Chronik des Nationalsozialismus Mai / Juni 1938

MAI 1938

1.5.1938
"Freut euch des Lebens" lautete die erstmals im Großdeutschen Reich ausgegebene Parole an diesem 1. Mai, der jetzt auch in ganz Österreich mit nationalsozialistischen Masseninszenierungen gefeiert wurde. In Berlin hatte am frühen Morgen als Auftakt zum 1. Mai eine Großveranstaltung im Olympiastadion stattgefunden, die einen prägenden Eindruck davon vermittelte, was man sich unter einer von der Volksgemeinschaft betreuten Jugend vorzustellen hatte: 150.000 Hitlerjungen und Mädel fanden sich aufgestellt in Reih und Glied zur "größten Jugendkundgebung der Welt" ein.                     

MAI 1938

1.5.1938
"Freut euch des Lebens" lautete die erstmals im Großdeutschen Reich ausgegebene Parole an diesem 1. Mai, der jetzt auch in ganz Österreich mit nationalsozialistischen Masseninszenierungen gefeiert wurde. In Berlin hatte am frühen Morgen als Auftakt zum 1. Mai eine Großveranstaltung im Olympiastadion stattgefunden, die einen prägenden Eindruck davon vermittelte, was man sich unter einer von der Volksgemeinschaft betreuten Jugend vorzustellen hatte: 150.000 Hitlerjungen und Mädel fanden sich aufgestellt in Reih und Glied zur "größten Jugendkundgebung der Welt" ein.                     


Die BdM-Mädchen begrüßen den Führer durch ihre Anordnung im Stadion symbolisch mit dem Wort "Großdeutschland". Dann sprechen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und Reichsjugendführer Baldur von Schirach zum Feiertag der Nationalen Arbeit. Um 10 Uhr nimmt Adolf Hitler an der Festsitzung der Reichskulturkammer im Deut­schen Opernhaus Berlin-Charlottenburg teil. Auf dieser Sitzung werden der Olympia-Film "Fest der Völker, Fest der Schönheit" von Leni Riefenstahl mit dem Filmpreis 1937/38 und das Buch "Das Lied der Getreuen, Verse ungenannter österreichischer Hitlerjungen aus den Jahren der Verfolgung 1933 bis 1937" (Herausgeber Baldur von Schirach) mit dem Buchpreis 1937/38 ausgezeichnet. Im Lustgarten findet der Staatsakt zum 1. Mai mit einer Ansprache des Führers statt. Er verkündet: „Nicht nur, Nie wieder Krieg!' muss die Parole heißen, sondern: Niemals wieder Bürgerkrieg! Nie wieder Klassenkampf! Nie wieder innerer Streit und Hader!" Die Bilder zeigen die Veranstaltungen in Wien und Berlin.


Die BdM-Mädchen begrüßen den Führer durch ihre Anordnung im Stadion symbolisch mit dem Wort "Großdeutschland". Dann sprechen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und Reichsjugendführer Baldur von Schirach zum Feiertag der Nationalen Arbeit. Um 10 Uhr nimmt Adolf Hitler an der Festsitzung der Reichskulturkammer im Deut­schen Opernhaus Berlin-Charlottenburg teil. Auf dieser Sitzung werden der Olympia-Film "Fest der Völker, Fest der Schönheit" von Leni Riefenstahl mit dem Filmpreis 1937/38 und das Buch "Das Lied der Getreuen, Verse ungenannter österreichischer Hitlerjungen aus den Jahren der Verfolgung 1933 bis 1937" (Herausgeber Baldur von Schirach) mit dem Buchpreis 1937/38 ausgezeichnet. Im Lustgarten findet der Staatsakt zum 1. Mai mit einer Ansprache des Führers statt. Er verkündet: „Nicht nur, Nie wieder Krieg!' muss die Parole heißen, sondern: Niemals wieder Bürgerkrieg! Nie wieder Klassenkampf! Nie wieder innerer Streit und Hader!" Die Bilder zeigen die Veranstaltungen in Wien und Berlin.

Durch einen Führer-Erlass werden die Justizbehörden des Landes Österreich zu Reichsbehörden erklärt.
Der Führer empfängt die Sieger der Reichsberufswettkämpfe und 32 österreichische Arbeiter.
Maria Kubisch-Reiter, ehemals Geliebte von Hitler, tritt in die NSDAP ein.
Durch Verordnung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler wird die "Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938" gestiftet.
Im Deutschen Reich tritt die Reichsmeldeordnung vom 6. Januar 1938 in Kraft. Bei Umzügen ist innerhalb einer Woche eine Anmeldung bei der Meldebehörde obligatorisch.
In Givat Chaim in Palästina wird das Lehrstück "Die Ausnahme und die Regel" von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1930 mit der Musik von Paul Dessau uraufgeführt.
Die Schweizer Fußballnationalelf besiegt in einem Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel Portugal in Mailand 2:1 (2:0).

2.5.1938
Adolf Hitler tritt seinen Staatsbesuch in Italien an. Er reist in großer Begleitung, rund 500 Personen, auch Eva Braun ist dabei, in drei Sonderzügen, die am Nachmittag Berlin verlassen. Adolf Hitler schreibt sein erstes privates Testament, eines der letzten mit Hand geschriebenen Dokumente Hitlers.
Sowjetmarschall Semjon Budjenny wird seines Postens als Kommandeur der Leningrader Garnison enthoben.

3.5.1938
Josef Bürckel, Reichskommissar für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Reich, beauftragt den Reichsleiter Presse der NSDAP, Max Amann, mit den Maßnahmen zur Umwandlung der österreichischen Presse im nationalsozialistischen Sinne.
Adolf Hitler trifft kurz nach 8 Uhr am Brenner ein und wird durch den Herzog von Pistoia, einem Vetter des Königs, auf italie­nischem Boden begrüßt. Um 20.30 Uhr trifft Hitler in Rom ein. Er wird vom König Viktor Emanuel III., Benito Mussolini und Graf Ciano begrüßt. Anschließend fahren Hitler und König Emanuel III. in der königlichen Karosse zum Quirinal. Der Duce hat den Ankunftstag Adolf Hitlers in Italien zum nationalen Feiertag erklärt.
Das Konzentrationslager Flossenbürg wird errichtet.
Eine Verordnung der nationalspanischen Regierung erlaubt dem seit 1932 verbannten Jesuiten-Orden die Rückkehr nach Spanien. Zugleich gibt die Regierung bekannt, dass der Vatikan seine diplomatische Vertretung in Nationalspanien in eine Nuntiatur umgewandelt habe, was de facto einer Anerkennung der Franco-Regierung gleichkommt.
Der 78jährige Historiker Douglas Hyde wird erster gewählter Präsident der Republik Irland.

4.5.1938
Adolf Hitler empfängt Benito Mussolini im Quirinal. Es folgen Kranzniederlegungen und Besichtigung von 4.000 Milizsoldaten. Um 11 Uhr erneut Kranzniederlegung am Ehrenmal in der kleinen Gedächtniskapelle im Palazzo Littorio, dem Haus der Faschistischen Partei. Hitler nimmt dort auch ein Ehrengeschenk des italienischen Faschismus entgegen: Eine antike Vase mit Hakenkreuzen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Um 12 Uhr macht er einen halbstündigen Besuch bei Mussolini im Regierungssitz im Palazzo Venezia. Um 16.30 Uhr wohnen die Beiden den Vorführungen von 50.000 faschistischen Jugendlichen bei. Beim Empfang in der Maxentius-Basilika hält Adolf Hitler eine Ansprache vor 6.500 Auslandsdeutschen. Danach gibt König Viktor Emanuel III. zu Ehren Hitlers im Quirinal ein Bankett. Anschließend fährt Hitler in seinem Sonderzug nach Neapel ab.
Der Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky stirbt im Berliner Sanatorium Nordend, wo er 2 Jahre unter strenger Aufsicht der Gestapo zugebracht hat.
In Le Havre gerät der französische Passagierdampfer "Lafayette" (26.000 t) in Brand und wird zerstört.

5.5.1938
Im Rahmen des »Tages des deutschen Handwerks« werden in Frankfurt am Main die 67 Reichssieger des »Handwerkerkampfes« 1938 geehrt und in das »Ehrenbuch des deutschen Handwerks« eingetragen.
Adolf Hitler nimmt in Neapel an Bord eines Flaggschiffes gemeinsam mit dem König an der großen italienischen Flottenschau der Kriegsmarine teil. Nach einem Bankett am Abend besucht man eine Festaufführung der Oper „Aida" im Stadttheater San Carlo. Ein während der Veranstaltung verübtes Attentat auf Eva Braun, Hitlers Geliebte, schlägt fehl.
Der NS-Altherrenbund der Deutschen Studenten wird gebildet. Er nimmt alle Bünde früherer Korpsstudenten auf. Die Führung übernimmt auf Anordnung von Rudolf Heß, der Reichstudentenführer Gustaf Adolf Scheel.

6.5.1938
In Rom findet zu Ehren Adolf Hitlers eine Truppenparade aller Waffengattungen statt. In Begleitung des Duce besucht Hitler die Augustus-Ausstellung. Abends finden Vorführungen und ein Konzert statt.
Der deutsche Segel- und Motorflieger Wolf Hirth trifft mit seiner "Bücker-Jungmann"-Maschine von Stuttgart kommend in Kapstadt ein. Hirth benötigte 80 Flugstunden für die 12 800 km.
Auf seiner Redetournee durch 15 Städte in den Vereinigten Staaten spricht der deutsche Schriftsteller Thomas Mann in der Carnegie Hall in New York.

7.5.1938
Josef Bürckel, Beauftragter für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Reich, richtet in einer Erklärung in den Wiener Tageszeitungen ein "Offizielles Wort" an verärgerte Nationalsozialisten, die sich bei der Postenvergabe im neuen Österreich übergangen fühlen. Bürckel erklärt, man könne es nicht allen recht machen und wendet sich gegen jedes Intriganten- und Denunziantentum.
Beim Abendessen im Palazzo Venezia feiern der Duce und Adolf Hitler die deutsch-italienische Freundschaft. Hitler sagt in einem Trinkspruch: „Es ist mein unerschütterlicher Wille und mein Ver­mächtnis an das deutsche Volk, dass es (…) die von der Natur zwischen uns beiden aufgerichtete Alpengrenze für immer als eine unantastbare ansieht, die die Vorsehung und Geschichte unseren beiden Völkern ersichtlich gezogen haben."
In Prag beginnt eine Vermittlungsaktion der Gesandten Großbritanniens und Frankreichs zur Herstellung eines Ausgleichs zwischen den Tschechen und Sudetendeutschen. Die Prager Regierung erklärt, sie strebe eine grundsätzliche Lösung des Nationalitätenproblems an.

8.5.1938
Begleitet von König Viktor Emanuel III. und dem Duce wohnt Adolf Hitler den Manövern von Armee und Luftwaffe bei. Außerdem macht Hitler einen Besuch beim italienischen Botschafter in Berlin, Bernardo Attolico, der sich ebenfalls in Rom befindet. Der Tag endet mit einem Riesenfeuerwerk und einem Essen bei Benito Mussolini in der Villa Madama.
Mit einem Skandal endet in Agram (Zareb) das Tennis-Davispokalspiel zwischen Jugoslawien und der Tschechoslowakei: Beim Gesamtstand von 2:2 wird das letzte Einzel abgebrochen, da - so die Tschechoslowakei - die vereinbarte Tagesspielzeit von sieben Stunden überschritten ist. Die Jugoslawen fassen den Spielabbruch so auf, dass die Tschechoslowaken aufgeben, und das Spiel wird für Jugoslawien gewertet.
Die Schweizer Fußballnationalelf unterliegt in Lausanne Belgien 0:3 (0:1).

9.5.1938
Ohne einen Besuch im Vatikan verlässt der Führer nach einwöchigem Italienbesuch Rom. Begleitet vom Duce macht Adolf Hitler einen letzten Zwischenhalt in Florenz. Den Abschluss bildet ein Bankett im Palazzo Riccardi. Hitler beglückwünscht Mussolini zum 2. Jahrestag der Gründung des italienisch-abessinischen Imperiums. Anschließend besucht man eine Aufführung von „Simone Boccanegra" im Stadttheater.
Auf Anordnung des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht, Adolf Hitler, haben ihm Angehörige der Wehrmacht mit oder ohne Kopfbedeckung mit dem »Deutschen Gruß« ihre militärische Ehrenbezeugung zu erweisen.
Die Gauleitung der NSDAP des Gaues Oberdonau kauft das Eltern­haus in Leonding und propagiert es als „Elternhaus des Führers".
Das Wohnhaus Hitlers wird zum Wallfahrtsort, besucht von Tau­senden aus aller Welt, für die ein Gedenkbuch zur Verewigung der NS-Pilger aufgelegt wurde.
Kinderreiche jüdische Familien erhalten keine Fahrpreis­ermäßigungen mehr.
In Birmingham ruft der konservative britische Politiker Winston Churchill zur Erneuerung des Völkerbundes auf. Ausgangspunkt müsse die Defensivallianz Großbritannien-Frankreich sein, Ziel sei die Isolierung des offen expansionistischen Deutschen Reiches.

10.5.1938
In der Zeitschrift "Kriminalstatistik" erklärt der SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich, Leiter der politischen Polizei im Reichsministerium des Innern, der Aufbau der österreichischen Sicherheitspolizei sei nun derselbe wie im Reich. Geistige Grundlage der Eingliederung sei die Überzeugung, "dass wir alle Deutsche sind".
Hermann Göring begrüßt am Abend den aus Italien nach Berlin zurückgekehrten Adolf Hitler am Bahnhof.
Hitler gewährt dem Vertreter der „Agenzia Sterfani" ein Inter­view über seinen Aufenthalt in Italien.
Eine Schlagwetterexplosion auf der Markham-Mine im britischen Chesterfield fordert 80 Tote und 46 Verletzte.

11.5.1938
Die deutsche Reichsregierung erläßt ein Gesetz über den Bau eines Rhein-Main-Donau-Wasserweges und die Erweiterung der Donau bis zur Reichsgrenze unterhalb Wiens.
Adolf Hitler erlässt eine Anordnung an alle Angehörigen der Wehrmacht, ihm nur noch den „deutschen Gruß" (des ausgestreckten rechten Arms) zu erweisen.
Adolf Hitler sendet ein Beileidstelegramm an den König von England anlässlich einer Bergwerkskatastrophe auf der Markham-Grube bei Chesterfield.
In Rom veröffentlicht Papst Pius XI. einen Erlass gegen die Rassenlehren und zählt darin sieben Grundirrtümer der Rassenlehre auf, u.a. dass die Religion der Rasse unterliege und dass die niedrigste von der höchsten Rasse weiter entfernt sei als die höchste Tiergattung. Während des Besuchs von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Rom hatte der Papst die Stadt verlassen.
In Brasilien scheitert ein Putsch der rechtsextremen Integralisten gegen den mit autoritäten Machtmitteln regierenden Präsidenten Getúlio Dornelles Vargas.
Die Verständigungskonferenz der polnischen Parteien in der Tschechoslowakei veröffentlicht einen Forderungskatalog. Darin werden u.a. die Rückgabe des 1918 vorhandenen Besitzstandes, direkter Einfluss auf die Bevölkerungs- und Sozialpolitik, völlige Autonomie des kulturellen und nationalen Lebens sowie Mitverfügung über die Staatseinnahmen gefordert.

12.5.1938
Das Deutsche Reich und das von Japan abhängige Mandschukuo schließen einen Freundschaftsvertrag.
Gegenüber der US-amerikanischen Nachrichtenagentur United Press äußert sich der wegen Verhandlungen über den Verkauf von Helium nach Washington gereiste deutsche Ingenieur Hugo Eckener enttäuscht über die Weisung von US-Präsident Franklin D. Roosevelt, einem Helium-Verkauf an das Deutsche Reich nicht zuzustimmen. Eckener erklärt, dies könne das Todesurteil für die Handelsluftschiffahrt bedeuten.
Adolf Hitler erholt sich von seinen Strapazen der Italienreise auf dem Obersalzberg.
Der Genfer Völkerbundrat stellt jedem Mitglied eine Anerkennung der italienischen Herrschaft über Abessinien (Äthiopien) frei.
Der Sportlehrer Joseph Herberger wird offiziell als Nachfolger von Otto Nerz zum Betreuer der deutschen Nationalmannschaft ernannt.
"Johanna auf dem Scheiterhaufen", ein szenisches Oratorium des französisch-schweizerischen Komponisten Arthur Honegger, wird in Basel uraufgeführt.

13.5.1938
In Linz nimmt Hermann Göring den ersten Spatenstich für die drei neuen Reichswerke „Hermann Göring" vor.
In der Pressekonferenz beim Reichspropagandaminister ergeht die Anweisung Nr. 606 über die Behandlung der Frage, ob Christus Jude war oder nicht. Die deutsche Presse wird angewiesen, sich mit diesem Thema nicht mehr zu beschäftigen.
Der Genfer Völkerbundrat lehnt den Antrag der Republik Spanien ab, die Politik der Nichteinmischung gegenüber dem Spanischen Bürgerkrieg zu beenden.
Belgiens König Leopold III. beruft den Sozialisten Paul Henri Spaak zum Ministerpräsidenten. Spaak, der auch das Außenministerium innehat, löst den Liberalen Paul Emile Janson ab.
Als Nachfolger von Kálmán Darányi, der am 13. Mai Reichsverweser Admiral Miklós Horthy seine Demission eingereicht hat, wird Béla Imrédy ungarischer Ministerpräsident. Er kündigt in seiner Regierungserklärung außenpolitisch eine Fortführung der Anbindung ans Deutsche Reich, Italien und Polen und innenpolitisch eine besondere Förderung der ländlichen Siedlung an.

14.5.1938
In Genf billigt der Völkerbundrat den Antrag der Schweiz, künftig von der Teilnahme an Sanktionen befreit zu werden.
Die Prager Polizeidirektion schreibt den Bewohnern Prags die Anschaffung von Gasmasken für jedes Mitglied eines Haushalts vor. Der Kauf soll bis zum 30. Juni erfolgen.
Im Gerichtsgefängnis von Berlin-Moabit wird der deutsche Tennisspieler Gottfried von Cramm wegen angeblichen fortgesetzten Vergehens gegen den Homosexualitätsparagraphen 175 StGB zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Die großdeutsche Nationalmannschaft unterliegt - erstmals mit einem Spieler aus dem ehemaligen Österreich - in Berlin gegen die Fußballnationalmannschaft von England 3:6 (2:4).

15.5.1938
In verschiedenen Teilen der Tschechei werden nach Angaben der Polizei Flugblätter in tschechischer Sprache verteilt, mit denen das Vertrauen der Bevölkerung in die Schutzmächte Großbritannien und Frankreich erschüttert werden soll. Als Täter werden mehrere Sudetendeutsche festgenommen.
Adolf Hitler genehmigt die Errichtung der „Hohen Schule".

16.5.1938
Mit dem ersten Spatenstich eröffnet Generalfeldmarschall Hermann Göring im Tal von Kaprun den Bau des Tauernkraftwerks.
Alfred Rosenberg reicht Adolf Hitler eine „Denkschrift" über die erste Vorbereitungsarbeiten für die „Hohe Schule" ein, die „die autoritative Vermittlung des gesamten geistigkulturellen und welt­anschaulichen Erziehungsmaterials" beinhalten soll.

17.5.1938
Ein neues Marineaufrüstungsgesetz der Vereinigten Staaten ermöglicht den Aufbau einer "Zwei-Ozean-Flotte".
Das belgische Parlament spricht dem neuen Ministerpräsidenten, dem Sozialisten Paul Henri Spaak mit 132 gegen 38 Stimmen das Vertrauen aus. Spaak hatte u.a. angekündigt, einen ausgeglichenen Haushalt zu schaffen und die Arbeitslosenversicherung (bis zum 1.9. 1938) einführen zu wollen.

18.5.1938
Im Schweizer Baugewerbe wird der erste Manteltarifvertrag unterzeichnet, in dem beide Seiten den Willen bekunden, die Probleme nicht durch Streiks, sondern durch Gespräche zu regeln. Im Schweizer Metallgewerbe ist ein ähnlicher Vertrag (Friedensabkommen) am 12. Juli 1937 unterzeichnet worden.

19.5.1938
Nach dem „Personenstandsgesetz" dürfen Juden bei Eheschließungen nicht mehr als Zeugen mitwirken. Die Zugehörigkeit zur jüdischen Religion wurde gleichbedeutend mit der jüdischen Rasseeigenschaft.
Japanische Truppen erobern die Stadt Hsuchow, den wichtigen Knotenpunkt der Eisenbahnlinie Peking - Nanking.

20.5.1938
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt als Oberbefehlshaber der Wehrmacht eine Weisung "Grün". Es sei nicht seine Absicht, die "Tschechoslowakei ohne Herausforderung in nächster Zeit durch eine militärische Aktion zu zerschlagen".
Im Zusammenhang mit Gerüchten über einen angeblichen Putsch in der Tschechoslowakei warnt der britische Außenminister Edward Wood Viscount Halifax die deutsche Führung vor einer eventuellen Intervention.
Der politische Ausschuß der Sudetendeutschen Partei (SdP) protestiert bei der Regierung in Prag gegen angebliche ständige Behinderungen beim Wahlkampf zu den Gemeindevertretungen und lehnt eine Fortführung der Gespräche um ein Minderheitenstatut ab, solange Ruhe und Ordnung nicht wiederhergestellt seien.
In einer Kabinettssitzung in Washington mit US Präsidenten Roosevelt wurde (wie auch früher schon) der Umsturz in Deutschland von innen heraus diskutiert.

21.5.1938
Durch Verordnung des Reichsministers des Innern, Wilhelm Frick, gelten die Nürnberger Rassengesetze vom 15. September 1935 (Reichsbürgergesetz und Blutschutzgesetz) auch im Land Österreich. Damit sind u.a. Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes verboten bzw. ungültig.
Auf unbestätigte Meldungen über deutsche Truppenbewegungen hin ordnet die tschechische Regierung eine Teilmobilmachung der Armee an.
In Eger werden die beiden Sudetendeutschen Niklas Böhm und Georg Hofmann erschossen, die sich auf einem Motorrad fahrend der Personenkontrolle durch die Polizei entziehen wollten.
In Kiel wird das Schlachtschiff "Gneisenau" in Dienst gestellt.
Unter dem Titel "99%" werden sieben der 24 Szenen aus der Folge "Furcht und Elend des Dritten Reiches" von Bertolt Brecht unter der Regie des Autors in Paris aufgeführt.
Die Schweizer Fußballnationalelf besiegt in Zürich erstmals die Mannschaft Englands 2:1 (1:1).

22.5.1938
In München beginnt in Anwesenheit von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler der Bau der Münchener Untergrundbahn als erster Bauabschnitt der geplanten Erweiterung der »Hauptstadt der Bewegung«.
In den Morgenstunden starten von 15 Flugplätzen aus 390 Maschinen zum Deutschlandflug des NS-Fliegerkorps (NSFK).
Beim ersten Tag der Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei kann in den sudetendeutschen Gebieten die Sudetendeutsche Partei (SdP) von Konrad Henlein fast 90% der deutschen Stimmen auf sich vereinigen.

23.5.1938
Der tschechoslowakische Ministerpräsident Milan Hodza und der Führer der Sudetendeutschen Partei (SdP), Konrad Henlein, konferieren in Prag erstmals über das von Hodza in Aussicht gestellte Minderheitenstatut.

24.5.1938
Adolf Hitler verfügt die Teilung Österreichs in 7 Gaue: Wien, Nieder- und Oberdonau, Salzburg, Tirol, Steiermark und Kärnten.
Aufgrund einer polnischen Intervention erklärt die Regierung der Tschechoslowakei ihre Bereitschaft, die polnische Minderheit im Olsagebiet ebenso gleich zu behandeln wie die deutsche Minderheit im Sudetenland.

25.5.1938
In Prag erhebt die Reichsregierung scharfen Protest gegen mehrere Verletzungen des deutschen Luftraums durch tschechoslowakische Kampfflugzeuge am 24. Mai.
Um weitere Luftzwischenfälle an der Grenze zum Deutschen Reich zu verhindern, erklärt die Regierung in Prag einige Grenzgebiete zu Sperrzonen. Tschechoslowakische Militärflieger dürfen sich nicht weiter als 5 km der Grenze nähern.
In Eger erfolgt in Anwesenheit von Vertretern der deutschen Botschaft in Prag die feierliche Beisetzung der zwei Sudetendeutschen, die am 21. Mai von der Polizei erschossen wurden.

26.5.1938
Zwischen Fallersleben und Wolfsburg legt im Beisein von über 600 Ehrengästen und 70.000 Zuschauern Führer und Reichskanzler Adolf Hitler den Grundstein für den Bau des Volkswagenwerks. Der Führer bestimmte in seiner Rede, dass der Wagen nach der Organisation benannt werden soll, die sich am meisten um die Freude aller Schaffenden bemühte. Er soll daher KDF-Wagen heißen. Den geplanten Produktionsstandort taufte Hitler entsprechend: "Stadt des KdF-Wagens". Etwa 4000 Hektar waren für die Industrieanlagen samt dazugehöriger Stadt verplant, mit Platz für 90.000 Einwohner. Zwei Adelssitze und 28 Landwirte mussten in dem dünn besiedelten Gebiet nahe der kleinen Gemeinde Fallersleben dafür weichen. Aus einer "Wochenschau" 1938: "Den Arbeitern des Volkswagenwerkes werden die schönsten Pausenräume, Duschanlagen und Sportplätze zur Verfügung stehen, so dass hier nicht nur die technischen Anlagen, sondern auch die soziale Betreuung der Belegschaft einzigartig in der Welt sein werden."                     

26.5.1938
Zwischen Fallersleben und Wolfsburg legt im Beisein von über 600 Ehrengästen und 70.000 Zuschauern Führer und Reichskanzler Adolf Hitler den Grundstein für den Bau des Volkswagenwerks. Der Führer bestimmte in seiner Rede, dass der Wagen nach der Organisation benannt werden soll, die sich am meisten um die Freude aller Schaffenden bemühte. Er soll daher KDF-Wagen heißen. Den geplanten Produktionsstandort taufte Hitler entsprechend: "Stadt des KdF-Wagens". Etwa 4000 Hektar waren für die Industrieanlagen samt dazugehöriger Stadt verplant, mit Platz für 90.000 Einwohner. Zwei Adelssitze und 28 Landwirte mussten in dem dünn besiedelten Gebiet nahe der kleinen Gemeinde Fallersleben dafür weichen. Aus einer "Wochenschau" 1938: "Den Arbeitern des Volkswagenwerkes werden die schönsten Pausenräume, Duschanlagen und Sportplätze zur Verfügung stehen, so dass hier nicht nur die technischen Anlagen, sondern auch die soziale Betreuung der Belegschaft einzigartig in der Welt sein werden."                     
Das US-amerikanische Repräsentantenhaus beruft ein Komitee zur Aufdeckung unamerikanischer Umtriebe. Vorsitzender wird der texanische Abgeordnete Martin Dies. Das Komitee soll sich mit der Gefährdung der amerikanischen Demokratie durch Extremisten befassen.

27.5.1938
Im Haus der Flieger in Berlin wird die Internationale Tagung der Alliance Internationale de Tourisme eröffnet. Vor den 125 Delegierten aus 45 Staaten erklärt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, Deutschland wolle sich nicht abschließen von der Welt. Es habe "seine Grenzen weit geöffnet, für alle, die es aufsuchen wollen".
Das japanische Kabinett wird umbesetzt. An die Stelle von Außenminister Koki Hirota tritt der langjährige Kriegsminister General Kazushige Ugaki.
In Stockholm unterzeichnen die Beauftragten von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden eine Deklaration über gleichartige Neutralitätsbestimmungen. Sie ersetzen die bisherigen Neutralitätsregeln von 1922 und orientieren sich an den Regelungen der Haager Konvention von 1907 unter Einbeziehung der Erfahrungen des Weltkrieges.

28.5.1938
Der amerikanische Kongressabgeordnete Jacob Thorkelson verwies auf eine "unsichtbare Regierung der USA" als er sagte: "Wenn wir entdecken, wer die Kontrolle des Goldes ausübt, dann entdecken wir auch, dass die Kraft, die die Kriege anzettelt, die unsichtbare Regierung der USA ist.... Es wird enden, wie in anderen Ländern, in Armut und Elend für die, die den Reichtum der Nationen geschaffen haben."
In der britischen Kronkolonie Jamaika wird ein fünftägiger Generalstreik abgebrochen.
Japanische Truppen erobern die Stadt Kweiteh und kontrollieren damit die strategisch wichtige Lunghaibahn von Kweiteh bis zur Küstenstadt Haichow.
In Dessau wird das neue Theater mit Carl Maria von Webers "Der Freischütz" in Anwesenheit von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels eröffnet.

29.5.1938
Nach achttägiger Dauer gehen in Düsseldorf die ersten Reichsmusiktage zu Ende.
In Italien wird der "Tag der nationalen Solidarität für das nationale Spanien" gefeiert. Nach offiziellen Angaben sind seit Februar 1937 in Spanien 2023 Italiener gefallen, rund 7000 wurden verwundet.

30.5.1938
In einer neuen Weisung »Grün« an die deutsche Wehrmacht erklärt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler: »Es ist mein unabänderlicher Entschluss, die Tschechoslowakei in absehbarer Zeit durch eine militärische Operation zu zerschlagen«.
Den Sieg beim Rennen über die 500 Meilen von Indianapolis holt sich der US-Amerikaner Floyd Roberts auf einem Wetteroth-Miller.

31.5.1938
Durch die Verordnung zur Neuordnung des österreichischen Berufsbeamtentums werden jüdische Beamte sowie Beamte, die mit einer Jüdin bzw. einem Juden oder einem Mischling ersten Grades verheiratet sind, entlassen.
Ein Erlaß der Reichsregierung sieht die entschädigungslose Enteignung von Erzeugnissen »entarteter Kunst« vor.
Ein Erlaß des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler beauftragt den Generalinspekteur des deutschen Straßenwesens mit dem Bau einer Elbehochbrücke und einer Köhlbrandbrücke in Hamburg.

Adolf Hitler in Italien: in Rom ehrt der Führer die gefallenen Helden Italiens. Neapel grüsst den Führer. Ein grosses Flottenmanöver bilden den Höhepunkt des Staatsbesuches von Adolf Hitler in Italien 1938.                 

Im Olympiastadion beim Länderspiel Deutschland - England am 14. Mai, recken nicht nur die deutschen, sondern auch die englischen Spieler den rechten Arm zum Hitler-Gruß in Richtung Führerloge.               

JUNI 1938

1.6.1938
Reichsbauernführer Richard Walther Darré errichtet in Österreich drei Landesbauernschaften in Linz, Salzburg und Graz.
Adolf Hitler beauftragt Paul Giesler mit dem Aufbau der SA in Österreich.
Das „Gesetz über die Neuregelung der Verhältnisse der Reichsautobahn" macht ihre Dienststelle zur unmittelbaren Reichsbehörde.
Erlass zur Asozialen-Aktion - Begründung dass »das Verbrechertum im Asozialen seine Wurzeln hat" und ein zweites Motiv: „die straffe Durchführung des Vierjahresplanes, die es nicht zulasse, dass asoziale Menschen sich der Arbeit entziehen.
Alle Juden, die zu mehr als einem Monat Gefängnis bestraft wurden, sind ohne Vernehmung in die KZs einzuliefern.
Steuererleichterungen für jüdische Schulen werden aufgehoben.
In Eger werden zwei Sudetendeutsche verletzt, als ein tschechoslowakischer Unteroffizier in einer Gaststätte Schüsse abfeuert. Nach offizieller Darstellung hat sich der Soldat bedroht gefühlt.
Vor dem britischen Unterhaus in London kündigt Premierminister Neville Chamberlain die Einführung der Wehrpflicht im Kriegsfall an.
In Venedig beginnt die 21. Internationale Biennale, an der sich das Deutsche Reich u.a. mit dem Olympia-Film von Leni Riefenstahl beteiligt.
Das 159. englische Galoppderby in Epsom endet mit dem Sieg des 20:1-Außenseiters Bois Roussell (Jockei James Elliot). Erstmals wird das Derby im Fernsehen übertragen.
Die chinesische Regierung protestiert in einer Note gegen die wiederholte Bombardierungen chinesischer Städte durch japanische Flugzeuge. Japan weist diesen Protest zurück.

2.6.1938
Der "Völkische Beobachter" berichtet, dass durch den Einsatz reichsdeutscher Schriftleiter "die Judenherrschaft in der Wiener Presse" beseitigt worden sei.
Adolf Hitler empfängt den österreichischen General Alfred Krauss mit seiner Frau in der Reichskanzlei. Krauss hat Hitler während des Schuschnigg-Regimes wirkungsvolle Hilfestellung geleistet.
In London wird ein zusätzlicher Marineetat in Höhe von 2,4 Millionen Pfund (rund 29,7 Mill. RM) bekanntgegeben. Insgesamt sollen 1938 für 36,2 Millionen Pfund (rund 448 Millionen Reichsmark) neue Kriegsschiffe gebaut werden, u.a. zwei Schlachtschiffe, sieben Kreuzer, drei U-Boote und zwei Flugzeugmutterschiffe.
Nach einer Meldung des Nachrichtendienstes der britischen Tageszeitung "The Times" sind in Wien rund 200 Straßenmusiker und 50 Arbeitslose aus den Nachtasylen heraus verhaftet und nach Bremen zu Kanalarbeiten verbracht worden. Kurz zuvor sind rund 700 Personen, meist Juden, ins Konzentrationslager Dachau geschafft worden.
Den 26. Giro d'Italia gewinnt der Italiener Giovanni Valetti vor seinen Landsleuten Ezio Cecchi und Severino Canavesi.

3.6.1938
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler beruft den Leiter seiner Privatkanzlei, Hauptamtsleiter Martin Bormann, als Adjutant in seinen Stab und gliedert die Privatkanzlei Adolf Hitler als eigenes Amt in die Kanzlei des Führers der NSDAP ein. Albert Bormann behält aber die Leitung dieses Amtes für persönliche Angelegenheiten des Führers und Sonderaufgaben.
Ludwig Beck verfasst eine weitere Denkschrift gegen Hitlers Aggressionspolitik.
Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts in Leipzig macht sich ein Jude oder ein Mischling 1. Grades strafbar, wenn er bei der Stellensuche seine Abstammung unklar oder falsch angibt.
Der deutsche Gesandte in Prag, Ernst Eisenlohr, protestiert offiziell gegen die Entfernung einer Hakenkreuzfahne aus einer reichsdeutschen Wohnung.
Der 82jährige Arzt und Psychologe Sigmund Freud, der nach längerem Warten nach Zahlung einer Reichsfluchtsteuer von 16.000 Reichsmark aufgrund britischer und französischer Intervention ein Ausreisevisum erhalten hat, verlässt Wien und begibt sich nach London.

4.6.1938
In sieben französischen Städten beginnen die Vorrundenspiele zur III. Fußball-Weltmeisterschaft, die bis zum 19. Juni dauert. In ihrem ersten Spiel trennen sich die großdeutsche Nationalelf und die Schweiz in Paris 1:1 (1:1) nach Verlängerung.

5.6.1938
Generalmajor Erich Udet stellt auf einem Heinkel-Jagdflugzeug mit 634,37 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf.
Mit Sammelinseraten in großen Zeitungen versucht die Sowjetregierung, den Bedarf an Hochschullehrern für die 40 Universitäten und pädagogischen Hochschulen des Landes zu decken. Es fehlen mehr als 1000 Hochschullehrer, vor allem wegen der zahlreichen Entlassungen aus politischen Gründen.

6.6.1938
Auf einer als Bauerntag angekündigten Kundgebung in Preßburg betont der tschechoslowakische Ministerpräsident Milan Hodza seinen Willen zur Erhaltung der tschechoslowakischen Republik. Am Vortag hatte Andrej Hlinka, Führer der Slowakischen Volkspartei, an gleicher Stelle Autonomie für die Slowakei gefordert.
Japanische Truppen besetzen die chinesische Stadt Kaifeng an der Lunghaibahn.

7.6.1938
Der New Yorker Fernsehsender W2XBS strahlt die erste Broadway-Produktion im Fernsehen aus: "Susan and God" von Rachel Crothers.

8.6.1938
Die Sudetendeutsche Partei (SdP) von Konrad Henlein übermittelt dem tschechoslowakischen Ministerpräsidenten Milan Hodza ein Memorandum mit der Zusammenfassung ihrer Karlsbader Punkte vom 24. April.
In Kronenburg in der Eifel wird eine Hermann-Göring-Meisterschule für Malerei eröffnet. In Anlehnung an mittelalterliche Formen der Künstlerausbildung werden die zwölf bis 15 Studierenden (darunter drei Ausländer arischer Abstammung) in Lehrlinge, Gesellen und Meisterschüler eingeteilt.

9.6.1938
Beim Empfang des neuen Gesandten der Schweiz, Hans Fröhlicher, im Haus des Reichspräsidenten, würdigt Adolf Hitler die schweizerische Neutralitätspolitik als „wichtiges Element des Weltfriedens". Eine weitere Ansprache hält Hitler beim Empfang des neu ernannten Gesandten von Guatemala, Dr. Rios.
Juden dürfen nicht als Gasthörer an den Universitäten zugelassen werden.
In der Nähe seines Heimatortes Princetown/New Jersey wird die Leiche des zwei Wochen zuvor entführen sechsjährigen Jimmie Cash gefunden. Als Täter und Erpresser des Lösegeldes von 10.000 US-Dollar (24.400 RM) wird der 21jährige Franklin MacCall verhaftet.
Im Wiederholungsspiel der Vorrunde zur Fußball-Weltmeisterschaft unterliegt in Paris die großdeutsche Nationalelf der Mannschaft der Schweiz mit 2:4 (2:1) und scheidet damit aus dem Turnier aus.

10.6.1938
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge zu dessen 66. Geburtstag.
In Hamburg beginnt die vierte Reichstagung der Organisation Kraft durch Freude (KdF). In einer programmatischen Rede kündigt Robert Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Urlaubsfahrten nach Griechenland und Jugoslawien an. Der Kongress endet mit einem großen Umzug am 12. Juni.

11.6.1938
In Wien endet der Internationale Kongress der Werbewirtschaft. Auf der Abschlußveranstaltung erklärt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, Propaganda sei für den Nationalsozialismus Erziehungsarbeit, "nicht nur für heute und morgen, sondern nach unserem Willen für Jahrzehnte und Generationen".
In Saarbrücken findet der 69. Deutsche Sängertag statt.
Bei den Internationalen Tennismeisterschaften von Frankreich in Paris besiegt im Herrenfinale der US-Amerikaner Donald Budge den Tschechoslowaken Roderich Menzel 6:3, 6:2, 6:4. Das Dameneinzel gewinnt die Französin Simone Mathieu 6:0, 6:3 gegen Natalie Adamson-Landry (Frankreich).

12.6.1938
In der Grenzstadt Schlochau erfolgt in Anwesenheit des Reichsinnenministers Wilhelm Frick und des Reichsjugendführers Baldur von Schirach die Zentralfeier für die Grundsteinlegung von 578 Heimen der Hitlerjugend (HJ). Die Reden von Schirach und Frick werden im Rundfunk übertragen.
Adolf Hitler und Rudolf Heß nehmen am Gauparteitag der NSDAP Pommerns in Stettin teil. Der Führer hält im Stettiner Landeshaus eine Ansprache. Er würdigt die Leistungen des Gauleiters Franz Schwede-Coburg. Am Schluss seiner Rede erklärt er: „Immer mehr bin ich dabei von der Erkenntnis durchdrungen, wie notwendig es ist, zwei Säulen im Staat unerschütterlich festzumachen: auf der einen Seite die ewige politisch tragende nationalsozialistische Partei und auf der andern Seite die deutsche Wehrmacht. In eben dem Maße, in dem diese beiden Säulen sich vereinen und die Träger des ganzen deutschen Schicksals werden, wird die deutsche Nation beruhigt in die Zukunft blicken können!" Rudolf Heß erklärt, die Tschechoslowakei sei ein "Gefahrenherd für den Frieden Europas".
Auch bei der dritten und letzten Runde der Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei erreicht in den sudetendeutschen Gebieten die Sudetendeutsche Partei (SdP) über 90% der deutschen Stimmen und kommt insgesamt auf 91,4%.
Mit der Oper "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss im Opernhaus beginnt in Wien die Reichstheaterfestwoche 1938.

13.6.1938
In der Wiener Staatsoper hält Reichspropagandaminister Joseph Goebbels eine Rede über den Weg zum National- und Volkstheater. Goebbels spricht u.a. den Mangel an dramatischen Stücken zeitgenössischer deutscher Autoren an und proklamiert die Gründung einer Theaterakademie und die Einführung bezahlten Urlaubs für Bühnenkünstler von zwei Tagen je Beschäftigungsmonat.
Der Nürnberger Oberbürgermeister Willy Liebel beantragt bei Adolf Hitler eine Rückführung der Reichsinsignien aus Wien nach Nürnberg.
Begleitet von Hermann Göring, Walther von Brauchitsch und Erich Raeder besichtigt Adolf Hitler Lehrtruppen an der Küste von Vorpommern. Hitler hält eine Ansprache an etwa 40 Generale, wo er die Entlassung des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst Werner Freiherr von Fritsch, begründete, trotz seiner bewiesenen Unschuld.
Martin Bormann als Treuhänder der NSDAP kauft den Gutshof in Hafeld in der Gemeinde Fischlham bei Lambach, wo Vater Alois Hitler einst zwei Jahre lang erfolglos seine Bienenzucht betrieben hatte.
Im ganzen Reichsgebiet wird die „polizeiliche Vorbeugungshaft" (Arbeitsscheu Reich), für Asoziale, Zigeuner, und nach Zigeunerart umherziehende Personen und vorbestrafte Juden gestartet. Sie sind dem Konzentrationslager Buchenwald zuzuführen.
Nationalspanische Truppen erreichen die Stadt Castellon nördlich von Valencia. Von den 50 Provinzen Spaniens sind nunmehr 37 im Besitz der von Francisco Franco Bahamonde geführten Nationalspanier.

14.6.1938
Adolf Hitler legt den Grundstein für das „Haus des deutschen Fremdenverkehrs" am Runden Platz in der Potsdamer Straße in Berlin und hält eine längere Rede. Er bezeichnet das neue Haus als das erste Bauwerk an der „künftig größten Straße der Reichshauptstadt".
Adolf Hitler ehrt durch eine Verfügung „Verdiente österreichische Kämpfer", Oberst Edmund von Glaise-Horstenau, Major Hubert Klausner und Hauptmann Josef Leopold.
Adolf Hitler erteilt Fritz Todt die Vollmacht, alle nötigen Materialien und Arbeitskräfte für das Bauprogramm der Festungsbauten nach eigenem Dafürhalten zu beschaffen.
Durch die Dritte Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 15. September 1935 werden alle jüdischen Gewerbebetriebe in ein Verzeichnis eingetragen. Ein Gewerbebetrieb gilt als jüdisch, wenn eine Leitungsperson oder ein Mitglied des Aufsichtsrats Jude ist, wenn ein Jude dort eine Kapitalbeteiligung hat, wenn er unter dem beherrschenden Einfluss eines Juden steht oder wenn es sich um eine Zweigniederlassung eines jüdischen Unternehmens handelt bzw. wenn der Inhaber der Filiale Jude ist.
Mit einem feierlichen Appell am Schlachtendenkmal in Tannenberg endet eine Ostpreußenreise von 2500 Fähnrichen der deutschen Kriegsschulen.
In Prag werden die Gespräche zwischen der tschechoslowakischen Regierung und der Sudetendeutschen Partei (SdP) über die Gewährung eines Autonomiestatuts fortgesetzt. Grundlage sollen die Vorschläge der Regierung und die Karlsbader Punkte der SdP vom 24. April sein.
Im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft unterliegt die Schweiz in Lille Ungarn 0:2 (0:1) und scheidet damit aus.

15.6.1938
500 vorbestrafte Juden, vorwiegend aus Berlin und Breslau, werden ins KZ Buchenwald eingeliefert.
Der Maler Ernst Ludwig Kirchner, dessen Werke in Deutschland als „entartete Kunst" gelten, begeht im Alter von 58 Jahren in Frauenkirch bei Davos Selbstmord.
Mit einem großen Bankett in Stockholm begeht Gustav V., seit 1907 König von Schweden, seinen 80. Geburtstag.
Japanische Flugzeuge bombardieren zum wiederholten Mal die chinesische Stadt Kanton.

16.6.1938
Durch RundErlass des Reichsführers SS und Chefs der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, wird der Übertritt von Angehörigen der uniformierten Ordnungspolizei in die Schutzstaffel (SS) erleichtert.
Anlässlich des 400jährigen Bestehens des "Schütting", des Hauses der Bremer Kaufmannschaft, erklärt Reichswirtschaftsminister Walther Funk in einer Rede, nach völkerrechtlicher Sicht könne eine Übernahme der österreichischen Bundesschulden durch das Deutsche Reich nicht verlangt werden.
Reichsarbeitsminister Franz Seldte hat den früheren Landesleiter der NSDAP in Österreich, Alfred Proksch, zum Reichstreuhänder der Arbeit für die Ostmark ernannt.
Der Zürcher Gemeinderat billigt eine finanzielle Beteiligung an dem bisher privat betriebenen Schauspielhaus am Heimplatz.
Großbritanniens Innenminister Samuel Hoare gibt die bevorstehende Gründung eines freiwilligen Frauendienstes für den Luftschutz bekannt.
Die nationalspanische 43. Navarra-Division erobert das Gebiet um Bielsa an der französischen Grenze. Rund 7800 Angehörige der republikanischen 43. Barcelona-Division und 1200 Bauern sind vor den nationalspanischen Soldaten nach Frankreich geflohen.

17.6.1938
In einem Zeitschriftenartikel unter dem Titel "Nochmals: Die Auslandskritik am österreichischen Episkoptat" wendet sich Sigismund Waitz, Erzbischof von Salzburg, gegen die vor allem aus der katholischen Kirche Frankreichs kommenden Vorwürfe gegen die Erklärung der österreichischen Bischöfe zum "Anschluß" vom 27. März.
Das Reichskulturkammergesetz wird auf die Ostmark (Österreich) ausgedehnt.
In Frankfurt am Main findet die Hauptversammlung der I.G. Farbenindustrie AG statt. Der Geschäftsbericht des Jahres 1937 verzeichnet eine zufriedenstellende Entwicklung.

18.6.1938
Im Deutschen Reich geht eine fünftägige Sonderaktion gegen Juden und "asoziale" Personen zu Ende.
Auf der Feier zum fünfjährigen Bestehens der Akademie für deutsches Recht in Berlin bekennt sich Reichsjustizminister Hans Frank zum Führerstaat. Die Unabhängigkeit der Rechtspflege bedeutet nach Franks Worten die "Anwendung der Führervollmacht" zur "Verwirklichung des Nationalsozialismus".
Adolf Hitler setzt Hans Posse, Direktor der Dresdener Gemäldegalerie, wieder ein, nachdem er wegen kritischer Äußerungen gegen die nationalsozialistische Kunstpolitik abgesetzt worden war. Der Berliner Kunsthändler Karl Haberstock empfahl Hitler Posse für den Aufbau des Kunstmuseums Linz. Hitler ordnet an, beschlagnahmte Kunstwerke von Juden in Österreich seien nicht an Partei oder Staat zu übergeben. Generell sei deren Ausfuhr aus Österreich verboten.
In der Tschechoslowakei werden die am 21. Mai einberufenen Reservisten wieder entlassen.

19.6.1938
Auf dem zehnten Gauparteitag der ostpreußischen NSDAP in Königsberg betont Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, die Zusammengehörigkeit von Partei und Wehrmacht und erklärt, der Nationalsozialismus habe aus einem »Volk der Pazifisten wieder ein Volk der Soldaten gemacht«.
Adolf Hitler zeigt einigen Leuten, u.a. auch Sofie Stork, Kunstgewerblerin, die Neubauten auf dem Obersalzberg. Sofia Stork ist öfter Gast von Hitler auf dem Obersalzberg.
Im Endspiel der III. Fußball-Weltmeisterschaft besiegt vor 60 000 Zuschauern im Pariser Stade de Colombes Italien die Elf von Ungarn 4:2 (3:1) und verteidigt damit seinen 1934 gewonnenen Weltmeistertitel. Dritter wird Brasilien durch ein 4:2 (3:1) über die Mannschaft Schwedens in Bordeaux.
In der Republik Irland gewinnt bei den Wahlen zum Parlament die Partei des Ministerpräsidenten Eamon de Valera 77 der 138 Parlamentssitze und verbesserte sich um acht Sitze. Die oppositionelle Fine Gail von Liam Cosgrave holt 45 Sitze (minus drei), die Labour Party neun (minus vier) und die Unabhängigen sieben (minus eins).
Den Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans holen sich in diesem Jahr die französischen Autorennfahrer Eugene Chaboud und Jean Tremoulet auf einem Delahaye vor dem Talbot von Jean Prenant und André Morel, die Dritte wurden.

20.6.1938
Durch einen Erlaß des Reichswirtschaftsministers Walther Funk werden Juden von jeglicher Tätigkeit an deutschen Börsen oder Großmärkten ausgeschlossen.
Der Oberbefehlshaber des Heeres Walther von Brauchitsch befiehlt dem Chef der Wehrkreisverwaltung XVII, die „Deutsche Ansiedlungsgesellschaft" (DAG) mit der Beschaffung eines „allen militärischen Anforderungen für einen Truppenübungsplatz entsprechenden Geländes im Waldviertel" zu beauftragen. Adolf Hitler lässt den größten Truppenübungsplatz genau dort errichten, wo sich die wichtigsten Stätten der Familie Hitler befinden.
Aus Anlaß der fünfjährigen Führung der Nationalsozialisten in der Freien Stadt Danzig findet eine Sitzung des Volkstages statt. Bei den Wahlen von 1933 (38 von 72 Sitzen) und 1935 (43 Sitze) erreichte die NSDAP die absolute Mehrheit. Senatspräsident Arthur Greiser würdigt den »seither vorgenommenen Aufbau und die Verständigungspolitik mit Polen«.
69 Tote und 65 Verletzte fordert ein Zugunglück in den Vereinigten Staaten: Der Hochgeschwindigkeitszeug Seattle- Chicago stürzt in der Nähe von Saugus Mont in den Custer-River. Ursache des Eisenbahnunglücks ist eine zusammengebrochene Brücke.

21.6.1938
Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop gibt in einer Note an den Berliner Gesandten der Schweiz eine deutsche Garantie-Erklärung für die Neutralität der Alpenrepublik. Dem schließt sich Italien an.
Auf der Sonnenwendfeier im Berliner Olympiastadion warnt der Berliner NSDAP-Gauleiter und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels alle Juden vor dem Zuzug nach Berlin: »Sie sollen dahin gehen, woher sie gekommen sind, und sie sollen uns nicht noch weiter lästig fallen«.
Das Deutsche Reich und Italien nehmen Kenntnis von der Wiederherstellung der integralen Neutralität der Schweiz durch die Erklärung des Völkerbunds vom 14. Mai und erklären, sie respektieren zu wollen.

22.6.1938
Im Deutschen Reich wird eine Verordnung zur Sicherstellung des Arbeitskräftebedarfs für Aufgaben besonderer staatspolitischer Bedeutung erlassen. Damit sollen mehr Arbeitskräfte für den Bau der Westbefestigungen aufgeboten werden.
Der Reichsinnenminister ordnet die Krankenhausunterbringung von Juden in besondere Zimmer an, „damit die Gefahr von Rassenschande vermieden wird".
In Prag wird das Bühnenwerk mit Musik in zwei Teilen "Karl V." des in Wien geborenen Komponisten Ernst Krenek uraufgeführt. In der Titelrolle ist Pavel Ludikar zu sehen.
Im Titelkampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewichtsboxen in New York besiegt der farbige US-Amerikaner Joe Louis („Brauner Bomber") seinen deutschen Herausforderer Max Schmeling in der ersten Runde durch K. o.. Durch die Niederlage hat der Propagandawert Schmelings für die Nationalsozialisten jedoch verloren. Die Beziehungen zu den Nazigrößen kühlten sich ab, aber die Kontakte blieben.

23.6.1938
Die ersten 100 Reichslautsprechersäulen werden in Breslau in Betrieb genommen. Sie dienen „als Mittel intensiver politischer Volksführung durch den NS-Staat".
Durch einen Erlass über Maßnahmen für die Ernteeinbringung versucht die Regierung der Sowjetunion, die unbefriedigenden Ernteerträge zu erhöhen.

24.6.1938
In einer Ansprache über alle deutschen Sender ruft Reichspropagandaminister Joseph Goebbels zu mehr Disziplin im Verkehr auf. Bis zum 30. Juni findet im gesamten Reichsgebiet eine Unfallverhütungsaktion statt.
Adolf Hitler überreicht auf dem Obersalzberg vier geländegängige Kraftwagen an die Bergwacht.
Das Berliner Sondergericht II verurteilt die Brüder Max und Walter Götze mehrfach zum Tode. Sie hatten 1936 und 1937 in Berlin durch Straßenfallen Autos zum Stoppen gebracht und die Insassen ausgeraubt. Während Walter Götze auch des Mordes überführt werden konnte, erfolgt das Todesurteil gegen Max Götze aufgrund eines am 22. Juni 1938 erlassenen Gesetzes "gegen Straßenraub mittels Autofallen", das rückwirkend zum 1. Januar 1936 in Kraft tritt.

25.6.1938
In Heidelberg endet der erste Deutsche Studententag mit einer Großkundgebung in der Stadthalle.
Auf Anordnung des Reichsführers SS und Chefs der Polizei, Heinrich Himmler, werden alle katholischen Studenten- und Altherrenverbände im Reich aufgelöst.
US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnet den Fair Labor Standard Act, der Mindestlöhne und eine Höchstarbeitszeit vorsieht.
In Danzig wird der Film "Heimat" von Carl Froelich uraufgeführt. In den Hauptrollen sind Zarah Leander und Heinrich George zu sehen.

26.6.1938
Im Berliner Olympiastadion trennen sich vor 100 000 Zuschauern im Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft 1938 der Titelverteidiger FC Schalke 04 und Hannover 96 3:3 nach Verlängerung. Das Wiederholungsspiel wird auf den 3. Juli in Berlin angesetzt.
Das 70. Deutsche Galoppderby auf der Anlage in Hamburg-Horn endet mit einem Sieg des Außenseiters Orgelton (Gestüt Schlenderhahn).

27.6.1938
Alvin-Broder Albrecht, Korvettenkapitän, vertritt Karl Jesko von Puttkamer als Verbindungsoffizier zur Marine bei Adolf Hitler.
In Großbritannien löst die Affäre um den des Geheimnisverrats verdächtigten Duncan Edwin Sandys, ein konservativer
Unterhausabgeordneter und Schwiegersohn von Winston Churchill, eine Debatte um die Rechte des Parlaments aus.
Kriegsminister Hore-Belisha wollte Sandys wegen Verrats vor ein Militärgericht stellen, aber Churchill erzwang die
Auflösung des Gerichts und paukte ihn damit aus einer Klemme, die seine politische Laufbahn hätte beenden können.

28.6.1938
Adolf Hitler nimmt am Manöver in Grafenwöhr, nahe der tschechischen Grenze, teil.
Der tschechoslowakische Staatspräsident Eduard Bene empfängt die Teilnehmer des 16. Internationalen
PHON-Kongresses, der vom 27. bis 30. Juni in Prag zusammentritt.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an die Universität Köln zu deren 550-Jahrfeier.

29.6.1938
Einem zweimotorigen sowjetischen Flugzeug gelingt erstmals ein Nonstop-Flug von Moskau nach
Wladiwostok. Für die 7600 km lange Strecke braucht das Flugzeug 24,5 Stunden.

30.6.1938
Großbritannien und das Deutsche Reich vereinbaren eine Revision des Flottenabkommens von 1936. Damit dürfen deutsche Schlachtschiffe von bis zu 45 000 t (bisher 35 000 t) gebaut werden.
Die Berufsspielerverträge der Wiener Fußballvereine, die am 1. Juni gekündigt worden sind, laufen aus. Nun gibt es ebenso wie im alten Reichsgebiet in Österreich nur noch Amateurfußballer, die - u.a. durch die Stadt Wien - in einen bürgerlichen Beruf überführt werden.

Die "Gneisenau" Nach Verzögerungen des Baus wurde sie 1938 noch vor dem Schwesterschiff Scharnhorst in Dienst gestellt und nahm während des Zweiten Weltkrieges an verschiedenen Operationen der Kriegsmarine teil.

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Hugo Eckener

Béla Imrédy

Hirota Koki

Kalman Daranyi

Ugaki Kazushige

Ernst Udet

Milan Hodža

Konrad Henlein

Wilhelm Ohnesorge

Joseph Goebbels
Heinrich Himmler

Rudolf Hess

Zarah Leander

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Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen