Chronik des Nationalsozialismus September / Oktober 1941

SEPTEMBER 1941

1.9.1941
Im Führerhauptquartier meldet sich der spanische General Munoz Grande, Kommandeur der „Blauen Division", zum Antrittsbesuch bei Adolf Hitler und meldet diesem deren „Einsatzbereitschaft zur Vernichtung des Weltfeindes".
Mit einer Polizeiverordnung über die „Kennzeichnung der Juden im Reichsgebiet" wird mit Wirkung am 19. September der so genannte gelbe „Judenstern" eingeführt. Er ist auf der linken Brustseite der Kleidung zu tragen. Gleichzeitig ist es den Juden verboten, ohne schriftliche Erlaubnis der Ortspolizeibehörde „den Bereich ihrer Wohngemeinde zu verlassen". Sowie „Orden, Ehrenzeichen und sonstige Abzeichen zu tragen".
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt einen Aufruf zum Kriegswinterhilfswerk 1941/42, worin er die Spendenfreudigkeit der deutschen Bevölkerung als Ausdruck ihrer Unterstützung für die Truppen an den Kriegsfronten bezeichnet.
In Venedig wird die 9. Internationale Filmkunstausstellung, die Biennale eröffnet, bei der zahlreiche deutsche Filme präsentiert werden, zur Eröffnung ist Reichspropagandaminister Joseph Goebbels angereist.
An deutschen Schulen wird mit sofortiger Wirkung die Antiqua-Schrift eingeführt; die bisher gebräuchliche Frakturschrift wird abgeschafft.

2.9.1941
In Moskau finden Beratungen über Hilfslieferungen der Alliierten statt, an denen neben dem sowjetischen Parteichef Josef W. Stalin, Harry Lloyd Hopkins als Vertreter der USA und William Aitken Beaverbrook als Vertreter Großbritanniens teilnehmen.
Die faschistische Zeitung „Il Popolo d'Italia" berichtet, daß Adolf Hitler und Benito Mussolini den Kontinent vereinigen wollen für eine „harmonische Zusammenarbeit aller europäischen Völker." Diese Erklärung wurde von Benito Mussolini als Gegenvorschlag zur Atlantikcharta in die Welt gesetzt.
Heinrich Himmler bespricht mit Adolf Hitler das Thema „Judenfrage - Aussiedlung aus dem Reich".

3.9.1941
Schwere Heeresartillerie der deutschen Wehrmacht beginnt mit der Beschießung der belagerten sowjetischen Stadt Leningrad.
Russische Gegenangriffe im Frontbereich von Smolensk gegen die in die Verteidigung übergegangene deutsche Heeresgruppe Mitte.
Reichsminister Fritz Todt wird am Vorabend seines 50. Geburtstages im Führerhauptquartier von Adolf Hitler empfangen.
Adolf Hitler sendet ein Beileidstelegramm an den Kroatischen Marschall Slavko Kvaternik zum Tode von dessen Frau.
Hugo Bruckmann, Verleger, stirbt im Alter von 78 fahren in München. Adolf Hitler ordnet für den 6. September ein Staatsbegräbnis an. Am gleichen Tag sendet er ein Telegramm „aus dem Felde" an Elsa Bruckmann.

4.9.1941
Im Atlantik kommt es zum ersten Zwischenfall, an dem deutsche und US-amerikanische Seestreitkräfte beteiligt sind, als das deutsche U-Boot "U 652" versucht, den US-Zerstörer "Greer" zu torpedieren: Der "Greer" wurde von einem britischen Aufklärer ein deutsches U-Boot 10 Meilen voraus gemeldet, woraufhin der amerikanische Kommandant unter Verletzung der Neutralität Horchverfolgung anordnete. Nachdem  angeblich  zuerst  die  britische  Maschine  das


deutsche Boot, U 652 unter Oberleutnant zur See Fraatz, angegriffen hatte, antwortete dieses mit Torpedos gegen die "Greer" in der Annahme, es handle sich um ein britisches Kriegsschiff. Die "Greer" gehörte nämlich zu dem Zerstörertyp, von dem im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes 50 Stück Großbritannien überlassen worden waren. In dem kurzen anschließenden Gefecht, an dem auch britische Einheiten und Flugzeuge teilnahmen, kamen beide Seiten ohne Schaden davon. Es verschärfte jedoch die deutsch-amerikanischen Spannungen, da US-Präsident Franklin D. Roosevelt den Zwischenfall einige Tage später zur Verkündung eines Schießbefehls nutzte.

4.9.1941
Das Pacht- und Leihhilfegesetz (Lend-Lease Act) der Vereinigten Staaten, das am 11. März verabschiedet worden war, um Großbritannien Rüstungsgüter zur Verfügung zu stellen, wird nach der Ausweitung auf die UdSSR, jetzt auch auf Polen ausgedehnt, das durch die polnische Exilregierung in London vertreten wird.
Adolf Hitler richtet ein Handschreiben an Generalfeldmarschall Wilhelm Ritter von Leeb, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord, zum 65. Geburtstag. Hitlers Chefadjutant, Oberst Schmundt, überbringt die Glückwünsche sowie einen Scheck in Höhe von 250.000 RM in den Gefechtsstand der Heeresgruppe Nord an der Ostfront. Reichsminister Fritz Todt erhält zu seinem 50. Geburtstag 100.000 RM aus dem Dotationsfond von Adolf Hitler und ein Gemälde von Eduard Thöny im Wert von 4.500 RM mit dem Titel „Westwallarbeiter". Todt erhält als erster den neu geschaffenen „Fritz-Todt-Ring", der von nun an jährlich durch den „Reichsrat der deutschen Technik" für überragende technische Leistungen verliehen werden sollte.
Russischer Nachtangriff auf Berlin (1 Flugzeug verloren) mit 30 Toten und 72 Verletzten unter der Zivilbevölkerung.
Das erste Regiment der „Französischen Freiwilligen-Legion" tritt die Fahrt an die Ostfront an.

5.9.1941
Deutsche Armeeverbände schließen die Besetzung Estlands ab.
Die deutsche Luftwaffe greift die ägyptische Stadt Suez an und versenkt drei Frachter im Hafen.
B-17 Flying Fortress (Fliegende Festungen) der englischen Royal Air Force greifen den Schweren Kreuzer „Admiral Scheer" im Oslo-Fjord an. Ein weiterer, ebenfalls gescheiterter Angriff, findet am 8. September statt.
Auf der schweizerischen Bundesbahnstrecke Basel- Romanshorn macht die erste Gasturbinen-Lokomotive der Welt ihre Jungfernfahrt; die Lokomotive erreicht bei einer Anhängelast von 2000 t eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h.
In Berlin findet die Premiere des Bavaria-Films "Komödianten" des Regisseurs Georg Wilhelm Pabst statt; in den Hauptrollen sind Käthe Dorsch, Hilde Krahl, Henny Porten, Gustav Dießl und Richard Häußler zu sehen.

6.9.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt die Weisung Nr. 35, in der er der Heeresgruppe Mitte befiehlt, sich für Ende September auf den Angriff gegen Moskau vorzubereiten.
In deutsch besetzten Wilna wird ein Ghetto eingerichtet, in dem die jüdische Bevölkerung der Stadt abgeriegelt von der restlichen Bevölkerung interniert wird.
In München findet der von Adolf Hitler angeordnete Staatsakt für den verstorbenen Verleger Hugo Bruckmann im Deutschen Museum und die Beerdigung in der Familiengrabstätte der Bruckmanns auf dem Münchner Waldfriedhof statt. Gauleiter Adolf Wagner überbringt einen „riesigen Kranz des Führers".
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erklärt, dass der Zuständigkeitsbereich des Reichskommissars für die Festigung des deutschen Volkstums, Heinrich Himmler nun auch die besetzten Ostgebiete einschließen soll.
General Henrik Werth, Chef des ungarischen Generalstabes, scheidet wegen 'Krankheit' aus seinem Amt aus. Nachfolger wird Generaloberst Ferenc Szombathelyi.
Der japanische Kronrat beschließt, den Krieg gegen die USA und Großbritannien zu eröffnen, falls die laufenden Geheimverhandlungen mit der US-Regierung bis zum 10. Oktober nicht zu einem Abschluss gebracht werden.
Das Oberkommando der Besatzungstruppen in Frankreich lässt mehrere französische Geiseln hinrichten, nachdem Attentate auf einen deutschen Soldaten und einen deutschen Polizisten in Paris verübt worden sind.

7.9.1941
Bei einem Luftangriff britischer Bomberstaffeln auf das Zentrum der Reichshauptstadt Berlin sterben in den Trümmern eines Wohnhauses über 100 Menschen.
Vom Leningrader Handelshafen aus feuert der Kreuzer „Maksim Gorki", und vom Seekanal aus das Schlachtschiff "Marat" auf Angriffsspitzen der deutschen 18. Armee südlich Leningrad.
Das deutsche Artillerie-Schulschiff „Bremse", welches zum Schutz von Truppentransportern eingesetzt ist, wird in der Nähe des Nordkap durch die englischen Leichten Kreuzer „Aurora" und „Nigeria" versenkt.
Mit zahlreichen Festveranstaltungen wird in der schweizer Hauptstadt Bern das 750jährige Bestehen der Stadt gefeiert.

8.9.1941
Mit der Eroberung Schlüsselburgs am Ladogasee durch deutsche Truppen ist Leningrad von allen Landverbindungen abgeschnitten. Die Finnen haben die Karelische Landenge im Norden und Westen unter ihrer Kontrolle. Gleichzeitig erobern finnische Truppen Lodeynoye Pole zwischen dem Ladoga- und Onega-See und unterbrechen damit die Eisenbahnlinie Leningrad-Murmansk weiter im Norden. Das zentrale Lebensmittellager von Leningrad wird dazu noch durch einen Luftangriff zerstört. Damit beginnt die bis zum Januar 1944 dauernde Blockade der Stadt durch die Wehrmacht.
Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy trifft zu einem dreitägigen Besuch im Führerhauptquartier »Wolfsschanze« ein; bei den Gesprächen mit Adolf Hitler geht es vor allem um den gegenwärtigen Stand an der Ostfront und den Abzug ungarischer Truppen.
Reichsminister Hjalmar Schacht schreibt einen Brief an Adolf Hitler und bietet ihm an, in seinem Auftrag mit amerikanischen Wirtschaftskreisen in Kontakt zu treten. Schacht hofft noch immer auf eine neutrale Haltung der USA.
Nachtangriff der RAF auf Kassel, dem Zentrum der deutschen Lokomotiven- und Panzerfahrzeug-Produktion.
In der UdSSR werden 600.000 Wolga-Deutsche nach Sibirien deportiert.
In den spanischen Pyrenäen wird der "Túnel español de Viella" in Betrieb genommen, der mit 5 Kilometern Länge einer der längsten Europas ist.
Die Sieger der Schul-Altstoffsammlung im Deutschen Reich treffen zu einem viertägigen Besuch in Berlin ein; diese Reise ist die Prämie für das erfolgreiche Sammeln von Knochen, Textilien, Altpapier und Altmetall.

9.9.1941
Britische und kanadische Streitkräfte besetzen die norwegische Insel Spitzbergen.
Die Finnen halten ihren Vormarsch an den nördlichen Außenbezirken von Leningrad an. Das finnische Oberkommando weigerte sich zuvor, zusammen mit den Deutschen einen Sturmangriff auf die Stadt zu unternehmen.
Besprechungen zwischen Reichsverweser Nikolaus von Horthy und Adolf Hitler über die politische und militärische Lage. Von deutscher Seite nehmen Joachim von Ribbentrop und Wilhelm Keitel, von ungarischer Seite Ministerpräsident und Außenminister Ladislaus von Bardossy und der Chef des ungarischen Generalstabes Feldmarschall-Leutnant Ferenc Szombathelyi teil.
Das iranische Parlament nimmt einen britisch-sowjetisch-iranischen Vertrag an, der eine Besetzung Nordirans durch sowjetische Truppen und des Südirans durch britische Truppen vorsieht, der mittlere Teil des Landes bleibt unbesetzt.
In Griechenland wird die Widerstandsorganisation National-Republikanischer Bund (EDES) gegründet, die sich gegen die Besetzung des Landes durch deutsche Truppen wendet; am 27. September wird eine zweite Widerstandsgruppe, die Nationale Befreiungsfront (EAM), ins Leben gerufen.
In Berlin wird der Film "Annelie, die Geschichte eines Lebens" von Regisseur Josef von Baky uraufgeführt; die Hauptdarstellerin Luise Ullrich erhält bei der Biennale in Venedig den Pokal Volpi als beste Schauspielerin.

10.9.1941
Die deutschen Besatzungsbehörden in Norwegen verhängen wegen zahlreicher Streiks den Ausnahmezustand über die Hauptstadt Oslo und sechs Provinzen des Landes.
Chaim Weizmann, der frühere Präsident der Jewish Agency schreibt Winston Churchill: „Es ist uns gelungen, die Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg zu ziehen, dann können wir die Juden in den USA so weit bekommen, dass sie die USA auch diesmal hineinschleppen."
Zum Abschluss der Besprechungen mit Nikolaus von Horthy verleiht Adolf Hitler in feierlicher Form dem Reichsverweser in dessen Eigenschaft als Oberster Befehlshaber der Königlichen-Ungarischen Wehrmacht das „Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes". Hitler und Horthy machen eine gemeinsame Fahrt nach Marienburg, von dort macht Horthy bei Hermann Göring eine Visite auf seinem Reichsjägerhof Rominten und Hitler fährt zum Reichsehrenmal Tannenberg bei Hohenstein.
In London beginnt der XVII. Internationale Kongress der Schriftstellervereinigung P.E.N., an dem u.a. Alfred Kerr, Erika Mann und Wilhelm Wolfgang Schütz teilnehmen. Der deutschen Frage ist ein eigenes Thema gewidmet, bei dem Kerr erläutert, dass die deutsche Literatur nach Beendigung des Krieges für eine gewisse Zeit in erster Linie erzieherisch wirken muss.

11.9.1941
US Präsident Franklin D. Roosevelt bestätigt offiziell den Befehl an die US-Flotte vom 10.Juli, ohne Vorwarnung auf deutsche und italienische Schiffe zu schießen, die sich in Gewässern der US-amerikanischen Sicherheitszone aufhalten (unter dem Vorwand wegen des "Greer"-Zwischenfalls). Damit befand sich die USA faktisch im Kriegszustand zu den Achsenmächten.
Charles Lindbergh hält eine Rede auf einer AFC-Versammlung in Des Moines/Iowa und prangert die drei wichtigsten Gruppen an, "... die dieses Land zum Krieg gedrängt haben, sind die Briten, die Juden und die Roosevelt-Administration..."
Der neu ernannte spanische Botschafter, Graf von Mayalde, ferner die neu ernannten Gesandten von Portugal, Graf Tovar, und von Dänemark, Mohr, überreichen Adolf Hitler im Führerhauptquartier „Wolfsschanze" ihre Beglaubigungsschreiben. Hitler fordert Dänemark zur Beteiligung am Wiederaufbau des Ostraumes auf.
Im Raum Murmansk fliegen britische Hurricane-Jäger ihren ersten Einsatz gegen angreifende deutsche Einheiten; die Hurricane-Jäger, die erst im September in die UdSSR verlegt wurden, werden von der sowjetischen Luftwaffe übernommen.
General Georgi Schukow ersetzt Marschall Kliment Woroschilow als Verteidigungskommandant von Leningrad. Er motiviert die Garnison zu verstärkten Anstrengungen und organisiert den Bau vieler neuer Verteidigungsstellungen und Barrikaden.
Köng Leopold III. von Belgien heiratet Marie Lilian Baels (seine erste Frau, Königin Astrid, war 1935 gestorben). Marie Lilian Baels weigert sich den Titel einer Königin anzunehmen und wird als Prinzessin de Rethy bekannt.

12.9.1941
111 britische Terrorbomber fliegen einen Angriff auf Frankfurt am Main, bei dem sie 135 t Sprengbomben abwerfen.
Der erste Schneefall wird von der Ostfront gemeldet. Die Russen ziehen sich aus Tschernigow zurück, der Schlüsselstellung zwischen Kiew und Gomel.
Die Städtischen Bühnen für die Nachbarstädte Kattowitz (Katowice) und Königshütte (Chorzow) werden eröffnet; hier finden in den folgenden Jahren die "Deutschen Eichendorff-Wochen" statt.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Reichsleiter Adolf Hühnlein zum 60. Geburtstag.

13.9.1941
Im deutschen Strafrecht tritt eine Änderung in Kraft, die eine schärfere Anwendung der Todesstrafe vorsieht. Gefährliche Wiederholungstäter und Sittlichkeitsverbrecher im Sinne des §§176 bis178 StGB werden jetzt mit dem Tode bestraft. Als besonders entehrende Strafe, auch für Verräter, wird die Hinrichtungsmethode auf Erhängen festgelegt.

14.9.1941
Der erste Opfersonntag des Kriegswinterhilfswerks im Jahr 1941 zu 1942 im Deutschen Reich bringt offiziellen Angaben zufolge über 28 Millionen Reichsmark ein.
Alfred Rosenberg schlägt Adolf Hitler vor, die seit längerem geplante Deportation der zentraleuropäischen Juden sofort einzuleiten, weil die sowjetische Regierung am Vortage begonnen hatte, die Wolgadeutschen zu verschleppen.
Nahe der sowjetischen Stadt Lochvica treffen die Spitzen der Panzergruppen 1 und 2 des deutschen Heeres zusammen und schließen so den Ring um die »Südwestfront« der Roten Armee.
Auf der Werft Helsinki werden durch bolschewistische Sabotage 3 deutschen Räumboote zerstört und die Schlepper „Föhn" und „Passat" beschädigt (61 Tote).
Auf der estnischen Insel Moon in der Ostsee beginnt eine deutsche Landungsoperation der 61.Infantriedivision.
Der katholische Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen nannte es in einem Hirtenbrief eine "Befreiung von einer ernsten Sorge und eine Erlösung von schwerem Druck", dass der Führer am 22. Juni 1941 den "Russenpakt", also den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag, für erloschen erklärt habe. Galen zitiert in diesem Zusammenhang zustimmend Hitlers Wort von der "jüdisch-bolschewistischen Machthaberschaft" in Moskau.

15.9.1941
Die Royal Air Force fliegt wieder schwere Terrorangriffe auf Hamburg, Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven.
Die Schlacht von Kiew beginnt - Die Panzerspitzen von Generaloberst Heinz Guderian (Heeresgruppe Mitte) und Ewald von Kleist (Heeresgruppe Süd) treffen bei Lochwiza, östlich von Kiew, zusammen und vollenden die Einschließung von 4 russischen Armeen. Bis zum 27. September brachte die Schlacht der Wehrmacht etwa 605.000 gefangene sowjetische Soldaten ein. Damit sprengte die Anzahl der Kriegsgefangenen alle vorherigen Dimensionen. Außerdem gerieten knapp 900 Panzer und 3.018 Geschütze in deutsche Hände.
Deutsche Heeresverbände beschießen vom Festland bei Peterhof gegenüber Kronstadt (auf der Ostseeinsel Kotlin), sowjetische Kriegs- und Versorgungsschiffe.
Die Entwicklung ferngelenkter Raketen auf dem Versuchsgelände in Peenemünde erhält von der NS-Regierung die Sonderdringlichkeitsstufe.
100 italienische Arbeiter der Firma Lanz AG in Mannheim verweigern die Arbeitsaufnahme, da ihnen die Verpflegung ungenügend erscheint; aus anderen Unternehmen im Deutschen Reich, die ausländische Arbeiter beschäftigen, werden ähnliche Vorkommnisse gemeldet.
Auf der Insel Fehmarn erfolgt im Rahmen eines Festaktes der erste Spatenstich für die deutsch-dänische Eisen- und Autobahnverbindung "Vogelfluglinie"; mit dem Bau dieser Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen wird in Dänemark und dem Deutschen Reich gleichzeitig begonnen.

16.9.1941
Die Panzerdivisionen der Heeresgruppe Nord werden an die Heeresgruppe Mitte übergeben. Sie sollen zum geplanten Angriff auf Moskau eingesetzt werden.
Die deutschen Besatzungsbehörden in den Niederlanden beschlagnahmen das im Land befindliche Vermögen des niederländischen Königshauses, dessen Mitglieder im überseeischen Exil leben.
Wilhelm Keitel, deutscher Generalfeldmarschall, ordnet auf Befehl des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler im sog. Kommunisten-Erlass an, dass für jeden in den besetzten Gebieten von Partisanen oder Heckenschützen getöteten deutschen Soldaten, kommunistische Geiseln zu erschießen sind.
Der deutsche Botschafter in Paris, Otto Abetz weilt im FHQ „Wolfsschanze", wo sich Adolf Hitler über die Gestaltung seines künftigen Ostimperiums äußert.
Im britisch-sowjetisch besetzten Iran dankt der Herrscher, Schah Resa Pahlawi, zugunsten seines Sohnes Mohammad ab und geht ins Exil nach Südafrika.
In Paris werden von den deutschen Besatzungstruppen erneut zehn Geiseln erschossen, nachdem es deutschen Angaben zufolge drei bewaffnete Angriffe auf Angehörige der Wehrmacht in Frankreich gegeben hat.
Das Arbeitswissenschaftliche Institut der Deutschen Arbeitsfront veröffentlicht eine Studie, derzufolge Arbeiter rund 30% ihrer "Kulturausgaben" für Bücher und Zeitungen aufwenden.

17.9.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ordnet, selbst nach dem US-amerikanischen Schießbefehl Roosevelts auf deutsche und italienische Schiffe in der US-Sicherheitszone vom 11. September, die strikte Vermeidung von Zwischenfällen der Kriegsmarine mit US-Schiffen an.
Zu Beginn der Moskauer Dreimächtekonferenz übergibt der US-Delegationsleiter ein Schreiben von Roosevelt an Stalin, in dem der US-Präsident die Lieferung von Material und Vorräten zusagt, welche nötig sind um Hitler an allen Fronten zu bekämpfen.
Eine Eskorte der US-Marine mit fünf Zerstörern übernimmt erstmals die Sicherung eines britischen Konvois im mittleren Atlantik, damit beteiligen sich die USA an der Schlacht im Atlantik. Es ist de Facto der Kriegseintritt der USA ohne Kriegserklärung!
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler befiehlt verschärfte Maßnahmen, um bei der Eroberung Leningrads ein Entkommen sowjet. Seestreitkräfte nach Westen zu verhindern. Dies führt zu intensiven Luftangriffen zur Verstärkung der Minensperren im Finnenbusen und zur Aufstellung der »Baltenflotte«.
Zerstörer der Sowjets beschießen deutsche Truppen an der Küste im Raum Odessa.
Ein Hurricane-Geschwader der englischen RAF kommt im Nordwesten Rußlands zum Einsatz.
Adolf Hitler führt in seinem FHQ „Wolfsschanze" Gespräche mit Großadmiral Erich Raeder, Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, General Alfred Jodl, Vizeadmiral Karl Dönitz und Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop über die Entwicklung der Beziehungen zu den USA.
Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt, dass Juden, Männer jüdischer Abstammung und mit Jüdinnen verheiratete Männer nicht in einer auf deutscher Seite kämpfenden, ausländischen Truppeneinheit aufgenommen werden dürfen.
Im Deutschen Reich werden erstmals Todesurteile wegen Abhörens von ausländischen Rundfunksendern ausgesprochen.
In einem Bericht zur Kartoffelversorgung im Deutschen Reich im bevorstehenden Winter wird die Bevölkerung aufgefordert, Kartoffeln nur noch als Pellkartoffeln zuzubereiten, da beim Schälen roher Kartoffeln Verluste von 15 bis 30% auftreten.

18.9.1941
Im Deutschen Reich brauchen Juden eine Erlaubnis für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Mehrere Zechen im rheinisch-westfälischen Industriegebiet beklagen einen Rückgang der Steinkohlenförderung aufgrund der Arbeitsunlust der Beschäftigten, die sich weigern, Über- und Sonntagsschichten zu fahren.
US-Präsident Franklin Delano Roosevelt ersucht den Kongress, weitere 5985 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der kriegführenden Verbündeten zur Verfügung zu stellen; bis zum 31. August ist Kriegsmaterial im Wert von 190 Millionen US-Dollar im Rahmen des am 11. März verabschiedeten Leih- und Pachtgesetzes geliefert worden.
Durch deutsches Artillerie-Feuer wird das russische Schlachtschiff „Petropawlowsk" im Hafen von Kronstadt schwer beschädigt.
Die italienischen Truppentransporter „Neptunia" und „Oceania" (beide 19.500 t) werden im zentralen Mittelmeer durch das englische Unterseeboot HMS „Upholder" versenkt. Dabei ertrinken 384 Mann.






























19.9.1941
Die 6. deutsche Armee schließt die Eroberung der ukrainischen Stadt Kiew in der Sowjetunion ab. Die sich zurückziehenden Russen haben mit unzähligen Minen und Zeitzünderbomben viele Zerstörungen angerichtet.
Der deutsche Industrielle Ernst Poensgen wird anlässlich seines 70. Geburtstages mit dem Adlerschild des Deutschen Reiches ausgezeichnet; Poensgen ist einer der maßgeblichen deutschen Industrievertreter, die das NS-Regime unterstützen.
Josip Broz Tito, der Anführer der kommunistischen Partisanen, trifft sich mit Draga Mihailowitsch, dem Führer der Widerstandsbewegung der Tschetniks.
Der im Besitz der US-Regierung befindliche panamesische Frachter "Pink Star" wird vor Island von einem deutschen U-Boot versenkt.
Terrorangriff des RAF Bomber Command auf Stettin.

20.9.1941
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler befiehlt eine Verstärkung der Marineeinheiten in der Ostsee, die den Vormarsch der deutschen Truppen in der UdSSR und deren Nachschubwege sichern sollen.
Italienische Klein-U-Boote 'Maiale', welche vom Unterseeboot Scire aus operieren, versenken einen britischen Flottentanker im Hafen von Gibraltar.

21.9.1941
Sowjetische Landung bei Grigorevka. Einsatz von Marinetruppen im Rücken rumänischer Infantriedivisionen, um den Angriff der Sowjets zur Einnahme der rumänischen Küstenbatterien bei Fontanka und Dofinovka zu erleichtern.
Der Geschoßwerfer "Katjuscha" ("Stalinorgel") wird erstmals von der Roten Armee vor Leningrad gegen die angreifenden Wehrmachtsverbände eingesetzt. 60 Stukas fliegen wiederholte Angriffe auf die russische Ostseeflotte im Hafen von Kronstadt bei Leningrad. Das Schlachtschiff „Marat" sinkt durch einen Volltreffer des Stukas von Oberstleutnant Hans Ullrich Rudel, das Schlachtschiff „Oktjabrskaja-Revoluzia" wird von 6 Bomben getroffen und 2 Kreuzer beschädigt.
Angela Hammitzsch, die Halbschwester Adolf Hitlers, unterzeichnet einen Vertrag mit Hitlers privatem Bankier und Geschäftsführer des Eher-Verlages Max Amann und vereinbart ein einmaliges Honorar von 20.000 Mark für die „Übertragung der Rechte Ihrer Aufzeichnungen der Erlebnisse mit dem Führer". Es gibt keine Hinweise auf ein vorhandenes Manuskript.
In München wird die "Deutsche Kulturfilmwoche" eröffnet, in deren Rahmen viele dokumentarische und propagandistische Filme vorgeführt und prämiiert werden.
Beim Viertelfinalspiel im Fußballpokal zwischen Schalke 04 und Austria Wien (4:1) kommt es in Gelsenkirchen zu Raufereien und anti-österreichischen Ausschreitungen.

22.9.1941
Der Reichskommissar für die besetzten Niederlande, Arthur Seyß-Inquart, ordnet an, daß alle im Deutschen Reich geltenden Bestimmungen über die Behandlung der Juden auch in den Niederlanden Anwendung finden sollen; ab sofort müssen niederländische Juden den sog. Judenstern tragen.
In einer Weisung Nr. 36 stellt Adolf Hitler fest, dass es „trotz ungeheurer Leistungen und tapferen Einsatzes" nicht gelungen sei, die Murmansk-Bahn in Lappland zu erreichen. Der Angriff des Gebirgskorps in Richtung Murmansk sei daher zunächst zur Vorbereitung weiterer Operationen „unter Einsatz von russischen Kriegsgefangenen so rasch als möglich eine Feldbahn von Rovaniemi längs der Eismeerstraße nach Petsamo zu bauen".
In Großbritannien wird die "Russische Tankwoche" eröffnet, in der die britische Arbeiterschaft ihre Verbundenheit mit der UdSSR zum Ausdruck bringen soll. Alle bis zum 27. September produzierten Panzerwagen werden unverzüglich an die sowjetische Front geliefert.
Im Deutschen Reich wird durch eine Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung die unbestimmte Verurteilung im Jugendstrafvollzug eingeführt; jugendliche Straftäter können danach zu Gefängnisstrafen unbestimmter Dauer verurteilt werden, um "das Erziehungswerk" zu vollenden, wie es in der amtlichen Begründung zu der Verordnung heißt.
Die kanadische und die US-amerikanische Regierung geben den Abschluss eines Militärabkommens bekannt, das eine enge Zusammenarbeit und eine Entmilitarisierung der gemeinsamen Grenze vorsieht.
Die mexikanische und die US-amerikanische Regierung schließen ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der "Verteidigung der westlichen Hemisphäre".

23.9.1941
Die deutschen Behörden in Paris kündigen an, daß männliche Franzosen, die einem abgeschossenen englischen Piloten helfen oder verstecken, erschossen werden. Französische Frauen, welche sich dem gleichen Verbrechen schuldig machen, werden in ein Konzentrationslager nach Deutschland verschickt.
In München findet ein von Adolf Hitler angeordneter Staatsakt für den früheren Befehlshaber im Wehrkreis VII (Südbayern) und Oberbefehlshaber einer Armee, Generaloberst Ritter von Schobert, vor dem Heeresmuseum statt. Das OKW sagt, er sei „bei den Kämpfen an der Ostfront gefallen". Das Deutsche Nachrichtenbüro (DNB) meldet einen „Flugzeugunfall", und das Ausland meldet, er sei von russischen Fallschirmjägern umgebracht worden.
Der deutsche Techniker und Industrielle Robert Bosch wird 80 Jahre alt.

24.9.1941
Die deutsche Reichsregierung verkauft ihre 1935 erworbenen Aktien an den Schifffahrtsgesellschaften Norddeutscher Lloyd und Hapag.
Die sowjetische Regierung erklärt auf einer interalliierten Konferenz in London ihre Übereinstimmung mit der am 14. August von US-Präsident Franklin D. Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill verkündeten Atlantikcharta, die „Friedensziele" der Großmächte beinhaltet.
Adolf Hitler fliegt mit Heinrich Himmler, Reinhard Heydrich und Hans Frank nach Borissow in das vier Kilometer vom Flugplatz entfernte Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte, um deren Oberbefehlshaber, Generalfeldmarschall Fedor von Bock, die letzten Anweisungen zu geben. Von Bock erlaubt sich, auf die Schwierigkeiten einer Offensive gegen Moskau um diese Jahreszeit hinzuweisen. Hitler besteht auf „den letzten gewaltigen Hieb" gegen die Sowjetunion. Er setzt den Angriff auf Moskau auf den 2. Oktober fest.
Im Alter von 58 Jahren stirbt in Murnau Gottfried Feder, der einst das Parteiprogramm der NSDAP weitgehend entworfen hatte. Seit 1927 gab er die offizielle Schriftenreihe der NSDAP, „Die Nationalsozialistische Politik", heraus.
Marschall Semjon Michailowitsch Budjonny reorganisiert die nach der Kesselschlacht von Kiew verbliebenen russischen Streitkräfte im Süden, um die wichtige Industriestadt Charkow zu verteidigen.

25.9.1941
Die sowjetische Regierung erlässt ein Dekret über die Auflösung der Wolgadeutschen Autonomen Sowjetrepublik, deren Bewohner schon zu Beginn des Monats zum größten Teil nach Sibirien deportiert wurden.
Deutsche Fallschirmjäger springen über der Krim ab.
Aus Adolf Hitlers „Monologe im FHQ": „Der Mythos, dass man uns durch einen langen Krieg niederzwingen kann, muss beseitigt werden. Man soll nicht länger glauben dürfen, dass der Zeitablauf uns auf die Knie zwingt (...)".

26.9.1941
Die große Kesselschlacht östlich von Kiew endet mit dem Sieg der deutschen Einheiten die bei den Kämpfen 665.000 sowjetische Soldaten gefangennehmen.
Adolf Hitler empfängt in der „Wolfsschanze" den Reichskommissar Arthur Seyss-Inquart.
Die deutsche Heeresgruppe Mitte erhält den Befehl zur Einleitung des Unternehmens »Taifun«, der Schlacht um Moskau.
In Breslau (Wroclaw) wird der Film "Kameraden" uraufgeführt; unter der Regie von Hans Schweikart spielen Willy Birgel, Karin Hardt, Maria Nicklisch, Rudolf Fernau und Paul Dahlke die Hauptrollen.

27.9.1941
Angesichts der Entwicklung in Böhmen und Mähren wird auf Erlass Hitlers Reichsprotektor Konstantin Freiherr von Neurath „zur Wiederherstellung seiner angegriffenen Gesundheit" beurlaubt und mit seiner „Vertretung" SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich beauftragt. Dieser ließ den tschechischen Ministerpräsidenten General Alois Elias sofort verhaften, weil er Kontakt zur Londoner Exilregierung des Eduard Benesch unterhielt. Er wurde wegen Hochverrat zum Tode verurteilt, aber später begnadigt.
Gottfried Feder wird in München beerdigt. Gauleiter Adolf Wagner legt einen „Kranz des Führers" nieder, der jedoch kein „Staatsbegräbnis" angeordnet hat.
Zum Jahrestag der Dreimächtepakt-Unterzeichnung findet wieder ein Telegrammwechsel statt. Adolf Hitler selber sendet Telegramme an Benito Mussolini und den japanischen Ministerpräsidenten Fürst Fumimaro Konoje.
Der deutsche Buchhandel wird vom Reichspropagandaministerium aufgefordert, nur noch solche Werke zu begünstigen, "denen vom Volk aus gesehen das größte Gewicht zukommt", gleichzeitig gibt das Ministerium weitere Beschränkungen der Buchproduktion bekannt.
Der französische General Georges Catroux Stellvertreter von General Charles de Gaulle in der französischen Unabhängigkeitsbewegung, proklamiert die Souveränität der Republik Syrien.
Blenheim-Bomber, welche durch Spitfire-Jäger eskortiert werden, bombardieren den Eisenbahnknotenpunkt Amiens. Es werden 21 deutsche, 13 englische Jäger und eine unbekannte Anzahl der Blenheim-Bomber abgeschossen. Dabei debütiert auch das neue deutsche Jagdflugzeug Focke-Wulf Fw 190.
Das englische Schlachtschiff HMS Nelson wird durch einen Lufttorpedo eines italienischen Flugzeuges südlich von Sardinien beschädigt.

28.9.1941
Im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren wird der zivile Ausnahmezustand verhängt; damit verbunden ist u.a. die Einziehung von 15.000 Rundfunkgeräten, die nur bei Wohlverhalten der Besitzer gegenüber den nationalsozialistischen Behörden zurückgegeben werden.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftet für »vielfache außergewöhnliche Tapferkeits- und Führungstaten« das Deutsche Kreuz in Gold und für vielfache außergewöhnliche Verdienste« das Deutsche Kreuz in Silber.

29.9.1941
In Moskau beginnt unter dem Vorsitz von Außenminister Molotow, ein dreitägiges Treffen (Moskauer Dreimächtekonferenz) sowjetischer, britischer und US-amerikanischer Regierungsvertreter, in dessen Verlauf sich die USA verpflichten, im kommenden Jahr Waren im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar an die UdSSR zu liefern. Dabei wurden sechs Ausschüsse (Armee, Marine, Luftfahrt, Verkehr, Rohstoff und Medizin) gebildet, welche die Liefermöglichkeiten und den Bedarf koordinierten.
Adolf Hitler und Alfred Rosenberg besprechen in einer fünf Stunden dauernden Sitzung die Ukrainepolitik.
Deutsche Verbände brechen in die wichtige Industrieregion des Donezbecken ein, aus welcher über 60 Prozent der russischen Kohleförderungen stammen.
Im Kampf um den WM-Titel im Schwergewichtsboxen siegt Titelträger Joe Louis in New York gegen Herausforderer Lou Nova durch K. o. in der sechsten Runde.
Nachtangriff der RAF auf Stettin und Hamburg.

30.9.1941
Die Heeresgruppe Mitte der deutschen Truppen eröffnet den Angriff Richtung Orel. Generaloberst Guderians 2. Panzer-Armee beginnt als Speerspitze mit der Offensive, welche die Eroberung von Moskau noch vor dem Wintereinbruch zum Ziel hat. Die deutsche 2., 4., 9. Armee und Panzer-Gruppen 3 und 4 beginnen erst am 2. Oktober mit dem Angriff, da deren Distanz kürzer ist.
Die britische Luftwaffe fliegt mit 72 Flugzeugen einen schweren Terrorangriff auf Hamburg, bei dem 85 t Sprengbomben geworfen werden.
Die deutschen Werften melden einen Mehrbedarf an Arbeitskräften von 57.500 Mann, ohne den sie die Aufträge der deutschen Marine nicht ausführen können.
Schiffsverluste im September 1941: 53 alliierte Handelsschiffe (202.800 BRT), 2 deutsche U-Boote (65 einsatzbereit).
Der Film "The Maltese Falcon" (Die Spur des Falken/Der Malteserfalke) von Regisseur John Huston wird in den USA uraufgeführt; die Hauptrollen in dem Kriminalfilm, der als wichtiger Film der sog Schwarzen Serie gilt, spielen Humphrey Bogart, Mary Astor, Peter Lorre und Sydney Greenstreet.

OKTOBER 1941

1.10.1941
Der deutsche Volksgerichtshof in Prag verurteilt den ehemaligen Ministerpräsidenten der »autonomen Regierung des Protektorates Böhmen und Mähren«, Alois Elias , wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat zum Tod.
Im Deutschen Reich wird aufgrund eines Erlasses vom 8. Juli 1941 eine einheitliche Lohnabzugstabelle eingeführt, aus der Lohnsteuer und Sozialversicherungs- beiträge für Lohnempfänger abgelesen werden können; dies ist eine der Maßnahmen der Reichsregierung zur Vereinfachung des Steuersystems.
Das „Amt für technische Wissenschaften" wird mit allen Zuständigkeiten ins Hauptamt für Technik der NSDAP überführt.
In Spanien wird der 5. Jahrestag der Ausrufung Francisco Franco Bahamondes zum Staatschef und Caudillo als nationaler Feiertag begangen; Franco war im Zuge des Spanischen Bürgerkrieges 1936- 1939 an die Macht gekommen und hatte ein faschistisches Regime installiert.
In Italien wird die Brotkarte eingeführt; Normalverbraucher erhalten danach 200 g Brot, Schwerarbeiter 300 g und Schwerstarbeiter 400 g pro Tag.
Dienststellen, Behörden und Privatunternehmen in Posen müssen aufgrund eines Erlasses der zuständigen Gauleitung von ihnen benutzte Wohnungen räumen da es in dieser Region - ähnlich wie im gesamten Deutschen Reich - erheblichen Wohnraummangel gibt.
Die Finnen erobern Petrosawodsk am Onegasee in Ostkarelien. Damit wird die Eisenbahnlinie Leningrad-Murmansk endgültig unterbrochen. Allerdings stellen die Russen später eine Entlastungsbahn Murmansk-Archangelsk durch eine Abzweigung bei Bjelomorsk am Weißen Meer fertig.
Die Deportation der im Nordkaukasus lebenden Volksdeutschen nach Kasachstan beginnt.
Stettin und Hamburg werden nachts von Terrorbombern der Royal Air Force angegriffen.
An der Staatsoper von Wien hat "Die Zauberflöte", die Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart in der Inszenierung von Gustaf Gründgens Premiere.

2.10.1941
Am frühen Morgen eröffnete Feldmarschall von Bocks Heeresgruppe Mitte mit nahezu 2000 Panzern unter dem Befehl von Heinz Guderian, Erich Hoepner und Hermann Hoth, die erste Phase der Operation »Taifun«, des Angriffs auf Moskau. Adolf Hitler erlässt aus diesem Anlass einen Aufruf an die „Soldaten der Ostfront", mit dem er den Beginn der letzten großen Entscheidungsschlacht dieses Jahres ankündigt. Endlich seien „(...) die Voraussetzungen geschaffen worden zu dem letzten gewaltigen Hieb, der noch vor Einbruch des Winters diesen Gegner zerschmettern soll (...)" Diese Schlacht solle aber auch „den Anstifter des ganzen Krieges, England selbst, vernichtend treffen".
Der Pilot Heini Dittmar überschreitet mit dem Raketenflugzeug Me 163 in Peenemünde erstmals die 1.000 km/h-Grenze.
In der Reichsuniversität Posen wird die Ostaktion für die Berufserziehung eröffnet; die deutsche Reichsregierung gibt für diese Aktion 15 Millionen Reichsmark aus, um einen Facharbeiterstamm für die deutschen Ostgebiete auszubilden.
Das deutsche Reichsgericht entscheidet in einem Grundsatzurteil, dass Bezieher von Invaliditätsrenten verpflichtet sind, sich ihren Fähigkeiten entsprechend neue Beschäftigungen zu suchen.

3.10.1941
Anlässlich der Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes sagt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler im Berliner Sportpalast, dass die Sowjetunion schon geschlagen sei und sich nie mehr erheben werde. Es war eine der größten Reden seines Lebens, ganz aus dem Stegreif. Diesmal sind keinerlei Ehrenkarten ausgegeben worden, sondern da war wirklich die breite Masse des Volkes die Zuhörer. Auch die Anteilnahme und der Jubel der Berliner in den Durchfahrtsstraßen sei so groß und echt gewesen wie lange nicht. Adolf Hitler erklärt: "Es war die Absicht der Machthaber des Kremls (...), nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa zu vernichten. (...) Gnade Gott unserem Volk und der ganzen europäischen Welt, wenn dieser barbarische Feind seine Zehntausende an Panzern vor uns in Bewegung hätte setzen können. Ganz Europa wäre verloren gewesen. Denn dieser Feind besteht nicht aus Soldaten, sondern zum großen Teil nur aus Bestien."
Der Unterausschuss des US Repräsentantenhauses bewilligt weitere Kredite von 6 Milliarden Dollar für die Durchführung des Pacht- und Leihegesetzes (Englandhilfegesetz). Bereits im März wurden dafür 7 Milliarden Dollar bereitgestellt.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels gibt bekannt, daß 1,5 Millionen Kinder und 150.000 Mütter aus den deutschen Städten in sicherere Gebiete evakuiert worden sind.
In Kroatien wird ein neues Schulgesetz eingeführt, das die Einrichtung deutscher Schulen für die deutschstämmige Bevölkerung vorschreibt.
Durch einen Erlass des Reichswirtschaftsministers Walther Funk wird der Erwerb, die Zurschaustellung und der Verkauf von Briefmarken der mit dem Deutschen Reich verfeindeten Staaten verboten.
Der Reichsarbeitsminister erlässt die „Verordnung über die Beschäftigung von Juden". Es besteht z.B. kein Anspruch auf Gehalt bei Krankheit, keine Altersversorgung, Kündigungsmöglichkeit zum Schluss des folgenden Werktages. Juden werden ab 14 Jahren wie Erwachsene behandelt.
Auf Anordnung des Chefs der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, werden an verkehrsreichen Straßen vor Kindergärten Warnschilder aufgestellt; unter einem weißen Dreieck ist die Aufschrift Kindergarten angebracht.

4.10.1941
Das Oberkommando der Wehrmacht meldet in seiner ersten Verlautbarung über die Offensive an der Ostfront, daß »Kampfhandlungen von großer Tragweite im Gange sind«. Damit ist die Doppelschlacht bei Wjasma-Brjansk gemeint.
Adolf Hitler ist wieder in seinem Hauptquartier in Ostpreußen, er stattet Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch zu dessen 60. Geburtstag einen Besuch im Hauptquartier des OKH „Askania" bei Angerburg ab.
Die britische Royal Air Force fliegt einen Nachtangriff auf die libysche Hafenstadt Bengasi.

5.10.1941
Adolf Hitler hat anlässlich des Arbeitseinsatzes deutscher Studenten in der Rüstungsindustrie ein Telegrammwechsel mit dem Reichsstudentenführer Gustav Adolf Scheel.
Adolf Hitler führt Gespräche mit Walther von Brauchitsch und Franz Halder über den Ostfeldzug.
Radikale französische Judengegner sprengen sechs Synagogen in Paris.
Die britische Royal Air Force fliegt einen Nachtangriff auf die libysche Hauptstadt Tripolis.
Petain wandelt das Todesurteil gegen Paul Collette um. Dieser hatte versucht auf Laval und Deat ein Attentat auszuführen.
Zwei deutsche Fußballnationalmannschaften tragen gleichzeitig Länderspiele aus; eine Begegnung mit der finnischen Auswahl in Helsinki wird 6:0 gewonnen, während das Spiel gegen die schwedische Mannschaft in Stockholm mit einer 2:4-Niederlage endet.
In der Berliner Deutschlandhalle wird der Hamburger Halbschwergewichtsboxer Richard Vogt Deutscher Meister durch einen K. o.-Sieg in der 8. Runde über den Berliner Heinz Seidler.

6.10.1941
Guderians Panzerarmee erobert Brjansk südwestlich von Moskau und stellt am 9. Oktober eine Verbindung zur deutschen 2. Armee her. Dadurch werden zwei russische Armeen eingeschlossen.
RAF-Nachtangriff auf den Hafen von Piräus (Griechenland).
In Singapur und Manila finden britisch-US-amerikanische Konsultationen über die Lage in Fernost statt; zudem wird eine enge militärische Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Staaten in dieser Region vereinbart.
Der neue australische Premierminister John Curtin stellt in der Hauptstadt Australiens, Canberra, sein Kabinett vor, das nur aus Mitgliedern der Labour Party besteht; Curtin löst Arthur William Fadden, der nur gut einen Monat im Amt war, durch ein Misstrauensvotum ab.
Der Sonderbevollmächtigte von US-Präsident Franklin D. Roosevelt beim Vatikan, Myron Taylor, überbringt Papst Pius XII. eine Botschaft des Präsidenten; Myrons Aufgabe ist es, den Vatikan für die politischen Ziele der US-Regierung zu gewinnen.
Im Deutschen Reich beginnt die bis zum 12. Oktober dauernde Reichsvollkornbrotwoche, in deren Verlauf der Reichsvollkornbrot-Ausschuß über die Bedeutung des "Vollkornbrotes als Grundlage der Ernährung" aufklären will.

7.10.1941
Deutsche Panzer durchbrechen die Wjasma-Verteidigungslinie und kesseln 6 russische Armee ein, welche bis zum 14. Oktober vernichtet werden.
Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erteilt den Wehrmachtsverbänden an der Ostfront den Befehl, eine Kapitulation Moskaus auf keinen Fall anzunehmen. Die Operationen der Heeresgruppe Mitte in Richtung Moskau kommen nach den ersten Schneefällen und dem Einsetzen der Schlammperiode zum Erliegen.
Ein vorgesehener Austausch von schwer verwundeten Kriegsgefangen kommt nicht zustande.
Die Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink eröffnet in der Reichshauptstadt Berlin ein "Internationales Frauentreffen", auf dem über die Aufgaben beraten wird, "die den Frauen im Dienst an den Völkern zufallen".
Hitler gratuliert Heinrich Himmler persönlich zu seinem 41. Geburtstag.

8.10.1941
Einheiten des deutschen Ostheeres, das seit dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion über 500.000 Mann verloren hat, erobern die Stadt Orel an der Oka. Im Operationsgebiet der Heeresgruppe Süd besetzen Wehrmachtseinheiten den Hafen Mariupol, wo es trotz deutscher Bombentreffer den Sowjets gelingt den halbfertigen Kreuzer "Frunse" zu evakuieren.
Adolf Hitler verlangt von der Marine eine stärkere Sicherung Nordnorwegens vor einer feindlichen Landung.
Mit der Errichtung des späteren Konzentrationslagers Auschwitz (II)-Birkenau wird begonnen.

9.10.1941
In Ankara wird ein deutsch-türkischer Handelsvertrag unterzeichnet, der einen Güteraustausch im Wert von 200 Millionen Reichsmark vorsieht; die Türkei liefert im Gegenzug für deutsche Eisen- und Stahlerzeugnisse vor allem Baumwolle, Olivenöl, Tabak und Mineralien.
Otto Dietrich, Reichspressechef der NSDAP, erklärt vor Pressevertretern in Berlin, dass "die militärische Entscheidung im Osten gefallen" und die Sowjetunion "erledigt" sei.
Die Sendetätigkeit der britischen Rundfunkgesellschaft British Broadcasting Corporation (BBC) im Ausland wird einem eigens eingerichteten Regierungsausschuß unterstellt, dem u.a. der britische Außenminister Robert Anthony Eden angehört.
Im von britischen Truppen besetzten Irak bildet Nuri As Said ein neues Kabinett; die diplomatischen Beziehungen zu Italien und dem Deutschen Reich werden abgebrochen.
Franklin D. Roosevelt fordert den Kongress zu einer neuerlichen Revision des Neutralitätsgesetzes auf, die ihn u.a. bevollmächtigte, Handelsschiffe zu bewaffnen.

10.10.1941
In einer Weisung Nr. 37 erklärt Adolf Hitler, dass die „Angriffskraft der verfügbaren Verbände" nicht mehr ausreiche, um Murmansk noch vor Einbruch des Winters zu nehmen. Der Angriff in Nordfinnland wird daher eingestellt.
Als Auftakt einer Aktion zur "Entrümpelung schlechter Sitten" im Deutschen Reich wird in Hannover ein Kellner verhaftet, der das mehrfache Anmahnen eines bestellten Essens durch einen weiblichen Gast mit dem Götz von Berlichingen-Zitat „Leck mich am Arsch“ beantwortete.
In Wien findet die Premiere des Films "Heimkehr" von Regisseur Gustav Ucicky statt; in dem mehrfach ausgezeichneten Film spielen Paula Wessely, Peter Petersen, Attila Hörbiger und Carl Raddatz die Hauptrollen.

11.10.1941
Frauen und Kinder werden aus Moskau evakuiert, da die deutschen Truppen weiter auf die Hauptstadt der Sowjetunion vorrücken. Tausende von Einwohnern arbeiten an Panzergräben außerhalb der Stadt.
Die deutsche Reichsregierung dementiert Berichte, wonach sie der Sowjetunion ein Waffenstillstandsangebot unterbreitet habe; das Gerücht hatte die alliierte Presse verbreitet.
Im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt wird "Faust I" von Johann Wolfgang von Goethe in der Inszenierung von Gustaf Gründgens aufgeführt; Gründgens spielt auch die Rolle des "Mephisto".

12.10.1941
Ein britischer Bomber wirft über dem Dorf Buhwil im Schweizer Kanton Thurgau mehrere Bomben ab; zum wiederholten Mal ist Schweizer Territorium von Bombenabwürfen betroffen, obwohl das Land nicht zu den kriegführenden Staaten gehört.
Deutsche S-Boote versenken 2 Schiffe aus einem Geleitzug vor Cromer, England.
In Königsberg wird die bis zum 15. Oktober dauernde Ostmesse eröffnet, die in deutschen Presseveröffentlichungen als Symbol für die wirtschaftliche Bedeutung der besetzten Ostgebiete bezeichnet wird.

13.10.1941
Das Oberkommando der Wehrmacht meldet, daß die britische Luftwaffe ihre Angriffe auf Ziele im gesamten Deutschen Reich verstärkt fortsetzt.
Auf Anordnung von Reichsgesundheitsführer Leonardo Conti sollen sich deutsche Ärzte mit der gesundheitsfördernden Wirkung des Sauna-Bades befassen, um es zukünftig auch im Deutschen Reich zur Therapie und Vorsorge einzusetzen.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Staatspräsident Josef Tiso zum Geburtstag und „gedenkt hierbei zugleich der tapferen slowakischen Soldaten, die an der Seite der deutschen Wehrmacht den Sieg über die zerstörenden Kräfte des Bolschewismus mit erringen helfen".
Reichswirtschaftsminister Walther Funk ist Gast bei Adolf Hitler im FHQ. Hitler legt ihm seine Finanztheorie dar.
General Gerardus Johannes Berenschot, Befehlshaber der niederländischen Streitkräfte in Ostindien (Indonesien) kommt bei einem Flugzeugunglück im Alter von 54 Jahren ums Leben.
Die deutsche Luftwaffe bombardiert Eisenbahnlinien im Raum von Moskau.

14.10.1941
Das deutsche Gebirgskorps "Norwegen" unter General Dietl stellt in Richtung Murmansk sämtliche Angriffe ein. Die deutsche Kräftegruppe war von Anfang an zu schwach dimensioniert um die Aufgabe zu erreichen.
Deutsche Truppen erobern Moshaisk, 100 km westlich von Moskau.
Der Chef der Ordnungspolizei im Deutschen Reich, Kurt Daluege, unterzeichnet den ersten Befehl zur Deportation deutscher Juden in die besetzten osteuropäischen Gebiete.
Argentinien und die Vereinigten Staaten von Amerika schließen ein Handelsabkommen, das eine Senkung der jeweiligen Einfuhrzölle für Waren aus dem Partnerland um 50% vorsieht.

15.10.1941
An der Ostfront werden Flugblätter des Moskauer Zentralkomitees der KPD abgeworfen. Sie sind „An das deutsche Volk und an das deutsche Heer!" gerichtet und fordern die Soldaten zur Befehlsverweigerung und die Arbeiter zur Sabotage auf. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. die kommunistischen Verräter Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht.
Deutsche Truppen nehmen Kalinin, 160 km nordwestlich von Moskau.
Im Deutschen Reich wird die dritte Reichskleiderkarte mit 120 Punkten und einer Gültigkeit bis zum 31. Dezember 1942 ausgegeben.
Die britische und die sowjetische Regierung fordern die Regierung Afghanistans auf, alle Deutschen und Italiener, die nicht zu den diplomatischen Vertretungen gehören, auszuweisen; Afghanistan kommt dieser Aufforderung am 20. Oktober nach.
Auf Anordnung der US-Regierung wird in den Vereinigten Staaten die Automobilproduktion gegenüber dem Vorjahr um 50% gesenkt, um Herstellungskapazitäten für Panzer und andere Militärfahrzeuge freizumachen.
Unter dem Patronat des Roten Kreuzes werden 37 Ärzte und 30 Krankenschwestern aus der Schweiz an der Ostfront bei Smolensk eingesetzt.

16.10.1941
Die Regierung der UdSSR und das Diplomatische Korps verlassen das von den deutschen Wehrmachtseinheiten bestürmte Moskau und siedeln nach Kuibyschew an der Wolga über. Stalin selbst bleibt jedoch in der Hauptstadt.
Marschall Philippe Pétain, Regierungschef im unbesetzten Teil Frankreichs, verkündet in einer Radioansprache, daß u.a. gegen die Politiker Léon Blum und Edouard Daladier eine lebenslange Festungshaft verhängt wird, weil sie für den Krieg und die französische Niederlage verantwortlich seien. Auch Reynaud, Mandel (der jüdische Ex-Innenminister) und General Gamelin werden verhaftet und eingesperrt.
Die 4. rumänische Armee besetzt die seit zwei Monaten belagerte Stadt Odessa, die von den sowjetischen Streitkräften über See geräumt wurde.
Die japanische Regierung unter Fürst Fumimaro Konoe tritt nach dem Scheitern der Verhandlungen mit den USA zurück; neuer Ministerpräsident wird General Hideki Todscho.
Die Münchner Neueste Nachrichten berichten über die Einrichtung eines Ghettos für rumänische Juden in Czernowitz und die gleichzeitige Einführung drastischer Strafen für Vergehen im Bereich des Ghettos.

17.10.1941
Der Raketentechniker Eugen Sänger unternimmt in der Forschungsstelle Trauen erstmals terrestrische Versuche mit Hochtemperatur-Staustrahltriebwerken.
Reichsminister Fritz Todt und Gauleiter Fritz Sauckel sind Gäste im FHQ. Zu Todt sagt Adolf Hitler, dass er sich nun um die geplante Breitspureisenbahn, die als transkontinentale Großraumbahn das unter nationalsozialistischer Herrschaft stehende Europa verbinden sollte, kümmern werde.
Italienische Radiosprecher werden mit speziellen Geräten ausgerüstet, die es ihnen ermöglichen, direkt auf Einblendungen von Schwarzsendern zu antworten, die ihre Sendungen überlagern; Untergrundstationen gelingt es in zunehmendem Maße, offizielle Rundfunkprogramme zu stören.
In Franzensbad wird das Moorforschungsinstitut für das deutsche Bäderwesen eröffnet, das wissenschaftliche Untersuchungen über Wirkung und Verbesserung von Moorbehandlungen zur Krankenpflege durchführen soll.

18.10.1941
In Berlin beginnen Massendeportationen von jüdischen Bürgern in Konzentrations- und Arbeitslager in den deutsch besetzten Ostgebieten.
Die japanische Polizei verhaftet in Tokio den dortigen Korrespondenten der "Frankfurter Zeitung", Richard Sorge, der seit rund 20 Jahren für die Sowjetunion spioniert hat. Am Jahrestag der Oktoberrevolution, dem 7. November 1944, wurde Sorge in Japan gehängt.
Deutsche Truppen erobern die russische Hafenstadt Taganrog am Schwarzen Meer.
Der Vorsitzende des Komitees für die Verteidigung Amerikas, Eichelberger, erklärte: "Die Vereinigten Staaten befinden sich bereits seit einiger Zeit im Krieg, aber diese Tatsache ist der Welt noch nicht klargemacht worden."

19.10.1941
Der sowjetische Parteichef Josef W. Stalin läßt über Moskau den Belagerungszustand ausrufen und kündigt in einer Rede die Verteidigung der Stadt bis zum Letzten an. Die Entscheidung Moskau zu verteidigen, statt wie von der Mehrheit der Regierungsabgeordneten vorgeschlagen zu räumen, kam durch einen Vorschlag eines armenischen Abgeordneten zu Stande. Schukow übernimmt das Kommando über die Garnison von Moskau.

20.10.1941
Die Doppelschlacht bei Wjasma und Brjansk an der Ostfront kann von der deutschen Armee erfolgreich beendet werden. Acht sowjetische Armeen werden hier zerschlagen, 657.948 Gefangene eingebracht und 1.241 Panzer sowie 5.396 Geschütze vernichtet.
Der slowakische Ministerpräsident Vojtech Tuka und der slowakische Staatspräsident Josef Tiso statten Adolf Hitler einen Besuch im Führerhauptquartier in Ostpreußen ab. Im Abschlusskommunique heißt es: „Die politischen und militärischen Besprechungen beim Führer verliefen im Geiste der herzlichen Freundschaft zwischen den beiden Völkern und standen im Zeichen der Waffenbrüderschaft, die durch den Kampf deutscher und slowakischer Truppen gegen den gemeinsamen bolschewistischen Feind erneut ihre Bewährung findet."
Die japanische Marine beginnt mit Vorbereitungen für einen Angriff auf den US-amerikanischen Marinestützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii.
Die italienischen Torpedoboote „Aldebaran" und „Altair" sinken in der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober vor Athen in einem Minenfeld, welches vom Unterseeboot „Rorqual" gelegt wurde.
Britische Flugzeuge werfen bei einem Luftangriff auf die Hansestadt Bremen 140 t Bomben ab.

21.10.1941
In der französischen Stadt Nantes werden 50 Geiseln von den deutschen Besatzungstruppen erschossen, nachdem ein deutscher Offizier bei einem Anschlag ums Leben gekommen ist.

22.10.1941
Das sowjetische Staatskomitee für Verteidigung beschließt die Bildung städtischer Verteidigungskomitees in 46 Städten der UdSSR, u.a. in Sewastopol, Rostow, Stalingrad (Wolgograd) und Kursk.
Der englische Marinetanker „Darkdale" wird durch U-68 vor St.Helena versenkt.
Rumänien kündigt den 'Wiener Schiedsspruch' vom August 1940 und beginnt wieder mit den alten Streitigkeiten gegenüber Ungarn wegen Siebenbürgen.
General Glugoscianu, der rumänische Oberbefehlshaber bei Odessa, sowie 50 Mitglieder seines Stabes werden durch eine Zeitzünder-Bombe getötet. Diese wurde zuvor von den evakuierten Russen unter einem Gebäude gelegt, welches voraussichtlich für das feindliche Stabshauptquartier am geeignetsten war.
Der isländische Ministerpräsident Hermann Jonasson reicht seinen Rücktritt ein, nachdem es wegen der Stationierung von US-Truppen in dem Inselstaat zu innenpolitischen Schwierigkeiten gekommen war.
Mexiko und Großbritannien nehmen nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen im Jahr 1938 wieder offizielle Kontakte auf, mit denen Mexiko unter anderem seine Sympathie für die Alliierten zum Ausdruck bringen will.
Jeder Partner einer zukünftigen Ehe hat ab 1. Dezember zuvor die so genannte „Eheunbedenklichkeitsbescheinigung" des Gesundheitsamtes vorzulegen.
Reichspropagandaminister Joseph Goebbels und Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop schließen eine Vereinbarung, in der sie die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Auslandskulturpolitik beschließen.

23.10.1941
Auf Anordnung des Reichsführers SS und Chefs der Polizei, Heinrich Himmler, wird den deutschen Juden verboten, aus dem Deutschen Reich auszuwandern.
Die japanische Regierung und das Oberkommando der japanischen Armee und Marine legen auf einer sog. Verbindungskonferenz die zukünftige japanische Politik in Fernost fest.
Der englische Zerstörer HMS „Cossack" wird durch U-563 torpediert. Der Zerstörer kann zwar abgeschleppt werden, sinkt aber am 26. Oktober.

24.10.1941
Die Heeresgruppe Süd an der Ostfront erobert die sowjetischen Städte Charkow und Belgorod.
Stalin ernennt Schukow zum Oberbefehlshaber der sowjetischen Truppen im nördlichen Teil und Timoschenko für den südlichen Teil der Ostfront.
RAF Terrorbomber greifen Kiel an. 64 Flugzeuge (von 71 gestarteten) werfen bei 1 Verlust 64 Tonnen Bomben auf die Stadt ab.
Die Operationsabteilung des Oberkommandos des Heeres stellt einen ersten Entwurf für eine deutsche Offensive im Kaukasus fertig.
Der Chef der Ordnungspolizei im Deutschen Reich, Kurt Daluege, befiehlt in einem weiteren Deportationsbefehl die Evakuierung von 50.000 Juden aus dem Reich und dem Protektorat nach Minsk und Riga in der UdSSR.
Adolf Hitler sendet ein Glückwunschtelegramm an Staatssekretär Franz Schlegelberger zum 65. Geburtstag.

25.10.1941
Die deutsche Offensive auf Moskau kommt wegen des schlechten Wetters fast völlig zum Stehen.
Der englische Schnelle Minenleger-Kreuzer „Latona" wird in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober durch Stukas vor Bardia versenkt.
In der Stadt Riga richten die deutschen Besatzungsbehörden ein Ghetto für die dort lebenden Juden ein.
Adolf Hitler empfängt in seinem Hauptquartier den italienischen Außenminister Graf Ciano zu einer Unterredung, an der auch Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop teilnimmt. Hitler betont, Europa sei nicht nur ein geographischer Begriff, sondern auch „ein kultureller und sittlicher Begriff".
In Paris stirbt im Alter von 56 Jahren der französische Maler Robert Delauney.

26.10.1941
Deutsche Verbände brechen durch die Landenge von Perekop und dringen auf die Halbinsel Krim vor.
Im Deutschen Reich werden die Kriegsbuchwochen veranstaltet, die bis zum 22. November dauern; im Rahmen dieser Wochen werden Buchsammlungen für Frontsoldaten durchgeführt.
Der Deutsche Schwergewichtsmeister im Boxen, der Wiener Heinz Lazek, verteidigt in der Berliner Deutschlandhalle seinen Titel gegen Walter Neusel durch einen Punktsieg in einem Kampf über zwölf Runden.
Der zehnte Länderkampf der Amateurboxer Deutschlands und Italiens in der Breslauer Jahrhunderthalle endet unentschieden 8:8.

27.10.1941
Roosevelt hält eine Rede über die deutsche Bedrohung, die so skurril ist: »Ich besitze eine geheime Karte, hergestellt von Hitlers Regierung. Es ist eine Karte von Süd- und zum Teil von Mittelamerika, und sie zeigt, wie Hitler die Region reorganisieren will. Die Geographie-Experten in Berlin aber haben rücksichtslos die bestehenden Grenzen ausradiert und Südamerika in fünf Vasallenstaaten aufgeteilt, um den gesamten Kontinent unter ihre Herrschaft zu bringen. Und sie planen, in das Territorium eines dieser Marionettenstaaten auch Panama einzugliedern - unsere große Lebensader, den Panama-Kanal.«
Dem deutschen Geheimdienst in Rio de Janeiro fiel eine geheime Sprachregelung vom Foreign Office Englands in die Hand, »den Gedanken einer Friedensoffensive durch Hitler« zu ignorieren. Darauf sagt Hitler, daß das, was ihn am meisten an dem »Strohkopf« Churchill ärgere, die Tatsache sei, daß dieser ihn an seiner gewaltigen, schöpferischen Aufbau- und Kulturarbeit hindere.
Die 11. deutsche Armee der Heeresgruppe Süd durchbricht nach zehntägigen Kämpfen die sowjetischen Stellungen auf der Landenge von Perekop und erobert in diesen Tagen die Städte Kramatorsk, Simferopol, Feodossija und Kertsch.
Die deutsche Lufthansa nimmt den Flugverkehr nach Riga und Helsinki auf.

28.10.1941
Deutsche Truppen erreichen Wolokolamsk, weniger als 100 km nordöstlich von Moskau. Adolf Hitler unternimmt mit den beiden türkischen Generälen Ali Fuad Erden und Husseyn Erkileet eine Besichtigungsfahrt zu den deutschen Stellungen an der Front in Sowjetrussland.
In Berlin wird die Filmgesellschaft Berlin-Film GmbH gegründet, die dem Reichspropagandaministerium unter stellt ist. Durch die wirtschaftliche Zusammenfassung der Filmproduktion will das Ministerium die totale Kontrolle über dieses Medium ausüben.

29.10.1941
24 deutsche U-Boote werden ins Mittelmeer verlegt, um die Nachschubwege des Deutschen Afrika-Korps zu sichern; nach einer Meldung der Operationsabteilung der Marine ist Adolf Hitler bereit, die Schlacht im Atlantik bis zur »Bereinigung der Mittelmeerlage« zurückzustellen.
Deutsche Verbände überrennen die Krim.
In Wien findet die Premiere des Films "Wir bitten zum Tanz" von Regisseur Hubert Marischka statt; die Hauptrollen in der Komödie spielen Elfie Mayerhofer, Hans Holt und Paul Hörbiger.

30.10.1941
Die Belagerung der Festung Sewastopol beginnt mit einem Großangriff der deutschen 11. Armee und rumänischer Verbände auf die äußere Verteidigunglinie (vom 30. Oktober bis 21. November). Die russische Schwarzmeer-Flotte und 21.000 Marinesoldaten wehren viele Angriffe ab, aber die Deutschen erobern die Balaklawa-Hügel über der Festung.
Die französische Regierung verbietet das Abhören britischer Radiosender, die französischen Angaben zufolge zu Sabotage- und Terrorakten aufrufen; Zuwiderhandlung wird mit Gefängnishaft bis zu drei Jahren geahndet.
In Zürich wird die bis zum 6. November dauernde 1. Schweizerische Ausstellung für Neustoffe eröffnet, auf der neben neuartigen Werkstoffen Techniken der Abfallaufbereitung und -wiederverwertung vorgeführt werden.

31.10.1941
Durch eine Verordnung über die Lenkung von Kaufkraft im Deutschen Reich versuchen die nationalsozialistischen Machthaber, Kaufkraftüberschüsse mit der Schaffung steuerbegünstigter "Eiserner Sparkonten" abzuschöpfen.
Die Deutsche Reichsbahn kündigt drastische Einschränkungen des Personenverkehrs an, da Waggons in den folgenden Wochen insbesondere für den Transport von Kartoffeln, Rüben und Steinkohle benötigt werden.
Der erste deutsche Farbspielfilm, "Frauen sind doch bessere Diplomaten", wird in Berlin uraufgeführt; unter der Regie von Georg Jacoby spielen Marika Rökk, Willy Fritsch, Aribert Wäscher und Ursula Herking die Hauptrollen.
Belagerung von Leningrad: Die Stromversorgung ist stark eingeschränkt und viele Fabriken mussten geschlossen werden. Auch kein elektrisches Licht mehr für private Haushalte.
Im sowjetischen Gefängnis in Saratow stirbt 63jährig der deutsche Schriftsteller und Kommunist Herwarth Walden. Er hatte sich Stalins Misstrauen zugezogen.
Der Reuben James - Zwischenfall. U-552 versenkt den US-Zerstörer "Reuben James", welcher Teil einer US-Eskorte für einen britischen Geleitzug ist. Da das Schiff aber nicht als amerikanisches zu erkennen war, wurde es von Kapitänleutnant Erich Topp versenkt. Dabei kommen 115 Besatzungsmitglieder ums Leben. Schiffsverluste im Oktober 1941: 32 alliierte Handelsschiffe (156.500 BRT), 2 deutsche U-Boote (80 einsatzbereit).

Josef W. Stalin läßt über Moskau den Belagerungszustand ausrufen. Die Einwohner von Moskau bauen tiefe Panzergräben vor der Hauptstadt.                    

Josef W. Stalin läßt über Moskau den Belagerungszustand ausrufen. Die Einwohner von Moskau bauen tiefe Panzergräben vor der Hauptstadt.                    

Schier endlose Kolonnen russischer Kriegsgefangener bewegen sich nach den Kesselschlachten von Wjasma und von Brjansk westwärts.                    

Schier endlose Kolonnen russischer Kriegsgefangener bewegen sich nach den Kesselschlachten von Wjasma und von Brjansk westwärts.                    

30.9.1941 - Babi Jar - Die Schlucht mit 33.771 ermordeten Juden - auch nur jüdisch bolschewistische Gräuelpropaganda !
30.9.1941 - Babi Jar - Die Schlucht mit 33.771 ermordeten Juden - auch nur jüdisch bolschewistische Gräuelpropaganda !

In der Schlucht Babi Jar, in einem Vorort im Nordwesten von Kiew beim jüdischen Friedhof gelegen, soll das Einsatzkommando 4a unter Standartenführer Paul Blobel am 29. und 30. September 1941 (also binnen zweier Tage!) 33.771 Sowjetbürger, zumeist Juden, erschossen haben. Anschließend sei die Schlucht in der Weise gesprengt worden, daß die Leichen allesamt unter dem herab gefallenen Erdreich zwei Jahre lang verschüttet blieben. Der prominenteste Lügner und Holocaust- Universalzeuge Elie Wiesel schreibt: "Der Boden hat nie aufgehört zu Zittern, und von Zeit zu Zeit, spritzten Geysire von Blut aus ihm." 1943 soll derselbe Paul Blobel mit seinem Kommando, einem Bagger und 370 Juden alle wieder "enterdet", verbrannt und spurlos zum Verschwinden gebracht haben. Spuren - wie üblich, keine! Zeugen für die mysteriöse Beseitigung aller Überreste gibt es auch nicht, da alle "Arbeitsjuden" nach der "Enterdungsarbeit" ebenfalls erschossen, eingeäschert und verschwunden sein sollen. Das Beweisfoto: "Babi-Jar, September 1941" Ernst Klee / Willi Dreßen "Gott mit uns - Der Vernichtungskrieg im Osten 1939-1945"

In der Schlucht Babi Jar, in einem Vorort im Nordwesten von Kiew beim jüdischen Friedhof gelegen, soll das Einsatzkommando 4a unter Standartenführer Paul Blobel am 29. und 30. September 1941 (also binnen zweier Tage!) 33.771 Sowjetbürger, zumeist Juden, erschossen haben. Anschließend sei die Schlucht in der Weise gesprengt worden, daß die Leichen allesamt unter dem herab gefallenen Erdreich zwei Jahre lang verschüttet blieben. Der prominenteste Lügner und Holocaust- Universalzeuge Elie Wiesel schreibt: "Der Boden hat nie aufgehört zu Zittern, und von Zeit zu Zeit, spritzten Geysire von Blut aus ihm." 1943 soll derselbe Paul Blobel mit seinem Kommando, einem Bagger und 370 Juden alle wieder "enterdet", verbrannt und spurlos zum Verschwinden gebracht haben. Spuren - wie üblich, keine! Zeugen für die mysteriöse Beseitigung aller Überreste gibt es auch nicht, da alle "Arbeitsjuden" nach der "Enterdungsarbeit" ebenfalls erschossen, eingeäschert und verschwunden sein sollen. Das Beweisfoto: "Babi-Jar, September 1941" Ernst Klee / Willi Dreßen "Gott mit uns - Der Vernichtungskrieg im Osten 1939-1945"

die sozialen Errungenschaften im Deutschen Reich waren einzigartig und es gab auf der ganzen Welt nichts Vergleichbares
der Greer-Zwischenfall
Eduard Thöny
Rudolf Schmundt

Hugo Bruckmann

Heinrich Himmler
Luise Ullrich

Miklós Horthy

Chaim Weizmann

Ewald von Kleist

Wilhelm Keitel

Francisco Franco

Gustaf Gründgens

Generaloberst Erich Hoeppner

Generaloberst Hermann Hoth

Gertrud Scholtz-Klink

Leonardo Conti

General Eduard Dietl

Kurt Daluege

31.10.1941 - Der »Reuben James« - Zwischenfall im Nordatlantik bei einem Geleitzug-Angriff

31.10.1941 - Der »Reuben James« - Zwischenfall im Nordatlantik bei einem Geleitzug-Angriff

Im Herbst operierte U-552 in den Gewässern zwischen Schottland, Island und Grönland. Während einer dieser Feindfahrten traf Kapitän Erich Topp auf den amerikanischen Zerstörer "Reuben James", der in Folge eines US-britischen Vertrages britische Handelsschiffe (Geleitzug HX-156) von der Ostküste der USA bis an den Rand des Kriegsgebietes eskortierte. Obwohl diese Tatsache allgemein gekannt war, hatten die deutschen Boote strikten Befehl, keinesfalls anzugreifen. Hitler wollte die damals noch neutralen USA nicht, wie im Ersten Weltkrieg geschehen, unnötig provozieren. Da das Schiff aber nicht als amerikanisches zu erkennen war, nahm Kapitän Topp es in einem Lehrbuchangriff aufs Korn und versenkte es durch zwei Volltreffer, 115 amerikanische Matrosen fanden den Tod. Der Zwischenfall führte zu politischen Spannungen, löste aber noch keinen Krieg aus. Das der Versenkung der "Reuben James" keine Kriegserklärung folgt, bestärkt die deutsche Führung in ihrer Einschätzung, dass die USA noch nicht kriegsbereit sind. Nichtsdestotrotz gibt Adolf Hitler am 17. November abermals den Befehl, diesmal an deutsche Hilfskreuzer, jede Konfrontation mit amerikanischen Einheiten zu  vermeiden,  obwohl  die  USA  schon  längst  nicht  mehr neutral sind.
BILD links: Die "Reuben James", die zwei Volltreffer erhielt und sank.

Kiew nach der Schlacht
Kiew nach der Schlacht
Die Kesselschlacht von Kiew

Die Kesselschlacht von Kiew

Die Kesselschlacht von Kiew

Die Kesselschlacht von Kiew

Die Einnahme der ukrainischen Hauptstadt Kiew sollte folgenreiche Probleme bezüglich der Sicherheit der Truppen in der Stadt mit sich bringen. Nach Abschluss der Kämpfe stellte sich heraus, dass nicht nur umfangreiches Material abtransportiert und die Bahnverbindungen nachhaltig unterbrochen worden waren, sondern auch umfangreiche nachträgliche Zerstörungen durch mit Funk auszulösende Sprengungen vorbereitet waren. So befahl bereits am 13. September das Oberkommando der 6. Armee, dass sich die Truppe in der Innenstadt nur mit schriftlicher Bestätigung des AOK aufhalten dürfe. Durch einen anonymen Hinweis erfuhren die Besatzungstruppen von vorbereiteten Sprengsätzen in größeren, für Stabs- und Truppenunterkünfte geeigneten Gebäuden, was am 19. September eine teilweise erfolgreiche Suchaktion auslöste. Am 24. September löste dann ein sowjetischer Sprengsatz neben dem Hauptpostgebäude in einem Beute- und Munitionslager einen Großbrand aus, welcher rasch Teile der Stadt ergriff und durch das Feuerwehrregiment „Sachsen“ nicht gelöscht werden konnte. Zur Eindämmung des um sich greifenden Feuers mussten große Brandschneisen gesprengt werden. Linkes Bild: Kiew ist nach dem Großbrand nur noch ein Trümmerhaufen. Rechtes Bild: Deutsche Soldaten beim Kampf in Kiew.                 

Die Einnahme der ukrainischen Hauptstadt Kiew sollte folgenreiche Probleme bezüglich der Sicherheit der Truppen in der Stadt mit sich bringen. Nach Abschluss der Kämpfe stellte sich heraus, dass nicht nur umfangreiches Material abtransportiert und die Bahnverbindungen nachhaltig unterbrochen worden waren, sondern auch umfangreiche nachträgliche Zerstörungen durch mit Funk auszulösende Sprengungen vorbereitet waren. So befahl bereits am 13. September das Oberkommando der 6. Armee, dass sich die Truppe in der Innenstadt nur mit schriftlicher Bestätigung des AOK aufhalten dürfe. Durch einen anonymen Hinweis erfuhren die Besatzungstruppen von vorbereiteten Sprengsätzen in größeren, für Stabs- und Truppenunterkünfte geeigneten Gebäuden, was am 19. September eine teilweise erfolgreiche Suchaktion auslöste. Am 24. September löste dann ein sowjetischer Sprengsatz neben dem Hauptpostgebäude in einem Beute- und Munitionslager einen Großbrand aus, welcher rasch Teile der Stadt ergriff und durch das Feuerwehrregiment „Sachsen“ nicht gelöscht werden konnte. Zur Eindämmung des um sich greifenden Feuers mussten große Brandschneisen gesprengt werden. Linkes Bild: Kiew ist nach dem Großbrand nur noch ein Trümmerhaufen. Rechtes Bild: Deutsche Soldaten beim Kampf in Kiew.                 

Kiew nach der Schlacht
Kiew nach der Schlacht
Babi Jar - 33.771 ermordete Juden sollen dort vergraben sein. Eine Untersuchung dieser behaupteten Verbrechen fand nie statt und Beweise oder Überreste gibt es auch nicht! Kein deutscher Offizier hätte so etwas befohlen oder einen solchen Befehl ausgeführt.
Sie können die einzelnen Bilder anklicken und die detailierten Ereignnisse dieser Zeit in der großen Chronik von 1933-45 nachlesen

Die Wochenschau vom 24.9.1941 - Angriff deutscher Flieger sowie der Artillerie auf Stellungen nahe Leningrad. Deutsche Kampfflugzeuge greifen sowjetische Industrieanlagen am Schwarzen Meer an.

Die Wochenschau vom 1.10.1941 - mit Ausschnitten: Artilleriefeuer auf bolschewistische Bunker, Versorgung von Verwundeten. Die Eroberung von Oesel und Moon, Gefangene werden auf die Faehren gebracht.

Die Wochenschau vom 8.10.1941 - Besuch des Fuehrers im Haupt- quartier des OK des Heeres. Nachschub auf den Inseln Oesel und Moon, Besuch des Grabes von Walter Flex. Kampf um Leningrad.

Die Wochenschau vom 29.10.1941 - Vormarsch auf Charkow, Arbeit in einem Benzinlager, Stukas greifen Kolonnen und Befestigungen vor Charkow an, Einnahme der Stadt, riesige Beute an Waffen.