Chronik des Nationalsozialismus November / Dezember 1941

NOVEMBER 1941

1.11.1941
In der Slowakei wird Juden das Reisen in Zügen nur noch in gesonderten Abteilen erlaubt, Briefe von und an Juden müssen mit dem Judenstern gekennzeichnet sein; auch in Rumänien treten Verordnungen über die Behandlung der Juden in Kraft.
An der Ostfront besetzen die deutschen Truppen die Stadt Tula, circa 200 km südlich von Moskau.
Adolf Hitler unterzeichnet eine Verfügung betreffend „Bildung von Hauptämtern in den Gau- und Kreisleitungen der NSDAP".
Die Anzeigenteile der deutschen Zeitungen werden neu gestaltet, da es Proteste der Bevölkerung gegen unnötige Werbung auf Kosten von Nachrichten und Reportagen gegeben hat.
Im Haus des Dirigenten Ernst Römer in Mexiko-Stadt trifft sich erstmals ein Heinrich-Heine-Club, in dem sich deutsche Künstler und Intellektuelle unter der Präsidentschaft der Schriftstellerin Anna Seghers zusammengeschlossen haben.
In Belzec (Polen) wird mit dem Bau eines Konzentrationslagers begonnen.
Eine Sturmflut an den Kanarischen Inseln verwüstet die Insel Gomera. Die Schäden belaufen sich umgerechnet auf weit mehr als 10 Millionen RM.

2.11.1941
Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, fordert die Polizeibehörden in einem Runderlaß auf, Verstöße und Nachlässigkeiten im Umgang mit Autoreifen, deren Beschaffung den zuständigen deutschen Stellen ernste Schwierigkeiten bereitet, schärfstens zu ahnden.
Ein britischer Kreuzerverband kapert östlich des Kaps der Guten Hoffnung einen französischen Konvoi aus fünf Handelsschiffen mit zusammen 39.589 Bruttoregistertonnen.
Deutsche Truppen erobern die russische Stadt Kursk.
Im Endspiel um den deutschen Fußballpokal (Tschammerpokal) besiegt Titelverteidiger Dresdner SC den Gelsenkirchener Verein FC Schalke 04 in Berlin 2:1.

3.11.1941
Sowjetische Bomberstaffeln fliegen einen Luftangriff auf die finnische Hauptstadt Helsinki.

4.11.1941
Durch die zweite Verordnung zur Durchführung des Ehegesundheitsgesetzes im Deutschen Reich sind Eheleute gezwungen, vor der Eheschließung eine »Unbedenklichkeitsbescheinigung« des zuständigen Gesundheitsamtes beim Standesamt vorzulegen; eine Ausnahme gilt nur für Soldaten.
Der Republikaner Fiorello Enrico La Guardia wird für eine dritte Amtszeit in Folge als Bürgermeister von New York gewählt.

5.11.1941
Japan schickt den erfahrenen Veteranen unter seinen Diplomaten - Saburo Kurusu - auf eine Friedensmission nach Washington. Der japanische Kronrat beschließt, den Krieg gegen die Vereinigten Staaten durch einen Überraschungsangriff auszulösen, falls es bei den laufenden Verhandlungen zwischen Regierungsvertretern beider Staaten bis zum 25. November keine Übereinkunft gibt.

6.11.1941
Der frühere sowjetische Außenminister Maxim M. Litwinow wird Botschafter seines Landes in den Vereinigten Staaten.
Der finnische Marschall Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim befiehlt der Karelischen Armee, den weiteren Vormarsch gegen die UdSSR zu stoppen und Verteidigungsstellungen zu beziehen; die Stellungen sollen so befestigt werden, daß sie dauerhaft gehalten werden können.
Adolf Hitler ermächtigt Reichsinnenminister Wilhelm Frick, die „nachträgliche Eheschließung von Frauen mit gefallenen oder im Felde verstorbenen Wehrmachtangehörigen anzuordnen, wenn nachweisbar die ernstliche Absicht, die Ehe einzugehen bestanden hat und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Absicht vor dem Tode aufgegeben ist (…)".
Die USA-Streitkräfte kapern völkerrechtswidrig den deutschen Dampfer "Odenwald", schleppen ihn in einen amerikanischen Hafen und setzen die Besatzung gefangen.
In einer Rede vor dem Obersten Sowjet gibt Parteichef Josef W. Stalin die bisherigen sowjetischen Verluste mit 350.000 Toten, 378.000 Verwundeten und mehr als einer Million Vermißten an, die tatsächlichen Verluste der Roten Armee sind jedoch weit höher. Er fordert eine 'Zweite Front' in Westeuropa und prophezeit ein 'unausweichliches Verhängnis' für Hitler.
Buchhändler im Deutschen Reich äußern Befürchtungen, dass sie zukünftig die Verbraucher nicht mehr ausreichend mit Büchern versorgen können; drastische Einschränkungen der Buchproduktion und ein wachsendes Interesse der Bevölkerung an Büchern bilden den Hintergrund für diese Sorge.

7.11.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stellt die Eroberung der wichtigen sowjetischen Ölfelder im Kaukasus, die ursprünglich für dieses Jahr geplant war, bis 1942 zurück.
Trotz der nahen Front vor den Toren Moskaus nimmt Stalin die traditionelle Militärparade zum Jahrestag der Sowjetischen Oktoberrevolution in Moskau ab und prophezeit den Untergang von Nazi-Deutschland innerhalb der nächsten 12 Monate.
US-Präsident Roosevelt bevollmächtigt den Chef der Pacht- und Leihverwaltung, Edward R. Stettinius, der UdSSR Waren im Wert von 1 Milliarde Dollar zuzuführen. Bereits unmittelbar nach Beginn des Russlandfeldzuges ließ Roosevelt die UdSSR mit Hilfsgütern beliefern.
Die Stabschefs der US-Streitkräfte weisen ihre Operationsabteilung an, in die bestehenden Pläne für die Kriegführung im Pazifik die japanischen Inseln mit einzubeziehen.
Die britische Luftwaffe bombardiert mit 300 Terrorbombern Berlin, Mannheim, Köln, Ostende, Boulogne-sur-Mer und das Ruhrgebiet. Viele der Bomber gehen wegen der schlechten Wetterverhältnisse verloren.

8.11.1941
Adolf Hitler führte in seiner Löwenbräukeller-Rede zu den Ausführungen Roosevelts u.a. aus: "was für ein Schiff auch immer Kriegsmaterial bringt, also Material, um Mannschaften zu töten, es wird torpediert werden! Wenn nun der amerikanische Präsident Roosevelt, der einst schon verantwortlich war für den Eintritt Polens in den Kampf, der, was wir ihm heute genau belegen können, Frankreich bestimmte, in den Krieg einzutreten, glaubt, durch einen Schießbefehl uns vielleicht mürbe machen zu können, so kann ich diesen Herrn nur eines zur Antwort geben: Herr Präsident Roosevelt hat seinen Schiffen befohlen zu schießen, sobald sie deutsche Schiffe sehen. Und ich habe den deutschen Schiffen befohlen, wenn sie amerikanische sehen - nicht darauf zu schließen, aber sich zu wehren, sobald sie angegriffen werden. Einen deutschen Offizier, der sich nicht wehrt, stelle ich vor ein Kriegsgericht!"
Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht läßt im gesamten Deutschen Reich eine Flaschensammlung durchführen, um die Versorgung der Frontsoldaten mit Getränken sicherzustellen.
In München und Augsburg kommt es zu panikartigen Reaktionen in der Bevölkerung, nachdem sich das Gerücht eines geplanten Großangriffes der britischen Luftwaffe verbreitet hat.
Ein Flottenverband der britischen Kriegsmarine versenkt im Mittelmeer einen italienischen Nachschubgeleitzug für Nordafrika; alle sieben Transportschiffe des Konvois werden trotz Geleitschutz von den Briten versenkt.

9.11.1941
Mit Festveranstaltungen begeht das Deutsche Reich den Jahrestag des Hitlerputsches am 9. November 1923 in München.
Deutsche Verbände erobern Tichwin östlich von Leningrad, zusammen mit seinem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Über den Knotenpunkt wurde Leningrad bisher durch Versorgungsschiffe vom nahen Hafen Nowaja Ladoga über den Ladogda-See versorgt. Nun bricht praktisch jegliche Versorgung für die Stadt vorübergehend zusammen.
Adolf Hitler setzt Josef Wagner als Gauleiter des Gaues Westfalen-Süd ab. Grund ist, dass Frau Wagner sich gegen die Absicht ihrer Tochter wehrt, einen Kandidaten der „Leibstandarte SS Adolf Hitler" zu heiraten, nicht zuletzt, weil er nicht Mitglied der Kirche ist. Hitler beantragt noch am selben Tag ein ordentliches Parteigerichtsverfahren gegen Josef Wagner mit dem Ziel des Ausschlusses aus der Partei. Paul Giesler, der Bruder des Architekten Hermann Gieslers, wird Gauleiter des Gaues Westfalen-Süd der NSDAP. Adolf Hitler fährt um 15 Uhr wieder in sein FHQ „Wolfsschanze" zurück.
In Rumänien findet eine Volksabstimmung über die "Billigung oder Nicht-Billigung der befreienden Staatsführung des Marschalls Antonescu" statt; das Regime Ion Antonescus wird offiziell mit "überwältigender Mehrheit" bestätigt.
Die beiden nationalsozialistischen Schriftsteller Adolf Bartels und Hans Baumann erhalten den Dietrich-Eckart-Preis der Hansestadt Hamburg für die kompromißlose Vertretung "des völkischen Standpunktes" in ihren Werken verliehen.

10.11.1941
Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht veröffentlicht einen Bericht, demzufolge bei den bisherigen Kämpfen in der Sowjetunion 3.632.000 Soldaten der Roten Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten seien.
Churchill sagt in einer Rede, daß Großbritannien und die USA eine gemeinsame Front im Falle einer eklatanten japanischen Agression gegen die Letztere bilden werden.
Britische Luftstreitkräfte fliegen Angriffe auf die norddeutschen Städte Hamburg, Emden und Cuxhaven.

11.11.1941
Das Oberkommando der Wehrmacht meldet ein weiteres Vordringen deutscher Truppenverbände gegen die sowjetischen Städte Sewastopol und Kertsch auf der Halbinsel Krim.
Die finnische Regierung in Helsinki lehnt die US-amerikanischen Vermittlungsvorschläge vom 21. und 30. Oktober 1941 ab, Friedensverhandlungen mit der Sowjetunion aufzunehmen; sie sieht die finnischen Sicherheitsinteressen durch einen Abbruch der militärischen Operationen gefährdet.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an König Viktor Emanuel III. zum Geburtstag.

12.11.1941
Der britische König Georg VI. sagt in einer Rede zur Eröffnung des neuen Parlamentsjahres in den Londoner Houses of Parliament: "Die Ereignisse der letzten Jahre haben mich meine Völker und meine Verbündeten in ihrem Entschluß bestärkt, den Krieg gegen die Angriffsmächte bis zu einem Endsieg weiterzuführen".
Nach der Genesung von einer Verwundung im Russlandfeldzug, wurde Richard Schulze, Ordonnanzoffizier und dann Adjutant der Waffen-SS bei Adolf Hitler.
34 der 37 Hurricane-Jagdflugzeuge, welche von den Flugzeugträgern Ark Royal und Argus gestartet sind, landen zur Verstärkung auf der Mittelmeerinsel Malta.

13.11.1941
Die Amerikaner ändern ihr sogenanntes "Neutralitätsgesetz", wo nach US-Handelsschiffen das Befahren der Kriegszone ausdrücklich erlaubt wird und gleichzeitig wird die Bewaffnung der Handelsschiffe angeordnet.
Adolf Hitler kondoliert Philippe Petain telegraphisch zum Tod des Kriegsministers Charles Huntziger, dem General, der 1940 die französische Kapitulation unterzeichnet hat. General Huntziger war am 12. November bei der Rückkehr aus Nordafrika mit dem Flugzeug abgestürzt.
Das deutsche U-Boot "U 81" torpediert den britischen Flugzeugträger "Ark Royal". Trotz aller Bemühungen, den Flugzeugträger zu retten, sinkt sie am nächsten Tag nur 40 Kilometer östlich von Gibraltar.

14.11.1941
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels veröffentlicht in der Wochenzeitschrift »Das Reich« zehn Grundsätze für das Verhalten gegenüber Juden, wobei er u.a. feststellt, daß die Juden kein Unrecht durch die Maßnahmen der nationalsozialistischen Machthaber erleiden.
Italienische Torpedobomber versenken zwei britische Transportschiffe vor Tunesien.

15.11.1941
Nach dem Abklingen der Schlammperiode und dem ersten Frost an der Ostfront beginnen deutsche Truppen mit der zweiten Phase des Angriffs auf Moskau.
Im Süden auf der Krim wurde die Halbinsel Kertsch vollständig von der 11.Armee erobert.
Adolf Hitler unterstellt die Deutsche Akademie mit Sitz in München dem Reichspropagandaministerium; Aufgabe der Akademie ist die »Erforschung und Pflege der deutschen Sprache im Inlande und ihre Förderung und Verbreitung im Auslande«.
24 deutsche Kommissionen werden zur Anwerbung dringend benötigter Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft in die besetzten Ostgebiete geschickt.
Am 79. Geburtstag von Gerhart Hauptmann wird dessen Drama "Iphigenie in Delphi" im Beisein des Dichters im Berliner Staatlichen Schauspielhaus uraufgeführt.
In Mexiko erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift "Freies Deutschland", an der zahlreiche deutsche Literaten mitarbeiten, die vor den nationalsozialistischen Machthabern ins Ausland fliehen mußten.

16.11.1941
Durch die Eroberung der sowjetischen Stadt Kertsch hält die deutsche Armee die gesamte Krimhalbinsel mit Ausnahme der Festung Sewastopol besetzt.
Die deutsche Fußballnationalmannschaft spielt in Dresden gegen die Nationalelf Dänemarks 1:1.

17.11.1941
Der sogenannte Fackelmännerbefehl wird von Stalin ausgegeben. Er besagt, daß russische Partisanen in deutschen Uniformen - vornehmlich denen der Waffen-SS - in 40 bis 60 km Tiefe ab der Hauptkampflinie alle Siedlungen zu zerstören und die Zivilbevölkerung niederzumachen hätten. Weiterhin sei darauf zu achten, daß Überlebende zurückblieben, die über die vermeintlich deutschen Gräueltaten berichten können.
An der Ostfront treten die Sowjets bei Rostow zu einem Gegenangriff an und drängen deutsche Panzereinheiten etwas zurück.
Generaloberst Ernst Udet, Generalinspekteur der Luftwaffe und Jagdfliegerass aus dem Ersten Weltkrieg, begeht im Alter von 45 Jahren Selbstmord - aus Verzweiflung über das Chaos bei der Ausrüstung und Flugzeugbeschaffung der Luftwaffe. Göring verschleiert die tatsächlichen Hintergründe seines Todes und gibt bekannt, daß Udet bei einem Testflug eines neuen Militärflugzeuges ums Leben gekommen ist. Adolf Hitler ordnet ein Staatsbegräbnis an und verleiht dem Jagdgeschwader III den Namen „Udet". Carl Zuckmayer wird die Erinnerung an diesen Flieger in dem Drama „Des Teufels General" literarisch verewigen.
Das bisher deutschen Militärbehörden unterstellte Gebiet Semlin im ehemaligen Jugoslawien, in dem starke Partisanengruppen operieren, wird der alleinigen Gebietshoheit Kroatiens unterstellt.
Eine Verordnung für das deutsche Textilgewerbe schreibt eine Räumung der vorhandenen Lagerbestände um mindestens 30% bis zum 31. Dezember vor, um das Horten von Waren zu unterbinden.

18.11.1941
Englische Kommandos unter Lt.-Col. Keyes (Victoria-Kreuz) greifen in der Nacht vom 17. auf den 18. November Rommels Hauptquartier bei Beda Littoria, westlich von Tobruk an. Erwin Rommel befindet sich jedoch in Ghasala, Keyes wird getötet und nur zwei der Commandos können entkommen. Die britische 8. Armee in Nordafrika unter General Alan Cunningham eröffnet eine Offensive, um das seit April von deutschen Truppen eingeschlossene Tobruk zu entsetzen.
Auf deutschen Druck hin beruft die Vichy-Regierung im unbesetzten Teil Frankreichs General Maxime Weygand von seinem Posten als Generalresident in Französisch-Nordafrika und Generalgouverneur von Algerien ab.
Gustav Adolf Scheel, Reichsstudentenführer, wird von Adolf Hitler zum Gauleiter des Gaues Salzburg der NSDAP ernannt. Friedrich Rainer, bisher Gauleiter von Salzburg, wird zum Gauleiter des Gaues Kärnten der NSDAP ernannt.
Es werden „alle Maßnahmen für die zukünftigen Reichsparteitage" festgelegt. Am 1. Juli jedes Jahres soll unter dem Vorsitz von Robert Ley ein Stab von Referenten „zur ständigen Vorbereitung der Reichsparteitage" zusammentreten.
Die deutsche IG-Farbenindustrie AG gründet mit französischen Partnern das Chemiewerk SA de Matières Colorantes et Produits Clinique, Francolor, Paris.
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt unterzeichnet das abgeänderte Neutralitätsgesetz, das u.a. eine Bewaffnung US-amerikanischer Handelsschiffe vorsieht.
Der deutsche Physiker und Chemienobelpreisträger von 1920, Walther Nernst, stirbt auf dem Gut Ober-Zibelle bei Bad Muskau im Alter von 77 Jahren. 1893 erfand Nernst in Göttingen ein neues Verfahren zur Messung der Permittivität. 1895 begründete er in Göttingen das Institut für Physikalische Chemie, das erste seiner Art in Deutschland. 1897 erfand er dort die nach ihm benannte Nernstlampe.

19.11.1941
Die 1. Panzer-Armee der deutschen Wehrmacht erreicht den Nordrand von Rostow am Don; bis zum 21. November ist die ganze Stadt in deutscher Hand.
In einer Unterredung mit Franz Halder legt Adolf Hitler seine Ziele für 1942 fest. Zunächst solle im März und April der Kaukasus bis zur russischen Südgrenze in Besitz genommen werden.
Der deutsche Hilfskreuzer "Kormoran" muss nach der Versenkung von elf Schiffen vor der westaustralischen Küste seine Kaperfahrt aufgeben, aufgrund eines Seegefechts vor der Shark Bay (ca. 240 km vor der Hai-Bucht, Westaustralien) mit dem Kreuzer „Sydney". Beide Schiffe werden dabei zerstört. „Sydney" driftet, eingehüllt in Flammen, weg und verschwindet am Horizont (keine Überlebenden, 645 Tote). Der Hilfskreuzer „Kormoran" versenkt sich wegen irreparabeler Schäden selbst und 316 Überlebende geraten in australische Kriegsgefangenschaft. Dies ist der einzige Erfolg eines Hilfskreuzers gegen ein Kriegsschiff.
Feldmarschall Erhard Milch übernimmt, nach dem Suizid von Ernst Udet, der das Amt des Generalluftzeugmeister innehatte, seinen Posten.
In Göttingen stellen Stadtverwaltung Wehrmachtsstellen und Parteigliederungen der NSDAP mehrere hundert Schlafstellen zur Verfügung, da die vorhandenen Zimmer für die sprunghaft angewachsene Studentenschaft der Universität nicht ausreicht.
Adolf Hitler legt als Kriegsziel für das kommende Jahr die Besetzung des Kaukasus und der Südgrenze der UdSSR fest.

20.11.1941
Britische Luftwaffeneinheiten greifen von Malta aus einen italienischen Geleitzug an, der Nachschub für die Truppen der Achsenmächte nach Nordafrika bringen soll; drei italienische Schiffe werden bei den Kämpfen versenkt.
Die Belagerung von Leningrad dauert schon 74 Tage. Die Lebensmittelrationen pro Person werden zum fünften mal seit Anfang September gekürzt.
Zwischen Adolf Hitler und dem ungarischen Ministerpräsidenten Ladislaus von Bardossy findet anlässlich des 1. Jahrestages von Ungarns Beitritt zum Dreimächtepakt ein Telegrammwechsel statt.
Die japanischen Unterhändler in Washington, Admiral Saburo Kurusu und Botschafter Kichisaburo Nomura, überreichen US-Außenminister Cordell Hull das letzte japanische Verhandlungsangebot zur Bereinigung der Spannungen im pazifischen Raum; Japan verlangt u.a. die Freigabe der eingefrorenen japanischen Guthaben in den USA und die Aufgabe der Unterstützung Chinas.

21.11.1941
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet die Vorbereitung des Angriffs auf die Murmansk-Bahn an, eine sowjetische Eisenbahnverbindung zur Hafenstadt Murmansk; der deutsche Vorstoß soll im März 1942 erfolgen, zur Zeit der meisten Schneefälle in dieser Region.
Staatsakt für Ernst Udet im Reichsluftfahrtsministerium in Berlin in Gegenwart Adolf Hitlers. Hermann Göring halt die Trauerrede. Hitler legt anschließend einen Kranz am Sarg nieder. Hitler
nutzt die Gelegenheit, wieder einmal die Modelle für die Bauten an der geplanten Nord-Süd-Achse beim GBI anzusehen. Rückkehr Hitlers zur „Wolfsschanze".
In Berlin wird der Film "Das andere Ich" von Regisseur Wolfgang Liebeneiner uraufgeführt, in dem Hilde Krahl, Mathias Wieman, Erich Ponto und Harald Paulsen die Hauptrollen spielen.

22.11.1941
Die deutsche Seekriegsleitung bricht die Kriegführung im Nordatlantik vorübergehend ab und entsendet 13 U-Boote ins Mittelmeer zur Entlastung der dort kämpfenden Streitkräfte der Achsenmächte.
Der deutsche Hilfskreuzer "Schiff 16 Atlantis" versenkt sich selbst im Südatlantik, nachdem er vom britischen Schweren Kreuzer "Devonshire" überrascht wird.
Der deutsche Luftwaffenoberst Werner Mölders kommt bei einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Breslau ums Leben. Mölders war Inspektor der Jagdflieger und er war Sieger in 101 Luftkämpfen. Adolf Hitler ordnet ein Staatsbegräbnis an.
Die Reichsstelle für die Elektrizitätswirtschaft fordert die deutschen Verbraucher auf, zwischen 6 und 10 Uhr elektrische Geräte möglichst nicht zu verwenden, um die Stromversorgung der Rüstungsindustrie und der Landwirtschaft nicht zu gefährden.
Ein Länderkampf der deutschen und der dänischen Box-Nationalstaffeln in München endet 14:2 für die deutschen Boxer.

23.11.1941
Die deutschen Truppen in der Sowjetunion erobern die nordwestlich von Moskau gelegene Stadt Klin. Die 30. sowjetische Armee muss sich zurückziehen.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Professor August Bier zum 80. Geburtstag.
Zweiter Erlass des Führers über die vorläufige Verwaltung in den besetzten ehemals österreichischen Gebieten Kärntens und der Krain. An Stelle des stellvertretenden Gauleiters Kutschera, der aus diesem Amt ausscheidet, führt der Statthalter und Gauleiter Dr. Rainer die Verwaltung im zivilen Bereich.
Die japanische Regierung verschiebt den letzten Termin für den Abschluß der Verhandlungen mit der US-Regierung über die Lage in der Pazifikregion vom 25. auf den 29. November.
Die Universität Straßburg nimmt als deutsche Reichsuniversität den Lehrbetrieb wieder auf, die französische Universität wird nach Clermont-Ferrand verlagert.

24.11.1941
In Theresienstadt (Terezín) wird ein jüdisches Ghetto in errichtet, wo vorwiegend alte und kranke Juden und schwächliche Juden, untergebracht werden sollen. Das Leben im Ghetto Theresienstadt, das unter jüdischer Selbstverwaltung stand, war für die Inhaftierten freier als das Leben in einem Konzentrationslager. Die Ghettobewohner lebten in ehemaligen Kasernen und Wohnhäusern, sie konnten Kleidung und persönliche Gegenstände mitbringen. In Theresienstadt waren bekannte tschechische Wissenschaftler, Künstler und Komponisten inhaftiert. Es wurden kulturelle Veranstaltungen und Vortragsabende organisiert, eine Bibliothek eingerichtet, es gab ein Orchester, Theater, Kabarett etc.
Deutsche Truppen erobern Soletschnogorsk, nur 48 km nordwestlich von Moskau.
Britische Sturmtruppen landen für wenige Stunden an der Küste der Normandie und greifen deutsche Stellungen an.
Der englische Kreuzer HMS „Dunedin" wird durch U-124 vor Pernambuco (Brasilien) versenkt. Dabei werden 300 Besatzungsmitglieder getötet.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler richtet ein langes Handschreiben an den Reichsleiter Max Amann zu seinem 50. Geburtstag und schenkt ihm ein Gemälde von Friedrich Voltz „Rinder auf der Weide" im Wert von 20.000 RM. Voltz galt seiner Zeit (1817 - 1886) als der bedeutendste deutsche Tier- und Landschaftsmaler.
Der Reichstagsabgeordnete Franz Felix Pfeffer von Salomon, der politisch in den letzten Jahren ins Abseits geraten war, wird aus der NSDAP ausgeschlossen.

25.11.1941
Am fünften Jahrestag des Antikominternpaktes treten bei einem Festakt in Berlin Bulgarien, Dänemark, Finnland, Kroatien, Rumänien, National-China und die Slowakei dem Bündnisvertrag bei. Adolf Hitler sendet am gleichen Tag Glückwunschtelegramme an die Staatsoberhäupter der im Antikomminternpakt vereinigten Mächte, ferner an den Duce und an den Staatschef Rumäniens. Außerdem sendet er ein Beileidstelegramm zum Tode des Präsidenten Pedro Aguirre Cerda von Chile. Ein weiteres Telegramm sendet er an den Rektor der Universität Strassburg anlässlich der Eröffnung als „Reichsuniversität".
Vertreter der US-Regierung und der niederländischen Exilregierung unterzeichnen einen Staatsvertrag, aufgrund dessen US-amerikanische Streitkräfte Niederländisch-Guayana (Surinam) besetzen.
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt entschließt sich zum Abbruch der Verhandlungen mit Japan über Fernostfragen, indem er der japanischen Delegation unannehmbare Bedingungen stellt.
Im Deutschen Reich wird die elfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz erlassen, die es ermöglicht, den zur Deportation bestimmten deutschen Juden die Staatsbürgerschaft zu entziehen und ihr Vermögen zu beschlagnahmen.
Die Zahl der Kriegsgefangenen, die sich im Deutschen Reich befinden, wird offiziell bekanntgegeben.
Nördlich von Bardia versenkt das deutsche U-Boot "U 331" das britische Schlachtschiff "Barham".
Der Oberbefehlshaber der 8. britischen Armee, Generalleutnant Alan Cunningham, wird angesichts der verlustreichen Kämpfe seiner Truppen in Nordafrika von seinem Kommando abgelöst.
Der geplante Erstflug des Prototypen des Me 262 Düsenjägers mit zwei experimentellen Strahltriebwerken und einem Kolbenmotor in der Nase scheitert.
Die US-Navy führt den Konvoi-Zwang für Handelsschiffe im Pazifik ein.
In Wien findet die Premiere des Films "Jenny und der Herr im Frack" statt; unter der Regie von Paul Martin spielen Gusti Huber, Johannes Heesters, Paul Kemp und Oskar Sima die Hauptrollen.

26.11.1941
Die Verpflegungssätze der russischen Kriegsgefangenen wurden denen aller anderen Gefangenen im Arbeitseinsatz angeglichen. Albert Speer notierte hier zu: "der Führer erklärt ganz eindeutig [.....] Die Russen müssen absolut ausreichende Ernährung erhalten und Sauckel habe dafür zu sorgen, dass diese Ernährung sichergestellt wird."
Das japanische Angriffsgeschwader für den Überfall auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii sticht von den Kurilen aus in See. Zu dem Geschwader gehören u.a. sechs Flugzeugträger, zwei Schwere Kreuzer und zwei Schlachtschiffe.

27.11.1941
Die deutschen Truppen an der Ostfront erreichen das Gebiet um Krasnogorsk nordwestlich von Moskau.
In der Neuen Reichskanzlei
Während seines Berlin-Aufenthaltes empfängt Adolf Hitler in der Neuen Reichskanzlei im Laufe des Vormittags „die in Berlin weilenden europäischen Staatsmänner" der Antikomiternpaktmächte und gibt für sie mittags ein Essen in Gegenwart des Reichsmarschalls, des Reichsaußenministers, des Reichsführer SS, Reichsminister, Reichsleiter und der hohen Wehrmachtsführung. Hitler erfuhr, daß die neuesten japanisch-amerikanischen Gespräche abgebrochen worden seien. Er führte auch ein vertrauliches Gespräch mit General Oshima, dem japanischen Botschafter, der ihm andeutete, dass Krieg mit den USA zu erwarten war.
Am Abend empfängt Adolf Hitler den dänischen Außenminister Eric Scavenius zu einem Gespräch.
Der erste von 19 Deportationszügen mit Juden verlässt Deutschland, sein Ziel ist Riga (Lettland).
General Georges Catroux, Beauftragter des freifranzösischen Generals Charles de Gaulle im Nahen Osten, verkündet die Unabhängigkeit der Republik Libanon.

28.11.1941
Deutsche Truppen erobern die von Tito proklamierte »Volksrepublik Uzce« auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien; Titos Partisanenarmee zieht sich in die nahegelegenen Berge zurück.
Der rumänische König Michael stattet dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler einen Besuch in Berlin ab, um mit ihm die Lage an der Ostfront und weitere Maßnahmen zu erörtern.
Adolf Hitler empfängt den „Großmufti von Jerusalem" zu einem Gespräch.
Im Reichsluftfahrtsministerium findet um 11.45 Uhr in Gegenwart Adolf Hitlers ein Staatsakt für den verstorbenen Oberst Werner Mölders statt. Hitler legt einen Kranz am Sarg nieder.
Adolf Hitler empfängt noch einmal in Einzelaudienzen die Staatsmänner der Antikominternmächte und fährt dann ins FHQ „Wolfsschanze" nach Ostpreußen.
Reichsaussenminister Joachim von Ribbentrop ließ dem japanischen Botschafter Oshima ausrichten, daß es den Interessen der Achse entsprechen würde, wenn sein Land sich entschließe, gegen »England und die Vereinigten Staaten« zu kämpfen. Er sicherte die Unterstützung Deutschlands und Italiens zu.
Die britische Regierung fordert in einer Note an die Regierung Finnlands die Beendigung des Krieges gegen die Sowjetunion.
Die letzten italienischen Streitkräfte in Ostafrika kapitulieren bei Gondar vor der britischen Übermacht, 23.000 Italiener geraten in Kriegsgefangenschaft.
Aus Anlaß des achten Jahrestages der Gründung der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF) gibt die Organisationsführung in Berlin einen Überblick über bisherige Aktivitäten in der Truppenbetreuung; allein 1941 sind 188.000 KdF-Veranstaltungen von 68 Millionen Soldaten besucht worden.
In Wien beginnt eine Festwoche zum Gedenken an den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart, in deren Rahmen bis zu dessen 150. Todestag am 5. Dezember zahlreiche seiner Werke zur Aufführung kommen.

29.11.1941
Der US-Außenminister Hull zeigt dem Reporter der United Press Joe Leib eine Meldung, die Zeit und Ort des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor am 7.12.1941 enthielt. Die Flottenkommandeure und Geheimdienstabteilungen in Pearl Harbor waren über die Gefahr im Unklaren gelassen worden, um einen Anlass für die Kriegsbeteiligung zu haben. Roosevelt nahm dafür sogar die Vernichtung der halben Pazifikflotte und 5000 tote Soldaten als Bauernopfer in Kauf. (die genau 60 Jahre vor dem 11.9.2001 - dafür herhalten mußten, daß wissende Strategen einen direkten Kriegsanlaß fanden)
Adolf Hitler trifft mittags wieder im FHQ „Wolfsschanze" ein. Es liegen katastrophale Nachrichten von der Ostfront vor. Russische Verbände trieben deutsche Verbände fast 80 km zurück. Hitler telegraphiert an Gerd von Rundstedt, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd: „Bleiben Sie wo Sie sind. Kein Rückzug mehr!"
Fritz Todt, Reichsminister für Bewaffnung und Munition, fordert Hitler auf, den Krieg politisch zu beenden, da er rüstungswirtschaftlich verloren sei.
In Norwegen werden durch eine Verordnung des deutschen Reichskommissars Josef Terboven Rationierungskarten für Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände ausgegeben, die Menge der zugebilligten Waren wird dabei von der Zusammenarbeit mit den deutschen Besatzungsbehörden abhängig gemacht.

30.11.1941
Aufgrund von Hitlers Rückzugsverbot, tritt Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt zurück und wird durch Generalfeldmarschall Walter von Reichenau als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd ersetzt.
84 britische Flugzeuge fliegen einen Angriff auf Hamburg, bei dem sie 138 t Bomben abwerfen.
Der sowjetische Staatschef Josef W. Stalin billigt einen Operationsplan des Generalstabes, der eine Gegenoffensive im Raum Moskau gegen die vorrückenden deutschen Wehrmachtstruppen beinhaltet.
Schlacht im Atlantik, Schiffsverluste im November 1941: 13 alliierte Handelsschiffe (62.100 BRT), 5 deutsche U-Boote (80 einsatzbereit).
Die mexikanische Regierung gibt bekannt, dass sie die Flottenstützpunkte Acapulco de Juarez, Salina Cruz und Magdalenenbucht den US-Streitkräften überläßt.
Bei der Weinlese in den deutschen Anbaugebieten werden Kriegsgefangene und Fremdarbeiter eingesetzt. Der größte Teil der diesjährigen Weine, die keine hohe Qualität haben, wird an die Wehrmacht geliefert.

Das Ghetto Theresienstadt war ein jüdisches Ghetto in Böhmen; zudem diente diese Wohn- siedlung als Sammel- und Durchgangslager vor allem für die jüdische Bevölkerung Böhmens und Mährens. Es handelte sich nicht um ein Konzentrationslager, sondern um eine jüdische Mustersiedlung in Gestalt eines Ghettos. Die ersten tschechischen Juden wurden als ein Aufbaukommando aus Prager Gefängnissen ins Ghetto deportiert. Dieses hatte die Aufgabe, die Nutzung vorzubereiten und einen „Judenrat“ als interne Verwaltungsorganisation zu schaffen.              

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat den Befehl erteilt, die Protektoratstadt Theresien- stadt als Reservat einzurichten, in welchem weiterhin schwächliche Juden, alte und kranke Juden, welche den Strapazen einer Umsiedlung nicht mehr gewachsen seien, unterzubringen seien. Auf den Bildern: Kinder im Theresien- städter Ghetto beim Besuch der Rot-Kreuz-Delegation. Dr. Paul Epstein, Vorsitzender des Ältestenrates, begrüßt die Neuankömmlinge. Die "Theresienstadt Liga" im Wettkampf - es gab auch mehrere Kinder- und Junior-Ligen.              

Ein von Bomben zerstörtes Haus in Hamburg-Hammerbrook
Auf Befehl Churchills konzentrieren sich RAF-Bomber auf zivile Ziele
Die Ermordung von verwundeten Wehrmachtssoldaten auf der Krim (Feodosia) durch russische Bestien
Die Ermordung von verwundeten Wehrmachtssoldaten auf der Krim (Feodosia) durch russische Bestien

DEZEMBER 1941

1.12.1941
Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte in der Sowjetunion, Generalfeldmarschall Fedor von Bock, meldet dem Oberkommando des Heeres, das seine Truppen an der Ostfront nahezu erschöpft sind. Die deutsche 4. Armee unter Befehl Erich Hoeppners und Heinz Guderians 2. Panzer-Armee beginnen mit einem letzten Versuch, Moskau einzuschließen und zu erobern.
In der französischen Stadt Saint-Florentin findet ein Treffen zwischen Marschall Philippe Pétain, Staatschef des unbesetzten Teils Frankreichs, und dem deutschen Reichsmarschall Hermann Göring statt, die über die zukünftige Zusammenarbeit ihrer Länder beraten.
Der finnische Reichstag in Helsinki beschließt die Wiedervereinigung der Gebiete mit Finnland, die von der UdSSR seit Kriegsausbruch zurückerobert wurden. Gleichzeitig beschließt er die Annullierung der entsprechenden Bestimmungen des Moskauer Friedens vom März 1940 nach dem sowjetischen Angriff auf Finnland.
Durch Erlass wird angeordnet, dass Widerstandskämpfer aus dem besetzten Frankreich, Belgien, Luxemburg und Norwegen nach Deutschland gebracht und in Konzentrationslager eingeliefert werden.
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen regelmäßigen Meldungen aus dem Deutschen Reich über Unzufriedenheit in der Bevölkerung wegen der hohen Eintrittspreise für Kulturveranstaltungen der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF).
Die Gebühr von 5 Reichspfennigen auf Briefe von Postscheckteilnehmern an das Postscheckamt entfällt in Zukunft, falls die eigens dafür vorgesehenen gelben Briefumschläge verwendet werden.
Admiral Sir Tom Phillips wird zum Oberbefehlshaber der britischen Eastern Fleet im Indischen Ozean ernannt.
In der Schweiz wird eine Volkszählung durchgeführt; danach hat das Land 4 265 703 Einwohner, was einem Bevölkerungszuwachs von 4% gegenüber 1930 entspricht.
In Chicago erscheint die erste Ausgabe der neuen Tageszeitung "The Chicago Sun"; das britenfreundliche Blatt tritt in Konkurrenz zur Traditionszeitung "Chicago Tribune", die ein Organ isolationistischer Kreise ist.

2.12.1941
In der Weisung Nr. 38 ordnet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Verlegung »der im Osten freigewordenen Verbände der deutschen Luftwaffe« nach Süditalien und Nordafrika an.
Angesichts der bedrohlichen Entwicklung im Süden der Front fliegt Adolf Hitler mit seinem Chefadjutanten der Wehrmacht Rudolf Schmundt, Diener Heinz Linge und dem Leibarzt Theo Morell aus Ostpreußen nach Mariupol am Asowschen Meer, mit Zwischenlandungen in Kiew und Poltawa. Von dort bringt ihn der Führer der „Leibstandarte SS Adolf Hitler", Sepp Dietrich, mit seinem Fahrzeug in das Hauptquartier der Heeresgruppe Süd zu Gesprächen mit Generalfeldmarschall Walter von Reichenau, den Nachfolger von Brauchitsch. Vor seinem Rückflug gibt er den Befehl, das Donezbecken um jeden Preis zu halten.
Infanterie-Verbände der deutschen Wehrmacht dringen in die Vororte Moskaus bis zur Khimki-Straßenbahnhaltestelle vor, von der es nur noch 19 Kilometer bis zum Zentrum von der sowjetischen Hauptstadt sind. Sie werden aber am weiteren Vordringen von starken Verteidigungskräften gehindert.
Der dänische Gesandte in London, Graf Reventlow, teilt der dänischen Regierung mit, dass er nach deren Beitritt zum Antikominternpakt am 25. November ihren Weisungen nicht mehr Folge leisten kann; die dänischen Interessen in Großbritannien vertritt er ab sofort nach eigenem Dafürhalten.
In Danzig (Gdansk) findet die Premiere des Films "Kadetten" von Regisseur Karl Ritter statt; die Hauptdarsteller in dem historischen Drama sind Mathias Wieman, Andrews Engelmann, Carsta Löck und Theo Shall.

3.12.1941
Im Reichserziehungsministerium finden Beratungen zur Einführung einer reichseinheitlichen Wirtschaftsoberschule statt, deren Ausbildung mit einem Wirtschaftsabitur beendet wird.
Das Transportschiff "J. Stalin" (7.500 t.), welches russische Soldaten aus dem seit Juni belagerten Hangö evakuiert, wird durch vier Minen zerstört. Dabei gibt es etwa 2.000 Tote. Das Wrack wird später von Deutschen erbeutet.
In der New Yorker Central Needle Trades High School hat das Stück "The Circle of Chalk" (Der Kreidekreis) von Klabund (Alfred Henschke) in der Inszenierung des deutschen Regisseurs Erwin Piscator Premiere.

4.12.1941
Für die dem Deutschen Reich eingegliederten Ostgebiete tritt ein Sonderstrafrecht für Polen und Juden in Kraft, das u.a. die Möglichkeit einer Standgerichtsbarkeit beinhaltet.
General WSikorski, Ministerpräsident der polnischen Exil-Regierung, spricht von Moskau aus über Radio zum russischen Volk.
Washingtons "Times Herald" und Chicagos "Daily Tribune" veröffentlichen unter der Überschrift: "Roosevelts Kriegspläne" einen topsecret Bericht des Vereinigten Armee- und Marineoberkommandos, der auf Roosevelts Anweisung langfristig vorbereitet worden war und den Aufbau amerikanischer Expeditionsstreitkräfte von 5 Millionen Mann vorsah --" für einen entscheidenden Angriff zu Land gegen Deutschland und seine Satelliten." Es ist ein Entwurf für einen totalen Krieg in einem noch nicht da gewesenen Ausmaß in zwei Ozeanen und drei Kontinenten. Der Mann der dieses Programm unter höchster Geheimhaltung mit ausgearbeitet hatte, war Oberst Albert C. Wedemeyer.
Im ersten Bericht der jugoslawischen Armee, die gegen die deutschen Besatzungstruppen im ehemals jugoslawischen Staatsgebiet kämpft, werden schwere Kämpfe in Bosnien und Montenegro gemeldet.
Finnische Truppen besetzen Hangö in Südfinnland, nachdem die Stadt und der Hafen von der sowjetischen Ostseeflotte geräumt wurden.
Bei einem Seegefecht im Kanal versenkte ein Sperrbrecher zwei britische Schnellboote und beschädigte zwei weitere durch Volltreffer. Vorpostenboote griffen in den Kampf ein, versenkten ein britisches Kanonenboot und beschädigten ein Schnellboot schwer.

5.12.1941
An der »Kalininfront« eröffnen die Sowjets eine Offensive gegen die Deutschen, deren Vormarsch nach dem heftigen Wintereinbruch ins Stocken geraten ist. Generaloberst Heinz Guderian hatte bereits zuvor beschlossen, seine 2. Panzer-Armee nach schweren Verlusten durch die Russen, Erfrierungen und kältebedingten Ausfällen an Fahrzeugen zurückzunehmen.
Der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin und der Ministerpräsident der polnischen Exilregierung in London, Wladyslaw Eugeniusz Sikorski, unterzeichnen in Moskau ein Freundschafts- und Hilfsabkommen, in dem gegenseitige Zusammenarbeit auch nach dem Ende des Krieges vereinbart wird.
Die US-amerikanische aeronautische Handelskammer gibt bekannt, dass 1941 in den Vereinigten Staaten 20.000 Militärflugzeuge produziert wurden, für die beiden folgenden Jahre wird eine Produktionssteigerung auf insgesamt 100.000 Maschinen angestrebt.
Die neueste Depesche seines Tokio-Botschafters Ott, wird Adolf Hitler vorgelegt. Die Japaner baten nochmals darum, daß Deutschland und Italien ihnen zur Seite stehen möchten, falls es jetzt zur bewaffneten Auseinandersetzung kommen sollte. Ein japanisches Geheimtelegramm an Botschafter Oshima in Berlin war in einer noch deutlicheren Sprache gehalten: Er möge unverzüglich Hitler und Ribbentrop aufsuchen und ihnen vertraulich mitteilen, daß der Krieg zwischen Japan und den angelsächsischen Mächten »rascher, als irgend jemand sich träumen lässt«, entbrennen könnte.
Adolf Hitler sendet dem finnischen Staatspräsidenten Risto Ryti ein Glückwunschtelegramm zur Einnahme von Hangö.

6.12.1941
US-Präsident Roosevelt erhält die vom Geheimdienst dechiffrierte Nachricht, vom bevorstehenden Angriff der Japaner auf Pearl Habor. Obwohl genug Zeit war, die Truppenkommandeure in Hawaii zu instruieren, den Angriff abzuwehren, unternahm Roosevelt nichts. Er wollte die Zerstörung von Pearl Habor als Kriegsgrund.
Im Raum vor Moskau tritt die sowjetische Westfront unter Armee-General Georgi Konstantinowitsch Schukow mit 100 frischen Divisionen und tausend T-34 Panzern, darunter 500.000 gut ausgerüsteten, warm gekleideten sibirischen Soldaten zum Angriff gegen die entkräftete, frierende, ohne Winterkleidung stehende deutsche Heeresgruppe Mitte unter Generalfeldmarschall Fedor von Bock an.
Die „Straße des Lebens", welche 322 km über den zugefrorenen Ladogasee ins belagerte Leningrad führt, wird von den ersten LKW mit Versorgungsgütern befahren. Jedes Fahrzeug kann an einem Tag jedoch nicht mehr als 32 Kilometer zurücklegen.
Die Finnen erobern Medweschjegorsk an der Eisenbahnlinie Leningrad-Murmansk (zwischen dem Onegasee und den Segsee und Wygsee).
Die britische Regierung erklärt auf sowjetisches Drängen Finnland, Ungarn und Rumänien den Krieg.
In München wird im Rahmen eines Festaktes das Institut für die Technik des Staates eröffnet, eine politikwissenschaftliche Forschungseinrichtung der nationalsozialistischen Führung.
In der Zeit bis zum 24. Dezember werden Feldpostpäckchen gar nicht mehr und Feldpostbriefe nur noch bis 50 g Gewicht transportiert, da Reichspost und Reichsbahn Transportschwierigkeiten haben.

7.12.1941
Mit dem japanischen Angriff auf den US-amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii eröffnet Japan den Krieg gegen die USA und ihre Verbündeten. Zwei Stunden nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour, beginnen in den USA die ersten Festnahmen von japanischen Immigranten und Menschen die japanisch aussahen.
Im Auftrage von Adolf Hitler unterzeichnet der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Wilhelm Keitel, den so genannten „Nacht- und Nebel-Erlass", in dem festgestellt wird, dass sich seit Beginn des Ostfeldzuges die deutschfeindlichen Aktivitäten in den besetzten Gebieten verstärkt haben. In den von deutschen Truppen besetzten Länder sind danach Verhaftete so abzuführen, dass Angehörige nichts über deren Verbleib erfahren. Bei Straftaten „gegen das Reich oder die Besatzungsmacht" sei grundsätzlich die Todesstrafe angebracht, die in den besetzten Gebieten verhängt und vollstreckt werden solle.
Japan erklärt den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada und Australien den Krieg.
Der Befehlshaber des Deutschen Afrika-Korps, Generalleutnant Erwin Rommel, lässt den Kampf um die von britischen Einheiten gehaltene Stadt Tobruk abbrechen, als italienische Unterstützung für seine Truppen ausbleibt.
Heinrich Himmler weist in einem Runderlass daraufhin, dass in den Konzentrationslagern „das Interesse der Häftlinge für den wirtschaftlichen Einsatz" gehoben werden müsse. Er ordnet die Ausbildung von „mindestens 5.000 Steinmetzen und mindestens 10.000 Maurern" in den Konzentrationslagern an, um nach Kriegsende genügend „Bauarbeiterkräfte" für die zu errichtenden „Führerbauten" zur Verfügung zu haben.

8.12.1941
In einer Weisung Nr. 39 stellt Adolf Hitler fest: „Der überraschend früh eingebrochene Winter im Osten und die dadurch eingetretenen Versorgungsschwierigkeiten zwingen zu sofortiger Einstellung aller größeren Angriffsoperationen und zum Übergang zur Verteidigung."
Die „New York Times" meldete in ihrer Pearl Harbor-Sonderausgabe ganz offen auf Seite 13(!), daß Zeit und Ort des Überfalls im voraus bekannt gewesen waren.
Die USA erklären Japan nach Abstimmungen in beiden Parlamentskammern den Krieg. Großbritannien, Kanada, Australien, Niederländisch-Indien, Costa Rica und Nicaragua erklären Japan ebenfalls den Krieg.
Die Schlacht um Hong Kong beginnt. Die japanische 38. Infanterie-Division, unterstützt von schwerer Artillerie und Flugzeugen, greift die 12.000 Mann starke Britisch-Kanadisch-Indische Garnison an. Japanische Truppenverbände landen auf Luzon, der Hauptinsel der Philippinen. Die japanische Luftwaffe zerstört 100 US-Flugzeuge bei Luftangriffen auf die Philippinen. Der am 1. September 1939 begonnene Krieg weitet sich damit zum „Zweiten Weltkrieg" aus.
Ein thailändisch-japanisches Abkommen gestattet den Truppen Japans den Durchmarsch durch Thailand; japanische Streitkräfte hatten bereits zwei Tage vor Abschluss des Vertrags die Grenze Thailands überschritten.
Adolf Hitler empfängt in seinem Führerhauptquartier den bulgarischen Generalstabschef Generalleutnant Lukasch sowie den spanischen General Moscarde, die von Besichtigungsreisen an die Ostfront zurückkehren. Abends Abfahrt Hitlers nach Berlin.

9.12.1941
Der Großmufti von Jerusalem, Muhammad Amin Al Husaini, der von britischen Invasionstruppen vorübergehend gefangen gehalten worden war, wird von Adolf Hitler zu Gesprächen über die Situation im Nahen Osten in Berlin in der neuen Reichskanzlei empfangen.
Honduras, die Dominikanische Republik, Haiti, San Salvador, Panama und Mexiko erklären Japan den Krieg.
Kriegserklärung Tschunking-Chinas (Tschiang Kaishek) an Deutschland.
Die Russen stellen die Eisenbahnverbindung zum Ladogasee (und von dort per Schiff oder LKW über den zugefrorenen See nach Leningrad) durch die Rückeroberung von Tichwin wieder her.
Das brit. Unterseeboot "Porpoise" (Cdr. Pizey) torpediert das mit 2000 Gefangenen auf dem Rückmarsch von Bengasi befindliche Motorschiff "Sebastiano Venier" (6311 BRT), obwohl rechtzeitig Informationen über den Einsatz des Schiffes als Gefangenentransporter vorlagen. Trotz schweren Wetters kann das Lazarettschiff "Arno" 1800 Schiffbrüchige retten. Aber 309 britische und 11 italienische Soldaten verlieren ihr Leben.
Deutsche Luftwaffeneinheiten bombardieren die nordenglische Stadt Newcastle upon Tyne.
Im Alter von 85 Jahren stirbt Generalfeldmarschall Eduard Freiherr von Böhm-Ermolli, ein bekannter österreichisch-ungarischer Heerführer des Ersten Weltkrieges. Adolf Hitler ordnet ein Staatsbegräbnis an.

10.12.1941
Die britische Armee in Nordafrika stellt die Verbindung zu ihren Truppen in der Festung Tobruk her, die von deutschen Wehrmachtsverbänden belagert wurde.
Japanische Truppen erobern die US-amerikanische Insel Guam im Pazifischen Ozean und besetzen die Atolle Tarawa und Makin (Großbritannien).
Japanische Luftwaffenverbände versenken östlich von Britisch-Malaya (Malaysia) die Schlachtschiffe "Prince of Wales" und "Repulse" der britischen Ostasienflotte.
Die Südafrikanische Union erklärt Japan den Krieg. Die Türkei erklärt ihre Neutralität im Fernost-Konflikt.
Die Schweizer Bundesversammlung in Bern wählt mit 152 gegen 17 Stimmen Philipp Etter zum Bundespräsidenten für 1942; Vizepräsident wird Enrico Celio.

11.12.1941
Vor dem deutschen Reichstag in der Berliner Krolloper verkündet der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die deutsche Kriegserklärung an die USA. Zuerst gibt er einen „Rechenschaftsbericht" über den bisherigen Verlauf des Krieges. Die rhetorischen Attacken gegen den amerikanischen Präsidenten bilden den Höhepunkt der Rede. Dabei gibt er Amerika die Schuld an der Entwicklung und erwähnt vor allem die „Schießbefehle" vom 10. Juli und 11. September 1941.
Deutsche, japanische und italienische Regierungsvertreter unterzeichnen ein Abkommen über die gemeinsame Kriegsführung. Er verpflichtet die drei Staaten, den Krieg bis zum siegreichen Ende zu führen und keinen separaten Waffenstillstand oder Frieden mit Großbritannien und den USA zu schließen.
Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop überreicht dem amerikanischen Geschäftsträger in Berlin eine förmliche Kriegserklärung.
Adolf Hitler richtet Telegramme an König Viktor Emanuel III., an den Duce, an den Tenno sowie an den japanischen Ministerpräsidenten Generalleutnant Tojo anlässlich der Unterzeichnung des Vertrages zur gemeinsamen Kriegführung.
Die Philippinen, Kuba, Costa Rica und die Dominikanische Republik erklären Deutschland und Italien den Krieg.
Die US-amerikanischen Streitkräfte auf Wake Island im Pazifik schlagen einen japanischen Landungsversuch erfolgreich zurück.

12.12.1941
Zahlreiche Staaten, darunter Guatemala und Honduras, erklären dem Deutschen Reich und Italien den Krieg.
Ungarn, Rumänien und Bulgarien erklären den USA den Krieg. Bulgarien erklärt Großbritannien den Krieg, bleibt der Sowjetunion gegenüber jedoch neutral.
In einer Unterredung mit Großadmiral Erich Raeder beschließt Adolf Hitler, sechs große Unterseeboote an die Küste der USA zu entsenden.
In Gegenwart des Reichskommissars Arthur Seyss-Inquart empfängt Adolf Hitler in der Neuen Reichskanzlei den Leiter und Gründer der Nationalsozialistischen Bewegung in den Niederlanden, Anton Adriaan Mussert, zu einer Unterredung.
Im Deutschen Reich dürfen Juden öffentliche Telefone nicht mehr benutzen.
Aus Anlass der Gründung eines Institutes zur Erforschung des internationalen Pressewesens sagt der Reichspressechef der NSDAP, Otto Dietrich, dass die Pressefreiheit "verheerend" auf die Völker der Welt gewirkt habe.
In einem Schreiben an den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, ordnet Adolf Hitler an, das Schauspiel "Wilhelm Tell" von Friedrich von Schiller künftig nicht mehr im Schulunterricht zu behandeln.
Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt erhält zum 65. Geburtstag von Adolf Hitler eine Dotation von 250.000 RM.

13.12.1941
Die US-amerikanische Regierung in Washington gibt bekannt, daß künftig französische Schiffe in Häfen der Vereinigten Staaten ebenso beschlagnahmt werden wie Schiffe der Achsenmächte Italien und Deutsches Reich.
Die italienischen Schnellen Kreuzer „Alberico da Barbiano" und „Alberto di Giussano", voll beladen mit Benzinfässern für die italienischen Truppen in Nordafrika, werden durch 3 britische und den holländischen Zerstörer „Isaac Sweers" südlich von Sizilien versenkt. 900 italienische Besatzungsmitglieder werden getötet.
Die Japaner setzen in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember auf breiter Front von Kaulun auf die Insel von Hong Kong über.
Aus Anlass des Vertragsabschlusses zwischen Deutschland, Italien und Japan empfängt Adolf Hitler den japanischen Botschafter Hiroshi Oshima in Sonderaudienz und überreicht ihm das „Goldene Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler".
Nicaragua erklärt Deutschland und Italien den Krieg.

14.12.1941
Die 9. deutsche Armee an der Front in der UdSSR muss die Stadt Kalinin aufgeben und sich vor den vorrückenden Einheiten der Roten Armee nach Westen zurückziehen.
Das italienische Schlachtschiff „Vittorio Veneto" wird in der Strasse von Messina durch Torpedos des englischen Unterseebootes „Urge" beschädigt.
Adolf Hitler ordnet den westwallartigen Ausbau der gesamten Küste vom Nordkap bis zur spanischen Grenze an.
Der Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten, Hanns Kerrl, stirbt an einem Herzversagen bei einem Aufenthalt in Paris. Adolf Hitler ordnet ein „Staatsbegräbnis" an. Die Kirchenpolitik Kerrls wird von der Führung des Dritten Reiches als gescheitert eingeschätzt, es wird kein Nachfolger ernannt.
In Wien findet die Trauerfeier für den verstorbenen Generalfeldmarschall Eduard Freiherr von Böhm-Ermolli statt, Wilhelm Keitel legt einen Kranz Adolf Hitlers nieder.
In Nicaragua, das am 13. Dezember dem Deutschen Reich den Krieg erklärt hat, wird die allgemeine Wehrpflicht mit einer Dauer von sechs Monaten eingeführt; die Regierung von Anastasio Somoza García nutzt den Kriegszustand, um ihre Macht im Land auszubauen.
In Zürich besiegt die schweizerische Eishockeynationalmannschaft die deutsche Auswahl 3:1.

15.12.1941
Die Schweiz übernimmt die Vertretung der deutschen Interessen in den Vereinigten Staaten und vertritt gleichzeitig britische und US-amerikanische Anliegen im Deutschen Reich.
Der britische Kreuzer "Galatea" wird durch U-557 nördlich von Alexandria versenkt.
Die Einzelhandelspreise im Deutschen Reich betragen für 1 kg Brot 0,35 Reichsmark (RM), 1 kg Zucker 0,74 RM, 5 kg Kartoffeln 1,49 RM, 1 l Milch 0,26 RM, 1 kg Schweinefleisch 1,60 RM und 50 kg Steinkohle 2,08 RM.
Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der nationalsozialistischen Partei in den Niederlanden (NSB) unter Führung von Anton Adriaan Mussert werden alle anderen politischen Vereinigungen in den Niederlanden aufgelöst.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an den früheren finnischen Staatspräsidenten Per Evind von Svinhufvud zum 80. Geburtstag.
Abends fährt Adolf Hitler wieder in sein FHQ „Wolfsschanze" zurück.

16.12.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler fordert die deutschen Truppen an der Ostfront zu »fanatischem Widerstand« auf und verbietet jedes Zurückweichen im Raum um Moskau.
Im Marmorsaal der Reichskanzlei findet der Staatsakt für Hanns Kerrl statt. Adolf Hitler ist wieder in der „Wolfsschanze", Hermann Göring muss die Rede halten und „den Kranz des Führers", niederlegen.
Die in London residierende Exilregierung der Tschechoslowakei erklärt Deutschland und Italien den Krieg.
Japaner landen im Norden von Borneo, Holländer und Briten setzten das dortige Ölfeld in Brand.
In Hamburg wird der Heinz Rühmann-Film "Quax, der Bruchpilot" uraufgeführt; unter der Regie von Kurt Hoffmann spielen neben Rühmann, Karin Himboldt, Lothar Firmans, Harry Liedtke und Hilde Sessak weitere Hauptrollen.

17.12.1941
Das US-amerikanische Repräsentantenhaus erteilt dem US-Präsident Roosevelt außerordentliche Vollmachten für die Dauer des Krieges; Roosevelt kann u.a. ohne Rücksprache mit den beiden Parlamentskammern Zensurmaßnahmen verhängen.
Bei der Belagerung von Sewastopol beginnt ein zweiter deutsch-rumänischer Angriff der die russische Garnison zwingt, sich auf die letzte Verteidigungslinie 8 km nördlich der Stadt zurückzuziehen.
Der Oberbefehlshaber des Heeres Walther von Brauchitsch wiederholt sein Rücktrittsgesuch.
Zwischen Riga und Tilsit wird erstmals eine deutsche Autobuslinie eingerichtet die Postbusse legen die 300 km lange Strecke in sieben Stunden zurück.

18.12.1941
Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Mitte, Generalfeldmarschall Fedor von Bock, wird abgelöst und durch Generalfeldmarschall Hans Günther von Kluge ersetzt; Hintergrund dieser Umbesetzung ist mangelnder Erfolg der deutschen Wehrmachtseinheiten an der Ostfront.
Die britische 'Force K' läuft in ein Minenfeld vor Tripolis, wobei der Kreuzer „Netpune" und der Zerstörer „Kandahar" sinken (nur ein Überlebender auf der Neptune). 2 weitere Kreuzer werden beschädigt.
Heinrich Himmler weilt zu einem längeren Vortrag im FHQ bei Adolf Hitler. Besprechungspunkte: Judenfrage, Organisation, Ausrüstung, Einsatz und Stellenbesetzung der bewaffneten SS. Panama erklärt Deutschland und Italien den Krieg.
In München wird der Film "Der Meineidbauer" uraufgeführt; unter der Regie von Leopold Hainisch spielen Eduard Köck und O(tto) W(ilhelm) Fischer die Hauptrollen.

19.12.1941
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler entlässt aus Unzufriedenheit über die deutsche Heeresleitung Generalfeld- marschall Walter von Brauchitsch, den Oberbefehlshaber des Heeres, und übernimmt selbst den Oberbefehl. In einem Aufruf an die „Soldaten des Heeres und der Waffen-SS" erklärt er bei dieser Gelegenheit: „Von der neuen Ostfront wird dabei nichts anderes erwartet, als was die deutschen Soldaten einst vor 25 Jahren in vier russischen Kriegswintern schon geleistet haben." Er schließt mit der Beteuerung: „Der Herrgott aber wird den Sieg seinen tapfersten Soldaten nicht verweigern."
Italienische Torpedoreiter versenken die britischen Schlachtschiffe "Vailant" und "Queen Elizabeth" im Hafen von Alexandria; beide Schiffe werden von der britischen Marine wieder gehoben und in Dienst gestellt.
Im Atlantik werden 2 Focke-Wulf Condor von Grumman Martlet (US F4F Wildcat) Trägerjagdflugzeugen vom ersten in Dienst gestellten Geleitträger HMS „Audacity" abgeschossen.
Vier neue Filme werden im Deutschen Reich uraufgeführt; in Lübeck findet die Premiere von "Menschen im Sturm" von Fritz Peter Buch mit Olga Tschechowa und Siegfried Breuer statt; in Wien wird "Tanz mit dem Kaiser" von Georg Jacoby mit Marika Rökk, Wolf Albach-Retty und Axel von Ambesser erstmals gezeigt; darüber hinaus werden die Filme "Sonntagskinder" in Hamburg und "Sein Sohn" in Kattowitz (Katowice) in den Kinos uraufgeführt.

20.12.1941
In Moskau gehen sowjetisch-britische Beratungen zu Ende, in deren Verlauf der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin seine Kriegsziele bekanntgibt; u.a. fordert er die Anerkennung der sowjetischen Grenzen vom 22. Juni 1941, eine Aufteilung des Deutschen Reiches und die Wiederherstellung Österreichs.
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels rufen die deutsche Bevölkerung zur Spende von warmer Winterkleidung für die Truppen an der Front in der Sowjetunion auf.
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler befiehlt den deutschen Armeen, Stalins Taktik der „Verbrannten Erde" zu übernehmen.
Unter starken Angriffen der Roten Armee ziehen sich die 2. deutsche Armee und die 2. Panzergruppe auf die Linie Tim-Mzensk südlich von Bjelew zurück.

21.12.1941
Die nach Sizilien verlegten deutschen Luftwaffeneinheiten beginnen mit Angriffen auf die Mittelmeerinsel Malta, die eine wichtige Versorgungsbasis für die britischen Streitkräfte in Nordafrika ist. Das deutsche Nachrichtenbüro (DNB) gibt zur Übernahme des Oberkommandos des Heeres durch Adolf Hitler u.a. bekannt: „Die Staatsräson verlangt gebieterisch die Zusammenfassung aller Kräfte in einer Hand."
Das deutsche Afrika-Korps zieht sich in den Raum Agedabia zurück.
Der Geleitflugzeugträger HMS "Audacity" wird in der Nacht zum 22. Dezember durch U-751 versenkt.
Russische Kriegsschiffe transportieren zwischen dem 21. und 27. Dezember 10.000 Mann Verstärkung nach Sewastopol und beschießen die deutschen Stellungen vor der Stadt.
In Bangkok unterzeichnen japanische und thailändische Regierungsvertreter ein Militärbündnis, das die gegenseitige Respektierung und die Unterstützung bei Angriffen dritter Staaten auf einen der unterzeichnenden Vertragspartner vorsieht.

22.12.1941
Der britische Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Franklin Delano Roosevelt schaffen bei der sog.
Arcadia-Konferenz in Washington die Grundlagen für den "Pakt der Vereinten Nationen". Sie bilden außerdem einen gemeinsamen Kriegsrat beider Staaten das Combined Chiefs of Staff Committee (CCSC).
Der Südflügel der 4. Armee bei Kaluga wird von sowjetischen Truppen umfasst, wodurch eine bedrohliche Lage entsteht. Adolf Hitler verweigert jedoch die Genehmigung zu einer großzügigen Absetzbewegung.
Japanische Landung im Lingayen-Golf und der Lamon-Bucht auf der philippinischen Insel Luzón mit anschließendem Vorstoß auf Manila von Norden und von Süden aus.
Alfred Rosenberg interveniert beim Zentralverlag der NSDAP, weil die Werke des „ersten Dichters der Bewegung", Dietrich Eckart, in den Buchhandlungen „nicht mehr erhältlich" sind.
Der Film "Alarmstufe V" von Regisseur Alois Lippl wird in Dresden uraufgeführt; die Hauptrollen spielen Heli Finkenzeller, Ernst von Klipstein, Bruno Hübner und Liesl Karlstadt.

23.12.1941
In Nordafrika räumt das Deutsche Afrika-Korps die libysche Hafenstadt Bengasi, die am 26. Dezember von britischen Streitkräften besetzt wird.
Die Japaner erobern das von US-amerikanischen Streitkräften bislang erfolgreich verteidigte Pazifik-Atoll Wake Island.
Die US-Filipino-Streitkräfte beginnen mit ihrem Rückzug auf die Bataan-Halbinsel und erklären Manila zur 'offenen Stadt'.
In einer Verordnung zum „Schutz der Sammlung von Wintersachen für die Front" droht Adolf Hitler jedem, der sich an diesen Sachen „bereichert oder solche Sachen sonst ihrer Verwendung entzieht", die Todesstrafe an.

24.12.1941
Adolf Hitler ordnet eine bessere Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener an, damit eine möglichst große Zahl zum Arbeitseinsatz ins Deutsche Reich gebracht werden kann.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verspricht in seiner Weihnachtsansprache, das Deutsche Reich werde "größer, schöner und erhabener aus diesem Krieg hervorgehen".
Die britische Kronkolonie Hongkong kapituliert vor der Übermacht der japanischen Truppen.
Japaner landen auf der philippinischen Insel Jolo Island, welche bis zum 25. Dezember besetzt wird.
Freifranzösische Truppen von General Charles de Gaulle erobern die Inselgruppe Saint-Pierre-et-Miquelon vor der Küste Neufundlands, die zum französischen Kolonialbesitz gehört.
Der mittlerweile zum Verräter gewordene Schriftsteller Thomas Mann wünscht mit unverfrorener Scheinheiligkeit seinen deutschen Landsleuten in einer üblen Hetzrede der British Broadcasting Corporation (BBC), dass sie Scham und Verzweiflung spüren mögen angesichts des Unheils, das sie in ganz Europa anrichten.

25.12.1941
Nach internen Auseinandersetzungen in der deutschen Heeresleitung wird der Oberbefehlshaber der 2. Panzer-Armee, Generaloberst Heinz Guderian, durch Generaloberst Rudolf Schmidt ersetzt. Guderian hatte versucht, Hitler zu überzeugen, den direkten Angriff auf Moskau der Eroberung der Ukraine vorzuziehen.
In Berlin empfängt der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop den früheren irakischen Ministerpräsidenten Raschid Al Gailani zu Beratungen über die Lage im Nahen Osten; die deutsche Reichsregierung unterstützt anti-britische Gruppierungen in dieser Region.
Die britische 8. Armee besetzt die libysche Hafenstadt Bengasi.

26.12.1941
Russische Einheiten landen auf der Krim; deutsche Wehrmachtseinheiten hielten die Halbinsel bis auf die Festung Sewastopol seit dem 16. November besetzt.
In einem „Grundsätzlichen Befehl über das Meldewesen in der Wehrmacht" befiehlt Adolf Hitler: „Jede Meldung muss daher von dem Grundsatz bedingungsloser Wahrheitsliebe und Gewissenhaftigkeit getragen sein (...) Übertreibungen und Schönfärberei sind gefährlich. Unerfüllte Forderungen und eigene Fehler wahrheitsgetreu zu melden, gereicht jedem Soldaten zu Ehre (...)"
Adolf Hitler wünscht die Rückverlegung der schweren Einheiten der Marine nach Norwegen, andernfalls droht er mit der Desarmierung der Großkampfschiffe.
Nach dem Aufruf zum Spenden von Winterkleidung für die Ostfront-Soldaten am 20. Dezember ergeht ein erneuter Aufruf der deutschen Regierung zur Abgabe von Skiern; ab dem 30. Dezember wird der Transport von Skiern in Eisenbahnen, Automobilen und Straßenbahnen für Zivilisten verboten.

27.12.1941
96 britische Terrorbomber werfen 126 t Bomben über Düsseldorf ab.
Die Operation "Archery" der britischen Marine gegen deutsche Anlagen auf den norwegischen Lofotinseln wird mit der Versenkung von insgesamt sieben Schiffen erfolgreich abgeschlossen.

28.12.1941
Adolf Hitler befiehlt dem deutschen Heer in der UdSSR die Verteidigung der deutschen Stellungen bis zum letzten Einsatz.
Einheiten der japanischen Armee landen auf Sumatra.
Die japanische Luftwaffe bombardiert Manila. Sie widerlegen damit die 'willkürliche und einseitige' US-Ankündigung, Manila als die Hauptstadt der Philippinen zur 'offenen Stadt' zu erklären.

29.12.1941
Truppen der Roten Armee erobern die Stadt Kertsch auf der Halbinsel Krim von deutschen Einheiten zurück und durchbrechen im Bereich der Heeresgruppe Mitte die deutschen Linien.
Adolf Hitler erklärt Erich Raeder, dass er den Schlachtschiffen jeden Wert für zukünftige Kriege abspreche.
General Hans Graf von Sponeck, Kommandant des XXXXII. Armeekorps, räumt die Halbinsel Kertsch gegen den Befehl seiner Vorgesetzten.
Japanische Truppen erobern die Stadt Ipoh im Westen von Malaysia und rücken an der Ostküste auf Kuantan vor.

30.12.1941
Ein Wehrmachtslazarett an der Straßengabel Simferopol- Jalta fällt mit allen Verwundeten, Ärzten und Rotkreuzschwestern in die Hände der Sowjets. Verwundete und Ärzte werden aus den Fenstern des mehrstöckigen ehemaligen Hotels geworfen und bei 20 Grad unter Null mit Wasser überbegossen. Die Krankenschwestern werden nach ihrer Vergewaltigung mit riesigen Nägeln durch die Scheiden an den Holzfußboden genagelt.
An der Ostfront erobern russische Streitkräfte die Stadt Kaluga, südwestlich von Moskau zurück.
Nach seiner Entscheidung, die britischen Kriegsanstrengungen zu unterstützen, tritt Gandhi vom Vorsitz der Indischen Kongress-Partei zurück.
In der Reichshauptstadt Berlin findet im Staatlichen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt die Premiere der Gustaf-Gründgens-Inszenierung von William Shakespeares Komödie "Die Lustigen Weiber von Windsor" statt.
Der Liebesfilm "Illusion" von Regisseur Viktor von Tourjansky wird in den Berliner Kinos uraufgeführt; Hauptdarsteller in diesem Streifen sind Johannes Heesters und Brigitte Horney.

31.12.1941
Die 11. deutsche Armee, die seit dem 17. Dezember erstmals systematisch versucht, die sowjetische Festung Sewastopol zu erobern, muss ihre Operationen wegen der Landung starker Einheiten der Roten Armee auf der Krim aufgeben.
Auf den Philippinen bilden die US-Filipino-Streitkräfte eine neue Verteidigungslinie durch den Norden der Bataan-Halbinsel.
General Hans Graf von Sponeck wird von seinem Posten abgesetzt und später in Berlin vor ein Kriegsgericht gestellt.
Seit Jahresbeginn sind im Deutschen Reich 11.405 Linksoppositionelle verhaftet worden.
Seit dem Beginn des Russlandfeldzugs am 22. Juni 1941 verlor das deutsche Ostheer 830.903 Soldaten: Gefallen 7.120 Offiziere und 166.602 Mann. Vermisst: 619 Offiziere und 35.254 Mann. Verwundet: 1901 Offiziere und 602.292 Mann.
Im Jahr 1941 warf die deutsche Luftwaffe 20.858 Tonnen Bomben auf England, während die Alliierten 35.509 Tonnen auf deutschen Gebieten abwarfen.

Am 7. Dezember 1941 kam es zum durch die USA provozierten und erwarteten japanischen Angriff auf Pearl Harbour, nachdem Japan auf das Ultimatum eines Truppenabzugs aus China nicht reagierte. Roosevelt wollte die USA in den Krieg gegen Deutschland führen. Da er damit auf den Widerstand der Bevölkerungsmehrheit und des Kongresses stieß, wählte er den Umweg eines Krieges mit Japan. Roosevelt war entschlossen, sowohl Deutschland als auch Japan zu vernichten und dazu sein widerstrebendes Volk in den Krieg zu zwingen. Der Angriff auf die amerikanische Flotte auf Hawaii war Anlaß für die US-Amerikaner zum Eintritt in den Zweiten Weltkrieg, genau wie der Zwischenfall im Golf von Tonkin zum Vietnamkrieg führte und wie der inszenierte Angriff auf das World Trade Center 2001 die Fahrkarte nach Afghanistan war.

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Anna Seghers

Maxim Maximowitsch Litwinow

Freiherr von Mannerheim

Adolf Bartels

Hans Baumann

Josef Wagner

Otto Dietrich

Heinz Rühmann

Hans Günther von Kluge

O. W. Fischer

Charles de Gaulle

Generaloberst Rudolf Schmidt

Johannes Heesters

Bei lebendigem Leib in die Brandung gelegt...
Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Die Wochenschau vom 20.11.1941 - Kampf gegen bolschewistische Widerstandsnester. Ausbesserung von Bruecken im Raum um Leningrad, Nachschub von Nahrung und Wintersachen, Winterquartiere der Soldaten, Spaehtrupptaetigkeit, Auszeichnung verdienter Soldaten.

Die Wochenschau vom 26.11.1941 - Abschied von Generaloberst Ernst Udet, letzte Ehrerweisungen Hitlers und Goerings. Alfred Rosenberg wird vom Fuehrer zum Reichsminister fuer die besetzten Ostgebiete ernannt. Das Rentier als willkommener Helfer im hohen Norden.

Das Leben der Juden im Ghetto Theresienstadt - in dem die Juden Tschechiens, ältere Juden und Personen mit „besonderen Verdiensten“ aus Deutschland, Österreich und Tschechien und einige tausend Juden aus den Niederlanden und aus Dänemark interniert wurden.

Am 29. Dezember landeten die Sowjets an der Südostküste der Krim Truppen an, um die schon von der deutschen Wehrmacht kontrollierte Halbinsel Kertsch zurückzuerobern. Die Anlandung gelang in völliger Dunkelheit, eingewiesen durch Lichtsignale von bolschewistischen Partisanen-Banden. Das Feuer der Schiffsartillerie setzte schlagartig ein und überraschte die Verteidiger von Feodosia, die dann im Handstreich von den angelandeten Sowjets überwältigt wurden. Ein Wehrmachtslazarett mit etwa 160 Schwerverwundeten in Feodosia an der Straßengabel Simferopol - Jalta fällt mit allen Verwundeten, Ärzten und Rotkreuzschwestern in die Hände der Sowjets. Die Marinesoldaten liefen in vollkommen betrunkenem Zustand durch das Lazarett. Verwundete und Ärzte werden aus den Fenstern des mehrstöckigen ehemaligen Hotels geworfen und bei 20 Grad unter Null mit Wasser übergossen. Die Krankenschwestern werden nach ihrer Vergewaltigung mit riesigen Nägeln durch die Scheiden an den Holzfußboden genagelt. Hitler sagte es bereits im Oktober: "...dieser Feind besteht nicht aus Soldaten, sondern zum großen Teil nur aus Bestien."

Am 29. Dezember landeten die Sowjets an der Südostküste der Krim Truppen an, um die schon von der deutschen Wehrmacht kontrollierte Halbinsel Kertsch zurückzuerobern. Die Anlandung gelang in völliger Dunkelheit, eingewiesen durch Lichtsignale von bolschewistischen Partisanen-Banden. Das Feuer der Schiffsartillerie setzte schlagartig ein und überraschte die Verteidiger von Feodosia, die dann im Handstreich von den angelandeten Sowjets überwältigt wurden. Ein Wehrmachtslazarett mit etwa 160 Schwerverwundeten in Feodosia an der Straßengabel Simferopol - Jalta fällt mit allen Verwundeten, Ärzten und Rotkreuzschwestern in die Hände der Sowjets. Die Marinesoldaten liefen in vollkommen betrunkenem Zustand durch das Lazarett. Verwundete und Ärzte werden aus den Fenstern des mehrstöckigen ehemaligen Hotels geworfen und bei 20 Grad unter Null mit Wasser übergossen. Die Krankenschwestern werden nach ihrer Vergewaltigung mit riesigen Nägeln durch die Scheiden an den Holzfußboden genagelt. Hitler sagte es bereits im Oktober: "...dieser Feind besteht nicht aus Soldaten, sondern zum großen Teil nur aus Bestien."