Chronik des Nationalsozialismus März / April 1940

MÄRZ 1940

1.3.1940
Adolf Hitler unterzeichnet die erste operative Weisung (Unternehmen "Weserübung") zur Vorbereitung einer deutschen Besetzung Dänemarks und Norwegens. Die Führung des Unternehmens wird endgültig dem Kommandierenden General des XXI. Armeekorps, General der Infanterie Nikolaus von Falkenhorst, übertragen.
Adolf Hitler empfängt in der Reichskanzlei den Kapitänleutnant und U-Boot-Kommandanten Herbert Schultze und überreicht ihm das „Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Admiral Nikolaus von Horthy zum 20-jährigen Reichsverweser-Jubiläum.
An zahlreichen italienischen Truppenstandorten findet die Übernahme von insgesamt 132 faschistischen Schwarzhemdbataillonen in das italienische Heer statt.
Winterkrieg in Finnland: Die Russen sind nur noch 6 km vom Stadtzentrum von Wyborg entfernt. Es finden wilde Luftkämpfe über der Stadt statt.
Das Wrack des für 39,4 Millionen Reichsmark erbauten deutschen Panzerschiffes "Admiral Graf Spee", das am 17. Dezember 1939 aufgrund eines irreparablen Maschinenschadens von der deutschen Marine im Hafen von Montevideo (Uruguay) versenkt wurde, ist für etwa 9,85 Millionen Reichsmark an eine Nahrungsmittelimportfirma verkauft worden.
Henry Armstrong (USA) verteidigt im Kampf um die Weltmeisterschaft im Weltergewicht gegen Ceferino Garcia in Los Angeles seinen Titel. Der Boxkampf endet nach 15 Runden unentschieden.

2.3.1940
Adolf Hitler empfängt in Berlin den US-Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt, Sumner Welles, der sich seit dem 25. Februar in Europa aufhält, zu einer Unterredung über eine Beendigung des Krieges. Obwohl Hitler im Beisein von Ribbentrop deutlich macht, dass Deutschland keine Hoffnungen hat, dass England Frieden will, hat Welles trotzdem daran geglaubt.
Das englisches Passagierschiff "Domala" wird bei der Isle of Wight bombardiert (100 Tote).
Im Winterkrieg in Finnland erreichen die Russen die südlichen Vororte von Wyborg. Finnische Jagdflugzeuge vereiteln einen Luftangriff auf Helsinki.
Durch die versehentliche Verbindung einer Wasserleitung mit einer Brauerei und Sodafabrik im US-Bundesstaat Illinois kommen die Bewohner der Stadt Joilet kurzzeitig in den Genuß, Limonade und Bier aus der Wasserleitung trinken zu können.
In Cambridge findet trotz des Krieges die traditionelle Ruderregatta im Achter zwischen den Universitätsmannschaften von Cambrigde und Oxford statt. Cambridge schlägt Oxford mit fünf Längen Vorsprung.

3.3.1940
Aufgrund einer Vereinbarung mit Vertretern des Reichsgaus Wartheland (Posen) und dem Reichssicherheitshauptamt sind im Rahmen eines sog. Zwischenplans 40 000 Polen aus dem Reichsgau Wartheland ins Generalgouvernement umgesiedelt worden. Die Zwangsumsiedlung wird fortgesetzt.
Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels eröffnet die Leipziger Frühjahrsmesse, die bis zum 8. März dauert. Adolf Hitler sendet an die Leipziger Messe ein Telegramm, in dem er ihr Erfolg wünscht.
Hjalmar Schacht trifft den amerikanischem Unterstaatssekretär Sumner Welles, nachdem er sich von Adolf Hitler die Erlaubnis für diese Unterredung geben ließ.
Josef Bürckel, Reichskommissar für Österreich, vollzieht die Eingliederung der staatlichen Wiener Kulturinstitute in die Verwaltung des Reichsgaus Wien.
Reichsinnenminister Wilhelm Frick legt in einem Runderlaß fest, daß die Verleihung des »Ehrenkreuzes der deutschen Mutter« künftig nur noch am Muttertag, dem dritten Sonntag im Mai, stattfinden soll.
In Finnland toben Nahkämpfe in den Vortorten von Wyborg. Die Russen erobern den Bahnhof.
Eine Fußball-Länderspielbegegnung zwischen den Nationalmannschaften Italiens und der Schweiz in Turin endet 1:1 (1:1).
In der Berliner Deutschlandhalle kann sich der Bochumer Radrennfahrer Walter Lohmann im Steherrennen um das "Goldene Rad von Berlin" behaupten.

4.3.1940
James D. Mooney, Präsident von General Motors Europa, trifft sich mit Adolf Hitler. Die Hitler-Mooney Gespräche hatten "informellen und inoffiziellen" Charakter, und gingen um Roosevelts Ansichten der deutschen und amerikanischen Beziehungen, die amerikanische öffentliche Meinung und verschiedenen wirtschaftliche Probleme, sowie um Frieden in Europa.
Die deutsche Seekriegsleitung stoppt das Auslaufen weiterer Unterseeboote zum Handelskrieg gegen Großbritannien, um sämtliche Seestreitkräfte für das Unternehmen "Weserübung" (Besetzung Dänemarks/Norwegens) zur Verfügung zu haben.
Adolf Hitler empfängt den schwedischen Asienforscher Sven Hedin. Dieser versucht, Hitler zu einer Vermittlung im Finnisch-Sowjetischen Krieg zu veranlassen.
Die Finnen schlagen russische Angriffe östlich und westlich von Wyborg zurück. Im Westen erfolgte der Angriff über das Eis der zugefrohrenen Wyborg-Bucht.
Nach Angaben der "Neuen Zürcher Zeitung" arbeitet die Regierung der Niederlande mit größter Dringlichkeit Pläne zur Evakuierung der Zivilbevölkerung aus.
Ingrid Bergman spielt die Hauptrolle in dem Film "Juninaten" (Eine Juninacht), der - unter der Regie von Per Lindberg gedreht - in Stockholm uraufgeführt wird.

5.3.1940
Sieben Mitglieder des russischen Politbüros mit Josef Stalin an der Spitze verfügen, 25.700 polnische Kriegsgefangene in einem "Sonderverfahren ohne Vorladung der Inhaftierten und Darlegung der Beschuldigungen, ohne Beschluss über das Ergebnis der Voruntersuchungen und ohne eine Anklageerhebung" mit der "Höchststrafe: Tod durch Erschießen" zu bestrafen. Sie werden einen Monat später im Wald von Katyn vom NKWD ermordet. Der Jude Lawrentij Berija erdachte und organisierte den Massenmord, der vom 3. April bis zum 19. Mai 1940 durchgeführt wurde. Die Entdeckung der Massengräber 1943 durch die Wehrmacht führte zum Abbruch der Beziehungen zwischen der polnischen Exilregierung in London und der UdSSR.                  























In der Reichskanzlei findet eine große Besprechung Adolf Hitlers mit den Oberbefehlshabern der drei Wehrmachtsteile über die geplante Besetzung von Dänemark und Norwegen statt. Dabei wird beschlossen, stärkere Kräfte nach Narvik zu entsenden. Am Nachmittag empfängt Adolf Hitler den Präsidenten der Mandschurischen Schwerindustrie-Entwicklungsgesellschaft Y. Aikawa.
Der Ministerrat für die Reichsverteidigung verbietet allen polnischen Stiftungen, Gesellschaften und Genossenschaften, ihre Tätigkeiten weiterzuführen. Die Neugründung einer Organisation wird mit Geldstrafen und Gefängnis geahndet.
Deutsche Truppen erobern einen mit Engländern besetzten Vorposten der Maginot-Linie. Dabei werden zwei Engländer getötet und 16 gefangengenommen. Der Vorposten wird später von den Alliierten zurückerobert.
In Finnland überqueren die Russen die zugefrohrene Wyborg-Bucht am Golf von Finnland, stoßen jedoch auf erbitterten Widerstand der Finnen.
Das Kölner Arbeitsgericht verfügt die fristlose Entlassung eines Arbeiters wegen Verweigerung des Luftschutzdienstes.
Nach einem Dekret des französischen Finanzministers Paul Reynaud ist an drei Tagen in der Woche der öffentliche Ausschank von hochprozentigen Alkoholika in Frankreich untersagt. Lediglich der Genuß von Tafelwein ist an den betreffenden Tagen (dienstags, donnerstags, sonnabends) erlaubt.
"Der Feuerteufel", ein historischer Film aus der Zeit der Kärntner Befreiungskämpfe gegen Napoleon I., Kaiser der Franzosen, wird in Berlin uraufgeführt.
Das diesjährige Etappenrennen für Berufsradfahrer, die Tour de France, der Pariser Sportzeitschrift "L (heute "L'Equipe"), wird laut Pressemeldungen "aus Gründen der Undurchführbarkeit aufgrund des Krieges" zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben.

6.3.1940
Reichsarbeitsminister Franz Seldte appelliert an die Betriebsleiter, den beschäftigten Frauen während des Fronturlaubes der Ehemänner Urlaub zu gewähren.
Adolf Hitler lässt bei der Beerdigung von Generalmusikdirektor Carl Muck in Stuttgart einen Kranz durch Gauleiter Wilhelm Murr niederlegen.
Das nach dem Tod Giuseppe Mottas verwaiste Außenministerium der Schweizer Bundesregierung wird dem Bundespräsidenten Marcel Pilet-Golaz übertragen.
"The Fifth Column" (Die fünfte Kolonne), ein Schauspiel des US-amerikanischen Schriftstellers Ernest Hemingway, wird in einer Bearbeitung von Benjamin Glazer in New York uraufgeführt. Das Theaterstück thematisiert Erlebnisse des Autors im Spanischen Bürgerkrieg (1936- 1939).

7.3.1940
Der finnische Generalfeldmarschall Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim plädiert im finnischen Kriegsrat für eine Beendigung des finnisch-sowjetischen Krieges, da nach dem Verlust von 20% der eigenen Streitkräfte eine Fortdauer des aussichtslosen Kampfes nicht zu verantworten sei.
Englische Flugzeuge, von französischen Flugplätzen gestartet, werfen Flugblätter in polnischer Sprache über West-Polen ab, sowie auf ihrem Rückflug über Leipzig und das Ruhrgebiet weitere Flugblätter in deutscher Sprache.
Das größte Passagierschiff der Welt, der britische Luxus-Liner "Queen Elizabeth", trifft auf seiner Jungfernfahrt im New Yorker Hafen ein. Das Schiff war am 28. Februar aus Liverpool ausgelaufen.

8.3.1940
Das Reichssicherheitshauptamt erlässt Bestimmungen zur Regelung von Arbeits- und Lebensbedingungen polnischer Zivilarbeiter im Reich, die sog. Polenerlasse.
Eine Delegation der finnischen Regierung begibt sich unter Führung des finnischen Gesandten in Stockholm, Juho Kusti Paasikivi (eigentl. Juho Kusti Hellsten), zu Friedensverhandlungen nach Moskau.
Für den Winterkrieg sind große Mengen an französischen Waffen, Munition und 175 Flugzeuge auf dem Weg nach Finnland.
Der US-Botschafter in London, Joseph Kennedy, der nach einem längeren Aufenthalt in den USA nach Großbritannien zurückgekehrt ist, tritt gegenüber der britischen Öffentlichkeit für eine Isolationspolitik der US-amerikanischen Regierung ein.
Adolf Hitler antwortet endlich auf den Brief des Duce vom 3. Januar. Joachim von Ribbentrop musste umgehend nach Rom reisen, um den Brief persönlich zu übergeben. Hitler schreibt unter anderem: „ (...) Grundsätzlich hat Deutschland kein anderes Kriegsziel als den Frieden! Grundsätzlich haben England und Frankreich kein anderes Kriegsziel als die Vernichtung der totalitären Volksstaaten und damit auch Deutschlands. Deutschland wird daher so lange kämpfen, bis diese kriegsverbrecherische Clique gezwungen ist, endgültig diese ihre Ziele aufzugeben (...)"

9.3.1940
Eine Polizeiverordnung »Zum Schutz der Jugend« des Reichsführers SS und Chefs der Polizei, Heinrich Himmler, verbietet Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch von Gaststätten, Kinos und Tanzveranstaltungen nach 21 Uhr ohne Begleitung von Erziehungsberechtigten, sowie das Rauchen in der Öffentlichkeit.
Bei der täglichen Lagebesprechung ärgert sich Adolf Hitler heftig, als er hört, dass Prinz Oskar von Preußen, Sohn Kaiser Wilhelm II., ein Regiment führt. Hitler hat immer noch Misstrauen, die Hohenzollernprinzen könnten ihm gefährlich werden.
Ein finnisches Kommunique räumt ein, daß die Russen im Nordwesten der Wyborg-Bucht einen Brückenkopf errichtet haben, behauptet aber jedoch auch, daß noch alle anderen Frontabschnitte auf der Karelischen Landenge intakt sind.
In der Schweiz und Italien werden Pläne zum Bau einer Großschiffahrtsstraße ausgearbeitet, die der Schweiz einen Anschluß zum Adriatischen Meer verschaffen soll. Grund ist die Ausweitung der alliierten Seeblockade und damit die Unterbindung der deutschen Kohlelieferungen nach Italien.

10.3.1940
In der Rede zum Heldengedenktag im Berliner Zeughaus erklärt Adolf Hitler: "Der von den kapitalistischen Machthabern Frankreichs und Englands aufgezwungene Krieg muss zum glorreichen Sieg der deutschen Geschichte werden."
Unter Vorsitz von Reichswirtschaftsminister Walther Funk wird in Wien die Südost-Europa-Gesellschaft gegründet. Die Vereinigung soll zur Intensivierung der deutschen Handelsbeziehungen mit den Balkanstaaten beitragen.
Den Schwerpunkt der in Wien eröffneten Frühjahrsmesse bildet die technische Ausstellung, die als Ersatz für die diesjährige Internationale Automobilausstellung in Berlin gelten soll. Die Messe dauert bis zum 17. März.
Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop trifft in Rom zu einer Unterredung mit Italiens Ministerpräsidenten und Duce Benito Mussolini zusammen.
Russische Truppen erobern Äli (nordöstlich von Wyborg), Vilajoki und Ruhelä an der Nordküste der Wyborg-Bucht. Der finnische Marschall Mannerheim fordert seine Regierung dazu auf, Frieden mit der UdSSR zu machen.
Auf Anweisung von Papst Pius XII. werden im Festungsturm des Vatikans Luftschutzräume eingerichtet.
Der seit 1938 in den USA lebende deutsche Dramaturg Erwin Piscator inszeniert in Washington D. C. das Schauspiel "Saint Joan" von George Bernard Shaw.
Mit dem Straßenrennen Mailand- Turin wird die diesjährige Radsportsaison in Italien eröffnet. Das Rennen über 239 km unter ausschließlich nationaler Beteiligung gewinnt Gino Favalli in 6:00:38 h.
Die am 9. März begonnene alpine Deutsche Skimeisterschaft in Sankt Anton am Arlberg gewinnen Josef (Pepi) Jennewein und Christl Cranz.
Im Alter von 49 Jahren stirbt in Moskau der sowjetische Schriftsteller Michail Afanasjewitsch Bulgakow.

11.3.1940
Joachim von Ribbentrop hat eine Audienz bei Papst Pius dem XII. um die Grüße des Führers zu überbringen und dessen Ansichten über die „Einigung zwischen Nationalsozialismus und Katholischer Kirche" zu erläutern.
Adolf Hitler übermittelt Papst Pius XII. zum Krönungstag telegrafische Glückwünsche und sendet ein Beileidstelegramm zum Tod des Staatspräsidenten der dominikanischen Republik Dr. Peynado.
Österreichische Emigranten gründen in London das "Austria Office" als ihr politisches Zentrum.
Zur Störung der alliierten Handelsschiffahrt stellt die deutsche Seekriegsleitung den ersten Hilfskreuzer in Dienst.
Das französische Schlachtschiff "Bretagne" und der Kreuzer "Algerie" laufen aus Toulon mit einer großen Goldladung (2.379 Barren) in Richtung Kanada aus.
Das deutsche U-Boot U-31 wird durch einen englischen Blenheim-Bomber an der Schillig-Reede vor Wilhelmshaven bombardiert und versenkt. Das U-Boot wird anschließend gehoben und wieder in Dienst gestellt.
Die Regierungen Großbritanniens und Frankreichs fordern eine Durchmarsch- Erlaubnis für ihre Truppen durch Norwegen und Schweden nach Finnland.

12.3.1940
Der "Friede von Moskau" beendet den Finnisch-Sowjetischen Winterkrieg. Finnland muss Landabtretungen zugestehen. Die Verluste der Finnen im Winterkrieg beliefen sich auf 24.923 Tote und 43.577 Verwundete. Aussenkommisar Molotow gibt vor dem Obersten Sowjet die Verluste der Roten Armee mit 48.745 Toten und 158.863 Verwundeten an. Nach finnischen Schätzungen müssen die Ausfälle wesentlich höher gewesen sein. Nach dem Desaster der Erfolglosigkeit der Roten Armee gegen Finnland beginnt Neuorganisation der RA mit der Gründung einer neuen Ausbildung mit Kenntnissen im elementaren Kampf und in der Waffenhandhabung. Die nach dem Friedensschluss repatriierten sowjetischen Kriegsgefangenen wurden nicht individuell angeklagt, sondern unterschiedslos allein ihrer Gefangennahme wegen vom NKWD festgenommen und bis auf den letzten Mann erschossen.
Die englische Home Fleet kehrt nach Scapa Flow von ihren vorübergehenden Stützpunkten in Rosyth und Loch Ewe zurück. Die Luftverteidigung und die U-Boot-Abwehrmaßnahmen wurden dort seit der Versenkung der Royal Oak erheblich verstärkt.
Adolf Hitler empfängt den Weltreisenden und Schriftsteller Collin Ross, um dessen Ansichten über die USA und Kanada zu hören.
Angesichts der am 1. März auf die deutschen Kohlelieferungen erweiterten britischen Seeblockade wird in Rom eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der sich das Deutsche Reich verpflichtet, die Kohlelieferungen an Italien vollständig auf dem Landweg durchzuführen.
Der Schweizer Bundesrat bewilligt Kredite zur Errichtung von Arbeitslagern für Emigranten.

13.3.1940
Der Winterkrieg in Finnland ist beendet. Waffenstillstand an allen Fronten seit 11 Uhr. Feldmarschall Mannerheim letzter Tagesbefehl für die finnische Armee lautet: "Ein schwer erträglicher Friede wurde geschlossen, welcher Russland nahezu alle Schlachtfelder überläßt, welche wir mit unserem Blute getränkt haben. . . Die Taten, welche ihr vollbracht habt, werden für hunderte von Jahren in unseren Geschichtsbüchern hervorstechen."
Nach einer Erklärung der deutschen Reichsregierung in Berlin sollen die während des finnisch-sowjetischen Konflikts unterbrochenen Handelsbeziehungen mit Finnland wieder aufgenommen werden.
Adolf Hitler stattet Staatsminister Otto Meissner in dessen Berliner Wohnung einen persönlichen Besuch ab und gratuliert ihm zu seinem 60. Geburtstag.
Adolf Hitler sendet dem slowakischen Staatspräsidenten Josef Tiso ein Glückwunschtelegramm zum slowakischen „Nationalfeiertag" (einjährige Selbstständigkeit).

14.3.1940
Hermann Göring, Beauftragter für den Vierjahresplan, ruft die Bevölkerung zu einer freiwilligen Spende von Kupfer, Bronze, Messing und anderer Metalle auf.
Eine Verordnung des NSDAP-Gauleiters Arthur Greiser löst die deutsche evangelische Kirche im Reichsgau Wartheland (Posen) im staatlichen Sinne auf.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den Schah von Persien zum Geburtstag.
Zum Jahrestag der Errichtung des Protektorates Böhmen und Mähren telegrafiert Emil Hacha an Adolf Hitler: »Der heutige Tag ruft mir ins Gedächtnis, dass ich vor Jahresfrist bei Eurer Exzellenz vollstes Verständnis für das damals schwer heimgesuchte tschechische Volk gefunden habe."
Der Generalstab der niederländischen Marine gibt allen unter niederländischer Flagge fahrenden Schiffahrtsgesellschaften bekannt, dass aufgrund der Gefahren des Seekriegs jeder Schiffsverkehr bis auf weiteres einzustellen ist.
In Finnland beginnt die Evakuierung von 470.000 Menschen aus den verlorenen Gebieten (bis zum 26. März abgeschlossen).
Mitarbeiter der seit Kriegsbeginn bestehenden Auskunftzentrale des Internationalen Roten Kreuzes in Genf recherchieren über den Verbleib und das Schicksal von Kriegsgefangenen.

15.3.1940
Adolf Hitler unterzeichnet einen „Erlass über die Beendigung des Amtes des Reichskommissars für die Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich", der am 31. März in Kraft tritt. Außerdem hat er einen Telegrammwechsel aus Anlass des einjährigen Bestehens des Protektorates mit Staatspräsident Emil Hacha und Reichsprotektor Konstantin Freiherr von Neurath.
Adolf Hitler führt Gespräche mit Franz Halder und Oberbefehlshabern und Chefs der Armeen der Heeresgruppe A und B.
Unter der Herausgabe von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels erscheint die erste Nummer der Wochenzeitschrift "Das Reich".
In Düsseldorf öffnet die Frühjahrskunstausstellung "Nordwestdeutsche Kunst 1940", deren Schirmherrschaft Reichspropagandaminister Joseph Goebbels übernommen hat, ihre Pforten. Die Ausstellung endet am 31. März.
"Michelangelo", ein Film über das Leben und Werk des Künstlers und Wissenschaftlers - entstanden unter der Regie von Curt Oertel - wird in Berlin uraufgeführt.

16.3.1940
Zum Abschluß der seit 14. März in Riga tagenden Konferenz der Baltischen Entente erklären die Außenminister der Mitgliedstaaten (Estland, Lettland, Litauen) ihren Willen zu einer intensiveren wirtschaftlichen Zusammenarbeit sowie der Aufrechterhaltung ihrer Neutralität.
Richard Walther Darre, Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, nimmt die jüdische Bevölkerung von der Fettzuteilung für die minderbemittelte Bevölkerung aus.
Deutscher Luftangriff auf Scapa Flow durch 32 Bomber (2 verloren). Der Kreuzer "Norfolk" wird beschädigt und sieben Marineangehörige und acht Zivilisten sind unter den Opfern.
Die schwedische Nobelpreisträgerin für Literatur, Märchenautorin und Schriftstellerin Selma Lagerlöf, verstirbt im Alter von 81 Jahren an ihrem Geburtsort Gut Märbacka auf Värmland.
Im Endrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft im Eishockey siegt die Wiener Eislaufvereinigung gegen die Düsseldorfer Eislaufgemeinschaft mit 1:0.

17.3.1940
Adolf Hitler ernennt den Generalinspekteur für Straßenwesen, Fritz Todt, zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition.
Die Herrenmannschaft der Yale-Universität stellt in New York einen Weltrekord über 4 x 100 m Freistil in 3:54,4 min auf.
In Freiburg werden die Schweizerischen Rad-Querfeldeinmeisterschaften ausgetragen. Sieger des Laufs wird zum dritten Mal (der auch in den Vorjahren erfolgreiche) Fritz Hartmann.

18.3.1940
Adolf Hitler und der italienische Ministerpräsident Benito Mussolini treffen sich zu einer Unterredung auf dem Brenner, bei der Mussolini bekräftigt, an Deutschlands Seite in den Krieg einzutreten, wofür er sich jedoch die Wahl des rechten Zeitpunktes vorbehält.

19.3.1940
Der Bildfunk-Verkehr zwischen dem Deutschen Reich und Japan kann über eine Entfernung von mehr als 10.000 km eröffnet werden. Reichs-Postminister Wilhelm Ohnesorge, tauscht mit Mitgliedern des japanischen Verkehrsministeriums über die drahtlose Verbindung Glückwünsche aus.
50 englische Bomber der RAF (1 verloren) greifen in der Nacht vom 19. auf den 20. März die Wasserflugzeug-Basis auf Sylt in Nordwest-Deutschland als Vergeltung für den deutschen Luftangriff auf Scapa Flow vom 16.März 1940 an. Nur geringe Schäden werden verursacht.
Das seit dem 15. März in San Remo ausgetragene internationale Tennisturnier entscheidet Gottfried Freiherr von Cramm (GER) in der Begegnung mit Francesco Romanoni (ITA) für sich. Bei den Damen siegt die Jugoslawin Hela Rovac über die Deutsche Meisterin Anneliese Ullstein.

20.3.1940
Nach dem Rücktritt der französischen Regierung Edouard Daladier bildet der bisherige Finanzminister Paul Reynaud am 21. März ein neues Kabinett, mit dessen Hilfe er die Kriegführung intensivieren will.
Adolf Hitler empfängt in der Reichskanzlei den isländischen Dichter Gunnar Gunnarsson.
In der Schweiz ist mit sofortiger Wirkung die Ausfuhr von Filmen, Fotografien und Schallplatten nur mit einer besonderen Bewilligung der Abteilung Presse und Funkspruch im Armeestab Sektion Film, zulässig. Die Ausfuhr von unentwickeltem, belichtetem Filmmaterial ist verboten.
Die Royal Airforce unternimmt mehrere Einflüge in die Deutsche Bucht von Schleswig- Holstein und bis in die Gegend von Kiel mit Angriffen auf Hörnum und Sylt, wobei etwa ll0 Spreng- und Brandbomben geworfen wurden und ein Lazarett einen Volltreffer erhielt.
Der seit vier Tagen anhaltende Ausbruch des Ätna-Vulkans auf Sizilien ist nach Meldungen aus Catania noch nicht zum Stillstand gekommen. Es handelt sich um die heftigsten Eruptionen seit 40 Jahren.
Der Film "Stern von Rio" (Regie: Karl Anton) mit der erst kürzlich verstorbenen (13. 3.) Tänzerin La Jana (eigentl. Henriette Heibl) wird in Berlin uraufgeführt.

21.3.1940
Der ehemalige finnische Ministerpräsident Aimo Kaarlo Cajander gibt während einer Beratung in Stockholm erste Auskünfte über die Kriegszerstörungen, Gebietsabtretungen, Umsiedlungen sowie Verluste durch Bombenangriffe in Finnland.
Die "Heddernheim" ist das erste deutsche Handelsschiff welches durch ein englisches Unterseeboot (Ursula) im 2. Weltkrieg versenkt wird (vor der dänischen Küste).
Grete Weiser spielt die Hauptrolle in der Filmkomödie "Polterabend". Für den in Berlin uraufgeführten Film schrieb Will Meisel die Musik.

22.3.1940
Italiens Ministerpräsident Benito Mussolini empfängt in Rom eine Abordnung aus Oberetsch, deren Bewohner bei der Volksabstimmung über die nationale Zugehörigkeit (31. 12. 39) für Italien optiert haben.
Nach Beschwerden von Hans Frank, des Generalgouverneurs im besetzten Polen, über die Abschiebung von Juden aus dem Reich in das Generalgouvernement, stoppt Reichsmarschall Hermann Göring die Deportationen nach Lublin.
Adolf Hitler sendet an Generaloberst Walther von Brauchitsch ein Telegramm anlässlich des 40-jährigen Militärdienstjubiläums.
RAF-Bomber haben während einer Aufklärungsmission, bei der auch Flugblätter abgeworfen werden, über der Ruhr und Nordwest-Deutschland ihr erstes Zusammentreffen mit deutschen Nachtjägern. Ein Hampden-Bomber wird durch eine Messerschmitt Bf110 leicht beschädigt.

23.3.1940
Nach einem Erlaß zur reichsdeutschen Arbeitsschutzverordnung ist die Überschreitung der täglichen Arbeitszeit von zehn Stunden sowie die Beschäftigung von Frauen und Jugendlichen im Nachtdienst nur noch in außergewöhnlichen Fällen und mit besonderer Genehmigung der zuständigen Behörden zulässig.
Adolf Hitler führt auf dem Berghof Besprechungen mit Erich Raeder und Alfred Jodl.

24.3.1940
Insgesamt 5000 Juden aus dem Gebiet von Wilna (Litauen) sind in britischen Kolonien angesiedelt. Jüdische Vereinigungen haben zu diesem Zweck rund 600.000 Hektar Land angekauft.

25.3.1940
Zur propagandistischen Vorbereitung der Skandinavien-Aktion wird in Berlin eine Meldung herausgegeben, in der es heißt: „Die Tendenz der britischen Kriegsführung ist neuerdings in erster Linie auf eine Verletzung skandinavischen Hoheitsgebiet gerichtet."
Englischen Kriegsgefangenen wird durch die britische Regierung verboten, Radio-Interviews dem Kriegsgegner im deutschen Rundfunk zu geben.
Fritz Thyssen verlässt mit seiner Frau die Schweiz Richtung Brüssel. Die Schweizer Behörden verweigerten die allfällige Rückkehr als „unerwünschte Person", sie stehe unter starkem Druck des großen Nachbarn.
Das türkische Passagierschiff "Satarya" wird von einem britischen Kriegsschiff gestoppt und nach Beirut gebracht. Das Schiff hat 2000 Juden aus Konstanza (Rumänien) an Bord, die heimlich in Palästina an Land gesetzt werden sollten.

26.3.1940
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler entscheidet nach einer Lagebesprechung mit Großadmiral Erich Raeder, Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, das Unternehmen "Weserübung" mit einem zeitlich geringen Vorsprung vor der Westoffensive zu beginnen.
Mit Abschluß eines britisch-spanischen Handels- und Verrechnungsabkommens stellt die britische Regierung Spanien einen Kredit von 2 Millionen Pfund Sterling (19,7 Mio. RM) zur Behebung der Kriegsschäden aus dem Spanischen Bürgerkrieg (1936- 1939) zur Verfügung.

27.3.1940
Adolf Hitler hält um 13.30 Uhr Frühstück mit Franz Halder, Walther von Brauchitsch, OB der Heeresgruppe C. Besprechungspunkt: Angriffsführung im Westen.
An der Westfront geht der Sitzkrieg geht weiter. Französische und deutsche Artillerie tauschen lediglich nur einige Salven an der Saar und in den Vogesen aus.
Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, befiehlt die Errichtung eines Konzentrationslagers in Auschwitz.

28.3.1940
Auf seiner sechsten Tagung in London berät der Oberste Kriegsrat der Alliierten über weitere Strategien der Kriegführung. Beschlossen wird die Landung in Nordskandinavien vom 5. April 1940 ab, zur Küstenverminung und Deutschland soll vom schwedischen Eisenerz abgeschnitten werden.
Auf einer Sitzung der Interparlamentarischen Union, zu der Vertreter mehrerer europäischer Staaten in Lugano
zusammentreffen, werden die Möglichkeiten zur Herstellung normaler internationaler Beziehungen nach dem Krieg und der Übergang von einer Kriegs- zur Friedenswirtschaft erörtert.
Der britische Kriminalfilmregisseur Alfred Hitchcock stellt in New York seinen Film "Rebecca" vor.

29.3.1940
Adolf Hitler verleiht dem jugoslawischen Ministerpräsidenten Dragischa Zwetkowitsch das „Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler", das durch den deutschen Gesandten in Belgrad überreicht wurde.
Adolf Hitler hält Lagevortrag mit Erich Raeder, Wilhelm Keitel, Alfred Jodl und Karl Jesko von Puttkamer über „Weserübung".
In Brest trifft eine Ladung amerikanischer Flugzeuge für Frankreich ein.
Im New Yorker Boxweltmeisterschaftskampf im Schwergewicht besiegt der US-amerikanische Titelverteidiger Joe Louis seinen Herausforderer Johnny Paychek (USA) durch K. o. in der zweiten Runde.

30.3.1940
US-Präsident Franklin D. Roosevelt gibt nach der Rückkehr seines Unterstaatssekretärs Sumner Welles in Washington vor Pressevertretern bekannt, dass die Europareise von Welles keine konkreten Friedensergebnisse gebracht habe. Die gesammelten Informationen dieser Reise seien jedoch für die Außenpolitik der USA von größtem Wert.
Der Ministerrat für die Reichsverteidigung erlässt eine Verordnung "zum Schutze der Metallsammlung des deutschen Volkes". Jegliche Bereicherung an diesen Metallen oder andere "unehrenhafte" Verwendungen werden mit dem Tode bestraft.
In Nanking (China) nimmt die japanfreundliche chinesische Zentralregierung unter Wang Ching-wei ihre Regierungsgeschäfte auf.

31.3.1940
Der neue Großflughafen New Yorks, La Guardia Field, wird nach zweijähriger Bauzeit eröffnet.
Adolf Hitler sendet dem König von Thailand ein Glückwunschtelegramm zum thailändischen Neujahrsfest.
In England ist zwischenzeitlich ein großer Teil der Menschen, welche im September 1939 aus den englischen Städten evakuiert wurden, wieder nach und nach dorthin zurückgekehrt. Nur noch 300.000 Schulkinder, von den ursprünglich über einer Millionen, befinden sich noch außerhalb auf dem Lande.

 Hier mal andere Bilder vom KZ Auschwitz. Blick durch das Eingangstor auf die Bibliothek und das Bordell, Schwimmbad, Häftlingspaketstube   v.l.n.r. September 1944: Bericht des Internationalen Roten Kreuzes über Auschwitz - Der Rot-Kreuz-Delegierte führt an, dass die Insassen   Päckchen empfangen durften, dass die Offiziere, mit denen er in Kontakt gekommen ist, freundlich und zurückhaltend gewesen sind wie die in   Oranienburg und Ravensbrück, dass er viele Gruppen von Männern und Frauen zu kleinen Arbeitskommandos zusammengefasst gesehen hat,   dass ein Angehöriger des britischen Roten Kreuzes, zugleich ein Mitglied des Britischen Kommandos, dem Delegierten gegenüber Gerüchte   geäußert  hätte  über  Gaskammern,  der Rot-Kreuz-Delegierte  diese  Gerüchte  nach  sorgfältiger  Überprüfung  nicht  hat  bestätigen  können.

APRIL 1940

1.4.1940
Zum Zwecke des endgültigen Vollzugs der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich wird das Ostmarkgesetz erlassen. Die Verwaltung des Gebietes übernehmen die Reichsstatthalter der einzelnen Gaue. Reichsstatthalter werden von Adolf Hitler ernannt: Wien Gauleiter Josef Bürckel, Oberdonau Gauleiter August Eigruber, Tirol Gauleiter Franz Hofer, Niederdonau Gauleiter Hugo Jury, Salzburg Gauleiter Friedrich Rainer, Steiermark Gauleiter Siegfried Uiberreither.
Um die knappen personellen Reserven aufzustocken erlaubt der Führer die Rekrutierung ausländischer Freiwilliger in die Wehrmacht. Freiwillige aus allen Gebieten Europas melden sich zu den Waffen.
Adolf Hitler empfängt General Nikolaus von Falkenhorst zu einer Unterredung über die geplante Norwegen-Aktion „Fall Weserübung".
In den oberschlesischen Gebieten tritt eine Neuordnung der Verwaltung in Kraft, die eine veränderte Aufteilung der Regionen zwischen den Regierungsbezirken Kattowitz (Kattowice) und Oppeln (Opole) vorsieht. Gleichzeitig werden im Regierungsbezirk Kattowitz alle polnischen Ortsnamen durch deutsche ersetzt.
Auf einer Plenarsitzung des Obersten Sowjet wird die Eingliederung der von Finnland am 12. März abgetretenen Gebiete in die Karelische Autonome Republik und deren Umwandlung in eine Karelisch-Finnische Bundesrepublik beschlossen.
Ein Dekret der französischen Regierung genehmigt den Bau von 53 Kriegsschiffen: 2 Schlachtschiffe, 1 Flugzeugträger, 3 Kreuzer, 27 Zerstörer, 20 U-Boote.
Im gesamten Deutschen Reich wird aus Gründen der Energieeinsparung erstmals die Sommerzeit eingeführt.
Eine ab sofort gültige Alkoholkontingentierung im Deutschen Reich reduziert die Spirituosenherstellung auf 80% des Vorkriegsverbrauches.

2.4.1940
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler setzt in einer Konferenz mit den Oberbefehlshabern der drei Wehrmachtsteile (Heer, Marine, Luftwaffe) den Beginn der Operation "Weserübung" (Besetzung Dänemarks und Norwegens) auf den 9. April fest.
In Italien wird die zivile Mobilmachung angeordnet. Alle Landesbewohner vom 14. Lebensjahr an - auch die weibliche Bevölkerung - werden zu zivilen Verteidigungsaufgaben herangezogen.
Der US-Marineoffizier und Polarforscher Richard Evelyn Byrd gibt in einem Interview einen Zwischenbericht über die wichtigsten Erkenntnisse seiner 1939 begonnenen dritten Expedition in die Antarktis.
Deutsche Flugzeuge greifen Scapa Flow an. Auf dem Rückflug greifen sie Leuchttürme bei Duncansby Head und Stroma Island an.
Das Fußball-Länderspiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen die Auswahl Kroatiens verliert die Schweizer Elf in Agram (Zagreb) mit 4:0 (0:0).

3.4.1940
Die russische Geheimpolizei unter ihrem Chef L.P. Berija beginnen, polnische Offiziere mit Spezialzügen in das ländliche Gebiet von Katyn zu schaffen und dort meist mit einer einzigen Kugel in den Hinterkopf töten. Das Massaker dauert bis zum 19. Mai. Bis heute sind dort über 17 000 Leichen gefunden worden. Dieses einzigartig grauenhafte Verbrechen wurde ebenfalls Adolf Hitler, der Wehrmacht und der SS durch das Nürnberger Militär-Tribunal angelastet.
Oberst Hans Oster, Stabschef der Abteilung Abwehr/Ausland, verrät an den niederländischen Militärattaché, Jacobus Gijsbertus Sas, das Angriffs-Datum der Operation »Weserübung« zur Besetzung von Dänemark und Norwegen.
Aus Hamburg laufen die ersten sieben Schiffe der Transportflotte für das Unternehmen „Weserübung" in Richtung Narvik, Drontheim und Stavanger aus.
In England wird die Regierung umgebildet: Flottenadmiral Lord Chatfield, Minister zur Koordination der Verteidigungsmaßnahmen, tritt zurück. Der Erste Lord der Admiralität, Mr. Churchill, wird neuer Leiter des Minister-Ausschusses. Lord Woolton wird der Ernährungsminister. General Sir Hugh Elles wird als nationaler ARP-Controller eingesetzt. Das britische Kabinett ermächtigt die Admiralität, am 8. April die norwegischen Küstengewässer zu verminen.
Nach 16jähriger Fehde mit dem italienischen Ministerpräsidenten und Duce Benito Mussolini erklärt Giuseppe Garibaldi, ein Nachfahre des gleichnamigen italienischen Freiheitskämpfers, in einem Brief, sich mit dem Faschismus versöhnen zu wollen. Garibaldi ist nach mehrjährigem Aufenthalt im US-amerikanischen Exil nach Italien zurückgekehrt.
Ein Sunderland-Flugboot zersprengt eine Formation von sechs Ju88-Bombern, welche einen Konvoi in der Nordsee angreifen.
Die erste Spitfire geht während einer Heimatverteidigungs-Mission, bei der sie eine Heinkel He111 vor der Küste von Yorkshire abschießt, verloren.
Im Rahmen der von Reichsleiter Alfred Rosenberg durchgeführten "Aktion für die geistige Betreuung der Hitlerjugend" fordert Generalfeldmarschall Hermann Göring, dass auch die Verdunkelung nicht dazu führen dürfe, dass "junge deutsche Menschen verwahrlosen und schlechten Trieben nachgehen".
Paul Walter, Reichsbeauftragter für die Leistungssteigerung im Bergbau, will die Kohleversorgung für den Winter 1940/41 bereits im Sommer durch eine Hausbrandbevorratungsaktion sichern. Die Haushalte werden je nach Größe in eine Punkteskala eingeordnet.

4.4.1940
Nach Angaben des Reichsleiters der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Robert Ley, muss die Regelung der Altersversorgung des deutschen Volkes bis auf das Kriegsende verschoben werden. Dies ist das Ergebnis einer von Adolf Hitler am 15. Februar in Auftrag gegebenen Untersuchung.
Hermann Göring spricht über Rundfunk zur deutschen Jugend: "Die deutsche Jugen muß dazu den Anstand und die Moral 'nicht nur im Sonnenschein, sondern auch während der Finsternis haben !"
In England spricht Chamberlain spricht auf dem Treffen der Conservative Party (Konservativen Partei) in London darüber, daß 'Hitler nun den Bus verpasst hat', als er nicht den maximalen möglichen Nutzen aus der deutschen militärischen Überlegenheit gegenüber Großbritannien im September 1939 gezogen hatte. Der britische Schatzkanzler Sir John Allsebrock Simon gibt im Unterhaus die Bildung einer Handelsgesellschaft unter Leitung der Regierung bekannt. Die English Commercial Corporation soll den Warenaustausch mit den osteuropäischen Ländern intensivieren.
Nach Angaben des Reichsleiters der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Robert Ley, muss die Regelung der Altersversorgung des deutschen Volkes bis auf das Kriegsende verschoben werden. Dies ist das Ergebnis einer von Adolf Hitler am 15. Februar in Auftrag gegebenen Untersuchung.
Adolf Hitler sendet ein Beileidstelegramm an den Präsidenten von Argentinien, Roberto Ortig, zum Tode seiner Frau.
Im Berliner Staatstheater wird "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" von Friedrich Schiller aufgeführt. Die Titelrolle spielt Gustaf Gründgens.

5.4.1940
Nach längerem Aufenthalt in der Schweiz und in Belgien begibt sich der im September 1939 aus Deutschland emigrierte Industrielle Fritz Thyssen nach Paris.
Das erste erbeutete deutsche Handelsschiff, die "Uhenfels" welche in Empire Ability umgetauft wird, läuft die Themse hinauf.
Ein britisches Sabotageunternehmen zur Sperrung der Donau in der Nähe des Eisernen Tores (Durchbruchstal des Stromes durch die Südkarpaten) scheitert an der deutschen Abwehr.
Der Zentralverlag der NSDAP veröffentlicht das Weißbuch des Auswärtigen Amtes zur „polnischen Kriegsschuld".
Alliierte Note an Norwegen mit der Warnung vor möglichen Gegenmaßnahmen bei einer schwerwiegenden Verletzung der norwegischen Neutralität durch Deutschland.

6.4.1940
Die VII. Internationale Triennale in Mailand, eine Kunstgewerbe- und Architekturausstellung, wird in Anwesenheit des italienischen Königs und Kaisers von Abessinien (Äthiopien), Viktor Emanuel III., eröffnet. Die Ausstellung, auf der außer Italien noch sechs weitere europäische Länder vertreten sind, dauert bis Juni.
Vor dem französischen Militärgericht in Paris werden mehrere Verhandlungen durchgeführt, die sich mit Vorfällen verbotener kommunistischer Propaganda befassen.
Das englische Bomber-Kommando der RAF beendet die Abwürfe von Flugblättern ('Operation Nickel') über Deutschland: 65 Millionen Flugblätter und Propaganda-Zeitungen wurden seit dem 3. September 1939 abgeworfen.

7.4.1940
Die ersten deutschen Flottenverbände mit Heeresgruppen an Bord, laufen zur Vorbereitung der Operation »Weserübung« von Stettin mit 15 Dampfern zum Transport von 3900 Soldaten, 742 Pferden, 942 Fahrzeugen und 4 Panzerwagen aus. Ziel Oslo: Dampfer "Antares", "Ionia", "Muansa", "Itauri", "Neidenfels"; Ziel Kristiansand: "Wiegand", "Westsee", "Kreta", "August Leonhardt", Ziel Stavanger: "Tübingen", "Tijuca", "Mendoza", Ziel Bergen: "Marie Leonhardt", "Curityba", "Rio de Janeiro". Nach Anlaufen der dt. Operation läuft die britische Home Fleet, unter Admiral Forbes, mit den Schlachtschiffen "Rodney" und "Valiant", dem Schlachtkreuzer "Repulse", den Kreuzern "Sheffield" und "Penelope" und den 10 Zerstörern.
Die englische Home Fleet läuft aus Scapa Flow in Richtung der norwegischen Gewässer aus.
Adolf Hitler ordnet die Durchführung von „Kriegsfestspielen" in Bayreuth an. Winifred Wagner wollte das Festspielhaus bis zum Ende des Krieges schließen. Der Nationalsozialistischen Gemeinschaft „Kraft durch Freude" werden die Auswahl und Betreuung von Besuchern der „Kriegsfestspiele" übertragen.
Im Berliner Olympiastadion spielt die deutsche Fußballnationalmannschaft vor 90 000 Zuschauern gegen die Auswahl Ungarns. Die Begegnung endet 2:2 (2:2).

8.4.1940
Britische Kriegsschiffe beginnen in norwegischen Hoheitsgewässern mit der am 28. März vom Obersten Kriegsrat der Alliierten beschlossenen Verminung an drei Küstenabschnitten (Operation "Wilfred"). Dabei wird die HMS "Glowworm" wird detachiert und trifft auf eine der deutschen Kriegsschiff-Gruppen, bestehend aus dem schweren Kreuzer "Admiral Hipper" und vier Zerstörern, welche auf dem Weg nach Trondheim sind. "Glowworm" wird von "Admiral Hipper" gerammt und sinkt.
Die norwegische Regierung protestiert in London und Paris »gegen die gewaltsame Verletzung der norwegischen Souveränität und Neutralität".
Erster Einsatz der deutschen viermotorigen Focke-Wulf Fw 200 Condor Langstrecken-Aufklärungsbomber über der Nordsee.
Reichsarbeitsminister Franz Seldte stellt den Reichsarbeitsdienst unter strafrechtlichen Schutz. Wer öffentlich auffordert, den Reichsarbeitsdienst zu verweigern, kann mit Zuchthaus bestraft werden.
In Berlin stirbt der Präsident des Reichsforschungsrates und Chef des Heereswaffenamtes General der Artillerie Karl Becker an einem Herzschlag. Adolf Hitler ordnet ein Staatsbegräbnis an.
Adolf Hitler empfängt den Präsidenten des ungarischen Abgeordnetenhauses Tasnady-Nagy.
Für den geplanten Ausbau des Schulwesens in den eingegliederten polnischen Gebieten (Westpolen) werden Lehrer aus dem gesamten Reichsgebiet zur Besetzung der dort zur Verfügung stehenden Stellen herangezogen.
Durch Einführung neuer Zinkmünzen im Wert von 1, 5 und 10 Reichspfennig werden die Kupfer- und Nickelmünzen als Zahlungsmittel im Deutschen Reich ersetzt.

9.4.1940
Die deutschen Truppen beginnen um 4:20 Uhr mit dem Unternehmen »Weserübung« und besetzen die neutralen Länder Dänemark und Norwegen. In Oslo bildet sich eine deutschfreundliche Regierung unter Vidkun Abraham Quisling, dem Führer der faschistischen Partei Nasjonal Samling. Das Kabinett wird aber weder vom norwegischen König Hakon VII. noch vom rechtmäßigen Parlament anerkannt. Um einer Verhaftung zu entgehen, flieht der norwegische König Hakon VII. vor den deutschen Truppen aus Oslo. Die deutschen Gesandten in Oslo und Kopenhagen mussten gleichzeitig mit dem Beginn der militärischen Operationen den Regierungen die Memoranden Adolf Hitlers überreichen. König Christian X. und die dänische Regierung entschließen sich, um 7.30 Uhr früh unter Protest den Widerstand einzustellen. Adolf Hitler räumt Dänemark eine gewisse Sonderstellung ein. König und Regierung dürfen weiter amtieren. Hitler verzichtet sogar auf die Einverleibung von Nordschleswig, das gemäß Versailler Vertrag abgetreten werden musste. Das Oberkomando der Wehrmacht meldet am Morgen: „Um dem im Gang befindlichen britischen Angriff auf die Neutralität Dänemarks und Norwegens entgegenzutreten, hat die Wehrmacht den bewaffneten Schutz dieser Staaten übernommen."


























Die englische Home Fleet läuft in Richtung Bergen aus, muß sich aber nach dem Angriff durch deutsche Bomber (47 Ju88 und 41 He111) wieder zurückziehen. Das Schlachtschiff Rodney und drei Kreuzer werden beschädigt, der Zerstörer Gurkha sinkt und vier Ju88 werden abgeschossen.
19 englische U-Boote beginnen intensive Operationen vor der Küste Norwegens, im Skagerrak, Kattegat und in der Nordsee.
In Beantwortung eines deutschen Memorandums erklärt die schwedische Regierung, daß sie strikt an der Neutralität des Landes festhalten und keinerlei Schritte gegen deutsche Maßnahmen in Norwegen unternehmen werde.
Adolf Hitler sendet Benito Mussolini am Morgen um 7 Uhr eine „Botschaft", um ihm die bereits im Gang befindliche Aktion mitzuteilen.
Die niederländische Regierung verhängt aufgrund der deutschen Aktionen in Dänemark und Norwegen den verschärften Bereitschaftszustand.
Adolf Hitler bewilligt der Krankenschwester Claire M., die in Weimar lebt, auf Vorschlag von Staatssekretär Otto Meissner eine monatliche Rente ab 1. April 1940 in Höhe von 200 RM, weil sie den kriegsverwundeten Adolf Hitler im Lazarett Beelitz während des Ersten Weltkrieges gepflegt hatte.

10.4.1940
Die am 9. April begonnene, fast kampflose Besetzung Dänemarks durch deutsche Truppen ist abgeschlossen. Die deutschen Truppen in Norwegen sind der britischen Landung um knapp zehn Stunden zuvorgekommen. Der deutsche Minenleger "Hansestadt Danzig" setzt in Rönne das II. Btl./Inf.Rgt. 305 ab zur Besetzung der Insel Bornholm.
Adolf Hitler spricht in der Lagebesprechung Erich Raeder seine „volle Anerkennung für die große Leistung der Kriegsmarine" aus.
Erste Schlacht von Narvik: Fünf englische Zerstörer greifen die zehn deutschen Zerstörer und die besetzten Küstenbatterien im Ofot-Fjord westlich von Narvik an. Die englischen Zerstörer "Hardy" und "Hunter" sowie die deutschen Zerstörer "Wilhelm Heidkamp" und "Anton Schmitt" gehen dabei verloren. Acht deutsche Transportschiffe und der Munitonstransporter "Rauenfels" werden ebenfalls versenkt. Das englische U-Boot "Thistle" wird durch das deutsche U-4 vor Stavanger versenkt. In Bergen versenken 15 britische Skua-Sturzbomber der 800. und 803. Naval Air Squadron der Fleet Air Arm den Leichten Kreuzer "Königsberg".
In der Zeitschrift "Wille und Macht" beschäftigt sich Ministerialdirektor Karl Lange, Mitglied des Reichsbankdirektoriums, mit der Frage der Kriegsfinanzierung, die nach seiner Ansicht allein durch ein erhöhtes Steueraufkommen und Sparmaßnahmen gewährleistet werden kann.

11.4.1940
In einer Rede vor dem britischen Unterhaus muss der Erste Lord der Admiralität, Winston Churchill, Meldungen über eine Landung britischer Truppen in Norwegen dementieren.
Adolf Hitler sendet Benito Mussolini wieder einen Brief und fordert ihn zu militärischen Demonstrationen auf. Der Duce antwortet umgehend, dass die „Vorbereitungen auf der Erde und in der Luft in beschleunigtem Rhythmus vorangehen". Der italienische Botschafter Bernardo Attolico wird in die Reichskanzlei beordert und Hitler äußert seine Zufriedenheit über die Mitteilung.
In Norwegen wird General Otto Ruge zum Oberbefehlshaber der norwegischen Armee als Nachfolger von Major-General Laake ernannt.
Sechs Wellington-Bomber (1 verloren) greifen den Flugplatz von Stavanger-Sola an. Dies ist zugleich der erste englische Tagesangriff auf ein Ziel auf dem europäischen Festland.

12.4.1940
Die polnische Stadt Lódz wird in Litzmannstadt umbenannt und an Stelle von Kalisch (Kalisz) zugleich Regierungshauptstadt des Reichsgaus Wartheland.
Das Sondergericht in Halle an der Saale verurteilt einen jungen Mann aufgrund mehrerer, in Ausnutzung der Verdunkelung begangener Einbrüche zum Tode.
In Mailand wird die 21. Mustermesse eröffnet, auf der 29 Nationen vertreten sind. Die Messe endet am 28. April.
Die dänische Verwaltung der Faerör-Inseln ist damit einverstanden unter britischen Schutz gestellt zu werden. Englische Truppen landen auf den Inseln am 13. April.
Im Sandefjord wird der brit. Dampfer "Thorland" von den Deutschen erbeutet, bei Stavern im Oslofjord das alte norweg. Torpedoboot "Hvas" (später Seestern).
Am Deutschen Opernhaus in Berlin findet die deutsche Erstaufführung der Oper "Palla de Mozzi" der italienischen Komponisten Giovaccino Forzano und Gino Marinuzzi statt.

13.4.1940
Der „Stellvertreter des Führers", Rudolf Heß, erlässt die Verordnung über die „Verstärkung des Frauen-Einsatzes im Kriege".
Bei Angriffen deutscher Unterseeboote gegen alliierte Streitkräfte kommt es in zahlreichen Fällen zu Torpedoversagern.
Die türkische Regierung bewilligt ihrem Ministerium für öffentliche Arbeiten einen Kredit von 10 Millionen türkischen Pfund (18,4 Mio. RM) für den Bau zweier Eisenbahnlinien, die Iran und Irak mit der Türkei verbinden sollen.
Zweite Schlacht von Narvik: Das englische Schlachtschiff HMS "Warspite" greift zusammen mit neun Zerstörern die noch acht verbliebenen deutschen Zerstörer an, welche alle versenkt werden oder von ihren Besatzungen nach dem Ausfall der Geschütze selbst versenkt werden. Drei englische Zerstörer werden beschädigt und die deutschen Matrosen schließen sich nach dem Verlust ihrer Schiffe den Gebirgsjägern in Narvik an. Das Swordfish-Aufklärungsflugzeug der HMS "Warspite" greift U-64 an. Admiral Whitworth will Narvik besetzen, muß aber die Frontallandung verwerfen.
Das Tiefseekabel Martrand - England wird von Schiff 47/ Wilhelm Huth und Schiff 26/ Julius Pickenpack durchgeschnitten.
Die Oper "Romeo und Julia" von Heinrich Sutermeister wird an der Staatsoper Dresden uraufgeführt.
Die Dortmunder Radrennfahrer Gustav Kilian und Heinz Vopel gewinnen die 145-Stunden-Fahrt in Cleveland (USA).

14.4.1940
Nach der Versenkung des deutschen Zerstörers "Z 12 Erich Giese" durch die britischen Zerstörer HMS "Cossack" und HMS "Foxhound" vor der Küste von Norwegen, verloren 83 Mann ihr Leben, weil von britischen Schiffen feige auf im Wasser treibende deutsche Überlebende mit Maschinengewehren und Bordkanonen geschossen wurde. Dasselbe wurde auch mehrfach über die Schiffbrüchigen bei anderen Seegefechten gemeldet, aber von der deutschen Wehrmachtsuntersuchungsstelle ist nur der Fall "Erich Giese" dokumentiert und offiziell anerkannt worden.

Die alliierten Truppen beginnen mit der Landung in Harstadt auf den Narvik vorgelagerten Lofoteninseln.
Die englische North Western Expeditionary Force (Nordwestliche Expeditions- streitmacht) beginnt mit Landungen bei Harstad (in der Nähe von Narvik) und Namsos (nördlich von Trondheim).
General von Falkenhorst, Befehlshaber der deutschen Truppen in Norwegen, droht drastische Maßnahmen gegen zivilen Widerstand an.
In einem Fußball-Länderspiel schlägt Jugoslawien die deutsche Mannschaft mit 2:1 (2:0) vor 50 000 Zuschauern in Wien.

15.4.1940
Reichsinnenminister Wilhelm Frick verfügt per Erlaß, daß alle in Heil- und Pflegeanstalten untergebrachten Juden seinem Ministerium zu melden sind.
Eine norwegische Abteilung hält die veraltete Festung Hegra, östlich von Trondheim, gegen starke deutsche Boden- und Luftstreitkräfte für drei Wochen bis zum 5. Mai.
Kiönig Haakon verkündet eine Proklamation an alle Norweger, daß diese alles in ihrer Macht tun müssten, um die Freiheit und Unabhängigkeit des Landes zu retten.
Das deutsche U-49 wird vor Harstad (bei Narvik) durch die englischen Zerstörer Brazen und Fearless versenkt. Dabei wird ein Diagramm mit den Operationsgebieten der einzelnen deutschen U-Boote erbeutet.
In New York wird der 700.000 US-Dollar (3,15 Mio. RM) teure Spielfilm "Dark Command" (Schwarzes Gold) uraufgeführt. Unter der Regie von Raoul Walsh spielen John Wayne und Claire Trevor.

16.4.1940
Die deutsche Truppeneinheit »Gruppe Narvik« erreicht im Vormarsch entlang der norwegischen Erzbahn-Transportstrecke die schwedische Grenze.
Britische Truppen besetzen "mit Zustimmung der dänischen Regierung" die Färöer-Inseln und errichten dort einen militärischen Stützpunkt.
Ein norwegisches Weissbuch zur deutschen Invasion wird veröffentlicht, welches 13 Forderungen auflistet, welche der deutsche Vertreter in Oslo wenige Stunden nach dem Angriff vom 9. April stellte.
Das Bilderbuch "Häschenschule" von Fritz Koch-Gotha überschreitet die Grenze von 250 000 verkauften Exemplaren.

17.4.1940
Aufgrund hoher Verluste der deutschen Truppen bei Narvik beabsichtigt Adolf Hitler, dem Kommandeur der 3. Gebirgs-Division, Generalmajor Eduard Dietl, zu befehlen, sich nach Süden durchzuschlagen oder sich in Schweden internieren zu lassen. Der Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generalmajor Alfred Jodl, kann ihn überzeugen, die Hoffnung nicht aufzugeben. Abends unterschreibt dann Hitler den Befehl an Dietl, sich solange wie möglich zu halten.
Mit 700 Mann Voraustruppen beginnt in Andalsnes eine alliierte Gegenlandung in Norwegen.
Der englische Kreuzer "Suffolk" beschießt den Flugplatz Stavanger-Sola sowie den Wasserflugzeug-Stützpunkt und richtet erhebliche Schäden an. Der Kreuzer wird jedoch von Junkers Ju88-Bomber verfolgt und schwer beschädigt.
Anläßlich der Eröffnung des Kriegshilfswerks für das Deutsche Rote Kreuz gibt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels einen Rechenschaftsbericht über das erste Kriegswinterhilfswerk 1939/40. Das bisherige Sammlungsergebnis seit 1933/34 beläuft sich danach auf eine Summe von mehr als 3 Milliarden Reichsmark.
Die österreichische Schauspielerin Katharina Schratt, Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, stirbt mit 86 Jahren in Wien.

18.4.1940
Zur Diskussion im britischen Unterhaus über die Verwendung des Begriffs »Deutscher« oder »Nationalsozialist« in amtlichen Mitteilungen, erklärt Premierminister Arthur N. Chamberlain, daß die Bezeichnung »Nationalsozialist« nur selten verwendet werde, das deutsche Volk sich für seine Regierung aber zu verantworten hat.
Nach langer Verzögerung entschließt sich die norwegische Regierung zu einer Kriegserklärung an Deutschland.
In Molde (in der Nähe von Andalsnes) wird ein britischer Stützpunkt eingerichtet. Weitere englische Truppen landen in der Nähe bei Alesund.
Adolf Hitler unterzeichnet ein Gesetz über die Deutsche Bücherei in Leipzig, die dadurch zur Anstalt des öffentlichen Rechts erhoben wird.
Der Schweizer Bundesrat und das Armeeoberkommando veröffentlichen eine Bekanntmachung über die "Kriegsmobilmachung bei Überfall".
In Andalsnes (Norwegen) wird die 148. britische Inf.Brigade angelandet.
950 deutsche Soldaten kommen mit T-Booten und Dampfer "Angelburg" in Larvik und 1000 Soldaten in Oslo an.

19.4.1940
Adolf Hitler muss zugeben, dass seine Versuche, König und Regierung in Norwegen zur Anerkennung der deutschen Schutzherrschaft zu veranlassen, gescheitert waren. Er lässt den Gauleiter und Oberpräsident von Essen Josef Terboven zu sich kommen und ernennt ihn zum Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete.
Die englische 146.Infanterie-Brigade erreicht von Namsos aus Verdal, 80 km vor Trondheim. Französische Chasseurs Alpins (Gebirgsjäger) werden als Verstärkung in Namsos ausgeschifft. Jedoch überflügeln deutsche Truppen, angelandet von zwei Zerstörern in der Nähe von Steinkjer im Trondheim-Fjord, die Alliierten und zwingen diese zum Rückzug. Die englische 148.Infanterie-Brigade schließt, von Andalsnes aus kommend, zu norwegischen Einheiten bei Lillehammer auf.
Vor dem Marineausschuß des US-amerikanischen Senats befürwortet der Flottenchef Admiral Harold R. Stark eine Erweiterung des Flottenaufrüstungsprogramms um 25%. Das US-amerikanische Marineministerium stellt die Forderung auf Ausbau der Insel Guam (Marianengruppe im Pazifik) zu einem Luft- und U-Boot-Stützpunkt, um die politische Lage in Fernost zu stabilisieren.
Kardinal Adolf Johannes Bertram sendet im Namen des Gesamtepiskopats der deutschen Bischöfe einen Geburtstagsglückwunsch an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler.

20.4.1940
Adolf Hitler, Führer und Reichskanzler sowie Oberster Befehlshaber der Wehrmacht, wird 51 Jahre alt. Adolf Hitler wird 51 Jahre alt. Sein Geburtstag findet ohne große Parade statt. Die drei Oberbefehlshaber des Heeres, Marine und Luftwaffe gratulieren als erste. Der Führer verleiht dem Chef des Stabes der Seekriegsleitung, Vizeadmiral Otto Schniewind, und dem Befehlshaber der U-Boote, Konteradmiral Karl Dönitz, das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes". „Volksabordnungen", Trachtengruppen und Kinder halten Vorführungen auf dem Wilhelmplatz ab, Hitler zeigt sich tagsüber mehrmals auf dem Balkon. Die Zahl der ausländischen Glückwünsche ist beträchtlich kleiner geworden. Adolf Hitler sendet Dankestelegramme an König Viktor Emanuel III. und Benito Mussolini.

Adolf Hitlers „Mein Kampf" liegt in einer Gesamtauflage von 6 Mio. Stück auf. Der Zentralverlag der NSDAP bezeichnet es als „das Buch der Deutschen".
Adolf Hitler verleiht Hans Posse, Direktor der Dresdener Gemäldegalerie, den Titel eines Professors.
Auf Anordnung des Generalgouverneurs für die besetzten polnischen Gebiete, Hans Frank, wird im Generalgouvernement eine "Volksdeutsche Gemeinschaft" errichtet.
Aufgrund eines Geheimerlasses des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht werden alle jüdischen Mischlinge und Ehemänner von Jüdinnen aus der Wehrmacht entlassen.
Die nach dem Einmarsch der deutschen Besatzer verfügte Demobilisierung der dänischen Armee wird abgeschlossen.
Das von britischen Truppen besetzte Namsos in Norwegen wird durch einen deutschen Luftangriff fast völlig zerstört.
2.500 deutsche Soldaten treffen mit den Dampfern "Angelburg" und "Arensburg" in Larvik ein.
Die zeitgenössische Oper "Alexander in Olympia" des Stuttgarter Komponisten Marc-André Souchay wird am Opernhaus Köln uraufgeführt.
Der aus dem Dritten Reich emigrierte Theater- und Opernregisseur Paul Walter Jacob eröffnet in Buenos Aires die "Freie Deutsche Bühne".

21.4.1940
Während ihres Vormarsches in Norwegen stößt die 196. deutsche Infanterie-Division bei Lillehammer erstmals auf britische Truppen, die aber zurückgeworfen werden.
RAF-Bomber (1 Verlust) greifen den Flugplatz von Aalborg in Nord-Dänemark und den Stavanger-Sola-Flugplatz in Südwest-Norwegen an.
Italiens Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini gibt anlässlich einer Rede vor Arbeitsinvaliden in Rom die Parole "Arbeiten und Rüsten" aus.
Nach einer Meldung der französischen Nachrichtenagentur "Havas" verzichtet die französische Sportzeitung "L'Auto" auf die diesjährige Durchführung der Radrundfahrt durch Frankreich, Tour de France.
Die kroatische Fußballmannschaft gewinnt ein Spiel gegen die Auswahl der Schweiz in Bern 1:0 (0:0).
In Amsterdam besiegt die Fußballnationalmannschaft der Niederlande Belgien mit 4:2 (3:0). Unter den 45 000 Zuschauern befindet sich auch das niederländische Kronprinzenpaar.

22.4.1940
Der Reichsbeauftragte für Metalle, SS-Oberführer Walter Zimmermann, stellt in der "Frankfurter Zeitung" fest, dass die Metallsammlungen im Rahmen der Metallspende den Rohstoff für die Vollbeschäftigung auf sieben Metallhütten sichern.
Der SS-Mann Odilo Globnocnik kündigt einen Plan zur verstärkten Nutzung jüdischer Zwangsarbeit und zur Schaffung von Arbeitslagern für jüdische Männer und Frauen an.
Adolf Hitler lässt im „Völkischen Beobachter" eine Danksagung für die zahlreichen erhaltenen Geburtstagsgrüße an das deutsche Volk veröffentlichen.
In der täglichen Lagebesprechung wird über das Thema der Torpedoversager der U-Boote gesprochen.
In ihrem Sportteil berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" über die Neufassung der Fußballspielregel beim "Sperren ohne Ball".

23.4.1940
Im Abschlußkommuniqué einer zweitägigen Sitzung des Obersten Kriegsrats der Alliierten in Paris werden der gemeinsame Kampf mit der polnischen Exilregierung und deren volle Unterstützung hervorgehoben.
Deutsche Bomber greifen in der Nacht vom 22. auf den 23. April den englischen Flottenstützpunkt Scapa Flow in Nord-Schottland an.
Australiens Ministerpräsident Menzies droht, die Kohlenzechen mit Gewalt wieder zu eröffnen, falls die Bergleute ihren seit sechs Wochen andauernden Streik nicht beenden. Der Streik wird schließlich am 15. Mai durch ein Schiedsgericht beigelegt.

24.4.1940
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ernennt Josef Terboven, Gauleiter von Essen, zum Reichskommissar für die norwegischen Gebiete und verfügt die Einrichtung einer deutschen Zivilverwaltung. Der Reichskommissar ist Wahrer der Reichsinteressen und übt im zivilen Bereich die oberste Regierungsgewalt aus.
Die Regierung des Generalgouvernements ordnet für die Bevölkerung der Jahrgänge 1919 bis 1925 die generelle Arbeitspflicht an.
Das englische Schlachtschiff "Warspite" und drei Kreuzer beschießen Narvik. Die geplante Landung von Truppen vom Kreuzer Vindictive wird jedoch abgebrochen.
Drei französische Zerstörer greifen deutsche Patrouillenboote in der Nacht vom 23. auf den 24. im Skagerrak an und wehren Luftangriffe ab.
Nach einem Erlass des Reichssicherheitshauptamtes, ist die Auswanderung von Juden aus dem Reichsgebiet auch während des Krieges zu fördern.
Die Regierung des Protektorats Böhmen und Mähren legt durch Verordnung die Rechtsstellung der jüdischen Bevölkerung im öffentlichen Leben fest. Danach werden Juden aus öffentlichen Diensten, freien Berufen und vom politischen Leben ausgeschlossen.
Der Spionagefilm "Der Fuchs von Glenarvon" über die Zeit der irischen Freiheitskämpfe gegen die Briten wird in Berlin uraufgeführt. Unter der Regie von Max W. Kimmich spielen Olga Tschechowa, Elisabeth Flickenschildt, Karl Ludwig Diehl u.a.

25.4.1940
Ein Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht, in dem die Bombenwürfe registriert werden, stellt gleichzeitig fest, daß der Feind damit den Luftkrieg gegen unverteidigte Orte ohne militärische Bedeutung eröffnet hat.
Josef Terboven nimmt sein Amt in Oslo auf und erklärt gegenüber dem Führer der norwegischen „Nasjonal Sämling" (NS) Vidkun Quisling, der glaubte, mit Hilfe der NS eine nationale norwegische unabhängige Regierung bilden zu können, unmissverständlich klar, dass er zur Unterstützung der „NS" nicht bereit sei. Terbovens Politik mit dem Ziel der Eingliederung Norwegens in den Herrschaftsbereich des Großdeutschen Reiches und seine Gleichschaltungsmaßnahmen führen zu immer stärkeren Widerstandsbewegungen im norwegischen Volk.
König Hakon VII. von Norwegen verständigt den Obersten Gerichtshof in Oslo darüber, daß die norwegische Regierung mit dem Deutschen Reich auf keiner anderen Grundlage als der des vollständigen Rückzugs der deutschen Truppen aus Norwegen verhandeln werde.
Die englischen bewaffneten Trawler "Bradman", "Hammond" und "Larwood" werden durch deutsche Flugzeuge vor Andalsnes versenkt. Sie werden später von den Deutschen gehoben und als Patroullienboote "Friese", "Salier" und "Franke" wieder in Dienst gestellt.
Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem dänischen Landwirtschaftsrat und einer deutschen Handelsdelegation werden die in dänischen Kühlhäusern lagernden Fleischkontingente aus der Kriegsbevorratung ins Deutsche Reich ausgeführt.
Der Film "Der Postmeister" nach der gleichnamigen Novelle von Alexander S. Puschkin, wird in Wien uraufgeführt. Die Titelrolle spielt Heinrich George.
In einer Presseerklärung gibt das Finnische Olympische Komitee seinen Verzicht auf die Durchführung der Olympischen Sommerspiele 1940 bekannt.

26.4.1940
Auf Wunsch des belgischen Königs Leopold III. nimmt das Kabinett unter Ministerpräsident Hubert Graf Pierlot seine am Vortag eingereichte Demission zurück.
Besprechungen Adolf Hitlers mit Erich Raeder, Wilhelm Keitel, Alfred Jodl und Karl Jesko von Puttkammer.
Norwegische und britische Truppen halten den deutschen Vormarsch im Gudbrandsdal-Tal bei Kvam auf. Der norwegische Oberbefehlshaber, General Ruge, veröffentlich einen optimistischen Tagesbefehl: "...nun ist die Zeit des Rückzuges beendet..., bleibt standhaft ... und der Sieg wird unser sein !"
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stattet Rudolf Heß in dessen Berliner Wohnung einen Besuch ab und gratuliert zu dessen 46. Geburtstag.
In Heidelberg stirbt der deutsche Chemiker und Nobelpreisträger von 1931, Carl Bosch, 65jährig.

27.4.1940
Das Reichsarbeitsministerium erarbeitet einen ersten vertraulichen Entwurf über den verstärkten Einsatz von Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung.
1900 deutsche Soldaten werden in Oslo wohlbehalten ausgeschifft.
Vor dem diplomatischen Korps und der nationalen und internationalen Presse verliest Joachim von Ribbentrop eine Erklärung, in der er politische Dokumente der anderen Mächte vorlegt, die seiner Ausführung nach dem Deutschland aufgezwungenen Krieg belegen.

28.4.1940
Adolf Hitler richtet wieder einen Brief an Freund Benito Mussolini, um ihn über die militärischen Erfolge in Norwegen aufzuklären.
Das englische Passagierschiff Queen Mary (81.200 Tonnen) erreicht von New York aus kommend Kapstadt (Südafrika), nach einer Rekordzeit von nur 12 Tagen.
Die Mille Miglia (1000-Meilen-Automobilrennen) um den Großen Preis von Brescia gewinnen Fritz Huschke Freiherr von Hanstein und Walter Bäumer auf BMW in 8:54:46 h mit 16 min Vorsprung vor dem italienischen Alfa-Romeo-Team.

29.4.1940
Englische Truppen landen bei Bodo, südlich von Narvik. Der Kreuzer HMS "Glasgow" transportiert König Haakon, Kronprinz Olav und die norwegische Regierung von Molde nach Tromsö in Nord-Norwegen. Die norwegische Regierung verbreitet eine Erklärung gegen den deutschen Terrorismus in welcher behauptet wird, daß Mitglieder der Regierung persönlich Zeugen von Gewaltakten gegen unbewaffnete und unschuldige norwegische Zivilisten wurden.
U-50 wird von den Zerstörern HMS "Amazon" und HMS "Witherington" vor den Shetland-Inseln versenkt. Das englische U-Boot "Unity" wird versehentlich durch das Frachtschiff "Atle Jarl" vor der Tyne gerammt und versenkt.
Das US-amerikanische Justizdepartement in Washington benennt ein Sonderkorps für die aktive Überwachung der Einhaltung des Neutralitätsgesetzes.
Adolf Hitler sendet zwei Glückwunschtelegramme zum Geburtstag an den Prinzregenten Paul von Jugoslawien und an Kaiser Hirohito von Japan.

30.4.1940
In Litzmannstadt (Lódz) wird ein bewachtes Ghetto für die jüdische Bevölkerung errichtet.
Im besetzten polnischen Gebiet Reichsgau Wartheland beginnt die Realisierung des "Zweiten Nahplans" zur Umsiedlung von Polen ins Generalgouvernement. Bis Oktober 1940 sollen monatlich durchschnittlich 15.000 Polen umgesiedelt werden.
Gegenwärtig befinden sich 210.000 polnische Arbeitskräfte im Deutschen Reich. Damit bleibt das von der Reichsregierung auferlegte Soll von zu diesem Zeitpunkt mindestens 500.000 Arbeitskräften um mehr als die Hälfte unterschritten.
Adolf Hitler besucht den Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop in dessen Berliner Haus und gratuliert ihm zum 47. Geburtstag.
Adolf Hitler erlässt am Abend eine Proklamation an die „Soldaten des norwegischen Kriegsschauplatzes", mit dem er ihnen den „Dank der Nation" ausspricht und ihrem Oberbefehlshaber, General Nikolaus von Falkenhorst, das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" verleiht.
Die Briten beginnen mit der Evakuierung von Andalsnes, Molde und Alesund in Mittel-Norwegen. Die Evakuierungen werden in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai abgeschlossen.
Ein Heinkel He111 Bomber, beladen mit Magnetminen, wird durch Flugabwehrfeuer beschädigt und stürzt auf Clacton-on-Sea in der Grafschaft Essex. Die vierköpfige Besatzung und zwei Zivilisten kommen ums Leben, 156 Personen werden verletzt und 50 Häuser werden zerstört.
Deutsche Kolonnen von Oslo und Trondheim treffen in Mittel-Norwegen zusammen.
Mit Beginn des neuen "Landjahrs" im Deutschen Reich werden allein in den eingegliederten Ostgebieten (Westpolen) 3000 Jugendliche zum einjährigen Arbeitsdienst herangezogen.
Das deutsche Institut für Konjunkturforschung veröffentlicht eine vertrauliche Vierteljahresbilanz über die Versorgung des Deutschen Reichs mit Filmproduktionen. Darin heißt es: "Im Zusammenhang mit der politischen Umwälzung hat sich der großdeutsche Theaterpark wesentlich vergrößert".
Der aus Ungarn stammende und in Wien lebende Operettenkomponist Franz Lehár wird 70 Jahre alt und erhält den Ehrenring der Stadt Wien. Adolf Hitler verleiht ihm die „Goethe-Medaille" für Kunst und Wissenschaft.

Deutsche Truppen in Oslo
Ghetto Litzmannstadt
die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Fritz Todt

Edouard Daladier

Paul Reynaud

Großadmiral Erich Raeder

Lawrenti P. Berija

Hochverräter Hans Oster

Robert Ley

Fritz Thyssen

Das NKWD war zuständig für politische Überwachung, Nachrichten-dienst, politische Strafjustiz, Verwaltung der Verbannungs- und Straf- lager und Grenzschutz. Es war das Instrument stalinistischen Terrors.             

Das NKWD war zuständig für politische Überwachung, Nachrichten-dienst, politische Strafjustiz, Verwaltung der Verbannungs- und Straf- lager und Grenzschutz. Es war das Instrument stalinistischen Terrors.             

Nach dem Fund fand eine Exhumierung durch eine internationale Unter-suchungskommission von 12 europäischen Gerichtsmedizinern statt, die am 28. April 1943 die bereits aufgedeckten Massengräber begutachtete.                

Nach dem Fund fand eine Exhumierung durch eine internationale Unter-suchungskommission von 12 europäischen Gerichtsmedizinern statt, die am 28. April 1943 die bereits aufgedeckten Massengräber begutachtete.                

 

Die Wochenschau vom 13.März.1940 Deutsche Heimatfront - Szenen von der Ausbildung und von Schießübungen der Hitler-Jugend

Unternehmen Weserübung, auch Fall Weserübung, war der Deckname für den deutschen Überfall auf Norwegen und Dänemark am 9. April 1940            

Unternehmen „Weserübung“: Ein deutscher Flakposten sichert im Hafen von Norwegens Hauptstadt Oslo die Anlandung eines Truppentransporters             

Insgesamt 16 Boote der Typen Zerstörer 1934 und 1934A wurden gebaut.           

Die Wochenschau vom 17.April 1940 - Die deutsche Truppen landen in Dänemark. Waffen mit Munition und Verpflegung werden entladen.

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen