Chronik des Nationalsozialismus September / Oktober 1939

SEPTEMBER 1939

1.9.1939
Um 4.45 Uhr beginnt der deutsche Angriff auf Polen. Das im Danziger Hafen liegende Panzerschiff „Schleswig-Holstein" eröffnet mit seinen schweren Geschützen das Feuer auf die Westerplatte. 48 Divisionen, davon 6 Panzer-Divisionen, unterstützt von 1.600 Flugzeugen greifen an drei Fronten von Ost-Deutschland, Ostpreussen und der Slowakei aus an. Die deutsche Luftwaffe fliegt taktische Luftangriffe gegen polnische Flugplätze, Verbindungslinien und Truppenansammlungen. Die polnische Luftwaffe ist nach drei Tagen vernichtet. Der Einmarsch deutscher Truppen nach Polen war kein »Überfall«, sondern ein »Zurückschießen«, da polnische Truppen und Banden mordend und brandschatzend seit der britischen Garantieerklärung vom 31. März 1939 die deutschen Grenzgebiete ständig überfielen. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler spricht vor dem Deutschen Reichstag. Einstimmig billigt das Parlament das Gesetz über die Wiedervereinigung Danzigs mit dem Deutschen Reich. Carl Jacob Burckhardt, der Hohe Kommissar des Völkerbundes, muss gegen 9 Uhr Danzig verlassen.
In Großbritannien beginnt die Mobilmachung. In London und anderen Städten werden Kinder evakuiert. Großbritannien und Frankreich fordern die Reichsregierung zum Rückzug der Wehrmacht aus Polen auf. Marschall Edward Rydz-Smigly wird Oberbefehlshaber der polnischen Streitkräfte und Vertreter des Präsidenten.
Die 18 deutschen Wehrkreise erhalten Reichsverteidigungskommissare.
Durch Führerverordnung werden das erstmals im Jahr 1813 gestiftete Eiserne Kreuz (in zwei Stufen) erneuert und das Ritter- und Großkreuz des Eisernen Kreuzes sowie ein Verwundetenabzeichen (in drei Stufen) geschaffen.
Eine Verordnung über den Arbeitsplatzwechsel macht im Deutschen Reich jede Kündigung von der Zustimmung des zuständigen Arbeitsamtes abhängig.
Die UdSSR erlässt ein Gesetz über die allgemeine Wehrpflicht. Für Mannschaften dauert sie zwei Jahre (Bodentruppen), vier Jahre (Luftwaffe und Küstenverteidigung) und fünf Jahre (Marine).
Durch Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung wird das Abhören feindlicher Sender und das Verbreiten ihrer Meldungen verboten.
Durch eine Polizeiverordnung wird für Juden im Deutschen Reich eine Ausgangssperre eingeführt.
In Stutthof (Danzig) wird ein Zivilgefangenenlager eingerichtet, das später als SS-Sonderlager in ein Konzentrationslager umgewandelt wird.
Ein Führer-Erlass sieht Straffreiheit für aktive Wehrmachtsangehörige vor, die zu Geldstrafen, Haft oder zu Gefängnis bis zu sechs Monaten verurteilt worden sind.

2.9.1939
Italiens Botschafter Bernardo Attolico übergibt in Berlin eine Note von Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini, der einen Waffenstillstand und eine Friedenskonferenz vorschlägt. Hitler stimmt einer Friedenskonferenz zu, wird aber von England ignoriert.
In Beantwortung einer Note von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt erklären das Deutsche Reich und Polen, keine zivilen Ziele bombardieren zu wollen.
Deutsche Ju 87 versenken die polnischen Hilfsschiffe Gdynia (538 t) und Gdansk (538 t) vor Danzig.
In Frankreich beginnt die Generalmobilmachung. Die Kammer in Paris billigt einstimmig die Kriegskredite.
In England werden ca. 2.000 deutsche Staatsbürger, die in den Augen der britischen Behörden als potenzielles Risiko gelten, darunter Ernst Hanfstaengl, verhaftet und interniert.
Während die Schweizer Armee in ihre Bereitstellungsräume einrückt, beschließt der Bundesrat die Dienstpflicht für Schweizer von 16 bis 65 Jahren und für Schweizerinnen von 16 bis 60 Jahren.
Der deutsche Industrielle Fritz Thyssen flieht mit seiner Frau in die Schweiz. Der Ausbruch des Krieges führte zum endgültigen Bruch mit dem Regime.

3.9.1939
Deutsche Panzer überschreiten den Fluß Warthe in Süd-West Polen. Die 1. und 4.Panzer-Division werden wiederholt von polnischen Bombern im Raum Radom-Piotrkow angegriffen. Deutsche Truppen erobern die Stadt Tschenstochau. Der polnische Korridor wird in zwei Teile zerschnitten.
Adolf Hitler erläßt die Weisung Nr. 2 für die Kriegführung. Ziel bleibt der schnelle Sieg über Polen. Gegenüber Großbritannien wird der Seekrieg nach Prisenordnung freigegeben, die Initiative soll dem Gegner überlassen werden.
Die Botschafter Frankreichs und Großbritanniens übergeben in Berlin die Kriegserklärungen ihrer Regierungen an das Deutsche Reich. Die Regierungen von Australien und Neuseeland erklären, es sei ihre Pflicht, dem britischen Mutterland zu folgen und in den Krieg gegen das Deutsche Reich einzutreten. Winston Churchill sagt im englischen Rundfunk, am Tag der britischen Kriegserklärung: „Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands. ...Vorwärts Soldaten Christi!" Der britische Premier Neville Chamberlain beklagt sich beim US-Botschafter Joseph Kennedy in London: Die USA und das Weltjudentum haben mich in den Krieg getrieben.
Adolf Hitler empfängt mittags den neuen sowjetischen Botschafter Alexander Schkwarzew zur Überreichung des Beglaubigungsschreibens.
Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes der SS, veröffentlicht einen RundErlass über "Grundsätze der inneren Staatssicherung während des Krieges". Es ist u.a. gegen jedermann einzuschreiten, der öffentlich am deutschen Sieg zweifelt.
Erklärung der Blockade Deutschlands durch die britische Regierung.
Unity Mitford hat sich in der Königsstraße 15 am Rande des Englischen Gartens in die Schläfe geschossen. Sie wurde schwerverletzt in die Münchner Universitätsklinik gebracht. Im Abschiedsbrief stand: „Sie könne einen Krieg von England und Deutschland nicht ertragen und werde sich das Leben nehmen."
In und um Bromberg werden von bewaffneten Polen mehr als tausend Volksdeutsche bestialisch ermordet. (Bromberger Blutsonntag)
Tazio Nuvolari (Auto-Union) gewinnt vor Manfred von Brauchitsch (Mercedes-Benz) und Hermann P. Müller (Auto-Union) das Autorennen von Belgrad.

4.9.1939
Großbritannien gibt bekannt, der Transatlantik- Passagierdampfer »Athenia« sei von einem deutschen U-Boot torpediert worden. Großadmiral Raeder versicherte Hitler, daß sich keines der wenigen deutschen U-Boote in der Nähe des angeblichen Schauplatzes aufgehalten haben könne. Hitler vermutet Churchill selbst habe den Dampfer versenken lassen, um die Amerikaner gegen das Deutsche Reich aufzubringen. Hitler verbietet den Angriff auf alliierte Passagierschiffe. Auch Propaganda-Minister Goebbels verdächtigt Churchill der Komplizenschaft bei der Versenkung der Athenia, um anti-deutsche Stimmung in den USA zu erzeugen.
Die ersten Truppen des BEF (British Expeditionary Force = Britisches Expeditionskorps) landen mit Zerstörern in Cherbourg an.
Adolf Hitler fährt mit dem Führerzug nach Bad Polin in Polen zur Front. Besuch des Gefechtsstandes der 4. Armee unter Generaloberst Günther von Kluge. Hitler übernachtet in Plienitz. Adolf Hitler erfährt telegrafisch durch Gauleiter Adolf Wagner, dass Unity Mitford einen Selbstmordversuch unternommen hat. Hitler ordnet an, dass die Schwerverletzte auf seine Kosten von dem angesehenen Chirurgen Professor Magnus operiert und behandelt werden soll.
Das OKW meldet, dass „erstmalig Truppen aus dem Reich auf dem Landwege ostpreußischen Boden erreicht haben".
Bei einem britischen Luftangriff auf Wilhelmshaven und Brunsbüttel werden von 24 britischen Bombern sieben abgeschossen. Nachmittags um 17.57 Uhr werden zwei britische Bomben auf die dänische Stadt Esbjerg abgeworfen und eine dänische Frau leitet den blutigen Reigen der Luftkriegstoten des zweiten Weltkrieges ein. Es geht vermutlich auf einen Fehlwurf zurück. Jedenfalls entschuldigte sich die britische Regierung in Kopenhagen und leistete Schadenersatz.
Der britische Zerstörer "Jersey" stellt den deutschen Frachter "Johannes Molkenbuhr" vor Bergen, der Frachter wird von der Mannschaft selbst versenkt.
Der Ministerrat für die Reichsverteidigung erlässt eine Kriegswirtschaftsverordnung. Sie bringt u.a. Zuschläge auf die Einkommensteuer sowie auf Bier, Tabak, Brannt- und Schaumwein. Durch eine weitere Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung wird die Stärke des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend zwischen 17 und 25 Jahren auf 100.000 erhöht.
Die britische Regierung veröffentlicht eine Liste mit Konterbande. Kriegs- und Hilfsgüter für den Gegner können fortan als Bannware beschlagnahmt werden.
US-Außenminister Cordell Hull ruft die Bürger der USA auf, nur noch in dringenden Fällen nach Europa zu reisen.
Das Königreich Ägypten bricht diplomatische Beziehungen zum Deutschen Reich ab.
In der Schweiz wird eine weitgehende Preiskontrolle eingeführt.

5.9.1939
Die deutsche Reichsregierung veröffentlicht ein Weißbuch über die letzte Phase der polnisch-deutschen Krise. Polen und Großbritannien werden darin als "Kriegshetzer" bezeichnet.
Polen und Frankreich unterzeichnen ein Protokoll, das dem britisch-polnischen Abkommen vom 25. August entspricht.
Die Deutschen durchbrechen die Frontlinien der polnischen Armeen und überqueren die Weichsel. Das polnische Oberkommando ordnet allgemeinen Rückzug hinter die Weichsel an. Die Deutschen nehmen Bromberg am südlichen Ende des Korridors ein. Die polnische Regierung verlässt Warschau und geht nach Lublin.
Die USA und Japan erklären ihre Neutralität im europäischen Krieg und die Verhängung einer Ausfuhrsperre für Waffen und Kriegsgerät an kriegsführende Länder.
Der Schweizer Bundesrat beschließt die Visumpflicht für Ausländer. Etwa 8000 Flüchtlinge befinden sich in der Schweiz.
Eine Verordnung des Reichsarbeitsministers Franz Seldte macht die Zahlung des Arbeitslosengeldes von der Bedürftigkeit des Arbeitslosen abhängig.
Der Führerzug fährt nach Groß-Born (Pommern) weiter, einem Truppenübungsplatz bei Neustettin. Adolf Hitler besucht unterwegs einen Verwundetentransportzug.
Der Führer ordnet die Einsetzung von Reichsverteidigungskommissaren an, deren Bereich deckungsgleich ist mit dem der Wehrkreise.
Eine Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung gegen "Volksschädlinge" bedroht Plünderungen in geräumten Gebieten Brandstiftungen sowie in schweren Fällen auch Verbrechen bei Fliegeralarm mit dem Tode.
Von den Universitäten im Reichsgebiet sollen auf Anordnung von Reichsbildungsminister Bernhard Rust nur die Hochschulen in Berlin, Wien, München, Leipzig und Jena ihren normalen Betrieb am 11. September aufnehmen.

6.9.1939
Dr. Chaim Weizmann, (President of the Jewish Agency) schrieb in einem Brief an Mr. Chamberlain unter dem Datum des 29. August eine nunmehr fünfte Kriegserklärung an das Deutsche Reich: " …dass die Juden zu Großbritannien stehen und an der Seite der Demokratien kämpfen werden…" Der Brief wurde am 6.September in der Times abgedruckt. Außerdem bot Weizmann der britischen Regierung 20.000 Mann zur Verwendung im Nahen Osten und insgesamt eine Armee von 100.000 Juden als Kämpfer gegen Deutschland an.
Der britische Außenminister Lord Halifax erklärt: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so daß er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück Versailler Vertrag nach dem anderen aufheben kann!"
Deutsche Panzer nehmen Tomaszow und Kielce ein, südwestlich von Warschau und umfassen dadurch zwei polnische Armeen. Die deutsche Wehrmacht gibt die Einnahme von Krakau bekannt.
Adolf Hitler fährt mit dem Wagen nach Schwetz und Graudenz, im Weiteren besucht er das Schlachtfeld der Tucheler Heide und General Guderians XIX Panzer-Korps an der Nord-Ost-Front.
Anweisung an alle Leitstellen der Gestapo: …das jegliche Ausschreitungen gegen die Juden unter allen Umständen verhindert werden müssen …
Die Südafrikanische Union (Dominion im britischen Commonwealth) erklärt dem Deutschen Reich den Krieg. Auch der Irak stellt sich hinter Großbritannien.
Der erste britische Geleitzug sticht in See. Die Reise geht vom ostenglischen Orford Ness nach Methil (Schottland).
Der deutsche Passagierdampfer "Bremen" läuft aus New York kommend im sowjetischen Hafen Murmansk ein.
Reichsverkehrsminister Julius Dorpmöller verbietet ab 20. September im Deutschen Reich die Benutzung privater Kraftfahrzeuge. Liegt die Weiterbenutzung im öffentlichen Interesse, sind Ausnahmegenehmigungen möglich.
Großbritannien beginnt mit der Seeblockade gegen Deutschland.

7.9.1939
Eroberung der Westerplatte nach erneuter Beschießung durch die Schleswig-Holstein und Angriff der Mar.-Sturm-Komp. mit Heeres-Pionieren.
Die französische Saar-'Offensive' beginnt in der Nacht vom 7. auf den 8.September. 11 Divisionen dringen auf einer Breite von 32 km etwa 8 km tief westlich und süd-östlich von Saarbrücken bei vernachlässigbaren Widerstand auf deutsches Territorium vor.
Adolf Hitler führt in seinem Sonderzug in Groß-Born eine Besprechung mit Großadmiral Erich Raeder und eine andere mit Generaloberst Walther von Brauchitsch über die Kriegführung im Westen. Hitler befiehlt, dass französische Handelsschiffe nicht angegriffen und französische Gewässer nicht vermint werden dürfen.
General Viscount Gort wird zum Befehlshaber des englischen BEF ernannt.
Im befreiten ostoberschlesischen Gebiet wird die Reichsmarkwährung eingeführt.
US Präsident Roosevelt wies den Sonderbeauftragten, Summer Welles, in einem Schreiben an, alle südamerikanischen Staaten und Mexiko nahe zulegen, deutsche Handelsschiffe zu beobachten und mit so wenig Treibstoff zu versorgen, dass sie nicht nach Deutschland zurückfahren können.

8.9.1939
Vorausabteilungen der deutschen 4. Panzerdivision (Generalleutnant Georg-Hans Reinhardt) erreichen den Stadtrand von Warschau. Teile der deutschen 10. Armee (General Walter von Reichenau) beginnen bei Radom mit der Einkesselung von Teilen der polnischen Armee "Pruzy" (General Stefan Dab-Biernacki).
Adolf Hitler hält Besprechungen mit Arthur Greiser, Erich Koch, Albert Forster und Hans Frank in seinem Führerzug. Der Führerzug fährt abends nach Illnau bei Oppeln, von wo aus Hitler fast täglich zur Truppe fährt und sich die Kampflage von den Oberbefehlshabern vortragen lässt.
Über der Westfront greifen fünf Curtiss Hawk Jagdflugzeuge der l'Armee de l'Air (französische Luftwaffe) fünf deutsche Bf109 an und schießen zwei ab.
Laut Führerbefehl werden die Kompetenzen der Auslandspropaganda zur Enttäuschung von Joseph Goebbels dem Auswärtigen Amt (von Ribbentrop) und nicht dem Propagandaministerium zugeteilt.
Adolf Hitler erteilt in einem Befehl „Richtlinien für die Errichtung einer Militärverwaltung im besetzten Ostgebiet".
Durch Erlass von Reichsbildungsminister Bernhard Rust erhalten zur Wehrmacht eingezogene Primaner den Reifevermerk. Auch Primanerinnen wird der Abschluß gewährt sofern sie bis April 1940 im Kriegshilfsdienst tätig sind.

9.9.1939
Adolf Hitler unterzeichnet Weisung Nr. 3 für die Kriegführung betreffend Operationen
gegen das polnische Heer und den Einsatz von der Luftwaffe an der deutschen
Westgrenze. Adolf Hitler unterzeichnet auch noch einen „Gnadenerlass für die
Zivilbevölkerung", er gibt den Amnestierten Gelegenheit, zum Militär zu gehen.
Die 4.Panzer-Division versucht durch den äußersten Verteidigungsring von
Warschau zu dringen und die Stadt zu erstürmen, verliert aber 60 Panzer.
Mit dem Angriff der polnischen Armee "Poznan" (General Tadeuz Kutrzeba) auf
die deutsche 8. Armee (General der Infanterie Johannes Blaskowitz) beginnt die
Schlacht an der Bzura, und diese entwickelt sich zu der größten Schlacht des
Feldzuges (endet am 15.September). Der polnische Oberbefehlshaber, Marschall
Smigly-Rydz, schickt einen verzweifelten Aufruf an den französischen obersten
Befehlshaber General Gamelin, zu einem entschlossenen Handeln an der Westfront.
Ernst Bahls, Ordonanzoffizier Hitlers, stirbt mit 24 Jahren im Polenfeldzug an einer Hirnhautentzündung.
In einer groß angelegten und vom deutschen Rundfunk übertragenen Rede erklärt Hermann Göring in einem
Berliner Rüstungswerk u.a.: „Deutschland ist der bestgerüstete Staat der Welt, den es überhaupt gibt. Keine Macht der Welt verfügt über so umfangreiche Produktionsstätten und Rüstungsbetriebe." Er schließt mit den Worten: „Wenn aber das letzte Opfer von uns verlangt wird, dann geben wir es mit den Worten: wir sterben, dass Deutschland lebe."
In Paris wird ein Vertrag über die Gründung einer polnischen Armee in Frankreich unterzeichnet.
Das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa) weist die Dienststellen der Geheimen Staatspolizei an, alle polnischen Staatsbürger im Reichsgebiet, die sich "in irgendeiner Form ungebührlich verhalten", in das KZ Dachau einzuliefern.

10.9.1939
Ein allgemeiner polnischer Rückzug in 'starke Verteidigungsstellungen' in Süd-Ost Polen wird angeordnet. Entlang des Flusses Bzura der Nähe von Poznan verstärken die Polnischen Truppen verstärken den Gegenangriff auf deutsche Truppen.
Adolf Hitler besucht in einer kombinierten Flug / Autoreise die unter dem Befehl von General der Artillerie, von Walter von Reichenau, stehende 10. Armee.
Hitler beauftragt den Kommandanten des Führerhauptquartiers, Generalmajor Erwin Rommel, zur Führung des bevorstehenden Krieges im Westen einen Platz für ein festes Feldhauptquartier des Oberkommandos in Grenznähe zu erkunden.
Generaloberst Kurt Freiherr von Hammerstein wird als Oberbefehlshaber der Armeegruppe A an die „Siegfriedlinie" im Westen kommandiert.
SS-Obersturmführer Hans Pfeiffer wird als Ersatz für den verstorbenen Ernst Bahls als Ordonanzoffizier zu Hitler abkommandiert.
Karl Krause wird als Diener bei Adolf Hitler entlassen, weil er ihn belogen hat. Heinz Linge wird nun bevorzugter Leibdiener bei Hitler.
Das englische U-Boot Triton torpediert irrtümlich ihr Schwesterschiff Oxley in der Nordsee, nur zwei Überlendende auf letzterem.
Kanada erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.

11.9.1939
Frontbesuch von Adolf Hitler im Raum Tomaszow, südöstlich von Lodz mit Flugzeug und Wagen.
Die Deutsche Wehrmacht überquert den Fluß San in Süd-Ost Polen.
Wegen der fortdauernden Offensive an der Bzura fordert Generaloberst Gerd von Rundstedt, Befehlshaber der Heeresgruppe Süd, Schlachtfliegerverbände an.
Winston Churchill (als eine Marine-Persönlichkeit) beginnt seinen Briefwechsel mit dem US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt.
In England sind derzeit nach amtlichen Meldungen 1.330.928 Menschen erwerbslos ( 99.236 mehr als im August).

12.9.1939
Bei der Kapitulation der Armee "Pruzy" (General Stefan Dab-Biernacki) im Kessel von Radom geraten rund 60.000 Polen in deutsche Gefangenschaft.
In Illnau führt Adolf Hitler in seinem Führerzug Gespräche mit Hermann Göring und Walther von Brauchitsch. Göring unterrichtet den Führer über den Einsatz der Luftwaffe. Hitler äußert zum ersten Mal gegenüber Rudolf Schmundt und im Vertrauen, nach dem Sieg über Polen im Westen anzugreifen.
Durch Inkrafttreten einer Verordnung des Reichsinnenministeriums vom 10. September ist für Ein- und Ausreise ein Paß mit Sichtvermerk nötig; deutsche Staatsangehörige und Einwohner des Protektorats Böhmen und Mähren über 15 Jahren müssen sich stets durch einen Personalausweis ausweisen können.
Erste Sitzung des Alliierten Obersten Kriegsrates (aus dem englischen und französischen Ministerpräsidenten mit ihren politischen und militärischen Beratern) in Abbeville. General Gamelin enthüllt Pläne, die Saar-'Offensive' abzusagen.

13.9.1939
Warschau ist von deutschen Truppen völlig eingeschlossen. Die Schleswig-Holstein beschießt noch einmal polnische Stellungen und Batterien bei Hochredlau und auf Hela. Deutsche Infanterie überschreitet die Weichsel, südlich von Warschau. Das deutsche Oberkommando gibt seine Absicht bekannt, Guerillia-Operationen, Anschläge und Sabotage durch polnische Zivilisten mit der Bombardierung und den Beschuß von Ortschaften zu beantworten. Adolf Hitler, der am 3. September abends aus Berlin nach Polen abgereist ist, besichtigt Lodz, das am 9. September besetzt worden ist. Der Oberbefehlshaber der 8. Armee, General der Infanterie Johannes Blaskowitz, begleitet Hitler. Am späten Nachmittag geht es zurück in sein Hauptquartier und unterzeichnet das „Gesetz über die Erweiterung der Prisenordnung".
Hermann Göring empfängt in Berlin den rumänischen Hofminister Johann Gigurtu, der ihm die Neutralitätserklärung Rumäniens überreicht.
Göring ernennt als «Vorsitzenden des Ministerrates für die Reichsverteidigung» den Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, zum Stellvertreter des Generalbevollmächtigten für die Reichsverwaltung, Reichsinnenminister Wilhelm Frick.
Der französische Kreuzer "La Tour d'Auvergne" sinkt nach Explosion, versursacht durch einen Unfall, in Casablanca.
Das "Centralblad voor Israeliten in Nederland" schreibt: "Millionen von Juden in Amerika, England, Frankreich, Afrika und Palästina sind entschlossen, den Ausrottungskrieg gegen Deutschland zu tragen, bis zu dessen Vernichtung."
Der französische Ministerpräsident Edouard Daladier bildet ein Kriegskabinett.

14.9.1939
An der Bzura tritt die polnische Armee "Pomorze" (General Bortnowski) im Raum Lowicz zum Angriff an. Deutsche Truppen erobern Gdingen und die Stadt Brest-Litowsk in Ost-Polen. Die Festung von Brest-Litowsk hält jedoch immer noch aus. Bei Annapol überquert das deutsche IV. Armeekorps (General von Schwedler) die Weichsel, im Südabschnitt hat die 14. Armee (Generaloberst List) den San überschritten.
Adolf Hitler bespricht in Gogolin mit Fritz Todt, einen festen Führergefechtsstand im Westen zu bauen. Er empfängt erneut Hermann Göring und hört sich dessen Frontbericht vom Vortag an.
Nach einem vergeblichen Torpedoangriff auf den britischen Flugzeugträger "Ark Royal" wird das deutsche U-Boot U 39 bei den Hebriden vor der Küste Schottlands durch Wasserbomben versenkt. 43 Mann der deutschen Besatzung werden gefangengenommen.
Im Reichsgesetzblatt werden u.a. ein Führer-Erlass über Straffreiheit für Zivilpersonen, die zu geringen Geld- oder Haftstrafen verurteilt sind (9. 9. 1939) und eine Verordnung über Gewährung von Schadenersatz bei Kriegsschäden (8. 9. 1939) veröffentlicht.

15.9.1939
An der Südfront nehmen die deutschen Truppen Przemysl und Bialystok ein und besetzen die Ölfelder in Galizien (Süd-Ost Polen).
Hans Frank wird in das FHQ in Gogolin befohlen. Adolf Hitler beauftragt ihn, als Oberverwaltungschef die zivile Verwaltung in den besetzten ehemaligen polnischen Gebieten zu übernehmen. Er wird dem Militärbefehlshaber der Heeresgruppe Süd, General Gerd von Rundstedt, unterstellt.
Adolf Hitler fliegt nach Jaroslaw ins Hauptquartier der 14. Armee und wohnt dem Übergang zweier Divisionen über den Fluss San bei.
Der deutsche Rundfunk sendet ein Interview mit englischen und neuseeländischen Fliegern, welche beim Angriff auf Wihelmshaven gefangengenommen wurden.
Die rumänische Regierung gewährt zivilen polnischen Flüchtlingen Asyl. Angehörige der polnischen Armee werden entwaffnet und interniert.
In Moskau vereinbaren die UdSSR, Japan und die Mongolische Volksrepublik einen Waffenstillstand zum 16. September und eine friedliche Beilegung des Grenzkonfliktes zwischen der Mongolei und Mandschukuo.
Im Reichsgesetzblatt erscheint u.a. eine Verordnung (1. 9. 1939) über Hilfen für Familien, die ihre Wohnung aufgrund von Evakuierungen räumen mußten.

16.9.1939
Teile der Heeresgruppe Süd (Generaloberst Gerd von Rundstedt) beginnen an der Bzura die Umfassung der polnischen Armeen "Poznan" und "Pomorze".
Bomber der polnischen Luftwaffe fliegen ihre letzten Einsätze. Adolf Hitler lässt durch Flugzeuge über dem eingeschlossenen Warschau Flugblatter abwerfen, mit der Aufforderung, die Stadt innerhalb von 12 Stunden den deutschen Truppen zu übergeben.
Erster U-Boot-Angriff auf einen Nord-Atlantik-Konvoi. U-31 versenkt das Frachtschiff "Aviemore". Drei große Konvois mit Geleitschutz verlassen Halifax (Kanada) in Richtung England am 16., 17. und 23.September.
Adolf Hitler empfängt im Sonderzug in Gogolin den geschäftsführenden Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, SS-Obergruppenführer Ernst Grawitz, und lässt sich über den bisherigen Einsatz des Roten Kreuzes berichten.
In Paris stirbt 66jährig Otto Wels, seit 1913 Mitglied des Vorstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Wels war im Mai 1933 zwei Monate nach seiner Rede gegen das Ermächtigungsgesetz im Reichstag nach Paris emigriert.
Durch das Reichsgesetz über die Änderung des Strafverfahrens erhält ein besonderer Strafsenat des Reichsgerichts das Recht zur Wiederaufnahme von Fällen bei zu milden Urteilen.
Die Sowjetregierung teilt dem polnischen Botschafter Waclaw Grzybowski mit, dass sie die Republik Polen als nicht mehr existent ansehe und daher das Leben der Weißrussen und Ukrainer in Polen schützen müsse.

17.9.1939
Um 2.00 Uhr nachts wird der deutsche Botschafter Friedrich Werner Graf von der Schulenburg von Josef Stalin persönlich darüber informiert, dass die Sowjetischen Truppen um 6.00 Uhr morgens in Polen einmarschieren würden. Um 6 Uhr greift die sowjetische Armee die polnische Grenze an. Allerdings erfolgte von den Alliierten wohlkalkuliert keine Kriegserklärung an die Sowjetunion. Die deutschen Heeresgruppen Nord und Süd treffen bei Wlodowa, am Fluß Bug in Ost-Polen, zusammen. Die Festung von Brest-Litowsk wird genommen.
Um 19.30 Uhr flüchten Polens Staats- und Armeeführung feige nach Rumänien, von dort verbieten sie den Warschauer Truppen die Kapitulation.
Adolf Hitler führt Besprechungen mit Wilhelm Keitel, Alfred Jodl und Joachim von Ribbentrop in Gogolin und fährt abends mit seinem Sonderzug nach Lauenburg.
Das auswärtige Amt beantwortet die Anfrage Englands vom 3. September, den Einsatz von Kampfgas betreffend: "Die deutsche Regierung wird während des Krieges die Verbote des Genfer Protokolls beachten. Sie behält sich volle Handlungsfreiheit für den Fall vor, dass die Bestimmungen von Genf von feindlicher Seite verletzt werden.
U 29 versenkt den britischen Flugzeugträger "Courageous" westlich von Irland (514 der 1.200 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben). Die englischen Flugzeugträger werden daraufhin von den offensiven U-Boot-Jagd-Operationen abgezogen.
In Helsinki läuft der Finne Taisto Mäki die 10 000 m in der Weltrekordzeit von 29:52,6 min.

18.9.1939
Die russischen Streitkräfte sind nun 100 km nach Polen eingedrungen. So gut wie kein Widerstand. Bei Brest (bis 1921: Brest-Litowsk) treffen erstmals deutsche und sowjetische Truppen aufeinander. In einem deutsch-sowjetischen Kommuniqué wird festgehalten, dass ihre Truppen in Polen keine gegensätzlichen Interessen verfolgen. Das OKW meldet: "Der Feldzug in Polen geht seinem Ende entgegen".
Das Frachtschiff "Kensington Court" wird durch U-Boot beschoßen und versenkt. Zwei Sunderland-Flugboote der RAF retten 34 Mann der Besatzung.
Adolf Hitler trifft nachmittags mit seinem Sonderzug in Goddentow-Lanz bei Lauenburg im äußersten Winkel von Pommern ein.
Das britische Handelsministerium legt die erste "Schwarze Liste" an. Sie enthält 278 Firmen neutraler Länder die mit dem Deutschen Reich Handel treiben.
Bei den Internationalen US-amerikanischen Tennismeisterschaften in New York siegen in den Einzeln Robert Riggs 6:4, 6:2, 6:4 über Welby van Horn (Herren) und Alice Marble 6:0, 8:10, 6:4 über Helen Jacobs (Damen; alle USA).

19.9.1939
Im Kessel an der Bzura kapitulieren die polnischen Armeen »Poznan« und »Pomorze« mit rund 170.000 Mann. Das Linienschiff "Schleswig Holstein" und weitere Einheiten beschießen polnische Stellungen bei Oxhöft, Ostrowogrund und Hexengrund.
Adolf Hitler richtet ein Telegramm an Generalfeldmarschall August von Mackensen, der von 1908 bis 1914 Kommandierender General von Danzig war.
Die Schweizer Nationalräte Albert Maag-Socin (Zürich) und Ludwig Rittmeyer (St. Gallen) kritisieren das rigorose Vorgehen der Polizei gegen illegal Eingereiste.



















Im Artushof in Danzig spricht Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über das Ende des »Feldzugs der 18 Tage«. Er erklärt: "Ich habe mir einst vorgenommen, nicht früher nach Danzig zu kommen, ehe denn diese Stadt wieder zum Deutschen Reich gehört. Ich wollte als ihr Befreier hier einziehen. Am heutigen Tage ist mir dieses stolze Glück zuteil geworden." Als der Führer, von "Sieg Heil"-Rufen begleitet, im offenen Wagen durch die Straßen von Danzig fuhr, winkte und jubelte die Bevölkerung: "Wir danken unserm Führer", und es regneten Blumen von den Fenstern herab. In einem der Patrizierhäuser wurde dem schwitzenden Führer ein Bad gerichtet. So war es überall, im Rheinland, in Wien, im Sudetenland und in Memel.                            

20.9.1939
Bei Szamow und Tomaszow kapituliert die rund 60.000 Mann starke polnische: Armee »Lublin« (General Tadeusz Piskor) vor den deutschen Truppen.
Erstes Aufeinandertreffen der englischen RAF mit der deutschen Luftwaffe. Me 109 greifen drei "Fairey Battle"- Aufklärungsbomber über dem Westwall an. Eine Messerschmitt-Jäger und zwei Fairey Battles werden abgeschossen.
Adolf Hitler empfängt um 18.30 Uhr im Casino-Hotel Zoppot eine japanische Offiziersabordnung unter Führung von Generaloberst Graf Terauchi und Admiral Osumi. Es handelt sich um die japanische Delegation, die eigentlich zum „Reichsparteitag des Friedens" nach Deutschland entsandt wurde. Hitler erklärt im Beisein des japanischen Botschafters Hiroshi Oshima und Philipp von Hessen, Deutschland und Japan seien die beiden einzigen Großmächte, zwischen denen keine Interessengegensätze bestünden.
Reinhard Heydrich ordnet die Exekution aller Personen an, deren Handlung wegen ihrer Verwerflichkeit, Gefährlichkeit oder propagandistischer Auswirkung besonders schwerwiegend seien. Die Exekutionen sind im nächstgelegenen KZ durchzuführen.
Juden deutscher Staatsangehörigkeit und staatenlosen Juden im Deutschen Reich wird der Besitz von Rundfunkempfängern verboten.
Im Deutschen Reich und im Protektorat Böhmen und Mähren gilt eine neue Wehrbezirkseinteilung.
Durch k. o. in der 11. Runde über Bob Pastor in Detroit bleibt Joe Louis Boxweltmeister in Schwergewicht.

21.9.1939
Adolf Hitler fährt mit einem Boot zur Westerplatte und geht bei der „Schleswig-Holstein", die am 1.September 1939 um 4.45 Uhr den ersten Kanonenschuss des Krieges abgefeuert hatte, an Bord. Anschließend begibt er sich nach Gdingen, das jetzt den Namen „Gotenhafen" trägt. Rückfahrt am gleichen Tag nach Zoppot.
Der deutsche Artillerie-Beschuß der wichtigsten Schlüsselpositionen in Warschau wird deutlich intensiviert.
Der rumänische Ministerpräsident Armand Calinecu wird in Budapest von Mitgliedern der faschistischen Organisation „Eiserne Garde" hinterrücks erschossen.
Die Gettoisierung der polnischen Juden wird eingeleitet. Jüdische Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern müssen aufgelöst werden, Konzentrierung in größere Städte, Aufstellung von jüdischen Ältestenräten.

22.9.1939
Die IG-Farben treffen in Den Haag gewisse rechtskräftige Abmachungen mit Standard Oil Beauftragten aus den USA. Dies war auf eine Reihe von Abkommen zwischen diesen beiden Gesellschaften zurückzuführen auf deren Beziehungen die bis auf das Jahr 1927 zurückgingen, denn Standard Oil war stark an der Herstellung von Buna-Gummi interessiert.
Die deutschen Truppen beginnen in Polen mit dem Rückzug auf die mit den Sowjets vereinbarte Linie entlang von Narew, Weichsel und San.
Vor Warschau fällt 59jährig Generaloberst Werner Freiherr von Fritsch, bis 1938 Heeres-Oberbefehlshaber. Er erhält am 26. September ein Staatsbegräbnis.
Adolf Hitler fliegt von Zoppot in die Nähe von Warschau. Der Oberbefehlshaber der 4. Armee, General Georg von Küchler, trägt ihm die Lage vor.
In London tagt erneut der am 12. September in Abbéville erstmals zusammengetretene Oberste Alliierte Kriegsrat.
Durch Verordnung des Ministerrats für Reichsverteidigung leisten im Deutschen Reich Schüler ab 16 Jahren in den Ferien Erntedienste.

23.9.1939
Millionen Flugblätter wurden über Waschau von deutschen Flugzeugen abgeworfen mit Texten wie: „Wir führen keinen Krieg gegen Frauen und Kinder, bringt euch in Sicherheit! Soldaten, ergebt euch!" Der Zivilbevölkerung war tagelang Gelegenheit zum Verlassen der Stadt geboten worden. Mehrfache deutsche Aufforderung zur ehrenvollen Übergabe nach Artikel 27 der Haager Landkriegsordnung blieben unbefolgt.
Die Öffentlichkeit wird zum Tode von Werner Freiherr von Fritsch durch folgende Mitteilung unterrichtet: „Generaloberst Frh. von Fritsch ist am 22. September in den Kämpfen vor Warschau gefallen. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat in einem Tagesbefehl an die Wehrmacht des Generalobersten Frh. von Fritsch ehrend gedacht. Der Führer hat ein Staatsbegräbnis angeordnet."
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt eine Zusammenfassung der Lage in Polen. Der Bericht beginnt mit den Worten: "Der Feldzug in Polen ist beendet."
In London stirbt der österreichische Arzt und Psychologe Sigmund Freud.

24.9.1939
In einer weiteren Flugblattaktion wurde nochmals zur Kapitulation aufgefordert, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Den Einwohnern wurde mitgeteilt, welche Stadtteile sicher sind, um zivile Opfer zu vermeiden.
Deutsche Truppen isolieren die Festung Modlin, nördlich von Warschau. Russische Truppen übernehmen die galizischen Ölfelder.
Generaloberst Kurt Freiherr von Hammerstein wird endgültig in den Ruhestand versetzt. Möglicherweise spielte dabei das Gerücht eine Rolle, er habe geplant, Adolf Hitler festzusetzen, falls dieser seinen Armeebereich besuchen sollte.
Zwischen französischen und schweizerischen Militärs beginnen Kontaktgespräche über eine Unterstützung der Schweiz im Fall eines deutschen Angriffs.
Vor 25.000 Zuschauern unterliegt in Budapest die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Ungarn 1:5 (1:2).


















25.9.1939
Nachdem die Aufforderung zur Kapitulation vergeblich war, begann die deutsche Luftwaffe einen massiven Luftangriff auf Warschau durch 400 Bomber und Stukas, welche wiederholt Angriffe fliegen und große Brände verursachen. Adolf Hitler, der erneut in den Raum Warschau geflogen war, beobachtet den großen Luftangriff aus dem Führerhauptquartier von General Johannes Blaskowitz.
Die Linienschiffe "Schleswig-Holstein" unter Kapitän Kleikamp und "Schlesien" unter Kapitän Utke beschießen polnische Stellungen auf der Halbinsel Hela.
In der Weisung Nr. 4 für die Kriegführung gibt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler den Seekrieg nach Prisenordnung gegen Frankreich frei. Angriffe auf Passagierdampfer sind nach dem »Athenia«-Fall verboten.
Ein englisches Minenfeld gegen deutsche U-Boote wird bis zum 23. Oktober in der Strasse von Dover ausgelegt.
Brot und Mehl werden rationiert. Im Deutschen Reich werden für die Zeit vom 25. September bis 22. Oktober neue Lebensmittelkarten verteilt.

26.9.1939
Massiver deutscher Artillerie-Beschuß von Warschau, gefolgt von einem großen Sturmangriff der Infanterie. Das Stadtzentrum steht in Flammen.
Die Polen eroberrn den Mokotow Flugplatz zurück und lassen in der Nacht vom 26. auf den 27. September sechs hastig reparierte Flugzeuge ausfliegen.
Der schwedischen Unterhändler Birger Dahlerus reist nach England mit dem deutschen Angebot, daß Deutschland bereit sein würde, die Souveränität an ein Polen ohne dessen ehemalige deutsche Provinzen zurückzugeben; man würde auch die deutsche Rüstung zurückschrauben, wenn damit der Krieg beendet werden kann. Hierauf hatte London eine vorsichtige Bereitwilligkeit gezeigt, die allerdings an Englands Kriegsentschlossenheit scheiterte.
Adolf Hitler kommt am Morgen mit seinem Sonderzug nach Berlin zurück. Das Führerhauptquartier unter dem militärischen Kommando von Generalmajor Erwin Rommel wird nach Berlin zurückverlegt, aus den begleitenden Wehrmachtsteilen wird das „Begleitbataillon des Führers" gebildet.
13 deutsche Bomber attackieren in der Nordsee einen britischen Flottenverband.
Durch Kabinettsbeschluß wird die Kommunistische Partei Frankreichs wegen ihres Eintretens für den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt verboten.
Im Unterhaus in London kündigt Marineminister Winston Churchill die Bewaffnung britischer Handelsschiffe an.
Unter den Linden in Berlin findet der Staatsakt für Werner Freiherr von Fritsch ohne Teilnahme von Hitler statt, er lässt einen Kranz durch Hermann Göring niederlegen, die Gedenkrede hat Walther von Brauchitsch gehalten.
Im Berliner Heereswaffenamt wird durch Militärs und führende deutsche Kernforscher ein Uran-Verein gegründet, der Möglichkeiten der Energiegewinnung durch Kernspaltung prüfen soll.

Adolf Hitler beobachtet mit einem Scherenfernrohr den großen Luftangriff aus dem Führerhauptquartier von General Johannes Blaskowitz. Das mittlere Bild zeigt Warschau im Feuer deutscher Luftangriffe und rechts ist ein Ausschnitt von der deutsch-russische Siegesparade Brest-Litowsk.                

27.9.1939
Deutsche Truppen überrennen den äußeren Verteidigungsring von Warschau. Warschau kapituliert bedingungslos vor den Deutschen. Generaloberst Gerd von Rundstedt wird zum Führer der Militärverwaltung im besetzten Polen ernannt.
Adolf Hitler empfängt in der Reichskanzlei den neuen türkischen Botschafter R. Hüsrev Gerede zur Überreichung des Beglaubigungsschreibens.
Adolf Hitler skizziert in der Reichskanzlei vor den Oberbefehlshabern der Wehrmachtteile und ihren Stabschefs seine Ansicht, in drei bis vier Wochen einen Angriff im Westen zu eröffnen.
Durch Erlass des Reichsführers wird die Zusammenlegung des SD (SS-Sicherheitsamt) mit Hauptamt Sicherheitspolizei (Gestapo und Kriminalpolizei), also die Sicherheitsdienste von Partei und Staat, zum neuen Reichssicherheitshauptamt (RSHA) unter Reinhard Heydrich eingerichtet, Stellvertreter wird Werner Best.
Der britische Schatzkanzler John Allsebrock Simon legt im Unterhaus ein Kriegsbudget vor. Die Einkommensteuer soll um 12% auf 37,5% erhöht werden.
Nach Ablehnung der sowjetischen Forderung kündigt die UdSSR den Nichtangriffspakt mit Finnland.

28.9.1939
Ein in Moskau vereinbarter Grenzvertrag zwischen dem Deutschen Reich und der UdSSR legt die deutsch-sowjetische Demarkationslinie in Polen entlang von Pissa, Narew, Bug und San fest.
Die polnische Festung Modlin kapituliert nach wiederholten deutschen Luftangriffen. Ab Mittag tritt ein Waffenstillstand zwischen den deutschen Belagerern und den polnischen Verteidigern von Warschau in Kraft.
Adolf Hitler besucht in Begleitung von Großadmiral Erich Raeder in Wilhelmshaven die Besatzungen von heimgekehrten Unterseebooten, u.a. U 29 Kommandant Otto Schuhart. Hitler dankt den Offizieren und Mannschaften für ihren „bewunderungswürdigen tapferen Einsatz". Karl Dönitz fordert dabei 300 U-Boote als Mindestzahl.

29.9.1939
Reichsminister Hans Frank richtet in Posen eine deutsche Zivilverwaltung ein. Bis zur Bildung des Reichsgaues Posen, später Wartheland, fungierte der frühere Danziger Senatspräsident Arthur Greiser für den Militärbezirk Posen als Chef der Zivilverwaltung.
In Moskau erklärt Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop der Presse, Deutschland und die UdSSR wünschen die Wiederherstellung des Friedens.
Ein Sowjetisch-Estnischer Beistandspakt wird vereinbart, welcher die Stationierung sowjetischer Truppen in Estland vorsieht.
Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Finnland und der UdSSR.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an General Franco zum Jahrestag der Übernahme der Staatsführung. Außenminister Joachim von Ribbentrop wird abends von Adolf Hitler in der Reichskanzlei zur Berichterstattung empfangen.
Jüdische „Mischlinge" werden künftig zum Wehr- und Arbeitsdienst herangezogen, dürfen aber nicht Vorgesetzte werden.

30.9.1939
In seiner Weisung Nr. 5 zur Kriegsführung befiehlt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Befriedung des zum Militärverwaltungsgebiet erklärten Polen.
Der vom zurückgetretenen Staatspräsidenten Polens, Ignacy Moscicki, zum Staatschef ernannte Senatsmarschall Wladyslaw Raczkiewicz betraut General Wladyslaw Eugeniusz Sikorski mit der Bildung einer Exilregierung.
Adolf Hitler empfängt in der Reichskanzlei die Oberbefehlshaber der Wehrmacht und in Polen eingesetzte Verbände und überreicht ihnen das „Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz". Außerdem ernennt er den Korvettenkapitän Karl-Jesko von Puttkammer mit Wirkung vom 1. Oktober zu seinem Adjutanten der Kriegsmarine.
Adolf Hitler empfängt den Gesandten des Protektorates Böhmen und Mähren, Franz Chvalkovsky, zu einer Unterredung in der Reichskanzlei.
Das am 4. September im Deutschen Reich verfügte Verbot öffentlicher Tanzveranstaltungen wird aufgehoben.

OKTOBER 1939

1.10.1939
Die polnischen Marineverbände auf der Halbinsel Hela (Konteradmiral Józef Unrug) unterzeichnet, nach Beschuss deutscher Kriegsmarine-Einheiten und eines Marine- Eisenbahn Geschützes, die am nächsten Tag in Kraft tretende Kapitulation.
Adolf Hitler empfängt den italienischen Außenminister Graf Ciano zu einer Unterredung in der Reichskanzlei. Hitler beeindruckte Ciano fast zwei Stunden lang mit Zahlen über den Polenfeldzug, ohne sich auf Notizen zu stützen.
Am heutigen Erntedanktag verleiht Rudolf Hess an deutsche Mütter Ehrenkreuze.
Winston Churchill kündigt im englischen Rundfunk an: „Hitler konnte bestimmen, wann der Krieg beginnen sollte, aber es wird nicht ihm oder seinen Nachfolgern vorbehalten sein zu bestimmen, wann er enden wird."
Die britische Admiralität gibt bekannt, dass Handelsschiffe Befehl zum Rammen feindlicher U-Boote erhalten hätten.
Der Erlass des Reichsführers SS und Chefs der Deutschen Polizei, Heinrich Himmler, zur Bildung des Reichssicherheits-Hauptamtes tritt in Kraft.
Im Deutschen Reich wird die Einheitsmargarine (Tafelmargarine) zu 0,98 RM eingeführt. Die bis dahin erhältliche Konsummargarine kostete 0,63 RM.
Zum Erntedankfest wird in den evangelischen Kirchen des Deutschen Reiches eine Kanzelabkündigung mit einem Dank für die "reiche Ernte" auf den "polnischen Schlachtfeldern" verlesen.
Das erste Wunschkonzert für die Soldaten der Wehrmacht wird vom deutschen Rundfunk ausgestrahlt.
Ein neues japanisches Filmgesetz verpflichtet alle Filmschaffenden zum aktiven Dienst für den Kaiserthron.
In Paris sind von 350 Kinos nur 159 bei reduzierter Vorstellungszahl geöffnet. Bei Kriegsausbruch waren alle Kinos wegen Fliegergefahr geschlossen worden.

2.10.1939
Aus Anlass des Sieges über Polen ordnet Adolf Hitler in Deutschland eine siebentägige Beflaggung an. Zur Trauer um die Gefallenen läuten täglich die Kirchenglocken von 12 bis 13 Uhr im ganzen Reichsgebiet.
Italiens Außenminister Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo , beendet einen zweitägigen Besuch in Berlin.
Im Deutschen Reich wird an den Hochschulen Königsberg, Breslau, Göttingen, Erlangen und Marburg sowie an einigen technischen und sonstigen Hochschulen der Lehr- und Lernbetrieb mit einer Trimester-Einteilung fortgesetzt.
In deutschen Gaststätten muss mindestens ein markenfreies Eintopf- oder Tellergericht als Stammessen angeboten werden. Im übrigen können dort Brot, Fleisch und Nährmittel auf Haushalts- bzw. Reisekarten bezogen werden.
In England beginnen Sondergerichte sich mit den 50.000 Ausländern, welche im Bereich von London registriert sind, zu befassen.
Auf einer am 23. September in Panama eröffneten Panamerikanischen Konferenz wird eine neutrale Zone von 300 bis 600 Seemeilen (540 bis 1080 km) um den Kontinent herum proklamiert.

3.10.1939
Bis auf 30 Divisionen werden die in Polen eingesetzten deutschen Streitkräfte an die Westfront bzw. ins Reich verlegt.
Das 1. Korps der britischen Expeditionsstreitkräfte übernimmt einen Abschnitt an der französisch-belgischen Grenze.
Die "Parole der Woche", die Wandzeitung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), zeigt unter der Überschrift "Ein Kriegshetzer - Ein Frontsoldat" Fotos des britischen Premierministers Arthur Neville Chamberlain in Zivil und des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler in Uniform.
Im Deutschen Reich wird die Höchstgeschwindigkeit weiter herabgesetzt: Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt ein Höchsttempo von 40 km/h, außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Lkw höchstens 60 km/h und Pkw und Krafträder 80 km/h fahren.
Am Staatstheater Berlin wird Gerhart Hauptmanns Lustspiel "Die Tochter der Kathedrale" in der Inszenierung von Wolfgang Liebeneiner uraufgeführt.
Hermann Göring trifft sich zu einer Unterredung mit dem im Auftrag des State Departments nach Berlin gereisten amerikanischen Ölhändler William R. Davis und erklärt: "Sie können Mr. Roosevelt versichern, dass Deutschland, wenn er vermitteln will, eine Regelung zustimmen wird, durch die ein neuer polnischer Staat und eine unabhängige tschechoslowakische Regierung ins Leben treten. … Was mich selbst und meine Regierung betrifft, so wäre ich glücklich, an ihr teilnehmen zu können, und sollte ich im Fall eines Zustandekommens einer solchen Konferenz Deutschland vertreten, so würde ich Washington als Konferenzort zustimmen."

4.10.1939
Ein deutsch-sowjetisches Protokoll zum Vertrag vom 28. September setzt die gemeinsame Grenze entlang der Flüsse Pissa, Narew, Bug und San fest.
Gnadenerlass des Führers und Reichskanzlers. „§ 1 Taten, die in der Zeit vom 1. September 1939 bis zum heutigen Tage in den besetzten polnischen Gebieten aus Erbitterung wegen der von Polen verübten Gräuel begangen worden sind, werden strafrechtlich nicht verfolgt (...)"
Nikita Chrustchow (Sekretär der Kommunistischen Partei der Ukraine) kündigt die 'Kommunisierung' von Ost-Polen an.
Durch eine Verordnung zum Schutz gegen jugendliche Schwerverbrecher können Jugendliche über 16 Jahren bei "verwerflichen" Taten im Strafmaß einem über 18jährigen gleichgestellt werden.
Das SS-Regiment "Leibstandarte Adolf Hitler" wird von Berlin nach Prag verlegt.
Vom Berliner Flugplatz Rangsdorf aus wird der am 1. September eingestellte Zivilluftverkehr nach Kopenhagen, Stockholm, Rom, Budapest und Sofia eröffnet.


























5.10.1939
Adolf Hitler begibt sich nach Warschau und nimmt dort eine Siegesparade der 8. Armee ab. Einzige Parade, die er in der Hauptstadt eines eroberten Landes abnimmt. Am Nachmittag besucht Hitler das Belvedere-Schlösschen, in dem Marschall Pilzudski bis zu seinem Tode gelebt hat. Er kehrt noch am selben Tag nach Berlin zurück, dort angekommen, verfasst er eine Proklamation an die „Soldaten der Wehrmacht im Osten". Er erklärt, Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine hätten die ihnen gestellte Aufgabe erfüllt: „Dieser Tag schließt einen Kampf ab, der von bestem deutschen Soldatentum berichtet."
In Moskau unterzeichnen die UdSSR und Lettland einen Beistandspakt, der den Sowjets militärische Stützpunkte in Lettland einräumt.
Acht Gruppen englischer und französischer Kriegsschiffe jagen die "Admiral Graf Spee" im Atlantik und Indischen Ozean.
Panzerschiff Deutschland versenkt das Frachtschiff Stonegate im Nord-Atlantik.
An der Medizinischen Fakultät der Wiener Universität kommt es zu einem Studentenkrawall. Grund ist die Einführung der im Altreich geltenden Prüfungsordnungen für Ärzte: Die Vorlage von Pflichtdissertationen als Voraussetzung für eine Approbation ist mit Kosten von bis zu 800 Reichsmark verbunden.

6.10.1939
Bei Kock und Lublin kapitulieren die letzten polnischen Truppen.
Der Reichssender Berlin beginnt mit der Ausstrahlung von Suchberichten. Darin werden evakuierte Personen aus den Gebieten hinter der Westfront um Angabe ihres Aufenthaltsortes gebeten.
Vor dem Deutschen Reichstag macht Führer und Reichskanzler Adolf Hitler dem Westen erneut ein Friedensangebot unter Anerkennung des Status quo. Er bot an, daß die Wehrmacht sich komplett aus Polen zurückziehen solle mit Ausnahme Danzigs und des "Korridors" zwischen Ostpreußen und Pommern. Polen hätte außer Danzig und den größtenteils deutsch besiedelten Korridor keine Gebietsverluste gehabt, und Polen hätte seine Souveränität wieder bekommen. In seiner Rede gibt Reichskanzler auch einen Rechenschaftsbericht über den Feldzug in Polen. Er beziffert die eigenen Verluste mit 10.572 Gefallenen, 30.322 Verwundeten und 3.404 Vermissten. Hermann Göring dankt dem Führer für seine Ausführungen mit dem Bekenntnis: „Führer, befiehl, wir folgen."

7.10.1939
Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Polizei, wird mit den Aufgaben eines Reichskommissars für die »Festigung des deutschen Volkstums« betraut.
Der Transport des englischen BEF (Britisches Expeditionskorps) nach Frankreich ist vollständig abgeschlossen und lief ohne Verluste unter Sicherung englischer und französischer Seestreitkräfte ab. 161.000 Soldaten mit 24.000 Fahrzeugen und Panzern sowie 140.000 Tonnen an Nachschubsgütern wurden transportiert.
Eine Verordnung des Reichsverkehrsministeriums verpflichtet alle Binnen- und Hochseeschiffe zur Einhaltung von Luftschutzbestimmungen.
Hitler führt ein Gespräch mit Franz Halder über die Westoffensive.

8.10.1939
Durch Erlass Adolf Hitlers wird der Gau Danzig und Westpreußen zum Reichsgau „Danzig-Westpreußen" und dem Reich eingegliedert. Der Warthegau aus besetzten polnischen Gebieten wird neu gebildet. An ihrer Spitze steht ein Reichsstatthalter. Der Erlass tritt mit dem 1. November in Kraft.
In Moskau trifft eine deutsche Wirtschaftsdelegation ein. Es wird vereinbart, den bilateralen Warenaustausch so schnell wie möglich in Gang zu setzen.
Finnland akzeptiert die russische Aufforderung, eine Delegation nach Moskau zu entsenden, um Grenzstreitigkeiten zu diskutieren. Die Gespräche werden ergebnislos vom 12.-14. Oktober und 28.Oktober bis 8.November geführt.
In Lhasa/Tibet wird Tenzin Gjatso als 14. Dalai Lama inthronisiert.

9.10.1939
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler befiehlt in der Weisung Nr. 6 für die Kriegführung, die Vorbereitung zum Angriff auf Frankreich durch die Niederlande und Belgien.
Das Panzerschiff "Deutschland" karpert den US-Frachter "City of Flint" im Nord-Atlantik, da Banngut (Güter, die im Krieg dem Prisenrecht unterliegen, da sie der Kriegführung dienen oder diese unterstützen) geladen war.
Ein deutscher Flottenverband (Schlachtschiff "Gneisenau", Leichter Kreuzer "Köln" und neun Zerstörer) unternimmt einen Vorstoß zur norwegischen Küste. Das Ziel, die britische Flotte herauszulocken, damit die Luftwaffe sie angreifen kann, wird verfehlt.
Zwischen der deutschen und der lettischen und estnischen Regierung beginnen Besprechungen über die Umsiedlung der Deutschen aus diesen baltischen Staaten.
Der streng geheime „Bericht zur innenpolitischen Lage Nr. 1" des Sicherheitsdienstes (SD) vermerkt zur Rückkehr der ersten Wehrmachtsteile aus Polen:,,(...) wurden fast überall von der Bevölkerung mit großer Begeisterung gefeiert. Die Truppen wurden vielfach durch Blumen geschmückt, und es wurden Zigaretten, Obst usw. verteilt."
In Berlin wird mit der Fertigstellung der unterirdisch verlaufenden S-Bahn-Strecke zwischen Anhalter Bahnhof und Potsdamer Platz das letzte Teilstück der Nordsüdbahn vollendet.

10.10.1939
Der Führer erklärt in einer Unterredung mit Hermann Göring, Erich Raeder, Walther von Brauchitsch, Wilhelm Keitel und Franz Halder, dass die Offensive im Westen noch vor Einbruch des Winters beginnen solle. Die am Vortage von Hitler verfasste Weisung wird den Befehlshabern ausgehändigt.
Adolf Hitler eröffnet im Berliner Sportpalast das erste Kriegswinter-Hilfswerk 1939/40. In seiner Rede legt er den Briten ein weiteres „allerletztes Mal" nahe, mit dem Reich Frieden zu schließen. „Keine Macht der Welt wird dieses Deutschland noch einmal niederzwingen, können. Sie werden uns weder militärisch besiegen, wirtschaftlich vernichten oder gar seelisch zermürben! Unter keinen Umständen mehr werden sie irgendeine deutsche Kapitulation erleben!"
Im Reichsgebiet verbreitet sich das Gerücht, der britische König Georg VI. sei zurückgetreten und ein Waffenstillstand abgeschlossen worden.
In einer Rede im französischen Rundfunk lehnt Frankreichs Ministerpräsident Edouard Daladier das deutsche Friedensangebot vom 6. Oktober ab.
Beim Abschluß eines Beistandspaktes mit Litauen tritt die UdSSR das zuvor polnische Wilna und das Wilnagebiet an Litauen ab.
Durch eine Verordnung über die Kraftfahrzeug-Kasko-Versicherung ruht für diejenigen Fahrzeuge, die für die Landesverteidigung requiriert wurden, die Haftpflichtversicherung. Die Teilkasko-Versicherung wird stark ermäßigt.

11.10.1939
Der aus Deutschland emigrierte jüdische Professor Albert Einstein lässt dem US Präsidenten Roosevelt einen Brief übergeben, mit der dringenden Aufforderung mit dem Bau einer Atombombe zu beginnen. Dabei beschuldigte er Deutschland, schon längst an einem solchen Projekt zu arbeiten.
Wilhelm Ritter von Leeb, Befehlshaber der Heeresgruppe C, äußert in einem Memorandum an Heeres-Oberbefehlshaber Walter von Brauchitsch Bedenken gegen einen Angriff im Westen.
Amtliche deutsche Stellen geben die Verwendung von Gelbkreuzgas durch die polnische Armee während des Krieges bekannt.
Seit dem 8. Oktober sind im Reichsgebiet 173 Personen wegen Vergehens gegen das sog. Heimtückegesetz und 46 Personen wegen marxistischer Betätigung festgenommen worden.
Eine finnische Delegation trifft zu Grenzverhandlungen in Moskau ein.

12.10.1939
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler unterzeichnet einen Erlaß über die Verwaltung der eroberten polnischen Gebiete. Das besetzte und nicht dem Reich angegliederte Territorium Restpolens wird zum Generalgouvernement unter Leitung von Reichsminister Hans Frank. Stellvertreter wird Reichsminister Arthur Seyss-Inquart. Der Generalgouverneur untersteht Hitler unmittelbar. Stellvertreter wird Reichsminister Arthur Seyss-Inquart. Der Generalgouverneur untersteht Hitler unmittelbar.
Aus verschiedenen Orten des ehemaligen Österreich und des Protektorats Böhmen und Mähren werden Juden in das Generalgouvernement deportiert.
Vor dem Unterhaus lehnt der britische Premierminister Arthur Neville Chamberlain das deutsche Friedensangebot vom 6. Oktober ab.

13.10.1939
In einer amtlichen Regierungserklärung bezichtigt Adolf Hitler Sir Neville Chamberlain wegen dessen Zurückweisung des Friedensangebotes der „Verlogenheit und Heuchelei".
Westfront: Scharmützel östlich der Mosel. Die Franzosen sprengen drei Rhein-Brücken.
Dänemark, Norwegen und Schweden äußern in gleichlautenden Noten an die UdSSR die Erwartung, dass die Verhandlungen zwischen Finnland und der UdSSR nichts an der neutralen Position Finnlands ändern.
In Zürich hat der Film "Wachtmeister Studer" von Leopold Lindtberg mit Heinrich Gretler in der Titelrolle nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Friedrich Glauser Premiere.

14.10.1939


Günther Prien
bekommt dafür
von Adolf Hitler
das Ritterkreuz des
Eisernen Kreuzes
verliehen.

























Im 'gegen jedes Eindringen gesicherten' Ankerplatz der Royal Navy von Scapa Flow versenkt U 47 (Kapitänleutnant Günther Prien) das britische Schlachtschiff "Royal Oak". Die englische Flotte wird anschließend bis auf weiteres nach Loch Ewe (West-Schottland) verlegt.


Das polnische Unterseebot Orzel erreicht England nach einer erstaunlichen Flucht aus der Ostsee.
General Gamelin, der französische Oberbefehlshaber, richtet einen melodramatischen Aufruf an die Truppen, in dem er eine massive deutsche Offensive 'in jedem Augenblick' vorhersagt.
Reichsleiter Alfred Rosenberg ruft den Buchhandel auf: „Spendet Bücher für unsere Soldaten!" Die Büchersammlung wird als Maßnahme der NSDAP während des Kriegs-Winter-Hilfswerks 1939/40 durchgeführt.
In Finnland wird die Militärische Mobilmachung befohlen.
Mit der Errichtung des Konzentrationslagers Auschwitz wird begonnen.

15.10.1939
Zwischen der Reichsregierung und der Regierung Estlands wird ein Protokoll über die Umsiedlung der Balten-Deutschen unterzeichnet.
In Zagreb schlägt die deutsche Fußball-Nationalelf Jugoslawien 5:1 (1:0).

16.10.1939
Deutscher Gegenangriff im Saarland und innerhalb 48 Stunden sind die französischen Deckungsstreitkräfte vertrieben. Nur geringe Verluste auf beiden Seiten.
Adolf Hitler empfängt in der neuen Reichskanzlei den schwedischen Asienforscher Sven Hedin, einen Bewunderer des Nationalsozialismus. Hedin will erkunden, wie die deutsche Haltung bei einem finnisch-russischen Konflikt aussieht. Hitler erklärt ihm, den Norden habe er „abgeschrieben".
Adolf Hitler führt Gespräche mit Erich Raeder, Alfred Jodl, Walther von Brauchitsch, Franz Halder und Wilhelm Keitel über die Verschärfung des Seekrieges. Hitler teilt ihnen auch kurz mit, dass er an einen Angriffstermin „zwischen 15. und 20.11" im Westen denke.
Bei einem deutschen Luftangriff auf die britische Flottenbasis Rosyth im Firth of Forth werden drei Schiffe leicht beschädigt und zwei Junkers Ju 88 abgeschossen.
Durch einen Erlass von Reichsjustizminister Franz Gürtner wird im Justizministerium ein Referat für die Tätigkeit der Sondergerichte geschaffen.
Der deutsche Rundfunk geht dazu über, nach den Nachrichten nicht mehr den "Marsch der Deutschen in Polen" zu spielen, sondern "Denn wir fahren gegen Engelland" von Hermann Löns.
In Soest verteilen Anhänger der Bekennenden Kirche in den Morgenstunden Flugblätter mit dem Text: "Morgenrötchen, Morgenrötchen. Die Nazis backen kleine Brötchen. Forderung an die Bonzenpartei: Gebt uns Niemöller frei."

17.10.1939
Adolf Hitler verkündet in der Reichskanzlei, dass die deutsche Militärverwaltung in Polen die Vollmacht jetzt der unter Hans Frank sowie dem Gauleiter Albert Forster und Arthur Greiser geschaffenen Zivilverwaltung zu übergeben habe.
Deutsche Zerstörer beginnen mit der Verlegung von Minen auf den Schifffahrtswegen unter der englischen Küste von der Themse bis hinauf zum Tyne.
Bei einem Angriff deutscher Bomber auf die britische Flottenbasis Scapa Flow wird das Schul- und Depotschiff "Iron Duke" schwer beschädigt.
Deutsche Zerstörer legen in der Nacht Minen vor der Humber-Mündung in der Nordsee.
Das Oberkommando der Wehrmacht meldet 'absolute Ruhe' an der Rhein-Front, lediglich ein deutscher Soldat durch herabfallende Splitter von deutschem Flak-Feuer umgekommen.
Adolf Hitler befördert den Befehlshaber der Unterseeboote Kapitän zur See Karl Dönitz in Würdigung seiner Verdienste um die U-Bootwaffe zum Konteradmiral.
Die französischen Truppen räumen den größten Teil der von ihnen bisher besetzten Gebiete im Vorfeld der deutschen Westbefestigungen.
Heinrich Himmler kündigt in einem Erlass an, dass die „Zigeunerfrage" binnen kurzem im gesamten Reichsgebiet geregelt werden soll.
Eine Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung unterstellt Angehörige der SS und der Polizeiverbände in besonderem Einsatz einer Sondergerichtsbarkeit und entzieht sie damit einer Verurteilung durch ordentliche oder Wehrmachtgerichte.
Der Schweizer Bundesrat beschließt die Abschiebung illegal in die Schweiz eingereister Ausländer. Ausnahmen gelten für Deserteure und als politische Flüchtlinge anerkannte Personen.

18.10.1939
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt die Weisung Nr. 7 für die Kriegführung. Das Heer erhält die Erlaubnis, Spähtrupps auf französisches Gebiet zu entsenden, die Kriegsmarine darf feindliche Passagierdampfer angreifen, die abgeblendet oder im Geleit fahren.
In der Reichskanzlei empfängt Adolf Hitler Kapitänleutnant Günther Priem, der 4 Tage zuvor in Scapa Flow mit seinem U-Boot U49 das britische Schlachtschiff „Royal Opak" versenkt hat. Er überreicht Priem das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes".
Im Reichsgesetzblatt erscheint die Vierte Verordnung über den Neuaufbau des Reiches vom 28. September 1939, wonach die Stadt Bremerhaven in die Stadt Wesermünde eingegliedert wird.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftet das Kriegsverdienstkreuz für Leistungen, die "keine Würdigung durch das Eiserne Kreuz finden können".
Vier-Mächte-Konferenz in Stockholm, an der die Könige von Dänemark, Norwegen, Schweden und der Präsident von Finnland teilnehmen (bis zum 19.Oktober).
Ein Runderlass des Reichssicherheits-Hauptamtes (Abteilung V, Reichskriminalpolizeiamt) ordnet an, dass künftig alle vorbestraften Personen, die wegen "Arbeitsbummelei" aufgegriffen werden, in Konzentrationslager überführt werden.
Durch eine Polizeiverordnung im Deutschen Reich kann gegen alkoholabhängige Personen ein Wirtshausverbot bis zu einem Jahr verhängt werden.

19.10.1939
Sämtliche französischen Truppen haben das Reichsgebiet verlassen.
Adolf Hitler ratifiziert den am 28. September in Moskau abgeschlossenen „Deutsch-russischen Grenz- und Freundschaftsvertrag". Die Sowjetregierung ratifiziert diesen Vertrag am gleichen Tag.
Adolf Hitler empfängt in der neuen Reichskanzlei den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt, und überreicht ihm die Urkunde zur Beförderung als Generalmajor der Luftwaffe, da Todt durch die Militärs oft zurückgesetzt wurde.
Generalfeldmarschall Hermann Göring ernennt SS-Obergruppenführer Kajetan Mühlmann zum Sonderbeauftragten für die Erfassung und Sicherung der Kunst- und Kulturschätze Polens.
Durch die Zweite Durchführungsverordnung über die Sühneleistung von Juden vom 12. November 1938 wird die Abgabe von 20% auf 25% des Vermögens erhöht.
In Ankara wird ein Englisch-Französisch-Türkischer Vertrag über gegenseitigen Beistand unterzeichnet. Der Vertrag richtet sich in erster Linie gegen Russland, welches schon seit jeher an Istanbul und den Dardanellen als Zugang zum Mittelmeer interessiert ist. Die Türkei erhält das Sandschak von Alexandrette in Nord-Syrien zurück, welches sie im Ersten Weltkrieg auch an Frankreich verloren hatte.

20.10.1939
Rund 2000 Juden, vor allem Einwanderer aus Polen, werden von Wien nach Lublin ins Generalgouvernement deportiert.
Großadmiral Erich Raeder stiftet ein U-Boot-Kriegsabzeichen 1939 für U-Boot-Fahrer mit mehr als zwei Feindfahrten.
Reinhard Heydrich, SS-Gruppenführer empfiehlt in einer Denkschrift über "Die gegenwärtige Haltung der Kirche und der Sekten" im Deutschen Reich rücksichtsloses Durchgreifen der Geheimen Staatspolizei gegenüber dem katholischen Klerus überall da, wo Sabotageabsicht, Aufwiegelung u. ä. erkennbar seien.
Bei den Reichswerken Hermann Göring in Salzgitter werden die ersten beiden Hochöfen in Betrieb genommen.
Hans Posse, Beauftragter für die Kunstsammlung Linz, unterbreitet einen Vorschlag zur Verteilung der in Wien beschlagnahmten Gemälde. Er listet 270 Bilder auf, davon werden 122 sofort in den Führerbau nach München gebracht.
An deutschen Hochschulen dürfen in Dissertationen jüdische Autoren nur dann zitiert werden, wenn dies wissenschaftlich unumgänglich ist. Im Literaturverzeichnis sind deutsche und jüdische Autoren zu trennen.

21.10.1939
In Rom einigen sich Italiens Außenminister Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo, und der deutsche Botschafter Hans Georg von Mackensen auf die Umsiedlung von Reichs- und Volksdeutschen aus Südtirol.
Adolf Hitler empfängt den slowakischen Gesandten Matthäus Cernak und erklärt ihm, dass Deutschland die Wünsche der Slowakei nach Rückgliederung der von Polen in den Jahren 1920, 1924 und 1938 in Besitz genommenen Gebiete erfüllen werde.
Der sowjetische Außenminister Molotow erklärte auf der V. Tagung des Obersten Sowjets der UdSSR, Deutschland befinde sich "in der Position eines Staates, der die baldmöglichste Beendigung des Krieges und den Frieden anstrebt, während Großbritannien und Frankreich, die gestern noch über die Aggression zeterten, heute für die Fortsetzung des Krieges und gegen den Friedensschluss sind." Als Motiv der Westmächte stellte Molotow dar "ihre durch und durch materiellen Interessen, die sie als große Kolonialmächte haben".
Adolf Hitler zeichnet Jozef Tiso durch die Verleihung des „Großkreuz vom Orden des Deutschen Adlers" aus, und lässt diese Auszeichnung am 25. Oktober durch Hermann Göring persönlich überreichen.
Das IKRK (Internationales Rotes Kreuz) unternimmt erneut den Versuch die kriegführenden Länder zu überzeugen, die internierten Feindbürger unter den Status eines Kriegsgefangenen zu stellen und dementsprechend laut Genfer Konventionen zu behandeln. Deutschland stimmte dieser Lösung sofort zu, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch keine Engländer oder Franzosen interniert waren.
Der US-Dampfer "City of Flint" trifft mit einer Prisenmannschaft des Panzerschiffes "Deutschland" im Hafen von Tromsø in Norwegen ein, da Banngut geladen war. In den USA erregt die Kaperung des Schiffes, das am 3. Oktober mit Ziel Liverpool und Glasgow New York verlassen hatte, großes Aufsehen.
Die französische "Force de Raide" (welche die schnellsten und größten Zerstörer der Welt beinhaltet) eskortiert einen großen Trans-Atlantik-Konvoi bis zum 30.Oktober, und fängt dabei den deutschen Frachter "Sante Fe".
Jäger der englischen RAF schießen vier von neun He 115 Wasserflugzeuge ab, welche einen Konvoi vor der Humber-Mündung angreifen.

22.10.1939
Der britische Großbanker Lionel de Rothschild, Ehrenpräsident der zionistischen Organisationen Groß-Britanniens und Irlands, fordert gegenüber Winston Churchills Sekretär John Colville das folgende Kriegsziel gegen das Deutsche Reich zu bestimmen: „Deutschland muss den Juden überlassen werden und die Deutschen unter den anderen Völkern dieser Erde aufzuteilen."
Im Deutschen Reich findet der erste Eintopfsonntag des Winters 1938/39 statt.
Die indische Kongress-Partei verweigert ihre Unterstützung zu den englischen Kriegsanstrengungen und verurteilt den britischen Imperialismus.
Im sowjetischen Besatzungsgebiet in Polen finden Wahlen zu einer westweißrussischen und westukrainischen Nationalversammlung statt.
Die deutsche Fußball-Nationalelf besiegt in Sofia Bulgarien 2:1 (2:0).

23.10.1939
Adolf Hitler ernennt den bisherigen Senatspräsidenten von Danzig, Arthur Greiser, zum Gauleiter und Reichstatthalter des neu gebildeten Reichsgau Wahrteland (Posen), wo dieser bereits als „Chef der Zivilverwaltung" tätig ist.
Adolf Hitler stoppt das deutsche Raketenwaffen-Versuchsprojekt unter Wernher von Braun in Peenemünde.
In Warschau sind 127 der 191 öffentlichen Volksschulen und 17 der staatlichen Mittel- und Berufsschulen geöffnet.
Die englische Home Fleet sichert Eisenerz-Konvois von Narvik in Norwegen nach Großbritannien.
Im Deutschen Reich werden Lebensmittelkarten für die Zeit bis zum 19. November und Kohlenkundenlisten ausgegeben. Auf Antrag erhalten Personen über 70 Jahren pro Tag 0,25 l Vollmilch.
Der Gerhard Stalling Verlag in Oldenburg begeht sein 150jähriges Bestehen.
Die Finnen verhandeln wieder in Moskau ohne jedes Ergebnis.

24.10.1939
Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop hält in Danzig eine Rede, in der die Welt erstmalig erfuhr, von dem großzügigen Angebot des Führers zu einem Vertragswerk, durch das die endgültige Verständigung zwischen England und Deutschland vollzogen und gesichert werden sollte. Es handelte sich damals, um konkrete Vorschläge, die er wiederholt den Engländern unterbreitete. Diese Angebote umfaßten im wesentlichen folgende Punkte:

1. ein deutsch-englisches Flottenabkommen auf der Basis 30:100;
2. die ewige Unantastbarkeit der zwischen Deutschland und England liegenden Länder Holland, Belgien und Frankreich;
3. Respektierung der britischen Interessen in der Welt durch Deutschland und Respektierung der deutschen Interessen in Osteuropa durch England;
4. ein Schutz- und Trutzbündnis zwischen den beiden Ländern, wobei Deutschland auf englische Waffenhilfe verzichtete, seinerseits aber bereit     war, seine Flotte als auch eine Zahl von Divisionen jederzeit England zur Sicherstellung seines Imperiums zur Verfügung zu stellen.

Von dem großen Verständigungsangebot des Führers an England, für das sich einzusetzen Ribbentrop beauftragt war, nahm die englische Regierung nur den Vorschlag einer Festlegung des Kräfteverhältnisses zwischen den beiderseitigen Seestreitkräften im Verhältnis 35:100 an - also die einseitige und freiwillige Rüstungsbeschränkung für die deutschen Seestreitkräfte, die Deutschland anbot.
Deutsch-Russisches Handelsabkommen: Die Sowjetunion liefert eine Million Tonnen Getreide und Weizen.
Adolf Hitler empfängt in der Reichskanzlei den abberufenen japanischen Botschafter General Hiroshi Oshima zur Verabschiedung und nimmt von ihm vier Werke moderner japanischer Kunst entgegen.
In Paris treffen 70 t Gold aus dem polnischen Staatsschatz ein. Sie sind über Rumänien per Schiff durch das Mittelmeer nach Frankreich gebracht worden.
Durch eine Verordnung über die Organisation der Freiwilligen Feuerwehr im Deutschen Reich wird Juden die Mitgliedschaft verboten. Jüdische Mischlinge können hingegen Mitglied werden, dürfen aber keine Vorgesetzten sein.

25.10.1939
Die Militärverwaltung in den von den deutschen Truppen besetzten polnischen Gebieten wird aufgehoben.
Nach einer Anweisung Adolf Hitlers wird im Propagandaministerium eine Liste von Künstlern angelegt, die über Durchschnitt stehen und daher auf alle Fälle der Kunst erhalten bleiben sollen.
Adolf Hitler führt Gespräche mit allen Oberbefehlshabern der Heeresgruppen sowie Walther von Brauchitsch und Franz Haider über die Angriffsführung im Westen.
Im Booth Theatre in New York wird das Schauspiel "Ein Leben lang" (Time of your Life) des US-amerikanischen Autors William Saroyan uraufgeführt.

26.10.1939
Ein Erlass von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über die Verwaltung der in das Deutsche Reich eingegliederten Ostgebiete - Reichsgaue Posen und Westpreußen (ab 2.11.1939 : Danzig-Westpreußen) - vom 8. 0ktober tritt in Kraft.
Im Generalgouvernement werden alle polnischen Einwohner von 18 bis 60 Jahren unter Arbeitsdienstpflicht und alle Juden unter Arbeitszwang gestellt.
In Pressburg wird Regierungschef Jozef Tiso erster Staatspräsident der Slowakei. Ministerpräsident wird Vojtek Tuka. Adolf Hitler spricht Jozef Tiso telegrafisch „seine herzlichsten Glückwünsche" aus.
Die Sowjetregierung protestiert in London gegen die aufgrund der britischen Banngutverordnung vom 4. September angeordneten Durchsuchungen sowjetischer Schiffe in britischen Häfen.
In Stralsund wird der Fliegerfilm "D 111 88" von Herbert Maisch mit Christian Kayssler, Heinz Welzel u.a. uraufgeführt.

27.10.1939
In der Neuen Reichskanzlei zeichnet Führer und Reichskanzler Adolf Hitler elf Generäle und drei Offiziere mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes aus. Bei diesem Empfang erklärt Generaloberst Walther von Brauchitsch Hitler, das Heer werde für eine Westoffensive nicht vor dem 26. November bereitstehen. Hitler erklärt, der Angriff soll am 12. November erfolgen.
Generalmajor Kurt Student erhält von Adolf Hitler den Auftrag, ein Unternehmen zu planen, mit Lastenseglern das Sperrfort Eben Emael und die Brücken über den Albert-Kanal zu erobern.
Papst Pius XII. erlässt seine erste Enzyklika, "Summi pontificatus", in der zu einem ehrlichen Frieden aufgerufen wird.
Litauische Truppen besetzen das ihnen von der UdSSR abgetretene Wilnagebiet.
Aus Protest gegen den ohne ihr Befragen: am 3. September erklärten Kriegseintritt Indiens treten in der Provinz Madras die der Kongreß-Partei angehörenden Regierungsmitglieder zurück.
König Leopold erklärt im Rundfunk der USA seine Entschlossenheit, die Neutralität Belgiens verteidigen zu wollen.
Der US Senat stimmt einer Abänderungsvorlage zum Neutralitätsgesetz 63 zu 30 Stimmen zu. Hiernach wird das Waffenausfuhrverbot an kriegsführende Staaten aufgehoben.

28.10.1939
In Prag wird gegen die deutsche Besatzungsmacht demonstriert.
Ein Befehl von Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, fordert unverheiratete Angehörige der SS vor dem Ausrücken ins Feld zur Zeugung von Nachwuchs auf.
Durch Verfügung von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels wird die Reichsrundfunkkammer aufgelöst, ihre Rechte und Pflichten gehen an die Reichsrundfunkgesellschaft über.
Bei den Gesprächen in Moskau verlangen die Russen strategisch wichtige Gebiete Finnlands, so in der Karelischen Landenge, den Flottenstützpunkt Hangö und den eisfreien Hafen bei den Nickelgruben von Petsamo am Polarmeer im Austausch für wertloses russisches Territorium entlang der östlichen Grenze. Die Finnen lehnen die Vorschläge am 8.November ab und reisen am 13. November ergebnislos nach Hause zurück.

29.10.1939
Deutschen Kriegsschiffen und U-Booten wird die Erlaubnis erteilt, Passagierschiffe welche in Konvois mitfahren, anzugreifen. Diese dienten normalerweise als Truppentransporter.
Bei den Wahlen zum Schweizer Nationalrat werden die Freisinnigen (51 Sitze) vor den Sozialdemokraten (45 Sitze) die stärkste Partei.
Italiens Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini weiht das Dorf Pomezia in den trockengelegten Pontinischen Sümpfen ein.

30.10.1939
Das Deutsche Reich und Lettland schließen ein Umsiedlungsabkommen.
Westlich der Orkneyinseln torpediert das deutsche U-Boot U 56 das britische Schlachtschiff "Nelson" mit dem britischen Marineminister Winston Churchill an Bord. Alle drei Torpedotreffer sind Zündversager.
Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, befiehlt die Umsiedlung der jüdischen Bevölkerung aus Pommern, Posen und Oberschlesien ins Generalgouvernement.
In München wird der Schauspieler Konrad Dreher anlässlich seines 80. Geburtstages von Adolf Hitler zum Staatsschauspieler ernannt.
In der Schweiz werden die ersten Lebensmittel rationiert.

31.10.1939
Der Generalgouverneur für die besetzten polnischen Gebiete, Hans Frank, und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels legen in Lódz die Kulturpolitik im Generalgouvernement fest.
In Italien vollzieht sich eine Umbildung in Regierung, Partei und Armee.
Im Generalgouvernement wird eine Verordnung über die Arbeitsbedingungen erlassen. Nur "tatsächlich geleistete Arbeit" soll entlohnt werden.
Molotow, russischer Premierminister und Außenminister, erläutert die sowjetische Außenpolitik: Freundschaft mit Deutschland, Unterstützung der deutschen 'Friedensbemühungen' und wirtschaftliche Zusammenarbeit.
An der Westfront herrscht seit dem 19. Oktober mit Ausnahme örtlicher Artillerie- und Spähtrupptätigkeit weitgehend Kampfruhe.
Den Juden im Deutschen Reich werden keine Steuerfreibeträge mehr gewährt.

Dieser mutige Angriff auf das Schlachtschiff
Royal Oak durch das deutsche U-Boot U47 im
englischen Hafen Scapa Flow im Oktober 1939
wird als eine der legendären Kampfhandlungen
in die Marinegeschichte eingehen, sowohl
hinsichtlich der Bedeutung als auch der
Durchführung des Angriffes. Der Angriff
auf Scapa Flow wird auf immer in die
Annalen der Kriegsgeschichte Eingang
finden als schönes Beispiel für Taktik,
Kenntnisse, Fähigkeit und Tapferkeit
aller Beteiligten an diesem Einsatz.


Die »Royal Oak«

Unsere Truppen sind über die Deutsch-Polnische Grenze zum Gegenangriff übergegangen. Im zügigen Vormarsch nehmen unsere Soldaten alle polnischen Stellungen. Die deutsche Luftwaffe vollführt mit kühnem Angriff auf strategische Ziele viele Siege. In wenigen Tagen beherrscht sie den polnischen Luftraum. Der Siegeszug deutscher Truppen geht unaufhaltsam vorwärts. Mit dankerfüllten Herzen heißen die befreiten Volksdeutschen die deutschen Truppen überall willkommen. Die Schreckenstage des polnischen Terrors sind endgültig vorüber! Befreite Volksdeutsche entlarven ihre Peiniger, die ihrer Bestrafung entgegensehen. In den Ghettos leben die Juden trotz des Krieges bei bester Laune. Sie stellen das Gros der Kriminellen, sie gelten als Mädchenhändler, Hehler und mit allen Verbrechen behaftet. Zum ersten Mal in ihrem Leben sind sie gezwungen, zu arbeiten. Der Vormarsch Deutscher Truppen ist unaufhaltsam. Der Einzug in Lodsch vollführt sich unter dem Jubel der volksdeutschen Bevölkerung. Das Führerhauptquartier rückt mit den Truppen weiter nach Osten. Die unvergleichliche Deutsche Luftwaffe bringt die Polen zum Rückzug, schnürt die Haupt-Verbindungswege - wie Brücken und Eisenbahnlinien - durch Sprengungen ab. Flüchtende polnische Truppen werden sogleich von der Infanterie verfolgt. Schwere Panzer überwinden jedes Hindernis. Ausländische Militärattaches beobachten den deutschen Vormarsch, der in der gesamten Militärgeschichte künftig als einzigartig gilt. Trotz erbitterter Kämpfe und unvorstellbarer Belastungen beste Laune bei den deutschen Truppen, die Tag und Nacht vorrücken. Feldpost und Frontzeitungen stillen den Nachrichtenhunger, alle Welt teilt die Bewunderung für die Leistungen der deutschen Wehrmacht. Die volksdeutsche Bevölkerung wird per Lastwagen wieder zurück in die Heimat gebracht. Nach 18 Tagen ist der Polenfeldzug zu Ende. Generaloberst von Brauchitsch zeichnet besonders verdiente Soldaten aus. Die Demarkationslinie wird zwischen Sowjetrussland und Deutschland in Brest Litowsk verhandelt. Letzte Widerstandsnester werden in Gdingen, das nun auf den Wunsch des Führers 'Gotenhafen' heißen soll, mit Hilfe von Marine und Artillerie ausgehoben. Der Führer besucht Danzig und wird mit ungeheuerer Begeisterung empfangen. Sein Zitat: "Mit Mann und Ross und Wagen, hat sie der Herr geschlagen!"

Beim Polenfeldzug wurde zum ersten mal die Kraft und Schnelligkeit der Blitzkrieg-Taktik demonstriert, diese wurde in den dreißiger Jahren entwickelt. Bereits am 17. September wurde der polnische Widerstand von der Wehrmacht zerschlagen und der polnische Staat brach zusammen. Die polischen Verluste betrugen 66.000 Tote, 200.000 Verwundete und fast 700.000 Gefangene. Die geringen deutschen Verluste: 10.500 Tote und 30.200 Verwundete. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler nimmt in Warschau die Siegesparade der 8. Armee ab.

Der "Bromberger Blutsonntag" war ein am 3. September 1939 von Polen gegen Deutsche verübtes Pogrom. Bei diesem Massaker wurde eine große Anzahl, von in der seit 1918 im polnischen Korridor auf Grund des sogenannten Versailler Vertrages gelegenen deutschen Stadt Bromberg, unter polnische Verwaltung gestellten Volksdeutschen durch Polen ermordet. Richterliche Befragungen von Zeugen in den Monaten nach den Vorfällen ergaben oftmals die Beteiligung polnischer Soldaten an Ermordungen. In diesen Fällen wurden die Soldaten von Zivilisten zu den Häusern von Volksdeutschen geführt, aus denen angeblich Schüsse gefallen waren. Insbesondere erwachsene, männliche Hausbewohner sollen nach diesen Aussagen von den Soldaten getötet worden sein, auch wenn keine Waffen gefunden worden seien oder sich die Beschuldigten   nicht   bedrohlich   oder   verdächtig   verhalten   hatten.

Die UfA Wochenschau vom 7.September 1939 - Mit dem Beginn des Polenfeldzugs und dem Einmarsch in Danzig

UfA-Tonwoche vom 14.9.1939 - Generalfeldmarschall Goering richtet in einer Ansprache vor den Arbeitern der Berliner Rhein-Metall Borsigwerke seinen Appell auch an das Deutsche Volk, in Treue zum Fuehrer zu stehen. Sieg in Polen! Die viehischen Bluttaten der Blutnacht von Bromberg werden durch standrechtliche Bestrafung gesuehnt.

UfA-Tonwoche vom 20.9.1939 - Der Einzug in Lodsch. Die befreiten Volksdeutschen entlarven ihre Peiniger, die nun ihrer Bestrafung entgegensehen. In den Ghettos leben die Juden trotz des Krieges bei bester Laune. Sie stellen das Gros der Kriminellen, sie gelten als Maedchenhaendler, Hehler und mit allen Verbrechen behaftet.

Der Feldzug in Polen - Film mit interessanten Hintergrundinformationen zur Vorgkriegsgeschichte, wie z.Bsp. dass Adolf Hitler immer erst eine friedliche Vermittlung zur Loesung der Probleme versucht hat.

Die UfA Wochenschau vom 27.September 1939 - Der Polenfeldzug ist beendet und der Führer besucht zum ersten Mal Danzig und wird dort mit ungeheuerer Begeisterung der Bevölkerung empfangen.

UfA-Tonwoche vom 4.10.1939 - Staatsbegraebnis fuer den gefallenen Generaloberst Freiherr von Fritsch. Buendnisse mit Russland, der Tuerkei und Italien werden geschlossen. Trotz des Kriegs finden grosse Sportereignisse statt. Die Jugend ist in der Heimat eingesetzt.

Ein siegreiches U-Boot kehrt in den Heimathafen zurueck. Der Fuehrer ehrt Mannschaft und Besatzung, begeisterter Empfang in Berlin.

Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen