USA.

24.2.1944
Aus Anlass des Gründungstages der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) am 24. Februar 1920 findet eine Tagung der Reichsleiter, Gauleiter und Verbändeführer der NSDAP statt. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, fordert in seiner Ansprache das deutsche Volk auf, sich materiell, moralisch und seelisch auf die entscheidende Endphase des Krieges vorzubereiten.
Adolf Hitler weilt wieder in München, er lässt die Parteigründungsfeier in München ausfallen. Stattdessen findet in München eine Tagung der Reichsleiter, Gauleiter und Verbändeführer der NSDAP statt, an der Hitler in seiner Rede erklärt, er glaube fester denn je an den Sieg, der durch zähes Durchhalten herbeigeführt werde. Hitler begibt sich anschließend auf den Obersalzberg.
Die 2. Baltische Front erobert den Eisenbahnknotenpunkt Dno, östlich von Pleskau (Pskow). Die 1. Baltische Front erobert Rogatschew.
Neunter Nachtangriff auf London seit Beginn der 'Baby-Blitz'-Angriffe. 129 Bomber sind dabei seit dem 21. Januar 1944 verloren gegangen.
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verleiht seinem Leibarzt, Theo Morell, das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz.
Edelmiro Fárrell löst Pedro Pablo Ramírez als Staatspräsident von Argentinien ab und bildet eine neue Regierung. Die USA werfen dem Fárrell-Regime vor, die Achsenmächte zu unterstützen und brechen am 4. März die diplomatischen Beziehungen zu dem südamerikanischen Land ab.

25.2.1944
Höhepunkt der 'Big Week': 830 Bomber der 8. US-Air-Force (30 verloren) und 150 Bomber der 15. US-Air-Force (35 verloren) mit Begleitschutz (8 Begleitjäger verloren), greifen die Messerschmitt-Flugzeugwerke in Regensburg und Augsburg an. Die Amerikaner behaupten, 142 deutsche Jäger abgeschossen zu haben. Außerdem seien 1.000 Jäger auf den Montagebändern zerstört worden und weitere 1.000 würden durch die vorübergehende Unterbrechung der Produktion ausfallen. Die englische RAF bombardiert Augsburg in 2 Wellen während der Nacht. 730 Menschen werden getötet, viele hundert verletzt und zahlreiche historische Gebäude zerstört.
Königin Wilhelmina der Niederlande entgeht nur knapp dem Tode, als Bomben ihr Haus bei London zerstören. Zwei Hausbewohner werden getötet, die 63jährige Königin bleibt unverletzt.
Der französische Literaturpreis "Prix de la Pléiade" (100 000 Francs), eine Stiftung des Pariser Verlags Gallimard, wird dem 21jährigen Marcel Mouloudji für seinen Roman "Enrico" zuerkannt.

26.2.1944
Nach einem Treuebekenntnis des rumänischen Staatschefs Ion Antonescu gibt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler seine Pläne zur Besetzung Rumäniens auf.
Beim Lagevortrag auf dem „Berghof" berichtet Karl Dönitz über die Gründe für das Scheitern einer geführten U-Boot-Gruppen-Operation im Nordatlantik Mitte Februar und betont, dass der neue Typ XXI hier große Erfolgschancen gehabt hätte. In der Fertigung dieses Typs gab es jedoch bereits 2 Monate Verspätung.
600 russische Bomber (3 verloren) greifen die finnische Hauptstadt Helsinki zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens an und verursachen Brände, welche 400 km weit zu sehen sind.
Die Resistance überfällt das SOMUA-Panzerplatten-Werk in Lyon. Allerdings versagen mehr als 30 der angebrachten Plastikstoff-Sprengladungen.
Das Amt für Kriegsrekrutierung der Vereinigten Staaten gibt bekannt, dass sich derzeit 10,6 Millionen US-Amerikaner unter Waffen befinden. Bis zum 1. Juli 1944 soll der Mannschaftsstand um 700 000 neue Rekruten auf 11,3 Millionen Soldaten erhöht werden.
Die "Essener Nationalzeitung" berichtet, dass Briefmarken, die im Deutschen Reich keiner Preiskontrolle unterliegen, zunehmend als Spekulationspapiere gehandelt werden.

27.2.1944
Russische Truppen erobern Berestetschko, östlich von Chelm (Polen).
Im Asphaltierwerk II des Hörder Vereins in Dortmund streikt die gesamte Belegschaft gegen eine Erhöhung der Panzerplattenproduktion.
Der Chef der US-amerikanischen Bundespolizei, J. Edgar Hoover, teilt mit, dass die Kriminalität der Jugendlichen in den Vereinigten Staaten seit einigen Jahren stark zugenommen habe. Hoover schreibt diese Entwicklung der teilweise durch den Krieg bedingten Zerrüttung der Familien zu.

28.2.1944
Die legendäre Pilotin Hanna Reitsch bekommt eine besondere Urkunde für das EK 1 auf dem Berghof überreicht. Sie nutzte das Gespräch, um die Entwicklung der bemannten V1 (Reichenberg-Gerät) durchzusetzen, denn dafür benötigte man allerhöchste Unterstützung, am besten die Fürsprache von Adolf Hitler selbst.
Die Reichsstelle Eisen und Metalle im Deutschen Reich erlässt eine Anordnung, wonach alle Einrichtungsgegenstände in Verwaltungsgebäuden und Büros, die aus Metall bestehen, als beschlagnahmt gelten und bis zum 30. April 1944 angemeldet werden müssen.
Adolf Hitler hat anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Hilfswerkes „Mutter und Kind" einen Telegramm Wechsel mit Joseph Goebbels und Erich Hilgenfeldt.
Das Fürstentum Monaco, das lange Zeit von den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs weitgehend verschont geblieben ist, meldet Versorgungsengpässe und führt ein strenges Rationierungssystem ein. Außerdem müssen alle Ausländer, die sich als Touristen in Monaco aufhalten, bis zum 13. März 1944 ausreisen.
500 australische Grubenarbeiter werden zur Armee eingezogen, da sie dem Befehl der Regierung, den bereits seit drei Wochen andauernden Streik zu beenden nicht Folge geleistet haben.
In Birma beginnt eine neue Kampfphase mit schweren Gefechten zwischen anglo-indischen Truppen und japanischen Verbänden.

29.2.1944
Deutsche schwere Artillerie beschießt den alliierten Brückenkopf von Anzio.
Finnlands Ministerpräsident Edwin Linkomies berichtet im finnischen Reichstag, daß sein Land Geheimverhandlungen mit der Sowjetunion über einen Waffenstillstand zwischen beiden Ländern aufgenommen habe.
Aus einem Korrespondentenbericht der "Neuen Zürcher Zeitung" geht hervor, dass die Kindersterblichkeit in Europa dramatisch zugenommen hat.
Das RAF Fighter Command wird vorübergehend umbenannt in 'Air Defence of Great Britain' (Luftverteidigung von Großbritannien).
US-amerikanische Truppen landen auf den Admiralitätsinseln im Südwestpazifik. Der japanische Widerstand wird schnell niedergeschlagen.
Das Jahr 1944 ist nicht nur ein Schaltjahr sondern weist auch noch die Besonderheit auf, dass es sich über 54 Wochen erstreckt. Dies ist nur viermal in 100 Jahren der Fall - das letzte Mal 1916 -, und zwar dann, wenn ein Schaltjahr mit einem Sonnabend beginnt.

Handelsschiffs-Verluste im Februar 1944:

5 alliierte Schiffe mit zusammen 16.628 Tonnen im Atlantik, 18 alliierte Schiffe mit 100.227 Tonnen in anderen Gewässern. 112 japanische Schiffe mit 518.697 Tonnen im Pazifik. 19 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 19 U-Boote verloren), 18 neue U-Boote in Dienst gestellt, 475 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Die US-amerikanische Luftwaffe bombardiert das im Jahr 529 erbaute Benediktinerkloster Monte Cassino in Italien, das völlig zerstört wird.

Der britische Premierminister Winston Churchill der den Terror gegen Zivilisten begann: «Wir werden Deutschland zu einer Wüste machen.»

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Erwin Rommel

Hermann Fegelein

Erich von Manstein

Kaj Munk

Galeazzo Ciano

Walter Bedell Smith

Die Karte von der Ostfront von Juli bis Dezember 1943; die Panther-Stellung und die folgende Wotan-Stellung bilden die gezackte Linie               

Franz Kutschera

Eduard Benes

Hans Frank

Graf von Helldorf

William Patrick Hitler

Ewald-Heinrich von Kleist

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Die Wochenschau vom 12.1.1944: Kaempfe im Raum von Leningrad. Eichenlaubtraeger Korvettenkapitaen Gysae auf Feindfahrt im indischen Ozean, Reparaturarbeiten, Versorgung durch ein anderes U-Boot.

 Die Wochenschau vom 20.1.1944 - mit Ausschnitten: Emil Nikolaus von   Reznicek dirigiert seine Oper 'Donna Diana'. Vorspiel um die deutsche   Eishockeymeisterschaft im Olympia-Stadion Garmisch-Partenkirchen.   Arbeit und Pause in den deutschen Ruestungswerken.

 Wochenschau vom 16.2.1944 - mit Ausschnitten: Reichsorganisations-   leiter Dr. Ley ueberreicht acht Forschern und Erfindern im Auftrage des   Fuehrers als erste Preistraeger die goldene Ehrennadel. Grossadmiral   Doenitz besichtigt Besatzungen von U-Booten und Vorpostenbooten.

 Die Wochenschau vom 23.2.1944 - mit Ausschnitten: Das Kloster von   Monte Cassino vor und nach der Zerstoerung, der Abt von Monte   Cassino auf dem Wege nach Rom, das durch alliierte Bomberangriffe   zerstoerte Castel Gandolfo ( der Sommersitz des Papstes ).