Chronik des Nationalsozialismus März / April 1944

MÄRZ 1944

1.3.1944
Auf dem Obersalzberg empfängt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Gegenwart des Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop und des Feldmarschalls Wilhelm Keitel den kroatischen Ministerpräsidenten Nikolaus Manditsch und den Außenminister Peritsch, zu einer Aussprache über die gemeinsamen und aktuellen kroatischen Fragen.
An der Ostfront brechen die Russen die deutsche Verteidigungslinie südlich von Narwa auf.
Der deutsche Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Albert Speer, gibt die Gründung des »Jägerstabs« bekannt. Der Organisation fällt die Aufgabe zu, die Produktion der Bf 109 und FW 190 auf bisher ungekannte Größenordnungen zu steigern. Zahlreiche neue Montagebänder werden in bombensicheren Salzstöcken und Tunnels eingerichtet, die Lagerbestände aller Komponenten werden aufgebraucht und die Pläne für die Massenfertigung des neuen Düsenjägers Me 262 zurückgestellt. Karl-Otto Saur wird Stellvertreter Albert Speers im neu gebildeten „Jägerstab".
Fritz Sauckel, Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz im Deutschen Reich, gibt auf einer Planungskonferenz bekannt, dass von den "Millionen ausländischen Arbeitskräften, die nach Deutschland gekommen sind, keine 200.000 freiwillig" kamen.
Die deutschen Kleinkampfmittel-Verbände erhalten einen eigenen Chiffrier-Code »Eichendorff«. Er wird auf alliierter Seite als »Bonita« bezeichnet und schon im Mai 1944 gebrochen.
Auf der "Verlags-Sperrliste März 1944" erscheinen u.a. der Brockhaus-Verlag, der Goldmann-Verlag sowie die Verlage Schöningh und Westermann.

2.3.1944
Lancaster- und Halifax-Bomber der Royal Air Force fliegen einen Angriff auf die wichtigen Flugzeugfabriken bei Meulan-les-Mureaux und Albert in Frankreich an.
Das Landesernährungsamt in Straßburg teilt mit, dass alliierte Flugzeuge in den letzten Tagen gefälschte Lebensmittelkarten über elsässischem Gebiet abgeworfen haben. Jeder, der diese Marken verwendet, - so die behördliche Mitteilung - werde als Kriegsverbrecher eingestuft und müsse mit Zuchthausstrafen oder sogar mit der Verhängung der Todesstrafe rechnen.
Großbritannien stellt die Lieferung von Militärgütern an die Türkei ein.
Die britische Regierung spendet 3873 Pfund an das Internationale Rote Kreuz. Die Hilfsorganisation soll mit diesem Geld eine Zweigstelle in Schanghai eröffnen.
Der US-amerikanische Spielfilm "Casablanca" mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in den Hauptrollen erhält bei der "Oscar-Verleihung" drei der begehrten Trophäen.

3.3.1944
In Italien stellt die deutsche Artillerie den Beschuss des alliierten Brückenkopfes von Anzio ein.
Bei einer Lagebesprechung im „FHQ Obersalzberg" erklärt Adolf Hitler, im Beisein von Joseph Goebbels, dass Ende März ein zu später Termin für den geplanten Einmarsch in Ungarn sei. Im Weiteren äußert sich der Führer im abendlichen Gespräch, dass sofort ein Rauchverbot in Straßenbahnen ausgesprochen wird.
Die Partisanen-Gruppen im besetzten Griechenland EDES (Royalisten) und ELAS (Kommunisten) unterzeichenen einen 'Waffenstillstand' und versprechen, von nun an gemeinsam gegen die deutschen Besatzungstruppen zu kämpfen.
Der sowjetische Partei- und Staatschef Josef W. Stalin lehnt Verhandlungen mit der polnischen Exilregierung in London ab. Er erklärt sich nur zu Gesprächen mit dem kommunistisch orientierten "Lubliner Komitee" bereit.
US-Präsident Roosevelt gibt bekannt, daß die italienische Flotte zu gleichen Teilen zwischen den USA, Großbritannien und Russland aufgeteilt wird. In den anschließenden Monaten erhält die Rote Flotte der Sowjetunion erst einmal britische und amerikanische Schiffe auf Leihbasis, bis die italienischen Einheiten verwendungsbereit sind.
Bei einem Eisenbahnunglück in Süditalien kommen über 500 Menschen ums Leben. Sie ersticken an giftigen Gasen, da sich der Unfall in einem Tunnel ereignet.
In Wien findet die Uraufführung des Spielfilms "Schrammeln" von Géza von Bolváry mit Paul Hörbiger, Hans Moser, Marte Harell und Hans Holt in den Hauptrollen statt.
Der Spielfilm "Familie Buchholz" von Carl Froelich wird in Berlin uraufgeführt. Das Lustspiel mit Henny Porten, Paul Westermeier, Käthe Dyckhoff, Grethe Weiser und Elisabeth Flickenschildt wird ein großer Erfolg.

4.3.1944
An der Ostfront beginnt auf 1100 km Breite die Sowjet- Frühjahrsoffensive. Die deutschen Truppen werden aus der Ukraine langsam verdrängt.
Erster US-Luftangriff auf Berlin. 30 B-17 Fliegende Festungen führen einen Probeangriff bei Tage durch. 344 RAF-Bomber greifen nachts Hamburg an. 913 t Bomben fallen, hauptsächlich auf den Vorort Wedel. 10 Flugzeuge gehen verloren. 117 deutsche Bomber greifen in derselben Nacht London an und verlieren 6 Maschinen.
In Norditalien beginnt ein fünftägiger Streik der Arbeiter gegen die Zwangsverpflichtungen ins Deutsche Reich.
US-amerikanische Truppen erobern die bisher von Japanern besetzten Gilbertinseln im Pazifik.

5.3.1944
Marschall Georgi K. Schukow übernimmt das Kommando über die Ukrainische Front der Roten Armee.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erörtert mit Generalluftzeugmeister Erhard Milch und Diplom-Ingenieur Karl-Otto Saur die Probleme der Luftrüstung.
Der französische surrealistische Dichter und Maler Max Jacob stirbt nach seiner Verhaftung am 24. Februar in dem deutschen Konzentrationslager Drancy in der Nähe von Paris.
In Sankt Anton am Arlberg werden die Deutschen Alpinen Skimeisterschaften beendet. Meister in der Kombination werden bei den Herren Engele Haider und bei den Damen Mirl Fischer.

6.3.1944
Die Terrorluftwaffe der Alliierten greift Berlin an. 730 B-17 Fliegende Festungen und B-24 Liberator der 8. US-Air-Force (69 verloren) bombardieren die Hauptstadt mit Brand- und Sprengbomben. 796 P-38 Ligtning, P-47 Thunderbolt und P-51 Mustang (11 verloren) sowie 2 Mustang-Staffeln der RAF eskortieren die Bomber über die gesamte Flugstrecke. Die US-Flugzeuge liefern sich eine fortlaufende Luftschlacht mit deutschen Abfangjägern (18 verloren) von der holländischen Küste bis nach Berlin. Heftiges Flak-Feuer über dem Ziel.
Englische Halifax-Bomber der Royal Air Force bombardieren die Rangierbahnhöfe bei Trappes auf der Eisenbahnstrecke von Paris in die Bretagne.
Finnland leitet intensive Verhandlungen mit der Sowjetunion über einen eventuellen Waffenstillstand ein.
William Patrick Hitler erhält dank der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Geheimdienst doch noch Gelegenheit zum Militärdienst zu kommen. Er meldet sich im Rekrutierungsbüro der US-Navy und wird aufgenommen. Er kommt an die Front und wird verwundet, wo ist nicht bekannt, seine Marineakten sind verschwunden.
In Birma beginnt eine fünfmonatige alliierte Luftlandeoperation, bei der angloindische Verbände mit Flugzeugen hinter der japanischen Front abgesetzt werden. Dort werden Stützpunkte ("Strongholds") errichtet, die als Basislager für weitere Vorstöße dienen.

7.3.1944
Adolf Hitler führt mit Offizieren des Armeeoberkommandos Gespräche über die Situation bei Nettuno.
Alliierte Bomber greifen die Rangierbahnhöfe von Florenz und Rom an.
In Burma beginnt eine japanische Großoffensive über den Fluss Chindwin hinweg (Unternehmen U-Go). Amerikaner und Chinesen schließen 2.000 Japaner im Hukawng-Flußtal ein.
Im Deutschen Reich soll mit einer Werbeaktion dem Mangel an Arbeitskräften entgegengetreten werden. Mitglieder der NS-Frauenschaft ziehen von Haus zu Haus, um Frauen
für den Arbeitseinsatz zu gewinnen.

Die NS-Frauenschaft war eine Gliederung der NSDAP. Sie übernahm die           politische, kulturelle und weltanschauliche Erziehung deutscher Frauen im Sinne des Nationalsozialismus. Sie betreute zusätzlich das Deutsche Frauenwerk. Zu ihren Einrichtungen gehörten die Mütterschulen, Mütterschulungskurse, Lehrküchen, Heime und Säuglingspflegekurse, Beratungsstellen etc. Ihre Zeitschrift war die NS-Frauen-Warte. Die NS-Frauenschaft  entstand  1931  als  Zusammenschluß  aller  weiblichen  Mitglieder  der  NSDAP.  Reichsfrauenführerin  war Gertrud Scholtz-Klink.


Die NS-Frauenschaft war eine Gliederung der NSDAP. Sie übernahm die           politische, kulturelle und weltanschauliche Erziehung deutscher Frauen im Sinne des Nationalsozialismus. Sie betreute zusätzlich das Deutsche Frauenwerk. Zu ihren Einrichtungen gehörten die Mütterschulen, Mütterschulungskurse, Lehrküchen, Heime und Säuglingspflegekurse, Beratungsstellen etc. Ihre Zeitschrift war die NS-Frauen-Warte. Die NS-Frauenschaft  entstand  1931  als  Zusammenschluß  aller  weiblichen  Mitglieder  der  NSDAP.  Reichsfrauenführerin  war Gertrud Scholtz-Klink.


8.3.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt den »Führerbefehl Nr. 11«, in dem der »Kommandant des festen Platzes« als ein Soldat definiert wird der bis zum Ende die Stellung hält.
Winston Churchill fordert seine zaudernden Stabschefs auf, sich darauf vorzubereiten, notfalls "Deutschland mit Giftgas zu durchtränken". Er ordert bei den Amerikanern eine halbe Million Milzbrandbomben. Zwei Monate später wurden 5000 dieser Bomben über den Atlantik transportiert.
Die 8. US-Air-Force bombardiert die Erkner-Kugellagerfabrik in der Nähe von Berlin.
Anlässlich des Internationalen Frauentages heben zahlreiche Presseberichte in der UdSSR die bedeutende Rolle sowjetischer Frauen und Mädchen bei der Landesverteidigung hervor.
Mit der Forderung nach Lohnerhöhungen tritt ein Großteil der Bergarbeiter in Wales in den Streik. Die mehrere Wochen andauernden Arbeitsniederlegungen beeinträchtigen die gesamte Wirtschaft Großbritanniens.
Nach einer amtlichen Mitteilung aus Stockholm wurden seit Kriegsbeginn insgesamt 67 ausländische Kampfflugzeuge in Schweden zur Landung gezwungen, da sie in den Luftraum des Landes eingedrungen waren.

9.3.1944
Der russische Armeegeneral Rodion Jakowlewitsch Malinowski überschreitet im Süden mit seiner 3. Ukrainischen Front den Fluss Ingul.
In einem Vortrag vor Adolf Hitler und Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop tritt der Stellvertretende Chef des Wehrmachtführungsstabes, Generalleutnant Walter Warlimont, der Auffassung entgegen, dass sich die Zustände in Kroatien verbessert hätten, und unterstreicht die ungebrochene Aktivität der Tito-Verbände.
Nach Angaben der amerikanischen Indianerbehörde stehen etwa 23 000 Indianer im Kriegsdienst der USA; sie werden vorwiegend als Kundschafter eingesetzt.
Die siebenfache Giftmörderin Helene Möller wird von einem Sondergericht in Rostock zum Tode verurteilt. Die Angeklagte, die fünfmal verheiratet war, hatte von 1935 bis 1943 sieben Menschen, darunter ihre beiden Kinder aus erster Ehe und drei ihrer Ehemänner, durch Gift ermordet und dies auch noch bei neun weiteren Personen versucht. Die Motive der Taten bleiben ungeklärt.

10.3.1944
Die 2. Ukrainische Front rückt innerhalb von 5 Tagen bis zu 71 km vor. Trotz des tiefen Schlamms des einsetzenden Frühjahrstauwetter können die Russen weiter vorrücken, da sie über zahlreiche geländegängige US-LKWs aus dem ansteigenden Lend-Lease-Programm verfügen.
Heinrich Himmler besucht Adolf Hitler auf dem Obersalzberg und stellt ihm seinen neuen „Verbindungsführer der Waffen-SS beim Führer" den SS-Gruppenführer Hermann Fegelein vor.
Die britische Regierung ordnet die Einstellung des Reiseverkehrs zwischen Großbritannien und Irland an. Damit soll die neutrale Republik, die entgegen der Forderung der Alliierten Kontakte zu den Achsenmächten unterhält, aus Sicherheitsgründen so weit wie möglich isoliert werden.
Der US-amerikanische Spielfilm "The Fighting Seabees" (Alarm im Pazifik) mit John Wayne in der Hauptrolle wird uraufgeführt.

11.3.1944
Auf dem »Berghof« bei Berchtesgaden will Rittmeister Eberhard von Breitenbuch auf Betreiben von Henning von Tresckow ein Attentat auf den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verüben. Das Vorhaben scheitert, da Breitenbuch nicht in das Beratungszimmer Hitlers gelangt.
Der ehemalige Innenminister der französischen Regierung von Vichy, Pierre Pucheu, wird von einem Kriegsgericht der französischen Exilregierung in Algier zum Tode verurteilt. Ihm wird die Zusammenarbeit mit den Deutschen zur Last gelegt. Das Urteil wird am 20. März durch Erschießen vollstreckt.
US-Bomber greifen Toulon, Padua and Florenz an.

12.3.1944
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler bleibt den Heldengedenktagsveranstaltungen in Berlin fern. Statt seiner hält Großadmiral Karl Dönitz eine Rede, die im Rundfunk übertragen wird. Er erklärt u.a.: „Der Führer, der uns mit vorausschauendem Weitblick, Entschlossenheit und Kühnheit führt, der unermüdlich für uns alle sorgt, kraftvoll und elastisch die einmalige Größe einer Bürde trägt, wird uns sicher durch diesen Daseinskampf unseres Volkes steuern."
Adolf Hitler unterzeichnet den Operationsbefehl für den Einmarsch in Ungarn. Der Einsatz der Kräfte für die erste Operationszone in Westungarn soll in vier Kampfgruppen auf das Stichwort „Margarethe" erfolgen.
Die Haussammlung zum siebten Opfersonntag des Winterhilfswerks im Deutschen Reich erbringt 64.740.672,70 Reichsmark; dies bedeutet gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres eine Steigerung um 12,8%.
Die Exil-Regierung der Tschechoslowakei in London ruft über Rundfunk zum bewaffneten Widerstand auf.
Zum Heldengedenktag gibt die Deutsche Reichspost eine Reihe von 13 Sondermarken heraus, auf denen die Wehrmacht und ihre Waffen dargestellt sind.
Papst Pius XII. bittet die kriegführenden Mächte, die Stadt Rom vor Kämpfen und Zerstörung zu bewahren.
Der deutsche Schriftsteller Carl Zuckmayer, der im US-amerikanischen Exil an dem Drama "Des Teufels General" schreibt, meldet sich zu Wort. Zum Tode des deutschen Widerstandskämpfers Carlo Mierendorff hält er in New York eine Rede, in der er dem Deutschen Reich schwere Vorwürfe macht, eine Kollektivschuld des gesamten deutschen Volkes jedoch nicht anerkennen will.

13.3.1944
Zum sechsten Jahrestag des "Anschlusses von Österreich an das Deutsche Reich" erklärt der britische Außenminister Robert Anthony Eden mit Hinweis auf die sog. Moskauer Erklärung, in der Österreich als Opfer der Nationalsozialisten bezeichnet wurde: "Ich hoffe, es wird heute das letzte Mal sein, dass Sie des Jahrestages unter dem Joch Hitlers gedenken müssen."
Das deutsche U-Boot U852 unter Kptlt. Heinz-Wilhelm Eck torpediert den griechischen Handelsdampfer "Peleus". Bei dem Versuch, verräterische Wrackteile mit der Bordkanone zu versenken, wird die Erschießung von Schiffbrüchigen, die an dem Treibgut Halt suchen, vorsätzlich billigend in Kauf genommen. Nach Kriegsende werden Kptlt. Eck und seine Offiziere in Hamburg vor ein englisches Kriegsgericht gestellt. Es ist der einzige Fall einer Beschießung Schiffbrüchiger durch deutsche Truppen.
Die königstreue Regierung in Süditalien nimmt mit der UdSSR diplomatische Beziehungen auf.
Ein japanischer Truppenkonvoi auf dem Weg zu den Marianen-Inseln wird durch das US-Unterseeboot „Sandlance" vernichtet.

14.3.1944
Die 3. Ukrainischen Front unter dem Kommando von General Rodion Jakowlewitsch Malinowski beseitigt einen Kessel in der Nähe von Nikolajew, wobei 10.000 deutsche Soldaten getötet und 4.000 gefangen genommen werden.
Die polnische Exilregierung in London gibt bekannt, dass rund 10.000 Personen, die in Konzentrationslagern bei Lemberg inhaftiert waren, von Deutschen umgebracht worden seien.
Adolf Hitler übermittelt dem Staatspräsidenten Josef Tiso zum slowakischen Nationaltag in einem herzlichen Telegramm, seine Glückwünsche.
Das surrealistische Drama "Wie man Wünsche beim Schwanz packt" von Pablo Picasso wird das erste Mal aufgeführt. In der Pariser Wohnung des Schriftstellers Michel Leiris lesen Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Albert Camus u.a. das Theaterstück vor zahlreichen Gästen mit verteilten Rollen.
"Jacobowsky und der Oberst", eine Komödie von Franz Werfel, in der er eigene Erlebnisse aus der Zeit seiner Emigration verarbeitet, wird in der englischen Fassung am Martin Beck Theatre in New York uraufgeführt.

15.3.1944
An der Ostfront erreicht die 2. Ukrainische Front unter Armeegeneral Iwan Stepanowitsch Konew den Fluss Bug in der Nähe von Uman.
1.000 viermotorige RAF-Nachtbomber greifen Stuttgart an und werfen 3.000 t Bomben durch eine dichte Wolkendecke. Bei zahlreichen Kämpfen mit deutschen Nachtjägern gingen insgesamt 40 RAF-Bomber verloren.
Alliierte Bomber löschen die italienische Ortschaft Cassino mit 1.107 t Bomben aus. Indische und neuseeländische Infanterie mit Panzerunterstützung beginnt, nach 5-stündigem Artillerie-Beschuss, die zertrümmerte Ortschaft wieder zu besetzen.
Zum 5. Jahrestag der Errichtung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren richtet Adolf Hitler ein Handschreiben an Staatspräsident Emil Hacha, das er durch Wilhelm Frick überreichen lässt. In Berchtesgaden empfängt der Führer im Beisein von Hans Heinrich Lammers und Martin Bormann, den Staatsminister für Böhmen und Mähren, Karl Hermann Frank, und den Vorsitzenden der Protektoratsregierung, Ministerpräsident Jaroslav Krejci.
Adolf Hitler begibt sich nach Schloss Klessheim, wo er mit Joachim von Ribbentrop und Reichsführer-SS Heinrich Himmler Gespräche führt. Es wird beschlossen, Reichsverweser Admiral Nikolaus von Horthy zu einer Unterredung einzuladen.
Auf Veranlassung des Leiters des Referates für jüdische Auswanderung, Adolf Eichmann, beginnen die deutschen Behörden auf dem griechischen Festland mit dem Aufspüren der mehr als 10.000 griechischen Juden. 5000 werden festgenommen und von Athen aus in das Konzentrationslager Auschwitz transportiert.
In der Sowjetunion wird ein Dekret über die Missstände in der Landwirtschaft und deren Beseitigung veröffentlicht. Eine Steigerung der Ernteerträge wird als unbedingt notwendig erachtet.

16.3.1944
Rumänien nimmt Verhandlungen mit den Alliierten über einen möglichen Kriegsaustritt auf.
In London wird der deutsche Spion John Job hingerichtet. Job war im November 1943 mit dem Auftrag nach Großbritannien gekommen, Informationen über den in England angerichteten deutschen Bombenschaden und die Moral der Bevölkerung des Landes zu sammeln. Seine Mission scheiterte jedoch.
US-amerikanische Bomber fliegen einen Großangriff auf die Kurilen im Pazifik.

17.3.1944
Terrorbomber der US-amerikanischen Luftwaffe greifen erstmals während des Zweiten Weltkrieges Wien an.
Finnland lehnt russische Waffenstillstandsbedingungen ab.
U-371 unter Kapitänleutnant Waldemar Mehl versenkt den US-Truppentransporter „Dempo" im Mittelmeer (498 Tote).

18.3.1944
Reichsverweser Admiral Nikolaus von Horthy trifft mit Begleitung zu einem Treffen mit Adolf Hitler in Schloss Klessheim bei Salzburg ein. Hitler erklärt ihm, er habe die Besetzung Ungarns beschlossen und er verlange die Zustimmung des Reichsverwesers, dieser verweigert jedoch die Unterschrift auf eine vorbereitete Erklärung. Nach ganztägigen dramatischen Verhandlungen gibt Horthy nach und erklärt, die ungarische Wehrmacht werde keinen Widerstand entgegensetzen.
Die Neuseeländer werden unter schweren Verlusten in Cassino zurückgeworfen
Bei einem schweren Terrorangriff auf Frankfurt am Main werfen britische Bomber eine Bombenlast von 3000 Tonnen über der Stadt ab.
Nach 70 Jahren kommt es wieder zu einem heftigen Ausbruch des Vesuv. Der ausgestoßene Lavastrom zerstört in den folgenden Tagen zwei italienische Dörfer und bedroht zahlreiche Orte. Trotz Evakuierung von 12.000 Personen fanden 26 Menschen dabei den Tod.
In Basel wird die Ausstellung "Konkrete Kunst" eröffnet, auf der bis zum 16. April u.a. Werke von Hans (Jean) Arp und Willi Baumeister zu sehen sind.
Die japanische Regierung beschließt Maßnahmen für umfassende Leistungssteigerungen in der Wirtschaft.

19.3.1944

Um 4 Uhr morgens beginnen deutsche Truppen unter dem Befehl des OB Südost, Generalfeldmarschall Freiherr von Weichs, mit dem Einmarsch in Ungarn (Unternehmen Margarethe), um den Abfall des Landes von Deutschland vorzubeugen. Ministerpräsident Dr. Miklós Kallay (linkes Bild) tritt zurück und wird durch den ungarischen Botschafter in Berlin - Döme Sztojay (rechtes Bild) - ersetzt, welcher eine Kollaborations-Regierung bildet.              

Um 4 Uhr morgens beginnen deutsche Truppen unter dem Befehl des OB Südost, Generalfeldmarschall Freiherr von Weichs, mit dem Einmarsch in Ungarn (Unternehmen Margarethe), um den Abfall des Landes von Deutschland vorzubeugen. Ministerpräsident Dr. Miklós Kallay (linkes Bild) tritt zurück und wird durch den ungarischen Botschafter in Berlin - Döme Sztojay (rechtes Bild) - ersetzt, welcher eine Kollaborations-Regierung bildet.              
Auf dem Berghof empfängt Adolf Hitler die Generalfeldmarschälle und Oberbefehlshaber. Feldmarschall Gerd von Rundstedt und Erwin Rommel, die ihm über die Verteidigungsvorbereitungen im Westraum berichten und ihm bei dieser Gelegenheit eine von acht Marschällen unterzeichnete Erklärung überreichen: „Wir Generalfeldmarschälle des Heeres haben mit ernster Sorge und Bekümmernis nunmehr die Gewissheit erhalten, dass der General der Artillerie Walther von Seydlitz-Kurzbach schnöden Verrat an der heiligen Sache übt. (...) Wir wissen, mein Führer, dass Sie zu den Offizieren stehen und auch selbst davon überzeugt sind, dass es sich hier um eine aufs Schärfste zu verachtende Einzelerscheinung handelt. (...) Wir versprechen Ihnen in dieser Stunde, mein Führer, jetzt erst recht in innersten Verbundenheit und nie wankender Treue zu Ihnen, mein Führer, und Ihrer Sache zu stehen. (...) Wir wissen, dass nur ein im Nationalsozialismus erzogenes Heer die Belastungsproben bestehen wird, die uns heute noch vom Sieg trennen. Nehmen Sie, mein Führer, dieses Bekenntnis Ihrer Generalfeldmarschälle des Heeres als Zeugnis unserer unwandelbaren Treue entgegen."
In seinem letzten öffentlichen Interview äußert sich der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gegenüber dem Berliner Vertreter der schwedischen Zeitung »Stockholms Tidningen« zur Finnland-Frage. Er verurteilt die Waffenstillstandsverhandlungen des Landes mit der Sowjetunion.
Adolf Hitler ernennt in einem Erlass Edmund Veesenmayer zum „Bevollmächtigten des Großdeutschen Reiches und Gesandten in Ungarn".
Die Sowjets besetzen an der Ostfront die Städte Mogiljow und Podolsk, überschreiten den Dnjestr und dringen in Bessarabien ein.
Leni Riefenstahl heiratet den Hauptmann Peter Jacob, Hitler lässt durch seinen Adjutanten Julius Schaub einen Blumenstrauß überreichen.

20.3.1944
Operation Strangle: Die alliierte Mittelmeer-Luftflotte (MAAF) startet eine dreiwöchige Großoffensive gegen das italienische Eisenbahnsystem, mit dem Ziel die deutschen Truppen in Italien zu isolieren. Jagdbomber und mittlere Bomber greifen Brücken, Viadukte und Umladestellen vom Schienen- zum Straßenverkehr an, während schwere Bomber die Rangierbahnhöfe, Eisenbahnreparatur-Werkstätten und Verkehrskreuzungen in Norditalien bombardieren.
Die Erste Ukrainische Front unter Generaloberst Nikolai Fjodorowitsch Watutin erobert die Stadt Winniza in der Ukraine.
Britische Küstenferngeschütze versenken den deutschen Tanker „Rekum" im Ärmelkanal.
Das Schiff "Caritas II" wird im Hafen von Baltimore (USA) offiziell in den Dienst des Internationalen Roten Kreuzes gestellt.
Der französische Intellektuelle und ehemalige Journalist Pierre Brossolette, als Berater von Charles de Gaulle im Widerstand aktiv, begeht Selbstmord. Er stürzt sich aus einem Fenster der Zentrale der Geheimen Staatspolizei in Paris, wo er seit einem Monat festgehalten wurde.
König Peter II. von Jugoslawien und Prinzessin Alexandra von Griechenland werden in London getraut. Zahlreiche Mitglieder europäischer Königshäuser wohnen der Zeremonie bei.

21.3.1944
Russische Truppen unterbrechen die Eisenbahnlinie Tschernowitz-Belz (Balti) in Moldawien.
Die finnische Regierung lehnt die sowjetische Forderung nach einer Einstellung der Kriegshandlungen ab.
Die Schweiz und Schweden schließen ein Handelsabkommen. Darin wird vereinbart, dass die Schweiz Textilien, Maschinen, Uhren und chemisch-pharmazeutische Erzeugnisse liefert, während Schweden Eisen, Stahl, Zellulose und Papier an das Partnerland ausführt.
Der neue argentinische Staatspräsident Edelmiro Farrell erklärt in einem Interview, dass Argentinien eine Politik der nationalen Unabhängigkeit nach außen und der Sauberkeit und Einheit des Landes im Inneren anstrebe.

22.3.1944
Der Oberbefehlshaber der 15th Army Group, General Harold Alexander, lässt die Frontalangriffe auf die deutsche Cassino-Stellung einstellen.
Die 8. US-Air-Force greift die Rangierbahnhöfe von Hamm an.
Unter deutschem Druck wird Döme Sztojay neuer Ministerpräsident und Außenminister von Ungarn. Damit endet die selbstständige Politik Ungarns.
In der Nacht zum 23. März brechen 76 alliierte Fliegeroffiziere aus dem Luftwaffen-Gefangenenlager Stalag III im niederschlesischen Sagan aus. Nur 3 von ihnen gelingt die Flucht, 23 werden gefasst und 50 werden auf der Flucht erschossen oder exekutiert.
Im britischen Unterhaus wird bekannt gegeben, dass infolge der Hungersnot in Indien über eine halbe Million Menschen gestorben sind. Die Regierung beschließt weitere Getreidehilfen für das Hungergebiet.

23.3.1944
In der Nacht vom 22. auf den 23. März werfen britische Terrorbomber insgesamt 3200 t Spreng- und Brandbomben über Frankfurt am Main ab. Die Stadt wird zu großen Teilen verwüstet. Es gab 1.001 Tote und 120.000 Ausgebombte.
Das kommunistische Partisanenkommando "Togliatti" verübt in der Via Rasella inmitten von Rom einen Sprengstoffanschlag auf Angehörige des südtiroler Polizeiregiments "Bozen", wobei 33 junge deutsche Polizisten, zehn unbeteiligte Italiener und ein 13-jähriger Junge getötet wurden. Die Mörder wollten damit Geiselerschießungen provozieren, um die Bevölkerung gegen die deutsche Wehrmacht aufzustacheln.
Zu zweitägigen Besprechungen mit Adolf Hitler trifft der rumänische Staatsführer Marschall Ion Antonescu in Schloss Klessheim ein, den Hitler zu einer zurückhaltenden Haltung gegenüber Ungarn zu veranlassen sucht.
Adolf Hitler sendet dem Duce ein „in herzlichen Worten gehaltenes" Glückwunschtelegramm zum 25. Jahrestag der Gründung der faschistischen „Kampfbünde". Am gleichen Tag hat er einen Telegrammwechsel mit dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten Dominik Sztojay. Die deutsche Öffentlichkeit wird erst jetzt über die Vorgänge in Ungarn und den Einmarsch der deutschen Truppen unterrichtet.
Adolf Hitler verleiht einem Regiment der SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade „Nederland" den Namen „General Seyffardt". Generalleutnant Seyffardt war Führer der niederländischen Freiwilligen-Legion gewesen und am 5. Februar 1943 einem Mordanschlag zum Opfer gefallen.
Japanische Truppen erobern das Manipur-Tal, das sich 40 km vor der indischen Stadt Imphal befindet.

24.3.1944
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt gibt im Namen der Alliierten eine Erklärung über Judenverfolgungen im Deutschen Reich ab. Er bezeichnet die systematische Menschenvernichtung als das schlimmste Verbrechen der Geschichte und kündigt an, dass die Täter bestraft werden würden.
Nachdem 33 deutsche Polizisten in Rom einem Sprengstoffattentat zum Opfer gefallen sind, lässt SS-Obersturmbandführer Herbert Kappler, 335 von den italienischen Behörden ausgesuchte Geiseln, bei denen es sich überwiegend um verurteilte Gefängnisinsassen handelte, als Vergeltung in den Ardeatinischen Höhlen erschießen. (eine seinerzeitige Kriegs-Völkerrecht vollkommen gedeckte Aktion)
In Kairo endet eine mehrtägige britische Militärkonferenz. Sie diente der Abstimmung zwischen den britischen Kommandostellen in Nordafrika und im Mittleren Osten für die gemeinsamen Operationen gegen den europäischen Kontinent.
Der deutsche Spielfilm "Neigungsehe" von Carl Froelich wird in Berlin uraufgeführt. Der erste Teil dieses erfolgreichen Lustspiels wurde am 3. März unter dem Titel "Familie Buchholz" gezeigt.

25.3.1944
Der deutsche Reichsjustizminister Otto Georg Thierack kündigt die »Ausrottung aller Elemente« an, die den »Siegesglauben durch staatsfeindliche Reden und falsche Nachrichtenverbreitung zu untergraben versuchen«.
Auf dem Berghof empfängt Adolf Hitler mittags den OB der Heeresgruppe Süd. Feldmarschall Erich von Manstein, und gibt am Abend bei einer zweiten Besprechung seine Zustimmung zu einem Durchbruchsangriff der nahezu abgeschnittenen 1. Panzerarmee nach Westen.
Bei dem letzten Terrorangriff der britischen Luftflotte im Rahmen der Berlinoffensive »Schlacht um Berlin« werfen 720 Bomber 2500 t Sprengstoff über der Reichshauptstadt ab. Schwere Schäden in der Stadt, aber viele Bomber kommen vom Kurs ab und über 50 werden alleine von der Flak abgeschossen. Insgesamt gehen 73 Bomber verloren.
An der Ostfront wird die seit November 1943 abgerissene Verbindung zwischen den deutschen Heeresgruppen Süd und Mitte wiederhergestellt. Die seit dem 17. März in Kowel eingeschlossenen deutschen Truppen können befreit werden.
Der OB der 1. Ukrainische Front, Nikolai Fjodorowitsch Watutin, wird bei einem Überfall der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) schwer verwundet und erliegt am 14. April 1944 seinen Verletzungen.

26.3.1944
Die Sowjets marschieren in Galizien ein und erobern die Stadt Kamenez-Podolski. Die 2. Ukrainische Front erreicht auf einer Breite von 80 km den Fluss Prut, die sowjetisch-rumänische Grenze von 1940/41, nachdem die Russen die frühere rumänische Provinz Moldawien (Moldau) besetzt hatten.
300 B-26 Marauder der Royal Air Force bombardieren den S-Boot-Stützpunkt bei Ijmuiden in Holland.
Die linksorientierte griechische Widerstandsbewegung EAM (Ellenikon Apelevtherikon Metopon = Nationale Befreiungsfront) bildet einen Befreiungsrat, der Anspruch auf die politische Macht in Griechenland erhebt.
Britische Flieger bombardieren das schwedische Rotkreuzschiff »Hallaren« im Adriatischen Meer. Der Frachter, der seit dem Frühjahr 1942 Hilfsgüter nach Griechenland transportiert, wird nur leicht beschädigt.

27.3.1944
Auf dem Berghof empfängt Adolf Hitler den OB der Heeresgruppe A, Generalfeldmarschall Ewald von Kleist, der um Zustimmung zur Zurücknahme der 6. Armee auf den unteren Dnjepr ersucht.
Die Royal Air Force fliegt schwere Angriffe auf die Städte Essen und Oberhausen. Die 8. US-Air-Force greift 9 Flugplätze in Mittel- und Südwest-Frankreich an.
Der britische Premierminister Winston Churchill analysiert in einer Rundfunkansprache die militärische Lage Großbritanniens und prophezeit einen baldigen Sieg der alliierten Kräfte.
In Großbritannien wird die Ehrenwoche der Soldaten ("Salute the Soldier") mit einem Zapfenstreich, Ansprachen und militärischen Paraden feierlich eröffnet.

28.3.1944
Reichsaußenminister Joachim Ribbentrop und der Gesandte Edmund Veesenmayer berichten Adolf Hitler über die Lage in Ungarn.
Die Sowjettruppen drängen die deutsche 6. Armee und die rumänische 1. Armee über den unteren Bug an Odessa vorbei auf den Dnjestr zurück.
24.145 deutsche und rumänische Truppen und Verwundete werden zwischen dem 28. März und 10. April aus Odessa evakuiert.
Von der Ostfront wird eine Kältewelle gemeldet. Abgesehen von der Krim, wo die Temperaturen über dem Nullpunkt liegen, sinken die Werte im Kampfgebiet bis zu 30°C unter den Gefrierpunkt.

29.3.1944
Die russische 1. Ukrainische Front, jetzt unter dem Kommando von Marschall Georgi K. Schukow erreicht die Ausläufer der Karpaten.
Adolf Hitler verleiht auf dem „Berghof" dem Major Hans Ulrich Rudel, Gruppenkommandeur in einem Schlachtgeschwader, als 10. Soldaten das „Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten des Eisernen Kreuzes".
Das "Nationalkomitee Freies Deutschland" mit Sitz in Moskau richtet einen Appell an das deutsche Volk und fordert es auf, den Kampf gegen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler aufzunehmen. Dies sei der einzige Weg, um eine drohende Katastrophe abzuwenden.
Kommunistische Titobanden besetzen die Insel Hvar südlich von Split. Der Angriff wird von alliierten Kriegsschiffen und Flugzeugen unterstützt.
Nachdem die japanische 15. Armee die burmesisch-indische Grenze überschritten hat, schließt sie 155.000 Mann britisch-indischer Truppen in der Ebene um Imphal ein. Trotz drückender alliierter Luftüberlegenheit können die Japaner ihren Einschließungsring um Imphal bis zum 22. Juni aufrecht erhalten.
Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe vom 23. bis zum 29. März zur Unterstützung des Roten Kreuzes in den USA wird der dokumentarische Kurzfilm "Bericht von der Front" von und mit Humphrey Bogart gezeigt, in dem er u.a. um Spenden für die Hilfsorganisation bittet.

30.3.1944
Auf dem Berghof empfängt Adolf Hitler erneut den OB der Heeresgruppe A und Süd, die Feldmarschälle Ewald von Kleist und Erich von Manstein, die ihres Postens enthoben werden. Hitler hat genug von diesen Feldmarschällen, die immer zurückgehen wollen. Er überreicht ihnen dennoch das „Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes". Als Nachfolger werden Walter Model, den er gleichzeitig zum Generalfeldmarschall, und Ferdinand Schörner, den er zum Generaloberst befördert, eingesetzt.
Das britische Unterhaus lehnt mit 425 gegen 23 Stimmen einen Antrag ab, der für weibliche Lehrkräfte die gleiche Besoldung wie für männliche Lehrkräfte vorgesehen hatte.
US-Trägerflugzeuge greifen die japanische Schifffahrt bei den Palau-Inseln an. Die japanische Flotte hat sich kurz zuvor zurückgezogen.

31.3.1944
Der deutsche Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, äußert sich in Berlin zur deutschen Kriegslage. Er weist darauf hin, daß der Feind weit vor den Grenzen des Reiches stehe und die Situation somit sehr viel weniger gefährlich sei als 1933.
Im Deutschen Reich werden die Eltern dazu aufgefordert, der Kinderlandverschickung zuzustimmen und ihre Kinder aus den luftkriegsgefährdeten Städten evakuieren zu lassen.
Die britische Luftwaffe bombardiert in der Nacht vom 30. zum 31. März die Stadt Nürnberg. Deutsche Nachtjagdgeschwader fügen der RAF schwere Verluste zu. Die englische RAF wird gezwungen, Fernangriffe auf deutsche Städte vorübergehend aufzugeben.
In Ungarn tritt eine Verordnung in Kraft, die allen Juden die Betätigung in einem öffentlichen Amt verbieten.
Admiral Koga, Oberbefehlshaber der kaiserlich-japanischen Vereinigten Flotte, wird während eines Fluges von Paulau nach Mindano als verschollen gemeldet. Admiral Toyoda wird sein Nachfolger.

Handelsschiffs-Verluste im März 1944:
8 alliierte Schiffe mit zusammen 41.562 Tonnen im Atlantik, 17 alliierte Schiffe mit 116.398 Tonnen in anderen Gewässern. 67 japanische Schiffe mit 263.805 Tonnen im Pazifik. 20 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 23 U-Boote verloren), 23 neue U-Boote in Dienst gestellt, 470 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

SS Division "Wiking" im Schlamm bei Kowel

Frankfurt am Main, Blick vom Dom zum Römerberg, 1944

APRIL 1944

1.4.1944
Durch Erlass ernennt Adolf Hitler „in Abweichung von den Bestimmungen des Gesetzes über die Verfassung und Verwaltung der Reichshauptstadt Berlin" vom 1. Dezember 1936 Reichsminister Joseph Goebbels zum Stadtpräsidenten von Berlin. In einem weiteren Erlass des Führers „über die Beteiligung des Leiters der Partei-Kanzlei (Martin Bormann) bei der Beurteilung von Mischlingsangelegenheiten" heißt es: „Die Reinhaltung des deutschen Blutes ist eine Hauptaufgabe der nationalsozialistischen Führung des deutschen Volkes. (...)"
Die 1. Ukrainische Front erreicht den Tartaren-(Jablonica) Pass.
Die schweizerische Stadt Schaffhausen wird irrtümlich von rund 30 US-Flugzeugen bombardiert. Bei diesem schwersten Bombenangriff des Krieges auf die Schweiz sterben 40 Menschen.
In Ungarn werden nach der deutschen Besetzung des Landes am 19. März strenge Rassengesetze eingeführt, die alle Juden aus dem gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben ausschließen.
Die organisierte Räumung des Konzentrationslagers Majdanek beginnt, da die sowjetischen Truppen immer näher rücken.
Durch einen Sabotageakt wird in der Nähe der französischen Stadt Lille ein deutscher Militärzug zum Entgleisen gebracht. Als Vergeltung erschießen SS-Angehörige kurz darauf 86 Geiseln.
Das erste brasilianische Expeditionskorps, das aus 12 000 Soldaten zusammengesetzt ist, tritt offiziell seinen Dienst an. Der Truppenverband soll demnächst Brasilien verlassen und an der Seite der Alliierten in Übersee zum Kampf gegen die Achsenmächte antreten.

2.4.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt den »Operationsbefehl Nr. 7«: »Die russische Offensive im Süden der Ostfront hat ihren Höhepunkt überschritten ... Es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, das russische Vorgehen endgültig zum Stehen zu bringen.«
Die Rote Armee dringt nach Rumänien ein. Gleichzeitig erklärt die Sowjetregierung, sie beabsichtige nicht, "sich irgendein Teilgebiet des rumänischen Territoriums anzueignen oder die bestehende Gesellschaftsordnung Rumäniens zu verändern".
Die deutsche »Westwall«-Minensperre westlich des Skagerrak wird durch 2 neue Abschnitte (»Katzbach A und B«) verstärkt.
Der ungarische Ministerpräsident Döme Sztojay bekräftigt in einer Grundsatzrede die Bündnistreue seines Landes zum Deutschen Reich.
Die sowjetische Regierung warnt die nationalchinesischen Truppen davor, in die Äußere Mongolei einzudringen.
In der Nacht vom 2. auf den 3. April werden im Deutschen Reich die Uhren auf Sommerzeit umgestellt.

3.4.1944
Das in Norwegen liegende größte deutsche Schlachtschiff »Tirpitz« wird bei einem Angriff der britischen Luftwaffe stark beschädigt. Es gibt 122 Tote, 316 Verwundete, das Schlachtschiff ist 3 Monate lang nicht einsatzbereit.
B-17 Fliegende Festungen und B-24 Liberator der 15. US-Air-Force werfen bei starker Jagdabwehr 1.100 t Bomben auf Schienen- und Industrieziele in Budapest. Ein nachfolgender Nachtangriff durch Liberator- und Wellington-Bomber der Royal Air Force richtet weitere Schäden an. Die Angriffe erzwingen die Schließung aller Bahnstationen und eine großangelegte Evakuierungen von Zivilpersonen aus der Stadt.
Ein Sprecher der tschechoslowakischen Exilregierung fordert seine Landsleute über Radio London zur Sabotage gegen das deutsche Besatzungsregime auf und gibt detaillierte Hinweise für die Herstellung und Handhabung von Minen, Handgranaten und Zündschnüren.
In den Vereinigten Staaten tritt ein Gesetz in Kraft, das US-Bürgern in allen Teilen der Welt ermöglicht, ihre Stimme zur Wahl des US-Präsidenten, Vizepräsidenten und der Kongressmitglieder abzugeben. Damit ist eine kontrovers geführte Debatte beendet, die sich vor allem an dem Wahlrecht der in Ostasien und Europa kämpfenden US-amerikanischen Soldaten entzündet hatte. Der Oberste Gerichtshof entscheidet, dass Schwarze auch in Texas das Wahlrecht haben.

4.4.1944
Die Luftaufklärung der USA nimmt die ersten Luftaufnahmen vom Konzentrationslager Auschwitz auf. Jüdische Aufforderungen, die Bahnanlagen der Lager zu bombardieren, werden in der Folgezeit „angesichts der großen technischen Schwierigkeiten" zurückgewiesen.
Meuterei in der griechischen Marine: Offiziere und Mannschaften einiger Schiffe der griechischen Exilregierung in Kairo verweigern den Gehorsam und wollen sich der in ihrem Heimatlandes gebildeten kommunistischen Partisanenbewegung anschließen. Britische Truppen blockieren das Lager bis zum 24. April. Die Griechen töten 1 britischen Offizier.
In Algier wird das französische Befreiungskomitee umgebildet; zwei Kommunisten werden in den Ausschuss berufen. Fernand Grenier übernimmt das Luftfahrtministerium; François Billou wird zu einem der vier Staatskommissare ernannt.
Die Rangierbahnhöfe von Bukarest werden in einem 'Blitz-Angriff' durch stark gesicherte B-17 Fliegende Festungen und B-24 Liberator (20 verloren) der 15. US-Air-Force angegriffen. Zahlreiche Jäger der Achsenmächte greifen die Bomber an. Zivile Opfer: 2.942 Tote, 2.126 Verletzte.
Aus einer in Großbritannien veröffentlichten amtlichen Statistik geht hervor, dass seit Beginn des Zweiten Weltkrieges rund 50.000 Zivilisten bei Bombenangriffen der deutschen Luftwaffe auf Südengland ums Leben gekommen sind.
Als Folge des mehrwöchigen Bergarbeiterstreiks in Großbritannien sieht sich die Regierung gezwungen, die staatlich festgelegten Elektrizitäts- und Gasquoten für Industriebetriebe und Privathaushalte um 25% bzw. 10% herabzusetzen.

5.4.1944
Die Alliierten beginnen von Italien aus mit einer Luft-Offensive gegen das rumänische Erdöl-Gebiet Ploiesti und die deutschen Nachschub- und Verkehrslinien in Rumänien. Starke Flak-Abwehr und entschlossener Widerstand deutscher, rumänischer und bulgarischer Jäger. Die Ölanlangen und Gleisanschlüsse geraten durch den Angriff in Brand und die Anzahl von zivilen Opfern beträgt 262 Tote und 361 Verletzte.
Das schwedische Rote Kreuz setzt drei weitere Schiffe ein, um die notleidende griechische Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Die monatlichen Hilfssendungen sollen von 24.000 t auf 31.200 t erhöht werden.
Wendell L. Willkie zieht sich aus dem Präsidentschaftswahlkampf in den USA zurück.

6.4.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ernennt Herbert Backe zum neuen Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. Backe, seit 1933 Staatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, hatte sein neues Amt bereits 1942 kommissarisch übernommen.
Die 1. Panzer-Armee erreicht die deutschen Linien nach einem 10-tägigen Rückzugskampf in einem 'wandernden Kessel'.
Spitfire-Jagdbomber der Desert Air Force zerstören zahlreiche Flugzeuge auf dem Flugfeld von Banja Luka in Jugoslawien.
Im britischen Unterhaus in London wird über die Ursachen und Folgen der Hungersnot im britischen Vizekönigreich Indien debattiert. Allein 1943, so lauten die offiziellen Angaben, sind über eine halbe Million Inder direkt oder indirekt an Unterernährung gestorben.
Ein 60jähriger Mann aus Otterskirch wird vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode verurteilt, weil er über ein Jahr lang ausländische Radiosender ("Feindsender") gehört hatte. Das Urteil wird sofort vollstreckt.
Die französische „Resistance" bringt die Produktion der Timken-Kugellager-Fabrik in der Nähe von Paris zum erliegen.
Der deutsche Kriminalfilm "Der Verteidiger hat das Wort" mit Heinrich George, Rudolf Fernau, Carla Rust u.a. wird in Berlin uraufgeführt.
33 britische Terrorbomber greifen Hamburg an. 1 Bomber wird abgeschossen.

7.4.1944
Sowjetische Truppen beginnen eine Großoffensive zur Rückeroberung der von deutschen Verbänden besetzten Krim. Zuerst stoßen sie in Richtung auf Simferopol, die Hauptstadt der Halbinsel, vor.
Deutsche Truppenteile, welche in der Nähe von Tarnopol eingeschlossen wurden, machen einen verzweifelten, aber vergeblichen Versuch, auszubrechen.
Der in Bergen (Norwegen) ankernde deutsche Dampfer "Bärenfels" (7569 Bruttoregistertonnen) wird von einem britischen U-Boot versenkt.

8.4.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt eine Verordnung, wonach der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend um ein halbes auf anderthalb Jahre verlängert wird.
An der Perekop-Enge zur Krim und am Sivaz eröffnen die Sowjets eine Großoffensive gegen die deutsche 50. Inf. Division und die rumänische 10. Division. Das deutsche V. Armeekorps wird von der Halbinsel Kertsch von den Sowjets angegriffen. Die Fronten werden mehrfach durchbrochen und der Rückzug eingeleitet.
Die russische 1. Ukrainische Front erreicht die ehemalige tschechoslowakische Grenze.

9.4.1944
Der deutsche Reichsfinanzminister Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk antwortet in einer Rundfunkrede auf die Frage, wie der Krieg finanziert wird: »Durch unsere Arbeit, durch unsere Disziplin, unsere Steuern und unser Sparen.«
Die Region Bukowina ist nun völlig von den Russen besetzt.
In einer Rundfunkansprache wendet sich US-Außenminister Cordell Hull an die neutralen Staaten und fordert sie auf, endgültig alle politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den Achsenmächten abzubrechen.
Der Chef des französischen Befreiungskomitees mit Sitz in Algier, General Charles de Gaulle, wird zusätzlich noch zum Oberbefehlshaber der "Streitkräfte des kämpfenden Frankreichs" ernannt.
Da die Einwohnerzahl von Rom in den letzten Monaten auf das Doppelte (2,7 Millionen) gestiegen ist und die Stadt den Problemen der Übervölkerung nicht mehr gewachsen ist, verweigern die Behörden - besonders über die Osterfeiertage - jedem Besucher den Zutritt.

10.4.1944
Die 6. deutsche Armee räumt Odessa in der Ukraine. Die Hafenstadt am Schwarzen Meer wird durch die russische 3. Ukrainische Front und Partisanen genommen. Konstanza wird der neue Nachschubhafen für die von jeder Landverbindung abgeschnittene 17. deutsch-rumänische Armee, die auf der Krim stationiert ist.
U-515 und U-68 werden von der amerikanischen U-Boot-Jagdgruppe TG 21.12 (mit dem Geleitträger Guadalcanal) versenkt.
Den jüdischen Häftlingen Rudolf Vrba (eigentlich Walter Rosenberg) und Alfred Wetzler gelingt die Flucht aus dem KZ Auschwitz. Sie verfassen den 35 seitigen sogenannten „Vrba-Wetzler-Bericht“ über die angeblichen „Todeslager in Auschwitz“. Im Jahre 1985 mußte Vrba während des ersten sogenannten „Zündel-Prozeß“ unter Eid im Zeugenstand zugeben, dass alles unter dichterischer Freiheit (frei erfunden) geschrieben wurde. Er hatte nie eine Gaskammer, noch eine Vergasung gesehen.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Ante Pavelitsch zum Kroatischen Staatsfeiertag, und an Professor Filoff, Mitglied des bulgarischen Regentschaftsrates, zum Geburtstag.
Aus Argentinien werden ausgedehnte Überschwemmungen gemeldet, die sich auf die gesamte Provinz Buenos Aires erstrecken. Zahlreiche Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten und müssen aus der Luft versorgt werden.

11.4.1944
Angesichts der schlechten Ernährungslage im Deutschen Reich erlässt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, Herbert Backe, eine Anordnung, die eine Einschränkung der Kleintierhaltung vorschreibt. Ausgenommen sind Tierbesitzer, die über Viehfutter aus eigener Erzeugung verfügen.
Die Schweiz erhält von den USA einen Scheck über eine Million US-Dollar als erste Beitragszahlung für die Wiedergutmachung der durch die Bombardierung von Schaffhausen am 1. April entstandenen Schäden.
Russische Truppen stoßen gegen Simferopol auf der Krim vor.
6 RAF De Havilland Mosquito-Schnellbomber zerstören das Gebäude des Zentralen Melderegisters in Den Haag, wo auch die Gestapo-Akten gelagert werden.
Das britische Kleinst-U-Boot X-24 dringt in den Fjord von Bergen ein und legt dort Minen unter dem deutschen Dampfer „Bärenfels" (7569 BRT), der am Dock längsseits liegt. Der Dampfer sinkt auf den Grund und blockiert die Kohlenverladekaie.

Das britische Kleinst-U-Boot X-24 - Der Rumpf der X-crafts war 15,62 Meter lang und 1,75 Meter breit. Der Innendurchmesser des Druckkörpers betrug 1,50 Meter, der Tiefgang des Bootes im aufgetauchten Zustand lag bei 1,60 Meter. Der Antrieb der Boote erfolgte bei Oberflächenfahrt durch einen 4-Zylinder-Gardner-Dieselmotor mit 42 PS. Bei Tauchfahrt erfolgte der Antrieb durch einen Keith-Blackman-Elektromotor mit 30 PS. Die Besatzung der U-Boote setzte sich während der Einsatzfahrten aus vier Seeleuten zusammen. Bekannt wurden die U-Boote durch den Angriff auf die »Tirpitz«.


12.4.1944
Die 3. Ukrainische Front erobert Tiraspol, 97 km nordwestlich von Odessa.
Die Sowjetunion übergibt Rumänien die »Minimalbedingungen« für einen Waffenstillstand zwischen beiden Ländern.
Trotz der kritischen Lage auf der Krim ordnet Adolf Hitler an, „dass Sewastopol auf die Dauer zu halten ist", und untersagt den zum Teil bereits begonnenen Abzug der 17. Armee von der Halbinsel. Auch Karl Dönitz spricht sich in einer Unterredung mit Hitler für das Halten der Krim aus.
In Bad Reichenhall stirbt der Gauleiter des „Traditionsgau der NSDAP" München-Oberbayern, Adolf Wagner, im Alter von 54 fahren an einem Schlaganfall.
Der italienische König Viktor Emanuel III. kündigt an, dass er am Tag des Einmarsches der Alliierten in Rom zugunsten des Kronprinzen Humbert II. abdankt.
Bei einem heftigen Unwetter, das von Überschwemmungen begleitet wird, kommen in den US-Bundesstaaten Kansas, Oklahoma, Colorado und Texas 30 Menschen ums Leben.

13.4.1944
Die amerikanische und britische Taktischen Luftwaffen führen schwere Angriffe auf Stellungen deutscher Küstenbatterien in der Normandie durch.
Die USA und Großbritannien fordern Schweden auf, seine Kugellagerlieferungen an das Deutsche Reich einzustellen.
Adolf Hitler verleiht dem Kommandanten der „Festung Tarnopol" Generalmajor von Neindorf das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Die Sowjetunion und Neuseeland nehmen diplomatische Beziehungen auf.
Trotz eines gegenteiligen Beschlusses des Obersten Gerichtshofes der USA will die Verwaltung des US-Bundesstaates South Carolina farbigen Wählern das Stimmrecht verweigern.
Die japanischen Truppen gehen in Nordbirma zur Offensive über. Sie bedrängen die anglo-indischen Verbände und rücken bis auf vier Kilometer an Imphal im indischen Staat Manipur heran.

14.4.1944
Die 1. und 2. Ukrainische Front erobert Tarnopol (südöstlich von Lemberg) und erreicht die Karpaten, wodurch ein riesiger Keil zwischen die deutschen Heeresgruppen Süd und A getrieben wird. Tod von General Nikolai F. Watutin, dem ehemaligen Befehlshaber der 1. Ukrainischen Front. Er wurde in einem Hinterhalt national-ukrainischer Partisanen am 29. Februar von Kugeln getroffen und schwer verwundet.
Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Fritz Sauckel, äußert sich über die Gesamtlage des Arbeitsdienstes im Deutschen Reich. Dabei hebt er insbesondere die Leistung der Frauen hervor und geht auf die Probleme beim Einsatz von Zwangsarbeitern ein.
Im Hafengebiet der indischen Stadt Bombay ereignet sich nach einem Feuer eine schwere Explosion, bei der 700 Menschen ums Leben kommen.
Nach Angaben des US-amerikanischen Informationsbüros für Kriegsfragen kommen bei Arbeitsunfällen in kriegsindustriellen Betrieben der Vereinigten Staaten mehr Menschen zu Tode als bei direkten Kampfhandlungen. Die Vergleichszahlen seit Anfang 1942: Rund 140.000 US-Soldaten sind im Krieg gefallen oder wurden verwundet; rund 190.000 Personen starben bei Arbeitsunfällen in der Industrie.

15.4.1944
Der Kommandant der Festung von Tarnopol, Generalmajor von Neindorf, fällt bei einem Ausbruchsversuch. Adolf Hitler verleiht ihm posthum als 456. Soldat der Wehrmacht das „Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Die 15. US-Air-Force fliegt 500 Einsätze gegen Bukarest und Ploesti.
Der italienische Philosoph und Antifaschist Benedetto Croce wird in das Kabinett Pietro Badoglio als Minister ohne Geschäftsbereich aufgenommen. Einen weiteren Posten ohne Portefeuille übernimmt der aus der Emigration zurückgekehrte liberale Politiker Carlo Graf Sforza.
Der italienische Philosoph und faschistische Politiker Giovanni Gentile - ein Gegenspieler von Benedetto Croce - wird in Florenz von italienischen Widerstandskämpfern ermordet.

16.4.1944
Die Sowjets erobern die Hafenstadt Jalta auf der Krim. Deutsche Truppen führen einen erfolglosen Gegenangriff gegen Brückenköpfe der 3. Weißrussischen Front über den Fluss Niemen. Die Russen bombardieren Galatz in Rumänien.
Zum 50. Militärjubiläum von Großadmiral Erich Raeder sendet Adolf Hitler ein Handschreiben.
Angesichts eines sich verschärfenden Textilmangels in Dänemark beschließt das Handelsministerium Maßnahmen zur Einschränkung der Herstellung von "luxusbetonten" Bekleidungsartikeln. Dazu gehören u.a. Strand- und Bademoden, Gesellschaftskleider sowie Röcke und Mäntel mit großem Stoffverbrauch.
30 deutsche Fußball-Gaumeister eröffnen mit ihren Ausscheidungsspielen die Deutsche Fußballmeisterschaft 1944.

17.4.1944
Im Kongresssaal des „Deutschen Museums" in München findet in Gegenwart Adolf Hitlers ein Staatsakt für den am 12. April verstorbenen Gauleiter Adolf Wagner statt. Hitler verleiht ihm posthum das „Goldene Kreuz mit Eichenlaub des Deutschen Ordens" und legt einen Kranz nieder. Wagner wird bei den Ehrentempeln neben dem Führerbau am Münchner Königsplatz beigesetzt. Zum neuen Gauleiter des Gaues München-Oberbayern wird Paul Giesler berufen, den Hitler zugleich auch als Nachfolger des verstorbenen Ludwig Siebert zum Bayerischen Ministerpräsidenten ernennt.
B-17 Fliegende Festungen und B-24 Liberator greifen Belgrad und Sofia an.
7.000 Seeminen werden in 3 Wochen durch die Royal Navy und das RAF Bomber-Kommando an den Einfahrten zum Ärmelkanal und weiter nördlich bis zur dänischen Küste verlegt, um deutsche Seestreitkräfte daran zu hindern, die D-Day-Invasionsflotte zu stören. Etwa 100 kleinere Kriegsschiffe und andere Schiffe sinken in den Minenfeldern.
Großbritannien beschließt Reisebeschränkungen für alle Diplomaten außer denen der USA und der UdSSR. Ferner dürfen keine kodierten Telegramme mehr aufgegeben werden.
Ein US-amerikanischer Fliegeroffizier teilt in einem amtlichen Bericht mit, dass er bei einem Erkundungsflug in Westchina einen etwa 10 000 m hohen Berg entdeckt habe - der damit höher wäre als der Mount Everest im Himalaya (8848 m). Fachleute halten es für durchaus möglich, dass die Angaben zutreffen.

18.4.1944
Die 4. Ukrainische Front belagert Sewastopol. Deutsche Panzertruppen und ungarische Verbände beginnen mit Luftunterstützung eine Serie von Gegenangriffen zwischen den Flüssen Dnjester und Pruth.
B-17 Fliegende Festungen und B-24 Liberator bombardieren die Heinkel-Werke in Oranienburg und anderen Ziele in der Nähe von Berlin. Das RAF-Bomberkommando wirft die Rekordmenge von 4.000 t Bomben auf Bahnanlagen und Eisenbahnwerkstätten bei Juvisy, Noisy-le-Sec, Rouen und Tergnier. De Havilland Mosquito-Störbomber greifen Berlin an.
Die britische Regierung beschließt drakonische Maßnahmen gegen die seit Anfang März in immer neuen Schüben streikenden Arbeiter. Künftig soll die Aufforderung zum Ausstand mit fünf Jahren Zuchthaus und 500 Pfund Buße bestraft werden.
Im Metropolitan Opera House in New York wird das Ballett "Fancy Free" (Musik: Leonard Bernstein; Libretto und Choreographie: Jerome Robbins) uraufgeführt. "Fancy Free" bildet die Grundlage für das am 28. Dezember ebenfalls in New York uraufgeführte Musical "On the Town".

19.4.1944
125 deutsche Flugzeuge greifen die britische Hauptstadt London an. Es ist der letzte Großangriff, den die Luftwaffe auf das Gebiet Großbritanniens durchführt.
Zum Vorabend von Adolf Hitlers Geburtstag hält Joseph Goebbels eine Rundfunkansprache, in der er Hitler als „Wortführer und Vollstrecker des Willens des ganzen Volkes" bezeichnet: „Ich sah ihn niemals zweifeln und niemals wanken".
Die britische Admiralität teilt mit, daß sie im Seekrieg verstärkt »lebende Torpedos« einsetzen werde. Dieses Unterwasserkampfgerät - zwei Taucher sitzen rittlings auf einem Torpedo und transportieren eine Sprengladung zum Angriffsziel - hatte sich schon im Januar 1943 im Hafen von Palermo bewährt.
Das Lend-Lease-Gesetz wird durch das US-Repräsentantenhaus verlängert, der Senat stimmt am 8. Mai dafür.
Ernst Rudin, Professor für Psychiatrie an der Universität München, erhält für seine Verdienste als "Pfadfinder auf dem Felde der Erbgesundheit" den Adlerschild des Deutschen Reiches verliehen.

20.4.1944
Die Geheime Staatspolizei verhaftet in Dänemark etwa 100 verdächtige Personen mit der Begründung, es seien drakonische Strafmaßnahmen notwendig, um den "politischen Gangstern" zu zeigen, dass sie nicht ungestraft "Terror ausüben".
Die deutsche Kriegsmarine verwendet Ein-Mann-Torpedos 'Neger' gegen die alliierten Schiffe vor Anzio. 24 von 37 an den Stränden ins Wasser gelassene 'Neger' gehen in der Nacht vom 20./21. April verloren, ohne ein Ergebnis zu erzielen. Dagegen werden 6 alliierte Frachtschiffe durch Torpedoflugzeuge in der Nähe der Straße von Gibraltar getroffen.
Die Luftwaffenverbände werden mit den ersten Strahljäger Me 262 beliefert.
Die provisorische jugoslawische Regierung unter Marschall Josip Tito und die radikale griechische Untergrundbewegung "Nationale Befreiungsfront" nehmen diplomatische Beziehungen auf. Die britische Regierung reagiert überrascht, da sie zwar bereit ist, die Volksfront Titos anzuerkennen, der "Nationalen Befreiungsfront" jedoch eher ablehnend gegenübersteht.
In Philadelphia (USA) beginnt eine dreiwöchige Vollkonferenz des Internationalen Arbeitsamtes, an der Delegierte aus 40 Ländern teilnehmen.

Adolf Hitler begeht seinen 55. Geburtstag auf dem Berghof
Adolf Hitler begeht seinen 55. Geburtstag auf dem Berghof
Adolf Hitler begeht seinen 55. Geburtstag auf dem Berghof
Adolf Hitler begeht seinen 55. Geburtstag auf dem Berghof
Adolf Hitler begeht seinen 55. Geburtstag auf dem Berghof
Adolf Hitler begeht seinen 55. Geburtstag auf dem Berghof

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt zu seinem 55. Geburtstag auf dem Berghof die oberste Wehrmachtsführung mit Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Großadmiral Karl Dönitz, Generalfeldmarschall Erhard Milch und Reichsführer-SS Heinrich Himmler und außerdem eine Abordnung der Waffen-SS, die ihm eine Spende der „Leibstandarte SS Adolf Hitler" in Höhe von zweieinhalb Millionen Reichsmark für das „Kriegswinterhilfswerk" überreicht. Außerdem überreicht Adolf Hitler dem Oberbefehlshaber der aus dem Kessel von Kamenez-Podolsk ausgebrochenen 1. Panzer-Armee, General der Panzertruppe Hans Valentin Hube, als 12. Soldaten das „Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt zu seinem 55. Geburtstag auf dem Berghof die oberste Wehrmachtsführung mit Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Großadmiral Karl Dönitz, Generalfeldmarschall Erhard Milch und Reichsführer-SS Heinrich Himmler und außerdem eine Abordnung der Waffen-SS, die ihm eine Spende der „Leibstandarte SS Adolf Hitler" in Höhe von zweieinhalb Millionen Reichsmark für das „Kriegswinterhilfswerk" überreicht. Außerdem überreicht Adolf Hitler dem Oberbefehlshaber der aus dem Kessel von Kamenez-Podolsk ausgebrochenen 1. Panzer-Armee, General der Panzertruppe Hans Valentin Hube, als 12. Soldaten das „Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".

21.4.1944
Auf Druck der Alliierten stellt die Türkei die Lieferung von Chrom und Erz an das Deutsche Reich ein.
In Ungarn werden sämtliche jüdische Geschäfte geschlossen.
Beim Rückflug aus Berchtesgaden verunglückt der OB der 1.Panzer-Armee Generaloberst Hans Valentin Hube tödlich, als seine Maschine gegen einen Berg prallt, nur der mitfliegende Botschafter Walther Hewel überlebt.
4.500 t. Bomben werden durch RAF-Nachtbomber auf 4 Eisenbahnknotenpunkt abgeworfen: Köln, La Chappelle bei Paris, Lens und Ottignies bei Brüssel.
In der norwegischen Hafenstadt Bergen kommt es zu einer schweren Explosionskatastrophe, als ein Sprengsatz an Bord eines im Hafen liegenden Schiffes detoniert. Bei dem Unglück - es wird ein Sabotageakt vermutet - kommen 61 Menschen ums Leben und es gibt 600 Schwerverletzte, darunter viele Schulkinder. Zahlreiche historische Häuser werden durch Feuer zerstört.
Prinzessin Elisabeth von England feiert ihren 18. Geburtstag und wird damit volljährig. Die britische Presse würdigt das Ereignis mit großen Bildberichten über die zukünftige Königin.

22.4.1944
Der erste große alliierte Bombenangriff auf Hamm fordert 234 Todesopfer.
Benito Mussolini trifft zu einer zweitägigen Begegnung mit Adolf Hitler in Schloss Klessheim bei Salzburg ein.
Meuterei in der griechischen Marine: Offiziere und Mannschaften einiger Schiffe der griechischen Exilregierung in Kairo verweigern seit dem 4.12. den Gehorsam und wollen sich der in ihrem Heimatlandes gebildeten kommunistischen Partisanenbewegung anschließen. Nachdem die griechischen Kommandanten mehr als 2 Wochen lang vergeblich versucht haben, eine friedliche Einigung mit den Sympathisanten des Widerstands zu erreichen, werden die Stützpunkte der Meuterer (der Zerstörer "Ierax" sowie die Korvetten "Sachtouris" und "Apostolis") in Alexandria von königstreuen Offizieren und Unteroffizieren mit Gewalt gestürmt. Am folgenden Tag ergeben sich die meisten anderen Meutererschiffe. Es gibt 50 Opfer.
Die erste große Generalprobe für die Landungen in der Normandie, das Übungsmanöver "TIGER", bei dem alle alliierten Truppen aufgestellt waren, beginnt und fand bis zum 30. April in Slapton Sands unter der Führung des VII. Korps statt.. Dazu sollten zwei Brückenköpfe in der Normandie etabliert werden. Die Erwartungen liefen auf einen Zusammenschluss beider Brückenköpfe nach zwei bis drei Tagen hinaus. Die Übungsmanöver FABIUS I bis IV wurden gleichzeitig unter der Leitung der 21. Armee Gruppe ausgeführt. Sie begannen am 23. April und endeten am 7. Mai.
US-Truppen landen ohne nennenswerten japanischen Widerstand an einer 250 km langen Küstenfront bei Hollandia (Djajapura) auf Neuguinea. 52.000 Mann in 113 Schiffen werden durch die 5. und 7. US-Flotte gesichert.

23.4.1944
In der Besprechung zwischen Adolf Hitler und Benito Mussolini auf Schloss Klessheim, an der Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop, Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel und Marschall Rodolfo Graziani teilnehmen, werden vor allem Fragen des Einsatzes des neuen italienischen Heeres und der Verwendung der italienischen Militärinternierten besprochen.
Die sowjetische Regierung und die Exilregierung Dänemarks nehmen diplomatische Beziehungen auf.
Wegen Plünderung wird in Wien ein 40jähriger Mann von einem Sondergericht zum Tode verurteilt. Er hatte nach einem Fliegerangriff aus einem beschädigten Fleischerladen Würste gestohlen.
Bei den 25. Deutschen Meisterschaften der Amateurboxer, die in Breslau in acht Gewichtsklassen ausgetragen werden, gewinnt der Gau Hamburg vier Titel.

24.4.1944
Der italienische Ministerpräsident Benito Mussolini beendet einen zweitägigen Besuch beim deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in dessen Hauptquartier »Wolfsschanze«. In einem Kommuniqué bezeichnet Mussolini die von ihm am 12. September 1943 gegründete Republik von Saló, als die einzige rechtmäßige Vertretung des italienischen Volkes.
Die 8. US-Air-Force greift Friedrichshafen an. Ziele sind die dortigen Fabrikanlagen und Flugplätze in der Nähe von München. 250 Lancaster-Bomber, welche von Genf bis nach Liechtenstein die neutrale Schweiz überfliegen und daher nicht rechtzeitig erfasst werden, werfen in der Nacht vom 24./25. April 'Methan-Benzin'-Brandbomben über München ab und zerstören einen großen Bereich zwischen dem Hauptbahnhof und der Isar.
Die US-Luftwaffe verzeichnet einen ungewöhnlichen Rekord: Innerhalb von zwei Stunden landen 14 US-Bomber auf Flughäfen der Schweiz. Die Flieger begeben sich lieber in Internierungslager, als weiterhin an den gefährlichen Feindflügen teilzunehmen.

25.4.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler unterzeichnet einen »Erlass über die Wehrpflicht und Reichsarbeitsdienstpflicht: von »Staatenlosen«; diese sollen nun ebenso wie deutsche Staatsangehörige einberufen werden.
In der vergangenen Nacht erlebte München den bisher schwersten Nachtangriff des Zweiten Weltkrieges. Es gab 136 Tote und 70.000 Ausgebombte. Viele historische Bauten werden zerstört.
Der Kreuzer „Black Prince" mit 3 kanadische Zerstörern liefert sich in der Nacht vom 25./26. April ein Seegefecht mit deutschen Torpedobooten. T-29 sinkt (136 Tote), T-24 und T-27 werden beschädigt.
Das IX. Fliegerkorps unter Generalmajor Dietrich Peltz greift in der Nacht zum 26. mit 193 Bombern den Hafen von Plymouth an, wo die Alliierten die Invasionsflotte zusammenziehen.
In Dänemark leitet die deutsche Besatzungsmacht eine "Säuberungsaktion" ein, um den verstärkten Sabotagetätigkeiten dänischer Patrioten entgegenzutreten. Die Geheime Staatspolizei führt Razzien durch und verhaftet rund 200 Personen als Geiseln.

26.4.1944
Die UdSSR bricht ihre diplomatischen Beziehungen zur polnischen Exilregierung in London im Zusammenhang mit dem NKWD - Katyn- Massaker ab.
Mit einigen Tagen Verspätung wird der Öffentlichkeit durch einen Tagesbefehl Adolf Hitlers der Tod des Generalobersten Hans Hube mitgeteilt, für den im Beisein Hitlers ein Staatsakt im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei in Berlin stattfindet. Nach Hermann Görings Gedenkrede legt Hitler einen Kranz am Sarg nieder.
Panzergeneral Heinrich Kreipe, der deutsche Kommandant der 'Festung Kreta', wird von der britischen Special Operations Executive (Sondereinsatztruppe) und von Partisanen entführt und mit einem englischen U-Boot nach Alexandria in Ägypten gebracht.
Nächtlicher RAF-Angriff auf Schweinfurt.

27.4.1944
In der Nacht vom 27. auf den 28. April wirft die RAF mehr als 1000 t Bomben auf Friedrichshafen ab. Vor allem die Flugzeugwerke und andere große Industrieanlagen sind Ziel des Angriffs.
Russischer Nachtangriff auf Lemberg.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler lässt eine allgemeine Danksagung für die vielen Wünsche anlässlich seines Geburtstages veröffentlichen.
Die griechische Exilregierung in London berichtet über groß angelegte Zwangsrekrutierungen griechischer Männer für den deutschen Militärdienst.
Aus Schwedens Hauptstadt Stockholm wird mitgeteilt, dass der gesamte Schiffsverkehr zwischen dem Deutschen Reich und Schweden unterbrochen werden muss da, alliierte Flieger die Ostsee fast vollständig vermint haben. Auch der Fahrverkehr zwischen Schweden und Dänemark wird deshalb eingestellt.

28.4.1944
Während des TIGER- Invasions-Übungsmanövers (22. bis zum 30. April) wurden acht amerikanische Panzerlandungsschiffe von deutschen Schnellbooten angegriffen, die zwei davon mit Torpedos versenken konnten. Die so genannte "Slapton Sands Tragödie" forderte mindestens 749 Tote und mehr als 300 teils schwer verwundete Männer. Von deutschen Opfern des Angriffs ist nichts bekannt. Das Übungsmanöver TIGER die erste große Generalprobe für die Landungen in der Normandie, bei dem alle Truppen nach dem Plan für die Operation »Neptune« aufgestellt waren. Dabei sollten zwei Brückenköpfe etabliert werden. Die Erwartungen liefen auf einen Zusammenschluss beider Brückenköpfe nach zwei bis drei Tagen hinaus. Alle britischen, kanadischen und amerikanischen Einheiten die für Utah-Beach geplant waren, sollten an der TIGER-Übung teilnehmen, die in Slapton Sands unter der Führung des VII. Korps stattfand.

Im KL Auschwitz trifft der erste Transport ungarischer Juden ein. Mit ihrer Deportation war am 19. März begonnen worden, nachdem deutsche Streitkräfte Ungarn besetzt hatten.
Die Resistance beschädigt 8 Panzer und entwendet einen Panzerspähwagen aus den Renault-Werken in der Nähe von Paris.
Der US-amerikanische Wirtschafts- und Börsenfachmann Bernard Mannes Baruch stiftet 1,1 Millionen US-Dollar für die medizinische Forschung in den Vereinigten Staaten. Ein Schwerpunkt soll nach seinem Willen in der Hilfe für Kriegsverwundete liegen.
Tod des Marine-Staatssekretärs Oberst Knox, im Alter von 70 Jahren. James V. Forrestal wird am 10. Mai zu seinem Nachfolger ernannt.

29.4.1944
Ein deutsches Jagdflugzeug vom Typ "Me 110" landet irrtümlich auf dem Flugplatz Dübendorf bei Zürich. Die Maschine wird am 19. Mai zerstört, da die schweizerischen Behörden einer Rückgabe nicht zustimmen wollen.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den japanischen Tenno zum Geburtstag.
Die Resistance beschädigt das gerade nach einem Luftangriff wiederhergestellte Dunlop-Werk in Montlucon.
US-Task-Force 58 greift den japanischen Stützpunkt auf dem Truk-Atoll an. 93 japanische Flugzeuge werden zerstört, 26 US-Flugzeuge werden abgeschossen.

30.4.1944
Josip Tito, Präsident des jugoslawischen "Antifaschistischen Rates der nationalen Befreiung" fordert von den Alliierten die Anerkennung als jugoslawischer Regierungschef.
ABSIE (American Broadcasting Station in Europe, der US-Soldaten-Sender in Europa) geht als offizielles Sprachrohr der US-Regierung für Europa auf Sendung.
Deutsche U-Boote haben im Atlantik, im Mittelmeer und im Indischen Ozean seit dem 1. März des Jahres 27 alliierte Handelsschiffe versenkt.
2200 t Sprengstoffe und Brandbomben werden von US-Terrorbombern über Berlin abgeworfen. Es ist das größte Tagesbombardement, das bisher in der Luftschlacht um Berlin durchgeführt wurde. Die Luftstreitkräfte Großbritanniens und der USA haben bei ihren Angriffen gegen deutsches Reichsgebiet im April 1392 Flugzeuge verloren.
Schwere Lancaster-Bomber der Royal Air Force lassen ein Munitionsdepot in Maintenon - südwestlich von Paris - in die Luft gehen.
101 deutsche Bomber greifen den Hafen von Portsmouth die zusammen gezogene alliierte Invasionsflotte an. Wegen schlechten Wetters fehlen Wirkungstreffer.
Auf der Krim ist nur noch die Festung Sewastopol in deutschem Besitz.
In Russland stirbt Alexei Nowikow-Priboj, der Autor von 'Tsushima', im Alter von 66 Jahren in seiner Wohnung in Moskau.

Handelsschiffs-Verluste im April 1944:

8 alliierte Schiffe mit zusammen 48.231 Tonnen im Atlantik, 5 alliierte Schiffe mit 34.141 Tonnen in anderen Gewässern. 38 japanische Schiffe mit 128.328 Tonnen im Pazifik. 19 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 19 U-Boote verloren), 19 neue U-Boote in Dienst gestellt, 474 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Manöver (Exercise) TIGER: Invasionstraining an der britischen Küste, eine amerikanische Truppe verläßt ein Landungsboot. Insgesamt nahmen mit den Seelandetruppen 25.000 Soldaten und 2.750 Fahrzeuge an dem Landungsmanöver TIGER teil.              

Manöver (Exercise) TIGER: Invasionstraining an der britischen Küste, eine amerikanische Truppe verläßt ein Landungsboot. Insgesamt nahmen mit den Seelandetruppen 25.000 Soldaten und 2.750 Fahrzeuge an dem Landungsmanöver TIGER teil.              

A. Hitler nimmt die Glückwünsche zu seinem 55. Geburtstag entgegen

Eine abgeschoßene Boing B-17 (Fliegende Festung) bei Hamm

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Fritz Sauckel

Albert Speer

Karl-Otto Saur

Georgi K. Schukow

Erhard Milch

Döme Sztojay

Wendell Willkie

Herbert Ernst Backe

Rudolf Vrba

Alfred Wetzler

Ante Pavelic

Frankfurt am Main
SS Division Wiking
Adolf Hitler auf dem Berghof
Eine abgeschoßene B 17
Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Die Wochenschau vom 8.3.1944 - mit Ausschnitten: Empfang von Kaempfern aus Tscherkassy bei Dr. Goebbels. Besichtigung der Befestigungsanlagen an der Westfront durch Feldmarschall Rommel.

Die Wochenschau vom 22.3.1944 - mit Ausschnitten: Einsatz des 'Goliath'-Zwergpanzers. Nachschub fuer die Ostfront. Kaempfe an der Narwa. Vorbereitungen der Reichshauptstadt auf den Bombenangriff.

Die Wochenschau vom 29.3.1944 - mit Ausschnitten: Ausbildung und Uebungen von U-Boot-Maennern. Stellungsbau an der finnischen Front bei einem Eissturm, Besuch finnischer Lottas bei den Soldaten.

 Die Wochenschau vom 19.4.1944 - mit Ausschnitten: Verlesung eines   Aufsatzes von Dr. Goebbels aus der neuesten Nummer der Wochen-   schrift 'Das Reich' im Grossdeutschen Rundfunk. Artilleriekaempfe und   Panzerabwehr durch deutsche Fallschirmjaeger im Raum von Cassino.

 Die Wochenschau vom 26.4.1944 - mit Ausschnitten: Reichsfeier der   NSDAP am Vorabend des Geburtstages des Fuehrers, Rede von   Reichsminister Dr. Gobbels, Feierlichkeiten in der Reichshauptstadt,   Glueckwuensche des Reichsmarschalls und der Generaele.