Die Versenkung des deutschen Schlachtschiffes »BISMARCK«
Die Versenkung des deutschen Schlachtschiffes »BISMARCK«

Unternehmen »Rheinübung«: Atlantikoperation des Schlacht-schiffes „Bismarck" (Kpt.z.S. Lindemann †) und des Schweren Kreuzers „Prinz Eugen" (Kpt.z.S. Brinkmann) unter Führung des Flottenchefs Admiral Lütjens.
18.5.: Auslaufen der Kampfgruppe aus Gotenhafen (Gdynia). Zur Versorgung des Verbandes werden die Begleittanker Heide und Weissenburg im Europäischen Nordmeer stationiert. Von Frankreich aus beziehen die Versorgungstanker Spichern, Belchen, Esso Hamburg, Friedrich Breme und Lothringen Positionen im Nord- und Zentralatlantik.
21.5.: Bei Ölergänzung wird der Verband im Korsfjord bei Bergen durch brit. Luftaufklärung entdeckt, jedoch gelingt am Abend unbemerktes Auslaufen. Unter dem Kommando des Chefs des Schlachtkreuzergeschwaders VAdm. Holland geht eine brit. Kampfgruppe mit dem Schlachtkreuzer „Hood", Schlachtschiff „Prince of Wales" und 6 Zerstörern von Scapa Flow aus ins Seegebiet südlich Islands.

Unternehmen »Rheinübung«: Atlantikoperation des Schlacht-schiffes „Bismarck" (Kpt.z.S. Lindemann †) und des Schweren Kreuzers „Prinz Eugen" (Kpt.z.S. Brinkmann) unter Führung des Flottenchefs Admiral Lütjens.
18.5.: Auslaufen der Kampfgruppe aus Gotenhafen (Gdynia). Zur Versorgung des Verbandes werden die Begleittanker Heide und Weissenburg im Europäischen Nordmeer stationiert. Von Frankreich aus beziehen die Versorgungstanker Spichern, Belchen, Esso Hamburg, Friedrich Breme und Lothringen Positionen im Nord- und Zentralatlantik.
21.5.: Bei Ölergänzung wird der Verband im Korsfjord bei Bergen durch brit. Luftaufklärung entdeckt, jedoch gelingt am Abend unbemerktes Auslaufen. Unter dem Kommando des Chefs des Schlachtkreuzergeschwaders VAdm. Holland geht eine brit. Kampfgruppe mit dem Schlachtkreuzer „Hood", Schlachtschiff „Prince of Wales" und 6 Zerstörern von Scapa Flow aus ins Seegebiet südlich Islands.

24.5.: Morgens kurzes Gefecht beider Gruppen, wobei „Hood" (Capt. Kerr †) nach 5 Minuten von „Bismarck" und „Prinz Eugen" versenkt, „Prince of Wales" (Capt. Leach) beschädigt zum Abdrehen gezwungen wird. Mit „Hood" gehen 95 Offiziere und 1321 Mann unter, darunter auch VAdm. Holland. Nur 3 Seeleute können gerettet werden. Auf „Bismarck" verursachen 2 schwere und l leichter Treffer eine Herabsetzung der Geschwindigkeit und eine deutlich sichtbare Ölspur, „Prinz Eugen" bleibt unbeschädigt.
Die Briten mobilisierten nach der Versenkung der Hood nahezu die gesamte Home Fleet, um die Bismarck zu vernichten (Zitat Churchill: „Es ist egal, wie Ihr es macht, aber versenkt die Bismarck!").
27.5.: Die Schlachtschiffe „King George V." und „Rodney" kommen vormittags heran und schießen die „Bismarck", die sich bis zum Ausfall aller Geschütze zur Wehr setzt, zusammen. Sie treten dann wegen Brennstoffmangels den Rückmarsch an, worauf die Kreuzer „Norfolk" und „Dorsetshire" (Capt. Martin) das Wrack beschießen und zweimal torpedieren. Gegen 10.35 Uhr sinkt die „Bismarck" durch Eigensprengung. „Dorsetshire" und „Maori" retten 110 Überlebende, darunter 2 Offiziere, U 74 und das Wetterbeobachtungsschiff „Sachsenwald" später 5 weitere. 2106 Mann sowie der gesamte Flottenstab fallen. Die Suche des span. Kreuzers „Canarias" nach Überlebenden bleibt erfolglos.

24.5.: Morgens kurzes Gefecht beider Gruppen, wobei „Hood" (Capt. Kerr †) nach 5 Minuten von „Bismarck" und „Prinz Eugen" versenkt, „Prince of Wales" (Capt. Leach) beschädigt zum Abdrehen gezwungen wird. Mit „Hood" gehen 95 Offiziere und 1321 Mann unter, darunter auch VAdm. Holland. Nur 3 Seeleute können gerettet werden. Auf „Bismarck" verursachen 2 schwere und l leichter Treffer eine Herabsetzung der Geschwindigkeit und eine deutlich sichtbare Ölspur, „Prinz Eugen" bleibt unbeschädigt.
Die Briten mobilisierten nach der Versenkung der Hood nahezu die gesamte Home Fleet, um die Bismarck zu vernichten (Zitat Churchill: „Es ist egal, wie Ihr es macht, aber versenkt die Bismarck!").
27.5.: Die Schlachtschiffe „King George V." und „Rodney" kommen vormittags heran und schießen die „Bismarck", die sich bis zum Ausfall aller Geschütze zur Wehr setzt, zusammen. Sie treten dann wegen Brennstoffmangels den Rückmarsch an, worauf die Kreuzer „Norfolk" und „Dorsetshire" (Capt. Martin) das Wrack beschießen und zweimal torpedieren. Gegen 10.35 Uhr sinkt die „Bismarck" durch Eigensprengung. „Dorsetshire" und „Maori" retten 110 Überlebende, darunter 2 Offiziere, U 74 und das Wetterbeobachtungsschiff „Sachsenwald" später 5 weitere. 2106 Mann sowie der gesamte Flottenstab fallen. Die Suche des span. Kreuzers „Canarias" nach Überlebenden bleibt erfolglos.

Chronik des Nationalsozialismus Mai / Juni 1941

MAI 1941

1.5.1941
Adolf Hitler legt in einem Geheimbefehl den Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion (Fall Barbarossa) auf den 22. Juni fest.
In Athen wird unter der deutsch-italienischen Besatzungsmacht eine neue Regierung unter General Jeorjios Tsolakoglu gebildet.
Reichsluftfahrtminister Hermann Göring weist alle Dienststellen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), der Wehrmacht und der öffentlichen Verwaltungen an, die zur Beschlagnahme von Kulturgütern in den besetzten Gebieten eingerichteten Einsatzstäbe zu unterstützen.
Nach Angaben der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland leben im "Altreich" noch 168.972 jüdische Menschen.
Die im US-amerikanischen Exil lebende niederländische Prinzessin Juliana fordert in einer Rundfunkansprache aus Anlass ihres Geburtstages die niederländischen Seeleute auf, die Seeverbindung Großbritannien- USA trotz der Gefahr von Angriffen durch deutsche U-Boote aufrechtzuerhalten.
Bei der Festveranstaltung der Reichsarbeitskammer in Augsburg aus Anlass des Maifeiertages werden 419 Betriebe des Deutschen Reiches als "National- sozialistische Musterbetriebe" mit der "Goldenen Fahne" ausgezeichnet.
In Großbritannien wird Lord John Moore Brabazon zum Minister für die Flugzeugproduktion ernannt. Die bisher getrennten Ministerien für Schifffahrt und Verkehr werden zu einem 'Kriegstransport-Ministerium' zusammengelegt.
Das Konzentrationslager (KZ) Groß-Rosen, bisher ein Außenlager des KZ Sachsenhausen bei Potsdam, wird selbständiges KZ.
Die deutsche Luftwaffe fliegt in dieser und den fünf folgenden Nächten Bombenangriffe auf den britischen Hafen Liverpool-Birkenhead, dessen Umschlagskapazität durch die Zerstörung für einige Zeit auf ein Viertel sinkt.
In New York findet die Uraufführung des Orson-Welles-Films "Citizen Kane" statt. Neben Orson Welles, der auch Regie führt, spielen Joseph Cotten, Dorothy Comingore und Everett Sloane die Hauptrollen in dem Filmdrama.


Charles Lindberg, der bekannteste amerikanische Pilot und Träger der "Medal of Honor" und des "Großkreuz des Deutschen Adlerordens" (von H. Göring 1938 verliehen), dem die erste Alleinüberquerung des Atlantiks von New York nach Paris ohne Zwischenlandung gelang, wodurch er einer der bekanntesten Personen der Luftfahrt wurde, warnt im Wartime Journal: (...) die größte Gefahr für dieses Land (USA) ist der Einfluss der Juden auf unsere Filmindustrie, Presse, Radio und Regierung.

2.5.1941
Ein deutscher Wirtschaftsstab unter Reichsmarschall Hermann Göring wird gebildet, um einen Plan für die künftige Nutzung der eroberten Gebiete im Osten zu entwickeln. Unter Görings Führung, wurde der so genannte „Oldenburg-Plan" erstellt, der die Beschlagnahme von Vorräten, Rohstoffen und Industrieunternehmen im Gebiet zwischen der Weichsel und dem Ural kontrolliert regeln und koordinieren soll.
Britische Luftwaffeneinheiten greifen im Westirak die um den britischen Stützpunkt Habbannijja zusammengezogene irakische Armee an. Damit bricht der Kampf zwischen Großbritannien und der irakischen Regierung Raschid Ali El Ghailani offen aus. Der Konflikt macht weitere Nachschubkonvois in den Mittleren Osten nötig.
Der englische Zerstörer „Jersey" läuft auf eine Mine und sinkt in der Hafeneinfahrt von Valletta, Malta.
Zwischen San Francisco und Singapur nimmt die US-amerikanische Fluggesellschaft Panamerican Airways die erste direkte Flugverbindung auf.

3.5.1941
Die italienische Regierung veröffentlicht ein Dekret, demzufolge Slowenien als neue Provinz Laibach dem italienischen Staatsgebiet einverleibt wird.
204 Bomber der deutschen Luftwaffe werfen über der nordirischen Stadt Belfast 237 t Sprengbomben und 2.667 Brandschütt-Kästen ab. Die Hauptstadt von Nordirland, an der Mündung des Flusses Lagan, war ab 1941 einer der größten Anlandungshäfen von US-amerikanischen Truppen und Ausrüstung.
In Ostafrika beginnt die Schlacht von Amba Aladiji die bis zum 19.Mai dauert. Die italienischen Truppen liefern ihren letzten, bedeutenden Verteidigungskampf. Zu den Gefangenen nach der Schlacht gehört auch der italienische Vizekönig von Äthiopien, Amadeo, Herzog von Aosta.
Die Briten wehren einen irakischen Angriff auf Basra ab. Ein kunterbuntes Gemisch aus Flugzeugen der Royal Air Force, einschließlich Trainern, startet unter Artilleriebeschuss aus dem belagerten Habbaniyah um die Iraker zu bombardieren.
Die erfolgreiche Bergung elektronischer Ausrüstung aus 3 während der Nachtangriffe auf Liverpool abgeschossener Heinkel-Bomber ermöglicht es der Royal Air Force, das neue Y-Gerät (Zielgerät zum Blindabwurf von Bomben) zu stören.

4.5.1941
Vor dem Reichstag gibt Adolf Hitler seinen „Rechenschaftsbericht" über den Balkanfeldzug. Nach seinen Worten hat sich die deutsche Wehrmacht in diesem Feldzug „selbst übertroffen". Er gipfelt in der Feststellung: „Dem deutschen Soldaten ist nichts unmöglich! (...) Dem besiegten, unglücklichen griechischen Volk gegenüber erfüllt uns aufrichtiges Mitleid (...)" Die deutschen Verluste beziffert er in diesem Feldzug mit 1.151 Gefallenen, 3.752 Verwundeten und 525 Vermissten. Abends fährt Adolf Hitler nach Danzig.
Nachtangriff auf Liverpool durch fast 300 deutsche Bomber. Das mit 1.000 Tonnen hochexplosiver Bomben beladene Munitionsschiff „Malakand" wird dabei getroffen und explodiert im Huskisson Dock.
Im 75. Länderkampf der deutschen Amateurboxer wird die Auswahl der Slowakei in Pressburg 14:2 geschlagen.

5.5.1941
In einer Rede an die Absolventen von sowjetischen Militärakademien rechtfertigt Josef Stalin seine Änderung der Außenpolitik im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Angriff gegen Deutschland. Stalin erklärt: „Die Ära der Ausweitung der Grenzen der Sowjetunion mit Waffengewalt hat begonnen. Der Plan des Krieges ist bei uns fertig [ ... ] Es ist Zeit einzusehen, daß nur eine entscheidende Offensive, nicht aber eine Defensive zum Sieg führen kann. Es lebe die aktive Kriegspolitik des Sowjetstaates. [ ... ] Der Plan des Krieges ist bei uns fertig. Flugplätze sind gebaut. Landeplätze und Flugzeuge der 1. Linie befinden sich schon dort. Alles zur Bereinigung des rückwärtigen Gebietes ist getan, alle fremden Elemente sind entfernt. Folgerung: Im Laufe der nächsten zwei Monate können wir den Kampf mit Deutschland beginnen." Nach dieser Rede sollte klar sein, das Hitler die UdSSR nicht überfallen hat!                      

5.5.1941
In einer Rede an die Absolventen von sowjetischen Militärakademien rechtfertigt Josef Stalin seine Änderung der Außenpolitik im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Angriff gegen Deutschland. Stalin erklärt: „Die Ära der Ausweitung der Grenzen der Sowjetunion mit Waffengewalt hat begonnen. Der Plan des Krieges ist bei uns fertig [ ... ] Es ist Zeit einzusehen, daß nur eine entscheidende Offensive, nicht aber eine Defensive zum Sieg führen kann. Es lebe die aktive Kriegspolitik des Sowjetstaates. [ ... ] Der Plan des Krieges ist bei uns fertig. Flugplätze sind gebaut. Landeplätze und Flugzeuge der 1. Linie befinden sich schon dort. Alles zur Bereinigung des rückwärtigen Gebietes ist getan, alle fremden Elemente sind entfernt. Folgerung: Im Laufe der nächsten zwei Monate können wir den Kampf mit Deutschland beginnen." Nach dieser Rede sollte klar sein, das Hitler die UdSSR nicht überfallen hat!                      

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stattet er Reichstatthalter Albert Forster in seiner Wohnung in Danzig einen Besuch ab. Danach besucht er die Schlachtschiffe „Tirpitz" und „Bismarck", die in Gotenhafen liegen.
In der Schweiz wird erstmals die Sommerzeit eingeführt, was vor allem mit den Energieeinsparungen begründet wird, die andere europäische Länder damit erzielt haben.
Der Kaiser von Äthiopien (Abessinien), Haile Selassie I., zieht nach der Rückeroberung seines Landes mit Hilfe britischer Truppen wieder in die Hauptstadt Addis Abeba ein.
Das staatliche mexikanische Petrolamt kauft die gesamte Öl- und Benzinproduktion US-amerikanischer und nationaler Unternehmen in Mexiko auf, um sie nach Großbritannien zu liefern.

6.5.1941
Josef W. Stalin bisher Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), übernimmt den Vorsitz im Rat der Volkskommissare der UdSSR und wird damit Regierungschef.
Die Vereinigten Staaten sperren den Export von allen Gütern, die als kriegswichtig betrachtet werden, in die Sowjetunion; die USA reagieren damit auf die Unterzeichnung des sowjetisch-japanischen Neutralitätsabkommens am 13. April.
Als erste deutsche Stadt richtet Wuppertal ein städtisches Tierschutzamt zur Kontrolle der Groß- und Kleinviehhaltung ein.
Starker deutscher Luftangriff gegen Hafenanlagen am Clyde. Beim ersten Einsatz der Bombenmine BM 1000 detoniert eine auf Land gefallene Mine nicht. Da auch ihr Selbstzerstörungs- Mechanismus beschädigt wird, kann die Mine entschärft und untersucht werden.
Im Nahen Osten brechen die Briten den irakischen Belagerungsring um Habbaniyah auf.
In Kanada trifft ein norwegischer Goldschatz im Wert von fünf Millionen US-Dollar ein; das Gold wurde an den scharfen deutschen Kontrollen vorbei über den Atlantik transportiert.

7.5.1941
Der neue kroatische Gesandte Benzon wird von Adolf Hitler zur Überreichung seines Beglaubigungsschreibens empfangen.
Erster von zwei aufeinander folgenden schweren Nachtangriffen der deutschen Luftwaffe auf die englische Stadt Hull: 40.000 Obdachlos, Lebensmittellager und Schiffsreparaturanlagen getroffen.
Das deutsche Wetterdienst-Schiff „München" wird in der Arktis von englischen Zerstörern versenkt.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den Oberleutnant der Luftwaffe Joachim Müncheberg zum 40. Luftsieg.
Der britische Premierminister Churchill gewinnt eine Vertrauensabstimmung im Parlament mit 447 gegen3 Stimmen.
In Berlin wird der Zarah-Leander-Film "Der Weg ins Freie" uraufgeführt; unter Regisseur Rolf Hansen spielen neben der aus Schweden stammenden Filmdiva Hans Stüwe, Siegfried Breuer und Eva Immermann die Hauptrollen.

8.5.1941
Die Royal Air Force führt mit 359 Bombern einen schweren Nachtterrorangriff durch. Schwerpunkte sind Hamburg und Bremen, die von 317 Bombern angegriffen werden.
Die Deutsche Luftwaffe bombardiert die zweite Nacht mit 120 Bombern die englische Stadt Hull. 157 Sprengbomben und 540 Brandschüttkäsen werden abgeworfen.
Britische elektronische Störmaßnahmen und Ablenkungsbrände lassen einen deutschen Blitz-Angriff auf die Rolls-Royce Fabrik in Derby scheitern. Viele Bomben werden über dem offenen Peak District von Nottingham und dem Agrargebiet Vale of Belvoir abgeworfen. Der Flugplatz von Waddington in Linconshire und eine Ortschaft werden auch getroffen.
Die US-amerikanische DuPont Company kündigt den Bau einer Produktionsanlage für synthetisches Gummi in Louisville an, damit soll die Nachfrage nach Gummiprodukten, die durch Naturkautschuk nicht befriedigt werden kann, gestillt werden.

9.5.1941
Das deutsche U-Boot U-110, kommandiert durch das 'U-Boot-Ass' Kapitän-Leutnant Lemp, wird von der englischen Korvette „Aubretia" mit Wasserbomben getroffen. Die Besatzung verlässt das daraufhin aufgetauchte U-Boot und der Zerstörer HSM „Bulldog" nimmt es in Schlepp. Lemp, der das U-Boot doch noch versenken wollte, wurde dabei erschossen. Das U-Boot sinkt zwar am 11. Mai, aber die Marine-Chiffriermaschine Enigma kann von den Engländern vorher geborgen werden.
Adolf Hitler erreicht am Morgen München, abends begibt er sich auf den Berghof.
Josef Stroop, SS-Standartenführer ändert seinen Vornamen „auf Grund weltanschaulicher Einstellung" zu Jürgen. Zurzeit werden in Deutschland viele Klöster aufgehoben. Die Parole vom klosterfreien Deutschland wird zu verwirklichen gesucht.
Die UdSSR zieht ihre diplomatische Anerkennung der jugoslawischen Exil-Regierung zurück.
Der schweizerische Bundesrat in Bern beschließt drastische Maßnahmen zur Sicherstellung der Fleischversorgung der Bevölkerung; das Volkswirtschaftsdepartement erhält danach so viele Vollmachten, um Viehzüchter zur Ablieferung schlachttauglichen Viehs zu veranlassen.
In Tokio wird nach über dreimonatigen Verhandlungen ein Friedensvertrag zwischen Thailand und Französisch-Indochina unterzeichnet, nachdem bereits am 11. März des Jahres ein vorläufiges Abkommen geschlossen wurde.

10.5.1941
Rudolf Heß, Stellvertreter des Führers, fliegt mit einer umgebauten Messerschmitt Bf 110 von Augsburg nach England. Rudolf Heß hat das Flugzeug durch Vermittlung des Konstrukteurs Willy Messerschmitt erhalten. Er springt mit dem Fallschirm über Schottland ab. Heß hat einen 7-Punkte-Friedensplan im Gepäck und will mit dem Anführer - so glaubte er jedenfalls - der englischen Friedensbewegung, Douglas Douglas-Hamilton, 14. Herzog von Hamilton, über einen Frieden verhandeln. Dabei wurde er als Parlamentär gekommen, völkerrechtswidrig verhaftet und geriet somit in britische „Kriegsgefangenschaft". Umstritten ist bis heute, ob Heß auf eigene Faust oder mit Wissen Hitlers nach England flog. Hitlers Kammerdiener Heinz Linge sagte allerdings nach dem Krieg: „Hitler hat es nicht nur vorher gewusst, sondern Heß wahrscheinlich sogar nach England geschickt." Sicher ist, dass Heß von den Briten unmenschlich behandelt wurde. Er wurde gefoltert, und man brach ihm sein Bein.
      

10.5.1941
Rudolf Heß, Stellvertreter des Führers, fliegt mit einer umgebauten Messerschmitt Bf 110 von Augsburg nach England. Rudolf Heß hat das Flugzeug durch Vermittlung des Konstrukteurs Willy Messerschmitt erhalten. Er springt mit dem Fallschirm über Schottland ab. Heß hat einen 7-Punkte-Friedensplan im Gepäck und will mit dem Anführer - so glaubte er jedenfalls - der englischen Friedensbewegung, Douglas Douglas-Hamilton, 14. Herzog von Hamilton, über einen Frieden verhandeln. Dabei wurde er als Parlamentär gekommen, völkerrechtswidrig verhaftet und geriet somit in britische „Kriegsgefangenschaft". Umstritten ist bis heute, ob Heß auf eigene Faust oder mit Wissen Hitlers nach England flog. Hitlers Kammerdiener Heinz Linge sagte allerdings nach dem Krieg: „Hitler hat es nicht nur vorher gewusst, sondern Heß wahrscheinlich sogar nach England geschickt." Sicher ist, dass Heß von den Briten unmenschlich behandelt wurde. Er wurde gefoltert, und man brach ihm sein Bein.
      


HIER DIE REPORTAGE MIT NEUESTEN ERKENNTNISSEN ÜBER DEN HESS-FLUG!! - KLICK

Der jugoslawische Generalstabsoberst Draza Mihailovic, der die Kapitulation der jugoslawischen Wehrmacht nicht anerkennt, beginnt mit den in Südwestserbien lebenden „Tschetniks", die national-serbisch und monarchistisch orientiert sind, einen Partisanenaufstand gegen die deutschen Truppen.
Die deutsche Luftwaffe fliegt mit 507 Flugzeugen, die 711 t Sprengbomben und 2393 Brandschüttkästen abwerfen, den letzten großen Angriff für drei Jahre auf London. Hunderte Straßen werden blockiert und der Straßenverkehr kommt praktisch zum Erliegen. Das House of Commons und Westminster Abbey wurden schwer beschädigt. Der Großteil der deutschen Luftwaffe wird anschließend nach Osten verlegt.
Adolf Hitler richtet ein Handschreiben an Direktor Jakob Werlin von der Daimler-Benz-Niederlassung in München zu dessen 55. Geburtstag. Außerdem gratuliert er König Michael von Rumänien telegrafisch zum Nationalfeiertag.

11.5.1941
Am frühen Morgen überreicht der Adjutant von Rudolf Heß, Karl-Heinz Pintsch, Adolf Hitler auf dem Berghof den Brief seines Chefs, in dem dieser Hitler von seiner Absicht informiert. Hitler reagierte zunächst gar nicht und seine darauf folgende „Überraschung und Empörung" wird später als „hervorragend gespielt" gedeutet. In Gesprächen mit Hermann Göring, Ernst Udet, Martin Bormann, Joachim von Ribbentrop, Heinrich Himmler u.a. wird der Umgang mit dem Heß-Flug erörtert.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfängt auf seinem Berghof in Berchtesgaden den französischen Admiral François Darlan; Hitler lehnt die von Darlan angestrebte Wiederbelebung der Kollaboration Frankreichs mit dem Deutschen Reich ab. Adolf Hitler entscheidet aber eine Geste zu machen und 100.000 französische Kriegsgefangene, die bereits am 1. Weltkrieg teilgenommen hatten, freizulassen.
Die deutsche Besetzung der Inseln der Ägäis ist vollständig.
An den Reichsautobahn-Tankstellen wird jetzt auch Brennholz für Generatoren-Kraftfahrzeuge angeboten.
Trotz eines Aufrufes des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler an alle Frauen in einer Reichstagsrede am 4. Mai, sich zur freiwilligen Übernahme eines Arbeitsplatzes zu melden, hat sich in Leipzig nach einer Woche erst eine Frau beim Arbeitsamt gemeldet; auch in anderen Städten des Deutschen Reiches findet der Führeraufruf nur wenig Resonanz.
In Mannheim schlägt die deutsche Handballnationalmannschaft die Auswahlmannschaft Ungarns mit 11:8 Toren; und auch die deutsche Hockeynationalmannschaft besiegt in Schweinfurt das ungarische Hockey-Auswahlteam mit 2:0 Toren.

12.5.1941
Der am 10. Mai nach Großbritannien geflogene und dort gefangen gesetzte Rudolf Heß wird aller seiner Ämter enthoben, parteiamtlich wird bekannt gegeben, dass Heß das »Opfer von Wahnvorstellungen« sei und die Parteiführung von seinem Vorhaben nicht informiert gewesen sei. Adolf Hitler lässt alle Personen verhaften, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Abflug gestanden haben, u.a. auch Professor Karl Haushofer. Seine Ehefrau Ilse Heß wird nur verhört, unter Aufsicht gestellt und finanziell eingeschränkt.
Die Briten geben über den Rundfunk bekannt, Heß sei in Schottland gelandet.
Das britische U-Boot "Rorqual" versenkt den griechischen Motorsegler "Osia Paraskevi", wobei die griechischen Besatzungsmitglieder ein Rettungsboot besteigen durften, während die deutschen Soldaten, im Meer schwimmend, mit Maschinengewehren erschossen wurden. (Britisches Kriegsverbrechen)
Unternehmen Tiger: 240 englische Panzer werden auf direktem Wege durch das Mittelmeer nach Alexandria gebracht.
In Manila beginnt eine sog. Pazifik-Konferenz bei der Vertreter der USA, Großbritanniens, Australiens, Niederländisch-Indiens und Chinas über Maßnahmen gegen die aggressive Politik Japans in der Pazifik-Region beraten.
Der deutsche Ingenieur Konrad Zuse stellt seinen Rechenautomaten »Zuse Z 3« vor; es ist die erste funktionsfähige Rechenmaschine der Welt.

13.5.1941
In Agram (Zagreb) wird ein deutsch-kroatischer Grenzvertrag unterzeichnet, der die Angliederung der Südsteiermark an das Deutsche Reich vorsieht.
Nachdem von britischer Seite die Gefangennahme von Rudolf Heß gemeldet wurde, gibt die „nationalsozialistische Parteikorrespondenz" eine weitere Verlautbarung zu diesem Fall heraus, in der erneut festgestellt wird, dass Heß „unter Wahnvorstellungen gelitten habe". Adolf Hitler ruft sämtliche Reichsleiter und Gauleiter der NSDAP auf dem Obersalzberg zusammen, um sie über die Hintergründe dieses Falls zu unterrichten.
Adolf Hitler unterzeichnet einen Erlass über die Ausübung der Kriegsgerichtsbarkeit im Raum des geplanten Unternehmens „Barbarossa". Ahndung von Straftaten Einheimischer durch die Besatzungsmacht ohne Gerichtsverfahren „Partisanen sind durch die Truppe im Kampf oder auf der Flucht schonungslos zu erledigen."
Der bewaffnete Hilfskreuzer „Salopian" (10.500 t.) wird durch U-98 südöstlich von Grönland versenkt.
Das britische Unterseeboot „Undaunted" wird vom italienischen Torpedoboot „Pleiadi" vor Tripolis im Mittelmeer versenkt.
Zehn britische Bomber greifen die Insel Helgoland an, nachdem Verbände der britischen Luftwaffe zuvor Mannheim und Köln bombardiert haben.

14.5.1941
Sechs deutsche Bomber und drei Zerstörerflugzeuge werden zur Unterstützung der gegen die Briten kämpfenden irakischen Armee nach Mosul überführt.
Die Luftwaffe verlegt ihr hauptsächliches Angriffsziel von den britischen Schiffen um Kreta herum auf die Flugfelder der Insel.
In Berlin-Plötzensee wird der schweizer Student Maurice Bavaud hingerichtet, der seit Oktober 1938 Adolf Hitler nachgereist war und ein Attentat auf ihn plante.
Der deutschen Presse wird in einer Anweisung des Propagandaministeriums untersagt weiter über den »Fall Heß« zu berichten.
Adolf Hitler gratuliert dem Präsidenten von Paraguay, General Hilgino Moringo, telegrafisch zum Geburtstag.

15.5.1941
Auf einer Konferenz genehmigt Stalin den strategischen Aufstellungsplan zum militärischen ersten Schlag gegen Deutschland im Sommer 1941. Ein Monat wurde für die Totalaufstellung vorgesehen - die Periode vom 15. Juni bis zum 15. Juli - so dass der Krieg gegen Deutschland im Juli begonnen hätte. Dieser Plan wurde von Adolf Hitler, der über Stalins Pläne schon länger informiert war, mit einem Präventivschlag am 22. Juni (Unternehmen "Barbarossa") verhindert.
Joachim von Ribbentrop und der Gesandte Dr. Karl Schnurre, der Berater in Wirtschaftsverhandlungen mit der UdSSR, besuchen Adolf Hitler auf dem Berghof.
In New York wird der "European P.E.N. in America" gegründet, ein Verband europäischer Schriftsteller im US-amerikanischen Exil; auf der Gründungsveranstaltung in New York sprechen u.a. Jules Romains, William Somerset Maugham, Sigrid Undset, Stefan Zweig und Ferdinand Bruckner.
Im britischen Cranwell startet der Pilot Jerry Sayer zum Erstflug des ersten britischen Düsenflugzeugs, der "Gloster Whittle E. 28/39".
Die US-Küstenwache entert jedes französische Handelsschiff in amerikanischen Häfen, einschließlich des Passagierschiffes „Normandie".
Die englische Regierung genehmigt Gegenmaßnahmen gegen deutsche Flugzeuge, welche auf den Weg in den Irak auf syrischen Flugfeldern (Vichy-Frankreich) aufgetankt werden.

16.5.1941
Auf einer Pressekonferenz machte Franklin D. Roosevelt deutlich, dass ein Präsident der USA durchaus das Recht hätte, einen unerklärten Krieg zu führen, wofür es historische Präzedenzfälle gibt. Außerdem seien die Deutschen die Piraten.
Deutsche Jagdbomber greifen Ziele im Südosten Englands an. Mit einem Angriff von 111 Bombern auf Birmingham und West Midlands enden die Blitz-Nachtangriffe auf britische Städte. Flugfelder der Royal Air Force werden ebenfalls bombardiert (3 deutsche Flugzeuge verloren).
Royal Air Force-Nachtangriff auf Köln (Brände auf beiden Rheinufern). Ziele in Frankreich und Holland werden auch angegriffen (2 englische Flugzeuge verloren).
Generalleutnant Erwin Rommel erhält Befehle aus Berlin, daß Deutsches Afrikakorps (DAK) gegen die Briten bei Sollum einzusetzen und die Italiener den Belagerungsring um Tobruk bewachen zu lassen.
Das isländische Parlament beschließt den seit 1918 bestehenden Bundesvertrag mit Dänemark nach seinem Auslaufen 1943 nicht mehr zu verlängern, diesem Vertrag zufolge hatten beide Länder ein Regentenhaus; ein gemeinsames, beratendes Gremium steht den Parlamenten beider Länder zur Seite.
In der Schweiz werden der Mittwoch und der Freitag für private und der Freitag für private und kollektive Haushalte zu fleischlosen Tagen erklärt.

17.5.1941
Adolf Hitler erlässt die Weisung Nr. 29 die Italien die Sicherung des griechischen Raumes überlässt.
Die deutsche Reichsregierung drückt in einer Note an den japanischen Außenminister Josuke Matsuoka ihr Bedauern über die seit dem 16. April laufenden geheimen japanisch-US-amerikanischen Verhandlungen zur Lage im pazifischen Raum aus.
Das Reichskirchenministerium verlegt die Feste Christi Himmelfahrt und Fronleichnam auf den jeweils folgenden Sonntag.
Deutsche Flugzeuge verseuchen den Suezkanal mit insgesamt 45 Luftminen, wodurch der Verkehr auf der strategisch wichtigen Wasserstraße zwischen Mittelmeer und Rotem Meer behindert wird.
Das Volkskommissariat für Auswärtige Angelegenheiten (Außenministerium) in der UdSSR gestattet diplomatischen Vertretern anderer Staaten Reisen in der Sowjetunion nur noch nach einer vorherigen Anmeldung bei den Behörden. Spionagetätigkeiten der Auslandsvertretungen sollen so verhindert werden.
Die UdSSR schließt einen Vertrag mit dem Raschid Ali Regime im Irak ab.

18.5.1941
Mit zahlreichen Festveranstaltungen wird im Deutschen Reich der diesjährige Muttertag begangen.
Die italienischen Hauptstreitkräfte in Ostafrika kapitulieren nordöstlich von Gondar in Äthiopien (Abessinien) vor den britischen Truppen; damit ist der größte Teil Italienisch-Ostafrikas in britischer Hand.
Abschluss eines Staatsvertrages zwischen Italien und Kroatien. Damit tritt Kroatien an die Seite der Achsenmächte. Italien erhält fast ganz Dalmatien zugesprochen. Zugleich beginnt der Führer der Tschetniks, Oberst i.G. Draza Mihailovic, der die Kapitulation der jugoslawischen Armee nicht anerkennen will, im Bereich der Ravna Gora mit dem Widerstand Serbiens gegen die deutsche Besatzungsmacht. Die Tschetniks gründen Partisanenverbände zu Kampfhandlungen und für Sabotageakte.
Das Schlachtschiff „Bismarck" und der Schwere Kreuzer „Prinz Eugen" laufen zur Operation Rheinübung aus Gotenhafen aus, um Atlantik-Geleitzüge anzugreifen.

19.5.1941
Reichsjugendführer Artur Axmann besucht ein Lager der Kinderlandverschickung in der Slowakei, wo Kinder aus solchen Gebieten des Deutschen Reiches untergebracht sind, die durch Luftangriffe besonders gefährdet sind.
Robert Ley schreibt an den „sehr verehrten Parteigenossen Himmler": „Auf Befehl des Führers habe ich die Vorarbeiten für den diesjährigen Reichsparteitag, dessen Termin demnächst bekannt gegeben wird, aufgenommen. Ich habe bestimmt, dass der jährliche zusammentretende Stab der Organisationsleitung der Reichsparteitage am 4. Juni 1941 die Arbeiten aufnimmt (...)"
Erlass des Führers über die Stellung des Leiters der Parteikanzlei. Martin Bormann wird die Vertretung der Partei gegenüber den Obersten Reichsbehörden zugestanden.
Die drei belgischen nationalsozialistischen Organisationen Flämischer Nationalverband, Verband Deutscher Nationalsolidaristen und die Rexisten Leon Degrells beschließen, ihre Organisationen zu vereinigen, um nationalsozialistische Werte besser verbreiten zu können.
New Yorks Bürgermeister La Guardia wird zum Leiter des Amtes für Zivile Verteidigung in den USA ernannt.

20.5.1941
Um 7.15 Uhr beginnen deutsche Luftlandeeinheiten, unter der Leitung des Generals der Flieger Kurt Student, mit dem Angriff auf die von Briten und Griechen gehaltene Insel Kreta. 490 Ju 52 Transportflugzeuge mit 100 DFS Lastenseglern starten von primitiven Flugfeldern in der Nähe von Athen und setzen 6.000 Fallschirmjäger und Luftlandetruppen auf und um das Flugfeld von Maleme ab. Bomber greifen die Stellungen der neuseeländischen Truppen bei Maleme an. Es war die größte und erfolgreichste Luftinvasion des 2.Weltkrieges, forderte aber durch Führungsfehler hohe Verluste unter der deutschen Fallschirmtruppe. Nach zwölftägigen Kämpfen gibt das Oberkommando der Wehrmacht am 1. Juni 1941 die Eroberung Kretas bekannt.               














„Bei den Kämpfen auf der griechischen Insel Kreta sind deutsche Soldaten nach ihrer Verwundung in so tierischer Weise verstümmelt worden, wie es im Verlaufe dieses Krieges bisher nur im Feldzug gegen Polen vorgekommen ist. Die deutsche Wehrmacht wird mit allen Mitteln dafür Sorge tragen, daß die Anständigkeit und Ritterlichkeit des Kampfes gewahrt bleibt. Mit dem härtesten Strafgericht wird sie daher die für diese barbarischen Verstümmelungen verantwortliche Truppe oder die schuldigen Einwohner treffen.“  (Meldung des Oberkommando der Wehrmacht am 30. Mai 1941)                

20.5.1941
Um 7.15 Uhr beginnen deutsche Luftlandeeinheiten, unter der Leitung des Generals der Flieger Kurt Student, mit dem Angriff auf die von Briten und Griechen gehaltene Insel Kreta. 490 Ju 52 Transportflugzeuge mit 100 DFS Lastenseglern starten von primitiven Flugfeldern in der Nähe von Athen und setzen 6.000 Fallschirmjäger und Luftlandetruppen auf und um das Flugfeld von Maleme ab. Bomber greifen die Stellungen der neuseeländischen Truppen bei Maleme an. Es war die größte und erfolgreichste Luftinvasion des 2.Weltkrieges, forderte aber durch Führungsfehler hohe Verluste unter der deutschen Fallschirmtruppe. Nach zwölftägigen Kämpfen gibt das Oberkommando der Wehrmacht am 1. Juni 1941 die Eroberung Kretas bekannt.               














„Bei den Kämpfen auf der griechischen Insel Kreta sind deutsche Soldaten nach ihrer Verwundung in so tierischer Weise verstümmelt worden, wie es im Verlaufe dieses Krieges bisher nur im Feldzug gegen Polen vorgekommen ist. Die deutsche Wehrmacht wird mit allen Mitteln dafür Sorge tragen, daß die Anständigkeit und Ritterlichkeit des Kampfes gewahrt bleibt. Mit dem härtesten Strafgericht wird sie daher die für diese barbarischen Verstümmelungen verantwortliche Truppe oder die schuldigen Einwohner treffen.“  (Meldung des Oberkommando der Wehrmacht am 30. Mai 1941)                

Der Kommandeur der US-Asien-Flotte, Admiral Thomas C. Hart legt dem Präsidenten Roosevelt ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten über "das Konzept eines Krieges mit Japan" vor und bezeichnete den Plan als ausgereift. Japan soll mit Langstreckenbombern in einem solchen Ausmaß angegriffen werden, dass die japanischen Kriegsbemühungen zusammenbrechen und die "Papier- und Streichholzstädte" einschließlich der Zivilbevölkerung mittels Brandbomben in Haufen rauchende Asche verwandelt werden.
Reichsverkehrsminister Julius Dorpmüller ordnet an, keine dieselgetriebenen Kraftfahrzeuge mehr für den privaten Personenverkehr zuzulassen, da mit Dieselkraftstoff gehaushaltet werden muss.

21.5.1941
In Norwegen wird in Anwesenheit des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, die allgemeine SS Norwegens, »Norges SS«, gegründet; schon am 30. Januar hatte Himmler in Oslo die ersten Mitglieder der norwegischen SS-Standarte Nordland verpflichtet.
Adolf Hitler verschiebt das Unternehmen „Herkules", die Eroberung von Malta, auf unbestimmte Zeit.
Deutsche Luftlandetruppen erstürmen den 'Hügel 107', welcher das Flugfeld von Maleme auf Kreta beherrscht. 80 Junkers Ju52 machen Bruchlandungen auf dem unter Granatfeuer liegenden Flugplatz und Strand und fliegen dabei ein Regiment von Gebirgsjägern zur Verstärkung ein.
Die britische 'Force D' aus 3 Kreuzern und 4 Zerstörern zerschlägt in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai eine Landungsflotte der Achsenstreitkräfte nördlich von Kreta und zerstört dabei 10, zu Landungsschiffen umgebaute Fischerboote.
Das US-Frachtschiff "Robin Moor" wird wegen Bannguttransport von U-69 versenkt. Die Besatzung verbringt 17 Tage in Rettungsbooten, bevor sie gefunden wird.
Adolf Hitler besucht das Atelier von Architekt Hermann Giesler in München. Hitler erklärt ihm, dass er die Durchführung eines Kriegsprogramms angeordnet und zugesagt hat, alle für die Bearbeitung des Entwurfs - gemeint ist die Durchführung der Breitspurbahn durch den neuen Münchner Hauptbahnhof- erforderlichen Mitarbeiter vor Einberufung zur Wehrmacht sicherzustellen. Hitler fährt abends wieder auf den Berghof.
In Salzburg wird der modernste Milchhof im Einflussbereich des Deutschen Reiches in Betrieb genommen, auf dem pro Tag rund 80 000 Liter Milch für die Versorgung Salzburgs und der umliegenden Gemeinden verarbeitet werden können.

22.5.1941
Anlässlich des 2. Jahrestages des „Stahlpaktes" empfängt Adolf Hitler auf dem Obersalzberg den italienischen Botschafter Dino Alfieri.
Deutsche Bomber, Jagdbomber und Stukas fliegen heftige Angriffe gegen die Britische Mittelmeerflotte in den kretischen Gewässern. Der Kreuzer „Gloucester" sinkt (693 Tote), der Kreuzer „Fiji" wird schwer beschädigt und aufgegeben, der Zerstörer „Greyhound" sinkt und das Schlachtschiff „Warspite" wird beschädigt.
Drei britische Zerstörer beschießen in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai die deutschen Luftlandetruppen auf dem Flugfeld von Maleme. Der griechische König Georg und seinen Stab wird von der Insel evakuiert.
Generalfeldmarschall Albert Kesselring, Oberbefehlshaber der Luftflotte 2, zieht in sein neues Hauptquartier bei Posen in Polen um. Dies bedeutet den Abschluss der groß angelegten Verlegung der deutschen Luftwaffe aus dem Westen an die zukünftige Ostfront.
Erlass des Reichswirtschaftsministers - Juden ist Kauf und Verkauf von Schmuck und Kunstgegenständen im Wert von über 1.000 RM verboten.
Das Finale um den Schweizcup kann die Fußballmannschaft von Grasshoppers Zürich mit 2:0 Toren über Servette Genf im Berner Wankdorf-Stadion für sich entscheiden; das Spiel am 14. April hatte mit einem 1:1-Stand nach Verlängerung eine Wiederholung des Finales notwendig gemacht.

23.5.1941
Adolf Hitler unterzeichnet seine Weisung Nr. 30 für die Kriegsführung im Mittleren Osten, in der es heißt: „Die arabische Freiheitsbewegung ist im Mittleren Orient unser natürlicher Bundesgenosse gegen England." Er befiehlt die Entsendung einer Militärmission nach Irak und Hilfeleistung durch die Luftwaffe.
Mit zweieinhalbmonatiger Verspätung gibt das OKW bekannt: „Das von Korvettenkapitän Günther Prien geführte Unterseeboot ist von seiner letzten Fahrt gegen den Feind nicht zurückgekehrt. Mit dem Verlust des Boots muss gerechnet werden."
Die Zerstörer „Kashmir" und „Kelly" werden durch Stukas vor Kreta versenkt. Me 109 Jagdbomber zerstören 5 englische Motortorpedoboote in der Suda-Bucht.
Die "Bismarck" und "Prinz Eugen" erreichen am Abend die Dänemarkstraße und werden durch die HMS „Norfolk" und HMS „Suffolk" entdeckt.
In Kroatien müssen alle Juden auf Brust und Rücken ein 10 x 20 cm gelbes Stoffstück mit dem Davidsstern oder dem Buchstaben Z für Ziddas (= Jude) tragen; orthodoxe Serben müssen sich in Zukunft selbst mit einem S und Freimaurer mit einem M auf ihrer Kleidung in der Öffentlichkeit kenntlich machen.
Der Großdeutsche Rundfunk nimmt in der Zeit von 20.15 Uhr bis 22.00 Uhr die Ausstrahlung von drei Programmen auf; neben dem bisherigen Reichsprogramm wird ein Unterhaltungs- und Tanzmusikprogramm sowie ein Orchester- und Opernprogramm geboten.
Die Wiener Modewoche geht mit Vorführungen der Modeschulen München, Plauen und Wien zu Ende; Presseberichten zufolge waren die zahlreichen Vorführungen und die Ausstellung "Das modische Zubehör" ein voller Erfolg.
Tod von Lord Herbert Austin, dem Kraftfahrzeug-Pionier und Gründer der Austin Motor Company, im Alter von 74 Jahren.
Der US-amerikanische Boxer Joe Louis verteidigt seinen Titel als Schwergewichtsweltmeister gegen Herausforderer Buddy Baer in Washington. Der Kampf endet nach der siebten Runde durch Disqualifizierung von Baer.

24.5.1941
Bei einem Seegefecht im Atlantik, südwestlich von Island, versenken das deutsche Schlachtschiff "Bismarck" und der Schwere Kreuzer "Prinz Eugen" den britischen Schlachtkreuzer "Hood". Es gibt dabei nur 3 Überlebende aus einer Besatzung von 1.419 Mann. Das Schlachtschiff „Prince of Wales" wird bei dem Gefecht auch beschädigt. Das Schlachtschiff „Bismarck" wird zwar nur leicht beschädigt, fängt jedoch an Öl zu verlieren. Premierminister Winston Churchill bekam einem Schock, der sehr schnell in Wut überging. Er machte den Vergeltungsschlag zur Chefsache und forderte von der Admiralität: "Die ,Bismarck' muss versenkt werden - um jeden Preis." Die britische Marine nimmt daraufhin die Jagd auf die "Bismarck" auf.
Das Unterseeboot „Upholder" greift einen italienischen Konvoi östlich von Sizilien an und versenkt den Truppentransporter „Conte Rosso" (17.900 t.). Dabei gehen 800 Mann mit unter.
Generaloberst Ulrich Grauert, ein hoher Luftwaffe-Kommandeur, wird bei einem Inspektionsflug entlang der Kanalküste, von einem britischen Jäger abgeschossen.

25.5.1941
In Salzburg unterrichtet der Chef des Wehrmachtsführungsstabes im Oberkommando der Wehrmacht, General Alfred Jodl, Vertreter des finnischen Generalstabes über die Situation an der Grenze zur UdSSR.
In Budapest werden 630 000 Einkaufsbücher an die Einwohner verteilt, mit denen jeder Bürger auf Verlangen der Behörden seine Einkäufe nachweisen muss, begründet wird die Maßnahme mit Wucher- und Spekulationskäufen bei Gütern des täglichen Gebrauchs und wachsenden Versorgungsschwierigkeiten.
In Stettin und Breslau werden vier Männer hingerichtet, die während der allabendlichen Verdunkelung Einbruchdiebstähle verübt hatten und von Sondergerichten als "Volksschädlinge" zum Tode verurteilt wurden.
Zum 75. und letzten Mal strahlt der Großdeutsche Rundfunk das "Wunschkonzert für die Wehrmacht" aus, das seit dem 1. Oktober 1939 zunächst zweimal wöchentlich, später jeden Sonntag auf dem Programm gestanden hat.
Admiral Raeder, Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine, warnt davor, daß das versenden von US-Versorgungskonvois nach Großbritannien als ein 'eindeutig kriegerischen Akt' angesehen wird.
Schlachtschiff „Bismarck" läuft nach Versenkung der „Hood" und der Entlassung der „Prinz Eugen" zum Handelskrieg, hinter den fächerförmig nach Südwesten suchenden britischen Schiffen nach Südosten und gibt lange Funksprüche ab, in der falschen Annahme, daß der Gegner weiterhin Fühlung halte.

26.5.1941
Ungarische und deutsche Regierungsvertreter unterzeichnen in Budapest ein Abkommen zur Lieferung von ungarischem Obst und Gemüse im Wert von 24 Millionen Reichsmark an das Deutsche Reich.
Schlachtschiff „Bismarck" wird auf dem Weg nach Frankreich zweimal von Torpedos getroffen. Ein Torpedotreffer zerstört die Ruderanlage, die auch die Schrauben blockiert, und macht das Schlachtschiff manövrierunfähig.
Der englische Flugzeugträger „Formidable" startet Luftangriffe gegen einen deutschen Sturzkampfbomber-Stützpunkt auf der Insel Karpathos, östlich von Kreta. Später werden „Formidable" und die sichernden Zerstörer durch Stukas bombardiert und der Flugzeugträger schwer beschädigt.
Der irische Ministerpräsident De Valera warnt Churchill vor der Einführung einer Wehrpflicht in Nordirland. Churchill stimmt dem am 27. Mai zu.

27.5.1941
Britische Seestreitkräfte stellen 400 Seemeilen westlich von Brest das manövrierunfähig torpedierte deutsche Schlachtschiff »Bismarck«. Gegen 10.35 Uhr sinkt die „Bismarck" durch Eigensprengung. „Dorsetshire" und „Maori" retten 110 Überlebende, darunter 2 Offiziere, U 74 und das Wetterbeobachtungsschiff Sachsenwald 5 weitere. 2106 Mann sowie der gesamte Flottenstab fallen. Die Suche des spanischen Kreuzers „Canarias" nach Überlebenden bleibt erfolglos.
Deutsche Fallschirmjägertruppen nehmen beim Kampf um die griechische Insel Kreta die Hafenstadt Chania ein.
Generalleutnant Erwin Rommel erobert den strategisch bedeutsamen Halfayapaß zurück.
Mit der Einführung des "nationalen Notstandes" in den USA wurden Präsident Roosevelt diktatorische Vollmachten übertragen.
Der britische Premierminister Winston Churchill gibt bekannt, dass der Plan, in Nordirland die allgemeine Wehrpflicht einzuführen, von der britischen Regierung fallengelassen worden sei; nach dem Bekanntwerden dieses Vorhabens am 22. Mai hatte es massive Proteste der nordirischen Bevölkerung gegeben.
Auf dem alljährlich stattfindenden japanischen Flottentag in Tokio betonen Vertreter der japanischen Regierung und der Kriegsmarine, dass Japans Flotte bereit sei, "jede Herausforderung der Vereinigten Staaten" anzunehmen.
Winston Churchill erklärt im Rundfunk, daß die amerikanische Hilfe dazu beitragen wird, Großbritannien das 'lange, harte und finstere Tal des Krieges bis zum Sieg durchlaufen' zu lassen.
Mit einem Festakt wird in Madrid das deutsch-spanische Kulturinstitut eröffnet. Die Einrichtung, die von der Reichsregierung mitfinanziert wird, soll die Zusammenarbeit zwischen deutschen und spanischen Universitäten fördern.

28.5.1941
Nach siebentägigen Verhandlungen in Paris unterzeichnen der deutsche General Walter Warlimont und der französische Kriegsminister Charles Léon Clément Huntziger ein Protokoll, das eine französische Unterstützung für die deutsche Kriegführung vorsieht, u.a. eine Unterstützung der deutschen Seekriegführung im mittleren Atlantik von Dakar aus (geplant ab 15.7.).
Deutsche Bomber greifen 2 englische Zerstörer westlich von Irland an und versenken „Mashona" und beschädigen „Maori".
Adolf Hitler stiftet einen „Kriegsverdienstwimpel" für Kapitäne von Handelsschiffen.
Die Evakuierung von britischen und Commonwealth-Truppen aus Kreta beginnt: 17.000 Mann werden bis zur Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni evakuiert.

29.5.1941
Adolf Hitler unterzeichnet zwei Erlasse über städtebauliche Maßnahmen von Frankfurt am Main und von Heidelberg. In einem weiteren Erlass regelt er die „Stellung des Leiters der Partei-Kanzlei" (Martin Bormann), der Befugnisse eines Reichsministers erhält und „als Mitglied der Reichsregierung und dem Ministerrat für die Reichsverteidigung" angehören soll, ohne allerdings den Rang eines Reichsministers zu erhalten.
Die britischen Zerstörer „Imperial" und „Hereward" gehen während Luftangriffen bei Evakuierungsfahrten von Truppen aus Kreta verloren.
In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon wird eine Kolonialwoche eröffnet, mit der die Regierung Portugals die enge Verbundenheit mit ihren Kolonien zum Ausdruck bringen will.

30.5.1941
Britische Truppen erobern nach schweren Kämpfen mit der irakischen Armee die irakische Hauptstadt Bagdad. Die Regierung Gailani floh daraufhin in den Iran. Ein Waffenstillstand wird zwischen der britischen und irakischen Armee unterzeichnet.
Der Volksverräter Carl Friedrich Goerdeler, einer der Köpfe der Opposition gegen die deutschen Nationalsozialisten, entwirft einen Friedensplan zur Übermittlung an die britische Regierung.
Das Reichsluftfahrtministerium ordnet an, dass die Entrümpelung aller Dachböden im Deutschen Reich überprüft werden muss; dort gelagerte Gebrauchsgegenstände verursachen bei Bränden, die bei Luftangriffen entstehen, häufig Schwierigkeiten bei den Löscharbeiten.

31.5.1941
Adolf Hitler lässt Benito Mussolini wissen, dass er ein sofortiges Treffen wünscht.
Dublin wird versehentlich durch deutsche Flugzeuge bombardiert, welche eigentlich Bristol und Liverpool angreifen sollten. Es gibt 28 Tote und 87 schwer Verletzte.
Die "Münchner Neuesten Nachrichten" veröffentlichen einen Propaganda-Bericht über den freiwilligen Einsatz des Boxers Max Schmeling beim deutschen Angriff auf die griechische Insel Kreta.
Die Schlacht im Atlantik im Mai 1941 fordert Schiffsverluste von 58 alliierten Handelsschiffen (325.400 BRT), ein deutsches U-Boot (32 einsatzbereit).
Insgesamt werden rund 3 Millionen Ausländer und Kriegsgefangene in der deutschen Wirtschaft eingesetzt.
Die Nürnberger Rassengesetze von 1935 gelten jetzt auch in den „eingegliederten Ostgebieten".

Der spektakuläre Englandflug von Rudolf Heß

Der spektakuläre Englandflug von Rudolf Heß

Der spektakuläre Englandflug von Rudolf Heß

Dieser Film beweist, dass Winston Churchill die Verantwortung für den 2.Weltkrieg trägt, und unterstreicht den Friedenswillen Deutschlands.             

Dieser Film beweist, dass Winston Churchill die Verantwortung für den 2.Weltkrieg trägt, und unterstreicht den Friedenswillen Deutschlands.             

Rudolf Heß flog mit einer Messerschmitt Bf 110 nach Schottland, um mit dem Anführer - so glaubte er jedenfalls - der englischen Friedens- bewegung, Douglas Douglas-Hamilton, über einen Frieden zu verhandeln. Sämtliche dieser Friedensinitiativen wurden von Churchill und seinem Außenamtsstaatssekretär Vansittart kategorisch abgelehnt.               

Rudolf Heß flog mit einer Messerschmitt Bf 110 nach Schottland, um mit dem Anführer - so glaubte er jedenfalls - der englischen Friedens- bewegung, Douglas Douglas-Hamilton, über einen Frieden zu verhandeln. Sämtliche dieser Friedensinitiativen wurden von Churchill und seinem Außenamtsstaatssekretär Vansittart kategorisch abgelehnt.               

Unternehmen „Merkur“ - Luftlandeschlacht um Kreta

Unternehmen „Merkur“ - Luftlandeschlacht um Kreta

Unternehmen „Merkur“ - Luftlandeschlacht um Kreta

Unternehmen „Merkur“ - Luftlandeschlacht um Kreta

Unternehmen „Merkur“ - Luftlandeschlacht um Kreta

JUNI 1941

1.6.1941
Die deutschen Zeitschriften, kirchliche und andere Presseerzeugnisse werden aus Papiermangel eingestellt und Tageszeitungen müssen ihren Umfang verringern.
Als Folge des Heß-Fluges findet eine reichsweite Gestapoaktion gegen Astrologen, Hellseher, Pendler, Spiritisten und Vertreter anderer okkulter Lehren, denen Rudolf Hess zum Teil anhing, statt. Auf diese Weise sollte nach außen sichtbar dokumentiert werden, dass Heß das Opfer von Hokuspokus geworden sei.
In England wird die Rationierung von Textilien mit Kleiderkarten eingeführt; es ist die erste Rationierungsmaßnahme für Bekleidung in der britischen Geschichte.
Vize-Luftmarschall Arthur William Tedder wird zum Oberbefehlshaber der Royal Air Force im Nahen Osten ernannt.
Die Revolte im Irak bricht zusammen. Ein Teil der deutschen und italienischen Truppen werden gefangen genommen beziehungsweise interniert.
Anfang Juni zählte die deutsche Abwehr 111 sowjetische Infanterie-Divisionen, 20 Kavallerie-Divisionen und 40 motorisierte Brigaden (Deutschland: 93 Divisionen).
Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewinnt in Bukarest gegen Gastgeber Rumänien überlegen 4:1.
Im Münchner Dante-Stadion finden die Endspiele der deutschen Hockeymeisterschaften der Damen und Herren statt; die Spielerinnen der Würzburger Kickers erringen den Titel durch einen 1:0-Sieg über den Wiener Athletic-Club; bei den Herren besiegt der Berliner HC den Bayernmeister TSpG Pasing ebenfalls 1:0.

2.6.1941
Der deutsche Reichskanzler und Führer Adolf Hitler und der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini treffen zu Beratungen am Brenner zusammen, Hitler macht keinerlei Andeutungen über den bevorstehenden Angriff auf die Sowjetunion.
Die Kämpfe um die griechische Insel Kreta sind abgeschlossen; das Oberkommando der Wehrmacht erklärt, dass die Insel frei von britischen Truppen und der Widerstand der Griechen gebrochen ist.
In Vichy-Frankreich wird die Zählung und Registrierung von Juden angeordnet.
Für die 24. Zuteilungsperiode der Lebensmittelrationierung im Deutschen Reich, die bis zum 29. Juni dauert, wird die wöchentliche Fleischration für Erwachsene, Schwer- und Schwerstarbeiter um je 100 g gesenkt.

3.6.1941
Das finnische Oberkommando erteilt dem deutschen Generalstab die Erlaubnis, Nordfinnland als Aufmarschgebiet für den Angriff auf die Sowjetunion zu benutzen.
Reichskanzler Adolf Hitler deutet in einem Gespräch mit Japans Botschafter im Deutschen Reich, Hiroshi Oshima, den geplanten deutschen Angriff auf die Sowjetunion an. Er bietet Japan in dem Gespräch eine Beteiligung an dem Feldzug an.
Ein italienisches Transportschiff explodiert während eines Angriffes durch Martin Maryland Bomber der Royal Air Force vor der tunesischen Küste. Die Explosion zerstört ein weiteres italienisches Schiff und vernichtet einen der Bomber.
Die englische Royal Air Force bombardiert und beschießt Ölanlangen in Beirut (Libanon).
Die Briten erringen die Kontrolle über Debarech zurück. Der Ort in der Nähe von Gondar (Äthiopien) war zweimal von den Italienern zurückerobert worden.
Die Wirtschaftsgruppe Gaststättengewerbe im Deutschen Reich teilt in Berlin mit, dass sie ihre Mitglieder angewiesen habe, Frauen in Gaststätten keine Tabakwaren mehr zu verkaufen, da die vorhandenen Bestände männlichen Rauchern vorbehalten bleiben sollen.
Schreiben Martin Bormanns an Hans Heinrich Lammers: „Der Führer wünscht, dass Schillers Schauspiel .Wilhelm Tell' nicht mehr aufgeführt wird und in der Schule nicht mehr behandelt wird." Die Entscheidung des Führers hat zwei Gründe; einmal die unverschämte Hetze, die seit Jahren fast alle Schweizer Zeitungen gegen uns betreiben; wir haben wirklich keinen Grund, die Schweizer Fremdenpropaganda zu unterstützen. Zweitens hat Wilhelm Tell bekanntlich nie gelebt; er ist im Grund auch kein Held, sondern ein hinterlistiger Heckenschütze.

4.6.1941
Im niederländischen Doorn stirbt der ehemalige Kaiser Wilhelm II. (1888-1918) in seinem 83. Lebensjahr. Einst gehörte er zu den mächtigsten Männern Europas. Adolf Hitler sendet Beileidestelegramme an die Gemahlin und an den Kronprinzen Friedrich Wilhem und lässt zu seinem Begräbnis ein Ehrenbataillon antreten.

5.6.1941
Die deutsche Luftwaffe fliegt Angriffe auf die britische Stadt Birmingham und die ägyptische Stadt Alexandria.
Adolf Hitler genehmigt den Zeitplan für das »Unternehmen Barbarossa«, den Präventivangriff auf die UdSSR, in dem Vorbereitungen für die Kriegführung festgelegt sind. Der sich immer weiter verstärkende Aufmarsch der Roten Armee an der Grenze des Generalgouvernement war es schließlich, der die Pläne schneller zur Ausführungsreife brachte.
Das englische Unterseeboot "Taku" versenkt 3 italienische Schiffe in einem Artilleriegefecht vor Libyen.
Die Druckgenehmigung für einen deutschen Sprachführer wird von der Kremlführung erteilt. Gedruckt wurde er in der 2. Druckerei des Militärverlags in Leningrad.

6.6.1941
Adolf Hitler empfängt auf dem Berghof den kroatischen Staatsführer Ante Pavelitsch. In dem Kommunique heißt es, dass das kroatische Volk nunmehr „durch den Sieg der Achse die Freiheit vom Joch von Versailles erringen konnte".
Anna Mittlstrasser (später Plaim) wird auf dem Berghof Zimmermädchen, sie ist für die persönlichen Räumlichkeiten von Adolf Hitler und Eva Braun verantwortlich.
Im Deutschen Reich wird der Abschuss von Rotwild in landwirtschaftlichen Gebieten auch in der Schonzeit freigegeben, um Wildschäden vorzubeugen, durch die Ernteerträge geschmälert werden.
Britische Truppen aus den Dominions überqueren den Fluss Omo in Ostafrika und nehmen 2.000 Italiener gefangen und erbeuten 14 Geschütze.
Helmut Degens Klavierkonzert wird von den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Carl Schuricht uraufgeführt.
In der Schweiz stirbt der US-amerikanische Automobilkonstrukteur Louis Chevrolet im Alter von 62 Jahren.

7.6.1941
Der bulgarische König Boris III. stattet dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler einen Besuch auf dem Berghof ab; bei den Gesprächen wird festgelegt, daß sich die bulgarische Armee am Angriff auf die Sowjetunion nicht beteiligt.

8.6.1941
Britische und gaullistische Truppen beginnen mit dem Angriff auf das französische Mandatsgebiet Syrien und Libanon, dass von französischen Vichy-Truppen verteidigt wird. Adolf Hitler ordnet darauf die Zurückziehung aller deutschen Wehrmachtsangehörigen aus dem Mandatsgebiet an.
Die Evakuierung von 40.000 Menschen aus der Stadt Alexandria in Ägypten beginnt.
In Rothenburg ob der Tauber beginnt eine zweitägige Arbeitstagung der Landdienstinspektion Süd; zu den Aufgaben der Landdienstinspektion gehört es, landwirtschaftlichen Betrieben ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen und einer Landflucht in die industriellen Ballungsräume vorzubeugen.
In Leipzig wird das Konservatorium im Rahmen eines Festaktes durch Reichserziehungsminister Bernhard Rust in eine Staatliche Musikhochschule umgewandelt; die Ausbildung von Musikerziehern soll durch die staatliche Oberaufsicht über die musikpädagogische Ausbildung vereinheitlicht werden.
Der italienische Duce und Ministerpräsident, Benito Mussolini, empfängt in Rom den deutschen Schauspieler Emil Jannings, der anlässlich der italienischen Premiere des Films "Ohm Krüger" in der italienischen Hauptstadt weilt.
In Luzern wird die bis zum 13. Juli dauernde 20. Nationale Kunstausstellung der Schweiz eröffnet.
Der F. C. Lugano wird zum zweiten Mal (nach 1938) Schweizer Fußballmeister.

9.6.1941
In der Weisung Nr. 31 regelt Adolf Hitler die Befehlsverhältnisse auf dem Balkan; Generalfeldmarschall Wilhelm List wird darin zum »obersten Vertreter der deutschen Wehrmacht auf dem Balkan« ernannt.
Im Nahen Osten besetzen alliierte Truppen die libanesische Hafenstadt Tyrus und überqueren den Fluss Litäni im Libanon.
In Doorn wird der ehemalige Kaiser Wilhelm II. beigesetzt. Adolf Hitler lässt sich durch ein Ehrenbataillon und den Reichskommissar der Niederlande Arthur Seyss-Inquart vertreten.

10.6.1941
Britische Truppen erobern Assab in Eritrea, den letzten italienischen Hafen am Roten Meer.
Durch einen Erlass von Reichserziehungsminister Bernhard Rust werden die Lehrer im Deutschen Reich verpflichtet, während der Sommerferien höchstens drei Wochen Urlaub zu nehmen, in der restlichen Zeit müssen sie einen Pflichtdienst beim Luftschutz, in der Lehrerfortbildung oder bei der NSDAP leisten.
Debatte im House of Commons (Unterhaus) über das Kreta-Debakel. Hore-Belisha erklärt: 'Zum ersten Mal in der Geschichte wurde eine Insel durch eine Luftlandung erobert.' Er fragt, warum auf Kreta die gleichen Fehler wie in Norwegen gemacht wurden. Churchill verteidigt die Entscheidung, auf Kreta zu kämpfen und erklärt, daß es in der Zukunft Vorteile bringen wird.
Einzelhandelsgeschäften im Deutschen Reich wird es nicht mehr gestattet, ihre Schaufenster mit Waren zu dekorieren, die unverkäuflich oder bereits verkauft sind; diese bislang verbreitete Praxis hatte zu heftigem Unmut bei der Kundschaft geführt.
Das am 6. April 1941 für das Deutsche Reich verhängte Tanzverbot wird gelockert; ab sofort dürfen an drei Tagen in der Woche Tanzvergnügen veranstaltet werden, was in der Bevölkerung als Indiz gegen einen bevorstehenden Russlandfeldzug gewertet wird, um den es vielerorts Gerüchte gegeben hat.
Die wegen der Rassengesetzgebung im Deutschen Reich in die Vereinigten Staaten emigrierte Fechterin Helene Mayer wird in New York US-amerikanische Meisterin im Florettfechten.

11.6.1941
Die deutsche Wehrmachtsführung gibt einen zusammenfassenden Bericht über das Kriegsgeschehen seit Jahresbeginn ab.
In der Weisung Nr. 32 - deren Entwurf Adolf Hitler jedoch nicht unterzeichnet - werden „Vorbereitungen für die Zeit nach Barbarossa" festgelegt. Einleitend heißt es: „Nach der Zerschlagung der sowjetischen Wehrmacht werden Deutschland und Italien das europäische Festtand - vorläufig ohne die iberische Halbinsel - militärisch beherrschen. Irgendeine ernsthafte Gefährdung des europäischen Raumes zu Lande besteht dann nicht mehr."
Weit verbreitete deutsche Nachtangriffe auf England. Flugblätter werden über ländlichen Gebieten in East Anglia abgeworfen, welche Hungersnöte als Folge eines deutschen Sieges in der Schlacht im Atlantik androhen.
Die RAF beginnt mit 20 aufeinander folgenden Nachtangriffen auf Ziele an der Ruhr, im Rheinland, Hamburg und Bremen.

12.6.1941
Der rumänische Staatsführer General Ion Antonescu wird von Adolf Hitler im „Führerbau" in München zu einer Unterredung empfangen und in die Angriffspläne gegen die Sowjetunion eingeweiht. Ihm wird hierbei die Rückgewinnung Bessarabiens in Aussicht gestellt. Antonescu sagt die Beteiligung Rumäniens „vom ersten Tag an" zu. Abends fährt Hitler nach Berlin.
Vertreter der alliierten und 'freien' europäischen Nationen treffen sich in London und versprechen sich gegenseitige Unterstützung bis zum Sieg. Churchill erklärt, daß jedes Anzeichen des Hitlerismus von 'der Erde getilgt wird' und daß die Royal Air Force 'fortfahren wird, der deutschen Heimat zu lehren, daß Krieg nicht nur Beute und Triumph bedeutet.'
Die britische Luftwaffe fliegt ihren bislang schwersten Terrorangriff auf Ziele im Ruhrgebiet.
Die Berliner Zivilschutzbehörde fordert dazu auf, sofort Luftschutzräume bei Luftangriffen aufzusuchen, da eine erhebliche Gefahr von schweren Sprengbomben und Luftminen ausgeht, welche schon 'zu einer großen Zahl von Opfern' geführt haben.
Das Westentaschen-Schlachtschiff Lützow wird durch ein englisches Beaufort-Flugzeug südlich von Norwegen torpediert. Sie muss sich nach Kiel zurückschleppen und ist bis Januar 1942 außer Gefecht gesetzt.
Reichsinnenminister Wilhelm Frick ordnet Namensänderungen für einige Städte in den vom Deutschen Reich annektierten Ostgebieten an, die Stadt Znin erhält den Namen Dietfurt, Pleck heißt ab sofort Schröttersburg.

13.6.1941
Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS dementiert in den letzten Tagen zunehmend Nachrichten über deutsche Truppenkonzentrationen an der deutsch-sowjetischen Grenze.
Das Fährschiff „St.Patrick" wird vor Fishguard in der Irischen See von einem deutschen Flugzeug versenkt (23 Tote).
Der Versuch eines Nachtangriffes auf den Marinestützpunkt Chatham scheitert vollkommen. Die Bomben fallen weit verstreut über Süd- und Ostengland und 7 Flugzeuge werden abgeschossen.

14.6.1941
Vor den obersten Befehlshabern der deutschen Heeresgruppen und Armeen spricht der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Berlin über den bevorstehenden Angriff auf die Sowjetunion und äußert dabei die Hoffnung, dass die Niederschlagung von Russland, Großbritannien endgültig zum Einlenken veranlassen werde.
Robert Ley erklärt in Berlin: »Die Alters- und Beschäftigtenversorgung kann im nationalsozialistischen Staat nichts anderes sein als der organisierte Ausdruck der aus der Volksgemeinschaft erwachsenen Kameradschaft".
Der britische Versuch, die Belagerung von Tobruk zu beenden, erzielt zu Beginn Erfolge, jedoch zum Preis vieler zerstörter Panzer. Rommel beginnt jedoch am 17. Juni mit Gegenangriffen und das Unternehmen muss abgebrochen werden.
Erster einer von über viele Monate stattfindenden Serie von Tagesangriffen englischer Jagdflugzeuge (so genannter 'Sweeps') des Royal Air Force Fighter Command über dem Englischen Kanal und Nordfrankreich.
Air Chief Marshal Sir Philip Joubert wird Oberbefehlshaber des Royal Air Force Coastal Command (Küstenkommandos).
Malta erhält 43 Hurricane-Jagdflugzeuge vom Flugzeugträger „Ark Royal".
Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt erlässt eine völkerrechtswidrige Verordnung, die das »Einfrieren« aller deutscher Guthaben in den Vereinigten Staaten vorsieht, zwei Tage später fordert er den deutschen Geschäftsträger in Washington auf, alle deutschen Konsulate in den USA zu schließen.
Die Einzelhandelspreise in Berlin liegen für 5 kg Kartoffeln bei 0,47 Reichsmark (RM), für 1 Liter Milch bei 0,26 RM, für ein Ei bei 0,12 RM.
Die Kasseler Lokomotivenfabrik Henschel & Sohn GmbH liefert die 25 000. Lokomotive an die Deutsche Reichsbahn.
Bis zu 35.000 Litauer, die konterrevolutionärer, antisowjetischer Gesinnung oder der Wirtschaftssabotage beschuldigt wurden, werden in der Zeit vom 14. bis zum 22. Juni 1941 gewaltsam vom NKDW nach Sibirien deportiert.

15.6.1941
Im Dogenpalast in Venedig unterzeichnet der kroatische Ministerpräsident Ante Pavelic den Beitritt Kroatiens zum Dreimächtepakt, einem 1940 zwischen Italien, Japan und dem Deutschen Reich geschlossenen Abkommen zur gegenseitigen Unterstützung im Krieg.
Die deutsche Reichsgesundheitsführung ordnet für Sachsen die organisierte Rheumabekämpfung an, da allein im Jahr 1940 dort 2.858.000 Arbeitstage durch Rheumaerkrankungen ausfielen.
Eine Verordnung der deutschen Reichsregierung dehnt die am 15. September 1935 erlassenen Nürnberger Gesetze, die Juden zu Bürgern minderen Rechts erklären, auch auf die annektierten Gebiete Osteuropas aus.
In Hannover wird der Deutsch-Japanische Freundschaftstag begangen, der die engen Beziehungen der beiden Staaten würdigen soll.
Im Wiener Praterstadion besiegt die deutsche Fußballnationalmannschaft die Mannschaft aus Kroatien 5:1.

16.6.1941
Auf ihren Weg in den schon lang beschlossenen Krieg fordert die US-Regierung das Großdeutsche Reich zur Schließung aller Konsulate und zur unverzüglichen Abreise des Personals auf. Am gleichen Tag beruft die US Navy ihre nicht zurückgestellten Reservisten ein.
Der Vichy-französische Zerstörer „Chevalier Paul", welcher Munition nach Syrien bringen soll, wird von englischen Torpedobombern versenkt.
Die Abteilung Schrifttum des Reichspropagandaministeriums gibt bekannt, dass Vertrieb und Verleih aller Werke der norwegischen Literaturnobelpreisträgerin, Sigrid Undset, für das Einflussgebiet des Deutschen Reiches verboten sind.

17.6.1941
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erteilt den endgültigen Befehl zum Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 um 3.00 Uhr morgens.
Finnland gibt seinen Austritt aus dem Völkerbund bekannt. Die finnische Armee bereitet sich schon lange auf die Teilnahme am Krieg gegen die UdSSR vor.
Die britische Entsatzoffensive »Battleaxe« gegen das deutsche Afrikakorps an der libysch-ägyptischen Grenze scheitert, Tobruk bleibt belagert.
Erbitterte Kämpfe um Kuneitra in Syrien, welches zweimal den Besitzer wechselt.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Reichsverweser Nikolaus von Horthy zum Geburtstag. Außerdem lässt er in Wien am Grab von Staatsrat Karl Hermann Wolf durch Baldur von Schirach einen Kranz für den „Vorkämpfer der großdeutschen Idee" niederlegen.
Die "neutrale" US-Regierung erstellt eine "schwarze Liste" von lateinamerikanischen Firmen, die mit den Achsenmächten zusammenarbeiten und mit denen Exportgeschäfte zu tätigen nunmehr amerikanischen Bürgern verboten wird.
Französische Priester in der Diözese Lyon protestieren gegen die antijüdische Politik der Vichy-Regierung.
Die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet, dass die französische Regierung 140 Franc für 100 kg Weintraubenkerne zahlt, aus denen Seife, Farben und Lacke hergestellt werden können.

18.6.1941
In Ankara unterzeichnen der deutsche Botschafter Franz von Papen und der türkische Außenminister Sükrü Saracoglu einen deutsch-türkischen Freundschaftsvertrag, in dem sich beide Staaten gegenseitig die Unverletzlichkeit ihrer Staatsgrenzen bestätigen.
Die englische Radar-Entwicklung des Wissenschaftlers Watson-Watt, wird in der Presse enthüllt als 'Erkennung von feindlichen Flugzeuge durch Ätherwellen'.
Joe Louis, Schwergewichtsweltmeister im Boxen, besiegt in New York seinen Herausforderer Billy Conn durch K. o. in der 13. Runde.

19.6.1941
Die deutsche Kriegsmarine beginnt mit der Verminung der Ostsee, um die UdSSR von Versorgungstransporten über diesen Seeweg abzuschneiden.
Das Auswärtige Amt in Berlin teilt dem US-amerikanischen Botschafter in Berlin als Reaktion auf die deutschen Konsulatsschließungen in den USA am 16. Juni mit, dass alle US-Konsulate und die Niederlassungen der American Express Company im Gebiet des Deutschen Reiches bis zum 15. Juli zu schließen sind.
Der Reichskommissar für die besetzten Niederlande, Arthur Seyß-Inquart, verfügt die Einziehung aller aus Zinn, Kupfer, Blei und Nickel hergestellten Gegenstände bis auf Denkmäler, Orgeln und Kunstgegenstände.
In der Neuen Reichskanzlei empfängt Adolf Hitler den türkischen Botschafter Huesrev Gerede, der ihm ein Handschreiben des Staatspräsidenten Lismet Inönü aus Anlass des Vertragsabschlusses überbringt. Außerdem wird der Oberbefehlshaber Südost Generalfeldmarschall Wilhelm List von Hitler empfangen, er dankt ihm für die Leistungen von Führung und Truppe.
Adolf Hitler bekräftigt gegenüber Hans Frank seine Absicht, dass die Juden in absehbarer Zeit aus dem Generalgouvernement entfernt werden sollen und das Generalgouvernement nur noch eine Art Durchgangslager sei.
Australische und britische Zerstörer und Schaluppen (insgesamt 11 Schiffe) führen zwischen der Nacht vom 19. auf den 20. Juni bis zur Nacht vom 11. auf den 12. Juli häufige, nächtliche Versorgungsfahrten oder Truppentransporte zwischen Alexandria oder Mersa Matruh nach Tobruk durch. Flugzeuge der Achsenmächte versenken dabei die Schaluppe „Auckland" und die Zerstörer „Waterhen" und „Defender".
In Schweden wird in beiden Parlamentskammern eine Änderung des Verfassungsgesetzes angenommen, die Einschränkungen der Pressefreiheit und die Einführung von Pressezensur im Kriegsfall vorsieht.
Der Braunschweiger Dom wird nach fünfjährigen Umbauarbeiten mit einem Festakt als kulturelle Veranstaltungsstätte eröffnet.

20.6.1941
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels gibt den Komponisten Norbert Schultze und Herms Nil den Auftrag zur Vertonung des u.a. von Walter Tietzler und Hans-Wilhelm Kulenkampf geschriebenen "Lied vom Feldzug im Osten" in Auftrag; auf ausdrücklichen Wunsch des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler wird das Stück "Les Préludes" von Franz von Liszt in die Melodie eingearbeitet.
In Finnland wird die allgemeine Mobilmachung ausgerufen.
Der Chefadjutant der Wehrmacht, Oberst Rudolf Schmundt, teilt Minister Hans Heinrich Lammers mit, dass der Führer den „Betrag zur Gewährung von Unterstützung für Erholungsurlaube von Offizieren für die Dauer des Krieges auf 2.000.000 RM erhöht hat" Am Abend wird das Stichwort „Dortmund" gegeben, durch das der deutsche Angriff gegen die Sowjetunion am 22. Juni ausgelöst wird.
General-Major H. H. 'Hap' Arnold wird zum Oberbefehlshaber der Army Air Force (US-Luftwaffe) ernannt.
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt beschreibt die Torpedierung des US-Handelsschiff Robin Moor am 21. Mai als einen 'Akt der Piraterie'.
In Samarkand (Sowjetunion) finden russische Archäologen das Grab des mongolischen Eroberers Tamerlan, in dem sich dessen einbalsamierter und gut erhaltener Leichnam befindet.
In Berlin wird der Film "Wir erinnern uns gern" uraufgeführt, der aus Szenen von 14 erfolgreichen deutschen Filmen zusammengestellt ist, u.a. "Viktor und Viktoria", "Der Tanz auf dem Vulkan", "Das indische Grabmal" und "Es leuchten die Sterne".

21.6.1941
In den fünf Grenzmilitärbezirken der Sowjetunion befanden sich 15 Armeen der Ersten Strategischen Staffel, es trafen noch 7 Armeen der zweiten Staffel ein. Zugleich wurden 3 Armeen der Dritten Strategischen Staffel aufgestellt, die alle in Angriffstellung auf Stalins Befehl warteten.
Albert Speer und Erich Raeder halten Adolf Hitler einen Vortrag über den Plan, an der norwegischen Grenze bei Drontheim den größten deutschen Marinestützpunkt zu bauen. Hitler wollte eine Autobahn von Oslo bis Drontheim bauen und die Stadt so ausbauen, „dass Singapur ein Kinderspiel dagegen ist".
Adolf Hitler befiehlt die Vermeidung eines Zwischenfalls mit den USA „für die nächsten Wochen", das gilt besonders für die U-Boote.
Adolf Hitler verleiht als erstem Offizier Oberstleutnant Adolf Galland das „Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes" durch Telegramm.
Bei den geheimen Verhandlungen zwischen japanischen und US-amerikanischen Regierungsvertretern stellt US-Außenminister Cordell Hull für eine Übereinkunft die Bedingung, dass Japan aus dem Dreimächtepakt mit Italien und dem Deutschen Reich austreten und eine Friedensregelung mit China finden müsse; Japan lehnt diese Forderungen kategorisch ab.
Die syrische Hauptstadt Damaskus wird von britischen Streitkräften und freifranzösischen Truppen des Generals Charles de Gaulle besetzt, der gegen die im unbesetzten Teil Frankreichs regierende Vichy-Regierung kämpft, die mit dem Deutschen Reich zusammenarbeitet.
Nach dem gescheiterten Unternehmen „Battleaxe" (Schlacht von Sollum) wird Feldmarschall Sir Claude Auchinleck Nachfolger von General Archibald Wavell als britischer Oberbefehlshaber im Nahen Osten. Wavell wird zum Oberbefehlshaber in Indien ernannt.
König Peter von Jugoslawien trifft nach seiner Flucht vor den deutschen Besatzungstruppen in der britischen Hauptstadt London ein.

22.6.1941
Ohne vorherige Kriegserklärung greift die deutsche Wehrmacht die UdSSR an und stößt auf überraschte Bereitstellungen eines russischen Angriffs auf Deutschland. Stalin hatte lange vor dem Einmarsch der deutschen Truppen die größte Invasionsarmee der Welt an der Grenze aufgestellt und war zum Angriff auf Europa fest entschlossen. Mit diesem Präventivschlag (Unternehmen "Barbarossa") verhinderte Hitler den Bolschewismus in Europa. Stalins Invasion Europas sollte, mit hoher Wahrscheinlichkeit am 6. Juli 1941 beginnen. Der Deckname des geplanten Angriffskrieges lautete „Gewitter".
Um 3 Uhr früh überreicht der deutsche Botschaftsrat, Otto Christian Fürst von Bismarck, Graf Ciano einen Brief Adolf Hitlers und verlangt ihn sofort an den Duce zu übermitteln. Hitler schreibt: „Duce! Ich schreibe Ihnen diesen Brief in einem Augenblick, da monatelange, sorgenvolle Erwägungen im härtesten Entschluss meines Lebens ihr Ende finden." Es folgen verschiedenartige Gründe für den „härtesten Entschluss", die Sowjetunion anzugreifen.
Italien und Rumänien erklären der Sowjetunion am selben Tage den Krieg.
Rumänien und Italien erklären der UdSSR den Krieg.
In einem Aufruf an das Deutsche Volk erklärt Adolf Hitler, in diesem Augenblick vollziehe sich ein »Aufmarsch, der in Ausdehnung und Umfang der größte ist, den die Welt bisher gesehen hat". Die Aufgabe dieser Front sei „nicht mehr der Schutz einzelner Länder, sondern die Sicherung Europas und damit die Rettung aller" Er habe sich daher entschlossen, „das Schicksal und die Zukunft des Deutschen Reiches wieder in die Hand unserer Soldaten zu legen."
Adolf Hitler erlässt an die „Soldaten der Ostfront" einen Tagesbefehl, der mit folgenden Worten endet: „Deutsche Soldaten! Damit tretet ihr in einen harten und verantwortungsschweren Kampf ein. Denn: Das Schicksal Europas, die Zukunft des deutschen Reiches, das Dasein unseres Volkes liegen nunmehr allein in eurer Hand. Möge uns allen in diesem Kampf der Herrgott helfen."
D

Das deutsches U-Boot U-48 unter Kapitänleutnant Herbert Schultze kehrt nach der zwölften und letzten Handelskriegsfahrt nach Kiel zurück. Das Boot hat insgesamt 54 Handelsschiffe mit 322.000 t sowie die Schaluppe Dundee versenkt. Ab jetzt dient das U-Boot als Ausbildungsboot bei der 26. U-Flottille in Pillau.
Der US-Botschafter in Moskau Joseph Davies bezeichnete den Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges als "Gottesgeschenk" und er erklärte dem amerikanischen Präsident Franklin Delano Roosevelt, dass es eine einmalige Chance für die Vereinigten Staaten ist, in den europäischen Krieg zu kommen.
Im Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft in Berlin verliert der FC Schalke 04 trotz einer 3:0-Führung 3:4 gegen Rapid Wien, das als erste Mannschaft der "Ostmark" den Meistertitel erringt.

23.6.1941
Die Slowakei unterstützt die deutsche Wehrmacht mit eigenen Truppenkontingenten im Krieg gegen die Sowjetunion.
Adolf Hitler sendet ein Telegramm an Oberstleutnant Werner Mölders und verleiht ihm zum 72. Luftsieg als 2. Offizier das „Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Italien und Rumänien erklären der Sowjetunion am selben Tage den Krieg.
Über den britischen Rundfunk erklärt Winston Churchill zum Einfall der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion: „Hitler ist ein Ungeheuer an Verruchtheit, unersättlich in seiner Blut- und Raubgier. (...) Wir sind entschlossen, Hitler und jede Spur des Naziregimes zu vernichten. Und davon wird uns nichts aufhalten - nichts!" Winston Churchill bezeichnet die Sowjetunion ungeachtet der ideologischen Differenzen als Verbündete.
Der italienische Volksbildungsminister Alessandro Pavolini wird in der Neuen Reichskanzlei in Gegenwart von Reichsminister Joseph Goebbels von Adolf Hitler zu einer Unterredung empfangen. Adolf Hitler besteigt seinen Sonderzug in Berlin, um in sein neues Hauptquartier „Wolfschanze" in Ostpreußen zu fahren.

24.6.1941
Beim Massaker von Rainiai ermordeten in der Nacht vom 24. zum 25. Juni Einheiten des sowjetischen NKWD und der Roten Armee in einem Wald in der Nähe von Telšiai in Litauen, mit besonderer Brutalität und unter extremen Folterungen, zwischen 70 und 80 litauische politische Gefangene.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler trifft, zwei Tage nach Anlaufen von „Barbarossa", in seinem neuen FHQ „Wolfsschanze" ein, das 14 km von Rastenburg entfernt in einem Tannenwald gebaut wurde.
Zwischen Adolf Hitler und Josef Tiso findet ein Telegrammwechsel statt. Hitler dankt, „dass die Slowakei an der Seite Deutschlands in den Schicksalskampf um die Zukunft Europas eingetreten ist".
Die deutschen Operationen im Osten nehmen „unter großen Erfolgen ihren planmäßigen Verlauf". Deutsche Verbände nehmen Kaunas und Wilna in Litauen.
Slowakische Truppen überschreiten ihre Grenze zur Sowjetunion und nehmen am Kampf gegen die Sowjetunion teil. Bulgarien übernimmt die deutschen Interessen in der UdSSR.
Die Reichsregierung verfügt eine Rentenerhöhung von 15 %, wobei Kleinrentner besonders begünstigt wurden. Erst seit dieser Zeit sind die deutschen Rentner krankenversichert, bis dahin hatten sie sich an die Wohlfahrt zu wenden.
Die deutsche Abteilung für Kriegsgefangene wendet sich an die Amtsgruppe Ausland/Abwehr im OKW mit der Bitte, über das auswärtige Amt und die Schutzmacht Bulgarien der sowjetischen Regierung mitzuteilen, dass Deutschland die Bestimmungen des Abkommens von 1929, auf die russischen Gefangenen anwendet und sie danach behandelt. Vermutlich wird erwartet, dass auch Russland sich an die Vorschriften dieses Abkommens hält.
Das Reichspropagandaamt ordnet an, dass künftig US-amerikanische Filme nicht mehr in der Presse besprochen werden dürfen.
Die Reichsstelle für Bekleidung im Deutschen Reich verfügt Einschränkungen für die Herstellung vielfarbiger Stoffe, da sie zu kostspielig seien.
Heinz Tietjen, Staatsrat, Reichskultursenator, Generalintendant der Preußischen Staatstheater Berlin und künstlicher Leiter der Bayreuther Festspiele, wird 60 Jahre alt. Adolf Hitler verleiht ihm die Goethe-Medaille.
Der musikalische Liebesfilm "Dreimal Hochzeit" mit den Hauptdarstellern Marte Harell, Willy Fritsch, Theo Lingen und Hedwig Bleibtreu hat in Berlin Premiere; die Regie führte Géza von Bolváry.

25.6.1941
In der litauischen Hauptstadt Kauen beginnen kurz nach der Besetzung durch deutsche Truppen, gewalttätige Übergriffe auf jüdische Bürger durch nationalpatriotisch gesinnte Litauer, denen 3800 Juden zum Opfer fallen.
Schweden erklärt sich im Krieg zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion für neutral, gestattet jedoch die Überführung deutscher Truppen auf schwedischen Eisenbahnen.
Spanien stellt eine „Blaue Division" („Spanische Freiwilligendivision“) auf, die als 250. Infanterie-Division am Krieg gegen die Sowjetunion teilnahm.
Dänemark bricht die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion ab.
Blenheim-Bomber mit starkem Jagdschutz bombardieren die Rangierbahnhöfe von Hazebrouck in Nordfrankreich und sprengen dabei einen Munitionszug und eine Brücke hoch. Die Russen bombardieren Helsinki und fünf andere finnische Städte.
Gustaf Gründgens spielt die Titelrolle in dem Film "Friedemann Bach", der in Dresden uraufgeführt wird; neben Gründgens spielen Eugen Klöpfer, Wolfgang Liebeneiner und Otto Wernicke unter der Regie von Traugott Müller Hauptrollen in dem Film über den Sohn Johann Sebastian Bachs.

26.6.1941
Finnland erklärt der Sowjetunion den Krieg unter dem Grund, daß es von Truppen der UdSSR angegriffen worden sei.
An der Ostfront erreichen Deutsche Panzer den Fluss Düna und Dünaburg.
Russische Zerstörer beschießen Konstanza in Rumänien. Ein Munitionszug explodiert dabei und der russische Zerstörer Moskva läuft auf eine Mine und sinkt.
Die deutsche Luftwaffe bombardiert Leningrad; die Rote Luftwaffe greift Bukarest an.
Zwei Flugzeuge bombardieren die ungarische Grenzstadt Kassa und töten 20 Menschen und verwunden weitere 41. Ungarn macht die UdSSR verantwortlich, aber womöglich wurde der Luftangriff von deutschen Flugzeugen durchgeführt.
In Norditalien nimmt Benito Mussolini die Parade einer Division ab, die im Rahmen eines „Italienischen Expeditionskorps" an die Ostfront geschickt werden soll.
Argentinien und Paraguay schließen in Buenos Aires einen Wirtschaftsvertrag, der Maßnahmen zur Förderung des Handels zwischen den beiden südamerikanischen Staaten vorsieht.

27.6.1941
Ungarn erklärt der UdSSR den Krieg. Mehrere ungarische Brigaden beginnen mit dem Vormarsch in Galizien.
Britisch Terrorbomber greifen Bremen, Cuxhaven, Emden und Wilhelmshaven an.
Hurricane-Jäger zersprengen eine Formation italienischer Macchi-Jäger vor Malta und schießen 6 Stück ab.
Erstflug der Douglas B-19, dem bis dato größten Bomber der Welt, bei Santa Monica (USA).
Der Generalsekretär der spanischen Einheitspartei Falange, José Luis de Arrese, ruft zum Kreuzzug gegen die Sowjetunion auf, ohne daß Spanien der UdSSR den Krieg erklärt; bereits zu Beginn des deutschen Angriffs auf die UdSSR hatte Spanien die »Blaue Division« zur Unterstützung der deutschen Truppen an der Ostfront aufgestellt, die nach dem Ende der Grundausbildung am 20. August 1941 nach Russland in Marsch gesetzt wurde.
Unter Josip Broz, genannt „Tito", wird vom ZK der jugoslawischen KP der „Hauptstab der Partisanenabteilung" gebildet.
Der Kriegsfilm "Stukas" von Karl Ritter wird in Berlin uraufgeführt; die Hauptdarsteller des von der Luftwaffe geförderten Films sind Carl Raddatz, Albert Hehn, Ernst von Klipstein und Marina von Ditmar.

28.6.1941
In Norwegen wird eine Norwegische Legion aufgestellt, die auf deutscher Seite gegen die Sowjetunion kämpfen soll; auch in den Niederlanden, Dänemark und Schweden werden Freiwilligeneinheiten aufgestellt.
Im Mittelabschnitt der Ostfront erobern deutsche Truppen Brest-Litowsk, im Südabschnitt kann Kowel eingenommen werden. Deutsche Truppen erobern Minsk.
Die Stadt München veranstaltet für rund 25.000 Kinder von Soldaten, Verwundeten und Gefangenen ein Kinderfest im Ausstellungspark.

29.6.1941
Die Bevölkerung der polnischen Ukraine erwies sich als sehr freundlich, weil die Deutschen als Befreier gelten. Die Bewohner, Weißruthenen, legen wenig Wert auf ein Weiterbestehen der Sowjets. Es finden sogar Dankgottesdienste in der orthodoxen Kirche statt, weil die Wehrmacht da ist.
In einem Erlass bestimmt Adolf Hitler den Reichsluftfahrtminister Hermann Göring zu seinem Nachfolger im Falle seines Todes und er entscheidet: „In den neu besetzten Ostgebieten ordnet der Reichsmarschall Hermann Göring als Beauftragter für den Vierjahresplan im Rahmen der ihm als solchem zustehenden Befugnisse alle Maßnahmen an, die zur höchstmöglichen Ausnutzung der vorgefundenen Vorräte und Wirtschaftskapazitäten und zum Ausbau der Wirtschaftskräfte zu Gunsten der deutschen Kriegswirtschaft erforderlich sind".
Durch Erlass bestellt Adolf Hitler zum Stellvertreter des Generalgouverneurs Dr. Josef Bühler.
Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der UdSSR erklärt die Abwehr des deutschen Angriffs zum "Großen vaterländischen Krieg". Stalin übernimmt persönlich das Verteidigungsministerium von Marschall Woroschilow und bildet einen fünfköpfigen Verteidigungsrat aus Stalin, Molotow, Woroschilow, Malenkow und Beria (dem Chef des NKWD: sowjetische Geheimpolizei und Nachrichtendienst).
Unternehmen Silberfuchs: Deutsche Gebirgsjäger (Gebirgskorps), kommandiert von Dietl, dem 'Held von Narvik', beginnen mit ihrem Vormarsch von Nord-Finnnland in Richtung Murmansk. Drei aufeinander folgende Angriffe scheitern wegen erheblichen Versorgungsschwierigkeiten.
Deutsche Truppen der 291. Inf.-Division erobern Libau an der Ostsee.
In New York stirbt der frühere polnische Ministerpräsident und weltbekannte Pianist Ignacy Jan Paderewski im Alter von 80 Jahren.

30.6.1941
Adolf Hitler überreicht den U-Boot-Kommandanten Heinrich Liebe, Heinz Otto Schultze und Engelbert Endrass das „Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes". Nachmittags besucht Hitler das OKH-Lager „Askania" bei Angerburg.
Dänemark gibt die Aufstellung eines „Freikorps Dänemark" zur Teilnahme am Russlandfeldzug bekannt. Weitgehende Stilllegung der kirchlichen Presse.
Die französische Vichy-Regierung, die im unbesetzten Teil Frankreichs mit Duldung der Reichsregierung regiert, bricht die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion ab. Gleichzeitig beginnt sie mit der Aufstellung einer Truppe, die unter deutschem Kommando an der Ostfront eingesetzt werden soll.
Das deutsche Elite-Jagdgeschwader JG 51 schießt 100 russische Bomber ab, die Guderians Panzer östlich von Minsk angreifen. Der Geschwaderkommandeur Mölders vernichtet dabei persönlich 5 Bomber. Minsk ist vollständig eingekesselt. Die Heeresgruppe Mitte nahm 290.000 sowjetische Soldaten gefangen und erbeutete zweitausendfünfhundert Panzer sowie vierzehnhundert Geschütze.
Die Heeresgruppe Süd unter Gfm. Gerd von Rundstedt erobert Lemberg, wo die Organisation Ukrainischer Nationalisten einen unabhängigen Staat proklamiert.
Deutsche Verbände vollenden die Einschließung starker russischer Einheiten im 'Kessel' von Bialystok.
Bei einem Tagesangriff auf Kiel nehmen auch viermotorige Halifax-Bomber teil.

Deutsche Panzer rollen in Sowjetrußland durch die endlosen Steppen Osteuropas

Deutsche Panzer rollen in Sowjetrußland durch die endlosen Steppen Osteuropas

Deutsche Panzer rollen in Sowjetrußland durch die endlosen Steppen Osteuropas

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Charles Lindbergh

Amadeus von Savoyen

Josef Stalin

Fritz-Julius Lemp

Wilhelm Messerschmitt

Rudolf Hess

François Darlan

Konrad Zuse

Kaiser Wilhelm II.

König Boris III.

Generalfeldmarschall W. List

Reichsinnenminister W.Frick

Ante Pavelic

 
Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

 Die Wochenschau vom 7.5.1941 - mit Ausschnitten: Rede von Rudolf   Heß am 1. Mai in den Messerschmitt-Werken in Augsburg, Rede des   Fuehrers vor Offiziersanwaertern im Sportpalast. Sitzung des   Reichstages am 4. Mai. Vormarsch nach Tobruk uvm..

 Die Wochenschau vom 11.6.1941 - mit Ausschnitten: Treffen zwischen   Hitler und Mussolini am Brenner. Empfang des kroatischen   Staatsfuehrers Dr. Ante Pavelic durch den Fuehrer. Uebernahme von   13.000  Jungen  und  Maedel  aus  Luxemburg  in  die  Hitler-Jugend.

 Die Wochenschau vom 25.6.1941 - mit Ausschnitten: Einzug und Kampf   deutscher Soldaten an der finnisch-russischen Grenze sowie in Litauen,   sehr freundliche Begruessung durch die litauische Bevoelkerung.   Kampf um die Zitadelle von Brest-Litowsk. uvm.