Chronik des Nationalsozialismus März / April 1933

MÄRZ 1933

1.3.1933
Eine zweite Notverordnung, "Verrat am deutschen Volk", verschärft die Bestimmungen bei Landesverrat und Aufreizung zu gewaltsamem Vorgehen gegen die Staatsgewalt.
Adolf Hitler informiert den Reichspräsidenten über die politische Lage. Außerdem empfängt er eine Abordnung der nationalsozialistischen Arbeiter-Organisation NSBO und erklärt in seiner Ansprache: "Die Beseitigung des Marxismus sei für die Lebensinteressen des deutschen Arbeiters entscheidend." Anschließend fliegt Hitler nach Breslau und spricht in der dortigen Jahrhunderthalle zur Reichstagswahl vom 5. März.
Reichsinnenminister Wilhelm Frick (NSDAP) ersucht die Landesregierungen, aufgrund der Notverordnung vom 28. Februar alle Zeitungen, Druckschriften, Plakate und auch Versammlungen der KPD (auch in geschlossenen Räumen) zu verbieten.
Mit einem zweistündigen Warnstreik antwortet das österreichische Bundesbahnpersonal auf die Absicht der Regierung, die Gehälter in zwei Raten auszuzahlen.
SA-Gruppenführer Karl Ernst wird an Stelle von Wolf Heinrich von Helldorf neuer SA-Führer von Berlin. Helldorf wird zum Polizeipräsidenten von Potsdam ernannt.
Auf einer Sitzung der Preußischen Akademie der Künste deutet Vizepräsident Georg Schumann an, daß Juden ihre Mitgliedschaft in der Akademie bald verlören.
Das Deutsche Theater in Berlin zeigt Hugo von Hofmannsthals "Das große Welttheater". Es ist die letzte Inszenierung Max Reinhardts in Deutschland.

2.3.1933
Adolf Hitler hält eine Wahlrede im Berliner Sportpalast. Die Rede wird wiederum auf allen deutschen Sendern übertragen, zusätzlich durch "gewaltige Lautsprecher" auf sieben Berliner Plätzen, bevorzugt auf Plätzen in Arbeiterbezirken.
Im Zuge der vom Reichskommissar Göring nach dem Reichstags-Brand getroffenen Anordnungen sind in vielen Orten Preußens Polizeiaktionen gegen kommunistische Parteihäuser und kommunistische Führer unternommen worden, so in Düsseldorf, Essen, Dortmund, Erfurt, Hagen, Kassel, Breslau, Königsberg, Recklinghausen, in Sieg-Kreis. Allein im Rheinland und Westfalen wurden mehrere hundert kommunistische Führer festgenommen.
Ein Berliner Landgericht untersagt NSDAP-Gauleiter und Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels als Herausgeber der Zeitung »Der Angriff« unter Androhung einer Geldstrafe, die ehemaligen preußischen SPD-Regierungsmitglieder Otto Braun und Carl Severing der persönlichen Bereicherung mit Steuergeldern zu bezichtigen.
Das Reichskabinett beschließt, den neuen Reichstag zu seiner Eröffnung in die Potsdamer Garnisonskirche einzuberufen.

3.3.1933
Adolf Hitler hält eine weitere Wahlrede im Zoologischen Garten in Hamburg, worin er das brutale Vorgehen, vor allem gegen die KPD nach dem Reichstagsbrand, begründet und rechtfertigt.
Die Berliner Zentrumspartei veranstaltet im Sportpalast eine große Wahlkundgebung, auf der der frühere Reichskanzler Brüning sprach: "Wir glauben, daß eine Freiheit nach außen nur von einem Volk erkämpft werden kann, dem die Freiheit im Inneren gegeben ist."
Der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuss nimmt eine Krise der parlamentarischen Geschäftsordnung zum willkommenen Anlass zur "Selbstauflösung des Parlaments" und übernimmt unter Berufung auf das "kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz" von 1917 die absolute Macht im Staat.
Ernst Thälmann, der Führer der KPD wird in Berlin verhaftet. Thälmann rief zum Sturz der jungen Regierung und zum Generalstreik auf, deswegen wurde er wegen Hochverrats eingesperrt.
Im Interview mit Sefton Delmer vom Daily Express führt Adolf Hitler aus, in Berlin sei keine "Bartholomäusnacht" geplant.
Aus Protest gegen das geplante Verbot der SPD-Zeitung "Hamburger Echo" verlassen die SPD-Vertreter den Senat.
Theodor Wolff, der Chefredakteur des liberalen "Berliner Tageblatts", wird aufgrund seiner deutlichen Kritik an Adolf Hitler und am Nationalsozialismus, von seinem Verleger Hans Lachmann-Mosse entlassen.
Christa Schroeder, Sekretärin bei der NSDAP, kommt von München nach Berlin in den Verbindungsstab der NSDAP, wo sie auch für den Chefadjutanten Adolf Hitlers, Wilhelm Brückner, in der Reichskanzlei zur Verfügung stehen musste und so eine der vier Sekretärinnen Hitlers wurde.
Ein Erdbeben in der Nähe von Jokohama (Japan) fordert über 2000 Tote.

4.3.1933
Adolf Hitler hält eine Rede zur Reichstagswahl, die am folgenden Tag aus Königsberg über den gesamten deutschen Rundfunk übertragen wird. Der gewohnten Abrechnung mit den Weimarer Parteien fügte er die Worte hinzu: "Am Ende leben wir nicht für uns, sondern wir sind verantwortlich für alles das, was die, die vor uns gelebt haben, uns hinterließen und wir sind verantwortlich für das, was wir einst denen hinterlassen wollen, die nach uns kommen müssen. Denn Deutschland darf nicht enden mit uns."
Der frühere preußische Ministerpräsident Otto Braun (SPD) emigriert in die Schweiz.
In Washington wird Franklin D. Roosevelt als US-Präsident vereidigt.
Bei der Debatte über den Bundesbahnerstreik vom 1. März treten alle drei Präsidenten des österreichischen Nationalrats zurück, womit sich das Parlament faktisch selbst ausschaltet.

5.3.1933
Bei den Wahlen zum Reichstag wird die NSDAP mit 43,9% der abgegebenen Stimmen und 288 von 647 Mandaten stärkste Partei und verfügt gemeinsam mit der Kampffront Schwarz-Weiß-Rot (8%) über die absolute Mehrheit im Parlament.
Adolf Hitler geht in Königsberg zur Wahl und fliegt dann nach Berlin zurück. Dort wird Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg am Mittag empfangen. Weiter empfing der Reichspräsident den Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, zum Vortrag über die außenpolitische Lage. Den Wahlabend verbringt Hitler in Hermann Görings Wohnung zusammen mit Fritz Thyssen und Prinz August Wilhelm.
Im Rahmen der für die gesamte Organisation der N.S.D.A.P. ausgegebenen Parole "Tag der erwachenden Nation" fanden in allen Teilen Berlins Fackelzüge und Aufmärsche der uniformierten Verbände und der gesamten Parteigenossenschaft nach 24 Plätzen statt, auf denen mit Lautsprechern die Rede Hitlers, die er in Königsberg hielt, verbreitet wurde.
SA und SS besetzen das Hamburger Rathaus. SA-Standartenführer Alfred Richter wird kommissarischer Polizeiherr.
Der ehemalige preußische Ministerpräsident Otto Braun flüchtet in die Schweiz.
In Berlin erscheint die letzte Ausgabe der "Arbeiter-Illustrierten Zeitung".

6.3.1933
Adolf Hitler beginnt in sämtlichen nicht nationalsozialistisch regierten Ländern Reichskommissare einzusetzen. Bremen, Lübeck und Hessen erhalten einen Reichskommissar. Nach der Neubildung des Gaues Kurmark der NSDAP, durch Zusammenlegung der bisherigen Gaue Ostmark und Brandenburg, wird Wilhelm Kube Gauleiter des Gaues Kurland.
Im Verlag Zeitgeschehen, Berlin, erscheint ›Der Triumph des Willens – Kampf und Aufstieg Adolf Hitlers und seiner Bewegung‹, Herausgegeben von Heinrich Hoffmann. Mit einem Geleitwort von Baldur von Schirach.
Die der SPD angehörenden Bremer Senatoren erklären nach SA-Demonstrationen ihren Rücktritt. Der Senat ersucht die Bürgerschaft, eine Senatsneuwahl vorzunehmen.
Lübecks Bürgermeister Paul Löwigt und die SPD-Senatoren treten zurück. Neuer Leiter der Polizei wird der Gauleiter der NSDAP in Lübeck-Mecklenburg, Walther Schröder.
In Thüringen werden das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und die Eiserne Front verboten, ebenso der Centralverein deutscher Staatsangehöriger jüdischen Glaubens. Bis zum Monatsende wird das republikanische Reichsbanner in den übrigen Ländern verboten.
US-Präsident F. D. Roosevelt verlängert die am 4. März verfügten Bankfeiertage um drei weitere Tage. Er beruft für den 9. März den Kongress ein, der über Sondermaßnahmen zur Überwindung der Bankenkrise und Arbeitslosigkeit beraten soll.
Die Westerplatte im Gebiet des Danziger Hafens wird wegen eines angeblich bevorstehenden Umsturzes in der Freien Stadt Danzig von einer polnischen Truppenverstärkung besetzt.

7.3.1933
Auf der ersten Kabinettssitzung nach den Reichstagswahlen dankt Franz von Papen im Namen des Kabinetts Adolf Hitler "für die bewundernswerte Leistung bei der Wahl". Hitler antwortet, "nunmehr müsste eine großzügige Propaganda- und Aufklärungsarbeit einsetzen, damit keine politische Lethargie aufkomme."
In Schaumburg-Lippe tritt die Landesregierung mit Ministerpräsident Heinrich Lorentz (SPD) zurück und beruft den Landtag ein.
In einem Aufruf an die österreichische Bevölkerung erklärt sich die von Engelbert Dollfuß (christlichsozial) geführte Bundesregierung in Wien als weiterhin im Amt befindlich und nicht von der Krise des Nationalrats betroffen.
Die von Carl von Ossietzky geleitete und unter Mitarbeit von Kurt Tucholsky herausgegebene "Weltbühne" erscheint zum letzten Mal in Deutschland.
Die SA verhindert in der Dresdner Oper eine Aufführung von Giuseppe Verdis "Rigoletto" unter Leitung von Generalmusikdirektor Fritz Busch.

8.3.1933
Die Reichsregierung hebt die 81 Reichsmandate der KPD auf und beschlagnahmt das Karl-Liebknecht-Haus, den Sitz der KPD-Leitung in Berlin. Sowohl der Platz als auch das Haus werden nach dem 1930 erschossenen SA-Mann Horst Wessel benannt.
An der internationalen Automobilausstellung in Berlin erklärt Adolf Hitler, in einer Rede seinen Willen zu einer schnellen Entwicklung der Automobilbranche als Referenzbereich für die industrielle Entwicklung in Deutschland.
Aus einem Runderlaß des kommissarischen preußischen Innenministers Göring an die staatlichen Polizeibehörden ist zu entnehmen, daß in Kantinen, Wohlfahrtsräumen und Kuranstalten der Polizei und Landjägerei ausgelegt werden dürfen „Zeitungen aller Richtungen mit Ausnahme der kommunistischen und der sozialdemokratischen Partei und mit Ausnahme derjenigen Verbände, die diesen Parteien nahestehen (z.B. Eiserne Front)“.
Reichsinnenminister Wilhelm Frick (NSDAP) setzt in Baden, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Württemberg Reichskommissare für die Polizeibefugnisse ein. Damit haben in allen Ländern bis auf Bayern NSDAP-Mitglieder die Befehlsgewalt über die Polizei.
Die Hamburger Bürgerschaft wählt einen neuen Senat aus sechs Nationalsozialisten und je zwei Anhörigen der DNVP und des Stahlhelm. Erster Bürgermeister wird Carl Vinzent Krogmann (NSDAP).

9.3.1933
Nachdem die am 7. März aufgenommenen Koalitionsverhandlungen zwischen NSDAP und BVP ergebnislos geblieben sind, übernimmt Generalleutnant a. D. Franz Ritter von Epp als Reichs-Kommissar die vollziehende Gewalt und bildet die bayerische Landesregierung um.
Die Pressestelle des Kölner Regierungspräsidiums teilt mit: "Der Reichstagsabgeordnete Chefredakteur Wilhelm Sollmann und der Redakteur Hugo Efferoth von der "Rheinischen Zeitung" wurden in ihren Wohnungen von Gruppen politisch Andersdenkender angegriffen. Um der Gefahr weiterer derartiger tätlicher Angriffe vorzubeugen, wurden Sollmann und Efferoth sowie einige andere sozialdemokratische Führer im Interesse ihrer eigenen Sicherheit in Schutzhaft genommen."
Heinrich Himmler wird kommissarischer Polizeipräsident von München. Reinhard Heydrich übernimmt die Leitung des politischen Referats der Abteilung VI der Münchner Kriminalpolizei.
Reichsinnenminister Wilhelm Frick erklärt in Frankfurt am Main, dass die KPD-Abgeordneten künftig nicht mehr im Reichstag vertreten sein werden. Sie hätten dafür im KZ Gelegenheit, sich "an fruchtbringende Arbeit zu gewöhnen".
Hans Mend, Dienstkamerad Adolf Hitlers, wird in Schutzhaft genommen. 1932 versuchte er Hitler zu erpressen. Im Falle Mends geschieht nichts ohne Hitlers ausdrücklichen Befehl.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt fordert vom Kongreß die sofortige Verabschiedung eines Ermächtigungsgesetzes, welches ihm die Kontrolle über die Banken zum Schutze der Anleger gibt. Ausserdem verlangt er die Vollmacht, die glaubhaft solventen Banken, zum Überwinden der „großen Depression“, wieder zu öffnen.

10.3.1933
In Sachsen tritt die von Walter Schieck (parteilos) geführte Landesregierung zurück. Der am 8. März zum Reichskommissar ernannte Manfred von Killinger (NSDAP) übernimmt die Regierungsgewalt und setzt eine Kommissariatsregierung ein, der u.a. Otto Thierack als Justizminister angehört.
In einem Aufruf an NSDAP, SA und SS erklärt Adolf Hitler: "Mit dem heutigen Tag (der Einsetzung nationalsozialistischer Reichskommissare in allen deutschen Ländern) hat in Deutschland die nationale Regierung die vollziehende Gewalt in Händen."
Der ADGB-Bundesvorstand wendet sich »im Namen von vielen Millionen organisierter deutscher Arbeiter und ihrer Familien« an Reichspräsident Hindenburg mit der Bitte, »der Rechtsunsicherheit Halt zu gebieten, die in zahlreichen deutschen Städten Leben und Eigentum der deutschen Arbeiterschaft bedroht«.
Johann Rattenhuber, Leutnant der Polizei, wird Adjutant von Heinrich Himmler, dem Polizeipräsident von München.
In Köln werden der Bürgermeister Ernst Fresdorf, der Beigeordnete Johannes Meerfeld und der frühere Polizeipräsident Bernhard Bauknecht in polizeiliche Schutzhaft genommen; alle drei gehören der SPD an.
Die Bremische Bürgerschaft beschließt Änderungen des Wahlgesetzes und der Verfassung und löst sich anschließend auf.
Als letzte SPD-Zeitungen müssen die "Bremer Volkszeitung" und die "Schwäbische Tagwacht" ihr Erscheinen aufgrund eines Verbots einstellen.
Der Intendant der Vereinigten Theater von Breslau, Paul Barnay, wird von SA-Leuten entführt. Er muss sein Amt aufgeben.
Die US-amerikanische Westküste südlich von Los Angeles wird von einem Erdbeben heimgesucht, das 123 Tote fordert.

11.3.1933
Deutsche Gesandte in Warschau informieren das Auswärtige Amt über unerlaubte Eingriffe Polens in die Hoheitsrechte Danzigs, durch Verstärkung der polnischen Wache auf der Westerplatte. Außerdem war der polnische Munitions- und Truppentransportdampfer "Wilja" in das Munitionsbecken der Westerplatte eingelaufen, auf dem sich 100 Mann Polizei und 11 Maschinengewehre befanden.
In Madgeburg wird die Bundesgeschäftsstelle des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold besetzt. Der Magdeburger Oberbürgermeister Ernst Reuter (SPD) wird von der Polizei in Schutzhaft genommen.
Adolf Hitler hält anlässlich der für den 12. März angeordneten preußischen Kommunalwahlen eine Wahlrede in den Berliner Ausstellungshallen. Am Ende seiner Rede erklärt er: "Die deutsche Nation wird sich wieder finden in gemeinschaftlicher Arbeit; aber das eine wollen wir uns gesagt sein lassen: Geschenkt wird nichts auf dieser Welt. Also wollen wir kämpfen und arbeiten."
Das Reichskabinett beschließt die Errichtung des Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda.
In Baden wird nach dem am Vortag erfolgten Rücktritt der Regierung von Joseph Schmitt (Zentrum) ein Kabinett unter Leitung des am 8. März als Reichskommissar eingesetzten Robert Wagner (NSDAP) gebildet.
Die Verwaltung des Verbandes der Bergbau-Industriearbeiter Deutschlands (Alter Verband) in Bochum wird von SA und Hilfspolizei verwüstet. Der Gewerkschaftsvorsitzende Fritz Husemann und über 50 Funktionäre werden verhaftet.

12.3.1933
Am Volkstrauertag wehen an den öffentlichen Gebäuden im Deutschen Reich die schwarz-weiß-roten Fahnen. Paul von Hindenburg unterzeichnet eine Verordnung, nach der die Hakenkreuzfahne und die Schwarz-Weiß-Rote Fahne des Kaiserreichs "bis zur endgültigen Regelung der Reichsfarben" gemeinsam zu hissen sind. Adolf Hitler gibt die Entscheidung über den Rundfunk bekannt. Nach der Rundfunkansprache fliegt Adolf Hitler nach München, auf dem Oberwiesenfeld verkündet Hitler (er trägt zum ersten Mal einen braunen Uniformrock) am Abend vor Parteiformationen: "Was Jahrhunderte in Deutschland ersehnt haben und nicht erringen konnten, das ist jetzt Wirklichkeit geworden. Die Gleichschaltung des politischen Willens der Länder mit dem Willen der Nation ist vollzogen." Nach der Rede lässt der Reichskanzler bei der Feldherrenhalle zum Gedenken an die Gefallenen des Hitlerputsches von 1923 einen riesigen Lorbeerkranz niederlegen, dessen Schleife Hitlers Worte trug: "Und ihr habt doch gesiegt!"                     

12.3.1933
Am Volkstrauertag wehen an den öffentlichen Gebäuden im Deutschen Reich die schwarz-weiß-roten Fahnen. Paul von Hindenburg unterzeichnet eine Verordnung, nach der die Hakenkreuzfahne und die Schwarz-Weiß-Rote Fahne des Kaiserreichs "bis zur endgültigen Regelung der Reichsfarben" gemeinsam zu hissen sind. Adolf Hitler gibt die Entscheidung über den Rundfunk bekannt. Nach der Rundfunkansprache fliegt Adolf Hitler nach München, auf dem Oberwiesenfeld verkündet Hitler (er trägt zum ersten Mal einen braunen Uniformrock) am Abend vor Parteiformationen: "Was Jahrhunderte in Deutschland ersehnt haben und nicht erringen konnten, das ist jetzt Wirklichkeit geworden. Die Gleichschaltung des politischen Willens der Länder mit dem Willen der Nation ist vollzogen." Nach der Rede lässt der Reichskanzler bei der Feldherrenhalle zum Gedenken an die Gefallenen des Hitlerputsches von 1923 einen riesigen Lorbeerkranz niederlegen, dessen Schleife Hitlers Worte trug: "Und ihr habt doch gesiegt!"                     

In Preußen finden die Kommunalwahlen und die Wahlen zu den Preußischen Provinziallandtagen statt. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Berlin erhalten die NSDAP und die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot (DNVP und Stahlhelm) zusammen 113 von 225 Sitzen.
In einem Vorort Dresdens halten 60 Delegierte der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) eine Konferenz ab und beschließen, die SAP illegal weiterzuführen. Von den 15 600 Mitgliedern sind nur etwa 1500 dem Aufruf des Vorstandes vom 3. März zum Eintritt in die SAP gefolgt.
Die Führerschaft des American Jewish Congress versammelte sich zu einer dreistündigen Sitzung und stimmte für die Durchführung eines nationalen Programms weithin sichtbarer Proteste, Paraden und Demonstrationen. Mittelpunkt dieser Protestaktionen soll eine gewaltige Anti-Nazi-Zusammenkunft im Madison Square Garden (New York) am 27.März sein.

13.3.1933
NSDAP-Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels wird Minister für das durch Erlass errichtete Reichsministerium "Volksaufklärung und Propaganda", Walther Funk wird Staatssekretär in diesem Ministerium und Vorsitzender des Ausschusses der Leiter der Reichssender.
Der hessische Landtag wählt Ferdinand Werner (NSDAP) als Nachfolger des geschäftsführenden Regierungschefs Bernhard Adelung (SPD) zum Staatspräsidenten. Anschließend vertagt sich das hessische Landesparlament bis zum 1. Oktober und überträgt sämtliche Vollmachten der Regierung.
Wilhelm Stegmanns "Freikorps Franken" wird aufgelöst. Julius Streicher hat den "Machtkampf" gewonnen.
Gauleiter Josef Grohe verkündet die Absetzung Konrad Adenauers als Oberbürgermeister von Köln.
Der Intendant der Städtischen Oper Berlin, Carl Ebert, wird von einer Abteilung SA für abgesetzt erklärt und vom Berliner Oberbürgermeister Heinrich Sahm daraufhin für zwei Monate beurlaubt. Sein Nachfolger wird Max von Schillings, Präsident der Preußischen Akademie der Künste.

14.3.1933
Das an diesem Tag auslaufende Verbot der SPD-Presse in Preußen wird um weitere 14 Tage verlängert und anschließend auf unbestimmte Zeit ausgedehnt.
Das ZK der KPD macht dem Parleivorstand ein Angebot, als "Einheitsfront" gemeinsam gegen den Faschismus zu kämpfen. Gefordert werden unverzüglich Kampfaktionen gegen das NS-System.
Das Erscheinen der linksdemokratischen Zeitschriften "Die Weltbühne" - zuerst von Siegfried Jacobsohn, später von Carl von Ossietzky herausgegeben - und "Das Tage-Buch" wird für ein halbes Jahr verboten.
Im Namen der Sektion für Dichtung der Preußischen Akademie der Künste fragt Akademiepräsident Max von Schillings bei den 31 Mitgliedern an, ob sie der neuen Regierung ihre Treue erklären. Von den Befragten lehnen u.a. Alfons Paquet, Ricarda Huch, Thomas Mann und Alfred Döblin ab.

15.3.1933
Der Landtag von Württemberg wählt mit 36 von 68 Stimmen bei 19 ungültigen Wahlzetteln den NSDAP-Gauleiter Wilhelm Murr zum Staatspräsidenten.
Runderlass des Reichsministers des Innern an die Länderregierungen: 1. die Zuwanderung von Ausländern ostjüdischer Nationalität abzuwehren, 2. soweit solche Ausländer sich z. Zt. noch unbefugt im Inland aulhalten, sie zu entfernen. 3. Von der Einbürgerung ostjüdischer Ausländer ist bis auf weiteres abzusehen.
Vor dem Reichskabinett erklärt Reichskanzler Adolf Hitler es als notwendig, »die gesamte Aktivität des Volkes auf das rein Politische abzulenken, weil die wirtschaftlichen Entschlüsse noch abgewartet werden müssen«.
Der SPD-Parteivorstand sagt den für den 26. März nach Frankfurt am Main einberufenen Parteitag ab.
In einer Besprechung konfrontiert Adolf Hitler Hans Luther mit der Forderung, dass er wegen seines fehlenden Vertrauens in die Nationalsozialisten, vom Amt als Reichsbankpräsident zurücktreten müsse, was Luther am nächsten Tag auch macht.
David Lloyd George, der ehemalige Premierminister Englands, verurteilt den Vertrag von Versailles: "[...] Deutschland blieb geduldig, ich fühle mich zu der Feststellung als ein alter Gegner und als einer, der für den Friedensvertrag mitverantwortlich ist, verpflichtet. Deutschland hat seine Verpflichtung unter diesem Vertrag dem Geist und dem Buchstaben nach ausgeführt, bis diejenigen, die den Vertrag erzwungen haben, ihm brachen."

16.3.1933
Adolf Hitler empfängt den Vorsitzenden des Deutschen Olympischen Ausschusses, Theodor Lewald, in der Reichskanzlei und lässt sich von diesem über den Stand der Vorbereitungen der für 1936 geplanten Olympischen Spiele informieren.
Reichsbankpräsident Hans Luther tritt zurück, er wird Botschafter in Washington. Noch am gleichen Tag unterzeichnen die Mitglieder des Generalrates die Ernennungsurkunde für Hjalmar Schacht als neuen Reichsbankpräsident.
Ernst Schlange tritt als Gauleiter von Brandenburg zurück. In Bayern legt Ministerpräsident Heinrich Held (BVP) sein Amt nieder. Reichskommissar Franz Ritter von Epp führt die Regierung.
Im Hauptausschuß der Abrüstungskonferenz in Genf legt der britische Premierminister James Ramsey MacDonald einen Abrüstungsplan mit Höchstgrenzen für die Armeen in Europa vor, die für das Deutsche Reich, Frankreich, Polen und Italien jeweils 200 000 Mann betragen.
In einer Eingabe an den Kultusminister bezeichnet der Senat der Abteilung Musik der Akademie der Künste die Inszenierung von Wagners ›Tannhäuser‹ als Ehrung zu dessen 50. Todestag durch Generalmusikdirektor Leo Blech (Jude) an der Staatsoper Unter den Linden als eine »Verballhornung« eines der größten Meisterwerke deutscher Dichtung und Musik.

17.3.1933
Zu seinem persönlichen Schutz bildet Adolf Hitler das "SS-Sonderkommando Berlin", auch "Stabswache" genannt, aus 120 ausgesuchten SS-Führern und SS-Männern. Diese erste militärische Waffen-SS-Einheit, aus der später ganze Divisionen und Armeekorps hervorgehen sollen, wird dem SS-Obergruppenführer Sepp Dietrich unterstellt und in Berlin-Lichterfelde stationiert. Auch der spätere Kammerdiener Adolf Hitlers, Heinz Linge, Maurer mit Technikumsabschluss, wird Mitglied der "Stabswache".
Nach der Erschießung eines Polizeibeamten durch einen SPD-Landtagsabgeordneten in Freiburg werden alle badischen Abgeordneten der SPD und KPD in Schutzhaft genommen.
Bei der Eröffnung der Ausstellung "Die Frau" in Berlin erklärt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, der erste Platz der Frau sei in der Familie.
In Berlin schließt die Polizei das Gebäude des Freidenkerverbandes. In Breslau wird am gleichen Tag die Zahl der dort zugelassenen jüdischen Rechtsanwälte auf 17 reduziert.
Der am 15. März zum Staatskommissar in Berlin ernannte Julius Lippert (NSDAP) entlässt die jüdischen Ärzte aus den Krankenhäusern.
Mit einem gewaltigen Fackelzug durch die Straßen Stuttgarts und einer großen Kundgebung im Hof des Neuen Schlosses wird am Abend der Sieg der Nationalen Revolution in Württemberg gefeiert.

18.3.1933
In Bremen wird ein Senat aus NSDAP und Kampffront Schwarz-Weiß-Rot (DNVP und Stahlhelm) gebildet.
Willi Liebel, Fraktionsführer der NSDAP im Stadtrat wird illegalerweise mit den Geschäften des ersten Bürgermeisters der Stadt Nürnberg betraut.
Der Verlag J.J. Weber, Leipzig, wirbt mit den Worten »Die Neuerscheinung, von der man spricht: Der Aufbruch des Nationalen Deutschland ist Tatsache geworden! Wehrerziehung! Grenzarbeit! Arbeitsdienst! Siedlung! sind die ersten Aufgaben dieser Bewegung« für die nationale Monatsschrift ›Deutsche Nation‹.
In Genf endet die am 21. Februar eröffnete 71. außerordentliche Tagung des Völkerbundrates.

19.3.1933
In Zürich verurteilt die Exekutive der Sozialistischen Arbeiter-Internationale ohne Beteiligung der SPD scharf die Unterdrückung der deutschen Opposition.
In Berlin stirbt der Verleger Louis Ullstein (1863 – 1933). Er gehörte seit dem Tod des Firmengründers Leopold Ullstein 1899 zum Führungsquintett der fünf Ullsteinbrüder.
Per Referendum erhält Portugal eine von Ministerpräsident Antonió de Oliveira Salazar ausgearbeitete autoritäre Verfassung, auf deren Grundlage er ein Einparteiensystem errichtete.

20.3.1933
Adolf Hitler gibt in zwei Ansprachen den in Berlin versammelten Gauleitern und den nationalsozialistischen Reichstags- und Landtagsabgeordneten Richtlinien für ihr Verhalten bei den bevorstehenden Parlamentssitzungen.
Das Reichskabinett stimmt dem Entwurf des "Ermächtigungsgesetzes" zu.
Hunderte Funktionäre von KPD und SPD werden in das Konzentrationslager Heuberg in Württemberg verbracht. Es ist für 1500 Gefangene angelegt und steht unter Aufsicht der Landeskriminalpolizei.
Der britische Premierminister James Ramsey MacDonald und Außenminister John Allsebrook Simon beenden einen dreitägigen Besuch in Rom. Gegenstand der Beratungen war der Abschluß eines Viererpaktes zur Entspannung in Europa.
Ein für diesen Tag vorgesehenes Konzert des Dirigenten Bruno Walter in der Berliner Philharmonie ist auf Einspruch von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels abgesagt worden.

21.3.1933
"Tag von Potsdam". Eröffnung des Reichstages in Abwesenheit der sozialdemokratischen Fraktion in der Garnisonskirche in Potsdam. Der Rundfunk überträgt die Feier, alle Schüler haben frei. In seiner Regierungserklärung führt Adolf Hitler vor dem anwesenden Paul von Hindenburg und den Spitzen des Reiches aus: "... Am 5. März hat sich das Volk entschieden und in seiner Mehrheit zu uns bekannt, in einer einzigartigen Erhebung hat es in wenigen Wochen die nationale Ehre wieder hergestellt und Dank Ihrem Verstehen, Herr Reichspräsident, die Vermählung vollzogen zwischen den Symbolen der alten Größe und der jungen Kraft ..."
Reichspräsident Paul von Hindenburg unterzeichnet Notverordnungen über die Amnestie für NSDAP-Mitglieder, die Schaffung von Sondergerichten und über verschärfte Bestimmungen zur Unterdrückung der Opposition.
Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes versichert Reichskanzler Adolf Hitler, die Gewerkschaften müssten ihre sozialen Aufgaben erfüllen, "gleichviel welcher Art das Staatsregime" sei.
In Berlin wird der Reichstags-Abgeordnete Andreas Hermes (Zentrum) trotz Immunität verhaftet. Er soll Staatsgelder veruntreut haben.
In Oranienburg bei Berlin wird ein Konzentrationslager eingerichtet.
Beim Versuch des Grenzübertritts nach Dänemark wird in Landkirchen auf Fehmarn Paul Fröhlich (Reichsleitung der Sozialistischen Arbeiterpartei) verhaftet. An seiner Stelle geht sein Parteigenosse Willy Brandt aus Lübeck ins Exil und gründet in Oslo, wo er am 7. April eintrifft, ein SAP-Büro sowie die Auslandszentrale des Sozialistischen Jugendverbandes.
Das Präsidium des Reichsverbandes der Deutschen Industrie stellt fest, dass die Wahl vom 5. März die Grundlage für eine stabile Regierung gelegt und die aus der bisherigen Politik resultierenden Störungen des Wirtschaftslebens beseitigt habe. Ähnlich äußert sich die Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände.
Die KPD-nahe Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit wird verboten, ihr Vermögen in Berlin beschlagnahmt.

22.3.1933
Der am 5. März 1933 neugewählte preußische Landtag tritt zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und vertagt sich dann bis auf eine unbestimmte Zeit.
Die Politische Polizei beginnt, auf Befehl von Reichsführer SS Heinrich Himmler, auf dem Gelände einer ehemaligen Pulverfabrik in Dachau bei München ein Lager für Schutzhäftlinge einzurichten.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, übernimmt die Überwachung des Rundfunks; die bisherigen Überwachungsorgane - Reichsinnen- und Postministerium - sind damit ausgeschaltet.
Sachsen untersagt als erstes Land den Juden die grausame rituelle Tötung (Schächten) von Tieren. Beim Schächten werden die Tiere bei vollem Bewusstsein ohne die vorher übliche Betäubung mittels eines Halsschnittes und der daran anschließenden Entblutung getötet.

23.3.1933
Auf der zweiten Sitzung des Reichstages in der Krolloper bringt Reichskanzler Adolf Hitler das "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" ein. Dieses "Ermächtigungsgesetz" gilt als einzige Möglichkeit, die parlamentarische Aufhebung von Notverordnungen abzuschaffen. Adolf Hitler gibt zu diesem Ermächtigungsgesetz eine Regierungserklärung ab. Danach billigt der Deutsche Reichstag mit 441 gegen 94 Stimmen der SPD das »Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich« (Ermächtigungsgesetz). Das Gesetz gibt der Regierung das Recht, eigenständig Verträge mit fremden Staaten abzuschließen, Gesetze zu erlassen und sie ohne Gegenzeichnung des Reichspräsidenten in Kraft zu setzen. Die Dauer des Gesetzes ist zunächst auf vier Jahre begrenzt.
Adolf Hitler holt Arthur Kannenberg nach Berlin in die Reichskanzlei, wo er bis 1945 als Hausintendant Hitlers tätig war.
Julius Leber (SPD und M.d.R) wird erneut verhaftet und ins Lübecker Untersuchungsgefängnis gebracht. Nach der Haftentlassung Überführung in die Konzentrationslager Esterwegen und Sachsenhausen.
In Berlin wird der Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung, Günther Gereke (Christliches Landvolk), wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung verhaftet. Seit 1924 soll der Politiker 1,2 Mio. Reichsmark veruntreut haben.
Ein großer Protestmarsch der "Jewish War Veterans" in den USA, dem sich auch der Vizepräsident des American Jewish Congress, W.W. Cohen, anschloß, stand unter dem Zeichen der wirtschaftlichen Kriegserklärung gegen Deutschland. Alle jüdischen Vereinigungen versuchen überall auf der Welt einen Hass gegen Deutschland zu schüren.

24.3.1933
Wenige Tage nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erklärte das internationale Judentum Deutschland den Krieg und rief zum Boykott deutscher Waren in der ganzen Welt auf. "Judea declares war on Germany" titelte der "Daily Express" am 24. März 1933, verbunden mit antideutscher Hetzpropaganda wie man sie schon seit dem 1.Weltkrieg von jüdischer Seite ertragen musste.
In der Kabinettssitzung dankte Alfred Hugenberg Adolf Hitler "namens der übrigen Kabinettsmitglieder für das eindrucksvolle und erfolgreiche Auftreten im Reichstag, vor allem für die glänzende Abfertigung des Marxistenführers Wels".
Der Hellseher und Trickbetrüger Jan Eric Hanussen wird verhaftet, er wird beschuldigt, sich durch falsche Dokumente seine Aufnahme in die NSDAP erschlichen zu haben. Zudem hat er einigen hohen Parteimitgliedern gegen Quittung hohe Geldbeträge geliehen. Im Weiteren ist er Geheimnisträger über den Reichstagsbrand. Er wird noch am gleichen Tag von einem Rollkommando der SA erschossen.
Der Vorsitzende des »Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten«, Dr. Löwenstein, protestiert öffentlich gegen die jüdische Gräuelpropaganda im Ausland. Er schickt ein Schreiben an die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, Berlin: …Es ist aber auch unseres Ermessens an der Zeit, von der unverantwortlichen Hetze abzurücken, die von sogenannten jüdischen Intellektuellen im Ausland gegen Deutschland unternommen wird….

25.3.1933
Vor den Intendanten der Rundfunksender kündigt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels in Berlin eine "Säuberung" des Rundfunks an. Ab 1. April strahlt der Deutschlandsender täglich von 19 bis 20 Uhr eine "Stunde der Nation" aus.
Vor der Auslandspresse verwahrt sich Reichstagspräsident Hermann Göring (NSDAP) gegen Berichte ausländischer Zeitungen über angebliche Verfolgungen politischer Gegner. Vertretern der SPD kündigt er an, daß die SPD-Presse erst wieder erscheinen dürfte, wenn die antideutsche Hetze der sozialistischen Auslandspresse aufhöre.
Im Deutschen Reich sind bisher in 39 Städten Gewerkschaftseinrichtungen von SA, SS oder Polizei besetzt und in sechs Städten beschlagnahmt worden.

26.3.1933
Die »Zionistische Vereinigung für Deutschland« schickte folgendes Telegramm an führende Juden in Amerika: …Wir haben uns bereits am 17. März in einer durch die jüdische Telegraphen-Union an die gesamte jüdische Presse der Welt weitergegebenen Erklärung gegen jede deutsch-feindliche Propaganda mit großer Entschiedenheit gewandt. Wir haben gegen alle der Wahrheit nicht entsprechenden Gräuelmeldungen und gewissenlose Sensationsnachrichten Einspruch erhoben und wiederholen heute unseren Protest in aller Öffentlichkeit. Wir protestieren gegen jeden Versuch, die jüdische Sache der Interessenpolitik anderer Staaten oder Gruppen dienstbar zu machen….
Auf eine Initiative von Reichsminister Hermann Göring, beschließen die Kommissare des Reichs folgende Oberpräsidenten unter Gewährung ihrer gesetzlichen Bezüge in den Ruhestand zu versetzen: Oberpräsident Dr. Maier (Berlin), Dr. Graf v. Degenfeldt-Schomburg (Breslau), Dr. Thon (Kiel), Dr. Fuchs (Koblenz). Neue Oberpräsidenten werden NSDAP-Fraktionsführer Wilhelm Kube (Berlin), Helmuth Brückner (Breslau), Hinrich Lohse (Kiel), Hermann Frh. von Lüninck (Koblenz).
Im Berliner Ufa-Palast spricht Herbert von Bismarck, Staatssekretär im preußischen Innenministerium, vor dem Kampfring junger Deutschnationaler über die monarchische Restauration. Der Rundfunk lehnt die Übertragung ab.

27.3.1933
Die am 20. Juli 1932 abgesetzte preußische Staatsregierung legt ihre Ämter endgültig nieder.

Inszeniert vom Machtjudentum, waren 55.000 Menschen in und um den Madison Square Garden zu einer riesigen Anti-Nazi-Kundgebung versammelt. Unterstützende Versammlungen fanden gleichzeitig in Chicago, Washington, San Francisco, Houston und in rund 70 anderen amerikanischen Städten statt. Bei jeder dieser Versammlungen lauschten Tausende an den Lautsprechern der übertragung aus New York. Das ganze wurde direkt über Rundfunk an weitere 200 Städte im Lande übertragen. So nahmen wenigstens 1 Million Juden an dieser Massenkundgebung teil. Vielleicht stand eine weitere Million nicht-jüdischer Amerikaner, die durch Hetz- und Gräuelpropaganda in den judeneigenen Medien aufgestachelt wurden, an ihrer Seite.                



















27.3.1933


Inszeniert vom Machtjudentum, waren 55.000 Menschen in und um den Madison Square Garden zu einer riesigen Anti-Nazi-Kundgebung versammelt. Unterstützende Versammlungen fanden gleichzeitig in Chicago, Washington, San Francisco, Houston und in rund 70 anderen amerikanischen Städten statt. Bei jeder dieser Versammlungen lauschten Tausende an den Lautsprechern der übertragung aus New York. Das ganze wurde direkt über Rundfunk an weitere 200 Städte im Lande übertragen. So nahmen wenigstens 1 Million Juden an dieser Massenkundgebung teil. Vielleicht stand eine weitere Million nicht-jüdischer Amerikaner, die durch Hetz- und Gräuelpropaganda in den judeneigenen Medien aufgestachelt wurden, an ihrer Seite.                



















28.3.1933
Die Reichs-Leitung der NSDAP ordnet für den 1. April als Antwort auf die jüdische Kriegserklärung einen Boykott jüdischer Ärzte und Rechtsanwälte sowie jüdischer Geschäfte und Waren an.
Die Fuldaer Bischofskonferenz rückt in einer Kundgebung an die katholischen Gläubigen von ihren Warnungen vor dem Nationalsozialismus ab.
Der jüdische Gewerkschafter Siegfried Aufhäuser räumt aus Protest gegen die Nachgiebigkeit des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds gegenüber der NSDAP den Vorsitz im Allgemeinen freien Angestelltenbund.
Vor Filmschaffenden in Berlin spricht Propagandaminister Joseph Goebbels über "Die zeitgemäßen Aufgaben des deutschen Films". Er fordert ein an bestimmte politische und sittlich-nationale Normen gebundenes Filmschaffen.

29.3.1933
Adolf Hitler erlässt von München aus noch einen Aufruf an die NSDAP, in Bayern zur Unterlassung aller Einzelaktionen. Anschließend fliegt er nach Berlin, wo er vor dem Reichskabinett den Judenboykott erläutert.
Unter der Schlagzeile: "Boykott! Wir nehmen den Kampf auf!" ruft der Berliner "Angriff" zum Boykott aller jüdischen Geschäfte, Waren, Ärzte und Rechtsanwälte auf. Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass "keinem Juden auch weiterhin kein Haar gekrümmt wird."
Der Hamburger Senat unter Führung von Karl Vinzent Krogmann (NSDAP) untersagt Beamten, Angestellten und Arbeitern des Hamburger Staates die Zugehörigkeit zu "marxistischen" Parteien. Zwölf Bürgerschaftsabgeordnete der SPD legen daraufhin ihre Mandate nieder und verlassen die Partei.
Das Gesetz über Verhängung und Vollzug der Todesstrafe wird erlassen.
Vizekanzler Franz von Papen gibt am Abend einen Empfang im Palais Borsig. Adolf Hitler lernt die Jüdin Bella Fromm, diplomatische Berichterstatterin für die Ullstein-Blätter, kennen.
Die Pläne für den Aus- und Umbau von Haus Wachenfeld auf dem Obersalzberg werden vom Berchtesgadener Bezirksbaumeister geprüft und genehmigt.

30.3.1933
Die »Central-VereinZeitung«, das Organ des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, veröffetlicht folgenden Leitartikel: …Wir 565.000 deutschen Juden legen feierliche Verwahrung ein. Eine zügellose Gräuelpropaganda gegen Deutschland tobt in der Welt. Durch jedes Wort, das gegen unser Vaterland gesprochen und geschrieben wird, durch jeden Boykottaufruf, der gegen Deutschland verbreitet wird, sind wir deutschen Juden genau so tief getroffen wie jeder andere Deutsche….
Die Nationalsozialisten entziehen dem weltbekannten Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein die deutsche Staatsbürgerschaft.
Günter Gereke, Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung, scheidet aus dem Kabinett aus. Gereke wurde vorgeworfen, im Jahre 1932 Spendengelder zweckentfremdet verwendet zu haben.
Das SPD-Vorstandsmitglied Otto Wels tritt aus dem Büro der Sozialistischen Arbeiter-Internationale (SAI) aus, weil es ihm nicht gelungen ist, die Veröffentlichung des Protestes der SAI gegen die Verfolgung der deutschen Opposition vom 19. März zu verhindern.

31.3.1933
Durch das erste »Gesetz über die Gleichstellung der Länder mit dem Reich« wird die Zusammensetzung der Landtage mit Ausnahme des preußischen Parlaments der des Reichstages angepaßt.
Vor der Kabinettsitzung wird der italienische Botschafter Vittorio Cerutti von Adolf Hitler empfangen. Cerutti überbringt Hitler die Botschaft Mussolinis, den Aufruf für den Boykott der Juden zurückzuziehen. Hitler erklärt: "Ich bitte Mussolini mitzuteilen, dass ich seinen Schritt schätze, dass ich es jedoch für notwendig halte, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren." Die Kabinettssitzung befasst sich mit dem Karstadt-Konzern. Das Unternehmen braucht einen Kredit von 1,5 Millionen RM, sonst muss es am folgenden Tag geschlossen werden. Adolf Hitler erklärt, "dass die Darlehenshingabe nicht zu verantworten sei, wenn nicht die Frage der Warenhausbetriebe (vielfach in jüdischen Händen), die zehntausende von Geschäften zugrunde richteten, geklärt werde. Der jetzige Zustand sei auf Dauer nicht zu halten." Konfrontiert mit der Tatsache, dass die Entscheidung nicht zurückgestellt werden könne, erklärt sich Hitler "unter diesen Umständen" mit der Darlehenshingabe einverstanden.
Der Untersuchungs- und Schlichtungsausschuss der Reichsleitung der NSDAP (Uschla) erhält von Adolf Hitler die Bezeichnung "Oberstes Parteigericht".
Konstantin Hierl wird Beauftragter des Führers für den freiwilligen Arbeitsdienst der NSDAP.
Die österreichische Regierung löst den am 25. März verbotenen Republikanischen Schutzbund auf. Als Begründung wird angeführt, der 1923 gegründete und rund 60 000 aktive Mitglieder zählende Verband habe die öffentliche Ruhe und Sicherheit gestört.

JUNI 1933

Am Samstag den 1. April 1933 ist Anti-Boykott-Tag, das war ein von der nationalsozialistischen Staatsführung initiierter Aufruf zum Abwehrboykott gegen jüdische Geschäfte und Gewerbetreibende, sowie gegen jüdische Ärzte und jüdische Rechtsanwälte. Auf den Plakaten wird gefordert "Deutsche wehrt Euch! Kein Deutscher kauft noch bei einem Juden". Die Reichsleitung der NSDAP gibt die Anordnungen an die aufgestellten SA- und SS-Wachposten, während des Boykotts die Bevölkerung vor dem Betreten der jüdischen Geschäfte zu warnen. Die Posten sollen aber auch darauf achten, daß sich diese halbtägige Aktion in vollster Ruhe und größter Disziplin vollzieht. An die verärgerte Bevölkerung ergeht der Aufruf: "Krümmt auch weiterhin keinem Juden auch nur ein Haar! Wir werden mit dieser Hetze fertig (...)“. Trotz aller Vorsicht gibt es vereinzelt Übergriffe. Dieser sogenannte Antiboykott stellte eine Gegenreaktion auf die jüdische Kriegserklärung und die jüdischen Boykottaufrufe gegen Deutschland aus dem Ausland dar. Er war im Vergleich allerdings fast wirkungslos, da den deutschen Juden so gut wie kein Schaden erwuchs. Er wird aber bis heute in den Medien unermüdlich aufgewärmt, während über den jahrelangen, äußerst wirksamen jüdischen Boykott gegen das Deutsche Reich kein Wort fällt.                  

1.4.1933
In bewusster Konkurrenz zum Auswärtigen Amt wird das "Außenpolitische Amt der NSDAP" (APA) geschaffen. NSDAP-Führer Adolf Hitler ernennt Alfred Rosenberg zum Leiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP.
Reichsführer SS Heinrich Himmler erhält den Rang eines Politischen Polizeikommandeurs in Bayern.
Die Berliner Stadtverordnetenversammlung verleiht Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg die Ehrenbürgerwürde.
Zum Bismarckgeburtstag spricht Joseph Goebbels im Rundfunk und lässt Adolf Hitler als Schöpfer jener Wiedergeburt der deutschen Nation feiern: "(...) wie sie heute als historisches Wunder sich vor unseren Augen vollzieht (...) Bismarck war der große staatspolitische Revolutionär des 19. Jahrhunderts, Hitler ist der große staatspolitische Revolutionär des 20. Jahrhunderts (...)" Fürst Otto von Bismarck (Enkel des Eisernen Kanzlers) und seine Gattin werden NSDAP-Mitglieder.
Auf Druck der NSDAP tritt Ludwig Kastl als Geschäftsführer des Reichsverbandes der Deutschen Industrie zurück. Für ihn treten kommissarisch Hans von Lucke (NSDAP) und Alfred Möller (DNVP) in den Vorstand ein.
Der bekannte italienischer Dirigent Arturo Toscanini und andere fordern Adolf Hitler telegrafisch auf, Verfolgungen von Künstlern "aus politischen und religiösen Gründen" einzustellen.
In Wilhelmshaven läuft das Panzerschiff "Admiral Scheer" vom Stapel. Am gleichen Tag wird dort das Panzerschiff "Deutschland" in Dienst gestellt.

2.4.1933
Adolf Hitler erläutert in einer Unterredung mit Ludwig Kaas, Vorsitzender der Zentrumspartei, Fragen des Konkordats.
Die Danziger Regierung verbietet alle Versammlungen - auch in geschlossenen Räumen - der NSDAP.
In Zürich endet der am 30. März eröffnete erste schweizerische Kongress für Touristik und Verkehr. Thema war die Belebung des aufgrund der Wirtschaftskrise stark zurückgegangenen Tourismus.

3.4.1933
Reichstagung der Glaubensbewegung Deutscher Christen (bis 5. April) in Berlin. Ankündigung der Umgestaltung der Kirchenverfassung nach dem Führerprinzip "unter Ausmerzung aller parlamentarischen Elementen".
Baubeginn des Umbaues des Hauptgebäudes und Neubau des Nebengebäudes durch die Baufirma Schiedermaier am Haus "Wachenfeld" am Obersalzberg nach Plänen von Josef Neumaier und Entwurfsskizzen von Adolf Hitler. Die Kosten für den Umbau bestritt er aus seinen Einkünften des Buches "Mein Kampf".
Die Direktion des Deutschen Theaters in Berlin erklärt die künstlerische Leitung von Max Reinhardt für beendet.
Den britischen Fliegern Marquess of Clydesdale und Leutnant D. F. Mclntire gelingen die ersten Flüge über den 8848 m hohen Mount Everest.

4.4.1933
Die Reichsregierung verkündet das Gesetz zur Abwehr politischer Gewalttaten, das u.a. die Brandstiftung öffentlicher Gebäude mit dem Tod bedroht.
Aufgrund einer Verordnung von Reichsinnenminister Wilhelm Frick (NSDAP) benötigen deutsche Reichsangehörige künftig für jeden Grenzübertritt einen Sichtvermerk.
Vertreter der deutschen Landwirtschaft bilden in Berlin die Reichsführerschaft des deutschen Bauernstandes unter Vorsitz von Richard Walther Darre (NSDAP).
Das Reichsgesetz über Betriebsvertretungen und wirtschaftliche Vereinigungen setzt die Betriebsratswahlen bis zum 30. September 1933 aus, schmälert die Rechte der Gewerkschaften und erlaubt die Kündigung wegen des »Verdachts staatsfeindlicher Einstellung«.
Der Langnam-Verein, der Interessenverband der westfälischen Schwerindustrie, und der Wirtschaftsbeirat West der NSDAP bilden einen Führerkreis unter Leitung des Düsseldorfer NSDAP-Gauwirtschaftsberaters Joseph Klein.
Nachdem bereits am 1. April ein Betätigungsverbot für jüdische Notare ergangen ist, erlässt der Reichskommissar für das preußische Justizwesen, Hanns Kerrl (NSDAP), ein Vertretungsverbot für jüdische Rechtsanwälte in Preußen.
Robert Weltsch fordert in der "Jüdischen Rundschau" eine Rückbesinnung auf den Wert des Judentums.
Das Luftschiff "Akron" der US-Marineluftwaffe stürzt vor der Küste von New Jersey ab. Nur drei der 77 Besatzungsmitglieder überleben.

5.4.1933
Der Reichskommissar für das preußische Justizwesen, Hanns Kerrl (NSDAP), gibt die Gründung eines Sonderdezernats zur Korruptionsbekämpfung bekannt.
Adolf Hitler spricht vor dem deutschen Landwirtschaftsrat im preußischen Herrenhaus und würdigt vor allem den Anteil der deutschen Bauern an seiner Machtübernahme. Der Leiter des agrarpolitischen Amtes der NSDAP, Richard Walther Darre im Range eines Reichsleiters, übernimmt nunmehr als "Reichsbauernführer" alle Bauern-Organisationen der seit März/April gleichgeschalteten Landwirtschaftsverbände.
Die Hitlerjugend besetzt die Berliner Geschäftsstelle des Reichsausschusses der deutschen Jugendverbände. NSDAP-Reichsjugendführer Baldur von Schirach übernimmt die Leitung.
Die Bundesführung des den freien Gewerkschaften nahestehenden Deutschen Beamtenbundes (DBB) beschließt die Auflösung der Organisation. Unter Führung des NSDAP-Beamtenführers Jacob Sprenger wird der DBB am 10. April mit dem Reichsbund höherer Beamter vereinigt.
In Vaduz (Liechtenstein) erschießen sechs aus dem Deutschen Reich angereiste NSDAP-Sympathisanten den früheren Berliner Theaterleiter Alfred Rotter.

6.4.1933
Adolf Hitler hält eine längere Ansprache im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda vor dem Verband der auswärtigen (deutschen) Presse in Berlin.
Im Zusammenhang mit der Unterschlagung von 1,5 Mio. Reichsmark bei der Kölner Handwerkskammer wird der Direktor der Gewerbebank Euskirchen, Reichstagsvizepräsident Thomas Esser (Zentrum), verhaftet.

7.4.1933
Durch das Reichsgesetz zur »Wiederherstellung des Berufsbeamtentums« werden im Deutschen Reich Staatsgegner (wozu auch Juden nach ihrer Kriegserklärung gehörten) von der Beamtenlaufbahn ausgeschlossen.
Durch das Zweite Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich werden bis auf Preußen in allen Ländern Reichsstatthalter eingesetzt.
Durch das Reichsgesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft kann die Zulassung nichtarischer Rechtsanwälte (ausgenommen Frontkämpfer) zum 30. September 1933 aufgehoben werden. Kommunistische Rechtsanwälte verlieren sofort ihre Zulassung.
Auf Einspruch des Reichsverbandes der Deutschen Industrie untersagt die Politische Zentralkommission der NSDAP allen Mitgliedern ein selbständiges Eingreifen in den Geschäftsablauf von Wirtschaftsunternehmen und Banken.
Am Tag der Aufhebung des 14jährigen Bierverbots trinken die US-Bürger über eine Mio. Barrel (1 Barrel = 159 l) des neuen Biers mit 3,2% Alkoholgehalt.

8.4.1933
Am Abend hält Adolf Hitler im Berliner Sportpalast auf einem SA-Appell eine groß angelegte Rede über das Thema "Deutschland ist nun erwacht". "Das Schicksal will uns prüfen, ob das deutsche Volk leben und groß werden soll, oder ob das Ende unseres Volkes gekommen ist." Die Ansprache wurde auf allen Sender übertragen.
In Hamburg beschließen die Führungen der Deutschen Volkspartei in Rheinland und Westfalen den Übertritt zur NSDAP.
Der Hauptvorstand der Deutschen Turnerschaft, der Dachorganisation der deutschen Turnvereine mit 1.589.229 Mitgliedern, beschließt in Stuttgart den Ausschluß nichtarischer Mitglieder und Mitglieder von KPD und SPD aus den Turnvereinen.
Herbert von Karajan, Dirigent, tritt der NSDAP in Salzburg bei.

9.4.1933
Der Herausgeber des liberalen “Berliner Tageblatts”, Hans Lachmann-Mosse, gibt die Niederlegung der Geschäftsführung und die Umwandlung des in Finanzschwierigkeiten geratenen Unternehmens in eine Stiftung bekannt.
In Wien endet die Erfolgsserie des österreichischen Fußball-“Wunderteams” durch das 1:2 (0:0) gegen die Tschechoslowakei.
Der Italiener Tazio Nuvolari gewinnt auf seinem 2,3-1-Alfa-Romeo wie schon 1930 das Langstreckenrennen Mille miglia.

10.4.1933
Franz Ritter von Epp wird Reichsstatthalter in Bayern.
Die Reichsregierung hebt die Kraftfahrzeugsteuer für Pkw, Lkw und Krafträder auf, die nach dem 31. März 1933 zum Verkehr zugelassen werden.
Durch Reichsgesetz hat Adolf Hitler den 1. Mai zum "Feiertag der nationalen Arbeit" bestimmt.
Die NSDAP übernimmt die Führung der bisherigen Beamtenverbände.
Adolf Hitler untersagt durch Erlass an alle Parteistellen, in die inneren Verhältnisse der Reichsfinanzverwaltung (Landesfinanzämter, Finanzämter usw.) selbständig einzugreifen, Absetzungen zu verlangen oder selbst vorzunehmen und dergleichen.
Auf Anregung der Reichsregierung wurde Dr. Georg Schieferdecker als Vertrauensmann der nationalen Bewegung in die Leitung des Verbandes der Preußischen Polizeibeamten berufen. Fritz Rößler, ein ehemaliger Schutzpolizist und SA-Mitglied, wurde die Redaktion der "Preußischen Polizeibeamten-Zeitung" anvertraut.
Die Schriftstellerin Ricarda Huch erklärt ihren Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste, da sie daran zweifelt, dass ihre oppositionelle Einstellung sich veröffentlichen ließe.

11.4.1933
Reichskanzler Adolf Hitler ernennt Hermann Göring (NSDAP) zum preußischen Ministerpräsidenten und Innenminister.
Adolf Hitler richtet ein Schreiben an den Reichspräsidenten anlässlich der Übernahme des Reichsstatthalteramtes in Preußen und der Entbindung Papens vom Amt des Reichskommissars für das Land Preußen.
Als erste der großen Parteien der Weimarer Republik löst sich die DVP auf und empfiehlt ihren Anhängern den Anschluss an die NSDAP.
Der Bayerische Bauern- und Mittelstandsbund stellt seine Tätigkeit ein und unterstellt sich der NSDAP-geführten Reichsbauernschaft.
Die DNVP-Reichstagsfraktion wählt Otto Schmidt-Hannover als Nachfolger von Ernst Oberfohren, der als Gegner der Kooperation mit der NSDAP am 1. April zurückgetreten war, zum Vorsitzenden.
Der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband verlässt den Deutschen Gewerkschaftsbund. Der Gesamtverband deutscher Angestellten-Gewerkschaften (Gedag) schließt sich an.
NS-Reichsverband "Deutsche Bühne E.V." wird gegründet. Er wird nach einer Anordnung von Rudolf Heß zur einzigen Theaterbesuchsorganisation der NSDAP bestimmt.
Die "Vossische Zeitung" veröffentlicht einen Briefwechsel zwischen Generalmusikdirektor Wilhelm Furtwängler und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels (NSDAP) über die Tätigkeit jüdischer Künstler.

12.4.1933
Ludwig Siebert wird Ministerpräsident der neuen bayerischen Regierung. Adolf Wagner, Gauleiter von München/Oberbayern, wird Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident. Hans Frank wird Justizminister, Hans Schemm wird Kultusminister, Hermann Esser wird Minister ohne Geschäftsbereich und Franz Xaver Ritter von Epp wurde schon zwei Tage zuvor zum Reichsstatthalter in Bayern ernannt.
Theodor Lewald, seit 1919 Präsident des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen, tritt in Berlin zurück. Er bleibt Leiter des Deutschen Olympischen Ausschusses. Dem DRA gehören 42 Verbände mit 6,5 Mio. Mitgliedern an.
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Robert Lehr (DNVP) wird wegen Beamtenbestechung und Veruntreuung verhaftet.
Adolf Hitler begibt sich mit dem Auto nach München, unterwegs macht er Halt in Bayreuth und hat dort u.a. eine Unterredung mit Frau Eva Chamberlain, der Tochter von Richard Wagner.
Die in Wiesbaden tagende Rektorenkonferenz beschließt die Gleichschaltung des Hochschulwesens. Studenten müssen zukünftig unter Ehrenwort ihre arische Abstammung bekunden.

Diese Männer bildeten die erste nationalsozialistische bayerische Regierung. Sitzend v.l.n.r.: Ludwig Siebert (Finanzen), Franz Ritter von Epp (Reichsstatthalter und Ministerpräsident), Adolf Wagner (Inneres), Hans Schemm (Unterricht und Kultus); stehend: Ernst Röhm (zbV), Hans Frank (Justiz), Hermann Esser und Ludwig Huber.                

Diese Männer bildeten die erste nationalsozialistische bayerische Regierung. Sitzend v.l.n.r.: Ludwig Siebert (Finanzen), Franz Ritter von Epp (Reichsstatthalter und Ministerpräsident), Adolf Wagner (Inneres), Hans Schemm (Unterricht und Kultus); stehend: Ernst Röhm (zbV), Hans Frank (Justiz), Hermann Esser und Ludwig Huber.                

13.4.1933
In Rom informieren Reichsminister Hermann Göring und Vizekanzler Franz von Papen die Presse über ihre Gespräche mit der Führung Italiens.
Die Deutsche Studentenschaft (Hauptamt für Presse und Propaganda) veranstaltet bis zum 10. Mai 1933 einen Aufklärungsfeldzug »Wider den undeutschen Geist«. Der jüdische Geist, wie er sich in der Welthetze in seiner ganzen Hemmungslosigkeit offenbart und wie er bereits im deutschen Schrifttum seinen Niederschlag gefunden hat, muß ebenso wie der gesamte Liberalismus ausgemerzt werden. Die deutschen Studenten wollen aber nicht allein leeren Protest erheben, sie wollen bewußte Besinnung auf die volkseigenen Werte.
Auf eine Verfügung des Bayerischen Forschungsministerium wird der Zuschuss für den israelitischen Kultus, der noch nicht ausbezahlt wurde, nicht mehr gewährt.
Auf Bitte des Kardinals Michael von Faulhaber werden in Bayern 730 Schutzhäftlinge entlassen. In den bayerischen KZ sind noch 3800 Menschen in Schutzhaft.

14.4.1933
Auf Beschluß der neuen bayerischen Staatsregierung ist der Karfreitag erstmals Feiertag in ganz Bayern.
Der bisherige kommissarische Polizeipräsident von München, Heinrich Himmler, übergibt die Geschäfte dem neu ernannten Polizeipräsident und SA Oberführer a.D. August Schneidhuber. Himmler wird Kommandeur der gesamten politischen Polizei in Bayern.
Der Reichskommissar für das Preußische Kultusministerium Bernhardt Rust, hat, entsprechend dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums, mit sofortiger Wirkung mehrere Hochschullehrer beurlaubt.
Der Reichskommissar für das Preußische Justizministerium, Hans Kerrl, beabsichtigt, an den Orten, an denen als einziger Notar ein jüdischer Notar ansässig ist, ein weiteres Notariat einzurichten und dieses einem deutschstämmigen Bewerber zu verleihen.
In der Strafanstalt Sonnenburg sind nunmehr 300 politische Häftlinge untergebracht, unter denen sich u. a. befinden: Rechtsanwalt Dr. Alfred Apfel, Schriftsteller Carl von Ossietzky, Erich Mühsam und Rechtsanwalt Hans Achim Litten.
Der Schriftsteller und SPD-Parlamentarier Carlo Mierendorff wird verhaftet. Sieben Jahre bleibt er in verschiedenen Konzentrationslagern, bis er im Januar 1938 aus dem KZ Buchenwald entlassen wird.

15.4.1933
Die Zeitung "Bergbau-Industrie" veröffentlicht die Ergebnisse der Betriebsratswahlen auf 141 Schachtanlagen im Ruhrgebiet. Auf die Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation entfallen 30,7% der Sitze, die freien Gewerkschaften erhalten 30,6% und die christlichen 22,9% der Sitze.
Die Christliche Pfadfinderschaft teilt mit: Der Bund deutscher Bibelkreise (Berlin), der Bund deutscher Jugendvereine Berlin, die Christliche Pfadfinderschaft (Berlin) und der Evangelische Jungmännerverband Berlin, schließen sich in einem Führerring der Evangelischen Jugend Berlins zusammen. Die Leitung hat der Führer der Berliner Christlichen Pfadfinderschaft, Fritz Wolf, übernommen. Die evangelische Jugend Berlin wartet eigenes Volkstum als Gottesgabe. Darum stellt sie sich bejahend hinter die nationale Regierung und ist mit dem Einsatz der ganzen Kraft zu positiver Arbeit bereit.
Auf einer Kundgebung des Reichsverbands ambulanter Gewerbetreibender Deutschlands (Einheitsverband) bekennt sich Präsidenten Scholz, der auf die nun endlich erreichte Anerkennung des ambulanten Gewerbes als gleichberechtigten Stand innerhalb des deutschen Wirtschaftslebens hinwies, zum Führerprinzip, daß die Führer in Zukunft ernannt und nicht gewählt würden und daß sie im Vollgefühl ihrer hohen Verantwortung ihres Amtes walten werden.
Folgende Rundfunkintendanten nehmen ihre Arbeit auf: Friedrich Arenhövel (Berliner Funkstunde), Heinrich Glasmeier (Westdeutscher Rundfunk, Köln), Walter Beumelburg (Südwestdeutscher Rundfunk, Frankfurt am Main), Richard Kolb (Bayerischer Rundfunk) und Götz Otto Stoffregen (Deutschlandsender).

16.4.1933
Auf einer Führerkonferenz der NSDAP auf dem Obersalzberg wird beschlossen, dass die Gewerkschaften nicht aufgelöst oder zerstört, sondern "übernommen" und am 2. Mai die Gewerkschaftshäuser besetzt werden sollen, um den Arbeiter "von der parasitären Führung zu befreien". Die Leitung dieser auf den 2. Mai angesetzten Aktion hat NSDAP-Reichs-Organisationsleiter Robert Ley.
In Mannheim enthüllt Reichsverkehrsminister Freiherr von Eltz-Rübenach das Denkmal, das dem Schöpfer des ersten betriebsfähigen Automobils, Carl Benz, gewidmet ist. Ganz Mannheim stand im Zeichen der Feier "Fünfzig Jahre Auto". Unzählige Besucher aus ganz Europa, waren nach Mannheim gekommen.
John Heartfield flieht während der Ostertage nach Prag. Der kommunistische Maler und Graphiker ist berühmt für seine NS-feindlichen Fotomontagen und -collagen u.a. für die Titelseiten der Arbeiter Illustrierte Zeitung (AIZ).
Auf Initiative der KPD wird in Paris das Weltkomitee für die Opfer des Hitlerfaschismus gegründet.
Die in München erscheinende satirische Zeitschrift "Simplicissimus" vollzieht die Gleichschaltung.

17.4.1933
Mit Dr. Hans Luther hat die Regierung Hitler einen der hervorragendsten Deutschen der Gegenwart, einen früheren Kanzler der Republik, einen Mann von Energie und Erfahrung, zum Gesandten in Washington ausersehen. Er muß imstande sein, die Amerikaner zu verstehen, die leider etwas mehr Schwierigkeiten haben, das neue Deutschland zu verstehen. ("Heralds Tribune" New York)
James Franck, Nobelpreisträger für Physik 1925, legt wegen des antijüdischen Berufsbeamtengesetzes vom 7. April seine Professur in Göttingen und sein Amt als Direktor des II. Physikalischen Instituts nieder. Am 24. April kritisieren 42 Göttinger Hochschullehrer dies als "Sabotageakt".

18.4.1933
Nach Abschluß seines Rom-Besuchs äußert sich Österreichs Bundeskanzler Engelbert Dollfuß optimistisch über das Verhältnis seines Landes zu Italien.
Der polnische diplomatische Vertreter in Danzig überreichte dem Hohen Kommissar des Völkerbundes ein Memorandum, in welchem die Sicherheitsverhältnisse in Danzig als schlimm und beunruhigend geschildert werden. Daraufhin dementierte der Senat unverzüglich die Behauptungen des polnischen Vertreters, und erklärte die Beschwerde als völlig unbegründet.
Das preußische Justizministerium untersagt die Ernennung und die Beförderung von Beamten, die möglicherweise Juden sind, für den Bereich preußische Justiz.
Das badische Kultusministerium gibt bekannt, dass Studenten nichtarischer Herkunft in badischen Hochschulen bis auf weiteres, nicht immatrikuliert werden.
In Bern beschließt die 1925 gegründete Schweizer Heimatwehr die Gründung eines uniformierten Freikorps.

19.4.1933
Der Bundesausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes ruft die Arbeiter zur Teilnahme der Kundgebungen am 1. Mai auf, der von der Reichsregierung zum »Feiertag der nationalen Arbeit« erklärt wurde. Der Vorstand des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften schließt sich an.
Adolf Hitler hält in der Grütznerstube des Münchner Rathauses eine Ansprache vor den Mitgliedern der Staatsregierung und der Stadt München. Hitler erhält die Ehrenbürgerrechte des Freistaates Bayern.
Die Grußpflicht ("Deutscher Gruß") wird zwischen Wehrmacht und Polizei eingeführt.
Zwei britische Ingenieure der Firma Metropolitan-Vickers, die am 11. März wegen Industriesabotage in Russland verhaftet wurden, werden in Moskau zu zwei und drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, danach aber begnadigt. Der auf das Urteil folgende Handelskrieg zwischen Großbritannien und UdSSR endet am 1. Juli.
Die Vereinigten Staaten erklären ein Ausfuhrverbot für Gold. So soll die Deflation bekämpft und ein stabiles Preisniveau geschaffen werden.


































20.4.1933
Im Deutschen Reich wird der 44. Geburtstag von Reichskanzler und Führer Adolf Hitler mit großem Aufwand gefeiert.
Otto Wagener wird Reichskommissar des Wirtschaftlichen Amtes der NSDAP.
Hermann Göring übernimmt das Amt des preußischen Ministerpräsidenten. Adolf Hitler hat ihm dies telegrafisch am 11. April als Dank "für die einzigartige Treue, mit der Sie Ihr Schicksal an das meine schlossen" angetragen.
Adolf Hitler und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg werden Ehrenbürger von Bayern.
Der kommissarische preußische Kultusminister, Bernhard Rust (NSDAP), ordnet die Gründung von drei Nationalpolitischen Erziehungsanstalten an. Er verfügt außerdem, Disziplinarstrafen für Schüler und Studenten wegen Beteiligung an der "nationalen Revolution" zu löschen (rückwirkend bis 1925) und national aktive, sitzengebliebene Schüler zu versetzen.
Wegen einer Karikatur des Reichskanzlers werden die Geschäftsräume und die Druckerei des "Dortmunder Generalanzeigers" von der SA besetzt. Das bis dahin unabhängige Blatt geht zwangsweise in die Hände der NSDAP über.
Nach dem Verbot der "Weltbühne" im Deutschen Reich und der Verhaftung ihres Herausgebers Carl von Ossietzky, der seit dem 6. April im KZ Sonnenburg (bei Küstrin) inhaftiert ist, erscheint in Prag erstmals die von William S. Schlamm herausgegebene "Neue Weltbühne".
Beim Training für den Großen Preis von Monaco in Monte Carlo verunglückt Rudolf Caracciola (Alfa Romeo) schwer und fährt 1933 keine Rennen mehr.

21.4.1933
NSDAP-Führer Adolf Hitler ernennt Rudolf Heß zu seinem Stellvertreter in Parteiangelegenheiten.
Reichskanzler Adolf Hitler ernennt eine preußische Staatsregierung. Ministerpräsident Hermann Göring wird zugleich Justizminister, die bisherigen Reichskommissare Johannes Popitz (Finanzen, parteilos), Hanns Kerrl (Justiz, NSDAP) und Bernhard Rust (Bildung, NSDAP) werden Staatsminister.
Robert Ley, NSDAP-Stabsleiter, erlässt einen Befehl zur Liquidierung der Gewerkschaften: "Dienstag, den 2. Mai 1933, vormittags 10 Uhr, beginnt die Gleichschaltungsaktion gegen die Freien Gewerkschaften ... SA bzw. SS ist zur Besetzung der Gewerkschaftshäuser und der Inschutzhaftname der in Frage kommenden Persönlichkeiten einzusetzen..."
Reichsminister Alfred Hugenberg (DNVP) dementiert Gerüchte über den Rücktritt der DNVP-Reichsminister und protestiert gegen eigenmächtige Eingriffe von NSDAP-Mitgliedern in die Wirtschaft sowie die Benachteiligung deutschnationaler Beamter und Lehrer.
Der Breslauer Polizeipräsident Edmund Heines hat verfügt, dass Personen jüdischen Glaubens, die im Besitz eines Waffen- oder Jagdscheins sind, diese Scheine bei der Polizei abzuliefern haben. Es ist wiederholt festgestellt worden, dass jüdische Bürger ihre Waffen zu rechtswidrigen Angriffen auf Mitglieder nationaler Verbände benutzt haben.
Als Beitrag zur Aktion "Wider den undeutschen Geist" beschlagnahmen Studenten in der Universitätsbibliothek Kiel zahlreiche Werke "undeutscher" Dozenten.
Das qualvolle Schächten (die jüdische Art, Tiere zu schlachten) wird unter Strafe gestellt. Das „Gesetz über das Schlachten von Tieren" gebot, warmblütige Tiere beim Schlachten vor Beginn der Blutentziehung zu betäuben. Ausnahmen waren nur bei Notschlachtungen gestattet. Das Gesetz trat zum 1. Mai 1933 in Kraft.

22.4.1933
Zum Abschluß einer zweitägigen Führertagung der NSDAP in München erklärt der Reichskanzler Adolf Hitler in einer großen Rede, seine Partei arbeite "nicht für den Augenblick, sondern für das Urteil der Jahrtausende".
Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Schwerin, Walter Granzow (NSDAP), ernennt den Kirchenrechtler Walter Bohm aus Hamburg zum Staatskommissar für die evangelisch-lutherische Landeskirche. Auf Einspruch der Kirchenbehörden wird die Staatsaufsicht am 25. April revidiert.
Bei den Deutschen Werken in Kiel ist bis zur endgültigen Entscheidung des Oberpräsidenten Bohse, der zur Zeit nicht in Kiel ist, der Leiter des Versorgungsamts bei den Deutschen Werken, Schäfer, der seit längerem in dem Betrieb tätig ist, zum Kommissar eingesetzt worden. Die N.S.B.O. erklärt diese Maßnahme damit, dass von Marxisten und Kommunisten Sabotageakte in den Werken geplant gewesen seien.
Der ungarische Ehrenkonsul in Danzig, Friedrich Schulz, wurde von einem Danziger Schöffengericht wegen Betrugs und Untreue zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Schulz war Prokurist bei einer Lotterie und hatte 50.000 Gulden unterschlagen.
Auf dem französischen Ostasiendampfer "Theophile Gautier" sind bei der Ankunft in Marseille 250 Kilo Opium beschlagnahmt worden. Das Opium wurde in der Wandverkleidung der Tobsuchtszelle des Schiffes gefunden.
Der Große Rat der Pyrenäenrepublik Andorra hat einer spanisch-französischen Gesellschaft die Konzessionen für ein Spielcasino erteilt. Die Gesellschaft soll dafür die Landesstraßen von Andorra ausbauen.

23.4.1933
Eine Tagung von 214 Funktionären der Deutschen Volkspartei beschließt in Berlin das Fortbestehen der DVP.
Das Inkrafttreten einer Verordnung des Reichsarbeitsministers, Franz Seldte (Stahlhelm), vom Vortag beendet die Tätigkeit von Kassenärzten nichtarischer Herkunft oder kommunistischer Gesinnung.
Bei den Gemeinderatswahlen in Innsbruck wird die NSDAP mit über 40% der Stimmen stärkste Partei. Daraufhin setzt Bundeskanzler Engelbert Dollfuß zunächst bis zum 31. Oktober 1933 alle Landtags- und Kommunalwahlen aus.
Auf der ersten Verbotsliste unerwünschter Autoren finden sich u.a. die Namen von Bertolt Brecht, Max Brod, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Walter Hasenclever, Egon Erwin Kisch, Heinrich und Klaus Mann, Theodor Plivier, Erich Maria Remarque, Artur Schnitzler, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Arnold und Stefan Zweig, August Bebel, Eduard Bernstein, Friedrich Wilhelm Foerster, Karl Liebknecht und Walther Rathenau.
Das Reichskuratorium für Jugendertüchtigung führt den Geländesport als neues Erziehungsmittel in unser Volksleben ein. Geländesport ist Schulung der Jugend für das Leben heute. Darum ganz unromantisch, aber interessant, nicht grade sanft, aber auch fern von jedem Drill: eindeutig in der Dienstauffassung, dennoch Schule zur Kameradschaft. [...]
Der Bundesvorstand des Deutschen Tennisbundes empfiehlt seinen Vereinen in Berlin den Ausschluß von Nichtariern und Marxisten. Wegen des Verbots der Aufstellung nichtarischer Spieler in Auswahlteams wird der Berliner Daniel Prenn nicht für den Daviscup nominiert.

24.4.1933
NSDAP-Reichsjugendführer Baldur von Schirach schließt SPD-nahe und jüdische Jugendgruppen aus dem von ihm geführten Reichsausschuß der Deutschen Jugendverbände aus. Die nationalen Jugendgruppen haben sich unter Führung von Admiral Adolf von Trotha zum Großdeutschen Bund vereinigt.
Reichskanzler Adolf Hitler hat auf Grund des Gleichschaltungsgesetzes die dem Statthalter zustehende Befugnis zur Ernennung und Entlassung der Beamten und Richter sowie die Ausübung des Begnadigungsrechtes auf das preußische Staatsministerium übertragen.
Der Leiter des Verbindungsstabes der N.S.D.A.P. hat verfügt, dass mit Wirkung vom 25. April ab sämtlichen Parteidienststellen untersagt ist, Kommissare in irgendwelchen Betrieben einzusetzen. Sollte die Einsetzung irgendwie notwendig erscheinen, so ist die Genehmigung des Verbindungsstabes in Berlin einzuholen.
Besprechungen zwischen Deutschnationalen und Nationalsozialisten in Braunschweig haben zu dem Ergebnis geführt, dass der Landesverband Braunschweig der Deutschnationalen Volkspartei geschlossen zu den Nationalsozialisten übertritt.
Der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei hat trotz des Übergangs einzelner Wahlkreisorganisationen zu den Nationalsozialisten beschlossen, die Partei aufrecht zu erhalten. In einer Entschließung wird gesagt, die Partei gründe ihr Daseinsrecht auf das "Bekenntnis zu den unvergänglichen Gütern deutscher Geistes- und Gewissensfreiheit im Rahmen eines machtvollen nationalen Staates."
Im Berliner Rundfunk spricht Gottfried Benn zum Thema "Der neue Staat und die Intellektuellen" und erteilt darin dem Liberalismus eine Absage.

25.4.1933
Durch das »Reichsgesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen« wird der Anteil nichtarischer Schüler und Studenten begrenzt.
Hans Frank (NSDAP), Justizminister von Bayern, wird Reichskommissar für die Gleichschaltung des Justizwesens.
Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht wird als deutscher Vertreter zu den Besprechungen über die kommende Wirtschaftskonferenz nach Washington gesendet.
Der preußische Kultusminister Bernhard Rust (NSDAP) beurlaubt weitere 46 Hochschullehrer, darunter den Sozialpsychologen Curt Bondy, den Physiker Max Bom (beide Göttingen) und den Maler Paul Klee (Düsseldorf).
Der Maler Oscar Schlemmer protestiert bei Reichspropagandaminister Joseph Goebbels unter Hinweis auf das Frontkämpfertum vieler verfemter Künstler gegen die Entfernung von Werken moderner Kunst aus deutschen Museen.
Eine neue Straße verbindet die Lagunenstadt Venedig mit Mestre auf dem italienischen Festland.

26.4.1933
In Berlin wird das "Geheime Staatspolizeiamt", mit Sitz im Gebäude Prinz-Albrecht-Straße 8, als Behörde der Geheimen Staatspolizei eingerichtet. Der Leiter der "Gestapa", Rudolf Diels, erarbeitete erste polizeiliche Regelung für die Schutzhaft aus. Gleichzeitig versucht er die "wilden KZs" der SA abzuschaffen.
Der Stadtrat von München, der »Hauptstadt der Bewegung«, verleiht Adolf Hitler und Reichsstatthalter Franz Ritter von Epp die Ehrenbürgerwürde. Die Brienner Straße heißt zwischen Odeon- und Königsplatz nun Adolf-Hitler-Straße.
Der preußische Kultusminister hat angeordnet, dass im neuen Schuljahr an den Realanstalten (Realgymnasium, Oberrealschule und Realschule) die englische Sprache als zweite neuere Fremdsprache verstärkt zu betreiben ist.
Der Aufgabenkreis des Ausschusses, der für die Säuberung der Berliner Stadtbibliothek von marxistischem Schrifttum eingesetzt wurde, ist auf sämtliche Berliner Büchereien erweitert worden. Der Ausschuss hat den Büchereien eine Anzahl von Listen zugehen lassen, in denen die "volksfremde und marxistische Literatur" genannt ist, auf deren Ausmerzung es ankäme. Ein Teil der ausgeschiedenen Bücher soll zusammengetragen und öffentlich verbrannt werden.
Der Deutsche Touring-Club hat sämtliche Ortsgruppen aufgefordert, am 1. Mai ihre Fahrzeuge für die Durchführung der nationalen Feierlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Vom 3. bis 5. Juni wird eine Grenzlandfahrt ins Saargebiet durchgeführt.
Auf einer Reichskonferenz in Berlin wählen die Vertreter der SPD-Bezirke einen Parteivorstand unter Führung von Otto Wels und Hans Vogel.
Die Glaubensbewegung Deutscher Christen gibt die Berufung des Königsberger Wehrkreispfarrer Ludwig Müller zum Vertrauensmann des Reichskanzlers Adolf Hitler in Fragen der evangelischen Kirche bekannt.
Der britische Premierminister James Ramsey MacDonald verlässt nach fünftägigen Gesprächen die USA.

27.4.1933
Der Bundesführer des "Stahlhelms" Franz Seldte erklärt in einer Rundfunkansprache, dass er der NSDAP beigetreten sei und unterstellt seine Organisation (Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten) der Führung Adolf Hitlers. Am Tag zuvor hat er den Zweiten Stahlhelm-Bundesführer, Theodor Duesterberg, abgesetzt.
Der NSDAP-Fraktionsführer Willy Liebel wird endgültig zum neuen Oberbürgermeister von Nürnberg gewählt.
In Berlin wurde der frühere Oberbürgermeister Gustav Bös von der Kriminalpolizei vorläufig festgenommen. Er steht im Verdacht der Korruption und der Veruntreuung von öffentlichen Geldern.
Bei einem Besuch, den Reichsminister Dr. Goebbels den Ufa-Ateliers in Neubabelsberg abstattete, erwähnte er in einer kurzen Ansprache, daß jetzt der deutschen Filmproduktion neue und große ethische Impulse gegeben worden seien. Voraussetzung des neuen Filmschaffens sei allerdings die absolute Gleichschaltung mit den Ideen des neuen Staates.
Die Regierungskommission des Saargebietes hat das Verbot, die schwarzweißrote und die Hakenkreuzflagge zu hissen, aufgehoben, nachdem die deutsche Regierung ihnen mitgeteilt hatte, dass diese Flaggen gegenwärtig als die Deutschen Nationalflaggen anzusehen sind.
In Recklinghausen begeht der Leiter des Einheitsverbandes der Bergarbeiter Deutschlands, Albert Funk (KPD), Selbstmord. Laut Polizeibericht springt Funk aus einem Fenster im dritten Stock des Polizeipräsidiums.

28.4.1933
Das Reichsministerium für Luftfahrt wird gegründet. Dies war ein erster Schritt hin zum Aufbau einer Luftwaffe; sie sollte (neben Heer und Marine) eine Teilstreitkraft der Reichswehr werden. Der Weltkriegs-Jagdflieger, NSDAP-Politiker und preußischer Innenminister Hermann Göring wird Reichsluftfahrtminister.
Mit Adolf Hitlers Rückendeckung verhandelt der Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht in Washington mit der amerikanischen Regierung über ein Memorandum der deutschen Schuldenzahlungen.
Vertreter der freien und christlichen Gewerkschaften sowie des Verbandes der Deutschen Gewerkvereine bilden den Führerkreis der vereinigten Gewerkschaften.
Ein außerordentlicher Kongress des freigewerkschaftlichen Afa-Bundes für Angestellte beschließt in Berlin die Auflösung der Gewerkschaft zum 30. April.
Reichsinnenminister Wilhelm Frick (NSDAP) ernennt den SA-Gruppenführer Hans von Tschammer und Osten zum Reichssportkommissar.
Zu dem bevorstehenden "Tag der nationalen Arbeit", am 1. Mai startet in siebzig deutschen Städten der Film "Schwarzhemden". Eine fesselnde Chronik der zehnjährigen intensiven, zielbewußten schöpferischen Arbeit des Mussolini-Regimes von 1922 bis 1932.

29.4.1933
Reichsminister Hermann Göring tauft in Berlin eine Junkers D 2500 auf den Namen »Generalfeldmarschall von Hindenburg«. Am selben Tag entsteht dort der Reichsluftschutzbund.
Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda hat sich zur Stiftung eines jährlich zu verteilenden National-Preises für dasjenige Buch- und Filmwerk entschlossen, in dem nach Urteil Berufener das aufrüttelnde Erlebnis unserer Tage den packendsten und künstlerisch reifsten Ausdruck gefunden hat. Der Nationalpreis besteht in einem Betrage von 12 000 Mark, der uneingeschränkt dem Verfasser zugesprochen wird.
Der Bayerische Landtag stimmt Länder-Ermächtigungsgesetz zu.
Adolf Hitler unternimmt mit dem Riesenflugboot DOX vom Starnberger See aus einen Rundflug. Mit zwölf Motoren und 6300 PS genießt der Führer im Rumpf darunter die Annehmlichkeiten eines Luxusdampfers.
Arthur Dinter stellt einen Wiederaufnahmeantrag in die NSDAP, der aber abgelehnt wird.

30.4.1933
Die Reichsstatthalter werden eingesetzt. Gemäß "Reichsstatthaltergesetz" vom 7. April 1933 war es Aufgabe der Reichsstatthalter, vor Ort "für die Beobachtung der vom Reichskanzler aufgestellten Richtlinien der Politik zu sorgen".
Der Reichsverband der deutschen Presse wählt in Berlin NSDAP-Reichspressechef Otto Dietrich zu seinem Präsidenten und billigt den Ausschluß von Juden und Marxisten aus dem Verband.
Der Zentralverband des Deutschen Bank- und Bankiersgewerbes erhält mit dem Nationalsozialisten Otto Fischer einen neuen Vorsitzenden; auch dieser propagiert das Führerprinzip in Staat und Wirtschaft.

Wahlergebnis vom 5. März

Im Bild: Das Kabinett Hitler nach der Regierungsbildung, v.li.: Hermann Göring, Adolf Hitler, Franz von Papen; Hinten stehend v.li.: Franz Seldte, Hans Heinrich Lammers, Dr. Gerike, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, Wilhelm Frick, Werner von Blomberg und Alfred Hugenberg.                

Im Bild: Das Kabinett Hitler nach der Regierungsbildung, v.li.: Hermann Göring, Adolf Hitler, Franz von Papen; Hinten stehend v.li.: Franz Seldte, Hans Heinrich Lammers, Dr. Gerike, Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, Wilhelm Frick, Werner von Blomberg und Alfred Hugenberg.                

Reichskanzler Adolf Hitler und Hermann Goering besuchen die 23. Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin im Februar 1933. Hitler ist von den technischen Neuheiten immer interessiert, weil er damit die deutsche Industrie und die Wirtschaft wieder stärken will.                 

Reichskanzler Adolf Hitler und Hermann Goering besuchen die 23. Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung in Berlin im Februar 1933. Hitler ist von den technischen Neuheiten immer interessiert, weil er damit die deutsche Industrie und die Wirtschaft wieder stärken will.                 

Auf der Titelseite der Londoner Zeitung Daily News vom 24. März 1933 hieß es: "Judäa erklärt Deutschland den Krieg. Juden in aller Welt vereinigen sich. Boykott aller deutschen Waren. Ganz Israel in aller Welt vereinigt sich, um Deutschland einen wirtschaftlichen und finanziellen Krieg zu erklären." Schon kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten versuchen die jüdischen Vereinigungen überall auf der Welt einen Hass gegen Deutschland zu schüren, was in einer jüdischen Kriegserklärung gipfelte, noch ehe in Deutschland auch nur eine einzige antijüdische Maßnahme getroffen worden war. Allein diese Kriegserklärung rechtfertigt nach dem Völkerrecht schon, dass Hitler die Juden als Kriegsgefangene behandeln und internieren durfte. In gleicher Weise wurden z.B. die Wolgadeutschen in der Sowjetunion, Deutsche und Deutschamerikaner, Italiener und Japaner in den USA interniert. Allerdings wird in Deutschland noch lange Zeit den Juden kein Haar gekrümmt.

Auf der Titelseite der Londoner Zeitung Daily News vom 24. März 1933 hieß es: "Judäa erklärt Deutschland den Krieg. Juden in aller Welt vereinigen sich. Boykott aller deutschen Waren. Ganz Israel in aller Welt vereinigt sich, um Deutschland einen wirtschaftlichen und finanziellen Krieg zu erklären." Schon kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten versuchen die jüdischen Vereinigungen überall auf der Welt einen Hass gegen Deutschland zu schüren, was in einer jüdischen Kriegserklärung gipfelte, noch ehe in Deutschland auch nur eine einzige antijüdische Maßnahme getroffen worden war. Allein diese Kriegserklärung rechtfertigt nach dem Völkerrecht schon, dass Hitler die Juden als Kriegsgefangene behandeln und internieren durfte. In gleicher Weise wurden z.B. die Wolgadeutschen in der Sowjetunion, Deutsche und Deutschamerikaner, Italiener und Japaner in den USA interniert. Allerdings wird in Deutschland noch lange Zeit den Juden kein Haar gekrümmt.

Adolf Hitler und Reichsbauernführer Richard Walter Darre

Die Junkers D 2500 »Generalfeldmarschall von Hindenburg«

Vom amerikanischen Judentum veranstaltete Boykott-Kundgebung gegen Nazi-Deutschland im Madison Square Garden, am 27. März 1933

Aufgehetzte Menge marschiert zum Madison Square Garden, um gegen die nazionalsozia- listische Behandlung der Juden zu protestieren

Dr. Bernard Deutsch, Präsident des American Jewish Congress und Rabbi Stephen S. Wise bei einer Demonstration gegen Deutschland

Zu Hitlers Geburtstag gab er folgende Erklärung an die Presse: In letzter Zeit wurden in zahlreichen Städten Straßen und Plätze umgetauft. So sehr ich mich über die Ehrungen freue... so sehr bitte ich aber, davon absehen zu wollen, historische Bezeichnungen zu verändern. Wir dürfen nicht in den Fehler jener von 1918 verfallen. Jede Generation soll nur das auf sich beziehen, was sie selber geschaffen hat. Es ist unsere Ehrenpflicht, die Namen der Novemberverbrecher von unseren öffentlichen Straßen und Plätzen zu entfernen, sie sollen dann aber wieder ihre alten Bezeichnungen erhalten. Nur das, was die nationale Revolution für unsere Zukunft selbst aufbaut, darf sie mit dem Namen ihrer führenden Männer verbinden.               

Zu Hitlers Geburtstag gab er folgende Erklärung an die Presse: In letzter Zeit wurden in zahlreichen Städten Straßen und Plätze umgetauft. So sehr ich mich über die Ehrungen freue... so sehr bitte ich aber, davon absehen zu wollen, historische Bezeichnungen zu verändern. Wir dürfen nicht in den Fehler jener von 1918 verfallen. Jede Generation soll nur das auf sich beziehen, was sie selber geschaffen hat. Es ist unsere Ehrenpflicht, die Namen der Novemberverbrecher von unseren öffentlichen Straßen und Plätzen zu entfernen, sie sollen dann aber wieder ihre alten Bezeichnungen erhalten. Nur das, was die nationale Revolution für unsere Zukunft selbst aufbaut, darf sie mit dem Namen ihrer führenden Männer verbinden.               

Gratulation zum Geburtstag des Führers
Gratulation zum Geburtstag des Führers
Gratulation zum Geburtstag des Führers
Gratulation zum Geburtstag des Führers
Gratulation zum Geburtstag des Führers
Gratulation zum Geburtstag des Führers
Gratulation zum Geburtstag des Führers
Gratulation zum Geburtstag des Führers
die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares
Joseph Goebbels
Reichsinnenminister W.Frick
Franz Ritter von Epp
Christa Schroeder
August Wilhelm von Preußen
Carl Vincent Krogmann
Fritz Husemann
Dr. Ferdinand Werner
Wilhelm Murr
Hans Luther
Julius Lippert

Willy Brandt

Heinrich Himmler
Alfred Rosenberg
Hanns Kerrl

Richard Walther Darre

Jakob Sprenger
William S. Schlamm
Edmund Heines
Rudolf Diels
James Ramsay MacDonald
Willy Liebel
Dr. Otto Christian Fischer

Artur Dinter

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen