Chronik des Nationalsozialismus Mai / Juni 1935

MAI 1935

1.5.1935
Die Feierlichkeiten zum "Tag der Arbeit" beginnen mit einer Jugendkundgebung im Berliner Lustgarten. Adolf Hitler sagt in seiner Rede unter anderem: "Deutsche Jugend! Eine große Zeit ist es, die ihr erlebt. Was Generationen oft nicht beschieden ist, wird euch zuteil." Danach nimmt Hitler wie auch in den Jahren zuvor an der Festveranstaltung der Reichskulturkammer in der Staatsoper teil. Am Nachmittag empfängt der Führer und Reichskanzler die Arbeitsabordnungen aus den einzelnen Gauen in der Reichskanzlei und hält eine kurze Ansprache. In seiner Rede sagt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler auf dem Tempelhofer Feld in Berlin vor mehr als 100 000 Arbeitern: »Was wir wollen, liegt klar vor uns: Nicht Krieg, nicht Unfrieden... denn wir wissen alle, daß die große Arbeit nur gelingen kann in einer Zeit des Friedens.« Der Propagandaminister Joseph Goebbels fordert die Arbeiter auf, »sich wie ein Mann« hinter die Politik Adolf Hitlers zu stellen.



































Innerhalb der Reichsrundfunkkammer wird die "Fernsehgemeinschaft" gegründet, Eugen Hadamovsky wird zum Reichssendeleiter ernannt. In einem Telegramm an Hitler verspricht der Leiter der Rundfunkabteilung im Propagandaministerium Horst Dreßler-Andreß, "dieses neue revolutionäre Mittel der Volksaufklärung und Propaganda mit nationalsozialistischer Tatkraft und opferfreudiger Hingabe als Ihr Instrument auszubauen".
Während eines Festaktes der Reichskulturkammer in der Berliner Staatsoper wird der Nationalpreis für Film an die Regisseurin Leni Riefenstahl für ihr Werk "Triumph des Willens" verliehen. Der Film über den Reichsparteitag 1934 in Nürnberg verherrlicht eindrucksvoll das politische Ritual dieser Massenveranstaltung.
Der Chef der Abwehr, Wilhelm Canaris, wird zum Admiral befördert.

2.5.1935
Der französische Außenminister Pierre Laval und der sowjetische Botschafter in Frankreich W. Potemkin unterzeichnen in Paris den französisch-sowjetischen Beistandspakt, was der deutschen Regierung nicht verborgen blieb. Der französische Präsident Édouard Herriot hatte keine menschenrechtlichen Bedenken gegenüber Stalin, obwohl er von der Ukraine erfuhr, daß Stalin dort 10 Millionen Menschen verhungern und Millionen von Gegnern ermorden ließ. Dieser Vertrag stritt eindeutig gegen das Locarno-Abkommen mit Frankreich und England, was Hitler dann veranlaßte, die allgemeine Wehrpflicht einzuführen.
Bei einem Frühstück des Vereins der ausländischen Presse lobt der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring, die deutsche Luftwaffe als die modernste der Welt. Sie verfüge über kein altes Flugzeug und keinen alten Motor, sie werde immer so stark sein, wie die augenblickliche Konstellation für oder gegen den Frieden sei.

3.5.1935
Reichswirtschaftsminister Hjalmar Schacht legt seine Denkschrift zur Rüstungsfinanzierung vor. Darin heißt es, dass die Durchführung des Rüstungsprogramms nach Tempo und Ausmaß die Aufgabe der deutschen Politik sei und alles andere diesem Zwecke untergeordnet werden müsse.
Im Warschauer Vorort Grochow schießen unbekannte Täter während des Unterrichts durch die Fenster einer jüdischen landwirtschaftlichen Schule. Eine Schülerin wird tödlich verletzt. Zur gleichen Zeit explodiert auf dem Schulhof eine Bombe, die großen Sachschaden anrichtet.

4.5.1935
Der NSDAP-Gauleiter Saarpfalz, Josef Bürckel, veröffentlicht in Berlin eine Anordnung, in der es heißt, es sei unanständig, von Juden Geld zu nehmen. Er weist alle politischen Dienststellen an, die von Juden gezahlten Spenden zur Beseitigung der "Elendwohnungen" unverzüglich zurückzuzahlen.

5.5.1935
Alle katholischen Kirchenblätter in Preußen werden wegen der Veröffentlichung eines Hirtenbriefes, in dem die deutschen Bischöfe für die Bekenntnisschule eintreten, beschlagnahmt. Unter dem Titel "An die Dunkelmänner unserer Zeit" richtet der "Beauftragte des Führers für die gesamte geistige und weltanschauliche Schulung und Erziehung der NSDAP", Alfred Rosenberg, eine aggressive und polemische Replik an die Bischöfe.
Das Militärgericht in Athen verurteilt den früheren griechischen Ministerpräsidenten Eleftherios Weniselos, der sich ins Pariser Exil begeben hat, in Abwesenheit zum Tode. Weniselos war der Anführer der im März dieses Jahres gescheiterten Militärrevolte.

6.5.1935
Bei einem Empfang deutscher Pilger im Vatikan klagt Papst Pius XI. die Kirchenpolitik der Nationalsozialisten an: "Man will im Rahmen eines sog. positiven Christentums Deutschland dem christlichen Glauben entfremden und das Volk einem barbarischen Heidentum zuführen."
In einem feierlichen Akt begeht das britische Königshaus das 25. Regierungsjubiläum von König Georg V. An den Feierlichkeiten in London nehmen neben der königlichen Familie die höchsten Staatswürdenträger, die Premierminister der Dominions sowie eine Reihe indischer Fürsten teil.

7.5.1935
Zum zehnten Jahrestag der Eröffnung des Deutschen Museums wird in München eine große Kongreßhalle eröffnet, die den Museumskomplex erweitert.

8.5.1935
Bei einem schweren Fährbootunglück an der ungarisch-rumänischen Grenze ertrinken 20 Menschen. Das Boot war infolge des reißenden Hochwassers gekentert.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schlägt in einem Länderspiel in Dortmund die Mannschaft Irlands 3:1.

9.5.1935
Das "Gesetz zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmutzschriften" vom 18. Dezember 1926 wird durch die "Anordnung der Reichsschrifttumskammer über schädliches und unerwünschtes Schrifttum" ersetzt. Diese Anordnung enthält eine Liste solcher Bücher und Schriften, "die das nationalsozialistische Kulturwollen" gefährden.
In Nürnberg findet die erste Kundgebung der "Antijüdischen Weltliga" statt. Es spricht der Leiter des "Zentralkomitees zur Abwehr der jüdischen Greuel- und Boykotthetze", Julius Streicher.

10.5.1935
Die Reichsbahn gibt die elektrifizierte Gesamtstrecke Augsburg-Nürnberg für den Verkehr frei.
Auf Anordnung von Propagandaminister Joseph Goebbels werden in Berlin die beiden Kabaretts "Tingeltangel" und "Katakombe" geschlossen. In der Begründung heißt es, in den Darbietungen der beiden Kabaretts seien wiederholt Einrichtungen des Deutschen Reichs lächerlich gemacht worden.
Thomas Stearns Eliots Drama "Mord im Dom" wird beim "Canterbury Festival of Music and Drama" uraufgeführt.

11.5.1935
In einer Mitteilung des Reichsgesundheitsamtes in Berlin heißt es, dass bereits 730 staatliche und kommunale Gesundheitsämter im ganzen Reichsgebiet eingerichtet worden seien. Ihre Aufgabe bestehe vornehmlich in der Eheberatung unter dem Gesichtspunkt der Erb- und Rassenpflege.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hält eine Begrüßungsansprache vor den Delegierten des Weltverbandes der Automobilclubs in der Reichskanzlei, und weist insbesondere auf den einzigartigen Bau der Reichsautobahnen hin.
In Düsseldorf wird die vom Berliner Institut für Deutsche Wirtschaftspropaganda in Zusammenarbeit mit der NS-Frauenschaft und dem Deutschen Frauenwerk veranstaltete Reichsausstellung "Frau und Volk" eröffnet. Reichsinnenminister Wilhelm Frick hält die Eröffnungsrede zum Thema "Die Frauenarbeit und die Verantwortung der deutschen Frau als Erhalterin der Art und als Hüterin der Familie". Die Ausstellung dauert bis zum 12. Juni.
Im Hotel "Vier Jahreszeiten" in München heiratet Emil Maurice, der Chauffeur, Duzfreund und früher politischer Begleiter Adolf Hitlers, die 23 jährige Medizinstudentin Hedwig Ploetz.
Zur weiteren Gleichschaltung der Presse wird die studentische Presse in der Fachgruppe "Studenten-Zeitschriften" im Reichsverband der deutschen Zeitschriftenverleger zusammengefaßt.

12.5.1935
In einer Radioansprache zum Muttertag sagt die Leiterin der NS-Frauenschaft, Gertrud Scholtz-Klink, dass jede gesunde Mutter "Hüterin, Hegerin und ureigenste Treuhänderin des Nationalsozialismus" sein müßte, weil seine tiefsten Forderungen sich mit ihren inneren Mutterforderungen deckten.
In Hamm kommt es zu einer Demonstration der Hitlerjugend gegen den Paderborner Erzbischof Kaspar Klein. Der Erzbischof wird von den Jugendlichen als "Devisenschieber" beschimpft. Die Polizei muss eingreifen, um Ausschreitungen zu verhindern.
In Warschau stirbt 68jährig der polnische Politiker Marschall Josef Klemens Pilsudski.
Anlässlich des Besuchs des Schriftstellers Bertolt Brecht in Moskau findet im "Klub ausländischer Arbeiter" ein Bertolt-Brecht-Abend statt. Der Schriftsteller selbst liest aus seinen Werken "Lied vom Klassenfeind" und "An die Kämpfer in den Konzentrationslagern".
Der deutsche Rennfahrer Rudolf Caracciola gewinnt auf Mercedes-Benz in neuer Rekordzeit den Großen Preis von Tripolis vor drei Italienern.
In einem Länderspiel in Köln unterliegt die deutsche Fußballelf Spanien 1:2.

13.5.1935
Adolf Hitler kondoliert in einem Beileidstelegramm der Witwe des polnischen Marschalls Josef Pilsudski.
Die Fluggesellschaft Pan American Airways eröffnet den regelmäßigen Flugverkehr über den Stillen Ozean von San Francisco nach Pearl Harbor (Hawaii).

14.5.1935
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler entsendet Hermann Göring nach Warschau zu den Trauerfeierlichkeiten des polnischen Marschalls Josef Pilsudski.
Der Terra-Film "Wunder des Fliegens" wird in München uraufgeführt. Unter der Regie von Heinz Paul spielt Ernst Udet die Hauptrolle. Der Film wird als "staatspolitisch wertvoll" und "volksbildend" ausgezeichnet.
Die Eisenbahn- und Straßenbrücke über den Kleinen Belt zwischen der Insel Fünen und der Halbinsel Jütland, Dänemark, wird für den Straßenverkehr freigegeben.

15.5.1935
In Dresden werden 23 Mitglieder der Wachmannschaft des Konzentrationslagers Hohenstein wegen Mißhandlungen von Gefangenen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Adolf Hitler begnadigt sie im November.
Leni Riefenstahl sendet Adolf Hitler ein Telegramm aus Davos: "Tief bewegt und beglückt höre ich soeben im Radio die Verleihung des Filmpreises. Diese Auszeichnung wird mir Kraft geben für sie, mein Führer, und für ihr großes Werk, Neues zu schaffen!"
Der Begründer der modernen Sexualwissenschaft und frühere Leiter des "Instituts für Sexualwissenschaft" in Berlin Magnus Hirschfeld, begeht in Nizza Selbstmord.
In Moskau wird die neue Untergrundbahn für den öffentlichen Betrieb freigegeben. In seiner Ansprache dankt der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin den Männern und Frauen, die geholfen haben, das neue Verkehrsmittel in Rekordzeit fertigzustellen.

16.5.1935
Zwischen der Sowjetunion und der Tschechoslowakei wird in Prag ein Beistandspakt unterzeichnet. Gegenseitige Hilfe bei Angriff durch einen dritten Staat soll aber nur dann geleistet werden, wenn auch Frankreich das Opfer des Angriffs unterstützt. Er gilt als der erster Einkreisungsvertrag gegen Deutschland gerichtet.
Der französische Staatspräsident Albert Lebrun eröffnet in Paris die größte Ausstellung italienischer Kunst, die bislang in Frankreich zu sehen war. Die Eröffnungsfeierlichkeiten in Anwesenheit von Benito Mussolinis Schwiegersohn, Galeazzo Ciano, werden zu einer Demonstration französisch-italienischer Freundschaft.

17.5.1935
Im ersten einer Reihe sog. Devisenprozesse gegen katholische Ordensmitglieder wird die Ordensschwester Wernera Wiedenhöfer von einem Berliner Gericht zu fünf Jahren Zuchthaus, ebensolangem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und zu 140 000 RM Geldstrafe verurteilt.

18.5.1935
Die deutsche Reichsregierung beschließt die Änderung des Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes aus dem Jahr 1913. Ein Anspruch auf Einbürgerung wie ihn das alte Gesetz in vielen Fällen vorsah, besteht nun nicht mehr.
Der Deutsche Caritasverband führt seine jährliche reichsweite Straßen- und Haussammlung durch. Dabei kommt es in München zu organisierten Störungen durch nationalsozialistische Gruppen, die Sammler und Spender belästigen und grob beleidigen.
Beim Absturz des größten Landflugzeuges der Welt, der in der Sowjetunion gebauten "Maxim Gorki", kommen in der Nähe von Moskau alle 48 Insassen ums Leben.

19.5.1935
Adolf Hitler eröffnet bei Darmstadt das erste Teilstück der Reichsautobahn zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg. Zur Zeit sind insgesamt 1500 km Autobahnen im Bau.
Bei den Wahlen zum tschechoslowakischen Abgeordnetenhaus wird die Sudetendeutsche Partei (SdP) von Konrad Henlein überraschend stärkste Fraktion im Parlament. Die nationalsozialistisch geprägte Partei fordert den Anschluß des Sudetenlandes an das Deutsche Reich.
Das Deutsche Reich nimmt einen 500-Millionen-Mark-Kredit bei verschiedenen deutschen Versicherungsgesellschaften auf. Die Aktion steht im Zusammenhang mit einer Reihe weiterer "interner" Kreditaufnahmen, die insbesondere die enormen Kosten der Aufrüstung ohne Auslandsverschuldung finanzieren sollen.
Thomas Edward Lawrence, in aller Welt bekannt als "Lawrence von Arabien", stirbt nach einem Verkehrsunfall in Großbritannien. Lawrence trug mit seinem Verrat wesentlich dazu bei, daß der Nahe Osten bis heute zum Pulverfaß wurde.
Erstmals seit 960 Jahren fällt im Mai in Paris Schnee. Auch in anderen Teilen Frankreichs herrscht winterliches Wetter. Durch Schneestürme in der westlichen Sahara in Nordafrika erfrieren zahlreiche Schafherden.

20.5.1935
Die deutschen Behörden weisen M. Eduard Behrens, Berliner Korrespondent der Basler "National-Zeitung", aus dem Deutschen Reich aus. Dem Schweizer wird feindselige Berichterstattung über das NS-Regime vorgeworfen.

21.5.1935
In einer Rede vor dem Reichstag in Berlin legt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in 13 Punkten Deutschlands Einstellung zu Fragen der internationalen Politik dar. Er betont den Friedenswillen der deutschen Regierung.
Das neue deutsche Wehrgesetz wird veröffentlicht. Neben der allgemeinen Wehrpflicht verfügt es im ersten Artikel daß »jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau zur Dienstleistung für das Vaterland verpflichtet« sind. Das Gesetz benennt Hitler als obersten Befehlshaber der Wehrmacht.
Hitler ernennt Reichswirtschaftsminister Hjalmar Schacht zum »Generalbevollmächtigten für die Kriegswirtschaft«.

22.5.1935
Der stellvertretende britische Premierminister Stanley Baldwin kündigt im Unterhaus in London an, dass die Luftstreitkräfte Großbritanniens innerhalb der nächsten zwei Jahre verdreifacht werden.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt legt sein Veto gegen eine Gesetzesvorlage ein, die die Barauszahlung von 1,6 Mrd. US-Dollar an US-amerikanische Veteranen des Ersten Weltkrieges vorsieht und den Kongress in Washington bereits passiert hat. Roosevelt befürchtet einen inflationären Effekt der Auszahlungen. Das sog. Bonus-Gesetz fällt daraufhin.
Am Frankfurter Opernhaus wird Werner Egks Oper "Die Zaubergeige" uraufgeführt.

23.5.1935
Auf einer Feierstunde des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller in Paris sprechen u.a. André Malraux, Gustav Regler und Wieland Herzfelde. Anlaß ist der 50. Geburtstag des im Exil lebenden deutschen Journalisten Egon Erwin Kisch im April.
William Green, der Vorsitzende des US-amerikanischen Gewerkschaftsbundes "American Federation of Labor" (AFL) droht bei einer Massenveranstaltung vor 20.000 Menschen im New Yorker Madison Square Garden mit einem Generalstreik, falls der "National Industrial Recovery Act" (NIRA) nicht verlängert wird. Die 1935 fällige Verlängerung des NIRA, eines Herzstücks des "New Deal" wird von Präsident Roosevelt befürwortet, vom Senat abgelehnt.

24.5.1935
Die "Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse" startet im Deutschen Reich die Aktion "Fleisch im eigenen Saft". Sie soll den Verkauf von Rind- und Schweinefleischkonserven stimulieren, um von saisonalen Versorgungs- und Preisschwankungen und von Fleischimporten unabhängiger zu werden.
Papst Pius XI. wendet sich in einer Ansprache gegen Sterilisierungen. Sollte die Sterilisationspraxis, wie sie im Deutschen Reich gehandhabt werde, von anderen Ländern übernommen werden, habe dies "unabsehbares Leid für die Menschheit" zur Folge.
In Paris werden Luftschutzübungen mit allgemeiner Verdunkelung veranstaltet. Währenddessen überprüfen französische Piloten über der Stadt die Wirksamkeit der Maßnahmen.
Kronprinz Friedrich von Dänemark heiratet in Stockholm Prinzessin Ingrid von Schweden.

25.5.1935
Bei antisemitischen Ausschreitungen in München zwingen Trupps nichtuniformierter junger Leute jüdische Geschäftsinhaber, ihre Läden zu schließen. Die Anführer erklären, der Sabbat sei ein jüdischer Feiertag und Juden seien daher nicht berechtigt, zu arbeiten. Die umstehende Bevölkerung bleibt passiv.
Die "Gesellschaft der alten Bolschewiki" löst sich ebenso wie wenig später die "Gesellschaft ehemaliger politischer Gefangener und Verschickter" in der Sowjetunion auf, wie es heißt, "auf eigenen Wunsch". In den Organisationen waren Veteranen der Oktoberrevolution zusammengeschlossen. Sie sind dem Stalin-Regime suspekt und fallen in der Folge großenteils stalinistischen "Säuberungen" zum Opfer.
Der US-amerikanische Leichtathlet James Cleveland "Jesse" Owens stellt in Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan innerhalb von 45 Minuten vier Weltrekorde auf. Owens überspringt u.a. mit 8,13 m als erster die 8-m-Marke im Weitsprung.

26.5.1935
Vor 150 000 Zuschauern gewinnt der Italiener Luigi Fagioli (Mercedes) in Berlin das Avusrennen. Der Deutsche Hans Stuck (Auto-Union) wird Vierter.
In einem Fußball-Länderspiel in Dresden schlägt Deutschland die Tschechoslowakei 2:1.

27.5.1935
Der Oberste Gerichtshof der USA erklärt in Washington den "National Industrial Recovery Act" (NIRA) für gesetzeswidrig.
Die türkische Nationalversammlung beschließt in Ankara ein Gesetz, wonach in Zukunft anstelle des Freitags - des moslemischen Feiertages - der Sonntag in der Türkei als wöchentlicher Ruhetag eingeführt wird.

28.5.1935
Ein Erlass des preußischen Innenministeriums ermächtigt die Polizei in Preußen, vorbestrafte "unverbesserliche Berufsverbrecher" als präventive Maßnahme in "Erziehungslagern" festzuhalten, ohne dass ein konkretes Verbrechen begangen wurde.
Die Bank von Frankreich erhöht zum drittenmal innerhalb von fünf Tagen den Diskontsatz, diesmal ungewöhnlich stark von 4% auf 6%. Dadurch soll der massive Goldabfluß aus Frankreich - allein am 27. Mai im Wert von 1,3 Mrd. Franc - gestoppt werden, der die Stabilität der Währung bedroht.

29.5.1935
In einer Rede vor dem Nationalrat in Wien wirft der österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg der deutschen Politik Einmischung in österreichische Angelegenheiten vor und verlangt von Hitler, Österreich als gleichberechtigten Staat zu behandeln.

30.5.1935
Ein Erdbeben zerstört die Stadt Quetta im Nordwesten Indiens (Britisch-Belutschistan). 40 000 Menschen kommen ums Leben.

31.5.1935
Eine Anweisung der Reichsmusikkammer hebt den Boykott gegen den Komponisten Eduard Künnecke auf, der wegen der Heirat Künneckes mit einer jüdischen Frau verhängt worden war. Grund für die Aufhebung des Boykotts ist die große Popularität des Komponisten in der Bevölkerung.
Der französische Ministerpräsident Pierre Etienne Flandin tritt in Paris als Ministerpräsident zurück. Das Parlament hatte seiner Regierung weitgehende gesetzgeberische Vollmachten zur Beseitigung der Finanzkrise des Landes verwehrt. Nachfolger Flandins wird Fernand Bouisson.

Der 1. Mai wurde durch das Gesetz vom 10. April 1933 von den Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag („Tag der nationalen Arbeit“) bestimmt. Im Jahr 1934 wurde der 1. Mai durch eine Gesetzesnovelle zum „Nationalen Feiertag“ erklärt. Bestandteil der Feierlichkeiten im ganzen Land war die Rundfunkübertragung von Hitlers Rede beim zentralen Staatsakt in Berlin, der mit Kundgebungen, Musik- und Kunstflugdarbietungen, Wehrübungen und einem abschließenden nächtlichen Feuerwerk eine gigantische Propaganda- veranstaltung darstellte, die offiziell über 1.000.000 Menschen aus allen Teilen Deutschlands anzog. Schon Wochen vor dem 1. Mai wurden Gebäude, Straßen und Festplätze überall in Deutschland geschmückt, Festzüge vorbereitet und Lieder einstudiert. Hierbei erwartete die Staatsmacht von NS-Organisationen wie der Hitlerjugend, dem Bund deutscher Mädel oder der DAF besonders eifriges und vorbildliches Engagement. Die Feierlichkeiten begannen zumeist am Abend des 30. April mit dem "Mai-Einsingen". Am Feiertag selbst fanden in den meisten Orten Festumzüge statt. Es marschierten zumeist Abordnungen von Wehrmacht, Sturmabteilung (SA), Schutzstaffel (SS) und der HJ. Weiterhin präsentierte sich die DAF und ihre Fachämter mit Festwagen und Festmarsch der Mitglieder. Volksfeste mit Tanz und Kinderspielen, Schaustellern und dazu Sportwettkämpfe, rundeten die Maifeierlichkeiten in vielen Orten ab.              

Der 1. Mai wurde durch das Gesetz vom 10. April 1933 von den Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag („Tag der nationalen Arbeit“) bestimmt. Im Jahr 1934 wurde der 1. Mai durch eine Gesetzesnovelle zum „Nationalen Feiertag“ erklärt. Bestandteil der Feierlichkeiten im ganzen Land war die Rundfunkübertragung von Hitlers Rede beim zentralen Staatsakt in Berlin, der mit Kundgebungen, Musik- und Kunstflugdarbietungen, Wehrübungen und einem abschließenden nächtlichen Feuerwerk eine gigantische Propaganda- veranstaltung darstellte, die offiziell über 1.000.000 Menschen aus allen Teilen Deutschlands anzog. Schon Wochen vor dem 1. Mai wurden Gebäude, Straßen und Festplätze überall in Deutschland geschmückt, Festzüge vorbereitet und Lieder einstudiert. Hierbei erwartete die Staatsmacht von NS-Organisationen wie der Hitlerjugend, dem Bund deutscher Mädel oder der DAF besonders eifriges und vorbildliches Engagement. Die Feierlichkeiten begannen zumeist am Abend des 30. April mit dem "Mai-Einsingen". Am Feiertag selbst fanden in den meisten Orten Festumzüge statt. Es marschierten zumeist Abordnungen von Wehrmacht, Sturmabteilung (SA), Schutzstaffel (SS) und der HJ. Weiterhin präsentierte sich die DAF und ihre Fachämter mit Festwagen und Festmarsch der Mitglieder. Volksfeste mit Tanz und Kinderspielen, Schaustellern und dazu Sportwettkämpfe, rundeten die Maifeierlichkeiten in vielen Orten ab.              

JUNI 1935

1.6.1935
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ernennt den Beauftragten für Abrüstungsfragen, Joachim von Ribbentrop, zum außerordentlichen bevollmächtigten Botschafter in besonderer Mission. In dieser Eigenschaft führt Ribbentrop die deutsch-britischen Friedensverhandlungen mit dem großzügigen Angebot des Führers zu einem Vertragswerk, durch das die endgültige Verständigung zwischen beiden Mächten vollzogen und gesichert werden sollte. Es handelte sich um konkrete Vorschläge, die er wiederholt dem englischen Premierminister, Außenminister oder sonstigen maßgeblichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterbreitete. Diese Angebote umfaßten im wesentlichen folgende Punkte:
1. ein deutsch-englisches Flottenabkommen auf der Basis 30:100;
2. die ewige Unantastbarkeit der zwischen Deutschland und England liegenden Länder Holland, Belgien und Frankreich;
3. Respektierung der britischen Interessen in der Welt durch Deutschland und Respektierung der deutschen Interessen in Osteuropa durch England;
4. ein Schutz- und Trutzbündnis zwischen den beiden Ländern, wobei Deutschland auf englische Waffenhilfe verzichtete, seinerseits aber bereit war, sowohl
seine Flotte als auch eine bestimmte Zahl von Divisionen jederzeit England zur Sicherstellung seines Imperiums zur Verfügung zu stellen.
Von dem großen Verständigungsangebot des Führers an England, nahm die englische Regierung nur den Vorschlag einer Festlegung des Kräfteverhältnisses zwischen den beiderseitigen Seestreitkräften im Verhältnis 35:100 an - also die einseitige und freiwillige Rüstungsbeschränkung für die deutschen Seestreitkräfte, die Deutschland anbot.

Auf Veranlassung des deutschen Propagandaministers Joseph Goebbels wird die am 2. Juni erscheinende Ausgabe des Berliner satirischen Wochenblattes "Kladderadatsch" beschlagnahmt. Die Zeitung bringt auf ihrem Titelblatt eine ganzseitige Karikatur des italienischen Duce und Ministerpräsidenten Benito Mussolini.
In einer Rede vor 20 000 NSDAP-Funktionären in Erfurt bezeichnet Reichsinnenminister Wilhelm Frick das Verhältnis zwischen Kirche und Staat als die "unangenehmste und schwerwiegendste innenpolitische Frage überhaupt".
Das im Moskauer Exil agierende Zentralkomitee der KPD schlägt dem Prager Exilvorstand der SPD vor, gemeinsame Hilfskomitees zur Unterstützung der Opfer des faschistischen Terrors zu gründen. Die KPD beginnt sich von der bislang gültigen Parteilinie zu lösen, nach der jede Zusammenarbeit mit "bürgerlichen" Parteien einschließlich der SPD abgelehnt wurde, deren Politik die KPD in der Endphase der Weimarer Republik als "Sozialfaschismus" diffamierte.

2.6.1935
Die Gestapo beschlagnahmt die Sammelbeträge, die während der Gottesdienste der Bekennenden Kirchen in Hessen gespendet wurden.
Die Münchnerin Gisela Mauermayer verbessert in Ulm den Weltrekord im Diskuswerfen von 43,79 m auf 44,34 m.

3.6.1935
Zwischen dem Deutschen Reich und den USA wird in Washington ein Handelsabkommen unterzeichnet, nach dem die bisherige Meistbegünstigung - die gegenseitige Gewährung von anderen Handelspartnern eingeräumten Vorteilen - in Zukunft wegfällt.
Der 17 000 Mitglieder zählende Reichsbund deutscher evangelischer Pfarrer protestiert in einem Schreiben an Innenminister Wilhelm Frick gegen die fortdauernde Verhaftung von Pfarrern und ihre Behandlung in den Konzentrationslagern Dachau und Sachsenhausen.
Der bayerische Innenminister Adolf Wagner verurteilt die jüngsten antisemitischen Ausschreitungen am 25. Mai in München. Derartige Aktionen gefährdeten die Staatsautorität und das Ansehen Deutschlands in der Welt.
Die britische Zeitung "Manchester Guardian" veröffentlicht Zensuranweisungen des Propagandaministers Joseph Goebbels an die deutsche Presse, die z. B. über ein deutsch-rumänisches Abkommen schweigen muß, weil daraus ein deutscher Benzinmangel erkennbar würde.
Der französische Passagierdampfer "Normandie", das derzeit größte Schiff der Welt, legt auf seiner Jungfernfahrt die Strecke Southampton- New York in Rekordzeit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,68 Seemeilen pro Stunde (54,97 km/h) zurück. Damit gewinnt sie die symbolische Trophäe für die schnellste Nordatlantiküberquerung, das "Blaue Band", und löst die deutsche "Bremen" ab.

4.6.1935
Nur wenige Tage im Amt, tritt der französische Ministerpräsident Fernand Bouisson nach einer finanzpolitischen Abstimmungsniederlage wieder zurück. Am 7. Juni übernimmt der bisherige Außenminister Pierre Laval den Posten. Er beginnt eine rigorose Deflationspolitik, die den Wirtschaftsaufschwung behindert und soziale Unruhen zur Folge hat.
In einem Rundschreiben bietet der Reichsverband der deutschen Zeitungsverleger (Fachverband der Reichspressekammer) seinen Landesverbänden einen Fragenkatalog für die Überprüfung konfessioneller Zeitungen an, um eine Handhabe gegen die Blätter zu bekommen.

5.6.1935
Eine Presseanweisung des Propagandaministeriums schreibt den deutschen Zeitungen vor, keine Notiz vom morgigen 60. Geburtstag des im Exil lebenden deutschen Schriftstellers Thomas Mann zu nehmen.
In Hannover stirbt der Generaloberst Alexander von Linsingen. Adolf Hitler ordnet für den erfolgreichen Heerführer im Ersten Weltkrieg ein Staatsbegräbnis an.
Das britische Parlament in London beschließt mit dem Indien-Gesetz eine neue Verfassung für die britische Kolonie Indien. Darin ist zwar eine begrenzte Selbstverwaltung vorgesehen, der koloniale Status des Landes bleibt jedoch erhalten. Die Exekutivgewalt liegt weiter beim britischen Vizekönig.

6.6.1935
Die Engländer erklären sich erstaunlicherweise bereit, die Bedingungen Adolf Hitlers zur Flottenstärke Deutschlands, anzunehmen.
In Hamburg wird der prominente Kommunistenführer Fritz "Fiete" Schulze hingerichtet. Das hanseatische Oberlandesgericht hatte ihn wegen Hochverrats und Mordes im Vorfeld der nationalsozialistischen "Machtergreifung" 1933 verurteilt.
In Düsseldorf beginnt die Reichstagung der "NS-Kulturgemeinde" (bis 11. 6.). Hauptredner ist der NS-Ideologe Alfred Rosenberg, der die staatlichen Institutionen der Kunstpolitik (Propagandaministerium, Reichskulturkammer) scharf angreift.

7.6.1935
Nach dem Rücktritt des britischen Premierministers James Ramsay MacDonald (Labour Party) bildet der Konservative Stanley Baldwin ein neues Kabinett.
Der Berliner Polizeipräsident gibt eine Liste von 41 meist jüdischen Personen bekannt, deren Einbürgerungen ins Deutsche Reich aus der Zeit vor 1933 rückgängig gemacht werden.
Adolf Hitler kondoliert in einem Telegramm der Witwe des verstorbenen Generaloberst Alexander von Linsingen.
Der deutsche Film "Der Himmel auf Erden" (Regie: E. W. Emo) wird in Berlin uraufgeführt. In der Hauptrolle spielt Heinz Rühmann, in Nebenrollen sind u.a. Hans Moser und Theo Lingen zu sehen.

8.6.1935
Kurzfristig konferieren in München Adolf Hitler, Hermann Göring, Constantin Freiherr von Neurath, Arthur Greiser, Hjalmar Schacht, Albert Forster und Werner von Blomberg über Danzig.
Der Reichsanzeiger veröffentlicht die vierte Ausbürgerungsliste. Neben anderen wird dem Schriftsteller Bertolt Brecht und dem ehemaligen Reichsfinanzminister Rudolf Hilferding die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen.

9.6.1935
Adolf Hitler besucht in der Münchner Staatsoper die Festaufführung zum 70. Jahrestag der Uraufführung von der Richard-Wagner-Oper "Tristan und Isolde".
Am Düsseldorfer Opernhaus wird Ludwig Mauricks Oper "Die Heimfahrt des Jörg Tilman" uraufgeführt.

10.6.1935
In New York wird "Alcoholics Anonymous", eine Selbsthilfeorganisation Alkoholabhängiger, gegründet.

11.6.1935
Propagandaminister Joseph Goebbels schreibt in einem Erlass vor, ausländische Filme gegebenenfalls auch dann in Deutschland aufzuführen, wenn jüdische Schauspieler mitwirken. Ein totales Verbot solcher Filme würde - so Goebbels - den Export deutscher Filme und damit ein wichtiges Mittel nationaler Werbung stören.

13.6.1935
Führende Mitarbeiter des deutschen Rundfunks der Weimarer Zeit werden in Berlin wegen Korruption zu Geld- und Gefängnisstrafen verurteilt. Zu ihnen gehört auch Hans Bredow, der "Vater" des deutschen Rundfunks.
Durch eine Explosion in einer Sprengstoffabrik in Wittenberg (Sachsen) werden 60 Menschen getötet.
In einer Presseanweisung verbietet das Propagandaministerium den deutschen Zeitungen, ausländische Presseberichte über die Freilassung Ernst Torglers aufzugreifen. Der ehemalige kommunistische Reichstagsabgeordnete war im Februar 1933 als Reichstagsbrandstifter inhaftiert worden und auch nach seinem Freispruch in Haft geblieben. Ende Mai 1935 wurde er überraschend aus dem Gefängnis Berlin-Plötzensee entlassen.
Die Gestapo verhaftet den Betriebsleiter und die gesamte Belegschaft einer Duisburger Brotfabrik wegen des Verdachts "staatsfeindlicher Betätigung".
Durch einen Punktsieg gegen den bisherigen Champion, den US-Amerikaner Max Baer, wird dessen Landsmann James J. Braddock in New York sensationell Boxweltmeister im Schwergewicht.

14.6.1935
Eine durch Berlin fahrende Kolonne von 60 Autos wirbt unter dem Motto "Wir fahren nur mit heimischen Treibstoffen" für die Verwendung von Holzgas statt Benzin.
Die Reichsarbeitskammer in der Deutschen Arbeitsfront wird gebildet.
Die italienischen Behörden verbieten den Verkauf der US-amerikanischen Tageszeitung "New York Times" in Italien. Die Zeitung hatte sich wiederholt kritisch über den italienischen Aufmarsch an der Grenze zu Abessinien geäußert.

15.6.1935
In Frankfurt am Main beginnt der Reichshand- werkertag mit der Verleihung des Titels " Stadt des Deutschen Handwerks". Die Ernennung Frankfurts zur „Stadt des deutschen Handwerks“ 1935 soll deutlich machen, dass die bisher von den Nationalsozialisten so genannte „Stadt der Juden und Demokraten“ nun eine „deutsche“, national- sozialistische Stadt ist. Das neue Stadtbild soll in völligem Gegensatz zu dem der Vergangenheit stehen.
Der italienische Ministerrat in Rom beschließt ein Gesetz über die Einführung eines "faschistischen Samstags". Demnach soll die Arbeitsruhe am Samstagnachmittag den Beschäftigten nicht zur freien Verfügung stehen, sondern zur körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Weiterbildung genutzt werden.

Auf dem Reichshandwerkertag wird die Handwerkerlade vor dem Frankfurter Opernplatz präsentiert (links). Auf dem mittlere Bild sieht man den Festzug mit Vertretern des Malerhandwerks und rechts der Festwagen der Uhrmacher. Oberbürgermeister Friedrich Krebs machte es zur dringlichen Aufgabe, das Stadtbild radikal zu ändern und die Stadt „weltanschaulich“ zu „erneuern“. Er wollte Frankfurt als "Stadt des Deutschen Handwerks" auf eine Ebene mit München als „Hauptstadt der Bewegung“ und Nürnberg als „Stadt der Reichsparteitage“ bringen, was ihm allerdings nicht gelang.              

Auf dem Reichshandwerkertag wird die Handwerkerlade vor dem Frankfurter Opernplatz präsentiert (links). Auf dem mittlere Bild sieht man den Festzug mit Vertretern des Malerhandwerks und rechts der Festwagen der Uhrmacher. Oberbürgermeister Friedrich Krebs machte es zur dringlichen Aufgabe, das Stadtbild radikal zu ändern und die Stadt „weltanschaulich“ zu „erneuern“. Er wollte Frankfurt als "Stadt des Deutschen Handwerks" auf eine Ebene mit München als „Hauptstadt der Bewegung“ und Nürnberg als „Stadt der Reichsparteitage“ bringen, was ihm allerdings nicht gelang.              

Auf dem deutschen Reichshandwerkstag erhält der Reichshandwerksmeister Georg Wilhelm Schmidt (Spengler- und Installationsmeister) ein Glückwunschtelegramm des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, anlässlich der Ernennung Frankfurts zur "Stadt des Deutschen Handwerks".                   

18.6.1935




In London unterzeichnen der britische Außenminister Sir Samuel Hoare und der deutsche Sonderbeauftragte Joachim von Ribbentrop das deutsch-britische Flottenabkommen. Der Vertrag legte die Parität der Seestreitkräfte zwischen diesen beiden Staaten fest. Diese betrug laut Vertrag 35:100 (deutsch-britisch) für Überwasserfahrzeuge, im U-Bootbau wurde dem Deutschen Reich eine Heraufsetzung der Tonnage auf 45 Prozent der britischen zugestanden, was allerdings nicht englischer Großzügigkeit geschuldet war, sondern der Tatsache, daß Großbritannien - als imperialistisch Seemacht - traditionell ohnehin nur wenige U-Boote besaß. Hitler bestätigte damit die britische Seeherrschaft, welche dauerhaft auf eine dreifache Überlegenheit für die britische Seite festgelegt wurde. Adolf Hitler sah dieses Abkommen als ersten Schritt zu einer Verständigung zwischen Deutschland und Großbritannien. Er unternahm damit einen von vielen Schritten zur Aussöhnung und Verständigung zwischen England und dem Deutschen Reich.                      


16.6.1935
Vertreter der illegalen Berliner SPD und der Bezirksvorstand der kommunistischen "Roten Hilfe" schließen ein Abkommen "zur gemeinsamen Hilfe für die Opfer des faschistischen Terrors". Wegen Auseinandersetzungen wird das Abkommen im Januar 1936 wieder aufgehoben.
Als Abschluß der großen Kundgebung des Reichskolonialbundes auf der Freiburger Deutschen Kolonialtagung wird vor der Neuen Universität in Freiburg eine Eiche gepflanzt, deren Wurzeln gebettet werden in afrikanische Erde, die von den Gefallenen-Grabstätten in Deutsch-Südwestafrika entnommen ist. So wird die Eiche in afrikanisch-deutschem Boden wurzeln, ein Symbol der Vereinigung des Mutterlandes mit den uns rechtmäßig zugehörigen deutschen Kolonien. Die Pflanzung der "Kolonial-Eiche" wurde vom dem Präsidenten des Deutschen Kolonial-Kriegerbundes, Reichsstatthalter Ritter von Epp, vorgenommen.
Mit der Aufführung von Richard Wagners "Lohengrin" wird in Hamburg die zweite Reichstheaterwoche eröffnet.
Die Spanische Reitschule in Wien feiert ihr 200jähriges Bestehen mit einem großen Galaabend.

Auf dem deutschen Reichshandwerkstag erhält der Reichshandwerksmeister Georg Wilhelm Schmidt (Spengler- und Installationsmeister) ein Glückwunschtelegramm des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, anlässlich der Ernennung Frankfurts zur "Stadt des Deutschen Handwerks".                   






















17.6.1935
Nach Angaben der Sowjetunion steht das Deutsche Reich an erster Stelle der russischen Handelspartner, gefolgt von Großbritannien, dem Iran und den USA.
Unter verstärktem Polizeiaufgebot wird in Wien und Umgebung der St.-Adolf-Tag gefeiert. Die       Polizei will verhindern, dass der Tag als Anlaß zu nationalsozialistischen Kundgebungen genommen wird.
Im 65. Stockwerk der New Yorker Rockefellerstiftung wird das derzeit höchstgelegene Nachtlokal der
Welt, "Die Stratosphäre"
feierlich eröffnet.















18.6.1935




In London unterzeichnen der britische Außenminister Sir Samuel Hoare und der deutsche Sonderbeauftragte Joachim von Ribbentrop das deutsch-britische Flottenabkommen. Der Vertrag legte die Parität der Seestreitkräfte zwischen diesen beiden Staaten fest. Diese betrug laut Vertrag 35:100 (deutsch-britisch) für Überwasserfahrzeuge, im U-Bootbau wurde dem Deutschen Reich eine Heraufsetzung der Tonnage auf 45 Prozent der britischen zugestanden, was allerdings nicht englischer Großzügigkeit geschuldet war, sondern der Tatsache, daß Großbritannien - als imperialistisch Seemacht - traditionell ohnehin nur wenige U-Boote besaß. Hitler bestätigte damit die britische Seeherrschaft, welche dauerhaft auf eine dreifache Überlegenheit für die britische Seite festgelegt wurde. Adolf Hitler sah dieses Abkommen als ersten Schritt zu einer Verständigung zwischen Deutschland und Großbritannien. Er unternahm damit einen von vielen Schritten zur Aussöhnung und Verständigung zwischen England und dem Deutschen Reich.                      
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler nimmt an der Beisetzung der verunglückten Arbeiter des Sprengstoffwerkes in Wittenberg teil.
Eine vom Reichsbahnzentralamt München entwickelte elektrische Schnellzuglokomotive erzielt mit 2:17 h einen neuen Rekord auf der Strecke München- Stuttgart. Die alte Fahrzeit betrug dreieinhalb Stunden.
Der ehemalige sowjetische Volkskommissar für Verteidigung Leo Trotzki trifft in Oslo ein. Norwegen ist der dritte Staat, in dem der 1929 aus der UdSSR ausgewiesene führende kommunistische Theoretiker Asyl findet.
Ein Denkmal für das "unbekannte Kriegspferd" wird im Hof der Franz-Joseph-Kavallerie-Kaserne in Budapest enthüllt.

19.6.1935
Nach amtlichen Angaben sind in Ceylon in den vergangenen sieben Monaten 81 404 Menschen der Malaria zum Opfer gefallen.

20.6.1935
Für den Monat Juli ordnet Propagandaminister Joseph Goebbels eine absolute Versammlungsruhe an. Außerdem dürfen in den Monaten Juli bis September keine Sammlungen durchgeführt werden. Goebbels will mit diesen Anordnungen der Ermüdung der Bevölkerung durch ständige Aktionen dieser Art entgegenwirken.
Der F.A. Brockhaus-Verlag bringt den "Sprach-Brockhaus", das erste bebilderte vollständige Wörterbuch der deutschen Sprache, heraus.
Der Wissenschaftler Alexis Carrel und der amerikanische Ozeanflieger und Techniker Charles A. Lindbergh geben die gemeinsame Entwicklung einer Kammer für die Aufbewahrung und Erhaltung lebender Organe bekannt.
Die 1933 emigrierten deutschen Nobelpreisträger Thomas Mann und Albert Einstein erhalten die Ehrendoktorwürde der Harvard-Universität in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts).

21.6.1935
In Köln wird die große Sommerausstellung "Arbeit und Erholung" eröffnet, die bis zum 14. Juli dauert.
In Paris beginnt der "Internationale Schriftstellerkongress für die Verteidigung der Kultur". Die Hauptreferenten sind Aldous Huxley, André Gide und Heinrich Mann.

22.6.1935
Ein Gericht in Memmingen verurteilt Pius Degenhart zu zwei Monaten Haft, weil Degenhart sich geweigert hatte, eine Ausgabe der nationalsozialistischen Zeitung "Der Stürmer" zu kaufen.

23.6.1935
Reichsjugendführer Baldur von Schirach beendet mit einer Rede in Lübeck die Veranstaltungen der seit 1933 zum dritten Mal begangenen »Sonnwend«-Feierlichkeiten im Deutschen Reich.
1000 geladene Gäste und 350 Kinder nehmen am Würstchenfest des Wiener Metzgers Leopold Lahner teil. Lahner feiert den 130. Geburtstag des "Wiener Würstchens", das sein Urgroßvater Georg Lahner eingeführt hat.
Im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft in Köln schlägt Vorjahressieger Schalke 04 den VfB Stuttgart 6:4.
Der deutsche Rennfahrer Rudolf Caracciola gewinnt den Großen Preis von Frankreich in Montlhéry vor Manfred von Brauchitsch, beide auf Mercedes Benz.

24.6.1935
Reichserziehungsminister Bernhard Rust ordnet die offizielle Zwangsemeritierung des Bonner Professors für evangelische Theologie, Karl Barth, an.
Wegen "homosexueller Vergehen" wird der deutsche Mittel- und Langstreckenläufer Otto Peltzer von einem Berliner Gericht zu 18 Monaten Haft verurteilt.
Bei einem der schwersten Flugzeugunglücke in der südamerikanischen Flugverkehrsgeschichte in Medellín, Kolumbien, sterben 20 Menschen. Unter den Opfern befindet sich auch der weltberühmte argentinische Tangosänger Carlos Gardel.
In der Dresdener Staatsoper wird die Oper "Die schweigsame Frau" von Richard Strauss uraufgeführt. Die Nationalsozialisten lassen die Oper nach drei Aufführungen verbieten, da das Libretto von dem jüdischen Dichter Stefan Zweig stammt.

25.6.1935
ln Rüsselsheim verlässt der 50 000. Opelwagen der diesjährigen Produktion das Werk. Mit 17,7% der Produktion erreicht die Exportquote ihren bisherigen Höchststand.
Bei einem Unwetter in Großbritannien werden vier Menschen durch Blitzschlag getötet, mehrere Personen erleiden schwere Brandverletzungen.

26.6.1935
Das "Reichsnaturschutzgesetz" bildete die Grundlage für das staatliche Naturschutzhandeln in Deutschland. Ebenfalls wurde der Artenschutz damit erstmals gesetzlich geregelt. Bereits 1940 gab es in Deutschland laut Reichsnaturschutzbuch über 800 eingetragene Naturschutzgebiete.
Das »Reichsarbeitsdienstgesetz« tritt in Kraft. Es verpflichtet alle 18- bis 25jährigen Deutschen zu einem halbjährigen Arbeitsdienst.
Das Reichskabinett verabschiedet das »Luftschutzgesetz«, mit dem das staatliche Luftschutzsystem begründet wird. Die Luftverteidigung fällt künftig in den Zuständigkeitsbereich des Reichsministers für Luftfahrt, der die Polizei und alle offiziellen staatlichen Organe zur Luftverteidigung heranziehen kann.

27.6.1935
Ein Erdbeben in Süddeutschland richtet beträchtlichen Sachschaden an.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt den japanischen Botschafter Graf Mushakoji und nimmt ein altes japanisches Bild als Ehrengeschenk an.
Bei dem Unfall eines Lastkraftwagens, der eine Anzahl von Chlorgasbehältern transportierte, erleiden in Rom mehr als 200 Personen Gasvergiftungen.
Bei einem Fußball-Länderspiel in Oslo trennen sich die deutsche und die norwegische Mannschaft unentschieden 1:1.

28.6.1935
Das Reichsgesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses wird durch ein neues Reichsgesetz ergänzt. Danach ist bei Schwangerschaftsabbruch die soziale Indikation grundsätzlich ausgeschlossen.
In der Reichskanzlei findet eine Besprechung Adolf Hitlers mit Vertretern der Stadt Berlin und der Reichsbahn über städtebauliche Fragen statt. Auf die Frage, ob die von Hitler vorgeschlagene Baukommission nicht schon jetzt einberufen werden soll, erklärt Hitler, dass er noch nicht den richtigen Architekten dafür wisse.
Der Leiter des Presse- und Kulturamtes der Reichsmusikkammer (RMK), Friedrich Mahling, wird seines Amtes enthoben. Als Schriftleiter einer Zeitung hat er den Abdruck eines Inserats des sowjetischen Reisebüros "Intourist" zugelassen.
Die belgische Regierung erlässt ein Gesetz, das Hotel- und Restaurantbesitzern vorschreibt, ihre Preise kenntlich zu machen. Hierfür werden vier Preiskategorien für Hotels festgelegt. Am Eingang eines Hotels ist eine Tafel mit der jeweiligen Kategorie anzubringen.

29.6.1935
In einer Rede auf dem Berliner Gau-Tag sämtlicher nationalsozialistischer Organisationen richtet Propagandaminister Joseph Goebbels heftige Angriffe gegen die Juden: Das Judentum versuche wieder, sich breit zu machen und manche bürgerlichen Intellektuellen wollten ihnen dabei helfen.
Vor seinem Abflug nach München begrüßt Adolf Hitler auf dem Tempelhofer Feld eine Gruppe von polnischen Seeoffizieren. Die freundliche Unterhaltung Adolf Hitlers mit den Polen findet damals eine große Beachtung.
In München findet die Jahrestagung der Akademie für deutsches Recht statt. Auf der Festsitzung der Akademie in der Münchner Universität nimmt Adolf Hitler persönlich teil.
Die Studienordnung des agrarwissenschaftlichen Studiums wird geändert. An Stelle eines erwerbswirtschaftlichen Studiums werden die bevölkerungs-, kultur- und wirtschaftspolitischen Aufgaben der Landwirtschaft betont. Die bisher selbständigen landwirtschaftlichen Hochschulen Berlin und Bonn werden den Universitäten eingegliedert.
Der italienische Duce und Ministerpräsident Benito Mussolini stellt wegen der von Italien provozierten Grenzstreitigkeiten mit Abessinien 30 neue Divisionen auf.
Die Münchnerin Gisela Mauermayer stellt den vierten Weltrekord im Diskuswerfen innerhalb des Monats Juni auf. In Jena schleudert sie die Scheibe 46,10 m weit.

30.6.1935
Im Beisein des Führers und Reichskanzler Adolf Hitler wird in München das Richtfest des "Haus der Deutschen Kunst" gefeiert. Am gleichen Tag wohnt Adolf Hitler der Eröffnung des ersten 25 km langen Abschnitts der Reichsautobahn München-Salzburg bei.
In einem Brief an einen Freund schreibt der evangelische Theologe Karl Barth, die Bekennende Kirche müsse die Fiktion aufgeben, "als ob sie es in ihrem heutigen Staat mit einem Rechtsstaat im Sinne von 13 zu tun habe". Dieser Bekenntnisbrief des von den Nationalsozialisten entlassenen Professors gilt als bedeutendes theologisches Dokument der Zeit. Barth hat inzwischen den Ruf an die Universität Basel angenommen.
In einem Fußball-Länderspiel gegen Schweden verliert die deutsche Mannschaft in Stockholm 1:3.

Hochzeit von Ingrid von Schweden und Dänemarks Kronprinz Friedrich in Stockholm am 24. Mai. Ingrid Victoria Sofia Margareta von Schweden war die Tochter des schwedischen Königs Gustav VI. Adolf und der britischen Prinzessin Margaret von Connaught, und sie war Kronprinz Frederiks Cousine dritten Grades. Der Kronprinz Christian Frederik Franz Michael Carl Valdemar Georg, später König Frederik IX. von Dänemark, war der älteste Sohn von Christian X. von Dänemark und Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin. Frederik bestieg 1947 den dänischen Thron.              

Hochzeit von Ingrid von Schweden und Dänemarks Kronprinz Friedrich in Stockholm am 24. Mai. Ingrid Victoria Sofia Margareta von Schweden war die Tochter des schwedischen Königs Gustav VI. Adolf und der britischen Prinzessin Margaret von Connaught, und sie war Kronprinz Frederiks Cousine dritten Grades. Der Kronprinz Christian Frederik Franz Michael Carl Valdemar Georg, später König Frederik IX. von Dänemark, war der älteste Sohn von Christian X. von Dänemark und Alexandrine von Mecklenburg-Schwerin. Frederik bestieg 1947 den dänischen Thron.              

Das Reichsnaturschutzgesetz (RNG) vom 26. Juni bekundet die Vorreiterschaft Deutschlands im Schutz der heimatlichen Natur. Bereits 1871 erscheint erstmals der Begriff "Naturschutz" in seiner heutigen Bedeutung durch Philipp Leopold Martin in seiner Aufsatzreihe "Das deutsche Reich und der internationale Thierschutz". Das RNG bildet die Grundlage für alle späteren Naturschutzgesetze in Deutschland. Mit dem Gesetz wird der punktuelle Naturschutz um die Landschaftspflege erweitert. So erhielten die amtlichen Naturschützer Mitspracherechte bei Planungen und Durchführung. Der Naturwissenschaftler Hans Klose (links), der maßgeblich an der Ausarbeitung des Reichsnaturschutzgesetzes beteiligt war, bezeichnete im Jahr 1948 die Jahre 1936 bis 1939 als die „hohe Zeit“ des Naturschutzes. Auch der Adolf Hitler und seine Geliebte Eva Braun waren sehr naturverbunden und liebten die Tiere.                 

Das Reichsnaturschutzgesetz (RNG) vom 26. Juni bekundet die Vorreiterschaft Deutschlands im Schutz der heimatlichen Natur. Bereits 1871 erscheint erstmals der Begriff "Naturschutz" in seiner heutigen Bedeutung durch Philipp Leopold Martin in seiner Aufsatzreihe "Das deutsche Reich und der internationale Thierschutz". Das RNG bildet die Grundlage für alle späteren Naturschutzgesetze in Deutschland. Mit dem Gesetz wird der punktuelle Naturschutz um die Landschaftspflege erweitert. So erhielten die amtlichen Naturschützer Mitspracherechte bei Planungen und Durchführung. Der Naturwissenschaftler Hans Klose (links), der maßgeblich an der Ausarbeitung des Reichsnaturschutzgesetzes beteiligt war, bezeichnete im Jahr 1948 die Jahre 1936 bis 1939 als die „hohe Zeit“ des Naturschutzes. Auch der Adolf Hitler und seine Geliebte Eva Braun waren sehr naturverbunden und liebten die Tiere.                 

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Eugen Hadamovsky

Horst Dreßler-Andreß

Édouard Herriot

Julius Streicher

Gertrud Scholtz-Klink

Ernst Udet

Fernand Bouisson

Hans Moser

Theo Lingen

Sir Samuel Hoare

Richard Wagner

Karl Barth

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Adolf Hitlers Rede vor dem Reichstag in Berlin