Chronik des Nationalsozialismus November / Dezember 1944

NOVEMBER 1944

1.11.1944
Britische Truppen landen auf der Insel Walcheren in der Scheldemündung. Mit der Insel wollen sie von See her Zugang zum Hafen von Antwerpen bekommen.
Die deutschen Seestreitkräfte in der Nordsee erhalten ihren eigenen Funkschlüssel »Barbara«, der von den Alliierten bis Kriegsende nicht entschlüsselt wird.
Adolf Hitler verleiht Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge und dem Präsidenten der Forschungsanstalt der deutschen Reichspost, Heinrich Gerwig, in Würdigung ihrer besonderen Verdienste um Aufgaben der Kriegsführung das „Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern".
Über Radio Paris fordert eine französische Untersuchungskommission für Kriegsverbrechen die Bevölkerung des Landes auf, genaue Listen mit den Namen aller Kriegsverbrecher und ihren Vergehen zu erstellen.
Erstmals seit dem 18. April 1942 erscheint wieder ein US-amerikanisches Flugzeug über Tokio.
Die ersten von 9.000 Papier-Ballons, welche mit kleinen Bomben bestückt sind, werden in der Nähe von Tokio gestartet. Nur eine kleine Anzahl von ihnen erreicht Nordamerika und tötet insgesamt 6 Menschen.
Der polnische Dokumentarfilm "Majdanek" über das gleichnamige deutsche Konzentrationslager bei Lublin, der vom Filmstudio der polnischen Armee produziert wurde, wird zum ersten Mal in der Öffentlichkeit vorgeführt.

Bei alliierten Terrorbombardements gegen Köln sind seit 4 Tagen insgesamt 9000 t Bomben abgeworfen worden. Die ganze Stadt liegt in Trümmern.                     
















1.11.1944
Britische Truppen landen auf der Insel Walcheren in der Scheldemündung. Mit der Insel wollen sie von See her Zugang zum Hafen von Antwerpen bekommen.
Die deutschen Seestreitkräfte in der Nordsee erhalten ihren eigenen Funkschlüssel »Barbara«, der von den Alliierten bis Kriegsende nicht entschlüsselt wird.
Adolf Hitler verleiht Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge und dem Präsidenten der Forschungsanstalt der deutschen Reichspost, Heinrich Gerwig, in Würdigung ihrer besonderen Verdienste um Aufgaben der Kriegsführung das „Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern".
Über Radio Paris fordert eine französische Untersuchungskommission für Kriegsverbrechen die Bevölkerung des Landes auf, genaue Listen mit den Namen aller Kriegsverbrecher und ihren Vergehen zu erstellen.
Erstmals seit dem 18. April 1942 erscheint wieder ein US-amerikanisches Flugzeug über Tokio.
Die ersten von 9.000 Papier-Ballons, welche mit kleinen Bomben bestückt sind, werden in der Nähe von Tokio gestartet. Nur eine kleine Anzahl von ihnen erreicht Nordamerika und tötet insgesamt 6 Menschen.
Der polnische Dokumentarfilm "Majdanek" über das gleichnamige deutsche Konzentrationslager bei Lublin, der vom Filmstudio der polnischen Armee produziert wurde, wird zum ersten Mal in der Öffentlichkeit vorgeführt.

Bei alliierten Terrorbombardements gegen Köln sind seit 4 Tagen insgesamt 9000 t Bomben abgeworfen worden. Die ganze Stadt liegt in Trümmern.                     
















2.11.1944
Die britische Regierung teilt der polnischen Exilregierung unter Ministerpräsident Stanislaw Mikolajczyk im sog. Cadogan-Brief mit, dass sie keine Garantie für die Unabhängigkeit Polens aussprechen könne, da es nicht gelungen sei, Mikolajczyk zum Verzicht auf die Gebiete östlich der Curzon-Linie zu bewegen.
In einem persönlichen Schreiben teilt Martin Bormann Heinrich Lammers mit, dass der Führer angeordnet hat, dass Beamte, die jüdische Mischlinge oder die mit Juden oder jüdischen Mischlingen verheiratet sind, in Obersten Reichsbehörden nicht mehr tätig sein dürfen. Es ist dies die letzte bekannt gewordene Anordnung Hitlers zur Judenfrage.
In Großbritannien kommt es zu heftigen Debatten über die Frage nach dem Zeitpunkt des Kriegsendes. Während die militärische Führungsspitze mit einer Beendigung der Kriegshandlungen vor dem Jahreswechsel rechnet, geht Premierminister Winston Churchill davon aus, dass sich die Kämpfe noch bis in das Jahr 1945 hinziehen werden.
Die deutsche 2. Panzerarmee unter General Maximilian de Angelis, festigt ihrer Stellungen entlang des Fluss Drina, westlich von Belgrad.
Die Befreiung Belgiens ist abgeschlossen, die deutschen Garnisonen in Zeebrügge, Knocke und Heyst kapitulieren.
Große Luftschlacht über der synthetischen Ölraffinerie von Leuna bei Merseburg. Die 8. USAAF behauptet 183 deutsche Flugzeuge (einschließlich 4 Düsenjäger) bei einem Verlust von 40 Bombern und 28 Begleitjägern (einschließlich der Verluste durch Flak) abgeschossen zu haben.
Während der Nacht schickt die RAF 992 Bombern nach Düsseldorf und kleinere Bombergruppen zu anderen Zielen (insgesamt 20 Bomber gehen verloren).
In einem gewagten Unternehmen sprengen sechs britische "Mosquito"-Bomber aus 25 m Höhe das Hauptquartier der deutschen Gestapo in Arhus (Dänemark).

3.11.1944
Der Hafen von Antwerpen (Belgien) wird durch die Alliierten wiedereröffnet, nachdem er in einer mehrwöchigen Aktion von Minen befreit worden ist.
Die Kanadier setzen von Beveland aus über, um die Briten auf Walcheren zu unterstützen. Die 1. US-Armee nimmt Schmidt in der Nähe von Aachen, welches aber von deutschen Truppen am nächsten Tag zurückerobert wird.
Generalleutnant Richard McCreery ersetzt Generalleutnant Oliver Leese als Befehlshaber der Britischen 8. Armee.
Nach Meldungen der deutschen Presse musste der Einzelhandel des Deutschen Reiches im Laufe der Kriegsjahre bisher rund 45 % der Arbeitskräfte an die Wehrmacht und die Rüstungsindustrie abgeben. Andererseits ist der Arbeitsaufwand für die Verkaufsläden durch verlängerte Ladenzeiten und das komplizierte Markensystem wesentlich größer geworden.
Joseph Goebbels gibt über die Maßnahmen zum „totalen Kriegseinsatz" u.a. bekannt: „Aus den in der Heimat freigemachten Kräften seien zahlreiche ,Volksgrenadier-Divisionen' gebildet worden, die sich an der Front bewährt hatten. (...) Hunderttausende von Arbeitskräften seien für den Einsatz in der Rüstung freigestellt worden. (...)
Das griechische Verkehrsministerium gibt bekannt, dass vom Vorkriegsbestand der griechischen Eisenbahnen lediglich zehn Lokomotiven und 40 halbzerstörte Güterwagen übriggeblieben sind. Personenwagen sind überhaupt nicht mehr vorhanden.
Der Pariser Bevölkerung wird amtlich mitgeteilt, dass vor dem 1. Januar 1945 keine Kohle für Heizzwecke zur Verfügung stehen werde.

4.11.1944
Bochum, im Ruhrgebiet, erleidet seinen schwersten von insgesamt 150 Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg. 549 RAF-Bomber greifen die Stadt an und werfen 2.323 t Bomben. Auch Hamburg wird wieder von der 8. US-Luftflotte mit 1030 t Bomben angegriffen. RAF-Nachtbomber verursachen neue Brechen im Dortmund-Ems-Kanal.
Das deutsche Lazarettschiff "Bonn" wird völkerrechtswidrig von britischen Seestreitkräften aufgebracht und nach Bari eingebracht. Bis zum Kriegsende wird es nicht wieder freigegeben.
Russische Ferngeschütze beschießen erstmals Budapest.
Adolf Hitler befiehlt die Steigerung des Flak- und Munitionsprogramms.
Die Versorgungslage in den von der deutschen Besatzung befreiten Ländern Frankreich, Belgien und Niederlande ist katastrophal. Dies wird auf einer Pressekonferenz in London von Sprechern der drei Länder mitgeteilt.
Der spanische Staatschef Francisco Franco Bahamonde steckt in einem Presseinterview die politischen Positionen seines Regimes ab. Er bezeichnet Spanien außenpolitisch als neutral und innenpolitisch als eine sich auf Waffen stützende Demokratie.

5.11.1944
Deutsche Truppen erobern die ostpreußische Stadt Goldap zurück, die am 22. Oktober von den Russen eingenommen worden war. Auch hier fand die Wehrmacht deutsche Frauen und Kinder, die vergewaltigt, verstümmelt und erschlagen wurden. Der kommunistische Jude Ilja Ehrenburg hetzt die bestialisch wütende Rote Armee weiter auf: „Soldaten der Roten Armee! Tötet! Tötet! Folgt der Weisung des Genossen Stalin, brecht den Rassenstolz der deutschen Frau. Nehmt sie Euch!"
Bei der Lagebesprechung im Führerhauptquartier „Wolfsschanze" beschäftigt sich Adolf Hitler mit der Situation in Finnland.
Im Hauptquartier des OB West östlich Krefeld finden Besprechungen über die geplante deutsche Gegenoffensive im Westen statt, wobei sich die Feldmarschälle Gerd von Rundstedt und Walter Model gegen die von Adolf Hitler vorgeschlagene „Große Lösung" mit dem Ziel einer Rückeroberung von Antwerpen aussprechen und für eine „Kleine Lösung" mit einem Vorstoß bis an die Maas plädieren.
Adolf Hitler stiftet anlässlich des 95. Geburtstages des Generalfeldmarschalls von Mackensens in dankbarer Würdigung dem Kavallerie-Regiment 5 das Ärmelband „Feldmarschall von Mackensen".

6.11.1944
Der residierende britische Staatsminister im Nahen Osten, Walter Edward Guiness Baron Moyne of Bury St. Edmunds, wird in Kairo von zwei jüdischen Attentätern erschossen. Die beiden Männer, die zu der extremistischen jüdischen "Stern"-Gruppe gehören, wollen mit dem Mordanschlag gegen die britische Palästinapolitik protestieren.
Die italienische Regierung meldet die Bildung einer eigenen italienischen Armee, die etwa sechs Divisionen stark ist und an der Seite der alliierten Streitkräfte in den Krieg eintreten soll.
Die "Provisorische Regierung Frankreichs" setzt alle Diskriminierungsgesetze gegen Juden außer Kraft. Die Durchführung erweist sich jedoch in einigen Punkten als problematisch. Es handelt sich dabei vor allem um das Rückkehrrecht der Juden an ihre früheren Arbeitsplätze und in ihre Wohnungen sowie um die Rückgabe ihres konfiszierten Besitzes.
Die sowjetische Regierung lehnt das Ersuchen des schweizerischen Bundesrates ab, die diplomatischen Beziehungen zwischen den Regierungen beider Länder wiederaufzunehmen.
In Liverpool (Großbritannien) nimmt die bisher größte Penicillinfabrik der Welt ihre Produktion auf.

7.11.1944
Franklin Delano Roosevelt (Demokraten) geht erneut als Sieger aus den Präsidentschaftswahlen der USA hervor.
Die beiden Verkehrsknotenzonen Ludwigshafen- Aschaffenburg und Nürnberg- Treuchtlingen- München- Rosenheim werden von alliierten Kampfflugzeugen angegriffen.
Der deutsche Journalist und sowjetische Spion Richard Sorge wird nach dreijähriger Haft in Tokio hingerichtet. Sorge hatte, getarnt als Korrespondent der "Frankfurter Zeitung", seit 1933 Geheiminformationen in japanischen Regierungskreisen gesammelt und an die Sowjetunion weitergegeben.
Im Hotel "Rotes Haus" in Straßburg treffen sich führende deutsche Industrielle, um im Hinblick auf die bevorstehende militärische Niederlage des Deutschen Reiches die Vorbereitung der Nachkriegsproduktion zu planen.
Auf der Eisenbahnstrecke Obertürkheim- Untertürkheim bei Stuttgart stößt ein Vorortzug mit einem leeren Personenzug zusammen. Aus den Trümmern werden 40 Tote geborgen.

8.11.1944
US-amerikanische Truppen eröffnen bei Metz in Frankreich einen Angriff gegen die deutsche Front.
Auf den Gedenktag zum Putsch von 1923 wird ganz verzichtet.
Adolf Hitler verkündet in einem OKW-Bericht den bereits im September begonnenen Einsatz der V2-Raketen. Weitere „Wunderwaffen" besitzt Hitler nicht mehr, obwohl der Glaube daran bis zuletzt im Volk aufrechterhalten werden musste.
Rund 60 000 Personen, die der Kollaboration mit den Deutschen verdächtigt werden, befinden sich nach Mitteilung des belgischen Ministerpräsidenten Hubert Pierlot in seinem Land in Haft.
Die 70. deutsche Infanteriedivision streckt nach 8 Tagen Kampf auch der Scheldeinsel Walcheren die Waffen, nachdem sie den Alliierten schwerste Verluste zugefügt hatte, unter anderem wurden 14 Landungsschiffe versenkt.
Schwere Bomber der 8. US-Air-Force und Jagdbomber der 9. US-Air-Force greifen zahlreiche Ziele vor der vorrückenden 3. US-Armee an. Die 2. Tactical Air Force der britischen RAF greift Schienenverkehrsziele in Holland an.
277 RAF-Bomber greifen Wanne-Eickel an und werfen 1.315 t Bomben ab.
Beinahe die gesamte Infrastruktur Griechenlands ist von deutschen Truppen bei ihrem Abzug zerstört worden. Dies geht aus einem Bericht des britischen Außenministers Robert Anthony Eden hervor.

9.11.1944
Eine deutsche Patrouille eröffnet in Kopenhagen auf offener Straße das Feuer auf Passanten. Zehn Menschen sterben. Vermutlich handelt es sich bei der Aktion um eine Vergeltungsmaßnahme für den Tod von zwei deutschen Soldaten, die am 6. November von Widerstandskämpfern erschossen worden waren.
Die polnische Division besiegt die deutsche Nachhut bei Moerdijk in Holland. Unter den zurückgelassenen Waffen sind auch ehemalige Bofors - Flak des Britischen Expeditionskorps, welche 1940 bei Dünkirchen von den Deutschen erbeutet wurden.
Die Panzer der 3. US-Armee wühlen sich bei heftigem Regen und durch tiefen Schlamm nach Lothringen hinein vorwärts.

10.11.1944
Der frühere deutsche Botschafter in Moskau, Friedrich Werner Graf von der Schulenburg, wird wegen Beteiligung an der Juli-Verschwörung gegen Hitler im Alter von 69 Jahren hingerichtet. Ohne Gerichtsverfahren richtet die Gestapo in Köln-Ehrenfeld 13 Mitglieder der deutschen Widerstandsorganisation „Edelweißpiraten" öffentlich hin.
Aufmarschbefehl Adolf Hitlers zur Ardennen-Offensive: „Ziel der Operation ist, durch Vernichtung der feindlichen Kräfte nördlich der Linie Antwerpen-Brüssel-Luxemburg eine entscheidende Wendung des Westfeldzuges und damit vielleicht sogar des ganzen Krieges herbeizuführen (...)"
Der britische Premierminister Winston Churchill trifft zu einem viertägigen Besuch in Paris ein, um mit Charles de Gaulle, Ministerpräsident der "Provisorischen Regierung der Französischen Republik", über Nachkriegsfragen zu verhandeln.
Die Alliierten erkennen die moskaunahe albanische Regierung unter Ministerpräsident Enver Hoxha an.
Da die Straßenbahnen immer mehr zum innerstädtischen Güterverkehr herangezogen werden, verfügt Reichsinnenminister Heinrich Himmler, daß »für die Dauer kriegsbedingter Verhältnisse« Schienenfahrzeuge grundsätzlich Vorfahrt haben.

11.11.1944
In Paris finden Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des Waffenstillstands von 19118 statt. Anwesend ist auch eine britische Delegation, angeführt von Premierminister Winston Churchill und Außenminister Anthony Eden. General Charles de Gaulle, Vorsitzender der provisorisch eingesetzten Regierung Frankreichs, nutzt die Zeremonie als Verherrlichung der großen Allianz während der Kriegsjahre. Beide Regierungen nutzen diese Gelegenheit, um sich über das weitere gemeinsame Vorgehen gegen die Achsenmächte zu beraten.
Der US-Soldat Eddi Slovik wird von einem Kriegsgericht wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt und am 31. Januar 1945 erschossen. Er ist der einzige von 40.000 US-Deserteuren, der wegen dieses Vergehens hingerichtet wird.
In Bern stellt der Ingenieur Karl Zanini eine Baumaschine vor, die nach seinen Angaben Bombardierungsschutt in vollwertiges Baumaterial umwandeln kann.
Adolf Hitler sendet anlässlich des Todes des nationalchinesischen Staatspräsidenten Wang-Tsching-Wei ein Beileidstelegramm an die Witwe und den stellvertretenden Präsidenten Tschen-King-Po.
Die Japaner erobern die US-Luftstützpunkte Kweilin und Lioutschou. Die Amerikaner haben Lioutschou zuvor zerstört.

12.11.1944
Im Münchner Zirkusgebäude am Marsfeld verliest Reichsführer-SS Heinrich Himmler eine Proklamation Adolf Hitlers zum „9. November", dessen Gedenken aufgrund der „Erfordernisse der totalen Kriegsführung" auf den Sonntag verlegt worden ist. Hitler erklärt hier, seit dem Durchbruch russischer Armee durch die rumänische Front am Don im November 1942 hatte „Verrat um Verrat unser Volk betroffen". Dennoch aber würden „die Zeiten der Rückschläge (...) uns niemals beugen". Zum „Putschversuch des 20. Juli" heißt es in dieser Proklamation, wenige Monate hätten genügt, „um den ganzen Klüngel dieser ehrlosen katilinarischen Existenzen auszuheben und restlos zu beseitigen".
Bei der Operation »Catechism« greifen 21 Lancaster der RAF aus Lossiemouth (Schottland) das vor Tromsö liegende Schlachtschiff "Tirpitz" mit 5,4 t »Tallboy«-Bomben an und bringen es durch mehrere Treffer zum Kentern. Auf der "Tirpitz" fallen 28 Offiziere und 874 Mann der Besatzung, 880 können gerettet werden.
Alliierte Bomber greifen die Eisenbahnlinie am Brenner-Pass an. 228 RAF-Bomber greifen Dortmund an und werfen 1.122 t Bomben ab. 245 RAF-Bomber greifen Hamburg-Harburg an und werfen 913 t Bomben ab.

13.11.1944
In der britischen Presse mehren sich die Gerüchte, daß der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler durch Reichsführer SS Heinrich Himmler von der ersten Machtposition im Deutschen Reich verdrängt worden ist. Über Hitler werden die verschiedensten Mutmaßungen angestellt, wobei von Krankheit, Flucht, Tod und Gefangenschaft die Rede ist. Die Gerüchte werden von deutscher Seite dementiert.
Die letzte der zahllosen repressiven Verordnungen gegen Juden im Deutschen Reich tritt in Kraft: Ihnen wird der Aufenthalt in Wärmehallen verboten.
Der Reichsminister für Ernährung, Herbert Backe, führt mit dem 69. Verteilungsabschnitt eine neue Reichseierkarte ein.
3 Liberty-Schiffe werden durch das deutsche U-Boot U-978 im Ärmelkanal torpediert.

14.11.1944
In London legt die "Europäische Beratende Kommission" im sogenannten 2. Zonenprotokoll die Besatzungszonen im Nachkriegsdeutschland fest. Ein alliierter Kontrollrat ist als oberste Besatzungsinstanz vorgesehen.
Die britische 2. Armee greift einen deutschen Kessel westlich des Fluss Maas an.
Freifranzösische Truppen besetzen die Republik Andorra mit der Begründung, dass Frankreich für die "Sicherheit im Pyrenäengebiet" sorgen müsse.
Luftmarschall Sir Trafford Leigh-Mallory, als alliierter Luftwaffen-Kommandeur in Südostasien vorgesehen, wird bei einem Flugunfall getötet. Die Trümmer seiner Maschine werden später am 4. Juni 1945 in den Französischen Alpen entdeckt.
Der sowjetische General Andrej A. Wlassow gründet in Prag ein "Komitee zur Befreiung der Völker Russlands" und beginnt mit der Aufstellung einer "Russischen Befreiungsarmee".
Die Regierung der Schweiz teilt mit, dass sie selbst in Fällen drohender Lebensgefahr nicht allen Flüchtlingen ohne Prüfung Asyl gewähren könne.

15.11.1944
Die Belieferung der jugoslawischen Befreiungsarmee unter Josip Tito mit Kriegsmaterialien erreicht einen Höhepunkt. In den letzten 48 Stunden transportierten 500 britische Flugzeuge 660 t Hilfsgüter in die von den Partisanen kontrollierten Gebiete.
177 RAF-Bomber greifen Dortmund an und werfen 904 t Bomben ab.
Die französische 1. Armee greift im Jura-Gebirge an.
Das Kriegsproduktionsamt der Vereinigten Staaten teilt mit, dass sich die täglichen Kriegskosten der USA auf rund 286 Millionen US-Dollar belaufen.
Die französische Regierung überlässt vorübergehend dem alliierten Oberkommando unter US-General Dwight D. Eisenhower den Eiffelturm in Paris als Rundfunkstation.
Adolf Hitler lässt bei der Trauerfeier für den gefallenen Fliegermajor Walter Novotny in der Wiener Hofburg durch Generaloberst Otto Dessloch einen Kranz niederlegen.
Durch ein Gesetz werden die rund 1000 reichsten Griechen mit einer in vier Raten zu entrichtenden Sondersteuer belegt, die etwa 1,5 Millionen Pfund Sterling einbringen soll.
Das Schauspiel "La femme du boulanger" von Marcel Pagnol wird im französischen Rundfunk uraufgeführt.

16.11.1944
Die Operation Queen beginnt: In den Mittagsstunden führen 1191 schwere Bomber der 8. US-Luftflotte Angriffe auf die Orte Eschweiler, Weisweiler und Langerwehe mit insgesamt 4120 Tonnen Bomben durch. Gleichzeitig attackieren 339 Jagdbomber der 9. US-Luftflotte die Ortschaften Hamich, Hürtgen und Gey mit 200 Tonnen Bomben. Währenddessen flogen insgesamt 1188 schwere Halifax- und Lancasterbomber sowie Mosquitos des RAF Bomber Command schwere Angriffe gegen Düren, Jülich und Heinsberg. Danach starten die 1. und 9. US-Armee mit starken Panzerverbänden einen Großangriff in das Ruhr-Tal, östlich von Aachen. Nach zwei Tagen war der Vormarsch durch den deutschen Widerstand fast überall zum Stillstand gekommen, und der Grabenkrieg begann.
Die Lebensmittel können im Deutschen Reich nicht mehr gleichmäßig verteilt werden, da das Transportsystem völlig überlastet ist. Dies geht aus einer Verlautbarung des Reichsernährungsstandes hervor.
Die Regierung des "Unabhängigen Staates Kroatien" erlässt ein Gesetz, das jede öffentliche oder private Tätigkeit verbietet, die nicht direkt oder indirekt den Zwecken nationaler Verteidigung dient.
Der Film "Ein fröhliches Haus" wird in Berlin uraufgeführt. In den Hauptrollen sind Ursula Herking und Georg Thomalla.

17.11.1944
Die Mitglieder des weiblichen Arbeitsdienstes werden im gesamten Deutschen Reich künftig zur Bedienung der Scheinwerfer bei der Flak eingesetzt; die freiwerdenden Soldaten gehen an die Front.
Die 1. US-Armee erobert Gressenich, 16 km östlich von Aachen.
Die „Nationalsozialistische Parteikorrespondenz" gibt nähere Einzelheiten über die Frage der Organisation des deutschen Volkssturmes bekannt. Für die Führung, die Erfassung, den Aufbau und die Gliederung des deutschen Volkssturmes sind in den Gauen die Gauleiter, in den Kreisen die Kreisleiter der NSDAP verantwortlich. Die Gliederung des Volkssturms entspricht derjenigen der Partei.
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt teilt auf eine Anfrage des Ministerpräsidenten der polnischen Exilregierung, Stanislaw Mikolajczyk, mit, dass die USA keine Garantie für die Grenzen Polens übernehmen können.
Der japanische Flugzeugträger „Shinyo" wird durch das US-Unterseeboot „Spadefish" versenkt.

18.11.1944
Seit dem 2. November sind auf Anordnung Adolf Eichmanns, des Leiters der Abteilung Judenangelegenheiten im Reichssicherheitshauptamt in Berlin, etwa 38.000 Juden aus Budapest in die deutschen Konzentrationslager Ravensbrück, Buchenwald u.a. transportiert worden. Etwa 4000 Menschen konnten durch Intervention des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg gerettet werden.
Die gesamte deutsche Westfront verfügt lediglich über 775 einsatzbereite Panzer, während die Alliierten mit der zehnfachen Materialmenge operieren.
Die belgische Regierung bestimmt durch ein Dekret die Entwaffnung aller noch bestehenden Widerstandsgruppen. Diese Anordnung führt zu Streiks und allgemeiner Unruhe im Land.
291 RAF-Bomber greifen Münster an und werfen 1.694 t Bomben ab.
Das deutsche Lazarettschiff "Tübingen" läuft, nachdem Kurs und Zweck der Fahrt der britischen Regierung rechtzeitig bekanntgegeben worden sind, zur Abholung von verwundeten Soldaten aus dem italienischen Hafen Bari aus. In der Nähe von Pola, südlich von Kap Promontore, wird das Schiff von 2 britischen Beaufighters in mehreren Angriffen mit Raketen und Bordwaffen angegriffen und versenkt. Neun Besatzungsmitglieder werden getötet, weitere verletzt.
Die Lebenshaltungskosten in den Vereinigten Staaten von Amerika sind um 29% seit Januar 1941 gestiegen.

19.11.1944
Zu Beginn der 6. Kriegserzeugerschlacht gibt Reichsernährungsminister Herbert Backe »Richtlinien der Arbeit im sechsten Kriegsjahr« für alle Landwirte heraus.
Die britische Admiralität bestätigt offiziell, dass ein deutsches U-Boot seit August 1941 für die britische Flotte fährt. Der Kommandant von "U 570" war vor drei Jahren mitsamt seiner Mannschaft in Gefangenschaft geraten, nachdem sie die „Enigma" und Geheimakten vernichtet hatten. Seither hat das Uboot mit britischer Besatzung gegen die deutsche Seemacht gekämpft. Es wurde allerdings schon im Februar 1944 aus dem aktiven Dienst genommen.
In Albanien besetzt Enver Halil Hoxha mit seinen Partisanen die Hauptstadt Tirana.
Britische und US-Truppen erobern Geilenkirchen, nördlich von Aachen.
309 RAF-Bomber greifen Wanne-Eickel an und werfen 1.519 t Bomben ab.

20.11.1944
Adolf Hitler verlässt endgültig mit seinem Stabe in seinem Sonderzug das Führerhauptquartier „Wolfsschanze" bei Rastenburg in Ostpreußen wegen der nahenden Sowjettruppen und kehrt nach Berlin zurück. Er zieht in den 1943 erbauten »Führerbunker« in der Reichskanzlei in Berlin um.
Bisher sind insgesamt 210 deutsche Fernraketen »V 2« auf Großbritannien niedergegangen, 96 davon auf London. Durch den Einsatz der "Geheimwaffe" kamen bisher 456 Menschen ums Leben.
Panzer der französischen 1. Armee durchbrechen die Burgundische Pforte und erreichen den Oberrhein.
Tschiang Kai-schek ernennt in dem Versuch, die weit verbreitete Enttäuschung über sein Regime zu besänftigen, einen neuen Kriegsminister.

21.11.1944
Die unter der Führung von Josip Broz Tito operierenden kommunistischen Partisanen und ihr "Antifaschistischer Rat der nationalen Befreiung Jugoslawiens" (AVNOJ) beschlossen in Belgrad die völlige Enteignung und Entrechtung der dort lebenden deutschstämmigen Donauschwaben als angebliche "Volksfeinde". Über 7.000 Zivilpersonen, fast durchwegs angesehene Männer unter 60 Jahren, wurden bis Jahresende von lokalen kommunistischen Instanzen meist grausam getötet. Fast alle anderen 170.000 wurden, enteignet und entrechtet, in Arbeits- und Konzentrationslager interniert, was einem Todesurteil ähnlich war.
Adolf Hitler gewährt General der Infanterie und OB der l. Armee in Ostpreußen Friedrich Hoßbach zu seinem 50. Geburtstag eine Dotation von 50.000 RM.
US-Kriegsminister Henry L. Stimson hat eine Unterredung mit Präsident Roosevelt, bei der der Präsident klar zum Ausdruck brachte, daß er sich für „Kriegsverbrechen" durchaus eine breitere Auslegung gedacht habe, und daß der von den vereinigten Stabschefs gutgeheißene Entwurf vom 1.Oktober 1944 völlig ungenügend sei.
247 RAF-Nachtbomber beschädigen in der Nacht vom 21./22. November den Dortmund-Ems und den Mittelland-Kanal.
Über die Philippineninsel Leyte rast ein Taifun, der Häuser und Brücken wegreißt, Straßen überschwemmt und Bäche in Flüsse verwandelt. Die Naturgewalten zwingen die japanischen und US-amerikanischen Truppen zu einer Kampfpause.
Das japanische Schlachtschiff „Kongo" wird durch das US-Unterseeboot „Sealion II" in der Nähe von Formosa versenkt.

22.11.1944
US-Truppen sichern die Stadt Metz nach harten, vierzehntägigen Kämpfen. Die 1. und 9. US-Armeen erobern Eschweiler.
237 RAF-Bomber greifen Aschaffenburg an und werfen 1.360 t Bomben ab. München bekommt 784 t Bomben ab. Ein Einsatz der 15. USAAF führte zu schweren Schäden an der historischen Bausubstanz wie der Frauen-, der Michaels- und der Damenstiftskirche.
Die deutschen Soldaten werden von der Ostseeinsel Ösel (Estland) evakuiert, weil sie den Angriffen sowjetischer Land-, See- und Luftstreitkräfte nicht mehr länger standhalten können.
Adolf Hitler unterzieht sich erneut einer kleinen Operation durch Dr. Carl von Eicken an den Stimmbändern.
Eva Braun kommt zu Hitler in die Reichskanzlei nach Berlin und bezieht wieder die Räumlichkeiten im 1. Stock der alten Reichskanzlei.
Der US-amerikanische Gewerkschaftsbund bekräftigt seine Haltung, vorerst keine Streiks auszurufen.

23.11.1944
Ein Angriff des RAF Bomber Command mit 178 Flugzeugen gegen den dt. U-Boot-Bunker in Trondheim muss abgebrochen werden, da künstlicher Nebel das Ziel verdeckt. Dabei gehen 3 Flugzeuge verloren.
Einheiten der 7. US-Armee erobern das deutsche Straßburg und erreichen damit den Rhein.
Russische Truppen nehmen die Kleinstadt Cop ein (Slowakei).
Die britische Eastern Fleet wird aufgelöst. Die ältere Schiffen zusammen mit den Geleitträgern werden zur British East Indies Fleet und die modernen Schiffe werden zum Einsatz in der British Pacific Fleet vorgesehen.

24.11.1944
Aus dem von den Alliierten besetzten deutschen Gebietsstreifen in der Gegend von Aachen meldet das DNG in großer Aufmachung die Errichtung von Konzentrationslagern für die deutsche Zivilbevölkerung durch amerikanische Militärbehörden. Ein eigenes Lager sei für „besonders fanatische Nationalsozialisten" bestimmt.
Der Ministerpräsident der polnischen Exilregierung, Stanislaw Mikolajczyk, tritt zurück. Er hatte sich zur Anerkennung der "Curzon-Linie" als Ostgrenze Polens bereit erklärt und daraufhin die Unterstützung aller in der Exilregierung vertretenen Parteien verloren.
Adolf Hitler sendet dem portugiesischen Staatspräsidenten Antonio Carmona ein Glückwunschtelegramm zum 75. Geburtstag.
Die japanische Hauptstadt Tokio wird erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder von US-amerikanischen B-29-Bombern angegriffen. 111 Flugzeuge (2 verloren), die von 'Dauntless Dotty' angeführt werden, greifen die Musashi-Flugmotoren-Werke an. Die Bomber fliegen zuvor von Nordost-Indien auf die vorgeschobene Basis Chengdu in China, von wo aus sie den Angriff durchführen.
Die kanadische Korvette „Shawinigan" wird vom deutschen U-Boot U-1228 in der Cabot-Strasse versenkt (zwischen der Insel C. Breton und Neufundland). Es gibt keine Überlebenden, alle 91 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.

25.11.1944
In einem Befehl für die „Kommandoführung bei abgeschnittenen Truppenteilen" ordnet Adolf Hitler an: „Glaubt ein Truppenführen der auf sich selbst gestellt ist, den Kampf aufgeben zu müssen, so hat er erst seine Offiziere, dann Unteroffiziere, danach die Mannschaften zu befragen, ob einer von ihnen den Auftrag erfüllen und den Kampf fortführen will. Ist dies der Fall, übergibt er diesem - ohne Rücksicht auf den Dienstgrad - die Befehlsgewalt und tritt selbst mit ein. Der neue Führer übernimmt das Kommando mit allen Rechten und Pflichten."
Adolf Hitler entscheidet sich bei der geplanten „Ardennen-Offensive" für die „Große Lösung", also den Stoß gegen Antwerpen.
Das Reichsinnenministerium weist in ihrem Erlass „Mitteilungen über die Sterbefälle von Juden", die Sterbeurkunde von Juden „auch den zuständigen Finanzämtern zuzuleiten".
In Berlin verkündet der deutsche Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, in einer Rede: "Der Wille des deutschen Volkes, auszuhalten und zu kämpfen, bis es den Ansturm seiner Feinde endgültig abgeschlagen hat, verbindet sich mit seiner wachsenden militärischen Kraft zur Gestaltung einer für den Feind völlig veränderten Situation."
Massiver 8. USAAF-Luftangriff auf die Leuna-Ölraffinierien und die Rangierbahnhöfe von Bingen.
Schwerer V-2 Treffer auf ein Woolworth-Kaufhaus in Deptford (Ost-London), wobei es 160 Tote gibt.

26.11.1944
In Atlantic City fand die "War Emergency Conference" des WJC (World Jewish Conference) mit 269 Delegierten aus 40 Ländern statt. Vordringliche Themen waren, die jüdische Wanderungsbewegung auf dem europäischen Kontinent, der Anspruch auf Eigentum von Juden, Wiedergutmachung und Reparationen.
US-Bomberverbände werfen 1993 t Bomben auf die Eisenbahnanlagen von Paderborn, Bielefeld, Hamm, Osnabrück, Hannover und Gütersloh. Außerdem wird die Ölraffinerie in Misburg bei Hannover bombardiert.
In der Sowjetunion wird das "Antifaschistische Büro Österreichischer Kriegsgefangener" gegründet. Die Organisation kämpft für eine Befreiung Österreichs von der deutschen Herrschaft.
In einem Telegramm an Robert Ley anlässlich des Gründungstages der Organisation „Kraft durch Freude" erklärt Adolf Hitler, „der Kampf und die Opfer des Ringens" gelten einem „sozialistischen Aufbau des Reiches mit Konsequenzen".
General Harold Alexander wird zum Feldmarschall befördert und zum alliierten Oberbefehlshaber im Mittelmeer-Raum ernannt.
Die 8. USAAF greift die Ölanlagen von Misburg bei Hannover an, die Rangierbahnhöfe von Hamm und den Eisenbahnviadukt von Bielefeld. Die Amerikaner behaupten, 138 deutsche Abfangjäger für den Verlust von
36 Bombern und 7 Begleitjägern zerstört zu haben.
Die 1. US-Armee nimmt Weisweiler, westlich von Köln.

27.11.1944
Bei einem alliierten Luftangriff wird der Kölner Dom von einer Sprengbombe getroffen und schwer beschädigt.
Freiburg im Breisgau wird in der Nacht auf den 28. November durch die RAF schwer bombardiert. 2.700 Tote und 40.000 Ausgebombte.
Das Gefangenenschiff Rigel, welches 2.248 russische Kriegsgefangene transportiert, wird von britischen Trägerflugzeugen vor Norwegen versenkt. Nur 415 Überlebende.
In England explodieren 4.000 t. Bomben in einem unterirdischen Munitionsdepot in Hanbury, Burton-on-Trent, und töten 70 Menschen und Hunderte von Rindern.
Edward Reilly Stettinius wird neuer Außenminister der Vereinigten Staaten. Er löst den 73jährigen Cordell Hull ab, der aus Gesundheitsgründen zurücktritt.
Frankreich wird Mitglied der am 15. Dezember 1943 gegründeten "European Advisory Commission" (Europäische Beratende Kommission).
Franz Felix Pfeffer von Salomon wird im Zusammenhang mit dem Attentat auf Adolf Hitler für kurze Zeit verhaftet.
Der von der "Provisorischen Französischen Regierung" amnestierte Generalsekretär der Kommunistischen Partei Frankreichs, Maurice Thorez, der bei Kriegsbeginn in die UdSSR emigriert war, kehrt nach Paris zurück.
Zweiter Luftangriff durch B-29 Superfortress auf die Musashi-Werke, Tokio. Japanischer Vergeltungsschlag gegen den Stützpunkt Saipan. Kamikaze-Angriffe auf US-Schlachtschiffe im Golf von Leyte.

28.11.1944
Durch ein Regierungsdekret werden alle Kräfte der griechischen Widerstandsbewegung gegen ihren Willen aufgelöst.
In England explodieren 4.000 t. Bomben in einem unterirdischen Munitionsdepot der britischen Luftwaffe in Hanbury, Burton-on-Trent, und töten 70 Menschen und Hunderte von Rindern.
Adolf Hitler gewährt auf Vorschlag von Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop der Witwe des in Bukarest während der Kriegszeit verstorbenen Gesandten SA-Obergruppenführer Freiherr von Killinger eine ungewöhnlich hohe steuerfreie Dotation von 250.000 RM.
Die 3. US-Armee (Patton) hält nun eine 42 km breite Einbuchtung innerhalb Westdeutschlands an der Saar vor dem Westwall. Patrouillen der 9. US-Armee erreichen den Fluss Ruhr.
Der erste alliierte Geleitzug mit 18 Schiffen trifft in Antwerpen ein.

29.11.1944
Am elften Jahrestag der Gründung der NS-Freizeitorganisation »Kraft durch Freude« richtet ihr Vorsitzender, Reichsorganisationsleiter Robert Ley, eine Grußbotschaft und ein feierliches Treuebekenntnis an den deutschen Führer und Reichskanzler Adolf Hitler.
Tomasz Arciszewski übernimmt nach dem Rücktritt von Stanislaw Mikolajczyk das Amt des Ministerpräsidenten der polnischen Exilregierung in London.
Die britische Regierung gibt bekannt, dass durch deutsche Luftangriffe seit Beginn des Zweiten Weltkrieges in England von 13 Millionen Häusern bisher 4 Millionen zerstört oder beschädigt worden sind.
Aus den USA wird ein Mangel an Zigaretten gemeldet. Der Engpaß resultiert daraus, dass große Mengen des beliebten Genußmittels an die Front geliefert werden. Ein beträchtlicher Teil der Ware, die im Land verbleibt, geht an den Schwarzmarkt und wird dem Verbraucher zu Wucherpreisen angeboten.
Russische und jugoslawische Truppen erobern Mohatsch (Mohacs) und Fünfkirchen (Pecs), nach der Überquerung der Donau südlich von Budapest.
RAF-Bomber greifen Essen an und werfen 1.147 t Bomben ab. RAF-Bomber greifen Dortmund an und werfen 1.618 t Bomben ab.
Der gigantische japanische Flugzeugträger „Shinano" wird durch das US-Unterseeboot „Archerfish" versenkt.

30.11.1944
In ganz Großbritannien wird der 70. Geburtstag von Premierminister Winston Churchill gefeiert. Dem Staatsmann wird die herzlichste Anerkennung von allen Seiten zuteil.
Die Verluste der deutschen Wehrmacht seit Kriegsbeginn im Jahre 1939 belaufen sich auf über dreieinhalb Millionen Soldaten. Rund die Hälfte ist gefallen, die andere Hälfte befindet sich in Kriegsgefangenschaft oder wird vermisst.
Im Rahmen der schlechten allgemeinen Versorgungslage im Deutschen Reich, die mit Hilfe von Zuteilungskarten staatlich verwaltet wird, tritt ein Erlass in Kraft, der die Gültigkeit der Reichsseifenkarte für den Monat November vorerst bis zum 10. Dezember verlängert.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunsch-Telegramm an Emil Hacha zum 6. Jahrestag seiner Wahl zum tschechischen Staatspräsidenten.
NSDAP-Gauleiter Joachim Eggeling vom Gau Halle-Merseburg erhält als Geburtstagsgeschenk zum 60. Geburtstag 100.000 RM als Dotation.
Die 8. USAAF trifft auf schweres Flak-Feuer bei Angriffen auf Ölanlagen im Raum Leipzig und verliert 53 Flugzeuge.
Die britische RAF wirft 2.000 t Bomben auf Duisburg ab.
13 britische Unterseeboote versenken 57 japanische Schiffe und kleinere Versorgungsboote im Bereich der Strasse von Malakka und um Sumatra während des Novembers.

Handelsschiffs-Verluste im November 1944:

6 alliierte Schiffe mit zusammen 16.708 Tonnen im Atlantik, 3 alliierte Schiffe mit 21.272 Tonnen in anderen Gewässern. 97 japanische Schiffe mit 421.026 Tonnen im Pazifik. 6 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 7 U-Boote verloren), 24 neue U-Boote in Dienst gestellt, 442 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Vom 26. bis 30. November 1944 trafen in Atlantik City 269 Delegierte zusammen, die die jüdischen Gemeinden aus vierzig Staaten repräsentierten. Eine vergleichbare gesamtjüdische Versammlung hatte es bis dahin während des Krieges nicht gegeben. Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Lage, die für die jüdische Welt durch den Krieg und die antijüdische Politik des Deutschen Reiches entstanden war, in welchem Zusammenhang auch die Forderung nach Entschädigung und Rückerstattung erörtert wurde. In seiner Ansprache erklärte Nahum Goldmann, zu dieser Zeit Vorsitzender des Exekutivausschusses des jüdischen Weltkongresses, dass die jüdischen Rechte und das jüdische Vermögen in Europa nach dem Krieg wiederhergestellt werden müssten. Am Ende der Konferenz wurde eine Resolution verabschiedet, welche verlangte: "Anerkennung des Grundsatzes, dass das jüdische Volk ein Recht auf kollektive Reparationen besitzt, und zwar für die erlittenen materiellen und moralischen Verluste des jüdischen Volkes, seiner Einrichtungen oder einzelner Juden, die oder deren Erben nicht in der Lage sind, ihre individuellen Forderungen geltend zu machen". Daneben wurde auch die Entschädigung jüdischer Schäden an Leben und Gesundheit, Gemeinde-und Privateigentum, Rechten, wirtschaftlichen Interessen und beruflichem Fortkommen angemahnt, und dies überall, wo die Achsenmächte den Juden Nachteile zugefügt hätten.(Deutschland zahlt heute noch Milliarden) Außerdem wurde natürlich der gottgegebene Anspruch des auserwählten Opfer-Volkes auf Palästina bekräftigt.          

War Emergency Conference                               Atlantic City November 1944
War Emergency Conference                               Atlantic City November 1944

Louise Waterman Wise, Jüdische Aktivistin und Ehefrau des »World Jewish Congress« Präsident Stephen S. Wise, spricht auf der Konferenz des WJC in Atlantic City im November 1944                 

Obwohl Tausende von ihren Glaubensbrüdern auf der Welt interniert waren (und das nicht nur im Deutschen Reich), oder auf der Flucht und heimatlos waren und Hunger und Krankheit ertragen mussten, ging es bei den Konferenzen der Juden nicht etwa um Hilfsaktionen, sondern immer nur um Geld und Einfluss! Aber das ist ja ein allgemein bekannter Charakterzug der jüdischen Rasse, deren Ziele eindeutig in den "Protokollen der Weisen von Zion" dargestellt wurden.            

Obwohl Tausende von ihren Glaubensbrüdern auf der Welt interniert waren (und das nicht nur im Deutschen Reich), oder auf der Flucht und heimatlos waren und Hunger und Krankheit ertragen mussten, ging es bei den Konferenzen der Juden nicht etwa um Hilfsaktionen, sondern immer nur um Geld und Einfluss! Aber das ist ja ein allgemein bekannter Charakterzug der jüdischen Rasse, deren Ziele eindeutig in den "Protokollen der Weisen von Zion" dargestellt wurden.            

Südlich von Malmedy bei Baugnez wurde von der Panzergruppe Peiper eine amerikanische Wagenkolonne gesichtet und mit Panzerwaffen beschossen. Die überraschten Amerikaner - eine kampfungewohnte Beobachtungsbatterie - wurden kopflos. Fahrer sprangen in voller Fahrt ab, die Fahrzeuge fuhren ineinander, einzelne brannten. Die Soldaten suchten teilweise Deckung und schossen nach den Panzern, andere nach dem nahen Waldrand, ein Teil ergab sich und wurde von den Panzerführern in Richtung Osten zu den deutschen rückwärtigen Linien gewiesen. Die Panzerspitzengruppe fuhr weiter, ohne sich um den Verbleib der Amerikaner zu kümmern. Mit einem Abstand von 10 Minuten folgte die nachfolgende gefechtsbereite Panzergruppe. Von diesen wurden die Amerikaner erneut als Feindgruppe angesprochen und beschossen. Der amerikanische Leutnat Lary hat nach eigener Aussage seine Männer aufgefordert, sich zu verteidigen und nicht zu ergeben. Offenbar schlossen sich die am Kampfplatz verbliebenen Amerikaner wieder zusammen und wurden dann erneut beschossen. Nach dem Bericht der 1. US-amerikanischen Armee vom Februar 1945 sollen die Leichen von 71 US-amerikanische Soldaten gefunden worden sein. Das medizinische Gutachten enthält im Einzelnen die Schuss- und Splitterverletzungen der Toten, den Inhalt der Taschen und weiteres persönliches Eigentum, Wertsachen usw. und stellt auch fest, dass die Toten nicht beraubt oder grauenvoll ermordet (wie später behauptet wird) worden sind. Die einzelnen Befunde wurden jeweils genauestens durch fotografische Aufnahmen unterstützt.          

DEZEMBER 1944

1.12.1944
In Paris wird ein Gerichtsverfahren gegen zwölf Franzosen eröffnet, die während der deutschen Besatzungszeit mit der Gestapo zusammengearbeitet hatten.
Die Engländer postieren mehrere Gruppen von Zerstörern, Fregatten, MTB und MGB vor Hoek van Holland, Ijmuiden und Den Helder, um die deutschen Küstenstreitkräfte rascher abfangen zu können.
SS-Hauptsturmführer Josef Kramer wird Kommandant vom KZ Bergen-Belsen.
Die deutschen Truppen auf Kreta räumen alle Gebiete und ziehen sich in die größeren Städte zurück.
RAF-Bomber greifen Duisburg an und werfen 2.270 t Bomben ab.
Das 1943 im US-amerikanischen Exil entstandene "Konzert für Orchester" des ungarischen Komponisten Béla Bartok wird in Boston unter der Leitung von Sergei A. Kussewizki uraufgeführt.
Der deutsche Propagandafilm "Ein Blick zurück" mit Rudolf Forster und Hilde Weißner unter der Regie von Gerhard Menzel wird in Berlin uraufgeführt.

2.12.1944
Adolf Hitler empfängt in der Neuen Reichskanzlei die Oberbefehlshaber der im Westen eingesetzten Heersgruppen und Armeen zu einer Besprechung über die geplante „ Ardennen-Offensive", deren Beginn nunmehr auf den 10. Dezember festgelegt wird.
Reichsführer-SS Heinrich Himmler übernimmt den Befehl über die „Heeresgruppe Oberrhein" im Abschnitt von der Schweizer Grenze bis in den Raum südlich Karlsruhe.
Bei Herbsheim im Elsaß verübten Franzosen ein Massenkriegsverbrechen an deutschen Waffen-SS-Angehörigen. Der Panzerkommandant Unterleutnant Robert Galley vom 501. R.C.C. sonderte unter 800 versammelten Kriegsgefangenen die Waffen-SS-Angehörigen aus und befahl ihre Erschießung. Es waren 200 Mann.
Die 3. US-Armee unter dem Befehl von General Georg S. Patton dringen in das Saartal ein und erreichen Saarlouis.
Die von Benito Mussolini geführte Republik von Salo in Oberitalien setzt eigene Truppen ein, die an der Seite deutscher Verbände die Poebene gegen alliierte Streitkräfte verteidigen sollen.

3.12.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt eine Verfügung über die neuen militärischen Aufgaben des Reichsarbeitsdienstes, der zukünftig einen Teil der bisher vom Ersatzheer durchgeführten militärischen Ausbildung übernehmen soll.
Die deutsche Wehrmacht räumt ihre Stellungen bei Venlo in Holland.
General George Smith Pattons 3. US-Armee erobert die wichtigste Brücke über den Fluss Saar in Saarlouis.
RAF-Bomber greifen Hagen an und werfen 1.802 t Bomben ab.
In Griechenland bricht ein Aufstand der kommunistischen Befreiungsfront "Ellenikon Apelevtherikon Metopon" (EAM) gegen die Regierung von Ministerpräsident Georgios Papandreou aus. Direkter Anlass des Bürgerkrieges ist die Anordnung Papandreous, dass der militärische Flügel der EAM zu entwaffnen sei.
Der französische Chemiker und Physiker Georges Claude, der 1902 ein nach ihm benanntes Verfahren zur Luftverflüssigung entwickelt hatte, wird in Paris verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, während der Besatzungszeit mit den Deutschen zusammengearbeitet zu haben.
In den Vereinigten Staaten wird eine offizielle Studie über den Nachkriegshandel der USA mit Südamerika veröffentlicht. In dem Bericht wird davon ausgegangen, dass sich die US-Exportmöglichkeiten nach Südamerika für die ersten zehn Nachkriegsjahre auf rund sechs Milliarden US-Dollar belaufen werden.

4.12.1944
In der Neuen Reichskanzlei in Berlin empfängt Adolf Hitler den neuen slowakischen Gesandten Bodhan Galvanek und den neuen ungarischen Gesandten Vitez Andras Mecser zur Überreichung ihrer Beglaubigungsschreiben. Anschließend empfängt er in Gegenwart des Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop, des Feldmarschalls Wilhelm Keitel und des Generalobersten Heinz Guderian den neuen ungarischen Staatsführer Ferenc Szalasi zu einer Unterredung über Fragen der militärischen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder.
Die Britische 2. Armee beseitigt den letzten deutschen Brückenkopf westlich des Flusses Maas. Amerikanische Artillerie beschießt Saarbrücken.
Bei einem Terrorangriff der RAF (1.241 t Bomben) am Abend auf Heilbronn wird die Altstadt nahezu völlig zerstört. 7147 Menschen finden den Tod. RAF-Bomber greifen auch Karlsruhe an und werfen 2.297 t Bomben ab.
Ein polnisches Sondergericht in Lublin verurteilt fünf Funktionäre des befreiten Konzentrationslagers Majdanek zum Tode. Sie werden für die angebliche »grausame Massenvernichtung von rund 1,5 Millionen Menschen« mitverantwortlich gemacht.
Neuer Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz wird Carl Jacob Burckhardt. Er löst Max Huber ab, der dieses Amt seit 1928 bekleidete.
Der chinesische Staatschef Chiang Kai-shek nimmt zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen eine Regierungsumbildung vor. Er reagiert damit auf eine sich zuspitzende Staatskrise, die sich an den militärischen Erfolgen japanischer Truppen in der chinesischen Provinz Kweitschou entzündet hatte.

5.12.1944
Die Reichsreferentin des Bundes deutscher Mädels Jutta Rüdiger und die Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink erlassen einen Aufruf zur Wehrhilfe der deutschen Frauen. Ein Wehrmachthelferinnenkorps soll aufgebaut werden, „in dem jede wehrwillige Frau ab 18 Jahren an Stelle jedes Soldaten jeglichen Dienst leisten kann".
550 Bomber (12 verloren) der 8. USAAF, gesichert von 800 Begleitjägern (9 verloren), greifen die Tegel-Panzerwerke bei Berlin und die Rangierbahnhöfe von Münster an. Dabei sollen 91 deutsche Jäger über Berlin abgeschossen worden sein. Die RAF unternimmt einen Tages- und Nachtangriff auf Soest.
Britische Truppen ziehen in Ravenna ein und werden von der italienischen Bevölkerung mit Begeisterung begrüßt.
In Griechenland greifen britische Truppen in die Kämpfe zwischen griechischen royalistischen und kommunistischen Partisanenverbänden ein.
Im Mittelmeer beschießen britische und griechische Kriegsschiffe die kommunistischen ELAS-Stellungen in Piräus und auf der Insel Salamis.
In Moskau wird eine ungarische Gegenregierung unter Generaloberst Béla Dálnoki-Miklós gebildet, die sich am 7. Dezember in Debrecen (Ungarn) niederlässt.
Im Iran tritt ein Gesetz in Kraft, das es der Regierung in Teheran verbietet, in Zukunft ausländischen Regierungen oder Gesellschaften Ölkonzessionen zu gewähren. Die Ausbeute der iranischen Ölvorkommen soll allein durch einheimische Gesellschaften erfolgen dürfen.

6.12.1944
Der einstrahlige Düsenjäger Heinkel »He 162«, der den Beinamen »Salamander« trägt, startet in Wien zu seinem ersten Probeflug. Die Maschine soll serienmäßig produziert werden und die alliierten Bombenangriffe stoppen. Sie kommt jedoch wegen des Treibstoffmangels nur noch vereinzelt kurz vor Kriegsende zum Einsatz.
Die 3. US-Armee rückt in Sarreguemines an der Mosel ein. Die Britische 2. Armee wird südwestlich von Arnheim durch die deutsche Sprengung von Deichen und damit verbundenen Überschwemmungen aufgehalten.
'Rund-um-die-Uhr'-Bombardierung von Synthetischen Treibstoff-Raffinerien von Leuna.
Der Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke, Albert Vögler, wird von Adolf Hitler zum Generalbevollmächtigten der Ruhrwirtschaft ernannt.
Anlässlich des 95. Geburtstages des Generalfeldmarschalls August von Mackensen verleiht Adolf Hitler dem Kavallerie-Regiment Nr. 5 das Ärmelband „Feldmarschall von Mackensen". Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel überreicht dem Gratulanten die Urkunde über diese Stiftung.
Japanische Streitkräfte landen auf der Philippineninsel Leyte und greifen US-amerikanische Flugzeugstützpunkte an. Sechs Tage später sind alle auf Leyte gelandeten Fallschirmjäger getötet oder gefangengenommen.

7.12.1944
Der zukünftige Offizier- bzw. Führungsnachwuchs des Heeres und der Waffen-SS soll nach einem Befehl Adolf Hitlers vor seinem Eintritt in Nationalpolitische Erziehungsanstalten, Adolf-Hitler-Schulen, der Reichsschule Feldafing oder weiter vom Reichsführer SS zu bestimmende Heimschulen erzogen worden sein.
Im Großdeutschen Reich wird wieder der »Tag des deutschen Eisenbahners« abgehalten. Zu diesem Anlass wird acht Eisenbahnern das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern verliehen.
Die 3. US-Armee durchbricht den Westwall nordwestlich von Saarlouis.
262 RAF-Bomber greifen Gießen an und werfen 1.193 t Bomben ab. Bei dem Luftangriff wird nahezu der gesamte historische Stadtkern Gießens durch einen Feuersturm vernichtet, 813 Menschen kamen ums Leben, und rund 30.000 wurden obdachlos.
In Griechenland setzen britische Streitkräfte zur Bekämpfung des Aufstandes der kommunistischen Befreiungsarmee erstmals Artillerie ein. Gleichzeitig bombardieren Jagdflugzeuge die Stützpunkte der Rebellen.
In Chicago (USA) endet nach 37 Tagen die Internationale Luftfahrtkonferenz, ohne dass in den grundsätzlichen Fragen - Bildung einer Weltluftorganisation und Anerkennung einer allgemeinen Luftfreiheit - eine Einigung erzielt werden konnte.
In Japan erschüttert ein schweres Erdbeben das Gebiet von Tokai, unterbricht Eisenbahnlinien und führt zur vorübergehenden Einstellung der Produktion bei den Mitsubishi-Flugzeugwerken in Nagoya.
US-Bomber fliegen einen schweren Angriff auf das japanische Festland. Die US-Luftwaffe setzt dabei die speziell für den Luftkrieg gegen Japan entwickelte Boeing "B 29" ("Superfortress") ein.

8.12.1944
Das im Vorjahr in der UdSSR gegründete "Nationalkomitee Freies Deutschland" das auf einen Sturz des NS-Regimes hinarbeitet, fordert das deutsche Volk auf, den Krieg zu beenden. Die Proklamation trägt die Unterschriften von 50 kriegsgefangenen deutschen Generälen, darunter auch der ehemalige Oberbefehlshaber der 6. deutschen Armee, Generalfeldmarschall Friedrich Paulus.
Die Sowjets beginnen eine Großoffensive zur Einkesselung der ungarischen Hauptstadt Budapest.
RAF-Tagesangriff auf Duisburg.
Die Amerikaner besetzen das unbesiegte Fort Driant nach seiner Kapitulation nach dem Fall von Metz.
"Opfergang", ein deutscher Spielfilm mit Carl Raddatz und Kristina Söderbaum wird in Hamburg uraufgeführt. Der Farbfilm erhält das Prädikat "künstlerisch besonders wertvoll".
Die Vulkaninsel Iwo Jima im Pazifik wird von US-Verbänden angegriffen.

9.12.1944
Eine Verfügung Adolf Hitlers regelt die Aufgaben des Reichsjugendführers der NSDAP: „Die in der Hitler-Jugend zusammengefasste nationalsozialistische Jugend muss sich jederzeit mit der Partei auf das engste verbunden fühlen."
Die 3. US-Armee wehrt deutsche Gegenangriffe bei Saarlouis ab.
Stuttgart wird am Mittag von 350 Terrorbombern der 8. US-Air-Force bombardiert. Es gibt 24 Tote und 55 Verwundete.
In Washington wird amtlich bekanntgegeben, daß die US-amerikanischen Streitkräfte seit Beginn des Krieges 13.418 Flugzeuge verloren haben.

10.12.1944
Zur Leitung der bevorstehenden „Ardennen-Offensive" begibt sich Adolf Hitler gegen Abend mit seinem Sonderzug in das Führerhauptquartier „Adlerhorst" bei Ziegenberg in der Nähe von Bad Nauheim.
Norwegische Fallschirmjäger, welche von Großbritannien aus eingeflogen wurden, zerstören zwischen dem 10. Dezember 1944 und dem 5. Januar 1945 hunderte von Schienen und die Koppang-Brücke, um einen Rückzug der deutschen Verbände aus Nord-Norwegen zu verhindern.
Die Amerikaner bombardieren Schienenverkehrsziele in Koblenz und Bingen.
Adolf Hitler stiftet einen „Warschau-Schild" für die Wehrmachtsangehörigen, die an der Niederschlagung des Warschauer-Aufstandes vom 1, August bis 2, Oktober 1944 beteiligt waren. In einem Erlass fordert Adolf Hitler die Überprüfung der Wehrmacht, Waffen SS und Polizei im Heimatkriegsgebiet zur Freimachung von Soldaten für die Front.
Der neuntägige Besuch des Ministerpräsidenten der "Provisorischen Französischen Regierung", Charles de Gaulle, beim sowjetischen Partei- und Staatschef Josef W. Stalin in Moskau endet mit der Unterzeichnung eines 20-jährigen französisch-sowjetischen Bündnisvertrages.
Der Vatikan erkennt die "Provisorische Regierung der Französischen Republik" von General Charles de Gaulle de jure an.
Der Nobelpreis für Chemie des Jahres 1944 wird dem deutschen Chemiker Otto Hahn für die Entdeckung der Kernspaltung zugesprochen.

11.12.1944
2.000 Bomber der 8. und 15. US-Air-Force greifen Eisenbahnziele in Deutschland und Erdölraffinerien und Munitionsdepots in der Nähe von Wien an. Dabei werfen die Amerikaner 882 t Bomben auf Frankfurt (Main).
Die 7. US-Armee dringt in Hagenau (Elsass) ein.
U-365 und Torpedoflugzeuge greifen den Arktis-Geleitzug RA. 62 an. Der Zerstörer „Cassandra" wird beschädigt, das deutsche U-Boot versenkt.
Zum dritten Jahrestag des deutsch-italienisch-japanischen Waffenbündnisses wenden sich die Außenminister der Regierungen in Berlin, Salò und Tokio über Rundfunk an ihre Völker.
Der Austritt der Sozialisten aus dem italienischen Kabinett von Ministerpräsident Ivanoe Bonomi macht eine Regierungsumbildung erforderlich. Carlo Graf Sforza scheidet aus, und der Kommunist Palmiro Togliatti steigt zum stellvertretenden Ministerpräsidenten auf.
In Paris beginnt der Oberste Gerichtshof, der speziell zur Aburteilung der Minister und Beamten der gestürzten Regierung von Vichy gebildet worden ist, seine Tätigkeit. 68 Personen stehen unter der Anklage des Hochverrats.
Chile und die Sowjetunion nehmen diplomatische Beziehungen auf.

12.12.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hält in seinem Hauptquartier "Adlerhorst" eine Besprechung mit den Oberbefehlshabern und Kommandeuren der Verbände, deren Einsatz in der Ardennen-Offensive vorgesehen ist. Hitler erläutert den Angriffsplan und legt als Datum des Angriffs den 16. Dezember fest.
In Wien beginnt der dritte Kongress der "Union Nationaler Journalistenverbände". Vertreter aus 22 Nationen debattieren drei Tage lang über allgemeine Fragen des "Weltkampfes" und über eine "Neugeburt Europas".
Nicaragua und die Sowjetunion nehmen diplomatische Beziehungen auf.
Die 1. US-Armee kämpft sich durch den Hürtgenwald bis 2 km an Düren heran.
Lancaster-Bomber, welche von P-51 Mustang Begleitjägern eskortiert werden, bombardieren Witten, die einzige bisher verschonte Stadt im Ruhrgebiet.
USAAF-Bomber greifen Darmstadt an und werfen 1.188 t Bomben ab.

13.12.1944
Alliierte Streitkräfte erobern Fort Jeanne d'Arc - das letzte deutsche Widerstandsnest in Metz. Die deutschen Verbände ziehen sich angesichts der Angriffe alliierter Truppen aus dem Nordelsaß zurück.
Die Artillerieschlacht um die ungarische Hauptstadt Budapest erreicht ihren Höhepunkt. Von Norden, Osten und Süden feuern sowjetische Truppen aus rund 10.000 Geschützen ununterbrochen Granaten in die deutschen Befestigungen.
RAF Bomber greifen Essen an und werfen 2.354 t Bomben ab.
Angriff des RAF Bomber Command gegen Schiffe im Oslofjord. Das Hauptziel, der Kreuzer "Köln", wird nur durch Naheinschläge beschädigt.
B-29 Superfortress beschädigen die Mitsubishi-Flugzeugfabrik in Nagoya schwer.
Im Alter von 78 Jahren stirbt in Neuilly-sur-Seine bei Paris der russische Maler und Grafiker Wassily Kandinsky. Er schuf im Jahre 1910 sein erstes abstraktes Werk und gründete verschiedene Künstlervereinigungen, darunter den "Blauen Reiter" in München.

14.12.1944
Bei einem sowjetischen Luftangriff auf den Hafen von Libau werden die Transporter "Erika Schünemann", "Minna Cords" und Tanker "Inka" versenkt.
Deutscher Gegenangriff bei Colmar (Elsass).
In der Schweiz wird Bundesrat Eduard von Steiger als Nachfolger von Walter Stampfli zum Bundespräsidenten für das Jahr 1945 gewählt.
Alliierte Luftstreitkräfte fliegen Bombenangriffe auf Rangun (Birma) und Bangkok.
US-Taks-Force 38 überfällt Flugplätze auf Luzon, die größte Insel der Philippinen, und zerstört 170 japanische Flugzeuge für den Verlust von 65 US-Flugzeugen.

15.12.1944
Der britische Premierminister Winston Churchill unterstützt in einer Rede vor dem Unterhaus in London die sowjetischen Gebietsforderungen gegen Polen und dessen damit einhergehende Westverschiebung.
Die 7. US-Armee dringt aus dem Elsass nach Deutschland ein.
Angriff des RAF Bomber Command mit 17 Flugzeugen auf die deutsche S-Boot-Bunker in Ijmuiden. Sie werfen 69,8 t Bomben. 2 »Tallboys«, zerstören S-198 und töten 10 Mann der Besatzung. 6 weitere Boote werden beschädigt, so dass die 8. S-Flottille zunächst nicht mehr einsatzfähig ist.
Die Amerikaner landen auf Mindoro (Philippinen).
Helmut Käutners Spielfilm "Große Freiheit Nr. 7", eine Geschichte aus dem Hamburger Hafen- und Nachtlokalmilieu mit Hans Albers als Hauptdarsteller, wird in Prag uraufgeführt, nachdem Reichspropagandaminister Joseph Goebbels den Film für das Deutsche Reich verboten hatte. Vorführungen sind nur im Ausland einschließlich des Protektorats Böhmen und Mähren zugelassen.

16.12.1944
Der Ministerpräsident der faschistischen italienischen Republik von Salò, Benito Mussolini, hält im Teatro Lirico in Mailand seine erste öffentliche Rede seit seinem Sturz im Juli 1943. Mussolini betont seine unerschütterliche Siegesgewißheit und bezeichnet sich als einzigen rechtmäßigen Führer Italiens.
Alle Pariser Nachtklubs und Tanzlokale bleiben bis Kriegsende geschlossen. Dies sieht eine Verordnung vor, die vom Innenministerium der "Provisorischen Regierung der Französischen Republik" herausgegeben wird.
303 RAF-Bomber greifen Ludwigshafen an und werfen 1.547 t Bomben ab.
Ein einmotoriges US-Flugzeug, in dem sich der bekannte Posaunist und Leiter der US-Luftwaffen-Big-Band, Glenn Miller, befindet, stürzt über dem Ärmelkanal ab. Der Musiker und sieben weitere Insassen kommen ums Leben.
US-amerikanische Truppen landen mit 15 000 Mann auf der von Japanern besetzten Philippineninsel Mindoro und errichten drei feste Brückenköpfe.

Die bis nach Weihnachten andauernde Ardennenoffensive beginnt. Sie ist die vorletzte deutsche Offensive an der Westfront im Zweiten Weltkrieg und der letzte große Versuch des Dritten Reiches, den Truppen der Westalliierten eine empfindliche Niederlage zuzufügen. Hauptziel des Angriffs ist die für den alliierten Nachschub überaus bedeutsame Hafenstadt Antwerpen in Belgien, die durch einen schnellen Vorstoß über die Maas erreicht werden soll. Antwerpen wird unter Beschuss von V1- und V2-Raketen genommen. Es werden 217 Einschläge von V2 registriert. Rundstedt und Modell, unter dem direkten Befehl von Hitler, eröffnen eine überraschende Gegenoffensive in den Ardennen an der schwächsten Stelle der alliierten Front, welche vom VIII. Korps der 1. US-Armee gehalten wird. Dazu setzt Hitler seine letzten strategischen Reserven ein: die 5. Panzerarmee (v.Mannteufel), die 6. SS-Panzerarmee (Dietrich) und die 7. Armee (Brandenberger) mit zusammen 24 Divisionen, darunter 10 Panzer-Divisionen. Tief hängende Wolken und Schneefall verhindern zunächst den Einsatz der alliierten Luftstreitkräfte und die in überlegener Zahl angetretenen und hervorragend kämpfenden deutschen Truppen stossen rasch vorwärts. Fallschirmjäger und Waffen-SS-Männer in amerikanischen Uniformen hinter den alliierten Linien sorgen für zusätzliche Verwirrung.




















17.12.1944
Die deutschen Truppen nehmen 9.000 Amerikaner bei Echternach am äußersten linken Flügel der Ardennenoffensive gefangen.
Während der Ardennenoffensive kommt es südlich von Malmedy bei Baugnez zu einem Zwischenfall mit Kampfgruppe der 1. SS-Panzerdivision "Leibstandarte Adolf Hitler" unter Obersturmführer Jochen Peiper, der später als Kriegsverbrechen dargestellt wurde. Es wurde behauptet, die Männer der Waffen-SS hätten Gefangene aus nächster Nähe erschossen und beraubt.
In der Wüste von Utah (USA) beginnt eine Bombereinheit der US-Luftwaffe mit Abwurfübungen für den Einsatz der in den USA entwickelten Atombombe.
243 RAF-Bomber verursachen mit 1292 t Bomben große Brände in Ulm. Es ist der erste große Nachtangriff auf die Stadt. Ein Terrorangriff der RAF auf München fordert insgesamt 562 Menschenleben.

18.12.1944
Der deutsche Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftet eine neue militärische Auszeichnung, den »Warschau-Schild«, als Kampfabzeichen für alle, die in der Zeit vom August bis Oktober an den »Kämpfen in Warschau ehrenvoll beteiligt waren«.
Das deutsche Linienschiff "Schleswig-Holstein" wird im Hafen von Gotenhafen von Bomben getroffen und brennt aus.
In Wien wird das "Provisorische Österreichische Nationalkomitee" gegründet, in dem die verschiedenen Widerstandsgruppen des Landes organisatorisch vereinigt werden.
150.000 britische Dock- und Fabrikarbeiter demonstrieren gegen die Haltung ihrer Regierung im griechischen Bürgerkrieg. Sie fordern Premierminister Winston Churchill auf, sofort einen Waffenstillstand herbeizuführen.
In Frankreich erscheint die erste Nummer der neuen Tageszeitung "Le Monde" in einer Auflage von 140.000 Exemplaren.
B-29 Superfortress bombardieren die Mitsubishi-Flugzeugmontage-Werke in Nagoya.
84 B-29 und 200 Flugzeuge der 14. USAAF zerstören die japanische Nachschubbasis Hankow in China. Die Feuer brennen für 3 Tage. Die amerikanische Task Force 38 gerät in einen schweren Taifun. 7 Flugzeugträger werden beschädigt, 3 Zerstörer sinken.

19.12.1944
Aus London kommen neue Meldungen über Rudolf Heß, den ehemaligen Stellvertreter des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, der 1941 als selbsternannter Friedensbote nach Großbritannien geflogen war und seitdem dort interniert ist. Der Geisteszustand von Heß soll sich in letzter Zeit stark verschlechtert haben, er leidet an Neurosen und Verfolgungswahn.
Feldmarschall Bernard Law Montgomery übernimmt den Befehl über alle alliierten Streitkräfte nördlich des deutschen Einbruchs in den Ardennen, einschließlich der 1. und 9. US-Armee. US-General Omar Nelson Bradley verbleibt der Befehl über die 3. US-Armee und allen anderen Streitkräfte südlich davon.
Deutsche Panzer erreichen Bastogne und Houffalize.
Der japanische Flugzeugträger „Unryu" wird durch das US-Unterseeboot „Redfish" versenkt.
In Addis Abeba wird ein Vertrag zwischen Großbritannien und Äthiopien unterzeichnet. Darin sagt Großbritannien dem afrikanischen Land materielle Hilfe zu und erkennt seine Unabhängigkeit an. Äthiopien verpflichtet sich, den Alliierten die Benutzung der Eisenbahn Addis Abeba-Dschibuti zu gestatten.
Der unter der Regie von Heinz Rühmann gedrehte deutsche Spielfilm "Der Engel mit dem Saitenspiel" mit Hertha Feiler, Susanne von Almassy und Hans Nielsen wird in Berlin uraufgeführt.

20.12.1944
Die Evaluierung eines Großteils der Bevölkerung von Trier gemäß einem Erlass vom 25. Oktober ist abgeschlossen. Von den ursprünglich rund 85 000 Einwohnern sind nur noch 3000 in der Stadt.
Deutsche Panzers erreichen Noville, nördlich von Bastogne und Stavelot, nördlich von St. Vith.
Mitglieder der dänischen Widerstandsbewegung zerstören die Kopenhagener Maschinenfabrik Astra, die Gasmotoren produziert und an die deutsche Besatzungsmacht geliefert hat.

21.12.1944
Britische Bomber greifen Eisenbahnanlagen in Köln und Bonn an.
Belagerung von Bastogne: Die 101. US-Luftlandedivision und die 10. US-Panzerdivision werden aus der Luft versorgt.
Ein deutscher Geleitzug läuft in ein Minenfeld vor Norwegen, welches vom frei-französischen Unterseeboot „Rubis" ausgelegt wurde. Damit steigt die Gesamtzahl der Versenkungen durch „Rubis" auf 23 Schiffe.
Von 13 deutschen Offizieren, die aus einem Kriegsgefangenenlager in Penkridge (Großbritannien) ausbrechen, werden zwölf noch am gleichen Tag wieder gefangen genommen. Einem der Wehrmachtsangehörigen gelingt die Flucht.
Tod von Abbas Hilmi Pascha, dem letzten Khedive (türkische Vizekönig) von Ägypten von 1892-1914, mit 70 Jahren.

22.12.1944
Ardennen: Die deutschen Truppen machen die letzte Anstrengungen, um die Maas zu erreichen und nach Antwerpen durchbrechen. General McAuliffe, der Kommandeur der 101. US-Luftlandedivision in Bastogne, antwortet auf ein deutsches Kapitulations-Ultimatum mit 'NUTS!'.
207 RAF-Bomber greifen Pölitz an.
Das Kriegsministerium der Vereinigten Staaten verfügt die sofortige Demobilisierung aller weiblichen Piloten der US-amerikanischen Luftwaffe. In der amtlichen Mitteilung heißt es, dass der Bestand an Flugpersonal so groß sei, dass auf weibliche Kräfte verzichtet werden könne.
Angelo Guiseppe Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII., wird von Papst Pius XII. zum Apostolischen Nuntius in Frankreich ernannt.
Nagoja, die drittgrößte Stadt Japans, wird von der US-amerikanischen Luftwaffe angegriffen. Etwa 100 Maschinen werfen ihre Bombenladungen auf zivile und militärische Ziele.
Vo Nguyên Giap gründet eine vietnamesische Volksarmee, deren vorrangige Aufgabe darin bestehen soll, das Land sowohl von den Japanern als auch von den Franzosen zu befreien.

23.12.1944
Die alliierten taktischen Luftwaffen fliegen 900 Einsätze gegen deutsche Panzerspitzen und LKW-Transportkolonnen in den Ardennen. Alleine 26 V-2 explodieren in Antwerpen.
Nach einer Unterbrechung von viereinhalb Jahren erscheint in Paris erstmals wieder die europäische Ausgabe des "New York Herald Tribune". Die letzte Nummer datiert vom 12. Juni 1940, zwei Tage vor dem Einmarsch deutscher Truppen in der französischen Hauptstadt.
Alle Pferderennen in den Vereinigten Staaten von Amerika werden verboten, um Arbeitskräfte einzusparen.

24.12.1944
Der Heilige Abend im sechsten Kriegsjahr wird in weiten Gebieten des Deutschen Reiches vom Heulen der Sirenen und in den Grenzgebieten vom Schlachtenlärm begleitet. Die noch nicht zerstörten Kirchen sind überfüllt.
Im Führerhauptquartier Adlerhorst bei Ziegenberg in der Wetterau erstattet Generaloberst Heinz Guderian, Chef des Generalstabs des Heeres, vor Hitler Bericht und gibt eine Übersicht "über die im Osten vor der deutschen Front aufmarschierenden sowjetischen Armeen". Hitler kommentiert die Darstellung Guderians mit den Worten: „Das ist der größte Bluff seit Dschingis Kahn! Wer hat diesen Blödsinn ausgegraben? (...) Wissen Sie, lieber Generaloberst, ich glaube nicht, dass die Russen überhaupt angreifen!"
Joseph Goebbels hält eine Weihnachtsrundfunkansprache an das deutsche Volk, in der er u.a. ausführt: „Unseren Feinden ist das Lachen bereits vergangen. Sie reden nicht mehr von einem Spaziergang nach Berlin, ganz im Gegenteil. Unsere im Angriff befindlichen tapferen Divisionen der Winterschlacht im Westen haben sie mit hartem Zugriff wieder auf den Boden der unerbittlichen Tatsache gestellt (...)"
Das US-Kriegsdepartement teilt mit, daß seit der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni bis zum Heiligen Abend 800.000 deutsche Soldaten gefangengenommen wurden.
Die ungarische Hauptstadt Budapest ist von sowjetischen Truppen eingekesselt. Die ersten russischen Panzer dringen ein.
Die alliierten taktischen Luftflotten fliegen 600 Einsätze in den Ardennen, 260 Transportflugzeuge werfen Nachschubsgüter über dem belagerten Bastogne ab.
50 He 111, welche als Trägeflugzeuge für V-1 umgebaut wurden, greifen den Großraum Manchester an. 1 'Fliegende Bombe' liegt im Ziel, 17 schlagen in der Nähe ein. 37 Menschen werden getötet, 67 verletzt. Es werden sofort Schritte unternommen die Flak-Abwehr zu verstärken, aber es gibt keine weiteren Angriffe mehr.
Der Truppentransporter „Leopoldville" wird vom deutschen U-Boot U-486 im Ärmelkanal versenkt, wobei 819 Mann ertrinken.
Am Heiligen Abend mussten sich in allen Orten der jugoslawischen Siedlungsgebiete Batschka und Banat, die deutschen Frauen zwischen 18 und 35 Jahren und Männer zwischen 16 und 45 Jahren versammeln. Eine bolschewistische Kommission prüfte sie auf ihre Arbeitsfähigkeit. Sie wurden ihrer Wertsachen entledigt und dann in Viehwagen verladen und in die UdSSR zur Zwangsarbeit deportiert. Die Greise, Kranken und Krüppel blieben zurück und wurden erschlagen und erschossen. Es gab nur wenig Überlebende dieser ethnischen Säuberung Jugoslawiens von seinen deutschen Bürgern.

25.12.1944
Die deutschen Panzerspitzen werden durch US-Panzer bei Celles, 6 km östlich des Fluss Maas und nachdem sie 80 km seit Mitte Dezember durch die Ardennen vorgestoßen sind, zum stehen gebracht. Der deutsche Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt erklärt die deutsche Ardennenoffensive für gescheitert. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler fordert jedoch, das aussichtslose Unternehmen fortzusetzen.
Der britische Premierminister Winston Churchill und sein Außenminister Anthony Eden fliegen nach Athen, um im griechischen Bürgerkrieg zu vermitteln.
US-amerikanische Kampfflugzeuge greifen Brücken und Eisenbahnlinien im Gebiet von Koblenz und Bonn an.

26.12.1944
Die in Bastogne (Belgien) eingeschlossenen US-Truppen werden nach achttägiger Belagerung befreit. Der 4. US-Panzerdivision der 3. US-Armee (Patton) gelingt es nach Bastogne durchzubrechen. Das RAF-Bomberkommando fliegt verheerende Tagesangriffe auf deutsche motorisierte Transportkolonnen und Truppenkonzentrationen im Raum von St. Vith.
Alliierte Luftstreitkräfte unternehmen von Frankreich aus einen Angriff auf die deutschen Treibstoffwerke in Schlesien.
Im Civic Theatre in Chicago kommt das Schauspiel "Die Glasmenagerie" zur Uraufführung. Der US-amerikanische Dramatiker Tennessee Williams erringt mit diesem Theaterstück seinen ersten großen Bühnenerfolg.

27.12.1944
Die deutsche Kriegsmarine führt ein neues Kampfabzeichen, den gestickten Sägefisch, ein. Die Auszeichnung wird an Soldaten verliehen, die sich freiwillig als Einzelkämpfer für einen Sondereinsatz gemeldet haben.
Die 3. US-Armee stellt einen 'sicheren' Korridor nach Bastogne her.
Die 8. US-Air-Force bombardiert Schienenverkehrsziele in Koblenz, Bonn und Kaiserslautern. RAF-Nachtangriff auf Mönchengladbach und Bonn.

28.12.1944
In der deutschen Wochenzeitschrift »Das Reich« nimmt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels Stellung zu den Gerüchten über die Ursachen für das Ausbleiben von öffentlichen Auftritten des deutschen Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Er bezeichnet Hitler nach wie vor als die größte Persönlichkeit, die derzeit Geschichte mache, und weist darauf hin, daß er auch durch den Krieg nicht »älter« geworden sei.
In einer Besprechung im Hauptquartier „Adlerhorst" kündigt Adolf Hitler den dort versammelten Generälen an, er bereite jetzt bereits „einen dritten Schlag" im Westen vor.
General Dwight D.Eisenhower trifft Feldmarschall Bernard Law Montgomery in Hasselt (Belgien) um eine alliierte Gegenoffensive in den Ardennen zu besprechen.
Das Musical "On the Town" wird im Adelphi Theatre in New York uraufgeführt. Konzeption und Choreographie stammen von Jerome Robbins, die Musik komponierte Leonard Bernstein. Das Musical basiert auf dem Ballett "Fancy Free".

29.12.1944
Durch Erlass stiftet Adolf Hitler als höchste Tapferkeitsauszeichnung das „Goldenem Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes". Diese Auszeichnung soll nach dem Stiftungserlass nur zwölf Mal verliehen werden, „um höchstbewährte Einzelkämpfer (...) vor dem Deutschen Volk besonders zu ehren".
In der Nacht zum 30. Dezember hat Adolf Hitler noch eine letzte Aussprache mit General Wolfgang Thomale über die bevorstehende Neujahrsoffensive.
Starke US-Luftverbände greifen von Italien aus Ziele in Süddeutschland und Österreich an. Bombardiert werden vor allem Eisenbahn- und Industrieanlagen. Lancaster- und Halifax-Bomber werfen eine Reihe von 12.000-Pfund-Bomben auf den S-Boot-Stützpunkt von Rotterdam.

30.12.1944
Heftige Kämpfe im Abschnitt von Houffalize-Bastogne in den Ardennen.
337 RAF-Bomber greifen Scholven-Buer an.
Der mexikanische Senat ermächtigt Präsident Manuel Avila Camacho, Truppen in Übersee zum Kampf gegen das Deutsche Reich und Japan einzusetzen.

31.12.1944
Joseph Goebbels spricht am Silvesterabend über den Rundfunk zum deutschen Volk. Er erklärt u.a.: „Was dieser Krieg noch von uns fordern mag, müssen wir auf uns nehmen, aber wir werden dafür den doppelten und dreifachen Lohn davontragen. Nach ihm wird eine Blütezeit des Deutschtums anbrechen, wie sie die Geschichte noch nicht gesehen hat. (...) In diesem Sinne gelten meine innigsten Wünsche zum Jahreswechsel dem Führer und seinem Volke. Beide sind heute eine einzige Einheit. (...) Unsere Feinde werden sich an dieser Einheit die Zähne ausbeißen (...)"
Martin Bormann, »Sekretär des Führers«, weist darauf hin, daß alle im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten beschlagnahmten Kunstwerke bei den Sachbearbeitern von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler anzumelden seien, da dieser in Linz ein Museum errichten wolle.
Die deutsche Waffen-SS zählt Ende des Jahres 1944 fast eine Million Mitglieder.
Die RAF greift die Rangierbahnhöfe von Solingen an.
Das griechische Kabinett unter Ministerpräsident Georgios Papandreou tritt zurück. König Georg II. betraut daraufhin Erzbischof Damaskinos mit der Regentschaft.
Die in Debreczen residierende ungarische „Gegenregierung" unter General Miklos Dalnoki erklärt Deutschland den Krieg. Deutschland befindet sich Ende des Jahres mit 58 Staaten im Krieg.
Die deutsche Rüstungsindustrie produzierte trotz täglicher Luftangriffe im Jahr 1944: Gewehrmunition 4.732.000.000 Stück, Handgranaten 46.363.000 Stück, Karabiner, Gewehre, MP, 3.096.496 Stück, Maschinengewehre, 276.639 Stück, leichte Infanteriegeschütze, 4.818 Stück, leichte Haubitzen, 10.070 Stück, schwere Feldhaubitzen, 3.019 Stück, Lastkraftwagen, 89.069 Stück, Panzerkampfwagen, 8.339 Stück, Kriegsflugzeuge, 38.122 Stück.

Handelsschiffs-Verluste im Dezember 1944:
19 alliierte Schiffe mit zusammen 91.097 Tonnen im Atlantik, 7 alliierte Schiffe mit 43.816 Tonnen in anderen Gewässern. 43 japanische Schiffe mit 188.287 Tonnen im Pazifik. 11 deutsche U-Boote im Atlantik, Arktis oder Ostsee versenkt (weltweit insgesamt 14 U-Boote verloren), 26 neue U-Boote in Dienst gestellt, 452 U-Boote aller Typen insgesamt vorhanden.

Soldaten der 17. SS-Panzerdivision in der Abwehrschlacht bei Metz
Abtransport von in Straßburg gefangenen deutschen Soldaten
Die Amerikaner in Bastogne
Heilbronn wurde von den Alliierten bis 1945 so gut wie vernichtet
Alliierte Truppe auf dem Weg nach Malmedy
Das angebliche Massaker von Malmedy
Das angebliche Massaker von Malmedy
die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares

Stanislaw Mikolajczyk

Maximilian de Angelis

Walter Edward Guinness

Franklin D. Roosevelt

Richard Sorge

Herbert Ernst Backe

Andrej A. Wlassow

Josip Broz Tito

Adolf Eichmann

Josef Kramer

Georges Claude

Ferenc Szalasi

Jutta Rüdiger

Albert Vögler

Joachim Peiper

Rudolf Hess

Omar Nelson Bradley

Generaloberst Heinz Guderian

Joseph Goebbels
Abtransport von in Straßburg gefangenen deutschen Soldaten
Soldaten der 17. SS-Panzerdivision "Götz von Berlichingen"
Die Amerikaner in Bastogne
Heilbronn 1945
Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Die Wochenschau vom 02.11.1944 - Kaempfe an der Front im Suedosten, herzlicher Empfang deutscher Soldaten in einem Dorf in Siebenbuergen. Kaempfe im ostpreussischen Grenzgebiet und am Memel-Brueckenkopf, Bolschewistischer Mordterror in Nemmersdorf.

Die Wochenschau vom 16.11.1944 - Vereidigung von Volkssturm-Bataillonen in Ostpreussen, in Danzig und in Berlin, die Rede von Reichsminister Dr. Goebbels. Kaempfe an der Vogesen-Front, der Panzernahkaempfer Obergefreiter Maurer erhaelt das Ritterkreuz.

Die Wochenschau vom 23.11.1944 - Zusammenbruch des Aufstandes in der Slowakei, Saeuberung von Ortschaften durch Einheiten der Waffen-SS, begeisterter Empfang der deutschen Befreier durch die Bevoelkerung. Die Sprengung der Waal-Bruecke bei Nimwegen.

 Die Wochenschau vom 14.12.1944 - mit Ausschnitten: Der Fuehrer   empfaengt den ungarischen Staatsfuehrer Szalasy. Abwehr von   Schlachtflieger-Angriffen durch die Donau-Flotille in Budapest.   Abwehr der bolschewistischen Grossoffensive an der Kurland-Front.

 Die Wochenschau vom 21.12.1944 - mit Ausschnitten: Herzforscher   Professor Dr. Weber bei der Arbeit. Bildung des Wehrmachts-   helferinnen-Korps. Vorstellung des Zirkus Sarrasani. Verleihung der   Nahkampfspange in Gold an 81 Maenner des Heeres und der   Waffen-SS durch den Reichsfuehrer-SS Heinrich Himmler.