Eine ungeheure Begeisterung hatte die Massen ergriffen. Die reichsdeutschen Soldaten wurden stürmisch bejubelt. Die Bevölkerung sah, dass sie in friedlicher Absicht kamen, und der Empfang war überaus herzlich. Die alten Soldaten des ersten Weltkrieges standen mit ihren Kriegsdekorationen auf der Brust am Wege und grüßten. Die Fahrzeuge wurden bei jedem Halt geschmückt, die Soldaten mit Lebensmitteln versehen. Es gab Händeschütteln, Umarmungen, Freuden- tränen. Kein Missklang störte den von beiden Seiten ersehnten, bereits mehrfach vereitelten Anschluss. Die Völker, die eine unglückliche Politik durch lange Jahrzehnte getrennt gehalten hat, fanden wieder zueinander und jubelten sich zu.

Eine ungeheure Begeisterung hatte die Massen ergriffen. Die reichsdeutschen Soldaten wurden stürmisch bejubelt. Die Bevölkerung sah, dass sie in friedlicher Absicht kamen, und der Empfang war überaus herzlich. Die alten Soldaten des ersten Weltkrieges standen mit ihren Kriegsdekorationen auf der Brust am Wege und grüßten. Die Fahrzeuge wurden bei jedem Halt geschmückt, die Soldaten mit Lebensmitteln versehen. Es gab Händeschütteln, Umarmungen, Freuden- tränen. Kein Missklang störte den von beiden Seiten ersehnten, bereits mehrfach vereitelten Anschluss. Die Völker, die eine unglückliche Politik durch lange Jahrzehnte getrennt gehalten hat, fanden wieder zueinander und jubelten sich zu.

Chronik des Nationalsozialismus März / April 1938

MÄRZ 1938

1.3.1938
Zur Zur Erinnerung an die Wiederbegründung der deutschen Luftwaffe wird im Deutschen Reich der „Tag der Luftwaffe" festlich begangen. In der Reichskanzlei überreicht Adolf Hitler Hermann Göring den Marschallstab.
Der Führer richtet ein Dankschreiben an die am 4. Februar ver­abschiedeten Generäle und zeichnet sie durch Übersendung seines Bildes mit Unterschrift aus.
Durch die „Richtlinien über die Vergebung öffentlicher Auf­träge" werden jüdische Firmen hiervon ausgeschlossen.

2.3.1938
In Berlin wird Pastor Martin Niemöller, zu sieben Monaten Festungshaft und 2000 Reichsmark Geldstrafe verurteilt und anschließend ins Konzentrationslager überführt.
Adolf Hitler richtet einen Appell an Partei und Staat zur Errichtung von Hitlerjugend-Heimen. Er sendet ein Beileidstele­gramm zum Tod des italienischen Dichters Gabriele d'Annunzio an Mussolini.
In Nationalspanien wird eine Verordnung über die Ehe erlassen, nachdem das von der Republik eingeführte Ehescheidungsgesetz für ungültig erklärt worden ist. Künftig dürfen die Gerichte nur Anträge auf eine vorläufige Trennung von Tisch und Bett prüfen.

3.3.1938
Die deutsche Reichsregierung protestiert bei der Sowjetregierung in Moskau gegen die »fortdauernden Behinderungen« der deutschen Konsulate in Kiew und Nowosibirsk. Sie kündigt die Schließung an und verlangt die Auflösung der sowjetischen Konsulate in Königsberg und Hamburg.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt in Berlin den britischen Botschafter Neville Henderson. Dabei erklärt der Gast die Bereitschaft seiner Regierung, den deutschen Wunsch nach Rückgabe der Kolonien zu prüfen.
Der neue US-Botschafter in Berlin, Hugh R. Wilson, übergibt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler sein Beglaubigungsschreiben. Hitler empfing den Amerikaner, welcher seine ersten Eindrücke an Roosevelt übermittelte: Er war sehr aufrecht, aber blass; der Ausdruck im Gesicht des Führers, seine feinen Hände wie die eines Künstlers, seine Einfachheit, Direktheit und Bescheidenheit.

4.3.1938
Auf dem Baugelände in der Ufa-Stadt Babelsberg legt Joseph Goebbels, Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, den Grundstein für die Deutsche Filmakademie.
Vor dem tschechoslowakischen Abgeordnetenhaus gibt Ministerpräsident Milan Hodza eine Regierungserklärung ab. Auf das Verhältnis zum Deutschen Reich eingehend erklärt Hodza, seine Regierung dulde "niemals und unter keinen Umständen einen Eingriff in ihre innenpolitischen Angelegenheiten."
Beim Titelkampf um die Europameisterschaft im Schwergewicht unterliegt Arno Kölblin in Berlin dem Österreicher Heinz Lazek durch Disqualifikation in der 2. Runde.

5.3.1938
Bei der fünften Reichsstraßensammlung des Deutschen Winterhilfswerks (WHW) 1937/38 werden Soldatenfiguren aus Porzellan verkauft.
Adolf Hitler besucht nochmals die Internationale Automobil - Ausstellung.
Arthur Seyss-lnquart hält vor 500 nationalsozialistischen Vertrau­ensleuten in Linz eine Rede auf Adolf Hitler, den „Sohn dieses oberösterreichischen Landes".
Als Startschuß für die Modesaison 1938 wird in Düsseldorf die Frühjahrsmodetagung des Reichsinnungsverbandes des Herrenschneiderhandwerks eröffnet.

6.3.1938
Reichswirtschaftsminister Walther Funk eröffnet in Leipzig die Frühjahrsmesse. Auf der Messe, die bis zum 11. März dauert, sind 9500 Aussteller vertreten. Sie war per Dekret nun die einzige Außenhandelsmesse Deutschlands. 1938 stiegen die Besucherzahlen erheblich, zur Frühjahrsmesse kamen 300.000 Besucher.

7.3.1938
Im Oberkommando der Deutschen Wehrmacht (OKW) entsteht eine Denkschrift über "Die Kriegführung als Problem der Organisation". Darin wird der Krieg der Zukunft als Auseinandersetzung mit "allen Mitteln" erklärt, am Ende eines verlorenen Krieges stünden künftig nicht mehr Schädigung, sondern "die Vernichtung von Staat und Volk".
Auf Einladung von Reichsleiter Alfred Rosenberg kommen die Vertreter der ausländischen Presse ins Berliner Hotel "Adlon". Reichspressechef Otto Dietrich erläutert die Aufgabe der Presse im nationalsozialistischen Staat und ruft dazu auf, die politische Hetze als Friedenssabotage zu bekämpfen.
In Engelberg (Kanton Obwalden/Schweiz) gehen die alpinen Skiweltmeisterschaften zu Ende.

8.3.1938
Adolf Hitler empfängt den früheren amerikanischen Präsidenten Herbert Hoover, der sich auf einer Europareise befindet, zu einer Unterhaltung. Hitler hatte ihn dazu eingeladen. In diesem Gespräch machte Hoover deutlich, dass seiner Meinung nach die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland womöglich erfolgreich sein könnte, auf ein demokratisches Land aber nicht anwendbar sei. Er gestand Hitler in einem gewissen Umfang Intellekt zu. Am gleichen Tag besuchter er im Anschluss Hermann Göring. In diesen Gesprächen ging es vorrangig um wirtschaftliche Fragen. Ein drohender Krieg war dabei kein Thema.
Der Schweizer Bundesrat erlässt eine Verordnung über die Organisation der Kriegswirtschaft und überträgt deren Leitung dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement.

9.3.1938
Der österreichische Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg kündigt in Innsbruck eine Volksbefragung für den 13. März über die staatliche Unabhängigkeit Österreichs an, unter der Parole: "Für ein freies, deutsches, unabhän­giges und soziales, für ein christliches und einiges Osterreich." Er will dem immer stärkeren Druck der Nationalsozialisten im DeutschenReich und in Österreich in einer letzten nationalen Aktion zuvorkommen. Adolf Hitler lässt bekannt geben, dass er am 12. März am Stapel­lauf eines neuen KdF-Schiffes (Robert Ley) in Hamburg teilnehmen werde.
Die nationalspanischen Truppen beginnen eine Offensive in Aragon. Das Ziel dieses Angriffs ist der Durchbruch bis zum Mittelmeer, um das Gebiet der spanischen Republik in zwei Hälften zu teilen.

10.3.1938
Adolf Hitler gibt den Befehl, den „Soldatenbund" und alle üb­rigen Wehrmachtsbünde aufzulösen und ihre Mitglieder in der von SS-Gruppenführer Generalmajor Wilhelm Reinhardt geführten Reichskriegerbund (Kyffhäuser) einzugliedern. Dieser neue Reichs­kriegerbund untersteht dem Führer Adolff Hitler unmittelbar.
Der radikalsozialistische Ministerpräsident Frankreichs, Camille Chautemps, dessen am 18. Januar 1938 gebildetes Kabinett von den Linksparteien gestützt wird, tritt zurück.
Während in mehreren österreichischen Städten, Demonstrationen für die von Bundeskanzler Kurt Schuschnigg für den 13. März angekündigte Volksabstimmung stattfinden, rufen die österreichischen Nationalsozialisten ihre Anhänger zur Stimmenthaltung auf.
Der Führer verlängert die Amtszeit von Reichsbankpräsident Hjalmar Schachts um weitere vier Jahre.
In Hollywood werden die Academy Awards (Oscars) vergeben. Als bester Film wird "The Life of Emile Zola" von William Dieterle prämiert, die Preise für die besten Hauptdarsteller gehen an Spencer Tracy und Luise Rainer.

11.3.1938
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erläßt um 2 Uhr die Weisung für den Einmarsch in Österreich am 12. März. Nach einem deutschen Ultimatum erklärt Österreichs Bundeskanzler Kurt Schuschnigg um 19.50 Uhr über den Rundfunk seinen Rücktritt. Innenminister Arthur Seyß-Inquart bildet eine Übergangsregierung. Noch am selben Abend schickte Seyß-Inquart auf Veranlassung von Hermann Göring, ein Telegramm nach Berlin, mit der Bitte um die Entsendung reichsdeutscher Truppen nach Österreich. Am selben Tag erhalten die deutschen Truppen den Befehl zum Einmarsch unter dem Deckwort »Unternehmen Otto«.
In der Hauptversammlung der Reichsbank in Berlin äußert sich Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht positiv zur Währungs- und Finanzlage in Deutschland.

12.3.1938
In den Morgenstunden marschieren aufgrund der Bitte der provisorischen österreichischen Regierung, deutsche Wehrmachtstruppen unter dem Jubel der Bevölkerung friedlich in Österreich ein. Auf einer Großkundgebung am Abend in Linz kündigt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler an, »den Millionen Deutschen in Österreich die Hilfe des Reiches zur Verfügung zu stellen«. Ursprünglich sah Hitlers Plan vor, Österreich nicht sofort anzuschließen, sondern langsam an das Reich anzupassen, die Begeisterungswelle in der österreichischen Bevölkerung ließ ihn jedoch seinen Plan spontan ändern.

13.3.1938
Das Wiedervereinigungsgesetz Österreichs mit dem Deutschen Reich wird erlassen.
Wegen seines Stillhaltens beim deutschen Einmarsch in Österreich am Vortag telegraphiert Führer und Reichskanzler Adolf Hitler dem Duce und Ministerpräsidenten Italiens, Benito Mussolini: "Mussolini, ich werde Ihnen dieses nie vergessen!"
Die vorläufige Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche lässt eine Kanzelankündigung zum Prozeß gegen Martin Niemöller verbreiten. Darin heißt es, was man gegen Niemöller unternehme, "geschieht, damit endlich die Stimme der Kirche in Deutschland zum Schweigen kommt und damit endlich der Widerstand gegen die Zerstörung und Auflösung der Kirche erlahmt".
Im Deutschen Reich tritt rückwirkend das Gesetz über Leistungen für Wehrzwecke (Wehrleistungsgesetz) vom 13. Juli 1938 in Kraft.
Als Nachfolger des am 10. März zurückgetretenen Radikalsozialisten Camille Chautemps bildet in Frankreich der Sozialist Léon Blum sein zweites Kabinett.
Die französische Regierung öffnet die Grenzen für Lieferungen in das republikanische Spanien.
In Moskau werden in dem seit 2. März geführten dritten Schauprozeß gegen den "antisowjetischen Block der Rechten und Trotzkisten" die Urteile gefällt. Unter den 18 zum Tode verurteilten Personen sind auch Nikolai I. Bucharin und Alexei I. Rykow.
In Moskau wird die Bildung des Obersten Militärrats der Roten Armee bekanntgegeben.
In Zürich trennen sich die Fußball-Nationalmannschaften der Schweiz und Polens 3:3.

14.3.1938
Von Linz kommend trifft Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Wien ein. Adolf Hitler verspricht in einer kurzen Ansprache vom Balkon des Hotels „Imperial", dieses neue deutsche Reich von 75 Millionen werde niemals mehr zerbrechen. Die bisherige politische Führung Österreichs flieht großenteils nach Ungarn oder in die Tschechoslowakei. Kurt von Schuschnigg wird verhaftet. Franz von Papens Sekretär Wilhelm von Ketteler wird ermordet aus der Donau geholt.
Auch in Osterreich werden nun alle jüdischen Richter und Staatsanwälte entlassen. Juden und Halbjuden werden nicht mehr als Anwälte und Notare bestellt.
Italiens Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini beantwortet das Führer-Telegramm vom 13. März folgendermaßen: "Hitler - Wien: Meine Haltung ist bestimmt von der in der Achse besiegelten Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern. Mussolini."
Das Unterhaus in London debattiert über den deutschen Einmarsch in Österreich. Dabei erklärt Winston Churchill, Europa sehe sich einem Angriffsplan gegenüber, der "sorgfältig ausgedacht und zeitlich berechnet ist". Premierminister Neville Chamberlain sagt, man hätte sich dem deutschen Vorgehen nur dann widersetzen können, wenn man bereit gewesen wäre, Gewalt anzuwenden.

15.3.1938
Adolf Hitler verkündete auf einer Massenkundgebung am Wiener Heldenplatz vor 250.000 Menschen vom Balkon der Hofburg, den Eintritt seiner Heimat in des Deutsche Reich. Die Bevölkerung befand sich wie in einem Taumel. In fast religiöser Ekstase streckten sich Arme und Hände Hitler entgegen. Ältere Männer und Frauen weinten. Der allgemeine Jubel war schlechthin unvorstellbar. Auf einer Kundgebung auf dem Wiener Heldenplatz erklärt Adolf Hitler, er könne nun vor der Geschichte "den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich melden". Ein Erlaß von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet die Neuvereidigung der öffentlichen Beamten des Landes Österreich auf den Führer an. Jüdische Beamte sind nicht zu vereidigen, wer den Eid verweigert, ist aus dem Dienst zu entfernen. Ferner werden verschiedene Reichsgesetze für das Land Österreich verbindlich erklärt, die Bundesregierung in »österreichische Landesregierung« umbenannt und der bisherige Bundeskanzler Arthur Seyß-Inquart zum Reichsstatthalter ernannt.
Am Nachmittag begibt sich Adolf Hitler, begleitet von General Wilhelm Keitel und Arthur Seyss-Inquart, zum Ehrenmal des Un­bekannten Soldaten und legt einen großen Kranz für die Gefallenen des Weltkrieges nieder. Anschließend nimmt Hitler auf dem Ring eine große Truppenparade ab.

Der Erzbischof von Wien, Kardinal Theodor Innitzer, besucht Adolf Hitler im Hotel und versichert, die österreichischen Katholiken würden kräftig am deutschen Aufbauwerk mitarbeiten.
Paula Wolf, die Schwester Adolf Hitlers, trifft sich nach zwei Jahren wieder mit ihrem Bruder im Hotel Imperial.

16.3.1938
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler kehrt nach Berlin zurück und wird von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels begrüßt. Nach einer „Triumphfahrt" durch Berlin spricht Adolf Hitler vom Balkon der Reichskanzlei zu den Massen.
Auf Anordnung des Reichserziehungsministers Bernhard Rust haben die Kinder im Deutschen Reich schulfrei.
In der Pariser Zeitung "Petit Parisien" bittet Otto Habsburg-Lothringen "im Namen des unterdrückten österreichischen Volkes" um Hilfe zur Wiedererlangung der Freiheit Österreichs.

17.3.1938
Durch Verordnungen des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler wird die Reichsmark neben dem Schilling zum gesetzlichen Zahlungsmittel in Österreich erklärt. Eine Reichsmark entspricht 1,50 Schilling.
In Noten an die Regierungen von Frankreich und Großbritannien protestiert die Regierung der Sowjetunion gegen die deutsche Besetzung Österreichs und erklärt ihre Bereitschaft zur Hilfe für die Tschechoslowakei im Fall einer deutschen Aggression.

18.3.1938
Vor dem Deutschen Reichstag in Berlin verkündet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Schaffung eines neuen deutschen Volksreiches und erklärt, der Staat Österreich sei ein von vornherein lebensunfähiges Gebilde gewesen.
Ein Erlass vom Führer Adolf Hitler ordnet die Durchführung einer Volksabstimmung und Reichstagswahl des Großdeutschen Volksreiches für den 10. April an.
Durch Erlass des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler wird die Deutsche Filmakademie mit dem Auslandsinstitut für Kulturfilmschaffen gegründet.
Die Auflösung des „Soldatenbundes" wird öffentlich bekannt gegeben. Die jetzt bestehenden Bünde der Wehrmacht gehen in dem neuen Reichskriegerbund (Kyffhäuser) auf. Gleichzeitig er­nennt Adolf Hitler den Führer des Reichskriegerbundes, den SS-Gruppenführer Oberst Wilhelm Reinhardt, der gerade sein 50-jähriges Militärjubiläum feiert, zum Generalmajor. Vor dem Reichstag begründet Adolf Hitler die Heimholung Österreichs, das als Rumpfstaat vollkommen lebensunfähig gewesen sei. Dies sei die Verantwortung der „Herren Demokraten in London und Paris".
Im Deutschen Reich wird das Reichswahlgesetz geändert. An die Stelle der Kreiswahlvorschläge tritt der Reichswahlvorschlag.
Durch Verordnung des Reichsverkehrsministers Wilhelm Dorpmüller geht die Führung der bisherigen Österreichischen Bundesbahnen auf den Reichsverkehrsminister über.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) beendet seine 37. Vollversammlung.
In Berlin erkennt das Gericht des Oberkommandos der Wehrmacht auf die völlige Unschuld des wegen angeblicher homosexueller Verfehlungen am 4. Februar 1938 als Oberkommandierender des Heeres zurückgetretenen Generalobersten a. D. Werner Freiherr von Fritsch.

19.3.1938
Durch Erlass des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler werden die österreichische Post- und Telegrafenverwaltung und das Postsparkassenamt dem Reichs-Postminister Wilhelm Ohnesorge unterstellt.
Durch Erlass des Reichsministers des Innern, Wilhelm Frick, wird der Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, ermächtigt, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung in Österreich notwendigen Maßnahmen »auch außerhalb der hierfür bestimmten gesetzlichen Grenzen zu treffen«.
Aufgrund einer Übereinkunft zwischen dem Reichserziehungsministerium und der Reichsjugendführung werden Vertrauenslehrer der Hitlerjugend an den Schulen im Deutschen Reich eingesetzt.
Generalstabschef Ludwig Beck übernimmt das Kommando über das Österreichische Bundesheer.
Aufgrund eines am 17. März ausgesprochenen und auf 48 Stunden befristeten polnischen Ultimatums erklärt sich die Regierung Litauens zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Polen bereit. Ferner wird die in einem Verfassungsentwurf enthaltene Festlegung des (polnischen) Wilna als litauische Hauptstadt zurückgezogen.

20.3.1938
Wilhelm Keppler wird zum Staatssekretär mit Sonderauftrag im Auswärtigen Amt und zum Reichsbeauftragten für Österreich im Rahmen des Vierjahresplanes mit Sitz in Wien ernannt. Adolf Hitler lässt die österreichischen, nicht-jüdischen Beamten auf seine Person vereidigen. Ernst Bahls SS-Untersturmführer wird zur Adjutantur des Führers kommandiert.
Die deutsche Fußball-Nationalelf und Ungarn trennen sich in Nürnberg 1:1 (1:0). Eine zweite deutsche Vertretung schlägt in Wuppertal die Elf von Luxemburg 2:1.

21.3.1938
Durch Mitteilung der Reichsregierung an den Völkerbund ist die Mitgliedschaft Österreichs dort erloschen.
In einer Erklärung zu den Ereignissen in Österreich bekräftigen der Schweizer Bundesrat und die Fraktionen der Bundesversammlung den Willen zu Unabhängigkeit, Neutralität und Wehrhaftigkeit der Schweiz.

22.3.1938
Mit einer Massenkundgebung im Sportpalast in Berlin eröffnet Reichspropagandaminister Joseph Goebbels die Wahlagitation für die Reichstagswahl am 10. April.
Im Deutschen Reich wird eine Verordnung zur Volksabstimmung und über die Wahl zum Großdeutschen Reichstag am 10. April erlassen. Auf je 60.000 abgegebene Stimmen entfällt ein Abgeordnetensitz.
Durch eine Verordnung über die Rechtspflege in Österreich erfolgt die Rechtsprechung "im Namen des Deutschen Volkes". Richter und Staatsanwälte führen das Hoheitszeichen auf der rechten Brustseite ihrer Amtstracht.
Die deutsche Partei Bund der Landwirte (BdL) erklärt ihren Austritt aus der tschechoslowakischen Regierung und wird Teil der von Konrad Henlein geführten Sudetendeutschen Partei (SdP).

23.3.1938
Der Beauftragte für den Vierjahrsplan, Generalfeldmarschall Hermann Göring, unterzeichnet die Verordnung zur wirtschaftlichen Wiederbelebung Österreichs(Ostmark). Es sind u.a. der Bau von Reichsautobahnen, der Aufbau neuer Wasserkraftanlagen und die Erschließung neuer Vorkommen im Bereich von Bergbau und Erdölgewinnung vorgesehen.
Generaladmiral Erich Raeder übernimmt als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine die österreichische Donauflottille.
Mit einem Generalappell aller NS-Kampfformationen (SA, SS, NSKK, NSFK) im ganzen Reich wird der große Wahlkampf eingeleitet.
In Prag und in Böhmen wird eine ganztägige Luftschutzübung abgehalten. Es finden mehrere Scheinangriffe der Luftwaffe mit dem Abwurf von Rauch- und Tränengasbomben statt, die sich in der tschechoslowakischen Hauptstadt gegen für die Versorgung und Kommunikation wichtige Ziele richten. Erprobt werden die Beseitigung der Trümmer und die Versorgung der Verwundeten.

24.3.1938
Das erste deutsche KdF-Schiff "Wilhelm Gustloff" geht auf seine zweitägige Jungfernreise. An Bord sind erstmals auch 1.000 Österreicher.
In einer Rede vor dem britischen Unterhaus erklärt Großbritanniens Premierminister Neville Chamberlain in bezug auf die Verpflichtungen seines Landes gegenüber der Tschechoslowakei, aus dem Defensivbündnis Großbritanniens mit Frankreich und dem Bündnis Frankreichs mit der Tschechoslowakei ergebe sich nicht zwangsläufig auch eine Garantie Großbritanniens für die Unabhängigkeit der Tschechoslowakei.
Die Deutsche Christlichsoziale Volkspartei erklärt ihr Ausscheiden aus der tschechoslowakischen Regierung und ihren Eintritt in die Sudetendeutsche Partei (SdP), hält aber an einer eigenen Organisation fest. Damit verfügt die SdP-Fraktion im Abgeordnetenhaus über 55 der 71 deutschen Mandate. Die Christlichsozialen gehörten ebenso wie der am 22. März zur SdP übergetretene Bund der Landwirte zu den "aktivistischen" deutschen Parteien.
Zur Lösung des Flüchtlingsproblems, das durch die Besetzung Österreichs immer bedrängender wird, lädt der US-Präsident Franklin D. Roosevelt 32 Regierungen zu einer Konferenz ein.

25.3.1938
Mit einer Rede in Königsberg eröffnet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler seine Wahlkampfreise, die ihn durch 14 Städte im Deutschen Reich und durch das ehemalige Österreich führt.
In Berlin schlägt der deutsche Berufsboxer Adolf Heuser den belgischen Titelverteidiger Gustave Roth durch Aufgabe in der 7. Runde k. o. und ist Europameister im Halbschwergewicht.

26.3.1938
Durch Verordnung des Reichsarbeitsministers Franz Seldte wird im Deutschen Reich eine Neuregelung der Nacht- und Sonntagsruhe für Arbeiterinnen und Arbeitnehmer unter 18 Jahren in der Glasindustrie verkündet. Künftig dürfen u.a. männliche Jugendliche unter 16 Jahren zwischen 20 und 24 Uhr an Schmelz-, Kühl- und Glühöfen beschäftigt werden, sofern die Arbeitszeit 48 Wochenstunden nicht überschreitet.
In Leipzig setzt Adolf Hitler seinen Wahlkampf fort. In seiner Rede schildert er den Leidensweg Österreichs bis zu seiner Befreiung am 12.März.
Das Hanseatische Oberlandesgericht zu Hamburg verurteilt Mitglieder des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes (ISK) zu Gefängnis- und Zuchthausstrafen.
Auf dem Parteitag der Deutschen Sozialdemokratischen Partei in der Tschechoslowakischen Republik (DSAP) wird Wenzel Jaksch zum Vorsitzenden gewählt. Die DSAP hat elf Sitze im Abgeordnetenhaus.
Zum Gedenken an den 1937 verstorbenen Pierre Baron de Coubertin enthüllten einige Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees am Heiligen Hain in Olympia eine Marmorstele.

27.3.1938
Der Sommerflugplan der Deutschen Lufthansa tritt in Kraft. Neu sind regelmäßige Verbindungen nach Bagdad und Budapest.
In den katholischen Kirchen Österreichs wird der Hirtenbrief der Bischöfe zur Volksabstimmung am 10. April verlesen, die aufrufen, mit Ja zu stimmen.

28.3.1938
Auf einer Zusammenkunft in Berlin gibt der Führer Adolf Hitler dem Vorsitzenden der Sudetendeutschen Partei (SdP), Konrad Henlein, Weisungen für das künftige Verhalten gegenüber der Regierung in Prag. Er gibt dem Führer der Sudeten­deutschen die Anweisung, welche Forderungen der Tschechoslowakei zu stellen sind.
Adolf Hitler spricht am Abend auf einer Massenkundgebung im Berliner Sportpalast.
Rückwirkend auf 1. Januar 1938 tritt das „Gesetz über die Rechtsverhältnisse der jüdischen Kulturvereinigungen" in Kraft. Es nimmt diesen Vereinigungen den Status von Körperschaften des öffentlichen Rechts.
In ganz Österreich versucht die Partei und Gestapo im Auftrage Hitlers mit erheblichem Druck Papiere und Hitlerbilder aus jüdischen Kreisen abzuverlangen.
Generalinspektor Fritz Todt kündigt in Wien ein Bauprogramm von 1.100 km Autobahnstraße in Österreich an.
Aufruf der österreichischen Bischöfe mit Kardinal Theodor Innitzer an der Spitze. „Feierliche Erklärung!..... Wir erkennen freudig an, dass die nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozial-Politik für das Deutsche Reich und Volk namentlich für die ärmsten Schich­ten des Volkes Hervorragendes geleistet hat und leistet. Wir sind auch der Überzeugung, dass durch das Wirken der nationalsozi­alistischen Bewegung die Gefahr des alles zerstörenden gottlosen Bolschewismus abgewehrt wurde....."

29.3.1938
Im Hamburger Hafen tauft Führer und Reichskanzler Adolf Hitler das zweite Schiff der Organisation Kraft durch Freude (KdF) auf den Na­men seines „größten Idealisten in der deutschen Arbeiterschaft: Robert Ley. Der Stapellauf hätte ja bereits am 12. März stattfinden sollen, war aber wegen der Ereignisse in Österreich verschoben worden. Vom Balkon des Hamburger Rathauses spricht Hitler vor einer versammelten Menge: „Vor wenigen Tagen habe ich den deutschen Volksgenossen in Wien versichert, dass ein Gedanke ganz Deutschland beherrscht und ein Entschluss in ganz Deutschland als unabänderlich gilt: Keine Macht der Welt soll das, was jetzt geschaffen wurde, jemals zerreißen."
Am Abend auf einer Massenveranstaltung wirbt er in der Hanseaten­halle für die Zustimmung seiner Politik.

30.3.1938
In Köln spricht Adolf Hitler nach einem Empfang im Rathaus in der Messehalle vor 60.000 Zuhörern. Er beendet seine Rede mit folgender Feststellung: „Gott hat uns geschaffen, nicht, damit wir vergehen, sondern dass wir uns erhalten."
Um den Flüchtlingsstrom aus Österreich unter Kontrolle zu bekommen, führt der Schweizer Bundesrat den Visumzwang für österreichische Pässe ein.

31.3.1938
Durch Verordnung des Reichsministers der Justiz, Franz Gürtner, werden Juden als Rechtsanwälte in Strafsachen im Land Österreich nicht mehr zugelassen, sofern sie ihren Beruf nicht schon vor dem 1.8.1914 ausgeübt haben oder sich im Weltkrieg an einer Kampfhandlung beteiligt bzw. dort ihre Söhne verloren haben.
In Washington erklärt der frühere US-Präsident Herbert Hoover (1929- 1933), die USA sollten sich nicht in eine Allianz mit denjenigen europäischen Staaten begeben, die den faschistischen Staaten Europas Widerstand leisten wollen, da dies zum Kriege führe.

Ein Messestand auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1938 wo über 9000 Aussteller für die weitere Belebung des Welthandels vertreten waren.                   

Ein Messestand auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1938 wo über 9000 Aussteller für die weitere Belebung des Welthandels vertreten waren.                   

Technisch interessierte Besucher der Leipziger Frühjahrsmesse sehen sich die elektrische Modellbahn-Schauanlage der Firma Märklin an.                   

Technisch interessierte Besucher der Leipziger Frühjahrsmesse sehen sich die elektrische Modellbahn-Schauanlage der Firma Märklin an.                   

Der frühere Präsident der USA Herbert Hoover bei einer privaten Unterredung mit dem Führer Adolf Hitler, der Hoover eingeladen hatte.                   

Der frühere Präsident der USA Herbert Hoover bei einer privaten Unterredung mit dem Führer Adolf Hitler, der Hoover eingeladen hatte.                   

Am 12. März 1938 marschierten deutsche Wehrmachtstruppen unter dem Jubel der Bevölkerung friedlich in Österreich ein, am 13. März beschlossen dann die deutsche und die österreichische Regierung das Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich,  das bereits wenige Tage später in Kraft trat.  Das Gesetz wurde

am 10. April durch eine Volksabstimmung bestätigt. Im Deutschen Reich stimmten 99 % der Bevölkerung, in Österreich 99,7 % für die Vereinigung der beider Staaten. Am 15. März verkündete Hitler auf einer Massenkundgebung in Wien vor 250.000 Menschen vom Balkon der  Hofburg,  den  Eintritt  seiner  Heimat  in  das  Deutsche  Reich.

APRIL 1938

1.4.1938
Adolf Hitler triff im Sonderzug in Stuttgart ein und wird im Rathaus empfangen, wo er eine kurze Absprache hält. Am Abend spricht Hitler im Rahmen seiner Wahlreise durch das Reich auf einer Massenversammlung. Zu Österreich erklärt er: „Ich habe gehandelt nach einem alten geschichtlichen Auftrag, und ich glaube, dass mir das deutsche Volk diesen Auftrag bestätigen wird. - Ich, der so genannte Diktator, bitte das Volk um sein Votum."
Die bisherigen Provinzen Nieder- und Oberschlesien werden zur Provinz Schlesien vereinigt, die bisherige Provinz Oberschlesien bildet den Regierungsbezirk Oppeln der neuen Provinz.
Der bisherige Ministerialdirektor Freiherr Ernst von Weizsäcker wird Staatssekretär im Auswär­tigen Amt (AA). Hans Georg von Mackensen wird Botschafter in Rom, Herbert von Dirksen in London und Eugen Ott in Tokio. Rückwirkend vom 30. April 1938 tritt im Deutschen Reich eine Dienstordnung für nichtbeamtete Gefolgschaftsmitglieder bei öffentlichen Verwaltungen und Betrieben in Kraft.
Das Amt „Schönheit der Arbeit" weist als bisherige Bilanz die Verbesse­rung bzw. die Errichtung von 23.000 Arbeitsräumen, 6.000 Werkhöfen, 17.000 Speise- und Aufenthaltsräumen, 13.000 Wasch- und Umklei­deräumen, 1.200 Sportanlagen und 800 Kameradschaftshäusern auf.
Die ersten 150 Personen aus Österreich werden in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert.
Im Deutschen Reich tritt die Verordnung über die Lockerung der Kündigungsfrist bei Mietverhältnissen vom 24. März in Kraft.
Im Deutschen Reich tritt das Waffengesetz vom 18. März 1938 in Kraft. Darin wird u.a. für den Erwerb von Faustfeuerwaffen ein auf ein Jahr befristeter Waffenerwerbsschein vorgeschrieben, der u.a. Personen unter 18 Jahren, Zigeunern und wegen Hoch- oder Landesverrat sowie wegen schwerer Vergehen Verurteilten verweigert wird.
Im Deutschen Reich tritt das Gesetz über das Reichswirtschaftsgericht vom 25. Februar 1938 in Kraft. Das neue Gericht kann bei wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Stellen oder zwischen dem von einer solchen Maßnahme Betroffenen und dem betreffenden staatlichen Organen angerufen werden.
Aufgrund der polnisch-litauischen Vereinbarungen vom 19. März 1938 nehmen die beiderseitigen Gesandten ihre Arbeit auf. Zugleich beginnt die Wiederherstellung der Post-, Bahn- und Straßenverbindungen zwischen beiden Ländern.
In Chicago schlägt der farbige US-amerikanische Profi-Boxer Joe Louis seinen Landsmann Harry Thomas in der fünften Runde k. o. und bleibt Schwergewichtsweltmeister.
In Berlin wird das Filmlustspiel "Fünf Millionen suchen einen Erben" von Carl Boese mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle uraufgeführt und Bochum erlebt die Uraufführung der Ehekomödie "Kleiner Mann ganz groß" von Robert A. Stemmle mit Victor De Kowa, Gusti Huber und Paul Hoffmann in den Hauptrollen.
Der Reichsminister des Innern, Wilhelm Frick, gründet die Stiftung Internationales Olympisches Institut.

2.4.1938
Adolf Hitler spricht in München auf einer Wahlkundgebung in den Ausstellungshallen an der Theresienwiese.
In einer der bedeutendsten Zeitschriften der USA „Die Nation" schreibt William Zuckermann (selbst Jude): „In den letzten Jahren haben die Juden in Polen beinahe ständige körperliche Abgriffe und Pogrome erdulden müssen … Diese Ausbrüche antisemitischer Bestialität findet nicht seinesgleichen in Europa …
Frankreich und Großbritannien heben die bisherige Gesandtschaft in Wien auf und ernennen statt dessen einen französischen Generalkonsul. Dem Beispiel folgen u.a. Belgien, Polen, die Tschechoslowakei und die USA.
Beim 90. Ruderrennen zwischen den Universitätsachtern von Oxford und Cambridge wiederholt Oxford seinen Vorjahressieg.

3.4.1938
Adolf Hitler beginnt seine Redekampagne in den österreichischen Hauptstädten in Graz. Auf einer Massenkundgebung erklärt er: »Wie trägt das deutsche Volk wieder den Kopf hoch, mit welchem Stolz blickt dieses Volk heute wieder auf seine Wehrmacht, wie ist es überzeugt, dass keine Macht der Welt es jetzt mehr bezwingen kann"
In einem Interview mit dem "Wiener Tagblatt" erklärt Sozialdemokrat Karl Renner, er werde bei der Volksabstimmung am 10. April mit Ja stimmen. Renner hofft, damit eine Freilassung der verhafteten Sozialdemokraten erreichen zu können.In Wien wird der „Tag der Legion" gefeiert. Adolf Hitler hat gestat­tet, dass die österreichischen Nationalsozialisten, die 1934 und später nach Deutschland geflüchtet waren, wieder in ihre Heimat zurückkeh­ren können.
Den Sieg bei der über eine Strecke von 1621,3 km führenden Mille Miglia holt sich der italienische Autorennfahrer Clementino Biondetti auf Alfa Romeo.
Im Abschiedsspiel Wien- Altreich schlägt die ehemalige österreichische Fußballnationalmannschaft die reichsdeutsche Auswahl in Wien 2:0 (0:0).
In Basel schlägt die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft die Elf der Tschechoslowakei 4:0 (3:0).

4.4.1938
In Wien spricht Reichswirtschaftsminister Walther Funk mit österreichischen Wirtschaftsführern und nennt als wichtigstes Ziel die Lösung der Abhängigkeit von ausländischen Importen. Einer grundlegenden Neuordnung bedürfe auch der österreichische Kapitalmarkt.
Adolf Hitler trifft in Klagenfurt ein, wo er im Festsaal des Rathauses vom Bürgermeister und Bischof der Stadt empfangen wird. In der Festhalle ruft er seinen Zuhörern zu: „Wer an Gott glaubt, der muss bekennen: Wenn sich in drei Tagen ein Völkerschicksal wendet, dann ist das Gottesgericht!."
Reichsjugendführer Baldur von Schirach bestimmt Hitlers Geburtsort Braunau zum „Wallfahrtsort der deutschen Jugend".
Im Land Österreich treten neue Gebührensätze für Briefe und Postkarten in Kraft. Ein Brief im Fernverkehr bis 20 g kostet nunmehr zwölf Reichspfennig bzw. 18 Groschen, eine Postkarte im Fernverkehr sechs Reichspfennig bzw. neun Groschen.

5.4.1938
Im tschechoslowakischen Abgeordnetenhaus fordern die deutschen und tschechischen Sozialdemokraten für das sudentendeutsche Gebiet Kredite für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen von 500 Millionen Kronen (rund 43,5 Millionen RM).
Adolf Hitler spricht in Innsbruck nach einem Empfang im Tiroler Landeshaus: „Wenn der 10. April zur Neige geht, dann wird die Welt wissen: Am 13. März hat ein Mann ein Volk geeint - einen Monat später hat das Volk den Mann bestätigt."
Der Verteidigungsminister der Republik Spanien, Indalecio Prieto y Tuero, erklärt seinen Rücktritt. Seine Nachfolge übernimmt Ministerpräsident Juan Negrín López. Auseinandersetzungen zwischen Negrín, der sich vor allem auf die Kommunisten stützt, und dem Sozialisten Prieto über die weitere Kriegsführung waren der Demission vorangegangen.

6.4.1938
Im Salzburger Festspielhaus hält Adolf Hitler eine weitere Wahlrede. Er äußert sich noch einmal zum Einmarsch in Osterreich: Er bezichtigt den ehemaligen Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg des „schwersten Verrates", die Vorsehung habe aber Böses zum Guten gelenkt.
Frankreichs sozialistischer Ministerpräsident Léon Blum legt der Kammer einen Vollmachtenkatalog für ein umfangreiches Produktionsförderungsprogramm vor, mit dem eine Etatlücke von rund 37 Milliarden Franc (etwa 3,1 Milliarden Reichsmark) ausgeglichen werden soll. Die Kammer in Paris stimmt mit 311 gegen 250 Stimmen bei 42 Enthaltungen zu.

7.4.1938
Im Anschluß an eine Kundgebung in Linz eröffnet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler mit dem symbolischen ersten Spatenstich am Walserberg zwischen Salzburg und Bad Reichenhall den Bau für die Autobahn Salzburg-Wien. Hans-Karl von Hasselbach schrieb später: »Die Leute säumten kilometerlang die Straßen, unbeschreiblicher Jubel umtobte ihn, und vielen aus dem Publikum rannen beim Anblick Hitlers die Tränen herunter.«

8.4.1938
In Frankreich wird das vom sozialistischen Ministerpräsidenten Léon Blum vorgelegte und am 6. April von der Kammer gebilligte Vollmachtenprogramm vom Senat mit 223 gegen 49 Stimmen abgelehnt. Daraufhin erklärt Blum seinen Rücktritt.
Adolf Hitler besucht das Landesmuseum in Linz und entwickelt gegenüber dessen Direktor Dr. Kerschner seine Pläne für eine grundlegende Umgestaltung der Stadt Linz und des Museums.
Der Dirigent Karl Böhm erklärt im Blick auf die Volksabstimmung am 10. April 1938: „Wer dieser Tat unseres Führers nicht mit einem hundertprozentigen Ja zustimmt, verdient nicht, den Ehrennamen Deutscher zu tragen."
Dirigent Herbert von Karajan debütiert beim Berliner Philhar­monischen Orchester.
In einer Rede in Birmingham erklärt Großbritanniens Premierminister Neville Chamberlain, die britische Politik bemühe sich, Kriege zu vermeiden und andererseits in einer bewaffneten Welt so gut bewaffnet wie nur möglich zu sein. Die bei der Vereinigung des Deutschen Reichs mit Österreich angewandte Methode nennt Chamberlain geschmacklos.

9.4.1938
Adolf Hitler empfängt seinen Jugendfreund August Kubizek im Hotel "Weizinger" in Linz. Die beiden unterhalten sich über eine Stunde über die baulichen Veränderungen von Linz, über Musik und den Werdegang von August Kubizek. Hitler erklärte, er werde die Patenschaft für die Ausbildung seiner drei Söhne übernehmen, was er tatsächlich auch tat.
Anläßlich des »Tages des Großdeutschen Reiches« spricht Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in der Nordwestbahnhalle in Wien und richtet einen letzten Generalappell an die Wähler. Hitler erklärt: »Diese Stadt ist in meinen Augen eine Perle! Ich werde sie in eine Fassung bringen, die einer Perle würdig ist.«
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet die Durchführung baulicher Maßnahmen in der Stadt der Reichsparteitage Nürnberg an, die zum Ausbau des Parteitagsgeländes und zur planvollen Gestaltung des Stadtbildes erforderlich sind.
In Moskau wird eine Säuberung des sowjetischen Posttransportwesens angekündigt. Der Grund sind zahlreiche Fälle von Diebstahl, Vernichtung und falscher Beförderung von Postgütern.
In Oslo treffen sich die Außenminister der vier skandinavischen Staaten. Die Minister sind sich einig, dass die nordischen Staaten sich von allen Mächtegruppierungen fernhalten müßten, um nicht in einen Krieg hineingezogen zu werden.

10.4.1938
Adolf Hitler trifft um 13.25 Uhr in Berlin am Anhalterbahnhof ein, wo er im dortigen Wahllokal seine Stimme abgibt. Bei der Abstimmung über den Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich votieren im Reich nach offiziellen Angaben bei einer Beteiligung von 99,59% mit Ja 99,01%; in Österreich (Beteiligung 99,71%) stimmen 99,73% mit Ja.
Durch Erlass des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler wird den öffentlich Bediensteten im Lande Österreich, die seit dem 30. Januar 1933 im Kampf für die nationalsozialistische Erhebung gemaßregelt worden sind, bzw. deren Hinterbliebenen eine Entschädigung zuerkannt. Zur Versorgung für die "Kämpfer für die nationale Erhebung" ist bereits am 4. April 1938 ein Versorgungsgesetz erlassen worden.
Gauleiter Josef Bürckel meldet aus Wien das Abstimmungsergebnis und fügt die Worte hinzu: „Diese 99,73 erklären: Wir sind Deut­sche und gehören für alle Ewigkeit nur Deutschland und seinem Führer!"
Über den Rundfunk dankt Adolf Hitler seinen Österreichern für die „stolzeste Stunde seines Lebens".
Der Radikalsozialist Édouard Daladier wird zum dritten Mal französischer Ministerpräsident.
Beim Auftakt zur europäischen Automobilrennsaison siegt beim Großen Preis von Pau der Franzose René Dreyfus (Delahaye) vor Rudolf Caracciola/Hermann Lang (Mercedes).

11.4.1938
Gauleiter Josef Bürckel ordnet in Wien einen »Osterfrieden« an. Bis 25. April soll von der NSDAP und den angeschlossenen Organisationen keine Veranstaltungen durchgeführt werden. Ähnliche Befehle ergehen auch für andere Orte.
Adolf Hitler sendet Hermann Göring ein Glückwunschtelegramm, er ist seit fünf Jahren Preußischer Ministerpräsident.

12.4.1938
Der neue radikalsozialistische französische Ministerpräsident Édouard Daladier legt seine Regierungserklärung vor, die von der Kammer mit 576 gegen fünf Stimmen angenommen wird.
Adolf Hitler empfängt den SA-Mann Hannes Schneeberger, der die erste Hakenkreuzfahne auf dem Großglockner gehisst hatte, in der Reichskanzlei.
Der Film "Jugend" von Veit Harlan mit Kristina Söderbaum in der Hauptrolle hat in Dresden Premiere.

13.4.1938
Der Kongress der chinesischen Partei Kuomintang erlässt ein Manifest zum Krieg mit Japan. Darin wird erklärt, dass sich das Schicksal der vier von Japan besetzten Nordprovinzen nicht von dem Gesamtchinas trennen lasse.

14.4.1938
Ostmark-Gesetz: Auflösung Österreichs in Reichsgaue. Die bisherigen österreichischen Länder Oberösterreich und Nieder­österreich müssen ihre Namen in Oberdonau und Niederdonau umändern, der Name Österreich muss verschwinden.
Die seit zwei Wochen andauernden Unruhen in Tunis - Frankreich verwaltet Tunesien als Protektorat - werden durch die Polizei beendet. Die französischen Behörden lassen die liberal-konstitutionelle Neo-Destur-Partei auflösen und ihre Führer, darunter den Gründer, Habib Burgiba, verhaften.
Die Transsibirische Eisenbahn wird für den internationalen Verkehr gesperrt.

15.4.1938
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ernennt den Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten zum Staatssekretär im Reichsinnenministerium.
Zum 60-jährigen Militärdienstjubiläum gratuliert Adolf Hitler dem General a.D. Waller von Lüttwitz, einem der Hauptbeteiligten am Kapp-Putsch 1920.
Die 4. Navarra-Division des nationalspanischen Heeres erreicht bei Vinaroz die Küste des Mittelmeeres. Das Gebiet der spanischen Republik ist nunmehr in zwei Hälften geteilt.
Der bereits seit 1848 bestehende VfL Bochum beschließt die Gründung einer Fußballabteilung.

16.4.1938
In Rom wird zwischen Großbritannien und Italien ein Abkommen über den Ausgleich von Kolonialinteressen im Mittelmeer und in Nordafrika unterzeichnet. Zugleich verpflichtet sich Italien zum Abzug von Truppen aus dem Spanischen Bürgerkrieg.
Der tschechoslowakische Staatspräsident Eduard Benes erlässt anlässlich der Osterfeiertage eine weitgehende Amnestie für politische Vergehen.
In Hamburg besiegt der deutsche Schwergewichtsboxer Max Schmeling den US-Amerikaner Steve Dudas durch Abbruch in der fünften Runde.

17.4.1938
Im Vatikan wird die Kanonisation (Heiligsprechung) dreier im 16. Jahrhundert lebender Personen, des polnischen Jesuiten Andreas Bobola, des Italieners Giovanni Leonardi und des spanischen Franziskaners Salvador da Horta gefeiert.

18.4.1938
In Burgos übt der nationalspanische General Juan de Yagüe Blanco Kritik an der konservativen Sozial- und Wirtschaftspolitik des von General Francisco Franco Bahamonde geführten Regimes. Yagüe Blanco fordert u.a. umfassende soziale Reformen und die Schaffung einer unparteilichen Justiz. Yagüe Blanco wird zeitweise seines Postens enthoben, dann jedoch wieder an die Front geschickt.

19.4.1938
Am Vorabend des Führergeburtstages ruft Reichsjugendführer Baldur von Schirach von der ostpreußischen Marienburg aus die Jugendlichen des Jahrgangs 1928 zum Eintritt in das Jungvolk der Hitlerjugend auf.
Der Reichsfinanzminister Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk untersagt allen Gemeinden, den Juden einen Erlass auf die Grundsteuer zu gewähren.
Gegen Otto Habsburg-Lothringen, Sohn des letzten Kaisers von Österreich, Karl I., erlässt das Landgericht Wien I einen Steckbrief wegen Hochverrats. Dem Kaisersohn, der formell am 13. März deutscher Staatsbürger geworden war, wird vorgeworfen, sich mit seinem am 16. März im Pariser "Petit Parisien" veröffentlichten Aufruf an die Westmächte gegen "Führer, Volk und Vaterland" vergangen zu haben.



20.4.1938
Mit Empfängen und Paraden begeht in Berlin Führer und Reichskanzler Adolf Hitler seinen 49. Geburtstag. Der Führergeburtstag hatte in der Feierfolge des Jahres eine besondere Stellung. Um 9 Uhr nimmt Adolf Hitler die Gratulationen der Minister und Reichsleiter entgegen. Um 10 Uhr nimmt er den Vorbeimarsch der SA-Standarte "Feldherrenhalle" in der Wilhelmstraße ab. Um 11 Uhr folgt eine große Truppenparade vor der Universität. Hitler erhält aus den Händen von Robert Ley im Beisein von Ferdinand Porsche, ein maßgetreues Modell des Volkswagens als Geburtstagsgeschenk. Um 19 Uhr wohnt er der Uraufführung des Olympiafilms von Leni Riefenstahl im UFA-Palast am Zoo bei. Anschließend wird aus diesem Anlass im Reichs- propagandaministerium ein Empfang veranstaltet, an dem auch Hitler teilnimmt. Rudolf Heß vereidigt wie alljährlich die Politischen Leiter der NSDAP.                


Mit Empfängen und Paraden begeht in Berlin Führer und Reichskanzler Adolf Hitler seinen 49. Geburtstag. Der Führergeburtstag hatte in der Feierfolge des Jahres eine besondere Stellung. Um 9 Uhr nimmt Adolf Hitler die Gratulationen der Minister und Reichsleiter entgegen. Um 10 Uhr nimmt er den Vorbeimarsch der SA-Standarte "Feldherrenhalle" in der Wilhelmstraße ab. Um 11 Uhr folgt eine große Truppenparade vor der Universität. Hitler erhält aus den Händen von Robert Ley im Beisein von Ferdinand Porsche, ein maßgetreues Modell des Volkswagens als Geburtstagsgeschenk. Um 19 Uhr wohnt er der Uraufführung des Olympiafilms von Leni Riefenstahl im UFA-Palast am Zoo bei. Anschließend wird aus diesem Anlass im Reichs- propagandaministerium ein Empfang veranstaltet, an dem auch Hitler teilnimmt. Rudolf Heß vereidigt wie alljährlich die Politischen Leiter der NSDAP.                

Schon am Vorabend des Geburtstags des Führers traten Jungen und Mädel im ganzen Reich an, um in die große Gemeinschaft der Hitler-Jugend aufgenommen zu werden. Die Zehnjährigen sind mit leuchtenden Augen und strahlenden Herzens gekommen, um sich als Geburtstagsgeschenk dem Führer zu geben. Am Geburtstag selbst, wurden Parteifeiern und Gedenkstunden im ganzen Reichsgebiet abgehalten. Bei diesen waren Reden über die Größe des Führers und seine Rolle in der Geschichte auch an der Tagesordnung. Links: Hitler nutzte die Wilhelmstraße regelmäßig zur Repräsentation wie auch an seinem Geburtstag. Mitte: Joseph Goebbels und Adolf Hitler posieren mit Regisseurin Leni Riefenstahl, deren legendärer Olympia-Film heute uraufgeführt wird. Rechts: Ferdinand Porsche überreicht Adolf Hitler ein Modell des Volkswagens als Geschenk.                 

Schon am Vorabend des Geburtstags des Führers traten Jungen und Mädel im ganzen Reich an, um in die große Gemeinschaft der Hitler-Jugend aufgenommen zu werden. Die Zehnjährigen sind mit leuchtenden Augen und strahlenden Herzens gekommen, um sich als Geburtstagsgeschenk dem Führer zu geben. Am Geburtstag selbst, wurden Parteifeiern und Gedenkstunden im ganzen Reichsgebiet abgehalten. Bei diesen waren Reden über die Größe des Führers und seine Rolle in der Geschichte auch an der Tagesordnung. Links: Hitler nutzte die Wilhelmstraße regelmäßig zur Repräsentation wie auch an seinem Geburtstag. Mitte: Joseph Goebbels und Adolf Hitler posieren mit Regisseurin Leni Riefenstahl, deren legendärer Olympia-Film heute uraufgeführt wird. Rechts: Ferdinand Porsche überreicht Adolf Hitler ein Modell des Volkswagens als Geschenk.                 

Schon am Vorabend des Geburtstags des Führers traten Jungen und Mädel im ganzen Reich an, um in die große Gemeinschaft der Hitler-Jugend aufgenommen zu werden. Die Zehnjährigen sind mit leuchtenden Augen und strahlenden Herzens gekommen, um sich als Geburtstagsgeschenk dem Führer zu geben. Am Geburtstag selbst, wurden Parteifeiern und Gedenkstunden im ganzen Reichsgebiet abgehalten. Bei diesen waren Reden über die Größe des Führers und seine Rolle in der Geschichte auch an der Tagesordnung. Links: Hitler nutzte die Wilhelmstraße regelmäßig zur Repräsentation wie auch an seinem Geburtstag. Mitte: Joseph Goebbels und Adolf Hitler posieren mit Regisseurin Leni Riefenstahl, deren legendärer Olympia-Film heute uraufgeführt wird. Rechts: Ferdinand Porsche überreicht Adolf Hitler ein Modell des Volkswagens als Geschenk.                 

Schon am Vorabend des Geburtstags des Führers traten Jungen und Mädel im ganzen Reich an, um in die große Gemeinschaft der Hitler-Jugend aufgenommen zu werden. Die Zehnjährigen sind mit leuchtenden Augen und strahlenden Herzens gekommen, um sich als Geburtstagsgeschenk dem Führer zu geben. Am Geburtstag selbst, wurden Parteifeiern und Gedenkstunden im ganzen Reichsgebiet abgehalten. Bei diesen waren Reden über die Größe des Führers und seine Rolle in der Geschichte auch an der Tagesordnung. Links: Hitler nutzte die Wilhelmstraße regelmäßig zur Repräsentation wie auch an seinem Geburtstag. Mitte: Joseph Goebbels und Adolf Hitler posieren mit Regisseurin Leni Riefenstahl, deren legendärer Olympia-Film heute uraufgeführt wird. Rechts: Ferdinand Porsche überreicht Adolf Hitler ein Modell des Volkswagens als Geschenk.                 

21.4.1938
In der Reichskanzlei berät Adolf Hitler mit General Wilhelm Keitel über das Unternehmen "Grün", die Planung eines Einmarsches in die Tschechoslowakei.
Pfarrer Paul Schneider wird öffentlich bestraft und in eine Einzelzelle des Arrestgebäudes ("Bunker") gesperrt, weil er bei einem Fahnenappell im KZ Buchenwald anlässlich Hitlers Geburtstag den Hitlergruss verweigerte.
In Rom wird der 2691. Gründungstag der Stadt (nach der Legende am 21. April 753 v. Chr.) mit dem faschistischen Tag der Arbeit begangen.
In einem Armeebefehl würdigt der tschechoslowakische Staatspräsident Benes die Aufstellung der tschechoslowakischen Legion in Italien am 21. April 1918.

22.4.1938
Adolf Hitler versichert dem ungarischen Gesandten, bei einer Aufteilung der Tschechei werde Ungarn seine früheren Gebiete einschließlich Pressburg zurück erhalten. Er hält Ansprachen in der Reichskanzlei in Berlin beim Empfang der neu ernannten Gesandten Perus Gildemeister, Rumäniens, Djuvara, und Bulgariens, Parvan Draganoff.
Der bebaute Grundbesitz der jüdischen Kultusvereinigungen wird zur Gebäudeentschuldungssteuer herangezogen. Adolf Hitler bestimmt Hermann Göring für den Fall seiner Verhinderung zu seinem Stellvertreter.
Hermann Göring erlässt eine Verordnung, nach der alle Deutschen mit hohen Strafen bedacht werden, die mithelfen, den jüdischen Charakter eines Gewerbebetriebes zu verschleiern.
In Madrid rufen der republikanische General José Miaja Menant und der politische Armeekommissar Jesus Hernandez Tomás die Soldaten der Armee auf, keinen Schritt zurückzuweichen.

23.4.1938
Durch eine Verordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan, Feldmarschall Hermann Göring, werden die Noten der Österreichischen Nationalbank mit Wirkung vom 25. April für ungültig erklärt und müssen bis spätestens 31. Dezember 1938 in Reichsmark eingetauscht werden. Die auf Schilling und Groschen lautenden Scheidemünzen bleiben zunächst gültig.
Durch Erlass des Führers Adolf Hitler wird Josef Bürckel Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich.
Auf Anordnung des österreichischen Unterrichtsministeriums wird der Anteil der an österreichischen Hochschulen studierenden Juden auf 2% beschränkt. 1936 waren es 11%.
Durch die Dritte Verordnung des Reichsarbeitsministers Franz Seldte über die Neugestaltung der Reichshauptstadt Berlin können Friedhöfe oder Friedhofsteile, sofern dies für die Neugestaltung erforderlich ist, aufgehoben werden.

24.4.1938
Auf der Haupttagung der Sudetendeutschen Partei (SdP) in Karlsbad fordert deren Vorsitzender Konrad Henlein von der Regierung der Tschechoslowakei in einem Acht-Punkte-Programm für die sudetendeutsche Bevölkerung die volle Gleichberechtigung der deutschen Minderheit als Volksgruppe, die Feststellung und Anerkennung eines deutschen Siedlungsgebiets innerhalb der Tschechoslowakei, den Aufbau einer deutschen Selbstverwaltung mit ausschließlich deutschen Beamten, die Wiedergutmachung der ab 1918 erlittenen wirtschaftlichen Schäden der deutschsprachigen Bewohner und endlich die „volle Freiheit des Bekenntnisses zum deutschen Volkstum und zur deutschen Weltanschauung“.
Der bisherige Reichsverweser Konstantin Päts wird zum Präsidenten der Republik Estland gewählt.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt gegen Portugal in Frankfurt am Main 1:1 (0:1).

25.4.1938
Der Schweizer Bundesrat schlägt der Bundesversammlung als Maßnahme zur Stärkung der Landesverteilung vor, die Wiederholungskurse für Wehrmänner zu verlängern und den General als Oberkommandierenden während des Aktivdienstes nicht mehr durch die Bundesversammlung, sondern vom Bundesrat wählen zu lassen. Die Revision der Generalswahl wird vom Parlament abgelehnt.
Großbritannien und die Republik Irland vereinbaren in London Abkommen über Verteidigung, Finanzen und Außenhandel, wobei die Frage einer Wiedervereinigung des Südens mit Nordirland ausgeklammert bleibt.

26.4.1938
"Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" wird erlassen. Alle Juden müssen ihr gesamtes in- und ausländisches Vermögen anmelden, einschließlich Kunstgegenstände und Kunstsammlungen, soweit es mehr als 5.000 Reichsmark beträgt. "Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Hermann Göring, kann Maßnahmen treffen, um den Einsatz des anmeldepflichtigen Vermögens im Interesse der deutschen Wirtschaft sicherzustellen."
Michail I. Kalinin, der Vorsitzende des Präsidiums des Obersten Sowjet, erklärt gegenüber der tschechoslowakischen Regierung, dass aufgrund der Bestimmungen des Beistandspaktes vom 16. Mai 1935 eine militärische Hilfeleistung der Sowjetunion auch ohne Beteiligung Frankreichs denkbar sei.

27.4.1938
Für alle parteigerichtlichen Verfahren, ausgenommen Parteiausschlussverfahren, erlässt Adolf Hitler von München aus eine Partei-Amnestie aus Anlass der Schaffung Großdeutschlands.
Polen und Großbritannien unterzeichnen ein Abkommen über die Begrenzung der Flottenrüstung.
In Tirana findet die Ziviltrauung des albanischen Königs Zogu I. mit der Gräfin Geraldine Apponyi statt.

28.4.1938
In Berlin gibt Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink die Gründung eines zweijährigen freiwilligen Frauenhilfsdienstes für Wohlfahrts- und Krankenpflege bekannt. Die Angehörigen des Frauenhilfsdienstes haben Anspruch auf freie Unterkunft und Verpflegung, Taschengeld und Urlaub und erhalten anschließend ein nicht rückzahlbares Ehestandsdarlehen von 1000 Reichsmark.
Reichsorganisationsleiter Robert Ley schlägt dem Führer 103 Betriebe zur Auszeichnung mit der Bezeichnung „Nationalsozialis­tischer Musterbetrieb" vor.
In einer Ministerbesprechung gibt Hermann Göring nähere Ein­zelheiten über die künftige Judenpolitik auf wirtschaftlichem Gebiet bekannt.
Die Oper "Mathis, der Maler" des deutschen Komponisten Paul Hindemith, wird in Zürich uraufgeführt.
In der Schweiz entsteht durch Zusammenfassung der Orchester von Lausanne und Genf das 84köpfige Orchestre de la Suisse romande unter Leitung des Schweizer Dirigenten Ernest Ansermet.

29.4.1938
Mit einer Großkundgebung in der Hamburger Hanseatenhalle wird der Reichsberufswettkampf 1938 beendet. Aus den insgesamt teilnehmenden 2,8 Millionen Menschen wurden zunächst 37 700 Teilnehmer an den Gauwettkämpfen ermittelt. Die 6352 Gausieger trafen sich zwischen dem 22. und 29. April in Hamburg und ermittelten durch Absolvierung von sportlichen Übungen und der Lösung berufsspezifischer und weltanschaulicher Fragen 557 Reichssieger und -siegerinnen.
Von leitenden Funktionären der SS und Polizei wird in Berlin die Firma: „Deutsche Erd- und Steinwerke", GmbH (Dest) gegründet. Für die Organisation, Finanzierung und Geschäftsführung wird der Chef des SS-Verwaltungsamtes, SS-Obergruppenführer Oswald Pohl beauftragt.
In London gehen zweitägige Konsultationen zwischen der britischen und französischen Regierung zu Ende.
Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann, der sich seit Februar zu einer Vortragsreise durch 15 Städte in den Vereinigten Staaten aufhält, wird von der University of Illionois in Urbana (Illinois) mit dem Cardinal Newman Award ausgezeichnet.

30.4.1938
In Berlin werden zum Abschluß des Leistungskampfes der deutschen Betriebe 103 der insgesamt rund 84.000 teilnehmenden Unternehmen feierlich als nationalsozialistische Musterbetriebe ausgezeichnet.
Im Deutschen Reich wird eine neue Arbeitszeitverordnung und das Gesetz über die Kinderarbeit und die Arbeitszeit von Jugendlichen erlassen, mit der die Arbeit von Kindern (unter 14 Jahren) nur ausnahmsweise für zulässig erklärt und die Höchstarbeitszeit für Jugendliche (14- 18 Jahre) auf 48 Wochenstunden festgesetzt wird. Die Gesetze treten in allen Teilen zum 1. Januar 1939 in Kraft.
Adolf Hitler erlässt einen „Aufruf zur Spende für das Jugendherbergewerk".
Die Arbeitslosenzahlen gehen im alten Reichsgebiet auf 423.000 zurück. In Österreich sind noch 416.000 Arbeitslose registriert, seit dem Anschluss wurden bereits 120.000 Arbeiter neu einge­stellt.
Der Ministerpräsident der Republik Spanien, Juan Negrín López, nennt in einer Rede 13 Punkte für einen etwaigen Kompromißfrieden mit den von General Francisco Franco e Bahamonde geführten Nationalisten.
Bei zwei Bombenangriffen nationalspanischer Flugzeuge auf Barcelona werden nach offiziellen Angaben 50 Menschen getötet.
Vor 93 000 Zuschauern wird im Londoner Wembleystadion die Elf von Preston North End durch 1:0 über Huddersfield Town englischer Fußballpokalsieger. Die Entscheidung fällt durch einen Elfmeter in der letzten Minute der Verlängerung.

Am Vorabend des Geburtstags des Führers traten über eine Million Jungen und Mädel im ganzen Reiche an, um in die große Gemeinschaft der Hitler-Jugend aufgenommen zu werden. Auch in diesem Jahr waren die Zehnjährigen mit leuchtenden Augen und strahlenden Herzens gekommen, um sich als Geburtstagsgeschenk dem Führer zu geben. Am 20. April, dem Geburtstag selbst, wurden Parteifeiern und Gedenkstunden im ganzen Reichsgebiet und in den annektierten Gebieten abgehalten. Bei diesen waren neben Reden über die Größe des Führers und seine Rolle in der Geschichte an der Tagesordnung. Üblich war auch das Singen von nationalsozialistischen Liedern, und der Nationalhymnen (Deutschlandlied als offizielle und Horst-Wessel-Lied als inoffizielle Hymne). In Anwesenheit von Adolf Hitler, wird in Berlin der legendäre Olympia-Film von Leni Riefenstahl uraufgeführt. Bild links: Reichsführer Heinrich Himmler gratuliert auch im Namen der SS.

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Ernst Freiherr von Weizsäcker

Carl Boese

Robert A. Stemmle

Indalecio Prieto Tuero

Léon Blum

August Kubizek

Edouard Daladier

Steve Dudas

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

 Das "Unternehmen Otto" - die deutsche Wehrmacht marschiert unter   dem Jubel der einheimischen Bevölkerung friedlich in Österreich ein.

 Der Film »Olympia« ist eine Dokumentation von Leni Riefenstahl über   die in Berlin ausgetragenen Olympischen Spiele 1936 und wurde am   20.April 1938, Hitlers 49. Geburtstag im Berliner Ufa-Palast uraufgeführt.